Lore

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Süddeutschland, Frühjahr 1945. Als Lores Eltern (Ursina Lardi und Hans-Jochen Wagner), ranghohe Nationalsozialisten, verhaftet werden, bleibt die 15-jährige (Saskia ... mehr »
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42 Bewertungen | 3 Kritiken
3.33 Sterne
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HandlungLore

Süddeutschland, Frühjahr 1945. Als Lores Eltern (Ursina Lardi und Hans-Jochen Wagner), ranghohe Nationalsozialisten, verhaftet werden, bleibt die 15-jährige (Saskia Rosendahl) mit ihren jüngeren Geschwistern (Nele Trebs, Mika Seidel, André Frid, Nick Holaschke) zurück. Auf sich gestellt, müssen sich die Kinder zur Großmutter durchschlagen, die hoch im Norden lebt. Der Reise quer durch die Sektoren und unwirtlichen Landschaften Endkriegsdeutschlands, dem Hunger und der Kälte und dem für sie so überraschenden, wie unverständlichen ersten Begehren gegenüber dem jüdischem Flüchtling Thomas (Kai-Peter Malina) begegnet Lore mit einem scheinbar unverbrüchlichen Trotz und einem Weltbild, das keine Risse zulassen will...

Basierend auf der 'Lore' Novelle aus dem Booker-Price-nominierten Roman 'Die dunkle Kammer' von Rachel Seiffert, wagt sich die australische Regisseurin Cate Shortland an eine kaum erzählte Perspektive: die Wahrnehmung von Kindern, denen man mit aller Macht versucht hat, das Mitgefühl auszutreiben; die umgeben vom Wahn von Rasse und Herrenmenschentum aufgewachsen sind. Nun, im Zusammenbruch, reichen die alten Muster nicht mehr aus, die Welt zu verstehen. Während Lore beginnt, sich den Dämonen der Vergangenheit zu stellen, liegt das Land um sie herum in Scherben. Gesten der Menschlichkeit sind rarer als ein Stück Brot. Die alte Zeit ist vorbei, die neue noch nicht da. 'Lore' erzählt spannend und klug, in visionären, großen, manchmal schroffen, manchmal märchenhaften Filmbildern von einer gefährlichen Reise, die mehr und mehr zu einer inneren Reise wird; von den Kindern der Täter und dem Bruch mit einem Erbe, das man annehmen muss, um sich davon zu befreien. Schon in ihrem weltweit preisgekrönten Debüt 'Somersault - Wie Parfum in der Luft' (Australien 2004) bewies Cate Shortland ihr Gespür für jugendliche Darsteller. 'Lore' (2012) löst dieses Versprechen ein: Neben renommierten Schauspielern wie Ursina Lardi ('Das weiße Band'), Hans-Jochen Wagner ('Alle anderen'), Sven Pippig ('Toter Mann') und Eva-Maria Hagen brillieren in den jugendlichen Hauptrollen Saskia Rosendahl ('Für Elise') als Lore und Kai-Peter Malina ('Das weiße Band') als Thomas sowie u.a. Nele Trebs ('The Door') und Mika Seidel ('Halt auf freier Strecke'). Für die Montage zeichnet Veronika Jenet ('Das Piano', nominiert für den 'Oscar': Bester Schnitt) verantwortlich, die Kamera führte Adam Arkapaw ('Animal Kingdom'). Das Szenenbild besorgte Silke Fischer ('Alle anderen'), die Filmmusik komponierte Max Richter ('Waltz with Bashir'). Gedreht wurde 'Lore' als deutsch-australisch-britische Koproduktion an Schauplätzen quer durch Deutschland, in Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und Schleswig-Holstein.

FilmdetailsLore

Lore - When your life is a lie, who can you trust?
01.11.2012
34 Tausend (Deutschland)

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FilmkritikenLore

am
Die geringe Gesamtbewertung ist mir völlig unverständlich. "Lore" ist ein spannender, vielschichtiger Film, der da ansetzt, wo die meisten Filme über die Nazizeit aufhören: Gezeigt wird der Zusammenbruch und die Folgen für Nazifunktionäre bez. deren Kinder, die sich allein auf eine Odyssee quer durchs neubesetzte Deutschland begeben müssen, um ihre Großmutter zu finden. Für die 15jährige Lore, die die Mutterrolle übernehmen muß, bricht ihre Jungmädelwelt zusammen - in der Folge lernt sie, dass nichts so ist, wie es scheint, dass Erwachsene lügen und weiterlügen, dass Menschen nicht eindimensional sind und vielerlei Motive haben können, dass vorgefasste Urteile nur behindern und dass sie sich sowohl im Bezug auf Menschen als auch Geschehnisse letztendlich nur auf ihr eigenes Urteil verlassen kann. Eben dies muß jeder Jugendliche zu jeder Zeit lernen - der Abschied von der Kindheit. Lores äußere Umstände beschleunigen und komplizieren diesen Prozeß, veranschaulichen ihn aber auch auf eindrucksvolle Weise. So vermittelt der Film nicht nur Wissen über die Zeit unmittelbar nach dem Krieg, sondern ist vom Thema her völlig aktuell. Lores gleichzeitiges sexuelles Erwachen gibt dem Film noch eine weitere, tiefer gehende Dimension. Eva-Maria Hagen als Protagonistin ist Glücksgriff - selten spiegelt die Mimik einer Schauspielerin die inneren Kämpfe der Rolle so gut wider. Meine beiden Töchter (12, 16) waren begeistert und der Film sorgte im Nachhinein immer noch für viele Diskussionen.

ungeprüfte Kritik

am
Sehr interssanter Blickwinkel auf die Geschichte Deutschlands.
Von Beginn an schaffen es alle Schauspieler die Zuschauer
gedanklich und emotional in die Handlung zu ziehen.
Ich kann den Film nur empfehlen.!!!
Wichtig für JUNG und ALT.

ungeprüfte Kritik

am
Wie mich sowas mitnimmt ... was ist bloß damals alles Schlimmes passiert, auch grade mit Kindern.
Ja, ich finde diesen Film auch extrem gut.
Eine andere Perspektive der Nazizeit. Glaubwürdig gemacht, gut gespielt, mit hohem Niveau.
Gern 5 Sterne von mir!!!

ungeprüfte Kritik

Der Film Lore erhielt 3,3 von 5 Sternen bei 42 Bewertungen und 3 Kritiken.
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FilmzitateLore

Deine Online-Videothek präsentiert: Lore aus dem Jahr 2012 - per Post auf DVD zu leihen. Ein Film aus dem Genre Drama mit Ursina Lardi von Cate Shortland. Film-Material © Piffl Medien.
Lore; 16; 31.05.2013; 3,3; 42; 0 Minuten; Ursina Lardi, Hans-Jochen Wagner, Saskia Rosendahl, Nele Trebs, Mika Seidel, André Frid; Drama;