Für eine optimale Funktionalität und optische Darstellung aktivieren Sie bitte JavaScript.

Kritiken von "6697mn" aus

141 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 12.06.2019
    Nicht schlecht, aber auch nicht herausragend, dafür bleibt der Film zu sehr an der Oberfläche. Van Goghs psychotische Schübe werden aneinandergereiht, ohne wirklich neue Einsichten über das Woher, Wie und Warum zu erhellen. Der Künstler und sein Verhältnis zu seinem Bruder wird sehr zwiespältig gesehen, gegenüber früherer Heldenverehrungen eine gewisse Erholung. Nebenfiguren bleiben sehr blass, und warum ein Mads Mikkelsen sich für einen lächerlichen Dialog zwischen Künstler und Priester hergibt, ist unklar. Man fragt sich im Film zunehmend, ob zu dem Thema Van Gogh und seiner Krankheit nicht langsam alles gesagt ist, was gesagt werden kann, und langweilt sich dementsprechend.
  • Halali
    Weidwerk - Jäger - Wild
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 02.05.2019
    Schöne Naturaufnahmen, gewiß, und schöne Musik von Renaissance über Mozart bis Wagner. Geschichtlich interessant sind auch die Originalaufnahmen von jagenden Mitgliedern des Kaiserhauses. Aber ansonsten ein Werbefilm der Jagdverbände, der in Zeiten des Klimawandels, Artensterbens und anderen Naturschutzproblematiken eher seltsam anmutet. Verherrlichendes Bild der Jagd und des heldenhaften, traditionspflegenden Jägers, der laut Film seltsamerweise an keiner der obengenannten Probleme beteiligt zu sein scheint. Schuld am Artensterben sind angeblich natürliche Freßfeinde, invasive Arten und Monokulturen pflegenden Bauern... Abstrus sind Theorien, die die intellektuelle Entwicklung des Menschen auf reichlichen Fleischverzehr zurückführen und Behauptungen, daß bejagte Tiere größere Nachwuchszahlen hervorbringen. (Also schön und viel weiterjagen, ist für alle das beste!) Alle Nichtjäger und Umweltbewußte werden sich über diesen Film sehr ärgern!
  • So was von da
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 21.03.2019
    Vielleicht gibt es Leute, die gern einer Horde von Mittzwanzigern beim Tanzen, Pillen einwerfen, Saufen, Kotzen, Telefonieren und In-der Kloschüssel-Herumfischen zusieht, dann ist dies ihr Film. Für alle anderen gilt: unterhaltsam oder interessant ist das nicht, selbst wenn der Regisseur sich minimal Mühe gab, zuweilen einen Anflug von Tiefgang zu versuchen. Echte Zeitverschwendung. Lieber selber Party machen!
  • Allein unter Schwestern
    Ein turbulenter Sommer im Hotel Big L.
    Drama, Kids
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 28.02.2019
    Völlig sinnfreier Jugend/Kinderfilm, der keins der angeblich angesprochenen Themen wirklich ernst nimmt oder in irgendeiner Form intelligent beleuchtet. Schauspieler agieren peinlich dilettantisch. Komplette Zeitverschwendung und entgegen dem Cover kein bißchen lustig.
  • Maleika
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 10.12.2018
    Spektakuläre Aufnahmen der Gepardenfamilie, deren Jagd- und Ruheszenen und anderen Tieren in der Serengeti, zweifellos. Es nervt aber die äußerst anthromorphisierende bis oft dümmliche Erzählstimme, die uns glauben machen will, daß Tiere in der Wildnis Abbilder der nuklearen menschlichen Kleinfamilie sind. Besser Ton ausschalten, die Aufnahmen sprechen für sich.
  • Tanz ins Leben
    Manchmal gibt das Herz den Takt vor.
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 28.10.2018
    Zwar grandios geschauspielert, aber sehr voraussehbares Plot ohne viel Tiefgang. Feelgood-Movie mit Herz-Schmerz-Thematik und einigen Lachern, aber für eine gute Komödie zu wenig Wortwitz. Geeignet für einen vergnüglichen Abend, an dem man nicht zuviel nachdenken will.
  • Molly's Game
    Alles auf eine Karte - Nach einer spektakulären, wahren Geschichte.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 27.08.2018
    Lange plätschert der Film mit diversen Pokerspielen dahin, die anfangs noch halbwegs spannend sind. Bald fragt man sich aber, wo der Film hin will, und lange Einstellungen, die Männer beim Pokern und diverse Blickkontakte zeigen , helfen da nicht weiter. Anscheinend soll deutlich werden, wie sich eine Frau, die eigentlich andere Zukunftspläne hatte, mehr und mehr in diese Art von Verdienstmöglichkeit verstrickt und dann auch kriminelle Machenschaften nicht scheut. Das hätte ein interessantes Psychogramm werden können, käme da nicht urplötzlich der übermächtige Vater (Psychotherapeut!) ins Spiel, der in einer schlecht gespielten Szene auf einer Parkbank dem Zuschauer eine mundgerechte psychologische Interpretation der Handlungen seiner Tochter liefert, die alles erklären soll, was das Drehbuch bisher versäumt hat, deutlich herauszuarbeiten, und gleichzeitig noch Kindheitstraumata thematisiert. Ja, anscheinend man kann dem Zuschauer einfach nicht zutrauen, eine Geschichte selbst zu kapieren oder zu interpretieren, und hier vielleicht zurecht, denn bei dem konfusen Drehbuch ist das in der Tat schwierig... Wem das noch nicht unglaubwürdig vorkommt, kann sich danach noch an den noch unglaubwürdigeren Entscheidungen der Angeklagten vor Gericht und dem Urteilsspruch des Richters abarbeiten. Bezüge zur Literatur ("Molly Bloom" aus Joyces Ulysses und "Ich habe nur meinen Namen" aus Millers The Crucible ) sind so aufgesetzt, daß es weh tut., und dies tut auch der ganze Film.
  • Maria Magdalena
    Ihre Geschichte muss erzählt werden.
    Abenteuer, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 17.08.2018
    Völlig überflüssiger, spannungsloser Film. Joaquin Phoenix gibt den Prediger dermaßen uncharismatisch, daß man sich in der Tat wundert, daß ihm irgendjemand gefolgt ist. Maria Magdalenas innere Entwicklung bleibt völlig im Dunkeln. Nachdem sie sich entschieden hat, Jesus zu folgen (warum, wundert man sich, siehe oben, oder war es nur, um nicht heiraten zu müssen?), darf sie nur noch nachdenklich und später verzweifelt gucken. Von den Schwierigkeiten, die eine Frau unter den Jüngern und - laut Petrus - auch dem Ansehen der Jünger zufügt, wird außer zwei Bemerkungen in einem Nebensatz nichts gezeigt und nichts spürbar. Schlüsselszenen, die hätten Spannung liefern können, wie der Verrat von Judas, Jesus Zweifel im Olivenhain, selbst die Auferstehung, werden nicht entwickelt sondern nur angedeutet. Nur das Leiden unter der Dornenkrone wird bis ins blutigste Detail ausgewalzt. Zeitverschwendung.
  • Fikkefuchs
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 13.07.2018
    Tja, (Selbst)ironie und Satire scheint nicht jederman(n)s Sache zu sein. Ich als Frau fand den Film köstlich, denn was versprochen wird, wird auch gehalten: Männerbilder werden auf mehreren Ebenen bis zum Abwinken demontiert. Die für Frauen vielleicht manchmal schwer auszuhaltenden Sprüche werden durch die Handlung ad absurdum geführt und der Lächerlichkeit preisgegeben. Trotz des tragisch angehauchten Endes kommt kein Mitleid auf, die Männer bekommen, was sie verdienen. Aber auch die Frauen bekommen zuweilen ihr Fett weg. In Zeiten , wo Internetporno für viele Liebesbeziehungen immer mehr zu ersetzen beginnt, sogar ein Film zum Nachdenken. Die Darstellerriege spielt ausgezeichnet, allen voran Franz Rogowski ( aber auch Jan Henrik Stahlberg). Seinetwegen habe ich mir den Film trotz der abschreckenden Kritiken überhaupt erst angeschaut, denn er spielt immer wieder in gelungenen Filmen mit ("Victoria", "In den Gängen"). Der Titel ist etwas unglücklich und zieht wahrscheinlich das falsche Publikum an oder weckt ganz andere Erwartungen. Allen Frauen und selbstkritischen Männern zu empfehlen!
  • Der andere Liebhaber
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 18.06.2018
    Voraussehbares, hanebüchenes Plot ohne Realitätsbezug, reihenweise unnötige, voyeuristische Sexszenen und klischeehafte, ärgerliche Rollenbilder. Da hat man wieder ein alter männlicher Regisseur seine pubertären Phantasien auf die Leinwand gebracht. Uninteressant und eher lächerlich.
  • Die Macht des Bösen
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 13.06.2018
    Überflüssiger Film über die Nazizeit und das Attentat auf Heydrich. Was ein interessantes Psychogramm von Heydrich, seiner Familie und den Attentätern und dem, was sie motiviert hat, hätte werden können, verkommt durch die uninspirierte Regiearbeit zu einer Aneinanderreihung der bloßen Ereignisse, die den Zuschauer seltsam kalt läßt. Der Regisseur versäumt es nicht nur, seine Charaktere psychologisch zu entwickeln, sondern auch in die tieferen und interessanteren Facetten der Geschichte (Heydrichs Beziehung zu seiner Frau und Familie, Spannungen im Widerstandslager, Verantwortung für die Gefährdung von Dritten usw.) einzusteigen. Der Zuschauer schaut von außen auf die Geschichte des einzigen gelungenen Attentats auf eine Nazigröße, des Massakers von Lidice und die Entwicklung der Endlösung, ohne sich groß emotional investieren zu müssen. Nicht mal spannend und am eigentlichen Thema völlig vorbei!
  • Hereinspaziert!
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 01.03.2018
    Eigentlich mehr eine bitterböse Satire als eine Komödie. Vorurteile, Doppelstandards und Egozentrizität linksredender Intellektueller in Frankreich werden gnadenlos vorgeführt. Die "kulturellen Zusammenstöße" rechnen mit Heuchelei, Lippenbekenntnissen und bourgeoiser Arroganz ab. Allzu klischeehaft ist indes die Roma-Familie geraten und allzu nett das Ende. Die Darstellerriege leistet Hervorragendes, indem sie vermittelt, daß sie selbst nicht so recht an ihre Lebenslügen glaubt. Vergnüglich.