Kritiken von "ahohmann"

Across the Universe

All You Need Is Love
Lovestory, Drama, Musik

Across the Universe

All You Need Is Love
Lovestory, Drama, Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 03.02.2011
Der Werdegang von Regisseurin Julie Taymor hat viel mit Broadway-Musicaln, Shakespeare, Opernaufführungen, Bildkunst und asiatischem Puppentheater zu tun. Deswegen lässt sie sich auch in keine konventionelle Erzählstruktur weisen - man mag dies als Verrat an den Gewohnheiten des Zuschauers empfinden, oder als Intelligenz für Neues, das sich durch Sich-Einlassen am besten genießen lässt. Die Story selbst steht nicht so sehr im Mittelpunkt und lässt sich in wenigen Sätzen zusammen fassen - wie bei jeder Oper und jedem Musical. Vielmehr ist es ein ganz außerordentliches visuell-musikalisches Spektakel, ausgesprochen kreativ und fantasievoll und, wie einst schon "Frida", von großer Farbenpracht, mit intelligenten und talentierten jungen Schauspielern und schönen Stimmen. Trotz meines Alters deutlich über dem des Zielpublikums bin ich dem Charme dieses Films verfallen - obschon weder ein Beatles- noch ein Musical-Fan.

ungeprüfte Kritik

State of Play - Stand der Dinge

Wie weit würdest du für die Wahrheit gehen?
Krimi, Thriller

State of Play - Stand der Dinge

Wie weit würdest du für die Wahrheit gehen?
Krimi, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 16.12.2010
Hollywood versucht seinen amerikanischen Zuschauern klar zu machen, dass Söldnerfirmen eine Gefahr für das Land sind. Wir wussten das schon ein bisschen und die siebte Staffel von "24" hat diese Pädagogik etwas stringenter geschafft. Aber ich habe Russell Crowe in einer untypischen, ganz coolen, Späthippie-Rolle genossen. Man fühlt sich ansonsten an ältere Presseredaktionsfilme und -Serien wie etwa "Die Unbestechlichen" oder "Lou Grant" erinnert, letztere war anscheinend sogar ein bisschen Inspirationsquelle. Es gibt spannende Momente, der Film ist überzeugend gespielt, Ben Affleck darf mal aus seiner dekorativen Idealerschwiegersohnrolle heraus, aber es wäre ohne Russell Crowe (und Helen Mirren) möglicherweise ein handwerklich gut gemachter aber ansonsten etwas unauffälliger Polit-Thriller geworden. Drei Sterne für die Handlung, vier für diese Schauspieler.

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Anthony Zimmer

Fluchtpunkt Nizza
Thriller, Krimi

Anthony Zimmer

Fluchtpunkt Nizza
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 26.10.2010
Vom Rhythmus her gefühlt ungefähr halb so hektisch wie eine US-Produktion, Intrige nach üblicher Jungregisseurmanier etwas gekünstelt, versierte Thrillergucker sehen das Ende irgendwie auch auf sie zu kommen, aber dem französischen Charme ist schwer zu entkommen, sowohl dem von Altstar Sami Frey, der in den Siebzigern eine ganze Generation verkörperte, als dem von Sophie Marceau, die als Signularität dem Lauf der Zeit endültig entkommen zu sein scheint und bis zu ihrem letzten Atemzug das französische Kino prägen dürfte.

Übrigens: Dieser Film war die Vorlage für das Remake "The Tourist" von Florian Henckel von Donnersmarck.

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Coco Chanel

Der Beginn einer Leidenschaft.
Drama

Coco Chanel

Der Beginn einer Leidenschaft.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 08.10.2010
Audrey Tautou versprüht hier die ganze Breite ihres beträchtlichen Charmes. (Im Bonusmaterial sagt Regisseurin Anne Fontaine, dass sie den Film ohne sie nie gemacht hätte.) Der Film erlangt aber recht viel Struktur durch das Spiel des Belgiers Benoît Poelvoorde, der Witz und Drama ständig miteinander verknäuelt. Wenn es irgend geht, sollte man die französische Originalfassung genießen, da die Synchronisierung gerade ihn allzu sehr banalisiert. Ansonsten muss man sagen, dass alles ziemlich ruhig zu geht, dafür in schönem Rahmen (mit manchmal gemäldehaften Einstellungen). Ansonsten stimme ich völlig der Rezension von Webby vom 1.3.2010 zu.

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District 9

Ihr seid hier nicht willkommen.
Science-Fiction

District 9

Ihr seid hier nicht willkommen.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 28.08.2010
Diesen Film, scheint es mir, darf man nicht für bare Münze nehmen. In Wirklichkeit steckt er voller Ironie. Achtung, es gibt recht ekelerregende Momente, wenn die außerirdischen Handwaffen Lebewesen abrupt in Blutspritzerwolken verwandeln. Aber die Computergrafik-Maestria ist beachtlich, was wahrscheinlich nicht erstaunt, wenn man weiß, dass Herr-der-Ringe-Regisseur Peter Jackson hier als Produzent mit seiner Infrastruktur unterstützte. An manchen Stellen scheint der Film in ein recht dunkles Lebensgefühl aus Südafrika einen Einblick zu gewähren, das uns in Deutschland recht exotisch erscheinen mag und das wir nicht ohne weiteres nachvollziehen können. Ich möchte c9n5xu3z zustimmen, dass man diesen Film in der Original-Fassung sehen sollte.

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Große Haie - Kleine Fische

Unter Wasser gelten andere Regeln.
Komödie, Animation, Kids

Große Haie - Kleine Fische

Unter Wasser gelten andere Regeln.
Komödie, Animation, Kids
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 19.06.2010
Hochkommerzielles Produkt, auf den zehn(?)jährigen amerikanischen Verbraucher maßgeschneidert, natürlich mit vielen der Stars, deren Produkte derselbe Verbraucher auch kauft. Der sprudelnden Intelligenz, die man z.B. bei den 3D-Trickfilmen von Pixar findet, hat dieser werbespot-ähnliche Streifen mit seinen angestrengten Humorversuchen außer guter und detailreicher Grafik und ein bisschen namhafter Tanzmusik kaum etwas entgegen zu setzen.

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Home of the Brave

Der wahre Kampf beginnt Zuhause!
Drama, Kriegsfilm

Home of the Brave

Der wahre Kampf beginnt Zuhause!
Drama, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 20.04.2010
Hollywood erzieht mal wieder US-Mitbürger. In diesem Fall sollen sie anhand von vier Schicksalen wahrnehmen, dass der Irak-Krieg traumatisierte Veteranen hinterlässt, die nicht einfach verschwinden sondern mit ihren Problemen in die Gesellschaft zurück kehren. Da es ein Erziehungsversuch ist, fällt er sowohl etwas schematisch als etwas ausdrücklich-didaktisch aus. Andererseits wird er vom Charisma seiner Darsteller getragen und ist dadurch sehenswert.

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Philadelphia

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 01.04.2010
Mittlerweile ist AIDS fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Selbstverständnisses geworden. Um die Wirkung des Films zu verstehen, muss man sich jedoch in eine Zeit zurück versetzen, als es um AIDS noch viele irrationale Ängste gab und immer noch zahlreiche Menschen glaubten, dass sich die Krankheit wie eine Grippe überträgt, und andere behaupteten, AIDS sei Gottes Strafe für Schwule. In dem Zusammenhang war der Film mutiger als aus heutiger Sicht erkennbar ist. Er gehört zu diesen zahlreichen Versuchen Hollywoods, der amerikanischen Gesellschaft (und anderen) ihre Vorurteile auszutreiben und sie durch sehr menschliche Beispiele zu mehr Toleranz umzuerziehen.

Tom Hanks' Darstellung ist intelligent und ungemein facettenreich, mehr als das meiste, was er danach gespielt hat. Und Latino-Macho Antonio Banderas als sein sanfter Liebhaber ist im Rückblick eine amüsante Besetzung. Wie Denzel Washington nach und nach seine Aversionen abbaut, ist nicht immer nachvollziehbar. Aber es passt ein Jahr nach "Malcolm X" zu ihm, dass er sich filmisch an kontroversen Debatten beteiligt, bevor er sich dann ins Thriller-/Action-Register verabschiedet.

Der Film ist etwas gealtert, aber hier kann man mehreren künftigen Superstars bei einer sehr überzeugenden Darstellung in einem untypischen Drama beiwohnen.

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Transformers 2 - Die Rache

Science-Fiction, Action

Transformers 2 - Die Rache

Science-Fiction, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 22.03.2010
Reines Popcorkino. Handlung und Dialoge sind exakt auf die zugeschnitten, die mit Transformers spielen, soz. fertig zum Nachsprechen. Schrille Action mit gefühlten 100 Einstellungen pro Sekunde, Topfpflanze Megan Fox darf ihre schöne Bräunung ins Objektiv halten, auch sonstige Klischees werden bedient (mal wieder ist es ein einzelnes Objekt, das über das Schicksal der Welt bestimmt). Wer G.I. Joe, wird auch das hier mögen. Wer nicht, der nicht.

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Terry Pratchetts The Color of Magic - Die Reise des Zauberers

Nach den Scheibenwelten-Romanen 'Die Farben der Magie' & 'Das Licht der Phantasie'.
Komödie, Fantasy

Terry Pratchetts The Color of Magic - Die Reise des Zauberers

Nach den Scheibenwelten-Romanen 'Die Farben der Magie' & 'Das Licht der Phantasie'.
Komödie, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 22.03.2010
Am Anfang erwartete ich von einer britischen TV-Produktion nicht viel. Doch hier waren ein paar Weltstars sowie britische TV-Veteranen dabei, und so freute ich mich nach dem Ende des ersten Teils auf der DVD auch schon auf den ebenfalls enthaltenen 2. Teil, hatte ich mich doch an die sympathischen Helden und insbesondere den knuffigen Rincewind gewöhnt. Handlung und Effekte toben nicht so ohren- und sichtbetäubend durch den Bildschirm wie bei einer Hollywood-Fantasy-Produktion, aber das tut auch mal gut. Man darf hier nicht die Messlatte eines Kinoblockbusters anlegen.

Ein Wort noch zur Adaption. Der Humor von Terry Pratchett (der Autor erscheint kurz in der allerletzten Einstellung des 2. Teils und hat auch laut Nachspann auch am Drehbuch "mitgepfuscht") liegt in den Büchern natürlich ebenso außerhalb wie innerhalb der Dialoge, nur kann ein Film verständlicherweise nicht beides gleichermaßen einfangen. Man sollte ihn auf englisch sehen, wenn es geht. Außer dem zahnlosen Cohen sind die meisten Figuren ganz gut verständlich, es wird nicht aufgeregt genuschelt wie in Hollywood.

Übrigens eignet sich der Film auch für Kinder.

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Fell

Eine Liebesgeschichte - Ein imaginäres Portrait von Diane Arbus.
Drama, Lovestory

Fell

Eine Liebesgeschichte - Ein imaginäres Portrait von Diane Arbus.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 23.02.2010
Die Geschichte hat etwas von "Die Schöne und das Biest", das visuelle Ambiente jedoch viel mehr vom grandiosen "Frida". Hier wechselt Diane Arbus (Nicole Kidman) vom absoluten Angepasstsein zum wertungsfreien Zugehen auf die radikale Andersartigkeit. Die Kunst ist im Auge des Betrachters, aber nur dann, wenn der Betrachter alles Urteilen aufgibt.

Wie einst Tim Burton hat hier Steven Shainberg mit hoher Präzision eine ganz eigene Welt aufgebaut, in die die Sehnsüchte der Diane Arbus so natürlich hinein fließen wie Wasser. Nicole Kidman darf hier die zahlreichen Ausdrucksmöglichkeiten ihrer blauen Augen aus nächster Nähe zeigen - es ist fast so, als wollte Shainberg ihr ein Denkmal setzen. Eigentlich geht es im Wesen in dem ganzen Film fast nur um Augen und Blicke. Er besitzt einen ganz besondere Zauber, am Anfang störend und verstörend, nach und nach jedoch von sich entfaltender Magie.

Eine schöne Fabel über Akzeptanz und den heute überaus nötigen Ausbruch aus allzu einheitlichen Denk- und Anpassungsschemata. Ein echtes Unikat, das Gegenteil von Popcorn-Kino. Mein Vorschlag: Erst "Frida" sehen (http://www.videobuster.de/titledtl.php/frida-66224.html), dann "Fell".

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The Host

Horror, Fantasy

The Host

Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 02.02.2010
Ein sehr schwer zu kategorisierender Film ! Er sieht erst mal aus wie ein Monster-Horror-Thriller, lässt sich aber keineswegs darauf reduzieren. Das Monster ist eher der vorgeschobene Spannungsbogen, um den sich letztendlich eine intime Familiengeschichte rankt. Mehr noch: Die Kombination aus überzogenen Figuren und überraschender Musikauswahl gibt einem manchmal das Gefühl, einen Zirkusfilm des französischen oder eher noch italienischen Kinos der Siebziger Jahre zu sehen. Wer den Clown spielt und wer den Zirkusdirektor, ist auch ohne Kostüm sofort erkennbar. Sogar einen (als Kiosk getarnten) Zirkuswagen gibt es.

Daraus ergibt sich insgesamt eine einzigartige Mischung, die weit über die Horrordimension hinaus geht (zumal sogar das Monster seinem menschlichen Proviant gegenüber mitunter Formen von Zärtlichkeit aufweist und dem oben erwähnten "Zirkuspersonal" noch eine Art ausgebrochener, mariner Raubkatze hinzufügt). Das eine oder andere charakterliche Element aus dem fernöstlichen Kulturkreis wie etwa die überzogenen Verhaltensweisen macht es einem noch schwieriger, zu entscheiden, ob der Film gefällt oder nervt - er tut ohnehin beides, und ist auf jeden Fall vielschichtiger als viele andere Filme des Genres, mit dem er sowieso genüßlich bricht und dabei zwischen Parodie und bitterem Ernst jongliert. Auf keinen Fall darf man diesen Film für bare Münze nehmen oder erwarten, dass er sich widerstandslos in die eine oder andere Schublade stecken lässt.

Joon-ho Bong scheint ein interessanter koreanischer Regisseur zu sein, den man weiter verfolgen sollte. Über seinen Film werden die Meinungen sehr weit auseinander gehen.

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Vexille

Anime

Vexille

Anime
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 02.02.2010
Spektakulärer Animationsfilm mit sehr hoher grafischer Qualität und Fülle. Trotz computergenerierter Figuren kann er so manchem teuren US-Action-Star-Spektakel das Wasser reichen. Das allgemeine Ambiente ist eine Endzeitstimmung mit hohem Militarisierungsgrad, die mancherorts z.B. an Terminator, Max Max und Aeon Flux erinnert.
Schade nur, dass einige der hier stehenden Rezensionen die eine oder andere überraschende Wendung preisgeben.

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Ronin

Jeder ist käuflich.
Action, Krimi

Ronin

Jeder ist käuflich.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 26.11.2009
Unklar ist, ob John Frankenheimer Frankreich so alt und schäbig aussehen lässt, um amerikanische Klischees vom alten Europa zu bedienen, oder vielmehr, um an den alten "Film Noir" anzulehnen. Letzteres scheint wahrscheinlicher, denn man könnte sich sehr wohl Alain Delon, Lino Ventura, Bernard Blier & Co. in der gleichen Handlung in alter Tradition der französischen Gangsterfilme vorstellen und findet hier ein ganz ähnliches visuelles Universum, Nachspann inklusive. Eine ordentliche Riege an Weltstars sorgt für einen robust gespielten Actionfilm mit insbesondere einer der aufwendigsten Verfolgungsjagden, die jemals durch Paris geschickt wurde.
Robert de Niro liegt der Film allerdings etwas auf dem Magen, denn nachdem er während der Dreharbeiten von der französischen Polizei wegen Nutzung der Dienste eines Callgirl-Rings in Gewahrsam genommen und verhört wurde, wollte er erst mal nie wieder nach Frankreich.

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Abbitte

Durch Liebe verbunden. Durch Angst getrennt. Durch Hoffnung erlöst.
Drama, Lovestory

Abbitte

Durch Liebe verbunden. Durch Angst getrennt. Durch Hoffnung erlöst.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 01.11.2009
Der Film beginnt nach einem allzu bekannten Schema der Beziehungskiste, die ein großes englisches Landhaus, ein paar reiche Töchter, gut aussehendes Dienstpersonal und ein dramatisches Schlüsselerlebnis umfasst. Seine zunehmende Dichte arbeitet sich aber auf ein unerwartetes und bewegendes Ende hin. Wer die Filme von beispielsweise James Ivory mochte, ist hier auf vertrautem Terrain. Die Schauspieler sind allesamt überzeugend, Keira Knightleys Augen können so gut dunkle Blitze werfen, die kleine Saoirse Ronan ist erstaunlich.

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Taxi

Action, Komödie

Taxi

Action, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 12.09.2009
Popcornactionkomödiue aus Südfrankreich mit sympathischen Figuren und schlagfertigen Dialogen. Leider geht bei der Synchronisierung nicht nur der Charme des Marseiller Akzents verloren. Sogar Deutschland hat ein paar Auftritte, in Form der in Frankreich üblichen Klischees (übel gelaunte Kerle, große eiskalte Blondine usw.).

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Gone Baby Gone

Kein Kinderspiel - Jeder sucht nach der Wahrheit... bis er sie kennt.
Drama, Krimi

Gone Baby Gone

Kein Kinderspiel - Jeder sucht nach der Wahrheit... bis er sie kennt.
Drama, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 25.06.2009
Ben Affleck fiel zwar bislang als Schauspieler eher wegen seiner dekorativen Eigenschaften als durch schauspielerisches Facettenreichtum auf, überrascht aber hier bei seinem Regiedebüt mit einem Thriller im "Independent-Cinema"-Stil. Seinem Bruder Casey liefert er eine Steilvorlage für eine überzeugende Hauptrolle. Dieser bekommt tatkräftige Unterstützung von den Zelluloid-Veteranen Morgan Freeman und Ed Harris. Aber am meisten überrascht Amy Ryan, die für ihre erstaunliche Darstellung als Helene McCready etliche Preise einsammelte und es bis in die Oscar-Vorauswahl schaffte. Die Story über zwei Detektive und ein paar Polizisten auf der Suche nach verschwundenen Kindern ist solide und schafft es auch ohne Verfolgungsjagden und ohrenbetäubende Musik, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. In vielen Aspekten ist der Film untypisch, einschließlich des Endes. Man schaut danach ganz anders auf Ben Affleck.

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Code of Conduct

Mörderisches Doppelspiel - Geldgier ist eine tödliche Droge.
Action, Thriller

Code of Conduct

Mörderisches Doppelspiel - Geldgier ist eine tödliche Droge.
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 11.06.2009
Charlie Sheen: "Ach, bitte, Daddy, komm schon, wir wollten doch immer 'nen Film zusammen machen ! Bittööö ! Mach miiit !"
Martin Sheen : "Aber das Drehbuch ist doch bescheuert, das ist doch untere Fernsehfilmqualität ! So ein Schwachsinn... Deine Mutter wusste schon immer, dass man Dein Gehirn nicht überstrapazieren durfte."
Charlie Sheen : "Ach bittöööö !! Ich hab das Drehbuch zumindest verstanden, Deine Filme sind manchmal sooo kompliziert ! Alocapypse Nau hab' ich nie verstanden, sah wie Fastnacht mit Napalm aus. Oooch bitttöööö! Wir lassen auch so 'ne Bauruine am Ende in die Luft gehen, das gehört ja zum Schen... zum Schon... zum Schin..."
Martin Sheen: "Zum Genre. Na gut, Kind, weil Du's bist. Aber ich schäme mich da schon ein bisschen. Aber naja, es wird ja ohnehin keiner den Film gucken."

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American Gangster

Thriller, Krimi

American Gangster

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 11.06.2009
Ridley Scott wildert mit einem New Yorker Gangsterfilm direkt in Martin Scorceses Revier. Nachdem aber die Maffia- und Triadengeschichten in dieser Stadt schon ausgedehnt erzählt worden sind, nimmt sich Scott des ersten afro-amerikanischen Gangsterbosses an, der sich dort zwar mit Brutalität, aber mehr noch über gut verstandene kapitalistische Regeln (bessere Ware billiger verkaufen, Mittelmänner durch direkte Beziehungen zum Hersteller überspringen, aktive Qualitätssicherung, das mühselige Endkundengeschäft anderen überlassen) in einer schon dicht besetzten Szene durchsetzt weil er schlauer als die anderen ist. Zwar hat man bei Denzel Washington immer irgendwie das Gefühl, dass er Denzel Washington spielt, aber in diesem Film darf er sich mal in ein anderes Register ausdehnen, das man eher nicht von ihm gewohnt ist. Mit Russel Crowe bekommt er einen angemessenen Widerpart, auch wenn Crowe das finsterere aus "L.A. Confidential" fehlt und nun er die leidende Redlichkeit darstellt, auf die seit einiger Zeit eher Denzel Washington spezialisiert war. Eine gewisse Langatmigkeit, wie schon in anderen Rezensionen angemerkt, kann man nicht leugnen, und wer einen packenden Actiongangsterspannungsthriller sehen will, sollte sich vielleicht doch anderswo umschauen (bei besagtem Scorcese, zum Beispiel). Ob das Ridley Scott so wollte oder ihn einfach nur die alterungsbedingte Verlangsamung ereilt, die die meisten Regisseure trifft, sei dahingestellt. Wer sich aber darauf einlässt, kann diesem Film durchaus originelle Züge und einen soliden Erzählungsstrang mit routiniert kompetenter Schauspielerführung abgewinnen, der auf realen Begebenheiten beruht und deren Protagonisten beide heute noch leben.

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Der Sternwanderer

Eine fantastische Reise in eine Welt voller Geheimnisse
Fantasy, Abenteuer

Der Sternwanderer

Eine fantastische Reise in eine Welt voller Geheimnisse
Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 11.06.2009
Ein schöner Film mit einigen großen Namen des amerikanischen Kinos. Dem Witz des Buchautors Neil Gaiman wird er nur teilweise gerecht, wirkt ab und zu ein bisschen gestelzt in seinen Dialogen oder Wendungen und scheint sich nie wirklich zwischen Kinder- und Wenigerkinderfilm zu entscheiden. Vielleicht mag das daran liegen, dass Neil Gaiman, wie sein Landmann Terry Pratchett, eher Märchenbücher für Erwachsende schreibt. Aber der Film bietet wirksame und recht originelle Unterhaltung, die Klischees eher aufgreift, um sie dann geschickt zu zerpflücken. Und in seiner Nebenrolle ist Robert de Niro hier einfach nur köstlich, so hat man ihn noch nicht gesehen und allein das macht den Film schon sehenswert.

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Fearless

Action

Fearless

Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 11.06.2009
In den amerikanischen Produktionen hat Jet Li genau zwei unterschiedliche Gesichtsausdrücke, seltenst drei. In diesem Film sieht man ihn mal in einem viel breiteren schauspielerischen Ausdrucksspektrum, ja, er scheint richtig aufzugehen wenn er mal in seiner eigenen Muttersprache drehen darf. Der Film hat nationalpropagandistische Züge, aber das haben viele amerikanische Filme ja auch. Ich persönlich bin der Kung-Fu-Filme mit ihren Kirschblütengartenklischees ziemlich überdrüssing, aber dieser Film ist anders und sehenswert, weil auch nicht ganz ohne philosophische Betrachtungen über die Kampfkunst, die so manchem testosterongetränkten Gehirn vielleicht ein bisschen etwas darüber zum Grübeln geben werden, dass mehr dahinter steckt als nur zeitraffermäßiges gegenseitiges Aneinanderklopfen von Gliedmaßen.

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Kill Bill - Volume 2

Action, Thriller

Kill Bill - Volume 2

Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 21.05.2009
Nach dem ersten, comics-, 'tschuldigung, manga-angelehnten und zackigen Kill Bill 1 wirkt Teil 2 eher wie ein Western mit Schwertern und vielen Rhythmusbrüchen. Spätestens seit "Jackie Brown" scheint sich Tarantino nebst seines Filmemachersauftrags einem Zusatzauftrag der Star-Archäologie verschrieben zu haben: Er holt ein paar Altstars aus der Mottenkiste und spendiert ihnen überlange Monologe, in denen er die Kamera ganz, ganz nahe an sie heran fährt, wie als wollte er eine Landkarte ihrer Fältchen festhalten. In Kill Bill 2 gibt es gleich mehrere solcher Momente, die der Handlung keinen Beitrag leisten und mehr eine Art letzter Hommage vor die Rückgabe an die Mottenkiste zu sein scheinen. Ich persönlich fand den Teil 2 ziemlich zähe, respektiere aber, dass Tarantino-Puristen hier gabz in ihrem Element sein könnten - vielleicht.

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Verführung einer Fremden

Wie weit würden Sie gehen?
Thriller

Verführung einer Fremden

Wie weit würden Sie gehen?
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 21.04.2009
Das US-Kino versucht meistens, die Leere seiner auf 15-jährige amerikanische Teenager zugeschnittenen Drehbücher mit verschiedenen Formen optischer und akustischer Schrillheit hinweg zu dröhnen. Da sticht ein Film wie dieser deutlich heraus. Hier schafft die Story selbst für Spannung, streut immerfort neue Spuren, und liefert bis zuletzt Wendungen, die auch die blasierteren unter den Zuschauern (und davon bin ich einer) noch mal überraschen können. Die Ansprüche jugendlicher Action-Junkies wird der Film nicht erfüllen. Wer aber einen etwas langsameren Thriller, der dafür mit Weltklassemimen, schnittigen Dialogen und durchdachtem Handlungsfaden aufwartet, zu schätzen weiß, ist hier endlich mal wieder gut bedient.

ungeprüfte Kritik

L.A. Crash

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 11.02.2009
Verschiedene Lebenslinien laufen und fahren durch Los Angeles und treffen sich nur stoßartig, nur in Form verbaler oder physischer "Crashs", daher der Titel. Die diffuse Wut des Großstädters entlädt sich dann viel zu schnell, als dass Zeit bliebe, den anderen als fühlendes Wesen wahrzunehmen, der vielleicht wie Du gerade mal einen schlechten Tag hatte und ansonsten kein schlechter Kerl ist. Stattdessen wird der andere in eine stereotype Rolle (Weiß, schwarz, hispano...) gesteckt - und spielt das Rollenspiel fast zwangsläufig mit. Alle Teilnehmer dieses Instant-Rollenspiels können sich dessen Absurdität bewusst sein und dennoch nicht heraus finden, weil es viel zu schnell knallt. Manchmal folgt der Tod, manchmal jedoch geschieht ein kleines Wunder und es folgen Läuterung und Anerkennung des Menschlichen im Anderen. In seinen Abkürzungen und symbolischen Verquickungen zwischen diesen sehr unterschiedlichen Charakteren aus vielen Schichten der Gesellschaft hat der Film den etwas abstrakten Zug einer Großstadtfabel. Aber er baut schnell und ohne jede Effekthascherei bei sehr zurückhaltender Musik eine Spannung und Intensität auf, die einen nach der letzten Einstellung eine Weile lang nicht los lässt.
Die Botschaft könnte sein : Der Andere ist auch nur Mensch, vielleicht fühlt er wie Du, vielleicht findet er nur nicht die richtigen Worte oder Du lässt ihm gar nicht die Zeit. Soziale Interaktionen als ständiges Missverständnis. Wut als schleichender Stauungsprozess, der immer mehr Wut erzeugt weil sie nie vom Verständnis abgelöst wird. Hör ein bisschen zu bevor Du die Schublade über den anderen zu machst oder ihn über den Haufen schießt. Unabhängiges US-Kino in Hochform. Ein sehr guter Film.

ungeprüfte Kritik