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Kritiken von "ahohmann" aus

134 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Die Verschwörung 3
    Gnadenlose Jagd
    Thriller, Krimi, TV-Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 13.05.2018
    Die drei Filme der Reihe mögen auf manche wirken wie Thriller für Leute, die am liebsten Rosamunde-Pilcher gucken. Aber wenn man sich auf die Starbesetzung und David Hares hochkarätige Dialoge einlässt und darauf, dass die BBC viel Erfahrung mit relativ ruhigen und dennoch spannenden Polit-Thrillern hat, kann hier einfach den Showdown mit seinem Feind, dem Premierminister genießen - auch der findet übrigens auf einem Sofa statt.

    Wie immer sind es besonders die dialogbasierten Filme, die beim Synchronsprechen am meisten zu verlieren haben. Die Originalfassung bietet sich an. Und sei es nur, um Bill Nighy sich in einer Bäckerei in der Heidelberger Untere Straße für ein paar Laugenbrötchen bedanken zu hören - auf deutsch.

    Die Filme muss man aber in der Reihenfolge sehen, sie sind andernfalls unverständlich.
  • Die Verschwörung 2
    Tödliche Geschäfte
    TV-Film, Krimi, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 08.05.2018
    Regisseur und Drehbuchautor David Hare ist dafür bekannt, gern auf die üblichen Verlegenheitslösungen der Spannungserhaltung wie etwa Waffen und Action-Szenen zu verzichten. Dieser zwei Film in der Trilogie mit Bill Nighy spielt im wenig bekannten Commonwealth-Paradies von Turks & Caicos und lässt sich am besten in englischer Originalfassung sehen. Bill Nighy mit Christopher Walken zusammen in einer Szene, das ist auf eine ganz eigene Art großes Kino, auch wenn es hier "nur" ein TV-Film der BBC ist. Hat man vorher aber nicht den Teil 1 von 2011 gesehen, mag dieser Film ein bisschen flach ausfallen.
  • Lincoln
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 08.05.2018
    Außerordentliche Schauspielerleistung in Daniel Day-Lewis' vorletztem Film vor seinem selbst gewählten Ruhestand. Der Film ist fast wie ein Gerichtsdrama strukturiert, und wer dergleichen nicht mag und/oder mit amerikanischer Geschichte (und deren dunkelstem Kapitel, dem Bürgerkrieg) nichts anfangen kann, wird hier vielleicht nicht anbeißen. Aber diese Dialoge! Diese ausnahmslos überzeugenden Schauspieler! Tommy Lee-Jones in seiner Lieblingsmasche der übelst gelaunten Komik! Daniel Day-Lewis in seiner Darstellung von Größe durch Zurückhaltung! Sally Field in der Zwielichtigkeit einer psychologisch höchst instabilen First Lady! Gerade solche Filme voller Finesse lassen sich am besten in der Originalfassung genießen.
  • Justice League
    Die Gerechtigkeitsliga
    Fantasy, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 15.04.2018
    Nachdem die DC-Helden filmisch der Marvel-Konkurrenz hinterher hinkten und auch Christopher Nolan nicht verhindern konnte, dass die Neuauflage von Superman mit gemischen Gefühlen und Erfolg aufgenommen wurde, holte man sich nun einfach Joss Whedons Hirn aus dem Marvel-Universum herüber. Dadurch ist diese neue Auflage keine ganz so drückende Kost mehr. Allerdings hat es auch etwas von einem Marvel-Avengers-Film in anderen Kostümen, mit Bruce Wayne in der Rolle Tony Starks, Diana Prince in der Rolle der Schwarzen Witwe (mit mehr Wumms), Barry Allen als halbschüchterner und schnell denkender später Teenager ist Spiderman, Clark Kent spielt eine Mischung aus Vision und Captain America und Victor Stone mit seiner teils unkontrollierten Cyborg-Metamorphose ist Hulk. Oder vielleicht ist Diana Prince Captain America. Wie auch immer - der Butler Alfred Pennyworth spielt natürlich Jarvis.

    Die diesmalige Feindfigur Steppenwolf kommt leider ähnlich eindimensional daher wie En Sabah Nur in X-Men:Apocalypse und seine Auftritte wirken mehr wie ein Computerspiel denn wie ein Film.

    Aber ich hatte mehr Freude an diesem Film als an den beiden vorigen (Man of Steel, Superman vs. Batman). So gab es etwa mehr Gruppeninteraktionen, mehr menschliche Komplexität. Wenn nun auch in einem Folgefilm die Gegenseite mehr als eine "Schlag-mich-oder-ich-mach'-die-Welt-kaputt"-Lärmmaschine würde, könnten die DC-Helden langsam die Avengers einholen.
  • Am Sonntag bist du tot
    Krimi, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 31.03.2018
    Nach "The Guard", seinerzeit der erfolgreichste irische Indie-Film, den es (zumindest damals - 2011) jemals gegeben hatte, arbeiten J.M. McDonagh und Brendan Gleeson wieder einmal zusammen, dieses Mal nicht in einem irischen Western voll schwarzen Humors, sondern in einem nachdenklichen Film, der sich kein leichtes Thema aussucht. Auch dieser Film wurde von der Kritik hoch gelobt. Die Besetzung ist wieder einmal hochkarätig.

    Aus Rache an einem üblen Pfarrer, der schon längst tot ist, will ein Unbekannter nun einen guten Pfarrer ermorden und teilt es ihm gleich am Anfang des Films mit.

    Der Film ist eine wunderbare Lektion im wertungsfreien Zuhören, einer Königsdisziplin, die dem Ausübenden auch viel Ungemach einbringen kann, da ziemlich viele Leute die Grenzen der Zuhörbereitschaft austesten kommen könnten. Wer diese seltene Fähigkeit lernen will, könnte sich diesen Film anschauen und die wunderbaren Dialoge genießen. Nicht obwohl, sondern weil sich die Hauptfigur in dieser Weise dem Umfeld zur Verfügung stellt, reagieren alle ihren Zynismus und ihre Lebensmüdigkeit an ihm ab, ohne richtig zu merken, wieviel unappetitliche Ehrlichkeit da aus ihnen heraus quillt.

    Ein klein bisschen Verwandtheit könnte der Film auch mit "Die Jagd" von Thomas Vinterberg haben, welcher allerdings deutlich schmerzlicher ist.
  • The Expanse - Staffel 1
    We Have Gone Too Far
    Serie, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 31.03.2018
    Die Serie entsteht in enger Zusammenarbeit mit den beiden Autoren der Bücherreihe, die gemeinsam unter dem Pseudonym James S.A. Corey schreiben. (Einer der beiden ist persönlicher Assistent von George R.R. Martin.)

    Eine der besseren und zu wenig beachteten Science-Fiction-Serien, die sich auch unterhaltsam anschauen lässt, wenn man die Bücher bereits gelesen hat. (Stand Anfang 2018 gab es bereits sieben Bücher auf englisch, und diese erste Staffel endet irgendwo im letzten Drittel des ersten Bandes.) Wer die Bücher nicht kennt, kann es am Anfang etwas schwer haben, den Durchblick zu behalten, da insbesondere das politische Spannungsfeld zwischen Erde, Mars und den "Gürtlern" (gebürtige Bewohner des Asteroidengürtels) noch nur angerissen ist.

    Diese erste Staffel findet nur innerhalb des Sonnensystems statt. Doch wie es der Titel der Serie "The Expanse" schon sagt, wird sich im Verlauf späterer Staffeln die Reichweite der Handlung nach und nach "ausdehnen".

    Wer seinerseit mit der (leider kurzlebigen) Kultserie "Serenity" Spaß hatte, sollte hier unbedingt hinein schauen. Die Crews sind einander nicht ganz unähnlich.
  • Planet der Affen 3 - Survival
    Für die Freiheit. Für die Familie. Für den Planeten.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 12.03.2018
    Erstaunlich, wie viel Nachdenklichkeit und innere Konflikte nicht nur in einen solchen Film passen, sondern ausgerechnet auch im Gesicht eines Menschenaffen ausgedrückt werden können. Sogar der Bösewicht vertritt einen nachvollziehbaren Standpunkt, hinter dem scheinbaren Wahnsinn steckt Verzweiflung. Nichts ist schwarzweiß, wie das in vielen anderen Blockbustern der Fall ist. Die Affenfiguren kommen so natürlich daher, dass man die Spezialeffekte kaum noch wahrnimmt, obwohl sie allgegenwärtig sind. Ein wirklich gelungener dritter Teil.
  • The Last Ship - Staffel 4
    Die komplette vierte Staffel
    Serie, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 17.01.2018
    Mit zunehmender Staffelnummer kommen auch mehr Schauplätze hinzu - in der vierten Staffel ein paar schöne Orte um das Mittelmeer herum. Der Erzähltakt bleibt hoch, die Handlung spannend, in relativ kurzen Folgen zu je 40 Minuten. Peter Weller ("Robocop"), der schon einige Folgen als Regisseur gedreht hatte, hat hier einen großen Auftritt.
  • Barry Seal - Only in America
    Die CIA. Das Weiße Haus. Pablo Escobar. Ein Mann täuscht sie alle.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 14.01.2018
    Der Film macht richtig Spaß. Tom Cruise darf mal wieder den Sunny Boy geben, der so sympathisch daher kommt, dass man nach dem Film über sich selbst erschrickt, einen Mitschuldigen der Drogenseuche so zu mögen. Der Film hat etwas von einer Mischung von "Air America", "Lord of War" und "Mr. Nice". Barry Seal hat es zwar wirklich gegeben, aber die Macher des Films haben sich viele Freiheiten mit der echten Vorlage genommen.
  • Asterix & Obelix - Im Auftrag Ihrer Majestät
    Die spinnen, die Briten!
    Komödie, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 31.12.2017
    Anstatt des subtilen und vielschichtigen Humors des Sprachvirtuosen René Goscinny wird hier eher ein relativ plumper und klamaukhafter Humor bedient, der sich leider durch recht viele französische Komödien durchzieht (mit erfreulichen Ausnahmen) und mehr von dick aufgetragenen Klischees als von Subilität lebt.

    Die Schauspieler tun ihr Bestes, die eher schwerfälligen Dialoge herunter zu kauen. Es wäre unfair, dem Film seine lustigen Momente abzusprechen, und Asterix und Obelix erfreuen sich einer kompetenten Darstellung. Fabrice Luchini als Cäsar schafft es mit seiner schauspielerischen Intelligenz und Präsenz, seine Rolle deutlich über das Drehbuch hinaus zu erheben. Aber irgendwie hat man eher das Gefühl, man sieht „Die Schlümpfe 3“. Vielleicht liegt das am hobbithaften Dekorum.

    Die ganze Familie wird dennoch (oder gerade deswegen) ihren Spaß haben.
  • 47 Ronin
    Der Weg zum ewigen Ruhm.
    Action, Fantasy, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 31.12.2017
    Die Geschichte der 47 Ronin ist die meisterzählte japanische Geschichte, in Japan wird sie ständig neu verfilmt. Diesmal versuchte sich Hollywood daran - und blieb sowohl bei der Kritik als an den Kassen erfolglos.

    Der Film sieht teuer aus, er war es ja auch. Technisch ist er virtuos. Für diese vielen schönen Bilder wurden Millionen versenkt. Aber es wirkt alles wie ein Bilderbuch: Hochglanzdekor, natürlich mit den obligatorischen Kirschbäumen, die offenbar das ganze Jahr lang blühen statt nur kurz im Frühling; einseitige Bilderbuchfiguren - die Guten richtig gut und demütig, die Bösen richtig böse und arrogant. Alles ist so aalglatt und poliert und die Sätze werden mit solch schwerer Stimme und bedeutungsschwangeren Blicken aufgesagt, dass man auf der Suche nach der Seele des Films eher hungern muss: Das Drehbuch ging wahrscheinlich durch zu viele Autorenhände, als dass von ihr etwas übrig blieb.

    Die gute Nachricht gilt für alle mit Allergie gegen Humor: "47 Ronin" ist ein Film mit Keanu Reeves und deswegen auch diesmal garantiert humorfrei.
  • 42
    Die wahre Geschichte einer Sportlegende. Ein Spieler wird alles verändern.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 28.12.2017
    Einerseits ist der Film in seiner Struktur konventionell und in seinem Ablauf vorhersehbar. Andererseits lebt der Film insbesondere von der Intelligenz und dem Charme seiner dunkelhäutigen Hauptfiguren Chadwick Boseman und Nicole Beharie, sowie von der außergewöhnlichen Performance von Harrison Ford, den man im Originalton seines wie ein Bergbach rollen Duktus' hören sollte. Jackie Robinsons Witwe beriet die Produktion, was hoffentlich eine zusätzliche Originaltreue liefert. Ein Film für die ganze Familie.