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Kritiken von "ahohmann" aus

160 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Godzilla 2 - King of the Monsters
    Long Live the King - Ihre Herrschaft beginnt.
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 05.11.2019
    Godzilla 1 hatte Seele, insbesondere durch die Vater-Sohn-Beziehung, baute sich nach und nach auf, wirtschaftete sparsam mit den Momenten großen Spektakels und lieferte dann ein großes Finale. Godzilla 2 hingegen wirft schon von Anfang an mit visueller und auditiver Blendung nur so um sich, bis man fast hofft, dass nicht gleich schon wieder eine Monsterkampfszene kommt, sondern das Buch vielleicht doch noch mal den Versuch einer Erzählung hergibt. Wieder einer dieser Filme, die zeigen, dass visuelle Effekte eben ein gutes Drehbuch nicht ersetzen können.
  • The Invitation
    Die Einladung
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 31.10.2019
    Nach dem Film konnte ich mich nicht entscheiden. War es nun ein gelungener, atomsphärisch intensiver Psychothriller? Oder hatte ich eben eine ziemlich weltfremde Klamotte gesehen? Mein Fazit: Aus dem Film nimmt man mit, was man dorthin mitbringt. Es hängt also vieles davon ab, wie man sich darauf einlässt. Ich gestehe aber, über manche Strecken hinweg nebenher Patiencen auf dem Smartphone gespielt zu haben. Und dennoch ist eine gewisse Originalität vorhanden.
  • Shazam!
    Sag das Zauberwort.
    Fantasy, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 30.10.2019
    Nachdem man dachte, dass sich DC jetzt mit dem "Joker" in immer düsterere Gefilde zieht, scheint man gleichzeitig den umgekehrten Weg zu gehen und liefert hier quicklebendige Albereien, von Zachary Levi mit viel Energie getragen. Man sollte sich erinnern, welcher Mensch man war, als man 10 oder 12 Jahre alt war, dann hat man noch mehr davon. Eine echte Story sollte man nicht erwarten, sondern man kann sich einfach von der Komödienregister-Extrovertiertheit des Films überrollen lassen.
  • Sully
    Die wahre Geschichte hinter dem Wunder vom Hudson River.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 23.09.2019
    Es gibt in der Filmgeschichte etliche Luftkatastrophenfilme nach ähnlichem Aufbau: Kennenlernen der Figuren, dann die Katastrophe, dann die Rettung. Hier ging Clint Eastwood einen anderen Weg, damit das Ereignis nicht die Personen in den Schatten stellt. Denn hier geht es wirklich um die Heldenfigur und seine fast unerschütterliche Ruhe im Sturm.

    Eastwood verzichtet wie immer in seinen Alterswerken auf jede Effekthascherei, und die Spannung entsteht nicht durch das Ereignis (dessen Ausgang bestens bekannt ist, auch wenn viele hier erstmals den detaillierten Ablauf miterleben) sondern durch das Hinterher. Und das Hinterher ist der Fokus des Films. Dabei gibt es etliche kleine emotionale Momente.

    Die eigentliche (Beinahe-)Katastrophe sehen wir erst später im FIlm, sozusagen als Bestandteil der Aufarbeitung der Frage: War der Held in Wirklichkeit nur der, der die Katastrophe überhaupt erst herbei führte und damit all diese Menschenleben in Gefahr brachte?

    Einige Ähnlichkeiten bestehen mit dem Film "Flight" mit Denzel Washington.

    Interessant ist nebenbei auch, einmal Aaron Eckhart in einer völlig unaufdringlichen Nebenrolle zu sehen.
  • Hunter Killer
    Den Mutigen gehört der Sieg.
    Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 23.09.2019
    Sehr unterhaltsam, mehrere Action-Erzählungsstränge parallel zueinander, immer ist etwas los.

    Die Story ist natürlich ordentlich an den Haaren herbeigezogen. Und gegen eine Handvoll Amerikaner hat offenbar die halbe russische Marine keine Chance. Aber ach, was soll's. Man kann auch einfach die Knabberchen vorbereiten, gedankenlos zurücklehnen und das Spektakel genießen.
  • Destroyer
    Es gibt nichts zu verlieren, wenn man bereits alles verloren hat.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 01.08.2019
    Harte Kost. So hätte man nie gedacht, Nicole Kidman zu sehen, da hat jemand viel aus ihr heraus geholt. Die Anlehnungen an das kalifornische Thriller-Genre der 1970er Jahre erfolgen ganz bewusst, nur diesmal mit Frau am Steuer - im doppelten Sinne der Regie und der Hauptrolle.

    Eine ganz besondere Auszeichnung verdient hier die Maske. Auch bei naher Kamerafahrt ist das Ergebnis erstaunlich echt.

    Und man freut sich, Tatjana Maslany wiederzusehen, deren Leistung in der kanadischen Serie "Orphan Black" wahrscheinlich in den Schauspielschulen der Welt gezeigt werden sollte.
  • Stretch
    Action, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 01.08.2019
    Sehr unterhaltsam. Das ist auch wahrscheinlich das einzige Ziel des Films. Ein paar sehr bekannte Schauspieler dürfen sich hier über sich selbst lustig machen.
  • Aquaman
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 18.07.2019
    Die DC-Superhelden ziehen nach und nach mit den Marvel-Konkurrenten nach, und nun hat auch die Justice League ihre muskulös-langhaarig-bärtige Naturgewalt als Pendant zu Thor. Allerdings kommt der nicht von oben aus dem All, sondern von unten aus dem Meer, und schwingt auch keinen Hammer, sondern eine ziemlich große Gabel. Der Handlungsstrang wird niemanden überfordern, aber bildlich ist es ganz großes, breites Kino.
  • Logan Lucky
    Komödie, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 26.06.2019
    "Ocean's 11" trifft "Ein Duke kommt selten allein". Hinter dem Pseudonym Rebecca Blunt hat offenbar Steven Soderberghs Frau das Drehbuch geschrieben. Sie selbst kommt aus West Virginia. Und ihrem Mann war es offenbar die Abkehr vom selbst verordneten Regie-Ruhestand wert.

    Europäer mag der Streifen weniger ansprechen, als die kosmopolitische Ocean's-Reihe, da der Middlewest uns kaum bekannt ist. Aber die Schauspieler scheinen hier großen Spaß zu haben.
  • Babylon Berlin - Staffel 1 & 2
    Willkommen in der Stadt der Sünde.
    Serie, Krimi, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 24.06.2019
    So viel Liebe zum Detail! Solch eine sorgfältige, aufwendige Rekonstruktion einer Zeit! Ein paar kreative Freiheiten hat man sich schon genommen. Aber auch die Schauspieler scheinen von ihrer menschlichen Art her mehr den 1920ern als den 2010ern zu gehören, und passen daher ganz wunderbar in die Rollen. Sie dienen einer komplexen Geschichte, die sich nach und nach entfaltet. In der zweiten Staffel dehnt sich die Handlung immer mehr ins Politische aus, und es erscheinen die ersten Zeichen der nachfolgenden Katastrophe. Aber man sieht auch, wie die überbordende Lebendigkeit dieser Stadt und dieser Zeit regelrecht tanzend in die Katastrophe ging.

    Ein bisschen fehlt es an Identifikationsfiguren, auch weil alle Dreck am Stecken haben. Aber es war eben auch - in einer Gesellschaft, die in großen Teilen einfach im Überlebensmodus war - eine ziemlich empathielose Zeit. Sonst wäre es danach nicht noch so viel schlimmer gekommen.

    Ich hoffe sehr, dass die Serie fortgesetzt wird.
  • Die Eleganz der Madame Michel
    Frei nach dem Roman 'Die Eleganz des Igels' von Muriel Barbery.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 29.05.2019
    Sehr schöner, sensibler, ruhiger Film voller Charme und mit großartiger Besetzung. Josiane Balasko, in Frankreich ein Star, habe ich gar nicht erst wiedererkannt. Ihr Blick schaut ebenso mürrisch wie voller Menschlichkeit auf ihr Umfeld.

    Der Film ist eine (etwas freie) Adaption des Romans "Die Eleganz des Igels", der in Frankreich ein Überraschungs-Hit war - vielleicht weil so viele Menschen sich mit dem Nicht-gesehen-Werden, oder mit dem Nur-als-Funktion-gesehen-Werden identifizieren können.

    Sehe ich eigentlich die Menschen um mich herum?
  • High-Rise
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 21.05.2019
    Wer nicht im voraus eine Grundsympathie für den Stoff von J.G.Ballard mitbringt, wird in diesem Film recht bald seine Orientierung verlieren. Die Schauspieler hatten offensichtlich viel Spaß, Tom Hiddleston bringt den Charme und die natürliche Eleganz ein, die man von ihm kennt. Ein eigenes visuelles Universum entsteht dabei auch. Doch es wird mitunter zu wildem Theater ohne richtig erkennbaren Sinn - wobei die Unerkenntlichkeit des Sinns offenbar gewollt ist. Der Film versteht sich als Metapher auf die gesellschaftlichen Schichten und die wachsende Spreizung der Ungleichheitsschere.