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Ein Prophet (DVD)
FSK 16
DVD  /  ca. 149 Minuten
Vertrieb:Sony Pictures
Bildformate:16:9 Breitbild
Sprachen:Deutsch Dolby Digital 5.1, Französisch Dolby Digital 5.1
Untertitel:Deutsch, Englisch, Arabisch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch
Extras:Interaktive Menüs, Kapitelanwahl, Alternatives Ende, Outtakes, Entfallene Szenen
Erschienen am:22.07.2010

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Ein Prophet (Blu-ray)
FSK 16
Blu-ray  /  ca. 156 Minuten
Vertrieb:Sony Pictures
Bildformate:16:9 Breitbild, 1,85:1 Breitbild, 1920x1080p
Sprachen:Deutsch DTS-HD Master 5.1, Französisch DTS-HD Master 5.1
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Handlung von Ein Prophet

Malik El Djebena (Tahar Rahim), gerade 19 Jahre alt, wird zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Franzose maghrebinischer Abstammung landet in einem Gefängnis, das von einer korsischen Mafiagruppe unter der Führung von Cesar Luciano kontrolliert wird. Luciano bietet dem Analphabeten Malik seinen Schutz an, allerdings nur unter einer Voraussetzung: Malik muss einem Mitgefangenen die Kehle durchschneiden. Aus Angst begeht Malik die Tat widerwillig und steigt dadurch in der Hierarchie innerhalb der Gefängnismauern schnell auf. Als Vertrauter von Luciano genießt er immer mehr Privilegien, wird aber von den Korsen dennoch nie als einer der ihren akzeptiert. Während er Botengänge und Aufträge für die Korsen ausführt, erfährt er von dem Mafiaboss Cesar Respekt und Demütigung zugleich. Malik lernt schnell, sich mit der Situation zu arrangieren, und gewinnt innerhalb der Gefängnismauern auch bei seinen nicht-korsischen Mitgefangenen immer mehr Ansehen. Doch er verbirgt vor Allen, dass er im Geheimen ganz eigene Pläne schmiedet...

'Ein Prophet' wurde auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2009 mit dem 'Großen Preis der Jury' ('Grand Prix') prämiert, war für den BAFTA-Award und einen Oscar(c) in der Kategorie 'bester fremdsprachiger Film' nominiert. Tahar Rahim, der für sein Kinodebüt als Malik El Djebena mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, ist an der Seite von Niels Arestrup ('Schmetterling und Taucherglocke', 'Das Bourne Ultimatum') zu sehen. Regie führte Jacques Audiard ('Der wilde Schlag meines Herzens' 2005).

Film Details


Un prophète / Un profeta / A Prophet


Frankreich, Italien 2009



Drama


Gefängnis, Gefangenschaft, Mafia, Cannes-prämiert, Golden-Globe-nominiert, Oscar-nominiert



11.03.2010


15 Tausend


Darsteller von Ein Prophet

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Ein Prophet

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Bilder von Ein Prophet

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am
Die allermeisten Filme erzeugen Beklemmung durch Fiktion, spielen mit Elementen, die in der Wirklichkeit kaum eine Rolle spielen. Dieser Film erzeugt Beklemmung, weil der Eindruck entsteht, so könnte es tatsächlich sein. Wer die Welt des organisierten Verbrechens nicht aus eigener Anschauung kennt, kann das natürlich nur schwer beurteilen. Und das Ende des Films erscheint mir unrealistisch hoffnungsvoll, als könne es eine Art guten Verbrechers geben. Aber der Weg, wie aus dem jungen, eher gutmütigen und ungebildeten Burschen unter dem brutalen Druck der Cliquen im Gefängnis ein gerissener und strategisch denkender Gangsterboss wird, das wirkt sehr glaubhaft.

Der Stil des Films ist fast dokumentarisch. Man folgt dem Hauptdarsteller aus großer Distanz und nimmt ihn dadurch um so deutlicher wahr. Es gibt keine Effekthascherei, keine Schauwerte um der großen Show willen. So werden aus Nüchternheit und Distanz Nähe und Betroffenheit. Das ist Kino.

Er schildert eine Welt, die es so in etwa tatsächlich gibt. Ein Geflecht kooperierender und konkurriernder Banden und Syndikate, die von Glückspiel, Drogen- und Menschenhandel leben. Eine Welt im Schatten, deren Dienstleistungen aber von den „braven“ Bürgern genutzt werden. Deshalb kann sie existieren.

Der Film deckt sich mit dem, was der ebefalls hervorragende Film Gomorrah über die italienische Camorra erzählt oder mit der ausgezeichneten Arte-Dokumentation über die russischen „Diebe unter dem Gesetz“, bei der zahlreiche Akteure, bis hin zu Syndikatsbossen, selbst zu Wort kommen.

Fazit: unbedingt ansehen, schon allein wegen der Horizonterweiterung, aber längst nicht nur deshalb.

am
Ein Film jenseits von Hollywood Hochglanzproduktionen!

Knastfilm in abgefuckter französischer Kulisse.

149 interessante, wenn gleich sicherlich nicht für jeden, spannende Minuten.

Kommt oft erschreckend realistisch rüber und dann schon beinahe wieder meditativ - Andere würden sagen langweilig.

Wer genügend Sitzfleisch mitbringt und das Thema an sich interessant findet, ist hier richtig.

Wer aber Action und Hollywood Hochglanz sucht, ist hier falsch.

Wem "Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt/Todestrieb" gefallen hat, dem dürfte dieser Streifen evtl. auch liegen, wobei "Ein Prophet" noch einen Gang runterschaltet.

am
Ein spannender und interessanter Film. In 20 Jahren wird ein Kritiker das Wort "Sittengemälde" benutzen.
Es wird eine ganz eigene Welt beschrieben, die einer Schicht, in der Kriminalität in allen Formen ganz normal im Alltag integriert ist. Egal, ob die Menschen als "Berufswunsch" die Kriminalität gewählt haben oder weil die sozialen Umstände sie dazu gedrängt haben. Diese Menschen akzeptieren die Formen wie Gewalt, Drogenhandel, Bestechung und Mord als völlig normal und notwendig.
Die Hauptfigur ist ein Mensch, der alles hätte werden können. Er ist intelligent, ehrgeizig, mitfühlend. Dummerweise lebt er in einem gewalttätigen Umfeld, hat keine Schulbildung und wird gezwungen, einen Menschen zu töten, um selbst am Leben zu bleiben. Dieses Ereignis verstört ihn und verändert ihn.
Am Ende des Gefängnisaufenthaltes ist er ein ausgebildeter Krimineller. Toll. Stellt sich für mich die Frage, was an einem Gefängnisaufenthalt unter solchen Verhältnissen rechtmäßig oder gerecht ist. Zu Freiheitsentzug verurteilt zu werden, ist eine Sache. Mit Gewalt und Mord bedroht zu werden eine andere. In diesem Gefängnis existiert eine Gesellschaft, in der die moralisch verkommensten Menschen an der Spitze stehen.
Fazit: vom ernsten Thema nicht abschrecken lassen. Der Film ist sehenswert
PS: Der Titel "Ein Prophet" hat sich mir trotzdem nicht schlüssig eröffnet. Vielleicht habt Ihr mehr Glück.

am
„Un Prophet“ ist für mich, trotz Schwächen, einer der Filme dieses Jahres. Regisseur Jacques Audiard und sein Hauptdarsteller Thar Rahim erzeugen mit diesem Gemisch aus nüchternen Gangsterfilm, zeitgemäßer Knastballade und fein beobachteter Charakterstudie eine großartige Sogwirkung. Es ist das unsymmetrische, was den Film so anregend macht. Gerade eben schwelgt der Film noch im harten Gefängnisalltag nur um wenig später Poesie zu präsentieren, die zum interpretieren einlädt und dennoch fügt sich alles in ein gelungenes Ganzes.
„Un Prophet“ ist nicht nur ein Genrefilm der auf Kunst macht, sondern ein kunstvoller Film der Genres. Ein wirklich bemerkenswerter Film.

am
Inhaltlich sehr realistisch gehalten, aber gleichwohl formal mit einer filmkünstlerischen Note. EIN PROPHET beeidruckt mit beiden Aspekten und sorgt so für Spannung und Interesse beim Zuschauer. Plot-Verlauf, Schauspieler, Setting und Soundtrack sind beachtlich. Nur wegen eines dramaturgischen Durchhängers im Mittelteil des Films, lediglich 3,60 Knast-Mafia-Sterne in Frankreich.

am
Rahim und Arestrup überzeugen; der Film im ganzen jedoch nicht völlig. Dennoch recht stimmiger Knastfilm, der die Realität im heutigen Frankreich als Mahnung herüberbringt.

am
sehr harter Knastfilm,der voll die Realität trifft
trotz der 149 minuten ist man gefesselt bis zum schluss
Darsteller waren mir unbekannt aber haben voll und ganz überzeugt.
Hat zurecht viele Preise bekommen,sehr gelungen

am
Es gibt Filme, die "fühlen" sich an, wie ein sehr gutes Buch. "Ein Prophet" ist so ein Film. Macht taucht förmlich ein in die Geschichte um konkurierende Mafiafamilien und Gangsterclans, mit jedem Kapitel, dass neu aufgeschlagen wird, versinkt man tiefer in diesem sehr authentisch - aber auch komplex - erzählten und famos gespieltem Strudel aus Hirarchie, Gewalt und eigenwilliger Loyalität. Wie bei einem fesselnden Buch will man, je weiter die Geschichte voran schreitet, wissen, wie es weitergeht. Und wie bei einem guten Buch, braucht es auch hier einen mitdenkenden und aufmerksamen Leser/Seher. Wer bereit ist, sich filmisch in die Welt des organisierten Verbrechens entführen zu lassen, der sollte hier zugreifen!

Der raue und gut durchdachte Film hat seine Festival-Preise also völlig zu recht bekommen.

am
Man muss kein "Prophet" sein, um zu erahnen, dass ein Spielfilm, der den großen Preis der Filmfestspiele in Cannes 2010 ("Festival de Cannes Grand Prix") erhielt und dem Regisseur Jacques Audiard eine "Goldene Palme" Nominierung in Cannes einbrachte, tatsächlich einiges "kann". Wird EIN PROPHET (Frankreich/Italien 2009) uns Zuschauer mit der ab sofort bereitstehenden DVD oder Blu-ray im Verleihprogramm ebenso stark beeindrucken und bewegen, oder wird man das Ausleihen bereuen? Wir haben uns in einem Selbsttest für zweieinhalb Stunden in den Heimkinoknast einweisen lassen und geben Ihnen nun, zurück im Tageslicht, einen kleinen Einblick hinter die Gefängnismauern.

Ein Gefangener wird lauthals in eine Zelle geführt. Zunächst wird man nur mit partiell beleuchteten Filmbildern Zeuge der Szenerie, ein Blick durchs Schlüsselloch. Es handelt sich nicht um die Hauptperson Malik El Djebena, die man in den anschließenden 149 Minuten begleiten wird. Malik (Tahar Rahim) sitzt schon in Untersuchungshaft und bekommt Besuch von seinem Anwalt, der ihm verkündet, dass die sechs Jahre Haftstrafe bei erreichter Volljährigkeit auch tatsächlich abgesessen werden müssen. Zwei bittere Szenen folgen auf dem Weg zur Verlegung ins Gefängnis: Ein Blick durch die Gitterstäbe des Transportwagens hindurch zur belebten Straße, Sonnenstrahlen, die flatternde Trikolore an einem Gebäude, der vorerst letzte Blick auf die Außenwelt. Dann die körperliche Untersuchung des nackten, verschmutzten Inhaftierten Malik, gefolgt von der Fragebogen-Abarbeitung des Gefängnisvorstehers.

Schon ist man mittendrin, im Geschehen von EIN PROPHET. Im Knast, bei Malik, den man durch die nüchternen Fragen nach sozialen Kontakten drinnen und draußen, nach seiner Glaubensrichtung, nach der (fehlenden) Berufsausbildung auf kürzestem Weg kennenlernt. Wenn es Regisseur Audiard versteht, in so knapper Zeit einen stimmigen Filmcharakter aufzubauen, wollen wir ebenfalls schnell zum Punkt kommen: Nach einer Viertelstunde wird klar, dass ähnlich wie beim Gefängnisklassiker MIDNIGHT EXPRESS (1978) ein schonungsloser Umgang mit den Insassen und dem Filmpublikum folgen wird. Dass man sich auf eine richtige Geschichte mit glaubhaften Figuren einstellen kann, wie beim Gefängnisfilm DIE VERURTEILTEN (1994). Dass sich die Atmosphäre innerhalb der kriminellen Machthierarchien unvorhersehbar steigern wird wie beim Mafia-Epos DER PATE (1972).

Die zwei letztgenannten Filme erscheinen auf der ewigen Bestenliste der 'IMDb - Internet Movie Database' auf den Spitzenplätzen 1 und 2. EIN PROPHET erzählt eine Geschichte dazwischen und verfehlt damit knapp den Einzug in die dortige Top 250. Ein "Best-of-Prison-Movies", bei dem man vor dem Fernseher von Anfang an bei der Sache ist und unter keinen Umständen in der Haut des Protagonisten stecken möchte. Keine Hoffnung auf Knastromantik, hier werden dir umgehend die Schuhe von Mithäftlingen abgezogen, in der Dusche wirst du nach Liebesdiensten gefragt und auf dem Innenhof in einen ausweglosen Handel getrieben. Und wenn du nicht spurst, schnürt dir ruck-zuck eine Plastiktüte über dem Kopf die Luft weg.

Jacques Audiard hat die Geschichte um den elternlosen Franzosen Malik inszeniert, der nichts hat außer seiner maghrebinischen Abstammung, einer abgebrochenen Schulzeit und - obwohl erst 19 Jahre alt -^einem ellenlangen Strafregister. Audiard, so war im Vorfeld zu lesen, habe einen früheren Film in einem echten Gefängnis vorgeführt und sei von den vorherrschenden Zuständen so geschockt gewesen, dass er diese Eindrücke in einem Film hinter Gittern verarbeiten wollte. Außerdem war es ein Wunsch des 1952 in Paris geborenen Filmemachers, die arabische Bevölkerung Frankreichs ins Zentrum seines neuen Films zu setzen, ohne jedoch in einem rein fiktiven Rahmen ein Bild der aktuellen Gesellschaft zu zeichnen.

Das Team aus seinem vorangegangenen DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS (2005) stand ihm dabei zur Seite. Schon dort fungierte der französische Charakterdarsteller Niels Arestrup (*1949) in der Rolle des Vaters als Stützpfeiler, der die Erlebnisse von Thomas (Romain Duris), einem aggressiv vorgehenden Immobilienspekulanten und leidenschaftlichen Klavierspieler, zusammenhält. Audiard zeigte bereits 2005 sein Können, scheinbar beiläufige Szenen zu zeigen, die den Zuschauer unvorbereitet treffen. Gut und Böse sind nicht klar definiert, der Vater will eine schwer zu durchschauende Geliebte heiraten und verstrickt sich in Geschäfte mit der russischen Mafia, ein befreundeter Ehemann geht regelmäßig fremd und die Arbeitskollegen von Thomas prügeln Obdachlose aus den neuerworbenen, leer stehenden Häusern. Menschliche Abgründe im Alltäglichen und gleichzeitig ein Hoffnungsschimmer, durch die frühere Passion am Klavier eine Art neues Leben anzufangen.

In EIN PROPHET heißt der Protagonist nicht Thomas, sondern Malik und Niels Arestrup spielt keine Vaterfigur, sondern einen über Leichen gehenden Häftlingsanführer. Der Hoffnungsschimmer auf ein besseres Leben für Malik ist schwer auszumachen. Lesen lernen könnte ein Ausweg sein, schnell verdientes Geld und Anerkennung in den verfeindeten Lagern der arabischen Drogenschmuggler und einer korsischen Mafiaorganisation ist naheliegender. Welches Ende der Film für Malik bereithält, sollten Sie sich selbst anschauen. Die Oscar-Nominierung 2010 als bester ausländischer Film, der Preis aus den Händen der 'British Academy of Film and Television Arts' 2010, die zahlreichen 'César' Auszeichnungen Heimatland Frankreich, all diese Ehrungen kommen nicht von ungefähr. Ein wirklich guter Gefängnisfilm, dem man sich aufgrund von genretypischen Bestandteilen wie expliziter Gewaltdarstellung und durchweg ungeschönter Filmfiguren trotzdem mit Vorsicht nähern sollte.

Zur Handhabung: Die getestete DVD-Ausgabe des Studios 'Sony Pictures Classics' ist in ihrer Sprachen-Auswahl "Französisch - Deutsch" überschaubar, in den Untertiteln steht dagegen Englisch und Deutsch zur Verfügung. Ein vielleicht auch für Sie wichtiger Hinweis zu den Sprachfassungen: Startet man nach dem Einlegen der Disc den Film ohne Umwege über die Optionen, sieht man die Originalfassung. Wechselt man dort auf die deutsche Fassung, fehlen die Untertitel in den teils arabischen, teils französischen und sogar italienischen Dialogfetzen zwischen den Inhaftierten. Besser im Menü gleich die deutsche Fassung wählen, denn dann bekommt man eine sorgfältige Synchronisation vorgeführt, die in den fremdsprachigen Passagen mit einer kursiven Untertitelung hilft. Die Extras bieten Ihnen außerdem einen Audiokommentar des Regisseur Audiard, des Hauptdarstellers Tahar Rahim und des Co-Drehbuchautors Thomas Bidegain. Dazu werden entfallene Szenen, nicht wirklich erhellende Szenen aus den Vorbereitungen zum Dreh ("Rehearsal Footage"), Probeaufnahmen ("Screen Tests") und ein Kinotrailer gereicht.

Beide Filme von Jacques Audiard, DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS (2005) und EIN PROPHET (2009), tun sich außerdem durch die Kameraarbeit von Stéphane Fontaine, durch den Schnitt von Juliette Welfling und die Musik von Alexandre Desplat (Blockbuster-verwöhnt durch NEW MOON 2009 und HARRY POTTER 2010) hervor. Produziert wurden Audiards Filme von der Firma 'Why not Productions', "warum nicht". Diese Einstellung können Sie sich beim nächsten Ausleihvorhaben in Hinsicht auf EIN PROPHET getrost zu Herzen nehmen.

am
Ich finde diesen Film sehr verwirrend und langatmig. Der wirkliche Showdown passiert schon ziemlich ma Anfang, der Rest ist dann einfach nur langweilig und es kommen mehrere Geschichten auf einmal hinzu, die es einen schwer machen die Hauptgeschichte weiterzuverfolgen.
Ein Prophet: 3,5 von 5 Sternen bei 191 Bewertungen und 10 Nutzerkritiken
Ihre Online Videothek präsentiert: Ein Prophet aus dem Jahr 2009 - per Post auf DVD zu leihen - per Post auf Blu-ray zu leihen. Ein Film aus dem Genre Drama mit Tahar Rahim von Jacques Audiard. Film-Material © Sony Pictures.
Ein Prophet; 16; 22.07.2010; 3,5; 191; 0 Minuten; Tahar Rahim, Niels Arestrup, Patrick Mochen, Didier de Backer, Gilles Bellomi, Franck Xabrame; Drama;