Regisseur Hans Müller verfilmte 1957 mit 'Mazurka der Liebe' in sehr aufwendiger Manier die Carl Millöcker Operette 'Der Bettelstudent': Die Geschichte spielt im Jahr 1703 in Polen. Land und Leute sind vom nunmehr 150 Jahre andauernden Nordischen Krieg gepeinigt. Etwa zu dieser Zeit ist der polnische Freiheitskämpfer Jan (Eberhard Krug) auf der Flucht vor sächsischen Besatzungssoldaten und kann sich nur durch die Kutsche der Gräfin Kowalska vor der drohenden Gefangennahme retten. Dort lernt er den Studenten Simon (Bert Fortell) kennen. Beide verlieben sich augenblicklich in die Kowalska-Töchter Laura (Susanne Christian) und Bronislawa (Katharina Mayberg) und begleiten diese nach Krakau auf das Fest des Adligen Gouverneurs Ollendorf (Albert Garbe). Als dieser Laura zu nahe tritt, provoziert Ollendorf einen Fächer-Schlag der Gräfin. Ollendorf schwört Rache und beschließt, den als Fürsten verkleideten Simon mit der Gräfin zu vermählen. Nur interessiert sich Simon weniger für die Mutter als für deren Tochter Laura. Schnell wird aus dem anfänglichen Problem eine tollkühne Idee. Jan und Simon überrumpeln den tollpatschigen Oberst mittels einer ausgeklügelten List. Das Ergebnis kann zweifelsohne als symbolische Blamage der Unterdrücker verstanden werden und versinnbildlicht die kommende Befreiung des polnischen Volkes.
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