Frankreich 1789. Pierre Manceron (Grégory Gadebois) ist ein begnadeter Koch und arbeitet für den Herzog de Chamfort (Benjamin Lavernhe). Er liebt es, seinem Herrn mit kulinarischen Kreationen die Langeweile zu vertreiben. Und so schwelgt der Adel in Schwanen-Ragout und gebackenen Täubchen. Eines Tages lässt der eigenwillige Küchenchef seine Phantasie spielen und tischt den herzöglichen Gästen eine Köstlichkeit aus der niedrigsten aller Zutaten auf: Kartoffel. Ein Skandal! Der Koch ist gefeuert. Zurück auf dem heimischen Bauernhof erwartet Manceron nichts als die trübe Aussicht, staubigen Reisenden Bouillon und Brot zu servieren, bis eine geheimnisvolle Frau auf dem einsamen Hof erscheint. Louise (Isabelle Carré) will vom Meister in die Kochkunst eingeführt werden. Ihr talentierter, fast sinnlicher Umgang mit wilden Kräutern, Waldbeeren und Trüffeln zieht Manceron in den Bann. Als sich der Herzog für einen Besuch ankündigt, macht sich Louise mit verdächtig großem Einsatz an die Vorbereitungen. Diese Frau scheint mehr als nur ein Geheimnis zu haben. Und während sich die Ereignisse überschlagen, erschafft das ungleiche Paar durch ihren Mut eine Revolution im Kleinen: das erste Restaurant Frankreichs als Ort der Gemeinsamkeit und des Genusses, für alle...
Mit opulenten Bildern, die nicht selten an die Gemälde großer Meister erinnern, feiert Regisseur Éric Besnard in 'À la Carte! - Freiheit geht durch den Magen' (2021) nach seinem Riesenerfolg 'Birnenkuchen mit Lavendel' (2015) erneut ein schwelgendes Fest der Sinne auf Celluloid. In seiner klugen, wunderbar ausgespielten Geschichte einer späten Liebe zwischen zwei eigenwilligen Charakterköpfen erzählt er elegant von der Erfindung des Restaurants im Fahrwasser der Revolution. Schönheit und Tiefgang, Geschichte und Sinnlichkeit - so schön und klug kann nur französisches Kino sein.
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France 1789: Pierre Manceron (Grégory Gadebois) is a gifted cook and works for the Duke de Chamfort (Benjamin Lavernhe). He loves to drive away his master's boredom with culinary creations. And so the nobility indulges in swan ragout and baked pigeons. One day, the headstrong chef lets his imagination run wild and serves the ducal guests a delicacy made from the lowest of all ingredients: potato. A scandal! The cook is fired. Back on his home farm, Manceron expects nothing but the gloomy prospect of serving broth and bread to dusty travelers until a mysterious woman appears on the lonely farm. Louise (Isabelle Carré) wants to be introduced to the art of cooking by the master. Her talented, almost sensual use of wild herbs, wild berries and truffles captivates Manceron. When the Duke announces that he is going to visit, Louise sets about the preparations with suspiciously great commitment. This woman seems to have more than just a secret. And as events unfold, the unlikely couple creates a revolution on a small scale through their courage: the first restaurant in France as a place of togetherness and enjoyment, for everyone...
With opulent images, which are often reminiscent of the paintings of great masters, director Éric Besnard celebrates in 'À la Carte! - Freedom Goes Through the Stomach' (2021), after his huge success 'Pear Cake with Lavender' (2015), is once again an indulgent feast for the senses on celluloid. In his clever, wonderfully acted out story of a late love between two idiosyncratic characters, he elegantly tells of the invention of the restaurant in the wake of the revolution. Beauty and depth, history and sensuality - only French cinema can be so beautiful and clever.
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