Der Duft von Kuhfladen weht über dem abgelegenen, hochverschuldeten Holznerhof, als Kommissar Kreuzeder (Sigi Zimmerschied) den Tatort betritt. In der Scheune unter dem Mähdrescher liegt - in seine Einzelteile zerlegt - eine nicht zu identifizierende Leiche. Nur sehr widerwillig macht sich der einst beste Kommissar Niederbayerns an den Fall, denn inzwischen verbringt Kreuzeder seine Zeit statt vorm Schreibtisch lieber im Wirtshaus, wo er so ganz nebenbei das Herz der Kellnerin Gerda Bichler (Luise Kinseher) erobert. Eindruck macht der Kreuzeder auch auf die Polizeipsychologin Frau Dr. März (Brigitte Hobmeier), die ihn auf seine Berufstauglichkeit überprüfen soll. Zwei Leichen später überträgt Kreuzeders Vorgesetzter, Kriminaloberrat Becker (Johannes Herrschmann), den Fall endgültig an den jungen Kollegen Klotz (David Zimmerschied). Aber das lockt den schrägen Ermittler mit der unkonventionellen Berufsauffassung und reichlich Weißbier im Blut nun doch aus der Reserve - und damit fängt der Spaß erst richtig an...
'Weißbier im Blut' (2021), Autor und Regisseur Jörg Graser ('Der Mond is nur a nackerte Kugel' 1981) verfilmt mit diesem schwarzhumorigen 'Krimi aus dem Bayerischen Unterholz' seine eigene Buchvorlage und zeichnete auch für das Drehbuch verantwortlich. Hinter der Kamera stand Michael Wiesweg, Gewinner des Bayerischen Filmpreises. Das Ergebnis: ein Krimi wie Niederbayern, ungehobelte Schale, echter Kern. Darauf zum Weißbier noch einen doppelten Obstler! Angesiedelt im beschaulichen Niederbayern beweist 'Weißbier im Blut', dass die Lust am Granteln in bayerischen Komödien ungebrochen ist, auch bei einer Leiche, und dass es in Punkto schwarzem Humor immer noch Luft nach oben gibt. Denn verwegener, verwahrloster und noch verrückter, dank steigendem Weißbier-Pegel im Blut, kommt nach den Eberhofers nun der Passauer Kommissar Kreuzeder daher. Spielen kann den nur einer: Sigi Zimmerschied, Kabarettist und Kind der Stadt Passau. Mindestens genauso tiefsinnig komisch agieren an seiner Seite die berühmt-berüchtigte Mama Bavaria vom Nockherberg, Luise Kinseher, sowie Grimme-Preisträgerin Brigitte Hobmeier.
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The scent of cow dung wafts over the remote, heavily indebted Holznerhof when Inspector Kreuzeder (Sigi Zimmerschied) enters the crime scene. In the barn under the combine harvester - dismantled into its individual parts - lies an unidentifiable corpse. Only very reluctantly does the once best inspector in Lower Bavaria tackle the case, because in the meantime Kreuzeder prefers to spend his time in the tavern instead of in front of his desk, where he incidentally conquers the heart of the waitress Gerda Bichler (Luise Kinseher). The Kreuzeder also makes an impression on the police psychologist Dr. März (Brigitte Hobmeier), who is supposed to check him for his suitability for work. Two corpses later, Kreuzeder's superior, Detective Chief Inspector Becker (Johannes Herrschmann), finally transfers the case to his young colleague Klotz (David Zimmerschied). But that lures the weird investigator with the unconventional professional view and plenty of wheat beer in his blood out of his reserve - and that's where the fun really begins...
'Weißbier im Blut' (2021), author and director Jörg Graser ('Der Mond is nur a nackerte Kugel' 1981) is filming his own book with this black-humored 'Crime Thriller from the Bavarian Undergrowth' and was also responsible for the screenplay. Behind the camera was Michael Wiesweg, winner of the Bavarian Film Award. The result: a crime thriller like Lower Bavaria, uncouth shell, real core. Then a double fruit brandy with the wheat beer! Set in tranquil Lower Bavaria, 'Weißbier im Blut' proves that the desire for grumbling in Bavarian comedies is unbroken, even with a corpse, and that there is still room for improvement in terms of black humour. Because more daring, neglected and even crazier, thanks to the rising wheat beer level in his blood, now comes the Passau inspector Kreuzeder after the Eberhofers. Only one person can play it: Sigi Zimmerschied, cabaret artist and child of the city of Passau. At least as profoundly funny are the notorious Mama Bavaria vom Nockherberg, Luise Kinseher, and Grimme Award winner Brigitte Hobmeier at his side.
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