Kritiken von "ahohmann"

The Legend of Goemon

Goemon: Die Legende des Ninja-Kriegers
Abenteuer, Action

The Legend of Goemon

Goemon: Die Legende des Ninja-Kriegers
Abenteuer, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 18.07.2013
Eine Fantasy-Geschichte, die auf sehr freie Weise einen japanischen "Robin Hood" namens Ishikawa Goemon, der wirklich gelebt hat, mit ebenfalls historischen Ereignissen vermengt, die das Ende der wirren Sengoku-Zeit und den Beginn der viel friedlicheren Zeit des Tokugawa-Shogunats einläuten. Der Film endet ebenso mit der Schlacht von Sekigahara wie 1980 die Miniserie "Shogun" mit Richard Chamberlain das tat. Dass Goemon zum Zeitpunnkt der Schlacht (21.10.1600) in Wirklichkeit schon seit über 6 Jahren tot war, sei nur am Rande erwähnt.

Hier handelt es sich um ein bildgewaltiges Epos, der allerdings oft die Züge eines Animationsfilms mit realen Darstellern hat, weil die computergenerierten Bilder so dominant sind. Wenn man sich auf die Mischung von Menschen und manchmal ein bisschen abstrakt wirkenden Hintergründen einlässt und auch die physikgesetzeswidrigen Bewegungsmuster der Kämpfer und die langen, so völlig unhistorischen Rockbandhaare der Hauptakteure hinnimmt, erlebt man einen abendfüllenden Abenteuerfilm, dessen Ästhetik durch einen betonten Hang zum Blutspritzer manchmal ein bisschen gestört wird.

ungeprüfte Kritik

Battle for Terra

Ihre Welt ist die letzte Hoffnung der Menschheit.
Science-Fiction, Animation

Battle for Terra

Ihre Welt ist die letzte Hoffnung der Menschheit.
Science-Fiction, Animation
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 04.06.2013
Es gibt Animationsfilme, die für jung und älter sind, doch dieser Film ist wirklich nur für jung. Die Geschichte ist schlicht, die Klischees sind zahlreich, und es fehlt der Witz, der all dies in anderen Animationsfilmen wieder wettmacht und durch den sich auch ein reiferes Publikum unterhalten fühlt. Dafür gibt es recht schöne 3D-Effekte.

ungeprüfte Kritik

Wer ist Hanna?

Jung. Süß. Unschuldig. Tödlich.
Thriller, Action

Wer ist Hanna?

Jung. Süß. Unschuldig. Tödlich.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 19.04.2013
Man weiß irgendwie nie wirklich, worauf der Regisseur eigentlich hinaus will. Es fängt in etwa an wie "The Bourne Legacy", wird dann zu einer Art embryonalem X-Men, geht über zu einem Road-Movie, der irgendwann Kinderurlaubsfilmzüge annimmt, um dann vor der desolaten Kulisse Berliner Plattenbauten ein Ende zu nehmen, das erzählerisch etwas an den Haaren herbei geführt wird. Es gibt ziemlich lange Sequenzen, und dann plötzlich diese hektisch-zerhackt gefilmten Action-Szenen. Das eher beliebige Drehbuch und der freie Verzicht auf Realitätsbezug könnten von Jean-Luc Besson kommen und sich in eine Reihe mit "Nikita" und "Léon - der Profi" stellen. Doch inmitten von alldem gibt Joe Wright hier zum 2. Mal nach "Abbitte" der sehr talentierten Saoirse Ronan Steighilfe für eine verdient vielversprechende Schauspielerinnenkarriere.

ungeprüfte Kritik

Soul Kitchen

Leben ist, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu machen.
Deutscher Film, Komödie

Soul Kitchen

Leben ist, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu machen.
Deutscher Film, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 21.03.2013
Ich hatte von dem Film mehr erwartet, erst recht nach dem kurzen aber spektakulären Auftritt von Monica Bleibtreu am Anfang. Dass bei einer Komödie eine Story ziemlich hanebüchen sein darf, gehört zum Genre. Dass die Wendungen schon von weitem so vorhersehbar sind wie die Nacht nach dem Tage, ist schade. Aber die Story hätte auf jeden Fall feiner geschliffene Dialoge verdient. Am Dialogeschreiben wurde entweder zu viel Zeit oder zu viel (oder zu wenig) Wein gespart; es klingt nach einem erstem Drehbuch. Und irgendwann fand ich es nur noch anstrengend, dem Hauptdarsteller beim Stöhnen und Brüllen zuzuschauen und -hören. Lustig geht anders.

ungeprüfte Kritik

Warrior

Drama, Action

Warrior

Drama, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 12.02.2013
Für gewöhnlich stehe ich nicht auf solche Filme, die die Vorgeschichte eines Wettkampfs erzählen und auf diesen Kampf hin zuspitzen, sei es im Boxen, in den orientalischen Kampfkünsten oder in diesem Fall in den Mixed Martial Arts (MMA).

Doch dieser Film baut eine intensive Story über das aneinander Herantasten zwischen einem Vater und zwei entfremdeten Brüdern auf, die unter die Haut geht. Nick Nolte stellt mit so großer Überzeugungskraft und (im englischen Originalton) schwer beladener und oft gebrochener Stimme eine mit sich und der Einsamkeit ringende Vaterfigur dar, dass er für einen Oscar nominiert wurde. Und auch die beiden Brüder, die jeder bereits einen gewaltgeladenen Lebensweg hinter sich gebracht aber daraus ganz unterschiedliche Lebensentwürfe fortentwickelt haben, und die sich nun halbherzig nähern und es erst auf dem Ring zu einer wahrhaftigen Begegnung schaffen, sind sehr glaubwürdig.

Der Regisseur inszeniert teilweise recht brutale Kampfszenen, besitzt aber auch den guten Geschmack, dabei auf billige Effekte zu verzichten und den Zuschauer nicht unnötig mit entstellten Körpern odere deren herumfliegenden Bestandteilen anzuwidern.

Ohnehin verläuft der wahre Kampf hier nicht auf dem Ring, sondern in den Seelen und den verschütteten Sehnsüchten der Hauptfiguren. Vielleicht war auch deshalb der Film in den USA kein kommerzieller Erfolg, dafür erzielte bei seinen Zuschauern und der Kritik allerdings viel Zustimmung und Anerkennung.

ungeprüfte Kritik

Winter's Bone

Blut ist dicker als Wasser.
Drama

Winter's Bone

Blut ist dicker als Wasser.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 16.10.2012
Bin zu diesem Film etwas gespalten. Einerseits ist es ein kleiner Independent-Film, bildtechnisch recht anspruchslos, bei dem man erst mal ein paar kaputten Existenzen beim Alltag in den letzten Herbsttagen im tiefsten Missouri zuschaut und dessen Geschichte sich zunächst zäh entwickelt, und nach den ersten Minuten fragte ich mich, ob ich wirklich weiter schauen wollte. Doch dann bekam ich Respekt vor der enormen schauspielerischen Leistung, und zwar nicht nur von der hier äußerst vielversprechenden Jennifer Lawrence (die ein paar Filme später in "Die Tribute von Panem" ebenfalls im Wald überleben musste aber dieses Mal zumindest damit berühmt wurde - hoffen wir, dass sie noch eine Weile der hollywoodschen Standardisierungsmaschinerie entkommt). Die Darstellung aller Teilnehmer ist so überzeugend, dass man sich mitunter wie in einem realen Dokumentarfilm fühlt. Man sieht hier ein Amerika von ganz unten, wie man es selten im Film sieht: An diesen Menschen von hinterm Walde scheint das letzte Jahrhundert zivilisatorischer Entwicklungen fast spurlos vorbei gegangen zu sein. Hier ist der Mensch dem nächsten ein Wolf. Die Gefahr ist allgegenwärtig. Und wer dem anderen nicht ausreichend gefährlich werden kann, der ordnet sich einem gefährlicheren unter, so bilden sich kleine lose Clans, die ihre dunklen Geheimnisse hüten. Ein Leben ist hier nicht viel wert und schnell verloren. Und dennoch - es braucht zwar etwas Zeit, doch irgendwann ringt sich auch die gebrochenste Existenz dazu durch, der 17-jährigen Hauptfigur zu helfen, auch wenn diese Hilfe manch brutale Züge annimmt. Das hier ist kein Unterhaltungskino, es ist schonungslos und mitunter ziemlich anstrengend. Doch der Film lässt einen nicht so leicht los. Und es ist kein Wunder, dass er zahlreiche internationale Preise und Nominierungen mitnahm.

ungeprüfte Kritik

Hot Fuzz

Zwei abgewichste Profis - Sie sind Bad Boys. Sie sind stahlhart. Sie sterben langsam.
Komödie, Krimi

Hot Fuzz

Zwei abgewichste Profis - Sie sind Bad Boys. Sie sind stahlhart. Sie sterben langsam.
Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 13.10.2012
Herrliche Kriminalkomödie, smart, peppig getaktet, robust besetzt, mit viel britischem Witz, Galgenhumor, Satire und Absurdem. Hier und da tauchen ein paar berühmte Gesichter in kleinen oder mittleren Nebenrollen auf (Bill Nighy, Martin Freeman, Edward Woodward, Timothy Dalton...). Nicht vom "Londoner-Cop-wird-in-ein-ruhiges-Dort-versetzt"-Start in den Irrglauben an eine langweilige Dorfgeschichte verleiten lassen: Für Langeweile ist gar keine Zeit.
(Ach übrigens: Die Ex-Freundin des Hauptdarstellers, von der man am Anfang wegen des Forensikerkostüms nur die Augen sieht, ist Cate Blanchett.)

ungeprüfte Kritik

In Time

Deine Zeit läuft ab. Morgen ist ein Luxus, den du dir nicht leisten kannst.
Science-Fiction, Thriller

In Time

Deine Zeit läuft ab. Morgen ist ein Luxus, den du dir nicht leisten kannst.
Science-Fiction, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 28.09.2012
Das Konzept der restlichen eigenen Lebenszeit, die gleichzeitig als Geld dient, ist interessant. Man bekommt anfänglich eine Reihe von Anwendungen demonstriert, die nachdenklich machen. Hier ist viel Potenzial drin. Doch dann kam jemand zu den Drehbuchschreibern in den Raum und sagte, "Leute, vergesst nicht, der 15-jährige US-Teenie ist Euer Ziel".
Danach gibt es eine hanebüchene Story. Mit den logischen Unmöglichkeiten könnte man eine ellenlange Liste füllen. Überall scheinen die Standards der Drehbuchschreibkurse durch. Die Figuren bedienen fast nur Klischee auf Klischee. Der Böse ist natürlich superböse und macht auch die echt bösen Grimassen wie es in der Bösen-Gebrauchsanleitung steht bevor er wie erwartet die guten auf ganz böse Art umbringt. Und die Ordnungshüter haben, klar, lange schwarze Mäntel wie in Equilibrium und sonstwo. Und die Wendungen sind vorhersehrbar und geschehen exakt so wie erwartet oder, wenn sie mal nicht vorhersehbar sind, dann so an den Haaren herbei gezogen dass es weh tut. Und die tiefgründig gemeinten Dialogzeilen scheinen aus einem Handbuch "10.000 fertige Punchlines für den beginnenden Drehbuchautor" zu stammen. Und die Kapitalismuskritik, die dort versucht werden soll, ist einfach nur albern und kindisch. Alles ist oberflächlich.
Ein Film aus dem Baukasten. Habe mich schon lange nicht mehr so sehr über einen Film geärgert. Wer bloß einen langen Videoclip mit ein paar Teenie-Stars sehen will und wem der Rest egal ist, soll sich aber bitte gern bedienen.

ungeprüfte Kritik

The Guard

Ein Ire sieht schwarz.
Komödie, Krimi

The Guard

Ein Ire sieht schwarz.
Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 15.09.2012
Dieser Film ist strukturiert wie ein Western, nur ins 21. Jahrhundert und an die englische Küste versetzt. Ansonsten sind die meisten Elemente des Westerns vorhanden: der einsame Sheriff (der natürlich ein trinkender harter Knochen ist), die finsteren und gnadenlosen fremden Reiter, die für ihre dunklen Geschäfte kurzzeitig in der schwach besiedelten und etwas desolaten Gegend ihr Unwesen treiben, die Huren, der Whisky, die Saloonszenen, ein hoffnungslos-heroisches Finale und einiges mehr. Ab und zu wird auch geballert.

Trotz offensichtlich kleinem Budget hat sich der Film ein paar Weltstars geholt, die von den Dialogen angezogen waren. Der Film lebt weniger von Action als von starken Charakterdarstellern und Dialogzeilen. Wenn man sich auf diese Ebene einlässt und den Hunger nach boah-ey-geil-Action ruhen lässt, ist der Film ein echter Genuss.

ungeprüfte Kritik

John Carter

Zwischen zwei Welten
Fantasy, Science-Fiction

John Carter

Zwischen zwei Welten
Fantasy, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 26.07.2012
Kein schlechter Film, aber bei Disney hat das Risikomanagement so sehr auf Nummer Sicher gesetzt, dass er jenseits der unbestreitbaren technischen Qualitäten immer wieder in Hollywood-Normen abrutscht, jeden Tiefgang vermeidet, immer wieder an andere Filme erinnert (Avatar, Star Wars Episode 1...) und letztendlich wenig eigene Ideen mitbringt. Die Schauspielerführung und der Erzählrhythmus sind instabil. Den Dialogen merkt man immer wieder an, dass sie erst mal an 17 Drehbuch-Umschreibern vorbei mussten sodass sie schließlich baukastenmäßig zusammengesetzt scheinen, auch hier wurde kein Risiko eingegangen, die Zeilen wurden Zwölfjhrigen zum Nachsprechen auf dem Pausenhof am Tag nach dem Kinogang in den Mund gelegt. Es ist alles ein bisschen steril. Aber es ist durchaus ein mitunter grandioses visuelles Spektakel für einen gedankenfreien Unterhaltungsabend.

ungeprüfte Kritik

The Town

Stadt ohne Gnade.
Thriller, Krimi

The Town

Stadt ohne Gnade.
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 14.04.2012
Ben Affleck war mir bislang nicht als großartiger Schauspieler aufgefallen (vielleicht haben ihm die Regisseure ja auch nicht viel Raum gelassen, mehr zu sein als die US-Antwort auf Hugh Grant), dafür jedoch seit "Gone Baby Gone" als bemerkenswerter Regisseur, der aus seinen Charakterdarstellern beachtliches heraus holt. (Man erinnere sich dort an die herausragende Darstellung von Amy Ryan, die zahlreiche Preise einsammelte.)
In diesem Film bestätigt Affleck sein Können als Filmemacher, aber auch sein schauspielerischer Auftritt hat deutlich mehr Reife, die allerdings auch viel über die Stimmlagen funktioniert und somit in der deutschen Fassung etwas verloren geht. Die Akteure sind allesamt überzeugend von ihrem Regisseur in die Glaubwürdigkeit geführt. Die Action ist sehr effizient und zitiert mitunter "Heat" von Michael Mann, auch wenn sie sich bei weitem nicht an die alte Joel-Silver-Regel hält, eine Action-Szene alle 10 Minuten auszurichten. Der Film kann als reiner Unterhaltungsfilm missverstanden werden, ist in dem Falle aber nicht ganz sättigend.
Notiz am Rande: Pete Postlethwaite, den Steven Spielberg übrigens einst als besten aller Schauspieler bezeichnete, hat hier einen seiner allerletzten Auftritte.

ungeprüfte Kritik

La Linea 2

Drogenkrieg in Mexiko
Krimi, Thriller

La Linea 2

Drogenkrieg in Mexiko
Krimi, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 06.01.2012
Für Zuschauer unter 40 ist dieser Film wahrscheinlich nichts. Die Hauptfiguren sind allesamt auf irgendeine Art gescheitert oder gestrandet, für alle geht es etwas zu Ende. Die Filmfiguren hatten viel, verlieren es gerade und versuchen mit mehr oder weniger Glück, zumindest dabei die Würde zu behalten. Damit diese immer wieder auftauchende Verletzlichkeit den Zuschauer anspricht, muss er vielleicht selbst bereits ein paar Mal im Leben gescheitert sein.

Auf eine rätselhafte Art hat mir der Film gefallen. Zwar gibt es ein paar Action-Szenen - übrigens deutlich weniger, als der zugleich reißerische und irreführende Nebentitel "Drogenkrieg in Mexiko" ankündigen will - aber es wird vor allem viel gemenschelt.

Die Schauspielerführung ist robust - allerdings nur in der englischen Originalfassung. Die deutsche Synchronisierung ist gewohnt eintönig und löst den durchaus vorhandenen Tiefgang in Beliebigkeit auf.

ungeprüfte Kritik

#9

Nach dem Ende unserer Welt fängt ihre Mission an.
Animation, Science-Fiction

#9

Nach dem Ende unserer Welt fängt ihre Mission an.
Animation, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 30.12.2011
Kurz gesagt: 1. viel Arbeit im visuellen Aufbau einer Welt frei von natürlichen Lebensformen, 2. dafür eine dünne Story.

Das nach frühem 20. Jahrhundert anmutende Design entnimmt jedoch auch viele Elemente aus anderen barocken Endzeitfilmen wie Babylon A.D., Mutant Chronicles usw. Da merkt man auch, wie abhängig der Erfolg von Animationsfilmen vom Faktor Humor ist, der üblicherweise intensivst ausgeschöpft wird und hier praktisch gänzlich abwesend ist. Interessant, könnte aber mehr Dichte haben.

ungeprüfte Kritik

Super 8

Es beginnt.
Science-Fiction

Super 8

Es beginnt.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 30.12.2011
Eine Art "E.T." für die Generation, die damals noch nicht geboren war. J.J.Abrams zitiert sein Vorbild Spielberg (der auch sein Produzent ist) so konstant, vom Weißen Hai bis zum Krieg der Welten, dass man vor lauter Zitierwut das Gefühl nicht los wird, das alles schon mal anderswo gesehen zu haben. Die Story mit dem Außerirdischen und der militärischen Vertuschung gab es doch auch schon so oft. Das Zielpublikum der mittlerweile etwas verrohten amerikanischen Vorstandkinder wird hier zwar ganz gut bedient, aber ich hatte nach Abrams' glänzender Neuauflage von Star Trek etwas komplexeres und wendigeres erwartet und bis zur letzten Einstellung auf eine Überraschung gehofft. Sie kam nicht. Am Handwerk hingegen ist nichts auszusetzen, bis auf ein paar Längen in der Aufarbeitung von Teenagerproblemen.

ungeprüfte Kritik

Carlos - Der Schakal

Playboy. Revolutionär. Terrorist.
Drama

Carlos - Der Schakal

Playboy. Revolutionär. Terrorist.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 20.12.2011
Die Amerikaner hätten aus der Thematik eine rasante Folge Tausender, sekundenschneller Einstellungen gemacht. Die europäische Methode kommt da durchaus gelassener daher und das ist auch mal völlig in Ordnung. Leider hat das Hollywood'sche, auf fünfzehnjährige Kinogänger ausgerichtete Handwerk unsere Erwartungshaltung an Filme aus dem Terror-und-Geheimdienst-Bereich einseitig formal geprägt und wir erwarten, auch ohne eigene geistige Beteiligung wach gehalten zu werden.

Ich fand den Film glaubwürdig, auch durch eine tadellose Schauspielerführung. Bei vielen europäischen Produktionen wirken Schauspieler von gestelztem tierischen Ernst und folglich künstlich. Nicht so hier.

Achtung, das hier ist ein politischer Geschichts- und kein Actionfilm. "München" von Spielberg ist in dieser Domäne spannender konzipiert, aber erwachsene Europäer können auch unabhängig vom "Spann-mich-oder-ich-schalte-dich-aus"-Imperativ einen Film genießen.

Es liegen für den politisch Interessierten auch einige Provokationen darin verstreut, die durchaus Bezug zur jüngsten Gegenwart haben, da manch ein Zeitgenosse hier in ein übles Licht gestellt wird. Es werden auch so manche Schicki-Micki-, bedeutungssuchtgetriebene "ich-will-was-erleben"-Aspekte politischen Terrors dargestellt, die sich in eine "wir-können-nicht-immer-nur-reden-wir-müssen-auch-handeln"-Rhetorik hinein schönredet, die immer mit dem Terror mitschwimmen, wie auch jüngst in Deutschland - und ein paar Leichen weiter dann doch unausweichlich der eigenen Bedeutungslosigkeit bewusst wird.

ungeprüfte Kritik

Skyline

Science-Fiction

Skyline

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 20.09.2011
Man nehme "Krieg der Welten", "Cloverfield" und "Godzilla" (die allesamt mehrfach "zitiert" werden).
Man gieße das alles in einen Cocktailmixer.
Man gieße noch relativ wenig Geld hinein, keine teuren Schauspieler, aber auch keine schlechten.
Man miete eine Wohnung in Los Angeles an und hole sich die Erlaubnis vom Besitzer, auch auf dem Dach und in der Tiefgarage filmen zu dürfen.
Man heuere noch ein Computergrafikteam an, damit der Film ein bisschen teurer aussieht.
Man schüttele das ganze eine Weile.
Heraus kommt Skyline. Man trinke. Es fließt recht nicht unangehm darnieder.

ungeprüfte Kritik

An Education

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 31.08.2011
Die britisch-irischen Inseln haben in den letzten Jahren einige verblüffende junge Schauspielerinnen hervor gebracht, etwa Saoirse Ronan (umwerfend mit ihren 13 Jahren in "Abbitte"), und hier Carey Mulligan, die den Film mit enorm viel Charme und Intelligenz trägt und dabei von vielen erfahrenen Schauspielern unterstützt wird. Kein Popcorn- sondern erfrischendes, kultiviertes Erwachsenenkino.
Dazu sei noch ans Herz gelegt, den Film nach Möglichkeit auf englisch zu sehen, weil der britische Sprachwitz und seine subtilen Intonationen erhalten bleiben sollten.

ungeprüfte Kritik

The Killer Inside Me

Der Mörder in mir - Keiner sah es kommen...
18+ Spielfilm, Thriller, Krimi

The Killer Inside Me

Der Mörder in mir - Keiner sah es kommen...
18+ Spielfilm, Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 08.08.2011
Die Antwort der Filmindustrie auf "Dexter"? Die Hauptfigur baut sich erst im Laufe des Films auf. Am Anfang erscheint noch alles im regulären Bereich der Bedrängnis einer Kleinstadt in der Wüste zu sein, dann entpuppen sich die tiefen Abgründe der Hauptfigur - und auch die manch begleitender Gestalt.

Warum jedoch solch exzessive, rohe Brutalität? Muss man wirklich so detailliert zeigen, wie ein Mann einer Frau das Gesicht zerschlägt? Das ist ein harter Wermutstropfen für eine eigentlich robuste, sich relativ langsam entfaltende Story.

ungeprüfte Kritik

Burn After Reading

Wer verbrennt sich hier die Finger?
Krimi, Komödie

Burn After Reading

Wer verbrennt sich hier die Finger?
Krimi, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 08.08.2011
Eheprobleme mit Geheimdienstaffären im Hintergrund. Die Coen-Brüder liefern eine ironiereiche Story mit Starbesetzung. Hollywood-Beaus George Clooney und Brad Pitt in völlig ausgefallenen Rollen! Vor allem Clooney weist hier Gesichtsausdrücke auf, die man bisher nicht bei ihm kannte. Achtung, wer einen CIA-Actionfilm erwartet, ist hier falsch, es handelt sich eher um eine Beziehungskiste mit sehr erfahrenen Schauspielern, voller Galgenhumor und mit ein paar Leichen zum Dessert.

ungeprüfte Kritik

The Expendables

Die Hunde des Krieges
Action, 18+ Spielfilm

The Expendables

Die Hunde des Krieges
Action, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 02.06.2011
"B-Movie", Söldner gegen einen mittelamerikanischen Tyrann - davon gab es schon Tausende, und dieser hier wäre ohne die Starbesetzung bedeutungslos gewesen. Sogar die unvermeidliche, von Stallone eingestreute Selbstironie (Stallone sollte mal öfter lesen, Jet Li ist klein, usw.) wirken irgendwie gekünstelt.

ungeprüfte Kritik

Gamer

Science-Fiction, Action, 18+ Spielfilm

Gamer

Science-Fiction, Action, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 13.05.2011
Mir ist unklar, ob die eigene gesamte Kulturspeisung der Regisseure nur aus Ballerspielen und virtuellen Internetwelten bestanden hat oder ob sie meinen, dass ihre Mitmenschen sich nur noch für ebendiese Themen interessieren, oder ob hier einfach ein vermeintliches Zielpublikum krude angesprochen werden soll. Aber auf einen so üblen Umgang mit den üblichen Tricksereien, um über die Dürftigkeit der Story hinweg zu täuschen (30 Einstellungen pro Sekunde, viel Krach, absurd schnelle Kamerabewegungen, Blutspritzer ohne Ende), dürften wirklich nur die egoshooterzugedröhntesten Zuschauer herein fallen - und dann auch nur in einstelligem Alter. Fast hätte ich zum ersten Mal einen richtig rasanten Actionfilm mittendrin abgebrochen - vor Langeweile. Die Simulation des Internet in der Wirklichkeit statt anders herum hätte eine interessante Idee sein können, aber hier funktioniert sie einfach nicht.

ungeprüfte Kritik

Klang der Stille

Stille ist der Schlüssel... Die Stille zwischen den Tönen... Wenn dich diese Stille umgibt...
Musik

Klang der Stille

Stille ist der Schlüssel... Die Stille zwischen den Tönen... Wenn dich diese Stille umgibt...
Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 03.05.2011
Ed Harris mit Haaren! Und was für eine Mähne! Agnieszka Holland hat ihm und Diane Kruger hier zwei sehr schöne Rollen geschenkt. Die Handlung ist sehr auf die beiden Figuren zentriert und beschränkt auch die räumliche Komponente weitgehend. Es ist fast schon gefilmtes Theater und sollte mehr als ein Stück als ein Film erwartet werden. Die Dialoge liefern ein paar intensive, nachklingende Tiraden über Leben, Kunst und Inspiration. Diane Kruger darf sich hier in einer mehrschichtigen, wenngleich völlig erfundenen Rolle verausgaben, die deutlich über das hinaus geht, zu dem Hollywood sie üblicherweise, nämlich als hübsche Begleiterscheinung männlicher Hauptdarsteller, reduziert. Um einen Anhaltspunkt zu geben, was hier zu erwarten ist: Wem "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" gefiel, dem könnte auch dieser Film gefällig werden.

ungeprüfte Kritik

Firefly

Der Aufbruch der Serenity - Die komplette Serie
Serie, Science-Fiction

Firefly

Der Aufbruch der Serenity - Die komplette Serie
Serie, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 30.03.2011
Erstaunlich: Es wurden nur 14 Episoden gedreht, nur 11 im Jahre 2002 ausgestrahlt, dann muss irgendein Finanzcontroller geunkt haben, dass die Serie nicht genügend TV-Werbung anzieht. Seitdem ist sie Kult, führt als einzigartige Mischung aus Science-Fiction und Western ihr Eigenleben in der Popkultur, ihre Fangemeinde wächst, in Percy Jackson 2 durfte Ex-Serenity-Kapitän Nathan Fillion ein Jahrzehnt mal wieder später eine Anspielung auf eine zu früh eingestellte machen.

Ich fand die Serie ungeheuer sympathisch, die Figuren wachsen einem mit jeder Episode mehr ans Herz. Das abrupte Ende der ersten (halben) Staffel ist äußerst schade. Wer wissen will, wohin diese Serie unterwegs war, kann den Film "Serenity" sehen - lieber hinterher als vorher.

Die Anziehungskraft der Serie kommt vielleicht daher, dass hier eine Truppe von Vaterlandslosen Abenteuer für Abenteuer zu einem Zuhause, einem Art Stamm zusammen wächst. Es gibt nicht wirklich eine Hauptfigur, nicht einmal den Captain. Stattdessen sind es 9 Crew-Mitglieder und ein Raumschiff.

Die visuellen Effekte sind ein bisschen veraltet, aber wenn manche sich an die Serie Battlestar Galactica erinnert fühlen: die Effekte kommen aus derselben Werkstatt.

ungeprüfte Kritik

Inglourious Basterds

Ein rasanter Trip auf dem dreckigen Pfad der Vergeltung.
Kriegsfilm

Inglourious Basterds

Ein rasanter Trip auf dem dreckigen Pfad der Vergeltung.
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 08.02.2011
Tarantino hat mal Actionfilme gedreht. Heute bestehen seine Filme aus überlangen, statischen Dialog- oder Monologszenen, eher kleinen Theaterstücken als Filmszenen, in denen bekannte Schauspieler viel, viel Text sagen dürfen. Zwischendurch bricht dann plötzlich mal eine sehr kurze, kaum erträgliche Gewaltorgie ein, gefolgt vom nächsten langen Dialog/Monolog. Und so weiter. Sicher wird Tarantino bald sein Coming-Out haben und vom Film zum Theater wechseln.

ungeprüfte Kritik