Die Überlebenden der Fassbinder-Familie finden sich noch einmal zusammen, um auf der Großbaustelle 'Potsdamer Platz' den wirklich allerletzten Neuen Deutschen Film zu drehen, ein Remake von Pasolinis 'Die 120 Tage von Sodom'. Alles geht schief: Regisseur Schlingensief wird zum Aufnahmeleiter degradiert und durch einen gewissen Sönke Buckmann ersetzt, dem Katja Riemann prompt den Bundesfilmpreis überreicht. Film als Albtraum - oder umgekehrt. Produzent Volker Spengler bespringt Komparsen, während Bundesinnenminister Kanther in einer Einspielung von der Bundesfilmpreisverleihung Riemann und Till Schweiger - Heroen deutscher Filmkunst - huldigt; Irm Hermann liefert sich, in Erinnerung an gute, alte Fassbinder-Zeiten, eine Schlammschlacht mit Margit Carstensen. Letztere stürzt sich frustriert aus dem Fenster, als sie plötzlich realisiert, dass Fassbinder tot ist; Schlingensief (Martin Wuttke im Gewand des Dornen gekrönten Jesus Christus) verzweifelt an seinen organisatorischen Unfähigkeiten; die größenwahnsinnige Leni Riefenstahl taucht auf dem Kamerabock auf; Irm Hermann mutiert angesichts dieses Umstandes zu Lieselotte Pulver. Und alle fragen sich fortwährend, ob und wann denn nun Helmut Berger am Set eintreffe. Gleichzeitig hetzt Agent Schlingensief mit Anzug und Handy durch das heiße Hollywood, trifft auf japanische Touristen, Udo Kier und den Regisseur Roland Emmerich. Das Filmprojekt muss schließlich scheitern, stellvertretend für den von Schlingensief todgeweihten Neuen Deutschen Film. 'Die 120 Tage von Bottrop' sind Hommage und Abgesang an Fassbinder, an die Exzentrik und an den Wahnsinn einer längst vergangenen Zeit - und zugleich ein harter Schlag gegen die deutsche Filmkunst.
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The survivors of the Fassbinder family come together once again to shoot the very last New German Cinema, a remake of Pasolini's 'The 120 Days of Sodom', on the large construction site 'Potsdamer Platz'. Everything goes wrong: director Schlingensief is demoted to production manager and replaced by a certain Sönke Buckmann, to whom Katja Riemann promptly presents the Federal Film Award. Film as a nightmare - or vice versa. Producer Volker Spengler jumps on extras, while Federal Minister of the Interior Kanther pays homage to Riemann and Till Schweiger - heroes of German film art - in a recording of the Federal Film Awards; Irm Hermann, in memory of the good old Fassbinder times, engages in a mud fight with Margit Carstensen. The latter throws herself out of the window in frustration when she suddenly realizes that Fassbinder is dead; Schlingensief (Martin Wuttke in the garb of Jesus Christ, crowned with thorns) despairs of his organizational inabilities; the megalomaniac Leni Riefenstahl appears on the camera frame; In view of this circumstance, Irm Hermann mutates into Lieselotte Pulver. And everyone is constantly wondering if and when Helmut Berger will arrive on the set. At the same time, Agent Schlingensief rushes through hot Hollywood with a suit and mobile phone, meets Japanese tourists, Udo Kier and director Roland Emmerich. In the end, the film project must fail, representative of the New German Cinema, which Schlingensief doomed to death. 'The 120 Days of Bottrop' is a homage and swan song to Fassbinder, to the eccentricity and madness of a bygone era - and at the same time a hard blow to German cinema.
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