In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten, durchmisst dieses Doku-Drama die zentralen Lebensphasen der Autorin - von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen...
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino und anschließedn im Heimkino unmittelbar erfahrbar. 'Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war' (2026) ist ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.
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In a poetic search for clues, director Regina Schilling lets the audience participate in the creation of art: actress Sandra Hüller approaches the life of Ingeborg Bachmann on an imaginary day and gives her words a haunting presence. With an artful weave of improvised scenes, archive treasures, interviews and Bachmann's own texts, this docu-drama measures the central phases of the author's life - from her war childhood in Carinthia, her rise to become the star of Gruppe 47 to her last days in Rome. The path is marked by her complicated relationships with Paul Celan, Hans Werner Henze and Max Frisch and a relentless struggle for her own, radical language between public fame and existential crises...
On the occasion of Ingeborg Bachmann's 100th birthday, Regina Schilling succeeds in a sensual and intellectual approach to one of the most important writers of the 20th century. Through the powerful interpretation by Sandra Hüller and masterful archive montages, Bachmann's power of language can be experienced directly in the cinema and then in the home cinema. 'Ingeborg Bachmann - Someone Who Was Once Me' (2026) is a cinematic portrait that celebrates the fragility and power of an artist who eluded all appropriation and whose work still has a visionary force today.
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