Kritiken von "videogrande" aus Albersdorf

The Cellar

Verlorene Seelen
Thriller, Horror

The Cellar

Verlorene Seelen
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 30.10.2026
Sehr interessante Idee! "The Cellar" bedient sich zwar der gängigen Regeln des Horrorfilmes, aber wie sollte man auch das Rad neu erfinden? Die Regie erzeugt Stimmung mit Erwartungshaltung und anschwellender Musik. Jedenfalls habe ich noch nie beim simplen Abfilmen von Treppenstufen solche Hochspannung erlebt. Und dieses Level hält der Film gut. Er entwirft ein Szenario, bei dem man zunächst nicht so genau weiß, ob es nun übernatürlich oder rein mathemathisch, bzw. physikalisch zugeht. Das einzige, was etwas störend war, ist mal wieder das dusselige Verhalten der Hausbewohner. Nach dem 3. Zuklappen der Kellertür hat man diese immer noch nicht gesichert und seine Kinder lässt man ständig allein. Alles in Allem ist dies trotzdem ein packender Grusler, dessen ausgefallene Idee ihm Wiedererkennungswert verleiht und nicht im Einheitsbrei untergehen lässt. Fazit: Kein Blut und kein Horror, dafür subtile, gruselige Hochspannung. Der Film weiß, wie man seine Zuschauer ohne Langeweile und Verlust des Interesses bis zum Ende führt.

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Minions 3 - Minions & Monster

Kids, Komödie, Animation

Minions 3 - Minions & Monster

Kids, Komödie, Animation
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 24.10.2026
Die Minions sind ja grundsätzlich ein Phänomen. Schnell designte Innenleben von Ü-Eiern mit ein oder 2 Augen, die, ziemlich verständlich, unverständliches Zeug brabbeln. Für Erwachsene eine echte Herausforderung. Allerdings sind die auch diejenigen, die den Film zur Gänze verstehen, denn er ist vollgestopft mit Eastereggs zur Filmgeschichte der Universal Studios und eine grandiose Hommage an die goldenen Zeiten vom Stummfilm bis zum 50er Jahre Science Fiction Boom. Die Minion-Sprache ist zusammengesetzt aus den Sprachen dieser Welt und trotzdem oder deswegen kann man sinngemäß begreifen, was die knuffigen Kerlchen wollen. Die sind nun eher doch zur Belustigung der Kleinen da. Nur finde ich an diesem Teil aber so einiges für Kinder ab 0 recht zweifelhaft. Ein mit Laserstrahlen wild und laut um sich schießendes Hasenmonster, eine Enthauptung und so mancher Schreckeffekt, schließlich heißt der Film "Minions und Monster", könnten die Kleinsten irritieren. Hervorheben möchte ich Christoph Waltz, der auch als Synchronsprecher eine hervorragende Leistung bietet. Der Film hat viel Witz, macht Spaß, bietet viel für Entdecker und Filmfans und dennoch, man vergleicht ja gern, ist er etwas mauer als seine beiden Vorgänger. Fazit: Typischer Spaß mit den Minions, der im Grunde eher für Erwachsene, als für Kinder konzipiert ist, letztlich aber wohl beiden Freude bereitet.

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Die Rache der Dinosaurier

Gwangis Rache - Das Tal der Dinosaurier
Science-Fiction, Western

Die Rache der Dinosaurier

Gwangis Rache - Das Tal der Dinosaurier
Science-Fiction, Western
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 18.10.2026
Denkt man an Ray Harryhausen, dann fallen einem sofort die Fantasy Klassiker um Sindbad den Seefahrer oder Sagen der griechischen Mythologie ein. Hier nun hat man tatsächlich Cowboys und Dinosaurier in einen Film gepackt und es mag genau daran liegen, dass er weit weniger bekannt und eventuell auch weniger beliebt ist. Allein, dass er hier als "Rache der Dinosaurier" betitelt ist, macht ihn schon etwas unkenntlich, denn der Name "Gwangi" ist Filmfans schon eher ein Begriff. Die Stopmotiontechnik ist wieder mal vom Feinsten und gewisse Interaktionen mit den echten Darstellern wissen sogar heute noch zu verblüffen. Erneut ist dies ein Film vergangener Kinotage mit viel nostalgischem Charme. Wenn man aber mal genau über ihn nachdenkt, dann wird schnell klar: Hier wurde im Grunde die Geschichte von "King Kong" herangezogen und das macht dieses Abenteuerfilmchen etwas uninteressanter als andere Dinosaurierstreifen jener Epoche. Fazit: Toll animierte Urzeitwesen in einem charmanten Abenteuerfilm der etwas müde einen Kultklassiker kopiert. Aber er ist so liebevoll gemacht, dass man gar nicht anders kann, als ihn zu mögen.

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Heat

Besessen vom Verbrechen, getrennt durch das Gesetz.
Action, Krimi

Heat

Besessen vom Verbrechen, getrennt durch das Gesetz.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 15.10.2026
"Heat" ist ein, bis in die Nebenrollen, hochkarätig besetzter Gangsterthriller, der eine ausgeklügelte und tiefgründige Handlung bietet. Gemeinhin bezeichnet man ihn als Meisterwerk. Das liegt aber eher im Auge des Betrachters, denn, und nun sind mir nach unten gerichtete Daumen gewiss, nach 2 von knapp 3 Stunden hats dann langsam auch mal gereicht. Der Film ist einfach zu lang und hält sich oft mit zwischenmenschlichen Gesprächen, sprich: Beziehungsdramen auf. Da gibts gescheiterte Ehen, selbstmordende Kinder, Liebeleien und dergleichen. Man darf sich darüber streiten, ob das nötig tat. Zum Einen stärkt das natürlich die Charakterzeichnung, zum Anderen zieht das die Geschichte in abnorme Länge, die ich nicht mehr kurzweilig fand. Lieber sehe ich 9 Stunden "Herr der Ringe" als den hier ein zweites Mal. Aber nicht falsch verstehen: "Heat" ist ein guter Film. Erinnerungswürdig ist vor allem der Realismus, die hervorragend inszenierte Massenschießerei und überragende Schauspielleistungen. Wobei einige trotz der Lauflänge kaum zur Geltung kommen, wie Natalie Portman, Tom Sizemore oder Danny Trejo. "Heat" konzentriert sich auf Pacino, DeNiro und Kilmer und gibt allen sehr viel Background und ist somit alles andere, als ein oberflächlicher Gangsterfilm. Fazit: Ein hoch niveauvoller Film mit überdurchschnittlich ausgeprägter Charakterzeichnung, der trotzdem 1 Stunde zu lang ist und leider dann doch ziemlich vorhersehbar endet.

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Conan der Zerstörer

Fantasy, Abenteuer

Conan der Zerstörer

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 08.10.2026
Also mir hat "Conan der Zerstörer" immer gefallen. Allen Kritikern zum Trotz, die natürlich recht haben, wenn sie sagen, dass hier im Vergleich zum düsteren ersten Film eine Komödie entstanden ist und Conans Truppe sich verändert hat. Arnie ist relativ geschwätzig, über Grace Jones Haarschnitt kann man streiten und es liegt ein sehr starker Hauch von Trash in der Luft. Aber letztlich ist der Film enorm gut ausgestattet, hat aufwändige Kulissen und nutzt fantastische Landschaften und Drehorte. Er ist praktisch ein "frühzeitliches Roadmovie", eine Reise von ein paar Kriegern nebst hübscher Prinzessin, auf der ständig etwas passiert. Langeweile kommt keine auf, im Gegenteil habe ich fast den Eindruck, dass man durch die Handlung hetzt. Da hätte man ruhig sogar noch ein paar Minuten dran hängen können. Ja, das Barbarengenre ist ein wenig merkwürdig und mit Vorurteilen behaftet und sicherlich ist hier vieles unfreiwillig belustigend. Aber das macht den Charme aus. Fazit: Guilty Pleasure! Ein amüsanter, nicht ganz ernst zu nehmender Film, den man im Grunde ohne Vorwissen gucken kann. Erstaunlich, dass da kein mehrteiliges Franchise draus geworden ist.

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The Deep Dark

Horror, Thriller

The Deep Dark

Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 06.10.2026
Ich verstehe nicht, warum man dem Film einen Prolog gegeben hat, der absolut keinen Sinn ergibt und ohne den alles viel logischer wäre. 1856 werden Bergarbeiter von etwas angegriffen, das später, in den 1950er Jahren, erst freigelassen wird. Macht keinen Sinn. Ansonsten aber ist die Story wirklich fesselnd und hat einen interessanten Background. Nahezu der ganze Film spielt unter Tage und trotzdem kann man alles Nötige erkennen. Bravo, geht doch! Viel zu oft habe ich in letzter Zeit viel zu dunkle Filme gesehen. Hier war alles stimmungsvoll eingefangen. Überhaupt gewinnt der Film an Stil durch sein 50er Jahre Setting. Das Wesen sieht etwas merkwürdig und zu sehr nach animatronischer Puppe aus und wird leider auch nicht ausreichend beschrieben. Welche Herkunft mag das Viech haben? Das bleibt offen, was etwas unbefriedigend ist. Somit ist der Film nicht perfekt, hat Logiklöcher und ist auch kein echtes Highlight. Dennoch ist er mir 4 Sterne wert, da er atmosphärisch ist, toll ausgestattet und vor allem gut beleuchtet. Das apruppte Ende ist dabei konsequent und hoffentlich endgültig. Eine Fortsetzung könnte zwar die fehlenden Erklärungen liefern, tut aber nicht nötig. Fazit: Geradliniger, schnörkelloser Horrorfilm, der das Höhlengenre nicht bereichert aber vor allem nicht beschädigt. Simpel aber effektiv.

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Das Millionenspiel

Thriller, Deutscher Film, TV-Film, Krimi

Das Millionenspiel

Thriller, Deutscher Film, TV-Film, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 20.09.2026
"Das Millionenspiel" lässt sich nicht einfach als ein Film bewerten, denn der ist gar nicht mal so gut. Kann er auch nicht, denn er ist als Fernsehspiel konzipiert und da liegt nun die Essenz des Erfolges. Denn durch die Auswahl von echten Moderatoren und Laiendarstellern im Puplikum wirkt diese Satire großteils absolut authentisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dieter Thomas Heck einen Text hatte. Der plappert wie immer drauf los und spielt im Grunde sich selbst. Die Reaktionen im Puplikum könnten echter nicht wirken. Und sie halten uns den Spiegel vor. Da dies ein deutscher Film ist, sieht er wirklich so aus, wie die Aufnahme einer TV Show von 1970. Und das macht den ganzen Charm aus. Wenn man nun meint, "Running Man" mit Schwarzenegger wäre ein Remake, dann hat man nur geringfügig recht. Denn beide Filme beruhen auf einer Kurzgeschichte aus den 50ern. Wobei die deutsche Version eben kein Spektakel geworden ist, aber dafür sehr glaubhaft umgesetzt wurde. Vor allem hat er die Ära des Privatfernsehens beängstigend vorhergesehen. Ok, anhand der USA konnte man es wohl ahnen. Zeit- und TV-geschichtlich verdient dieser kultige Streifen seine 4 Sterne locker. Der Aufbau als Pseudo-Spielshow raubt ihm ein wenig das Filmhafte aber genau das macht ihn ja auch aus. Fazit: Kult! Was da 1970 entstanden ist, war gewagt und vor allem gut beobachtet. Da steckt eine Gesellschaftskritik drin, die bis heute gültig ist. Das ist Fernsehgeschichte!

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Conjuring 4 - Das letzte Kapitel

Der Fall, der alles beendet. Nach den wahren Fallakten von Ed und Lorraine Warren.
Horror

Conjuring 4 - Das letzte Kapitel

Der Fall, der alles beendet. Nach den wahren Fallakten von Ed und Lorraine Warren.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 09.09.2026
Der vierte Teil findet zurück zu den Wurzeln, nachdem der direkte Vorgänger reichlich enttäuscht hat. Mehr als einmal hat er mir Gänsehaut verursacht, wenn ich auch sagen muss, dass er sich teilweise ganz schön Zeit nimmt, bis er in die Puschen kommt. Wenn man so möchte, ist dies ein Remake, denn es gab tatsächlich anfang der 90er bereits eine Verfilmung des Falles, die mir im Grunde sogar besser gefallen hat, weil sie sich mehr auf den Spuk konzentriert hat und die Warrens nicht als Hauptakteure darstellt, was sie in der Conjuring-Reihe ja sind. Vera Farmiga und Patrick Wilson sind aber auch wirklich sympathisch und tragen die Filme. In diesem Fall sogar besonders, denn man gestaltet den Streifen tatsächlich als einen Abschlussfilm, an dessen Ende es noch ein paar Cameos gibt. Leider vernachlässigt man aber komplett die Geister, von denen es drei gegeben haben soll, aber ich nur 2 zu Gesicht bekommen habe und auch deren Hintergründe gar nicht beleuchtet wurden. Man lässt es also ordentlich poltern und spuken, bemüht sich aber nicht um eine schlüssige Geschichte oder ein nachvollziehbares Ende. Irgendwann ist der Mummenschanz ohne große Erklärung vorbei. Das ist etwas schade. Aber immerhin baut er keine Querverweise zu Geisternonnen oder ähnlichem auf, was mich an den beiden ersten Filmen etwas gestört hat. Fazit: Teil 4 ist ein guter Abschluss der Reihe, der am Ende zu Herzen geht. Er erreicht meines Erachtens nicht die Klasse von Teil 1 und 2, macht aber den misslungenen dritten vergessen und sorgt allemal noch für gehörige Gänsehautmomente.

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Stirb langsam 3

Jetzt erst recht.
Action, Thriller

Stirb langsam 3

Jetzt erst recht.
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 10.08.2026
In manchen Dingen bin ich puristisch. So habe ich zum Beispiel diesen Film bis heute nie gesehen, weil ich Teil 2 seinerzeit (auch da folgt ein Rewatch) doof und aufdringlich fand und noch auschlaggebender: Manfred Lehmann hier nicht Bruce Willis spricht. Nichts gegen Thomas Dannemann, aber der gehört nunmal zu Arnie und Sly. Man kann nicht jedem Actionstar dieselbe Stimme verpassen. Nun war es endlich mal so weit und ich stelle fest: Man hat am Erfolg von Lethal Weapon teilhaben wollen und hat dem Einzelkämpfer JohnMcClane ein schwarzweißes Buddymovie verpasst, das auch mit Mel Gibson und Danny Glover funktioniert hätte. Nichts desto trotz ist der Film ein sehr solider Actioner mit vielen Onelinern und Bezug zum ersten Teil. Manche sehen in ihm den zweitbesten Film der Reihe und das mag auch gerechtfertigt sein. Action und Humor im richtigen Mischungsverhältnis ergeben einen kurzweiligen "Die Hard"-Film. Fazit: Hochkarätig besetztes Sequel, das mit der Weihnachtstradition der Vorfilme und einigem mehr bricht, aber noch mit tollen, handgemachten Effekten überzeugen kann. Ein guter Actionfilm alter Schule. - Nur an die Stimme konnte ich mich bis zuletzt nicht gewöhnen.

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Benny Loves You

Verschmähe nie dein Kuscheltier!
Horror, 18+ Spielfilm

Benny Loves You

Verschmähe nie dein Kuscheltier!
Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 26.07.2026
Das nenne ich mal eine Überraschung! Ursprünglich hatte ich ein billig erstelltes Filmchen im Sharknado-Stil erwartet, aber "Benny loves you" ist verdammt gut getrickst. Und nicht nur das: Die schwarzhumorige Splatterkomödie ist im Ganzen gut gelungen und hoch unterhaltsam. Bereits der Prolog ist atmosphärisch und die musikalische Untermalung darf man wohl als Hommage an Nightmare on Elm Street verstehen. Der Film ist keinesfalls dilletantisch heruntergekurbelt, sondern hat hervorragende Kameraeinstellungen und Spielereien in Zeitlupe parat. Scharfes Bild und ordentliche Spezialeffekte. Alles viel hochwertiger, als man denkt. Man muss sich nur auf eine mordende Muppetfigur einlassen können und ein Herz für trashige, leicht verrückte Filme haben. Fazit: Nennen wir es mal Edeltrash. Eine gut gemachte, blutige Komödie, die großen Unterhaltungswert besitzt und Spaß macht.

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Masters of the Universe

Erlebe wie er zu He-Man wird. Legenden werden nicht geboren, sie werden geschmiedet.
Fantasy

Masters of the Universe

Erlebe wie er zu He-Man wird. Legenden werden nicht geboren, sie werden geschmiedet.
Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 22.07.2026
Das ist (fast) genau der Film, den wir Kinder der 80er Jahre damals anstelle des Dolph Lungren Vehikels, welches heute ein perfektes Guilty Pleasure ist, vor Jahrzehnten erwartet hätten. Ich glaube, er ist gefloppt, weil er eben zu spät kam. Die Generation Z kennt wohl kaum die Spielzeugserie von Mattel und die Zeichentrickserie. Aber wer die Figuren damals bespielt hat, der erkennt jedes Detail. Von Man-At-Arms Keule, natürlich über das Schwert der Macht bis zu den einzelnen, teilweise skurrilen Figuren wie Ram Man oder Spikor. Sie sind hier, leider bei weitem nicht alle, zu Leben erwacht. Erwartungsgemäß sind die weiblichen Helden weniger sexy ausgefallen, als sie damals schon als Figuren waren. Scheiß Zeitgeist der 2020er! Was ich allerdings wirklich vermisse, das sind die fantasiereichen Fahrzeuge, die ein wesentlicher Bestandteil des Kultes sind. Wer eben in besagter Zeit groß wurde, wird auch Flash Gordon Vibes bekommen, denn Queen, bzw. Bryan May ist deutlich hörbar am Soundtrack beteiligt. Gewöhnungsbedürftig finde ich den doch recht eigenwilligen, teils infantilen Humor, aber wirklich fehl am Platze ist er auch nicht. Ein Cameo rundet das Ganze noch ab und ich möchte behaupten, dass dies in späteren Zeiten, wie sein Pendent aus den 80ern, zu einem Kultfilm werden wird. Fazit: Für Kenner! Kindheitserinnerungen, die nicht ganz perfekt umgesetzt wurden, aber dringendes Fortsetzungspotenzial haben, da noch eine Menge fehlt. Comichaft, detailfreudig und 100% selbstironisch.

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Sisu 2 - Road to Revenge

Sie nahmen ihm seine Familie. Er nahm Rache.
18+ Spielfilm, Kriegsfilm, Action

Sisu 2 - Road to Revenge

Sie nahmen ihm seine Familie. Er nahm Rache.
18+ Spielfilm, Kriegsfilm, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 07.07.2026
Ich weiß nicht so recht, was ich vom 2. Teil von "Sisu" halten soll. Er setzt den Funsplatter-Actioner rund um den Nazis mordenden, wortkargen Finnen in gleicher Weise fort, nämlich mit viel Blut und völlig übertriebenen Sequenzen. Das ist nicht zum Kopfschütteln, sondern das spaßige Konzept der Reihe. Jedoch ist die Motivation seiner Peiniger diesmal weniger nachvollziehbar und man schlägt auch ein wenig die emotionale Schiene ein. Die Grundstimmung ist somit eine andere und es kommt mir vor, als hätte ich beim ersten Film viel mehr Unterhaltung und Tempo erlebt. Nichts desto Trotz kommen Fans noch auf ihre Kosten, ebenso Freunde dieses Genres, das sich auch in Filmen wie "Machete" oder "Final Destination" widerspiegelt, nämlich durch "Freude" an völlig abstrusen Todesszenen, die bewusst zum Lachen anregen sollen. Doch diese "Road to Revenge" führt über teils schon zu grausame Gewalt, die dem Protagonisten widerfährt und nicht mehr zur Gänze komisch ist. Fazit: Wieder mal ein skandinavischer Spaß der brutal-komischen Art im Stile von "Dead Snow" und "The Trip", der aber deutlich langatmiger ist und gegenüber des ersten Teils etwas weniger "überzeugt". 4 Sterne ist er trotzdem wert, denn wann bekommt man schon mal so einen trashigen Spaß serviert?

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Ich glaub' mich knutscht ein Elch!

Der Alte hat einen Sprung in der Schüssel!
Komödie, Kriegsfilm

Ich glaub' mich knutscht ein Elch!

Der Alte hat einen Sprung in der Schüssel!
Komödie, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 23.06.2026
So viele 1-Stern Bewertungen für diesen Klassiker der 80er Jahre? Ahaa, es liegt an der Synchro, die zum Erscheinen auf Bluray neu erstellt wurde. Und da sieht man mal wieder, wie ein Film damit steht und fällt. Einzig das Original mit seiner Original Synchro ist das Wahre. Der noch junge Bill Murray und eine Menge anderer Bekannter nehmen hier die US Army aufs Korn, aber wenn man ehrlich ist, verbeugen sie sich auch etwas davor, denn am Ende wirds versöhnlich. Der Zuschauer hat auch nach Jahrzehnten noch seinen Spaß an dieser Anarchokomödie, die aus der guten alten Zeit stammt und alles andere als politisch korrekt ist. Da gibts sexistische Witzchen und auch Seitenhiebe auf so manches andere, als die Army. Das Team der "Ghostbusters" hat hier zugeschlagen und irgendwie kapitelartig, vielleicht etwas merkwürdig, sämtliche Klischees, auch des kalten Krieges zusammengeschustert. Man merkt auch, das die Extended Fassung mit dem Südamerika-Teil nicht wirklich stimmig ist und sollte unbedingt auf die Kinofassung mit alter Synchro zurückgreifen, um bedingungslosen Spaß zu haben. Fazit: Ein selten dämlicher Filmtitel für eine tolle Satire auf Uncle Sam, starbesetzt und ulkig. Macht immer noch Spaß und verdient so, wie er 81 in hiesige Kinos kam, seine 4 Sterne. Alle anderen Versionen braucht kein Mensch.

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Beneath the Storm - Thrash

Wenn dich die Flut nicht umbringt...
Abenteuer, Thriller

Beneath the Storm - Thrash

Wenn dich die Flut nicht umbringt...
Abenteuer, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 20.05.2026
"Thrash" könnte auch Trash heißen, aber das wird dem Film nicht gerecht, denn er ist schon sehr ernsthaft inszeniert, auch wenn es ordentliche Übertreibungen gibt. Die Story erinnert natürlich ungemein an den Krokohorror "Crawl", aber wo mir bei diesem die sichtbare Künstlichkeit der Studiokulissen sauer aufstieß, bin ich nun überrascht, wie gut die Effekte hier gelungen sind. Allenfalls ein paar Mal ist der Greenscreen ersichtlich. Man darf allerdings nicht zu viel erwarten. Regisseur Tommy Wirkola hält sich hier überraschend zurück und es gibt weder seinen typischen, schwarzen Humor, noch ausufernde Splattereffekte zu sehen. "Thrash" ist vergleichsweise ein "Familienfilm" geworden, der sich in die lange Reihe von Haifilmen gut einfügt aber auch nicht sonderlich herausragt. Ich habe mich nicht gelangweilt und fühlte mich gut unterhalten, auch wenn man vieles vorausahnen konnte und einiges auch schon so oder ähnlich gesehen hat. Fazit: Ein solider Hai-Horrorfilm, den Wirkola besser auf seine Art inszeniert hätte, damit er nicht so zahm und zurückhaltend ist. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen, um den Film hervorzuheben. So ist er gut gemachte Konfektionsware.

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Oddity

Thriller, Horror

Oddity

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 05.04.2026
"Oddity" gehört zu den intelligenteren Horrorfilmen, die nicht mit polternden und blutigen Szenen auf billige und oberflächliche Effekthascherei aus sind, sondern ganz ruhig und leise eine unheilvolle Stimmung aufbauen und den Horror erst im Kopf des Zuschauers entstehen lassen. Das geschieht durch wohl dosiert eingesetzte Jumpsqares, Dunkelheit, in der man etwas zu sehen glaubt und mysteriöse Vorkommnisse, deren Geheimnis man ergründen will. Der Film packt, obwohl er im Grunde fast schon langweilt, aber man immer die Gegenwart von etwas Unheimlichen spürt. Nebenbei entspinnt sich die Story per Rückblenden, die Überraschungen parat haben. Gänsehaut ist des öfteren garantiert, Unterhaltung aber eher weniger. "Oddity" ist nicht kurzweilig oder außergewöhnlich und verlangt nach Aufmerksamkeit. Wer eine durch die Gegend torkelnde, mordende Holzfigur erwartet, muss sich auf etwas anderes gefasst machen, was mich überrascht hat. Ich verstehe, dass man ihn deshalb langweilig finden kann, letztlich erreicht er aber sein Ziel und beschert einen gruseligen Abend. Fazit: Atmosphärische Mischung aus Crime und Horror, die sich eventuell zurückhält und leider auch im wahrsten Sinne viel im Dunklen lässt, nämlich einige Fragen und manch kaum erkennbare Szene.

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The Old Woman with the Knife

Nach dem koreanischen Bestseller-Roman 'Frau mit Messer' von Gu Byeong-mo.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm

The Old Woman with the Knife

Nach dem koreanischen Bestseller-Roman 'Frau mit Messer' von Gu Byeong-mo.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 25.03.2026
"The old woman with the knife" ist ein sperriger Titel, der aber Fans des asiatischen Kinos neugierig macht. Vorab verraten: Eine zweite "Lady Vengeance" ist das nicht. Ich fühlte mich eher, aber nur wegen der Kameraeinstellung von hinten, an die "Sasori" Filme erinnert. Dieser Film ist ruhig, sentimental mit sparsam dosierter Action. Durch Rückblenden entwickelt sich eine interessante Geschichte, die zunächst wirklich fesselnd ist, sich dann aber im letzten Drittel doch etwas zieht. Dies ist eventuell die realistischere Variante von "R E.D." Die einstige Profikillerin wird älter, kann sich aber gut behaupten, bis sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Gespielt wird diese Rolle hervorragend. Endlich darf man wieder eine emotionale Bindung zu einer Filmfigur aufbauen und mitleiden. Leider ist die Inszenierung streckenweise sehr dunkel gehalten, so das einiges vom Schwarzgrau verschluckt wird. Es gilt wie so oft: Normalseher werden ihre Schwierigkeiten haben, Asiafans mit Geduld haben einen Film vor sich, der nicht unbedingt ein Must See ist, der aber doch über dem Durchschnitt rangiert. Fazit: Gutes Koreakino mit Tiefgang und trotzdem jeder Menge Blut, dem gegen Ende leicht die Puste ausgeht.

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Companion - Die perfekte Begleitung

Eine etwas andere Liebesgeschichte - Finde jemanden, der wie für dich gemacht ist.
Thriller

Companion - Die perfekte Begleitung

Eine etwas andere Liebesgeschichte - Finde jemanden, der wie für dich gemacht ist.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 17.03.2026
Erwartet hatte ich eine weitere Variante von "Meghan" und insbesondere "Subservience" und bin deshalb absolut positiv überrascht von der völlig anderen Herangehensweise. Gegenüber den üblichen "Android dreht durch"-Streifen erweist sich "Companion" als nahezu philosophisch und intelligent. Er verpackt Themen wie sexuelle Ausbeutung, Sklaverei und im weitesten Sinne auch die alte Menschheitsfrage "Woher kommen wir?" In seiner nachdenklich machenden Geschichte, die man so nicht unbedingt kommen sieht, auch wenn ich bei einer Person allein wegen des Aussehens einen Anfangsverdacht hatte. Die darstellerische Leistung der Hauptperson ist imposant. Sophie Thatcher gibt eine absolut sympathische Vorstellung mit viel Hingabe. Und letztlich ist das Szenario, wenn auch weit weg von technischer Machbarkeit, eine realistische Zukunftsversion, in der wir immer materieller werden und alles automatisiert ist. Wer also nicht immer dieselbe, oberflächliche Actionorgie um "böse" Roboter sehen will, sondern auch mal ein paar Hintergedanken einfordert und sich über gut platzierten Humor freut, ist bei "Companion" gut aufgehoben. Fazit: Eine wohltuende Überraschung. "Companion" setzt weniger auf extreme Spannung oder Ballereien und kommt ruhig, aber dafür mit Tiefgang daher, der nicht zu kopflastig (ähnlich bei "Exmachina") ist.

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Heretic

In seinem Spiel bist du nur eine Figur.
Horror, Thriller

Heretic

In seinem Spiel bist du nur eine Figur.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 05.03.2026
Endlich wieder ein sehr packender und dabei noch interessanter Film mit provokanten Thesen. Wer hätte gedacht, das Hugh Grant einen Psychpathen derart diabolisch und mit diebischer Freude am Spiel darstellen kann? Die Thesen, die er als Mr. Reed in den Raum stellt und die Vergleiche von Brettspielen und Plagiaten mit den Weltreligionen sind ein gefundenes Fressen für alle, die der Kirche und dem Glauben so rein gar nichts abgewinnen können. Hier wurde scheinbar sehr gut recherchiert. Alle drei Darsteller spielen überzeugend und es macht sich eine beklemmende, hochspannende Atmosphäre breit, die auf den Zuschauer übergeht. Leider übertreibt man gegen Ende und es wird zu dick viel Unglaubwürdiges aufgetragen. Was da im Haus letztlich vorgeht kann man nur mit viel Toleranz akzeptieren. Der Spannungsaufbau wird durch immer absurder wirkende Twists etwas ausgehebelt. Aber eines steht trotzdem fest: Es ist unheimlich. Fazit: Intelligent gemachter, atmosphärischer Horrorfilm mit interessanter Thematik, der aber am Ende völlig unnötig die Klischeekiste öffnet und dadurch bös an Glaubwürdigkeit verliert.

ungeprüfte Kritik

Never Let Go

Lass niemals los - Eine einzige Berührung genügt.
Thriller, Horror

Never Let Go

Lass niemals los - Eine einzige Berührung genügt.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 07.02.2026
Die interessante Grundidee der Story führt dazu, dass man den ganzen Film über wissen will, was denn nun wohl Sache ist. Ganz gekonnt spielt der Film mit den Erwartungen der Zuschauer und immer, wenn man gerade überzeugt ist, dass alles einen realen Hintergrund hat, könnte dieses oder jenes doch auf etwas Übernatürliches hinweisen. Halle Berry beweist Mut zur Hässlichkeit und spielt die bigotte, strenge Mutter mit Hang zur Schizophrenie fast schon hassenswert. Ihre beiden Jungs geben auch eine grandiose Vorstellung in dieser Horrortour, die ständig unheimliche Atmosphäre austrahlt und ein stetiges, subtiles Spannungslevel hochhält. Die Absurdität und Skurilität der ständig angebundenen Familie ist ungeheuer packend, verstörend und unheimlich. Der reale Horror, die Gehirnwäsche der beiden Kinder und deren Folgen, der fanatische, religiöse Wahn, wurden fesselnd inszeniert und bis zum Ende wird nie ganz geklärt, was sich im Kopf abspielte und was nicht. Fazit: Ein sehr atmosphärischer Gruselschocker, der zum Nachdenken anregt und eine Dauergänsehaut produziert. Über das inkonsequente Ende kann man aber streiten.

ungeprüfte Kritik

Der Tiger

Wir ernten was wir säen.
Kriegsfilm, Deutscher Film

Der Tiger

Wir ernten was wir säen.
Kriegsfilm, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 03.02.2026
Das große Problem des Filmes ist, dass sein Hauptgenre eindeutig die Mystery-Ecke ist und wer sich auf einen Kriegsfilm freut, der dürfte leicht verwundert sein. Dennis Gansel ist ein authentisch ausgestatteter und mit hervorragenden Darstellern besetzter Film gelungen. Er hält sein Spannungslevel sehr hoch, nimmt den Zuschauer mit an Bord des klaustrophobischen Kastens und möchte natürlich an große Klassiker herankommen. Aber dann hätte man ihn besser ohne Hokuspokus gedreht, denn es gibt bereits sehr früh viele plumpe Anspielungen auf den Twist, der eigentlich niemanden überraschen dürfte. Nervig fand ich auch, dass man am Ende nochmal für die Streamer, die mit dem Handy beschäftigt waren, genau diese offensichtlichen Hinweise nochmal explizit auflistet. Man hält die Zuschauer also für blöd. Nebenbei ist der Film über weite Strecken sehr dunkel und das Ende ist einfach nen Tick zu apruppt, da man auf den Rest der Mannschaft nicht mehr eingeht, obwohl diese Charaktere das sehr verdient hätten. Ansonsten ist das aber ein atmosphärischer, unterhaltsamer Film. Fazit: Darsteller, Ausstattung und Story sorgen bis zu einem bestimmten Punkt für ein düsteres Kriegserlebnis. Die Wende ist allerdings vorhersehbar und macht vieles vom vorher gezeigtem kaputt.

ungeprüfte Kritik

Der kleine Horrorladen

Komödie, Horror

Der kleine Horrorladen

Komödie, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 11.01.2026
Musicals sind nicht jedermanns Sache. Meine auch nicht. Für den "Little Shop Of Horrors" mache ich aber eine Ausnahme. Zum Einen ist die Musikrichtung (Blues, RocknRoll, Motown) zum größten Teil ein Volltreffer auf meinen Geschmack, zum Anderen sind brüllendkomische Szenen enthalten, die von famosen Gaststars dargeboten werden. Erwähnt sei hier beispielhaft nur Steve Martins Zahnarzt-Performance. Man darf im Zeitalter von CGI auch staunen, wie beweglich "Audrey II" als animatronische Puppe gestaltet wurde. Sie wirkt dadurch viel realer, als jeder Computer sie hätte erschaffen können. Die vielen Cameos namhafter Stars und die Umsetzung im Stile eines Bühnenstücks mit ersichtlichen Kulissen und gemalten Hintergründen machen wirklich Spaß und sind auf eine ähnliche Kultstufe zu stellen wie die "Rocky Horror Picture Show", freilich auf einem anderen Niveau. Mir wird hier etwas zu viel gesungen, aber der Humor machts wieder wett. Frank Oz hat eine schöne Musicalverfilmung geschaffen, die auf einem Originalfilm von Roger Corman beruht. Fazit: Die Creme de la Creme der typischen 80er Jahre Hollywood-Comedy gibt sich in dieser Hommage auf typische Broadwaystücke ein lustiges Stelldichein und hat einen Kultfilm erschaffen, den man liebt oder hasst.

ungeprüfte Kritik

Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 02.01.2026
Wer die John Wick Reihe nicht kennt, ist ziemlich aufgeschmissen, denn da dürfte doch tatsächlich das Verständnis für so manche Details komplett flöten gehen. Die ganze s.g. "Lore" um das Continental Hotel, die Ruska Roma, Schuldmünzen, Figuren wie Winston und letztlich John Wick selbst, wird hier als bekannt vorausgesetzt, bzw. gar nicht ausreichend beleuchtet. Man könnte bei "Ballerina" von Johns kleiner Schwester sprechen, denn dieses Spin Of ist tatsächlich kleiner, weniger kultig und prinzipiell nahezu überflüssig. Das Wick-Universum wird nur gering erweitert und man fragt sich sogar, ob es zeitlich logisch angehen kann, dass der Kultkiller hier in die Story hineinpasst, die parallel zum 3. Teil der Reihe angesiedelt ist. Optisch und akustisch passt der Film perfekt dazu. Die Action ist gut und blutig und steigert sich zu einem furiosen Finale mit bildgewaltiger Flammenwerferaktivität. Fans bekommen, was sie wollen, aber irgendwie hat man immer das Gefühl, nur eine abgespeckte, sehr ähnliche Variante zu Gesicht zu bekommen. Fazit: Nette Zugabe für Fans, die wahrscheinlich ebenso fortgesetzt werden wird. Ana de Armas als weiblicher Wick ist keine Enttäuschung aber aus der Story ist langsam die Luft raus. Wem das egal ist, der bekommt immer noch ein gewaltiges Actiongewitter.

ungeprüfte Kritik

Der Admiral 2 - Die Schlacht des Drachen

Kriegsfilm, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 21.12.2025
"Der Admiral 2" ist ein Prequel, daher wäre es eigentlich verkraftbar, dass man den damaligen Hauptdarsteller, den begnadeten Choi Min-sik, gegen einen jüngeren ausgetauscht hat. Jedoch hat der so überhaupt keine Strahlkraft und geht in seinem eigenem Film regelrecht unter. Als westlicher Zuschauer hat man ohnehin so seine Schwierigkeiten mit Namen und Aussehen der Protagonisten, und hier wimmelt es nur so vor Admirälen, dass man lange Zeit nicht weiß, wer denn nun eigentlich Koreas großer Volksheld sein soll. Er wirkt wie ein Nebendarsteller und nicht wie eine Identifikationsfigur. Das hat der erste Teil deutlich besser gemacht und es ist sehr schade, das er hier gar nicht zur Geltung kommt und blass bleibt. Das wirkt sich auch auf die Dramaturgie aus, die nur spärlich vorhanden ist. Der Film beginnt zunächst träge, erklärt viel Historie und die ganzen Dialoge zur Taktik sind fast schon dabei, einen zu ermüden, da beginnt eine der famosesten Seeschlachten der Filmgeschichte, die eine satte Dreiviertelstunde beansprucht und noch dazu dem Zuschauer klar wird. Ja, die Schiffe sind recht schnell, das war auch bei Teil 1 ein Kritikpunkt, aber sei es drum: Die Schauwerte sind enorm, wir haben es mit opulentem Ausstattungskino zu tun. Natürlich gehts naturbedingt etwas pathetisch zu, aber der Film bekommt nun endlich sein Blockbuster-Prädikat. Fazit: Nicht ganz so imposant und dramatisch wir der Vorgänger, der ja im Grunde sehr, sehr ähnlich ist, und daher vielleicht Abnutzungserscheinungen auftreten. Als zweiter Teil einer Trilogie wirkt das Ganze dennoch wie aus einem Guss und ist wirklich großartig umgesetzt. Lediglich darstellerisch bin ich enttäuscht und dort fällt der Streifen auch deutlich spürbar ab.

ungeprüfte Kritik

Superman

Sieh nach oben.
Action, Fantasy

Superman

Sieh nach oben.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 18.12.2025
Der Teaser verursachte noch Gänsehaut, das Endergebnis ist etwas ernüchternd. Tja, vielleicht verhebt man sich an Superman auch einfach nur. Ich finde, dass seine Geschichte in 2 Reeves-Filmen perfekt erzählt wurde. Mit ausreichend Respekt vor der Figur und dem ausgewogenem Quäntchen Humor. Schließlich kommt Comic von Komik und gehört dazu. Was James Gunn hier betrieben hat, ist...zumindest schwierig zu beschreiben. Respekt? Eher nicht. Humor? Leider von der falschen und ununterbrochenen Sorte. Bereits in der ersten Szene darf Krypto, ohnehin eine umstrittene Figur, seine Albernheiten zum Besten geben. Und so wirkt der Film oft wie eine Persiflage, wie eine Satire von Mel Brooks. Kinder haben es leichter, den Film gut zu finden. Erwachsene müssen schon etwas toleranter sein. Es kommt mir vor, als wollte man etwas zu viel und dadurch wirkt die Story etwas holperig und unzusammenhängend. Superman, der Mann aus Stahl, ist hier extrem verwundbar. Eine Sache, die man gut oder schlecht finden kann, wie Vieles am Film. Die Effekte sind gemischter Qualität, das CGI Baby ist allerdings grottig zu nennen. Trotz alledem sprudelt im etwas überladenem Drehbuch viel Fantasie und letztlich ist das Endergebnis kurzweilig und deutlich innovativer als die letzten immer gleichen Comicverfilmungen der Konkurrenz. Anders ist er jedenfalls. Fazit: Zwiespältig. Die Düsternis des Snyderverse ist von Albernheiten verdrängt worden. Beide Arten von Superman-Verfilmungen werden ihre Fans finden. Einem kunterbunten Comic kommt James Gunn aber näher.

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The Menu

Die Speisekarte - Sorgfältig vorbereitet. Brillant ausgeführt.
Thriller, Drama

The Menu

Die Speisekarte - Sorgfältig vorbereitet. Brillant ausgeführt.
Thriller, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 07.12.2025
Ein wieder mal grandioser Ralph Fiennes in einem sehr skurilem und außergewöhnlichem Film. Er ist eine Mischung aus Agatha Christie Motiven und der Art von Filmen, wo mehrere Menschen auf engem Raum zusammentreffen, bzw. dorthin gelockt werden, um etwas zu erleiden. Das ganze ist mit viel schwarzem, aber sehr subtilem, fast unauffälligem Humor gewürzt. Eine Komödie kann man "The Menu" deshalb nicht nennen, eher eine schwarze Satire und treffsichere Gesellschaftskritik. Und die ist sehr anspruchsvoll zubereitet, so dass mancher Zuschauer sich langweilt und nicht bis zum Ende durchhält. Ja, Geduld wird benötigt, denn es wird mit gebührender Ruhe und Langsamkeit der ganze Zusammenhang aufgedröselt. Die Story ist nicht wirklich in der Realität verwurzelt, sondern eher überzogen. Der Dekadenz der reichen Gesellschaft und deren vernichtendem Verhalten wird hier ein Spiegel vorgehalten. Einzig das Ende war genau so erwartbar und ist überraschend unspektakulär und enttäuschend. Fazit: Anspruchsvolle, intelligente, ruhige Schauersatire, die irgendwie an die Dr. Phibes- und Escape Room Filme erinnert. Eine One Man Show von Ralph Fiennes, der hier extreme Ähnlichkeit mit Bela Lugosi hat, der diese Rolle wohl in den 30er Jahren übernommen hätte.

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Immaculate

Horror, 18+ Spielfilm

Immaculate

Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 01.11.2025
Eine wunderbare Werbung für die, nennen wir sie mal christliche Kirche, denn da gibts ja zig Ablegerarten. Sollte im Vatikan und Religionsunterricht gezeigt werden. Kann mir vorstellen, dass der katholische Filmdienst den früher verbieten hätte lassen wollen. Nun, man ahnt, ich habe meine eigene Meinung über den Verein. Und da ich die Geschehnisse in diesem Film für recht glaubwürdig halte, ist das ein echter Horrorfilm. Eigentlich ein Thriller, denn mit Geistern und Dämonen hat er nichts zu tun. Mich wundert ein wenig die gemeinsame Unterbringung von Männern und Frauen in diesem Kloster, aber ansonsten nehme ich ihm nahezu alles ab. Der Film ist bedrückend, erschreckend und schonungslos. Allerdings bis auf seine letzten Minuten sehr vorhersehbar. Wen, außer einem Gläubigen, überrascht denn wohl die Herkunft des Kindes, das man im Trailer besser nicht erwähnt hätte? Das die Grundstory so banal ist, machts mir schwer, Sterne zu verteilen. Dem gegenüber steht aber eine starke Atmosphäre und eindringliches Schauspiel. Und das ist dann doch deutlich über Durchschnitt. Fazit: Harter Nonnenhorrorthriller, der sein Ziel nicht verfehlt aber überraschungsarm ist.

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Trick 'r Treat

Die Nacht der Schrecken - Süßes, sonst gibt's Saures!
18+ Spielfilm, Horror

Trick 'r Treat

Die Nacht der Schrecken - Süßes, sonst gibt's Saures!
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 29.10.2025
Galt mal als Geheimtipp und wird von Genre- und Halloweenfans geliebt. Jetzt fragt sich, warum genau. Sicherlich ist es die Verknüpfung vieler kleiner Episoden zu einem ganzen und auch zusammengehörigen Film. Wohlgemerkt, dies ist keine Anthologysammlung einzelner Stories, sondern sie bilden eine große Halloweengeschichte, die dadurch fast überladen wirkt aber auch ungemein kurzweilig und abwechslungsreich ist. Langsam werden Zusammenhänge offenbahrt und Blut fließt auch noch ordentlich. Überragend finde ich aber die einzelnen Geschichten eher weniger. Der Streifen ist nur als Gesamtwerk unterhaltsam. So einiges kommt doch etwas zu kurz, insbesondere die Werwölfe, die sich mal wieder reichlich merkwürdig transformieren. Dieses Teil ist wohl DER Halloweenfilm schlechthin, behandelt sehr schwarzhumorig viele Themen rund um Spuk, Vampire, Killer und Monster in einer einzigen Nacht. Fazit: Zur Berieselung auf einer Halloweenparty wegen komplexer Zusammenhänge ungeeignet. Zur Vorbereitung auf das Gruselfest dagegen sehr.

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11:14 - Elevenfourteen

Dein Date mit dem Schicksal kann tödlich sein.
Thriller

11:14 - Elevenfourteen

Dein Date mit dem Schicksal kann tödlich sein.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 28.10.2025
Ein mal wirklich außergewöhnlicher Thriller, da er eine zwar zusammenhängende Geschichte aber dennoch Episoden erzählt. Um die titelgebenden 11:14 Uhr passiert etwas, das ständig Einfluss auf Geschehnisse einer scheinbar völlig aus dem Zusammenhang gerissenen anderen Geschichte hat. Entstanden ist durch diese Schnitttechnik, die praktisch parallel erzählt, eine überraschende Story, die alle offenen Fragen am Ende klärt. Das ist freilich nicht jedermanns Sache. Dadurch, dass der Film praktisch immer wieder zurückspult hat er sowas wie Zeitreisecharakter. Viel mehr darf man dazu auch nicht verraten. Man braucht gewisse Geduld und Aufmerksamkeit, die heutige Netflixer meist gar nicht mehr haben, um der gar nicht mal so wirren Geschichte zu folgen. Dann wird man so manche Überraschung erleben und so mancher, mit dem man vorher Mitleid hatte, entpuppt sich als ganz anderer Charakter. Fazit: Sehr gekonnt verwobenes Drehbuch, dass viele Wow-Momente hat und nicht nur am Ende überrascht. Clever und vor allem herausragend.

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The Rock

Fels der Entscheidung - Entscheidung auf Alcatraz
Action, Thriller

The Rock

Fels der Entscheidung - Entscheidung auf Alcatraz
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 26.10.2025
Wenn man einmal davon absieht, welch komplexe Unterwelt mit Tunnelsystemen, Schienenfahrzeugen, Hängeloren und merkwürdigen Zahnradöfen man uns hier unter der Gefängnisinsel Alcatraz andrehen will, nimmt sich "The Rock" mit Unsinn und Übertreibungen wirklich wohltuend zurück. Das ist ein perfekter Actionfilm der 90er Jahre, weil er auch hochkarätig besetzt ist. Findige Filmnerds sind gar der Meinung, dass es sich um einen "heimlichen" Bondfilm handelt, da man tatsächlich zeitliche Bezüge zu den Connery-Bonds herstellen kann und er ja schließlich einen ehemaligen britischen Agenten verkörpert. Ed Harris ist ohnehin ein ewig unterschätzter Mime, der hier einen Bösewicht darstellt, dessen Motivation man plausibel nachvollziehen kann. Die Action ist noch handgemacht und ohne CGI und Greenscreen entstanden. Alles in allem bietet der Film fast pausenlose Action und zurückhaltenden Humor. Ich wollte 4 Sterne geben und habe dann überlegt, warum ich einen verwehren sollte. Schließlich bin ich großartig unterhalten worden und kann den Film auch immer wieder sehen. Fazit: Bruckheimer Action, bevor sie zu patriotisch und albern wurde. "The Rock" ist zeitloses, großartig besetztes Popcornkino und macht enorm viel Spaß.

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Nosferatu - Der Untote

Horror, Fantasy

Nosferatu - Der Untote

Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 17.10.2025
Ein Remake ausgerechnet von "Nosferatu" zu machen ist eigentlich schon blasphemisch, denn der stellte seinerzeit ein meisterliches Unikat dar, weil er die illegale Verfilmung des Romans "Dracula" von Bram Stoker war. Und der wurde ja inzwischen unzählige Male verfilmt, so dass man den fast immer gleichen Grundaufbau (Harker/Hutter reist in die Karparten, Renfield/Knock dreht durch, Schiffsreise zur begehrten Frau usw.) schon bis zum Abwinken kennt. Das ist das Problem an diesem Film von Robert Eggers, der aber überraschend ein anerkennenswertes Werk geschaffen hat. Ich bin trotz der Bekanntheit begeistert, wie er Murnaus Film würdigt und sich vor ihm verbeugt. Genau so beeinhaltet er Stilelemente aus anderen Verfilmungen, interpretiert dennoch neu. Oft mutet das Bild als Hommage schwarzweiß an. Bei Dunkelheit ist immer noch genug zu erkennen. Die Atmosphäre ist einfach grandios, die Bildkompositionen atemberaubend. Man gibt der Geschichte mehr Tiefe, bleibt allerdings manchmal auch schwammig. Das hat Coppola seinerzeit besser gelöst. Bei aller Länge verspürte ich nie Langeweile, sondern war mitten drin und gefesselt. Ganz großes Erzählkino ohne viele Schockeffekte aber mit viel unheilvoller, beklemmender Atmosphäre. Die deutsche Synchro leistet sich so manche Schnitzer, denn da der Film in Deutschland spielt, sollte man nicht, nachdem man oft "Herr" sagt, plötzlich ein "Mister" fallen lassen. Genausowenig wie "Sir" und "Mylord" mit einbringen. Das ist schluderig! Aber immerhin werden die Eigennamen nicht in englischer Weise ausgesprochen. Hat es dieses Remake gebraucht? Nein! - aber es ist zumindest sehr gelungen. Fazit: Eine würdevolle, stilistisch großartige Neuverfilmung. Aber ehrlich gesagt, nachdem nun auch Luc Besson nochmal denselben Stoff verfilmen will: Nun reichts auch!

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Falling Down

Ein ganz normaler Tag. Das Abenteuer eines normalen Bürgers im Krieg mit der Alltagswelt.
Drama

Falling Down

Ein ganz normaler Tag. Das Abenteuer eines normalen Bürgers im Krieg mit der Alltagswelt.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 10.10.2025
Gehört zu meinen All Time Favourites und ist eine glänzende Abrechnung, nicht nur mit dem American way of life, sondern man erkennt eine Menge darin wieder. "Falling Down" ist ein sehr vielschichtiges Werk, das sowohl satirisch angehaucht ist, als auch die reinste Gesellschaftskritik darstellt. Zwar wird sehr episodenhaft und nicht immer glaubwürdig vorgegangen, aber das Ergebnis ist ein echter Kultfilm mit einem brilliantem Michael Douglas in einer Rolle, für die man gar nicht so genau weiß, ob man nun Sympathie empfinden soll. Bei allem Verständnis, dass man für Bills/D-Fenses eskalierenden Amoklauf hat, lässt er in einem tiefgründigem Gespräch durchblicken, was er vorhat. Das wird vielleicht sogar erst beim 2. Ansehen klar. Bei all der Tragik der Geschichte hat man extrem viel Wortwitz eingebaut und verpasst dem "System" eine ordentliche Abreibung, bei der jeder eigentlich nur zustimmend nicken kann. Fazit: Eine sehr populäre Gesellschaftkritik mit überragenden Darstellern, leicht konstruiertem Drehbuch aber jeder Menge Spaß, Kurzweil und Tiefgründigkeit. Klasse!

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Big Trouble in Little China

Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 07.10.2025
Das ist einer der Filme, deren Audiokommentar man sich mal anhören müsste, um zu erfahren, was sich der Regisseur, in diesem Falle John Carpenter, dabei gedacht hat. Inzwischen ist bekannt, dass er sich vom HongKong Kino der 70er/80er hat beeinflussen lassen. "Big Trouble..." punktet zunächst mal mit Kurt Russell, der hier zeigt, dass er auch mal den einfältigen Deppen spielen kann. Ansonsten haben wir hier das wahrscheinlich ungewöhnlichste Werk Carpenters vor uns, weil es eine Komödie ist, weil es ganz schön trashig zugeht und weil es in der Tat ziemlich abgehoben ist. Ich gebe zu, ich fand den Film damals blöd und ich kann eigentlich immer noch nicht glauben, dass er der Regisseur dieses Streifens ist. Teils ist das Script wirklich ein Schnellschuss mit konstruierten Zufällen, teils gibt es gar Plotholes und zum größten Teil spielt das ganze in Studiokulissen und wirkt billig. Mit den absolut atmosphärischen Horror- und SF-Filmen Carpenters ist das nicht zu vergleichen. Doch was ist es nun? Hier trifft Albernheit auf Hommage, Ideenreichtum auf Comedy, Action auf Fantasy, Chinesische Mythologie auf amerikanischen Stil. Kurzum: Das Ding ist auf seine Weise Kult. Fazit: Umstritten, gehasst und geliebt. Ein abgefahrenes Filmerlebnis, das man in wenigen Sätzen gar nicht beschreiben kann. Eins, dass man nicht ernst nehmen soll und das gerade nach Jahren noch Spaß macht.

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Spider Web

Once Upon a Time in Seoul
Drama

Spider Web

Once Upon a Time in Seoul
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 07.10.2025
Die Filmbeschreibung weckt in der Tat völlig falsche Erwartungen. Ein "irres Erzähltempo" ist nicht auszumachen. Wir haben hier einen Film, der sich scharf an der Grenze zum Autorenkino und Special Interest bewegt, da er eine ruhige und wenig spektakuläre Geschichte erzählt. Diese kommt gemächlich in Fahrt, wird aber immer witziger und teilt nach vielen Seiten hin aus. Die "Film im Film" Story hat man raffiniert verpackt, da alle Spielszenen schwarzweiß gehalten und somit sofort erkennbar sind. Bei mir stellten sich echte "Ed Wood Vibes" ein. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Tim Burton Film ist nicht von der Hand zu weisen. Song kang-ho ist mal wieder derjenige, der den Film trägt und eine erstklassige Leistung an den Tag bringt. Ich konnte mich zurücklehnen und folgte der Ironie der Geschichte gern. Den eher subtilen Witz bezieht sie aus dem Vergleich zwischen Film und filmischer Realität. Einerseits dem Overacting bei den Spielszenen, andererseits dem ernsthaften Schauspiel, wenn es genau so dramatisch in der "Wirklichkeit" am Filmset zugeht. "Spiderweb" schafft es, mit solch banaler Story seinen Zuschauer zu fesseln und zu amüsieren. Dann hat er alles richtig gemacht, oder? Fazit: Leise, subtile Komödie und kleine Abrechnung mit der Filmbranche, vorgetragen von einer tollen Darstellerriege. Wieder ein schöner, wenn auch nicht für jeden geeigneter, Film aus Korea.

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Demolition Man

Ein eiskalter Bulle.
Action, Science-Fiction

Demolition Man

Ein eiskalter Bulle.
Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 03.10.2025
Wieder mal in Nostalgie schwelgen: "Demolition Man" ist mehr "Achtziger" als so mancher Actionkracher, der wirklich aus jenem Jahrzehnt stammt. Er ist im Grunde eine satirische Actionkomödie und funktioniert auch nur genau deswegen. Er ist nicht ernst gemeint, sondern nimmt sein eigenes Genre, seine Zeit und die damalige Konkurrenz Stallones durch Arnold Schwarzenegger aufs Korn. Inzwischen klassischer Kult sind die 3 Muscheln, die Werbesongs und das ganze, völlig überzogene, friedfertige Ambiente. Das kann als ernst gemeinter Film gar nicht funktionieren, da es reichlich unlogisch wäre, wie schnell die Menschheit sich verwandelt hätte. "Demolition Man" strotzt vor witzigen Ideen und Anspielungen durch Easteregggs. Dabei ist er aber immer noch ein guter SF-Actionfilm. Wesley Snipes nervt ein wenig in seiner hibbeligen Rolle, ansonsten kann man dem Film nichts vorwerfen. Er machte damals schon Spaß und ist nun, durch Nostalgieeffekt, noch lustiger und unterhaltsamer. Fazit: Ein Klassiker. Eine Action Comedy mit viel Witz, Tempo und natürlich vielen Ballereien. Ein echtes Guilty Pleasure...von dessen Zukunftsvisionen einiges sogar wahr geworden ist.

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River - The Timeloop Hotel

Komödie, Science-Fiction

River - The Timeloop Hotel

Komödie, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 28.09.2025
Man kann diesen Film als inoffizielle Fortsetzung von "Beyond The Infinite 2 Minutes" sehen, der vom selben Regisseur inszeniert wurde und auch eine Zeitschleifenthematik um 2 Minuten hatte. Dies ist praktisch eine gelungene Weiterentwicklung, auch bild- und storytechnisch. Man freut sich fast auf eine dritte Interpretation. Was "River..." von anderen Zeitschleifenfilmen unterscheidet, ist die Tatsache, dass alle Anwesenden in der Schleife gefangen sind. Das verleiht dem Film eine einzigartige Note. Das Independentfilmchen interessiert sich für die zwischenmenschlichen Beziehungen und den Alltag der Figuren. Um einen Ausweg zu finden, wird diskutiert und experimentiert. Dabei entstehen humorvolle Momente, bei denen einige der Bewohner und Angestellten durchdrehen und andere sich als clever erweisen. Trotz sehr kurzer Zeitschleife, und dadurch ständiger Wiederholung, werden immer wieder neue Aspekte gefunden, um den Film interessant zu halten. Letzlich ist er aberwitzig und absurd, macht aber Fans von Zeitreisen mit Sicherheit Spaß. Fazit: Ein amüsantes Low-Budget-Zeitreise-Kammerspiel, ein cleverer, kleiner, feiner Film, der das Subgenre bereichert und tatsächlich neue Ansätze findet.

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Shadow

Abenteuer, Kriegsfilm

Shadow

Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 30.08.2025
Es ist ein Stilmittel und es sieht gut aus. Trotzdem ist es schade, dass man dieses, einem Zack Snyder Film nicht unähnliche, schwarzweiß den ganzen Film stoisch durchhält. Es hätte so viel Farbenpracht in diesem Film liegen können. Abgesehen von diesem Kniff, über den man streiten kann, ist "Shadow" ein fantastisches, künstlerisch gestaltetes Historienepos mit einer wendungsreichen Geschichte voller Intrigen und vor allem hohem Wiedererkennungswert. Wie dereinst die "Fliegende Guillotine" ist auch hier eine ausgefallene Wunderwaffe im Einsatz, die spektakulär in Szene gesetzt wurde. Daran wird man sich erinnern. Es gibt einige innovative Einfälle zu sehen. Insbesondere beeindruckend ist der Umstand, dass man als Zuschauer wirklich nicht weiß, wer hier auf welcher Seite steht und wer eigentlich zu Gut oder Böse gehört. So dürfte die Sympathie des Zuschauers eigentlich dem gegnerischem General gehören. Oder nicht? Die nicht eindeutige Identifizierung der Charaktere verleiht dem Film seine Spannung und schickt uns auf völlig falsche Fährten, die absolut kurzweilig sind und nie Langeweile entstehen lassen. Die Optik und die ausgeklügelte Charakterzeichnung machen diesen Film, der mehr als Kunstwerk zu verstehen ist, zu einem echten Genuss. Ein "Kung Fu" oder "Wuxia" Film ist dies allerdings nicht. Solche Erwartungen führen logischerweise zu abwertenden Kritiken. "Shadow" orientiert sich an typischen, chinesischen Wandmalereien, die hier auch oft ins Bild gerückt werden. Er ist somit sureal angehaucht und eher dem Fantasy-Genre zugehörig. Fazit: Ein cineastisches Highlight aus China von Meisterregisseur Zhang Yimou opulent und mit ausgeprägtem Sinn für Dramatik inszeniert.

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Piranha

Die Mörderfische sind da! ...was übrig bleibt sind Knochen.
Horror, Abenteuer

Piranha

Die Mörderfische sind da! ...was übrig bleibt sind Knochen.
Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 30.08.2025
Endlich gesehen! Das Original von Joe Dante. Produzentenlegende Roger Corman, King of Trash, hat sich hier an die Schwanzflosse von Steven Spielbergs Hai geklammert und ab ging die wilde, blutige und mit nackten Tatsachen garnierte Fahrt. Der Streifen ist herrlich altmodisch und sehr unterhaltsam. Auf tiefschürfende Dialoge wie im großen Vorbild wurde verzichtet. Es geht relativ temporeich zur Sache. Der Streifen hält sogar einen überraschenden Stop-Motion-Effekt parat, der dann merkwürdigerweise im Sande verläuft und nicht mehr gezeigt wird. Im Gegensatz zum letzten Remake hat das Vorkommen der blutgierigen, kleinen Fische hier einen etwas realistischeren Hintergrund, der auf allseits beliebten Verschwörungstheorien basiert. Das alles ist sehr "Seventies", wirkt wie eine Mischung aus "Freitag der 13." und eben jenem Hai, ist aber deutlich reißerischer und mit mehr Blut angerichtet. Es gibt etliche Luschen unter den Tierhorrorfilmen, aber Joe Dante hat fast das Beste rausgeholt. Fast, denn mit mehr Budget wäre vielleicht das merkwürdige Viech vom Beginn noch mal in Erscheinung getreten. Etwas verwirrend ist, dass der Film mal Piranha und mal Piranhas tituliert wird und so gern mit anderen, auch den beiden Remakes, verwechselt wird. Auch gibt es Fortsetzungen, die keine sind. Offizieller 2. Teil ist nur der Film "Fliegende Killer" von, man staune, James Cameron. Fazit: Inzwischen schon Kult und deshalb gibts auch nen Bonus-Stern. Schönster Tierhorrortrash der 70er Jahre, für alle, die das zu schätzen wissen.

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Ghostbusters - Frozen Empire

Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 02.08.2025
Auf den vierten Teil der Ghostbusters hat keiner gewartet, denn mit "Legacy" wurde eine tolle, späte Fortsetzung mit Abschlusscharakter geschaffen, die jede Menge Nostalgie und Emotionen bereithielt. Sie war ein würdiger Abschied der Originalbesetzung, sowie eine Ehrung für den verstorbenen Harold Ramis. Tja, da scheißt Hollywood natürlich drauf, denn der Rubel muss rollen und somit hat man sich überlegt, dass man einen Nachklapp hinlegt und die neuen Geisterjäger die alte Feuerwache in New York wieder beziehen lässt. Ich sehe erst diesen Film als wirkliches Reboot an, als Wiederanfang. Jetzt beginnt also die neue Generation, die eigentlich viel zu jung ist (was man auch zum Thema macht), die Geisterjagd und ich finde, das macht sie gar nicht mal schlecht. Jedenfalls habe ich viel Schlimmeres erwartet. Die Urbesetzung bekommt diesmal erstaunlich viel zu tun, das geht schon weit über ein Cameo hinaus. Erneut gibt es zig Anspielungen auf die beiden Originalfilme. Jetzt heißt es nur, dass man einige Modernisierungen tolerieren muss. Ich finde die gut, denn so entwickelt sich das Franchise weiter und wiederholt sich nicht nur selbst. Der Film ist temporeich und unterhaltsam, kommt aber natürlich nicht gegen seine drei Vorgänger an. So schlecht, wie er geredet wird, ist "Frozen Empire" bei weitem nicht, auch wenn die Teenies nicht bei jedem ankommen und der Sideplot um die Geisterfreundschaft das Ganze gehörig ausbremst. Ich wurde trotzdem sehr gut unterhalten. Fazit: Unnötig und dadurch schon gehandycapt. Aber er geht würdevoll mit seiner Vergangenheit um und macht die alten Ghostbusters nicht lächerlich. Gönnen wir unseren Kindern und Enkeln Spaß mit ihren eigenen Geisterjägern, die natürlich kein Bill Murray und Dan Aycroyd mehr sind.

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MaXXXine

Hollywood ist ein Killer.
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm

MaXXXine

Hollywood ist ein Killer.
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 31.07.2025
Ich kann es gleich vorweg nehmen, "Maxxxine" kommt an die Wucht, Intensität und auch Abartigkeit der beiden Vorgänger nicht ganz heran. Er wirkt vergleichsweise harmlos und geradlinig. Das leicht Verrückte geht dem Film etwas ab...und ich vermisse das Krokodil. Optisch und musikalisch leistet der Film Hervorragendes. Man ist mitten drin, in den 80ern. Der Soundtrack packt die entsprechende Generation. Diesmal widmet man sich thematisch der Verrohtheit der Filmindustrie. Ich fühlte mich aber kaum an Klassiker des Genres erinnert, wie es noch vorher der Fall war, abgesehen davon, dass man die Originalkulissen der Universalstudios nutzen konnte und es hier und da etwas zu entdecken gibt. Das hätte man aber noch mehr ausschöpfen können.
Während "Pearl" im Grunde noch einzeln betrachtet werden konnte, ist dies eindeutig eine Fortsetzung, die mehrfach auf den Film "X" anspielt. Ein Mix aus Film Noir und typischem 80er Horror. Ich will auf keinen Fall sagen, das dies der schlechteste der Reihe ist. Er ist anders, da er nicht mehr auf der Farm, sondern in ganz L.A. spielt. Es gibt wieder einiges an Brutalität und dennoch bemerkt man, dass hier nicht so ambitioniert vorgegangen wurde. Mia Goth ist wieder mal eine Klasse für sich, das Drehbuch ist etwas schwächer und nicht ganz so überraschend, wie erwartet. Und trotzdem hätte ich Interesse, Maxine noch in weiteren Filmen zu sehen. Fazit: Ein runder Abschluss der Trilogie, bei dem man aber das Gefühl hat, er hätte auch im ersten Film schon erzählt werden können. Dann hätte man aber eine kritische und detailverliebte Auferstehung der 80er verpasst.

ungeprüfte Kritik

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

Wenn du die Wahrheit begraben willst, grabe tief!
Horror, Thriller, 18+ Spielfilm

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

Wenn du die Wahrheit begraben willst, grabe tief!
Horror, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 27.07.2025
Wie sagt man neudeutsch? Sie war mein Crush! Jennifer Love Hewitt war der einzige Grund, um damals in diesen Film zu gehen. Und wenn man sich ansieht, wie die Kinoplakate ihrer beiden Filme (den neuen will ich nicht sehen, weil er mir mein Bild zerstören würde) gestaltet sind, dann war das auch Kalkül der Produzenten. Im Fahrwasser von Scream und vom selben Autor geschrieben kam dieser Teenie-Slasher auf die Leinwand und ich muss sagen, der ist für sein Genre wirklich gut und gehört eindeutig zu den wenigen wirklich sehenswerten Filmen dieser Art. Nicht umsonst hat er enormen Bekanntheitsgrad. Alles, was man so erwartet hat, wurde geliefert: Gut aussehende Darsteller, die danach sogar zum großen Teil Karriere machten, Spannung ohne Ende, blutige Kills. Ein echtes Guilty Pleasure des Horrorgenres, das sämtliche Klischees enthielt, wie das langsame Laufen des Killers, der trotzdem alle rennenden Opfer einholt. Das gehört einfach dazu. Fazit: Inzwischen ein Klassiker des Teenie-Horrors. Spannend inszeniert und sehr unterhaltsam.

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Superstau

Alle wollen in den Süden... alle im Auto... alle zur gleichen Zeit...
Komödie, Deutscher Film

Superstau

Alle wollen in den Süden... alle im Auto... alle zur gleichen Zeit...
Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 25.07.2025
Eine Anekdote machte diesen eigentlich bekloppten Film Anfang der 90er zum Kultfilm in unserer Familie, weil es eine Person in unserem Dunstkreis gab, die haargenau "Der Commander" war. Man hat also oft über "Super Stau" geredet und ihn im Laufe der Jahre zu besserem verklärt, als er eigentlich ist. Er war zwar seinerzeit recht witzig, nervt aber heutzutage mit zunehmender Lauflänge doch etwas. Was man bescheinigen kann ist, dass die Eigenarten deutscher Autofahrer treffsicher aufs Korn genommen werden. Die Prolls und Spießer, die selbsternannten Ordnungshüter und viele weitere Charaktere bekommen ihr satirisches Fett weg. Eigentlich beschreibt die Stausituation das Bild unserer Gesellschaft und vor allem den Umgang mit des deutschen liebstem Kind, dem Auto. Deswegen wird der Film im Ausland wohl nicht verstanden, da er urdeutsche Verhaltensweisen und Eigenarten quer durch die Republik behandelt. Das ganze zwar nicht intelligent, sondern mit Flachhumor aber auch der ist ja irgendwie typisch für uns. Spaß macht der Film besonders heute betrachtet. Er hat praktisch ein Stück der 90er Jahre konserviert und lässt uns schmunzeln. Fazit: Flachhumor mit satirischem Anstrich. Eine charmante Zeitreise mit bekannten Gesichtern, Situationskomik und ein paar Längen, die nostalgische Gefühle weckt. Die DVD wartet mit tollen Extras auf aber die Bildqualität ist hundsmiserabel.

ungeprüfte Kritik

Jack the Giant Killer - Der Herrscher von Cornwall

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 25.07.2025
Fans von Ray Harryhausen werden im Nu bemerken, das hier nicht der Meister der Stopmotion selbst, sondern ein paar Nachahmer am Werke waren. Die Kreaturen in diesem Film sind doch deutlich grobschlächtiger und teils recht comichaft geformt, als die aus Sindbad-Filmen bekannten Figuren. Und aus ebendiesen hat man das Design regelrecht geklaut. Der gehörnte Riese vom Anfang hat mehr als nur Ähnlichkeit mit dem berühmten Zyklopen. Mit Torin Thatcher und Kervin Mathews hat man sogar erfahrene Genredarsteller dabei, die bereits in besagtem "Sindbad" und auch als Gulliver mitgewirkt haben. Nichts desto trotz ist der Film genau so charmant gemacht, wie die Konkurrenzfilme, nur eben einen Zacken billiger und kindischer. Zugrunde lag das Märchen von Jack und den Zauberbohnen, wobei die hier nicht vorkommen und von der Erzählung nicht viel übrig geblieben ist. Im Gegenteil, man mixt aus verschiedenen Geschichten etwas hinein. Fazit: Charmant, naiver Märchenfilm mit günstig erstellten Tricks. Etwas Abenteuer, Grusel, Albernheiten - Fertig ist der für große und kleine Kinder perfekte Nostalgietrip in die Zeit, als Filme noch phantasievoll und mit Liebe zum Detail umgesetzt wurden.

ungeprüfte Kritik

Downrange

Die Zielscheibe bist du!
18+ Spielfilm, Thriller

Downrange

Die Zielscheibe bist du!
18+ Spielfilm, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 22.07.2025
So einfach geht Spannung. Die Beschränkung auf nur einen Schauplatz und nur das Wesentliche, also keine Nebenhandlungen und verschnörkelte Charakterzeichnungen, hält diesen Mix aus Roadmovie und Backwood-Slasher über die komplette Laufzeit packend. Das Skript punktet durch genreuntypisch clevere Teenager, die mit Köpfchen agieren und sich etwas Brauchbares einfallen lassen, bei dem man nicht unbedingt immer mit dem Kopf schütteln muss. Das Duell zwischen dem unbekannten, unsichtbaren Angreifer aus dem Hinterhalt und den eiskalt erwischten Teenagern lebt von seiner aufs Grundlegende reduzierten Situation. Alles ist auf ein Minimum beschränkt und die Motivation des Todesschützen wird gar nicht erst zum Thema gemacht. Somit zeigt der Film den puren Überlebenskampf und das auf ultrabrutale Art und Weise, ziemlich ernsthaft ohne die üblichen Sprüche und Humoreinschübe. Fazit: Ein richtig fieser, kleiner, blutiger Splatterthriller. Kompromisslos, hart, ohne Umschweife. Durchgehend spannend und am Ende dann auch noch wirklich gemein.

ungeprüfte Kritik

Armour of God - Chinese Zodiac

12 Ziele, 12 Gegner, 1 Jäger: Asian Hawk ist zurück!
Action, Abenteuer

Armour of God - Chinese Zodiac

12 Ziele, 12 Gegner, 1 Jäger: Asian Hawk ist zurück!
Action, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 17.07.2025
Eine späte und unerwartete Fortsetzung, die in manchen Medien als "nicht offiziell" bezeichnet wird. Klar, man kann den Film ohne Vorwissen als Einzelfilm sehen. Das konnte man mit beiden Vorgängern aber auch. Dies ist sicher ein dritter Teil. Es gibt sogar etliche, witzige Insider-Eastereggs für Kenner der Reihe. Zugeben muss man, dass er stilistisch nicht mehr dazu passt. Ein Schicksal vieler Filme, die sich nach Jahrzehnten anmaßen, einer inzwischen zu Kult herangereiften Reihe einen Nachschlag zu verpassen. Teil 3 beginnt mit einer spektakulären Eingangssequenz, die Bond nicht besser hinbekommen hätte. Es geht ohne Atempause weiter. Manchmal extrem comichaft (Stichwort Bienen), manchmal schlecht getrickst (Stichwort Baumstamm), immer komplett drüber aber immer typisch Jackie Chan, dabei temporeich, nie langweilig und sehr unterhaltsam, farblich etwas zu knackig, leicht übersteuert und nicht immer frei von Unschärfen. Von den drei Filmen, oder sogar von allen Jackie Filmen, ist dies der actionreichste und fast schon überfüllteste Film, den man sich als Fan wünschen kann. Wie immer hat man das Gefühl, dass er etwas zu lang ist, dabei sah ich nur die kürzere, internationale Fassung. Hier hat man wirklich ein Füllhorn an Ideen ausgeleert, auch wenn ich kurz "Uncharted Vibes" hatte. Sofern das Spiel aber nicht die Szene zeigte, war man hier erster und hat keineswegs abgekupfert. Fazit: Guiness Buch prämierte Leistung für die meisten selbstgemachten Stunts. Ein wahres Feuerwerk an actionreicher Comedy, leicht zu wild aber verdammt unterhaltsam!

ungeprüfte Kritik

Armour of God 2 - Mission Adler - Der starke Arm der Götter

Abenteuer, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 17.07.2025
Meine Hoffnung, dass dieser 2. Teil besser als der Vorgänger sein könnte, war berechtigt. Das ist ein Jackie Chan Film, wie ich ihn mir vorstelle und der über die Jahre sicherlich für einige zum Kult herangereift ist. Merklich temporeicher, aufwändiger mit pausenlosem Humor viel mehr Einfällen, deutlich mehr Budget und auch mehr Action angereichert, als der maue erste Teil. Ok, er ist auch deutlich alberner, aber nicht auf übermäßig störende Weise. Die Drehorte geben mehr her und sind diesmal echt. Ich muss immer noch über Afrikaner in einer serbischen Burgruine lachen, die der Vorgängerfilm uns präsentiert hat. Zu diesem gibt es durch den Baron auch einen Anknüpfpunkt, insofern spürt man den Fortsetzungscharakter. Das ganze Treiben muss man nicht mögen, es ist schon speziell, wie die Spencer-Hill-Filme oder die Werke eines Louis de Funes. Hier ist es eben ein Jackie Chan Film mit überbordernder Albernheit aber handgemachter, wieselflinker Action. Fans bekommen, was sie erwarten. Gegen Ende zieht sich das Ganze zwar ein bisschen, aber durchweg gibt es pure Comedy-Action-Unterhaltung. Fazit: Kurzweilige Abenteuerkomödie in typischem Jackie Style. Bunt, abwechslungsreich und sehr unterhaltsam.

ungeprüfte Kritik

Influencer

Trau niemandem, dem du folgst.
Thriller

Influencer

Trau niemandem, dem du folgst.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 13.07.2025
Das dürfte der Film sein, der am längsten läuft, bevor er mal den Titel einblendet. Man könnte fast schon denken, er wäre vorzeitig zu Ende. Mit diesem Kniff fängt der Film aber erst an, wir haben praktisch an eine falsche Hauptdarstellerin geglaubt. Allein das finde ich schon sehr gut überlegt. Ich persönlich bin ein Gegner oder besser skeptischer Betrachter von Social Media und hatte dem Film gar nicht mal so viel zugetraut. Dachte, das wäre ein Kiddiefilm mit typischer Jugendsprache und "Wuhuhu"-Gejohle, bei dem ich doch nicht so recht mitkomme oder nicht mit ihm grün werde. Doch gerade für Leute wie mich, mit gewisser Abscheu vor "Farcebuch" und Konsorten ist "Influencer" ein wahrer Horrorfilm, der mich aufgrund seiner tatsächlichen, technischen Möglichkeiten ängstigt und verunsichert. Könnte bei ganz Zartbesaiteten gar Paranoia auslösen, wie einst Filme wie "Unternehmen Capricorn". Manchmal hätte man etwas tiefer auf die Auswirkungen des Identitätsklaus eingehen können, gerade am Ende hätte mich interessiert, wie man der Polizei das erklärt...Nun denn, mich hat der Film trotzdem gepackt und auch aufgrund der Location gekriegt. Ebenso hat mich Cassandra Naut fasziniert, die zwar auch aufgrund ihrer Hypertrichose im Gesicht einen auffälligen Wiedererkennungswert hat, aber auch eine bemerkenswert charismatische Darstellung geboten hat. Fazit: Eine Überraschung! Ein einfacher aber sehr spannender Thriller der Ängste vor der immer weiter voranschreitenden Computertechnik schürt, ohne in Sci-Fi-Bereiche abzugleiten und der zum Nachdenken anregt.

ungeprüfte Kritik

Das verborgene Gesicht

Es gibt Türen, die sollte man nicht öffnen.
Thriller

Das verborgene Gesicht

Es gibt Türen, die sollte man nicht öffnen.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 12.07.2025
Zunächst denkt man eine ganze Weile: "Wie bescheuert kann denn eine Inhaltsangabe sein, wenn sie den Clou des Filmes, die "überraschende" Wendung vorwegnimmt und verrät!", denn es scheint darauf hinauszulaufen, dass der Zuschauer an einen Spuk denken soll, der sich dann ganz am Ende erst offenbahrt. Das passiert aber knapp bei der Hälfte. So wird der halbe Film durch die Filmbeschreibung gespoilert und jeglicher Überraschung beraubt. Das ist reichlich doof. Es wird dann zum Glück doch noch ein ganz passabler Thriller mit einigen guten Ansätzen daraus. Ich denke, er wird Paare beim Ansehen spalten, denn ich hatte keinerlei Mitleid mit Belén, während meine Frau sie sehr bedauert hat. Warum, das werden Sie je nach Geschlecht bemerken und anders emotional reagieren. Eigentlich fing der Film schon mit einem enormen Logikschnitzer an, so dass ich ihm nicht mehr viel zugetraut habe. Denn wie kommt das Auto von Adrián vor die Wohnung von Fabiana? Der müsste eigentlich irgendwo entfernt vor einer Kneipe stehen. Danach entfaltet sich aber eine wirklich interessante Story, der man zwar auch hier und da mal was verzeihen muss, die aber (zur Hälfte, wenn man den Text gelesen hat ;-)) spannend und innovativ ist und Wiedererkennungswert hat. Fazit: Wenn man absolut nichts über den Film weiß, funktioniert er am besten.

ungeprüfte Kritik

Kung Fu Yoga

Der goldene Arm der Götter
Abenteuer, Komödie

Kung Fu Yoga

Der goldene Arm der Götter
Abenteuer, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 27.06.2025
Nur durch Zufall, oder wenn man ein knallharter Jackie Fan ist, erfährt man, dass "Kung Fu Yoga" der zweite Teil einer Trilogie ist. "Der Mythos" macht den Anfang und "The Legend" bildet den 3. Teil. Demzufolge hätte der Titel "Der Mann" besser gepasst. Das Cover und der dämliche Titel lassen nicht auf Zusammenhänge zu den anderen Filmen schließen. Im Gegenteil, man ahnt schon, dass es albern werden könnte. Der Anfang haut den Zuschauer schon mal negativ um: Hier gibt es übelste Computeranimationen, doch ist diese Sequenz tatsächlich als Animation gedacht. Man hätte sie jedoch per Zeichentrick animieren sollen, um die Zuschauer besser abzuholen und nicht gleich am Anfang zu vergraulen. Leider ruckelt es hier und später noch öfter im Film. Dies ist scheinbar ein Problem chinesischer Filme beim deutschen Release. Das ist sehr, sehr störend, ärgerlich und verdirbt viel. Der weitere Ablauf entschädigt aber mit viel Dynamik, typischem Jackie Chan Humor, extrem farbenprächtigen, fast comicartigen, Aufnahmen und einer abwechslungsreichen Schatzsuche alá Indiana Jones, zu dem auch eine Hommage eingebaut wurde. Der Film hebt sich deutlich vom Vorgänger ab, in vielen Augen negativ, doch mich hat er glänzend amüsiert und er ist viel geradliniger und unterhaltsamer. Darum bekommt er auch einen Stern mehr. Dies ist eine überdrehte Komödie mit absolut nicht ernst zu nehmenden Szenen, die mich wirklich oft zum Schmunzeln gebracht hat.
Fazit: Ein kunterbuntes Feelgood-Movie aus China, das turbulent und kurzweilig bleibt und zum Schluss noch mal zeigt: Leute, wir haben nur einen Film gemacht, der uns Spaß bereitet hat. Habt ihr ihn doch einfach auch.

ungeprüfte Kritik