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Kritiken von "videogrande" aus

1388 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Twin Peaks - A Limited Event Series
    Serie, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 22.04.2019
    Was haben wir Fans gestaunt, als David Lynch tatsächlich Laura Palmers Versprechen „Wir sehen uns in 25 Jahren“ wahr machte. Hier ist also Staffel 3 und wir erhofften uns Antworten auf die offenen Fragen. Tja. Alte Charaktere wieder zu sehen ist eine Freude. Doch sind die meisten tatsächlich nur wegen des Wiedererkennungseffektes da und haben kaum Screentime oder eine Entwicklung. Überhaupt legt die Serie keinen Wert mehr auf die Figuren, sondern auf absonderliche, surreale Geschehnisse. Die Sendezeit wird mit albtraumhaften Bildern aus der jenseitigen Welt der schwarzen Hütte und anderen Dimensionen gefüllt und das zu einem Großteil der Filmminuten. Was man sieht, kann man nicht begreifen. Schwenkt man hingegen in die reale Welt, dann macht das Gezeigte einigermaßen Spaß. Nur leider wird die verwirrende Rückkehr Coopers mit seiner langsamen Genesung ellenlang gezogen: Er steht wie ein geistig Behinderter in der Gegend rum (was nicht mal seine Frau wundert, nein nicht seine, aber das ist eben die Verwirrung) und kommt über Episoden hinweg langsam zu sich. Das soll also eine Fortsetzung sein? Und da haben wir es: Neueinsteiger werden mit dieser surrealen und kryptischen Serie nichts mehr anfangen können. Ja ehrlich gesagt, nicht mal ich kann das. Es gibt zwar einige Erklärungen aber auch ebensoviele neue Fragen. Fazit: Manche nennen es genial. Ich als Fan der Urserie kann nur sagen: Völlig unbefriedigender mit leichten nostalgischen Erinnerungen gespickter Surrealismus.
  • The Commuter
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.04.2019
    Die Story wurde geschaffen, um Filmfreunden, die sich gern mit Verschwörungtheorien befassen und mit Rätselraten durch (un)erwartete Wendungen beschäftigen, knappe 2 Stunden zu unterhalten. Dazu hat man sich was ganz "Tolles und Vertracktes" einfallen lassen. Allerdings hat der Drehbuchautor auf jegliche Logik verzichtet, denn der Aufwand, den die Gangster hier betreiben, um eine bestimmte Person im Zug zu eliminieren, entbehrt jeder Grundlage. Da es später sowieso zum explosiven Showdown kommt, hätte man auf das ganze Versteck- und Katz und Mausspiel verzichten können. Aber es ist nun mal ein Film und der soll seinem Puplikum was bieten. Aber für dumm verkaufen soll er nicht. Doch genau das tut er. Neben all dem (zugegeben spannendem) Unsinn gibt es auch noch eine over-the-top Actioneinlage, deren Verlauf dann die absurde Krönung ist. Es gibt Filme, da muss das so sein, doch hier passt es absolut nicht hinein. Warum nun trotzdem 3 Sterne? - Wenn man es schafft, sein Hirn auszuschalten, dann hat man einen klaustrophobischen Thriller vor sich der im Grunde ganz ordentlich inszeniert wurde. Fazit: Unterhaltsamer Liam Neeson Film, der einfach zu unlogisch konstruiert wurde und heftig übertreibt. Durchschnittsware.
  • Avengers 3 - Infinity War
    Action, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.04.2019
    Nach dem wirren "Avengers 2" wollte ich eigentlich nicht mehr. Doch die Kritiken für "Infinity War" waren so gut, dass ich den Blick riskiert und es nicht bereut habe. Er schafft das unerwartete Kunststück, schlüssig fast alle Marvelhelden zusammenzuführen und ihnen nicht nur Cameos zu gönnen, sondern richtig in die Handlung einzubauen. Mit den allerersten Verfilmungen hat das nicht mehr sonderlich viel zu tun, denn nun haben wir hier tatsächlich ein effektlastiges Weltraum-Fantasymärchen vorliegen. Doch das ist wirklich klasse und von der ersten bis zur letzten Minute kurzweilig und spannend. Die Action nimmt im Grunde fast kein Ende, auch wenn es mal ruhigere Momente gibt. Es bleibt Zeit für Emotionen und Humor. Die Schauwerte sind enorm. Das ist wirklich eine Comicverfilmung im Blockbuster-Format. Das einzige, was ein wenig mau umgesetzt war, sind die recht tragischen Todesfälle in diesem Film...eigentlich hätten die Münder offenstehen sollen, so überraschend sind einige Ableben, doch geschieht das teilweise ganz beiläufig. Man ahnt, dass es in "Endgame"noch ein gutes Ende nehmen wird (und weiß, dass es noch weitere Filme mit den hier Verstorbenen geben wird), schließlich kann man auch die Zeit in solchen Filmen zurückdrehen. Das nimmt viel von der Dramatik. Aber die Klage ist auf hohem Niveau. Fazit: Gigantische Vereinigung der Marvelhelden. Popcorn-Kino at its best, dem man aufgrund des Comiccharakters Logikfehler verzeiht.
  • The Autopsy of Jane Doe
    Thriller, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.04.2019
    So gut kann Minimalismus funktionieren. Als Zuschauer hat man natürlich aufgrund des Filmtitels eine gewisse Ahnung, was einen hier erwarten mag. Eine Autopsie steht an, und die kann naturgemäß etwas magendrehend sein. Ja, eine ordentliche Portion Ekel gibt es tatsächlich, aber darauf stützt sich der Film nicht, denn er hat anderes im Sinn, als uns mit Blut und Gedärm abzuspeisen. Dieser Streifen ist ein Paradebeispiel des Suspense-Horrors, welcher im Kopf durch die Erwartungshaltung und altmodische (aber funktionierende) Schatten- und Geräuschkulissen entsteht. Jederzeit erwartet man, dass die Leiche mit einem Soundeffekt ihre Augen öffnet. Doch genau das geschieht nicht...aber es ist klar, dass etwas geschehen wird. Und dieser Umstand erzeugt tatsächlich eine ungeheure Spannung und Gänsehaut. Was mag passieren? Warum mag es passieren? Diese und andere Fragen geistern durch den Kopf des Zuschauers, während die beiden Mediziner langsam ein Geheimnis entschlüsseln. Leider ist das Ende nicht zu 100% befriedigend, da hätte man mehr herausholen können, aber über die ganze Laufzeit ist Nägelkauen angesagt. Fazit: Irre spannender Horrorfilm, der ganz subtil in unser Bewusstsein kriecht und verängstigt, ohne reißerische Krach-Bumm Effekte auszunutzen, sondern auch etwas Hirnfutter bietet.
  • Das Haus der geheimnisvollen Uhren
    Entdecke einen zeitlosen Ort.
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.04.2019
    Obwohl hier mal wieder alle Zutaten, allen voran natürlich ein merkwürdiges Haus, aus so vielen Filmen bekannt sind, ist es zunächst einmal eine Freude, Jack Black und Cate Blanchett bei ihrem Spaß am Schauspiel zuzusehen. Die beiden sind ein tolles Team und es ergibt sich viel Wortwitz in ihren Stichelleien. Sie sind für junge Zuschauer echte Sympathieträger während der zurückhaltende Lewis eine Identifikationsfigur abgibt. Die Handlung erzählt eine tolle und spannende Abenteuergeschichte für Kinder, die manchmal auch etwas unheimlich und fies werden kann, also Eltern: Seid dabei. Im Finale wird es etwas zu dicke, aber zwischenzeitlich gibt es alles, was man sich so wünscht an einem Gruselabenteuer für Kinder. Erscheinungen, gruselige Puppen, merkwürdige Verwandte, lebendige Möbel, Geheimnisse und Spuk. Und wenn ich jetzt sage, dass ausgerechnet der Folterporno-Papst Eli Roth diesen Film inszeniert hat, dann braucht man nur bedingt Angst zu haben. Er hat ein Gespür für Unheimliches und kann es nicht ganz lassen, keine Frage, aber es fließt natürlich kein Tropfen Blut...wenn ich mich recht erinnere ;-) Fazit: Im Stile von Spyderwicks und Lemony Snickett gehaltenes, phantasievolles Kinder-Gruselmärchen, das auch Erwachsenen gefällt.
  • Bohemian Rhapsody
    Nur seine Geschichte war noch außergewöhnlicher als ihre Musik.
    Musik
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.04.2019
    Manche fragen sich, warum es eigentlich Biopics gibt und ob die Lebensgeschichte eines legendären Sängers überhaupt interessant sein kann. Auch ausserhalb von Fankreisen. Die Antwort ist Ja, dieses Teilstück (denn eine komplette Lebensgeschichte ist es nicht) ist verdammt unterhaltsam und über den Soundtrack braucht man ja wohl sowieso keine Worte zu verlieren. Ich finde natürlich die Beschönigung und eventuell ein paar Unwahrheiten auch nicht wirklich toll. Zudem ist doch eine Menge Fanfutter ausgelassen worden, so hätte für mich unbedingt auch die Entstehung der Filmmusik zu Flash Gordon dazu gehört. Alles in Allem ist "Bohemian Rhapsody" aber sehr gut ausgestattet, perfekt getrickst, denn das Wembley Stadion kommt aus dem Rechner, und vor allem optimal besetzt. Man hat fast den Eindruck, wirklich den jungen Bandmitgliedern gegenüber zu stehen. Was uns zu Rami Malek bringt, der auf den ersten Blick überzeichnet erscheint, weil man Freddys Zähne irgendwie anders in Erinnerung hatte, der dann aber tatsächlich seinen Oscar für die Darstellung Freddy Mercurys vollends verdient hat. Fazit: Ein interessantes Biopic mit ausgezeichneten Darstellern und natürlich toller Musik. Wer Freddy nicht mochte, der wird ihn auch nach diesem Film nicht lieben, denn als Gralsritter wird er nun auch nicht verherrlicht.
  • Rocky 8 - Creed II
    Rocky's Legacy
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.04.2019
    Es war unvermeidlich: Der überaus gute 7. Teil der Rocky Saga namens "Creed" war wohl nur der Anfang für eine neue Serie. Jetzt liegt also "Creed II" vor und enttäuscht schonmal mit einer anderen Synchronstimme von Sly Stallone. Doch echte Fans dürften aufhorchen, denn es spricht kein geringerer als Jürgen Prochnow, der Rocky in den beiden ersten Teilen bereits seine Stimme lieh. Somit schließt sich ein Kreis. Was aber leider nun wirklich nicht bis auf das letzte gemolken werden kann, dass ist die ewig gleiche Boxkampfstory, die in diesem Fall zwar durch die Mitwirkung von Ivan Drago (Dolph Lundgren) nostalgische Gefühle weckt, aber nichts anderes als ein Remake von "Rocky 4" ist. "Creed II" ist leider, so sehr ich die Filmreihe mag, völlig überflüssig und absolut vorhersehbar. Mir fehlt hier komplett der Geist der alten Filme und auch ein eingängiger Titelsong. Erst im Finale spielt kurz die kultige Fanfare auf, aber mich ließ der Film völlig kalt, weil ich ihn komplett erahnte, bzw. kannte. Dieses alte, mitreißende Gefühl wird nicht mehr transportiert. Zudem wird der Zuschauer geschickt manipuliert, denn alle ukrainischen Szenen wurden mit Graufilter gedreht, so dass man das rauhe, düstere, feindliche Russland auch optisch darstellt. Ich finde, das muss nicht sein. Ivan Drago als von Rache Besessenen zu zeigen ist einfallslos, er hätte eine bessere Charakterzeichnung verdient. Fazit: Ich weiß schon, wie es mit "Creed 3" weitergeht. Mr. T´s Sohn möchte Adonis an den Kragen.
  • Shazam!
    Sag das Zauberwort.
    Fantasy, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.04.2019
    So richtig leicht hat es Shazam nicht. Wer will schon die xte Bodyswitchgeschichte seit Tom Hanks "Big" im Outfit einer weiteren Superheldensatire sehen? Eben! Alles irgendwie schon mal dagewesen. Was angenehm überrascht ist, dass ich mir die ganze Zeit vorkam, wie in einem 80er Spielbergfilm. Die ganze (nahezu) kindgerechte Geschichte erinnerte mich an solche Abenteuer wie die Goonies oder die Gremlins. Somit kam ein nostalgischer Touch hinzu. Der Film selbst ist dann aber tatsächlich nichts Besonderes mehr, er wird einzig durch Zachary Levi getragen, dem man komplett abnimmt, dass in seinem Körper ein 15jähriger steckt. Es gibt viel Situationskomik, ein wenig Dramatik, ein paar Monster und einen Bösewicht, den Mark Strong sich gewohnt routiniert aus dem Ärmel schüttelt. Das ganze ist eine DC Comicverfilmung, spielt also im gleichen Filmuniversum wie die Justice League, ohne jedoch wirklich dazu zu gehören. Dafür ist er wirklich zu sehr für kindliche Jugendliche konzipiert, die nicht zu viel hinterfragen...wie die Motivation hinter der sinnlosen Büroszene. Die gute Nachricht: Er ist nie albern, wie es zu erwarten gewesen wäre. Fazit: Für die, die 80er Filme mochten und für die neue Generation Kids ist das ein spaßiger und trotz 2 Stunden kurzweiliger Fantasyreigen ohne Überraschungen. 3 oder 4 Sterne?Tja....ok...mit Kinderaugen knappe 4
  • Mission Impossible
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.03.2019
    Es ist ganz interessant, diesen Film erst nachträglich, nach -wow, schon?- 23Jahren zu bewerten. Schließlich hat er ein erfolgreiches Franchise nach sich gezogen. Von allen Filmen ist dieser hier deutlich gealtert. Man sieht ihm sein Baujahr wirklich an und Tom Cruise, sicherlich schon damals ein Kassenmagnet, ist eigentlich viel zu jung für die Rolle. Ich kann ihm den Agenten fast gar nicht abnehmen. Optisch fällt der Streifen also aus der Reihe, während er inhaltlich womöglich der qualitativste Film der Mission Impossible Folgen ist, welche ja auf einer Fernsehserie (Cobra, übernehmen Sie) beruhen. Aus heutiger Sicht gibt es also schon ein paar Schwächen, die sich in inszenatorischer Unlogik äussern. Auch sind die Masken noch als solche zu erkennen und deshalb leider unfreiwillig komisch. Dennoch hat Brian De Palma einen überdurchschnittlichen Spionagethriller hingelegt, der wirklich kurzweilig und spannend ist...und aufgrund des Nostalgiebonus inzwischen über jeden Zweifel erhaben. Fazit: Ein guter Spionagethriller, der eine Top Actionserie nach sich zog. Kann das schlecht sein?
  • Mission Impossible 3
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 13.03.2019
    Mit Teil 3 beginnt die eigentliche Erfolgsgeschichte der weiteren Serie. Auf dieser Folge bauen die weiteren inhaltlich auf und haben einen Bezug zueinander. Es wurde auch erstmals richtig geklotzt, was die Spezialeffekte und handgemachten Stunts angeht. Die richtige Mixtur aus Spannung, Action und Humor macht aus M:I:III ein extrem spaßiges und kurzweiliges Erlebnis, dass den Vergleich mit den Bond-Filmen wirklich nicht mehr zu scheuen braucht. Die Mission Impossible Reihe sticht somit aus dem Action Einheitsbrei deutlich hervor und ist bekannt für waghalsige Stunts, die Tom Cruise zum größten Teil tatsächlich selbst ausführt. Ihm ist die Rolle des Ethan Hunt auf den Leib geschrieben. Sein diesmaliger Gegenspieler ist Charakterdarsteller Philipp Seymour Hoffman und der gibt einen Bilderbuch-Bösewicht. Man kann darüber streiten, ob der Geist der alten Fernsehserie erhalten blieb. Wenn sie mich fragen, dann sind das zwei verschiedene Paar Schuhe. Hier erfährt man das Kunststück, dass jede Fortsetzung sich noch steigert und einen drauf setzt. Fazit: Logik hin oder her, Science Fiction Maskentechnik und weitere Spielzeuge machen einfach Spaß. Der ganze Streifen ist hoch unterhaltsames Popcorn-Kino, bei dem keine Langeweile aufkommt.
  • Mission Impossible 2
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 13.03.2019
    Teil 1 wurde noch von einem anspruchsvollen Regisseur umgesetzt, nämlich Brian De Palma. Und deshalb war der auch inhaltlich ein wirklich guter Spionagethriller. Mit Teil 2 hat man sich um 180 Grad gedreht, was aber letztlich den späteren Erfolg des Franchise verursachte. Hong Kong Regisseur John Woo brachte hier seine irgendwie typische Action mit Symbolik unter. Dazu gehören auch seine fliegenden Tauben. Tom Cruise wurde umgestyled, mit seiner langen Mähne war er nun nicht mehr der gelackte "Top Gun"-Spion, sondern der Draufgänger (der seine Stunts alle selbst macht). So ist der Beginn eigentlich bereits der Höhepunkt des Filmes, denn die freie Kletterei am Felsen ist schon optisch beeindruckend. Was uns dann an Action erwartet ist ok, aber irgendwie zu choreografiert und längst nicht so bahnbrechend, wie es später noch werden wird und darum kommt der Film bei mir nicht ganz so gut weg. Der überflüssige, fast kitschige Teil, ist allerdings die völlig unglaubwürdige Lovestory, die für Hänger und Längen sorgt. Fazit: Ein guter Actioner und auch Teil einer überaus guten Filmreihe, die James Bond inzwischen mächtig das Wasser reicht. Von den bisherigen 6 Teilen ist dies aber der deutlich schwächste.
  • Jungle
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.03.2019
    Die unglaublichsten Geschichten schreibt das wahre Leben. Und mit dem Wissen im Hinterkopf, dass sich die Geschichte so, oder so ähnlich, ereignet hat, ist sie um so mitreißender. Man darf hier nun kein spektakuläres Abenteuer erwarten, sondern einen ruhig erzählten Survival-Film. Manche Szene scheint mir etwas zu reißerisch umgesetzt, einiges wirkt komplett unlogisch, denn die Trennung der 4 Wanderer macht überhaupt keinen Sinn. Im Großen und Ganzen ist "Jungle" aber spannend und wirkt sehr authentisch. Daniel Radcliffe wird aufgrund seiner Harry Potter Darstellung bös unterschätzt. Er liefert hier nicht zum ersten Mal eine grandiose Leistung ab. Ich frage mich, ob man ihn per CGI ausgemergelt hat, oder ob er wirklich viele Kilos für die Rolle verlor. Es ist trotzdem nicht so ganz leicht, dem Film die gebührende Anzahl Sterne zu verleihen. Das Quentchen an "Hollywood" fehlt ihm, er hat gewisse Längen und er wird dem Massengeschmack nicht gerecht. Zudem ist so ein Überlebenskampf im Kino auch nicht ganz neu. Da man als Zuschauer aber sehr gut die anfängliche Naivität und später die aufkommende Verzweiflung und den nahenden Wahnsinn spüren kann, muss man schon sagen: Ein ruhiger, etwas langsamer Film um einen echten Überlebenskampf. Sehenswert für Abenteurer und Urlauber jenseits des Massentourismus. Wäre er nicht wahr, gäbe es nur 3 Sterne von mir, denn irgendetwas fehlt dem Streifen.