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Kritiken von "videogrande" aus

1722 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Tunnel
    Der Nr. 1 Kinohit aus Korea.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.09.2021
    "Tunnel" ist ein gelungener Blockbuster aus Korea, der nicht immer so ganz logisch bleibt und natürlich auch viel zu viele Licht- und Energiequellen vorweist, um als realistisch zu gelten. Aber dann hätten wir auch nur eine schwarze Leinwand und ein Hörspiel. So ist nun ein Katastrophenfilm der ruhigen Art entstanden, der auch nach kurzer Zeit in das Geschehen eintaucht, ohne lange herumzutrödeln. Mit viel technischem und organisatorischem Aufwand wird hier die Rettungsaktion geschildert, während der selbstredend immer wieder Dramatisches bis Emotionales geschieht. Das Drehbuch hat auch tiefgreifendere Dinge untergebracht, wie Kritik an Bauunternehmen, Regierungen und der Presse. Zudem auch die seelischen Konflikte, die entstehen, wenn Helfer selbst in Gefahr geraten und dafür die Schuldigen suchen. Der Film bietet überraschend viel Abwechslung und bleibt immer spannend. Auch das typisch asiatische Gedrücke auf die Tränendrüse wirkt hier nicht fehl am Platze sondern ist verständlich, da man zu den Darstellern tatsächlich endlich mal eine Bindung aufbauen kann und keinen oberflächlichen Mumpitz serviert bekommt. Das Rettungsszenario wirkt sehr echt, die Tunnelsequenzen dagegen kann man nicht so ganz ernst nehmen, da die Autobatterie nie zu Ende geht und echte Verzweiflung selten aufblitzt. Fazit: Auch wenn es nicht ganz gelingt, so ist man doch um Realismus bemüht. Deswegen ist "Tunnel" ein sehr spannendes und emotionales Drama, welches niveauvoll und bestens unterhält.
  • Dawn of the Felines
    Sündiges Tokio
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.09.2021
    "Dawn Of The Felines" - in etwa übersetzt in "Aufbruch der Katzengleichen...Dämmerung der Geschmeidigen" ?Wahrscheinlich ein Sprichwort alá "Nachts sind alle Katzen grau". Mit so einem Titel fängt das Dilemma ja schon an. Das Studio Nikkatsu ist seit eh und jeh bekannt für Erotikfilme. Doch ist dies überhaupt einer? Ich muss sagen, dass ich hier keine Erotik feststellen konnte, außer in einer Szene, die eine völlig unbedeutende Kellnerin durchs Bild laufen lässt, deren Ausstrahlung deutlich heißer als die der Hauptsdarstellerinnen ist. Wir haben hier ein Drama, eine Milieustudie, ein klischeebeladenes Filmchen, das sich in die Länge zieht. Die Mutter, die ihr Kind weggeben muss, alte Herren, die über ihr verkorkstes Leben reden wollen, nerdige Einzelgänger, die nicht bindungsfähig sind und sich in Prostituierte verlieben. Sex als eiskaltes Geschäft. Das Ganze auch noch gefilmt mit den unsäglichen Lensflares, den Lichtrefelexen, die sich quer durchs Bild ziehen. Das der Kameramann beim Anblick der Nackedeis einen Zitteranfall bekam, ist nachvollziehbar. Doch diese Schüttelkamera ist reichlich enervierend. Der Streifen könnte gut auf ARTE laufen und ist für ein Nischenpuplikum noch interessant. Erst zum Schluss kommt plötzlich gewisser Humor und Unterhaltungswert auf, an dem es die ganze Zeit gemangelt hat. Fazit: Unerotischer und klischeehafter Film, der nur extrem hartgesottene Asiafans befriedigen könnte. Ansehbar aber unter "ferner liefen" rangierend.
  • 2067
    Kampf um die Zukunft
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.09.2021
    Viele alte SF-Klassiker erweisen sich in der Nachbetrachtung als naiv oder schwerfällig. „2067“ ergeht es im Grunde ähnlich. Der Film steht in der Tradition von „Logans Run“, „Lautlos im Weltraum“ oder „2022“, die unbestreitbare Perlen des dystopischen Zukunftsfilmes sind. Dieser modernen Variante habe ich eine Weile gegönnt, ebenfalls Kultstatus zu erreichen. Die anfänglich echte Begeisterung über eine nicht actionorientierte Zeitreisegeschichte mit ökologischem Hintergrund weicht aber ab spätestens halber Laufzeit. Es folgt gepflegte Verwirrung und Langeweile, denn dieser Streifen ist unnötig konfus inszeniert und blendet immer wieder zurück. Dabei ist er extrem dialoglastig, aber viel schlimmer: Diese sind furchtbar gestelzt und scheinen sich auch noch ständig zu wiederholen. Im letzten Drittel hatte ich dann endgültig keinen Bock mehr und habe mich durch die fast still stehende Handlung gequält, die für mich kaum Sinn ergibt. Finden Sie mal nach 400 Jahren eine Leiche an perfekter Stelle vor, die auch noch etwas in der Hand hält. Nicht zu glauben. Zugegeben, hab ich meine grauen Zellen aber auch nicht mehr aktiviert, um die Logik des Ganzen noch zu begreifen, sondern gehofft, die Endcredits mögen endlich erscheinen. Fazit: Ein doch sehr innovatives SF-Drama, das in endlosem Gelaber und ewiger Heulerei absäuft und mehr Fragezeichen als sonstwas hinterlässt. Leider langweilig trotz großen Potenzials. Kratzt knapp am 3. Stern, aber ich sträube mich, den zu verleihen.
  • Primal
    Die Jagd ist eröffnet.
    Action, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.09.2021
    Ab der Zigarre, also im Grunde ab Sekunde 5, war mir klar: Dieser Film ist echter Tünnef. Wer verbreitet schon qualmigen Dunst, wenn er auf Wildtierjagd ist? Aber Blödsinn kann doch auch wunderbar unterhaltsam sein, oder nicht? Und das ist "Primal" allemal, denn wir haben hier eine Trashgranate mit dem üblichen, aber dazugehörigem Mumpitz, der keinen logischen Sinn ergibt und gerade deswegen so viel Spaß macht. Warum sollte man zum Beispiel einem gefangenen Jaguar einen Sender verpassen und in welchem ernst zu nehmendem Film würde ein Schwerverbrecher tagelang im Frachtraum hinter Maschendraht auf einem Stuhl rumsitzen? Das einzige, was ich dem Film ankreide ist, dass er gar kein Tierhorrorfilm ist und man den nur spärlich in Erscheinung tretenden weißen Jaguar, um den sich scheinbar alles drehen sollte, auch hätte weglassen können. Zumal der ohnehin nur leidlich getrickst ist. Eigentlich gibts hier die, seit "Alien" bekannte, Hatz auf eingeengtem Raum auf einen psychopathischen Ausbrecher zu sehen. Mit zunehmender Laufzeit lässt zwar der Inhalt des Streifens merklich nach, dennoch hat man amüsante, kurzweilige 97 Minuten mit einem overactendem Kevin Durand und dem gut aufgelegten Nicholas Cage vor sich. Fazit: Sehr unterhaltsames C-Movie, dass gar nichts anderes als ein trashiges Guilty Pleasure sein will.
  • Spinning Man
    Im Dunkel deiner Seele.
    Krimi, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.08.2021
    Tja, ist dieser investigative, ruhige Thriller nun raffiniert oder eher verwirrend? Ich bin da reichlich unentschlossen. Fest steht, dass man sich der Geschichte nicht entziehen mag und die Auflösung unbedingt mitbekommen will. Schließlich rätselt man die ganze Zeit mit, ob Mr. Birch die Tat begangen hat oder nicht und ist gespannt auf den Ausgang. Der Film nimmt seine Zuschauer mit in die Gedankenwelt seines Protagonisten und gibt ihnen häppchenweise Informationen in Form von Rückblenden. Das kann mancher auch als störend empfinden und gerade die Schlussszene, auch eine Rückblende, ist eher ein wenig verwirrend, da im Verlauf der Handlung schon deutlich wurde, dass nicht jede Erinnerung wahr sein muss. Und so ist es kein Zufall, dass "Wahrheit" auch in Birchs Philosophieunterricht behandelt wird und das beherrschende Thema in den Dialogen ist. Dies ist also ein ruhiger, keineswegs gradliniger Streifen, bei dem mitgedacht werden darf. Das die Ruhe des Filmes nicht in Langeweile ausartet ist auch Pierce Brosnan in seiner Rolle als Ermittler zu verdanken. Fazit: Ein, sich um das zentrale Thema Wahrheitsfindung drehender (spinning) Film, der das Puplikum fordert, aber die ein oder andere Drehung zu viel macht und so manches "Hm?" entlockt, was dem Gesamteindruck schadet. 3 gute Sterne.
  • Rambo 5 - Last Blood
    Action, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 23.08.2021
    Einen "Rambo"-Film sieht man eigentlich nur deswegen, weil der überzeichnete Protagonist über Jahrzehnte zu einer Kultfigur heranreifte und ein Relikt des Vietnam- und Kalten Krieges ist. Ein kampferfahrener Elitesoldat, der in Teil 3 bereits einen Niedergang erfuhr, aber überraschend als alternder Haudegen mit einem sagenhaft brutalem 4. Teil zurückkehrte. Die Militärkritik des ersten Filmes ist schnell einer oberflächlichen Action gewichen, was verzeihbar ist. Jetzt also, in Anlehnung an den Originaltitel, wird "Last Blood" vergossen. Doch oh weh, was ist passiert? John Rambo, der wortkarge Kämpfer ist zu einem sabbeligen Opa mit immer noch gewaltbereiter Einstellung mutiert, der selbst junge Mädchen buchstäblich zu Tode quatscht. Er hat sich scheinbar aus Paranoia ein Tunnelsystem unter der elterlichen Ranch gegraben (weil das Drehbuch dies später noch braucht) und wird zum eiskalten Rächer. Das hat mit seiner Kino-Vergangenheit nicht mehr viel zu tun und die Umsetzung des reißerischen Streifens ist im Grunde nur eine Brutalo-Schau an blutigen Morden, die einem Slasher Film entsprungen sein könnten. Scheinbar zählte hier die Devise: Wir haben keine Idee für einen 5. Teil, aber das Blutlevel muss Tabus brechen. Klischeehafte Bösewichte tappen in eine offensichtliche Falle und werden massakriert. Und zwar sehr zügig, dafür brutal und ohne viel Brimborium, weil Stallone wohl echte Stunts auch nicht mehr hinbekommt. Das ist unwürdig, irgendwie billig und einfallslos. Schade
  • Underwater
    Es ist erwacht - 7 Meilen unter der Meeresoberfläche ist etwas erwacht.
    Abenteuer, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 22.08.2021
    "Alien" meets "Deep Star Six"...und das nicht zum ersten Mal in der Filmgeschichte. Es gibt unzählige dieser Filme. Manche wissen zu überraschen, wie beispielsweise "Life" und die Chance darauf habe ich auch "Underwater" gegeben. Es ist zu sagen, dass dies ein Film für eine neue Generation ist. Was erstgenannter Film noch subtil und langsam aufgebaut hat, wie er Figuren eingeführt hat und extreme Spannung erzeugt hat...dafür ist hier kein Platz mehr. Extrem schnell, oberflächlich und ohne Vorstellung der Personen bricht hier das Inferno los, so dass ich zunächst annahm, das sei wieder eine übliche Traumsequenz. Aber nein, "Underwater" steigt gleich voll ein und bietet leider wirklich kaum Neues. Taucht eine Kreatur auf, dann erschrickt man sich nur, weil die Musik einen Paukenschlag tut. Jumpscare nennt man das Neudeutsch. Erneut erfolgt alles nach dem Abzählreimprinzip "10 kleine..." na, Sie wissen schon. Kirsten Stewart darf in Unterwäsche rumlaufen und einen auf Ripley machen. Kurz gesagt: Alles ist modern, schnell und manchmal sogar spannend. Jedoch ist nichts überraschend, alles schon besser dagewesen. Erklärungen gibts in keinster Weise und Empathie zu blassen Darstellern, die einem nichtmal irgendwie nahe gebracht werden, kann man auch nicht entwickeln. "Underwater" lässt mich völlig kalt und ist ein seelenloser, hektisch runtergekurbelter 0-8-15 Reißbrett - "Wir sind von der Außenwelt abgeschnitten und etwas versucht uns zu töten"-Thriller ohne bleibende Momente.
  • Das neunte Opfer
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.08.2021
    Aus Russland schwappen immer mehr interessante und irgendwie auch andersartig gestaltete Filme herüber. Viele davon sind erfreulicherweise Genrefilme, die außergewöhnliche Geschichten erzählen. In diesem Fall haben wir einen übersinnlich angehauchten Okkult-Thriller, der mit sehr viel Aufwand verfilmt wurde. Zwar sind die CGI nicht unbedingt die besten, aber das ganze Setting, Kostüme und Requisiten geben dem Film ein düsteres, stimmungsvolles Ambiente. Optisch kommt "Das neunte Opfer" glasklar und gut fotografiert rüber. Die Story, welche ein wenig an "Vidocq" erinnert, wirkt allerdings unstrukturiert und ist sehr behäbig inszeniert. Es fehlt deutlich an Tempo. Die Darsteller vermögen auch keine Spannung zu erzeugen, da sie recht unterkühlt und emotionslos wirken. So wird also ein Ritualmord nach dem anderen abgehakt und es ist wahrlich keine große Überraschung, wer das neunte Opfer und wer der Serienkiller ist. Immerhin hat die deutsche Synchro aber englische Passagen so belassen, damit die Übersetzungszenen Sinn ergeben. Fazit: Dieses durchaus ambitionierte Werk in interessantem Look ist einen Blick wert, auch wenn es allerdings etwas lahm und überaus vorhersehbar inszeniert wurde.
  • Peninsula
    Vier Jahre nach Train to Busan - Entkomme der Apokalypse.
    Action, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.08.2021
    Gucken Sie sich mal das Cover und die Setfotos an. Was fällt auf? Richtig: Dunkelheit, Künstlichkeit, CGI, Einheitslook, Hochglanz-Manga-Charakter...alles wirkt unecht und unwirklich, wenn auch im Filmverlauf optisch ansprechend. Von vornherein konnte man ahnen, dass „Peninsula“ mit dem „Train to Busan“ nichts mehr gemeinsam haben wird. Er heißt ja noch nicht einmal „Teil 2“. Das ist er auch nicht. Zwar gibt es losen Bezug, aber Vergleiche anzustellen bedeutet, dass diese Verfilmung gnadenlos in x-beliebigen Zombiequatsch und Actionblödsinn abgleitet. Er hat NIX mehr von der herrlichen Dynamik und Neuartigkeit, von den Emotionen und großartigem Flair des Originals. Man hat jetzt drei Filme, die im gleichen Kosmos spielen, aber sonst nicht verbunden sind. „Bei Nacht sind die Zombies blind!“ - Dieser Satz besiegelt das Schicksal des Filmes, der fortan einen düsteren, künstlichen Studiokulissen-Look hat. Als Fortsetzung, mag sie auch noch so konsequent sein, versagt er auf ganzer Linie. Eigenständig gesehen kann man ihm noch etwas abgewinnen, da er ein trashiger Streifen geworden ist. Doch die wirklich üble Story ist voller Unlogik und driftet in sinn- und seelenlose, sehr schlecht getrickste Action ab und wird zum Ende unerträglich kitschig. Fazit: Fans von Teil 1 dürften entsetzt sein. Neueinsteiger könnten ihn als soliden Over-The Top-Actioner einstufen, in dem keine Bedrohung mehr von den Untoten ausgeht, sondern sich eine banale, allzu bekannt wirkende Endzeitstory auftut.
  • Narcos - Staffel 3
    Die komplette Staffel drei - Aufstieg eines neuen Imperiums.
    Thriller, Serie, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.08.2021
    Eigentlich war die Geschichte Pablo Escobars auserzählt. Und somit wirkt diese dritte Staffel wie drangeklatscht, obwohl sie natürlich ihre Berechtigung hat. Mit dem Tod des „Patron“ ist die Geschichte des Drogenhandels natürlich nicht zu Ende. Man könnte also so eine Art immerwährende Dauerserie ala „GZSZ“ daraus machen. Das etwas anders ist, merkt man auch daran, dass sich der Focus nun auf Agent Pena legt, der zudem seinen Kollegen Murphy als erzählende Figur ablöst. Leider hat mich die erste Episode schon mal enttäuscht, denn erstmals ist dies eine „Füllerfolge“, die sich zieht und langweilig ist. Erst ab der 3. Episode kam ich langsam wieder rein, weil ich mich doch an einige neue Charaktere zu gewöhnen hatte und man leider nicht mehr auf den Verbleib von Escobars Familie eingeht. Letztlich ist dies immer noch eine packende „Reality“-Serie, die schonungslos brutal und informativ ist, aber doch ohne das Charisma von Wagner Moura (Escobar) gewaltig an Stimmung eingebüßt hat. Zudem wirkt die letzte Folge reichlich gehetzt, um schnell noch das Schicksal jedes einzelnen Kartellmitgliedes zu erzählen und einen Abschluss zu finden. Fazit: Immer noch gut aber nicht mehr ganz so fesselnd. Man hat sich inzwischen leid gesehen an den ganzen Intrigen, der Rachlust und den Morden, die letztlich doch aufs Gleiche rauskommen. Zum Ende wird das Spin-Off „Narcos-Mexico“ angedeutet, welches ich aber nicht unbedingt gebraucht hätte.
  • Contamination - Tödliche Parasiten
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.08.2021
    Der Film enstand weit vor der Corona-Pandemie, wurde jetzt aber sozusagen aus gegebenem Anlass, wie der ebenfalls koreansche "Pandemie", auch hierzulande veröffentlicht. Während dieser aber mehr dem Mainstream und vor allem Pathos und Patriotismus zugeneigt war, nimmt sich "Contamination" angenehm zurück. Die Handlung entspricht dem, was sich Verschwörungstheoretiker so vorstellen und dürfte Wasser auf deren Mühlen sein. Bei aller Dramatik, die hier geboten wird, kann ich den Film trotzdem die meiste Zeit nicht ernst nehmen. Das liegt vor allem an der Darstellung der Symptome. Wenn die Infizierten sich literweise Wasser reinpfeifen und kopfüber in Aquarien und andere Wasserquellen springen, dann hat das etwas lustig-bescheuertes an sich, dass man fast schon an den "Angriff der Killertomaten" denken muss. Ich dachte wirklich, der Film entpuppt sich als Satire, aber die Sache war wohl ernst gemeint. Ansonsten bietet er routinierte Unterhaltung auf Katastrohenfilm-Niveau und hat auch reale und durchdachte Ansätze. Fazit: Solider Infektionsterror mit interessanter Geschichte, Politthriller-Anleihen und jeder Menge unfreiwilligem Humor, der dem Film seine Ernsthaftigkeit raubt.
  • The Room
    Horror, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 13.08.2021
    Wünsche frei zu haben führt im Horrorgenre stets zu nichts Gutem. Man denke an "Wishmaster" oder "Wish Upon". Jedoch ist dieser Film nicht vergleichbar, da er sich die zutiefst moralischen Aspekte vornimmt und ganz subtil und mysteriös aufzeigt, wozu Gier und die Macht grenzenloser Erfüllung führen kann. Ein Filmzitat lautet sinngemäß denn auch: "Schlimm ist nicht der Mensch, der sich etwas wünscht, sondern der, der alles hat". Wir haben hier also keinen reißerischen, blutigen Schocker, sondern einen Grusler, der in die Tiefe geht und immer bedrückender wird. Es beginnt, wie bei beinahe jedem Haunted-House-Movie, allerdings ist alles Weitere neuartig und faszinierend. "The Room" nimmt sich Zeit, stellt dem Zuschauer die Frage, ob er sich auch so verhalten würde und steigert sich behutsam und ohne Schockeffekte in ein Szenario, das man nicht erleben will. Es mag Längen geben, aber die dienen der Atmosphäre und das Ende trumpft wirklich noch einmal auf. Auch wenn manch Zuschauer wieder ganz anders reagiert hätte, gibt es einen logischen Faden. Fazit: Packender Mystery-Grusler, der viel Stoff zum Nachdenken bietet und, obwohl er eigentlich kein üblicher Horrorfilm ist, eine angsteinflößende Geschichte erzählt. Da es noch jede Menge Potenzial gibt, kann ich mir sogar eine Fortsetzung vorstellen.