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Kritiken von "videogrande" aus

1458 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Wir
    Wir sind unser größter Feind.
    Thriller, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.12.2019
    Ich hatte eigentlich gedacht, der Film wird ein Knaller. Der Trailer war saugut und hielt sich sehr bedeckt, wenn man nun den ganzen Film gesehen hat. Die Idee ist ja auch klasse und neu...doch dann gibts vor dem Streifen einen einleitenden Text, der mir nur eines zeigt: Der Regisseur hat kein Vertrauen in sein Puplikum. Anstatt man mit der Hauptfigur Adalaide dem Geheimnis auf die Spur kommt, hat man es mit diesem dusseligen Text schon halb verraten. Wenn es um Doppelgänger geht, dann kann man sich auch schon so einiges denken. Eine Zeit lang überrascht der Film, ist durchaus gruselig und vor allem innovativ. Er eskaliert und wird nahezu ein Endzeitfilm. Doch die Auflösung, die es gar nicht wirklich gibt, ist haarsträubend und nahezu lächerlich. Zudem muss sie uns auch noch in einem Monolog erklärt werden. Regisseur Peele, der mit "Get Out" einen Erfolg feierte, teilt somit das Schicksal von M. Night Shyamalan, der mit "The Sixth Sense" einen Klassiker schuf und danach nur noch enttäuschte. "Wir" ist völlig konstruiert. Die Familie, die hier in den Mittelpunkt rückt, ist nahezu unverwundbar, währenddessen ALLE um sie herum den Löffel abgeben. Das alles macht wenig Sinn und wird noch nicht einmal vernünftig aufgeklärt....wer und warum und wie sollte (das getan haben, was ich aus Spoilergründen nicht verraten darf)? Fazit: Beginnt klasse, bleibt immer mysteriös und spannend, ergibt aber keinen logischen Sinn und enttäuscht letztendlich dadurch.
  • Prisoners of War
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 06.12.2019
    Ausschweifend und pathetisch, na klar...gehört ja fast zum guten Ton asiatischer Filme. Über dies und die manipulierende Musik mit ihren anschwellenden Chören muss man hinwegsehen oder einfach akzeptieren, dass so Emotionen geschürt werden. "Prisoners of War" basiert auf einer wahren Geschichte, die man kaum glauben mag. Der Film baut sich langsam auf, ist zu Beginn locker und fast schon ein wenig albern, fängt sich dann, bleibt immer ernst und grausam, leicht patriotisch und findet seinen Höhepunkt in der Schlacht um die Normandie, die tricktechnisch vielleicht nicht zum Besten gehört, aber immerhin auch nicht peinlich ist. Man kann dem Film vorwerfen, dass er durch die Ereignisse hetzt. So macht es den Eindruck, als wäre die Landung in der Normandie innerhalb weniger Minuten erfolgt. Mich hat der Film gepackt und blendend unterhalten. Selbst gewisse Längen haben nicht gestört und fügen sich zu einem wirklich runden, spannendem, packendem Film. Fazit: Überraschend gut. Hinter Hollywood braucht sich dieser Kriegsfilm, den man auch als Antikriegsfilm interpretieren kann und der einem den Irrsinn von Mord und Totschlag gut vor Augen führt, nicht verstecken. Ganz im Gegenteil, ist dies ein sehenswerter Beitrag aus Korea.
  • The Fortress
    Eine unbezwingbare Armee. 47 Tage des Widerstands.
    Abenteuer, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 06.12.2019
    Wie meine Mitkritiker bemerkten, ist dies wirklich kein actionreicher Kriegsfilm. Die Werbung hätte so ehrlich sein sollen, und den Film als ein politisches Drama beschreiben sollen. Ein Stern tut ihm trotzdem Unrecht, denn er wurde aufwändig inszeniert und bietet stimmungsvolles Winterambiente. Ab und an wird auch gekämpft. Ich kann dem Streifen Langeweile attestieren, jedoch ist es in Teilen wirklich interessant, den ellenlangen Gesprächen zu lauschen. Darin gehts um Diplomatie, Politik, strategische Entscheidungen...und man kann sehr gut nachvollziehen, wie schwierig es gewesen sein muss, als König auf verschiedene Meinungen zu hören. Als historischer Politthriller für Geschichtsinteressierte geht "The Fortress" gut durch...aber es reicht wirklich nicht zum 2. Ansehen, wenn man sich einmal durchgekämpft hat. Fazit: KEIN Historisches Schlachtengemälde, KEIN Heldenepos, sondern eine für ein Nischenpuplikum interessante Lehrstunde in Sachen Strategie und Diplomatie. Leider viel zu lang und langatmig und deswegen reichlich zäh und höhepunktslos.
  • Mad Circus
    Eine Ballade von Liebe und Tod
    Drama, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.12.2019
    Wie schön, dass es Regisseure wie Alex de la Iglesia gibt. Wir würden sonst vom Mainstream erschlagen. Der Klappentext gibt ziemlich genau wieder, was uns hier erwartet: "Ein bizarres, schillerndes und total verrücktes" Filmchen. Das Wort "Meisterwerk" ist allerdings überstrapaziert. Die Handlung ist bis zu einem gewissen Punkt noch relativ realitätskonform und gibt ein echtes Drama ab. Gewalt und skurriler Humor runden bis dahin alles ab...dann eskaliert die Handlung und im Grunde auch der Drehbuchautor, denn mit dem aufkeimenden Wahnsinn des Hauptdarstellers wird auch die Geschichte immer grotesker und surrealer, was fast an der Toleranzgrenze des Zuschauers schrammt. Natürlich verbirgt sich hier im Gewand einer ausweglosen Lovestory die Abrechnung mit der Zeit der Diktatur Francos. Und das gar nicht mal versteckt, schließlich taucht er sogar auf und das Finale auf dem Kreuz seines Mausoleums am Ende ist wirklich so genial wie überzeichnet. Wie andere bereits bemerkten, kann man den Film schlecht beschreiben. Sein deutscher Verleihtitel passt vielleicht besser, als das Original. Für Fans von Iglesia und vor allem für Zuschauer die auch dem Wahnsinn eine Chance geben ist das hier höchst sehenswert. Fazit: Sich stetig ins Absurde steigerndes, brutales Drama mit Horroranleihen, das trotz Gewalt und grotesken Einfällen eine gewisse Faszination ausüben kann.
  • Schneeflöckchen
    Das abgefuckteste deutsche Märchen seit den Gebrüdern Grimm.
    Action, Komödie, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.12.2019
    Wer sagt´s denn? Deutsche Filme können ja doch mal originell sein. Nur leider kann ich diesen Film in meinem Freundeskreis nicht empfehlen, sondern nur denen ans Herz legen, die z.B. "Nothing" von Vincenzo Natali oder "John Dies At The End" von Don Coscarelli mochten. "Schneeflöckchen" ist nämlich äusserst abgefahren - Um es milde auszudrücken. Ich muss zudem zugeben, dass ich ihn noch einmal sehen muss, um ihn komplett zu verstehen, denn er ist beileibe nichts zum "nebenbei" gucken. Man muss von Anfang bis Ende konzentriert bei der Stange bleiben, um den abstrusen Wendungen und dem Drehbuch im Drehbuch noch folgen zu können. Lobend muss hervorgehoben werden, dass der Film professionell gemacht wurde. Ausleuchtung und Tricks sind vom Feinsten. Es handelst sich also nicht um ein billiges Fernsehspiel. Zudem sind namhafte Schauspieler vertreten. Der wirre Genremix macht einen wertigen EIndruck. Gefallen wird er nicht jedem und auch ich tue mich etwas schwer, weil mir der Hintergrund zu vielen Figuren einfach fehlt, das ist noch nicht ganz ausgereift. Aber "gewöhnlich" ist der Streifen nun wirklich nicht und das er aus Deutschland kommt...alle Achtung. Wobei man aber auf englische Sprache hätte verzichten können und einer dabei ist, zu dem hätte hebräisch besser gepasst. Fazit: Man sollte ihn gesehen haben. Ich brauche kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass er geliebt und gehasst werden wird. Sicherlich hat er das Zeug zum Kultfilm und muss vielleicht einige Jahre reifen.
  • Hereditary
    Das Vermächtnis - Jeder Stammbaum birgt ein Geheimnis.
    Horror, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.11.2019
    An diesem Film scheiden sich die Geister ;-) "Hereditery" ist ein Horrorfilm, der wahrhaft anders ist und daher nicht den Mainstream-Geschmack trifft. Wer übliche Klischees erwartet, der wird sie hier nicht finden. Jumpscares gibt es wenige. Trotzdem baut sich eine unheilvolle Stimmung auf, die Gänsehaut verursacht. Ganz oft ist man sich unsicher etwas gehört oder gesehen zu haben, was beim Zuschauer auch psychologisch etwas auslöst. Brachiale Horrorfans, die eher auf den auch sehr guten "Conjuring" stehen, werden eventuell Probleme mit "Hereditary" haben, da er seine Kritikerlorbeeren hauptsächlich wegen seiner Arthouse- Machart und fantastischer Darsteller erhält, nicht aber wegen des Horrors. Bis zu einem gewissen Punkt mochte ich die Art des subtilen Gruselstreifens sehr, dann kippte er auf eine etwas andere Schiene, die mir zu unpassend erschien, letztendlich aber auch unvorhersehbar und deswegen gut war. Kurz gesagt, wer es atmosphärisch mag und im Dunklen guckt, der wird sicherlich seine Spannungsmomente erleben, die ihn schlecht schlafen lassen werden. Für wen Horror bedeutet, das es rummst und knallt und urplötzlich auftaucht, der wird etwas oder völlig enttäuscht sein. Auch ich finde, dass es ruhig etwas mehr hätte sein können. Dafür muss man sich aber wirklich die Leistung der Darsteller und des Regisseurs vor Augen führen, der etwas ziemlich Neues geschaffen hat. Fazit: Der etwas ruhigere aber nicht weniger effiziente Grusler, wenn man sich darauf einlassen kann.
  • Assassination Nation
    Ihr habt es so gewollt!
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.11.2019
    Von mir bekommt "Assasination Nation" gute 3 Sterne, weil ich etwas unschlüssig bin. Zunächst war mir der Film zu wild, teeniehaft, mit den typischen Vulgärausdrücken und ewigen Twittereinblendungen...doch wenn man bei der Stange bleibt wendet sich das Blatt hin zu einem Szenario, das ich durchaus erschreckend real finde. Also, ganz ehrlich, genau so könnte es passieren! Den Ort Salem hat man auch nicht zufällig gewählt, denn er ist bekannt für eine der schlimmsten Hexenverfolgungen der Geschichte. Diese wurde praktisch in die Gegenwart adaptiert. Was allerdings an dem fast unausprechlichem Film sehr enttäuscht, das ist, dass er nicht die erwartete trashige Guilty Pleasure Perle um schießwütige Mädels ist, sondern ein durchaus gesellschaftskritisches und real wirkendes, etwas hektisches Filmchen, welches einem auch gehörig auf die Nüsse gehen kann. Man benötigt schon eine gewisse Grundstimmung, um sich den Film zu Gemüte zu führen. Mal eben nebenbei zur Unterhaltung, das funktioniert nicht, da er auch viele kleine Anspielungen enthält. Etwa auch den leisen Gruß an die verstorbene Carrie Fisher, unser aller Prinzessin Leia. Es steckt also viel drin, nur die Verpackung hätte etwas besser sein können. Fazit: Mit den falschen Erwartungen versagt "AN" auf ganzer Linie. Kann man sich jedoch darauf einlassen, wird man viel zum Nachdenken bekommen...auch wenn am Ende doch noch die rote Latexmantel-Mädelgang den Hammer rausholen darf und das coolste (Musik-)Bonbon im Abspann kommt.
  • Hard Powder
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.11.2019
    Erneut ist man der Meinung, der Originaltitel "Cold Pursuit" müsse eingedeutscht werden in "Hard Powder" - Lachhaft wie sinnentleert. Der Film hat mich in erster Linie an "Fargo", den angeblichen Kultfilm der Coen Geschwister erinnert, den ich als wahrscheinlich einziger fürchterlich fand. Deswegen ist wohl auch meine jetzige Kritik mit Vorsicht zu genießen und sie fiel mir auch nicht leicht. "Hard Powder" ist kein schlechter Film aber er ist zumindest schon mal eines: Extrem langatmig! Besonders die letzte halbe Stunde zieht sich wie Kaugummi. Liam Neeson gibt eine gute One Man Show, aber wer so etwas wie die Taken-Trilogie erwartet, ist völlig fehl am Platze, denn die Genrebezeichnung "Actionthriller" leitet uns in die Irre. Der Streifen hat ein gemütliches, gemächiges Tempo und besitzt sehr viel schönen, subtilen, schwarzen Humor. Etwa, wenn es gefühlt minutenlang dauert, eine Bahre quietschend per Fußpedal auf Höhe zu bringen oder der Bodycount (der Name des jeweils Getöteten mit dessen religiöser Herkunft) eingeblendet wird. Ansonsten wirkt der Film etwas befremdlich auf mich, denn er ist völlig emotionslos. Der Sohn ist tot, aber das scheint die Eltern nicht zu jucken. Somit sind die Charakterzeichnungen (möglicherweise absichtlich) surreal. Die ganze Rachestory blubbert höhepunktslos vor sich hin und selbst der Abschlussgag passiert praktisch im Vorbeifahren. Fazit: Ein viel zu ruhiger und ehrlich gesagt langweiliger Film, dem es deutlich an Tempo fehlt.
  • Terminator 6 - Dark Fate
    Willkommen am Tag nach dem 'Tag der Abrechnung'.
    Action, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.10.2019
    Der Terminator ist tot. Und zwar für mich spätestens seit dem unsäglichen aber immerhin noch einfallsreichem "Genisys". Alle ikonenhaften Filmreihen der 80er wurden zu Tode geritten, weil man einfach nicht weiß, wann es gut ist. Mal ehrlich, waren nicht schon die Trailer zu "Dark Fate" merkwürdig? Es handelte sich doch schon um zusammenhängende Szenen, die Aufschluß gaben und Böses ahnen ließen. Schon wieder dieselbe "Terminator verfolgt zukünftigen Retter und wird von anderem Maschinenwesen aus der Zukunft bekämpft"-Story? Tatsächlich! Und das, was bei T2 noch bahnbrechend neu war, nämlich die Morphingeffekte, werden hier bis zur Kotzgrenze inzeniert und noch viel schlimmer: Schlecht! Die Tricks sind schlecht. Die Story auch. Ich bin im Kino eingenickt. Warum wird bloß der 4. Teil so verteufelt, obwohl er mal was Neues beizutragen hatte? Es gibt hier nur eine einzige Überraschung und die hat mit John Connor zu tun. Aber die komplette Geschichte kennen wir schon zur Genüge, es langweilt. Eine Actionhatz jagte die nächste und es war klar, dass der neue Terminator unkaputtbar ist und immer wieder kommt. Gähn! Und Arnie? Man macht die Rolle lächerlich, doch er macht seine Sache routiniert und kündigt an:"I won't be back!"- Hoffentlich! Fazit: Unfassbar einfallsloser und erschreckend vorhersehbarer Aufguss der immer gleichen Story mit bekannten Elementen aus den Vorfilmen. Nonstop-Action statt Story. James Cameron, das kann nicht dein Ernst gewesen sein.
  • Ballon
    Für die Freiheit riskierten sie alles.
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.10.2019
    Diese wahre Geschichte wurde bereits von Hollywod aufgearbeitet, man kann "Ballon" daher als Remake ansehen. Ich bin nicht ganz so euphorisch, wie meine Mitkritiker. Gewiss, Bully ist hier ein überraschender und guter Film gelungen. Allerdings hat mich nach wenigen Minuten ein gewisses Overacting gestört. Die ganze Familie verhält sich so übertrieben auffällig, um sich blickend, etwas verbergend, damit auch der dümmste Zuschauer mitbekommt, wie gefährlich diese Aktion war. Besonders Sohnemann hat nichts anderes drauf, als einen ängstlichen Gesichtsausdruck. Zudem kommt mir vieles zu klischeehaft vor. Mit der echten Geschichte bin ich nicht vertraut, aber hier jagt eine typische dramaturgische Steigerung die nächste und auch der Soundtrack ist zu dominant und manipulierend. In der Absturzszene übertüncht ein dramatischer, lauter Score gar die Dialoge. Mit dem Holzhammer will man dem Zuschauer die Spannung einbläuen. Dabei wäre das wirklich nicht nötig, denn es herrscht genug subtile Stimmung. Die muss man nicht künstlich generieren. Wer nun erwartet hat, er würde 2 Stunden eine dramatische Ballonfahrt miterleben, wird erstaunt sein. Nach flottem Einstieg verfällt der Streifen nämlich einer gewissen Langsamkeit und wirkt meines Erachtens dadurch zu lang. Fazit: Ohne Frage ein guter Film. Man spürt aber zu sehr die Inszenierung. Der Film fühlt sich nicht "echt" an, unterhält aber blendend. PS: Waren 1979 schon BMX-Räder hipp? Bei mir war Bonanza angesagt ;-)
  • Oxford Murders
    Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.10.2019
    Wer Alex de la Iglesias Werke kennt, der weiß, dass einen hier kein normaler Film erwartet. Das aber der Meister des anarchisch-absurden Fantasyfilmes mal einen derartig lahmen Mainstreamstreifen hinlegen würde - Enttäuschend! "The Oxford Murders" wirkt in hohem Grade theatralisch und überzeichnet. Insbesondere der russische Austauschstudent wird durch gnadenloses Overacting zu einer völlig unglaubwürdigen Karikatur degradiert. Auch Elijah Wood wirkt komplett fehl am Platze, weil die Chemie zwischen ihm und seinen weiblichen Gegenparts absolut nicht hinhaut. Einzig John Hurt ist mal wieder über jeden Zweifel erhaben. Wenn man diesen Film sieht, dann langweilt man sich schnell. Er ist viel zu theoretisch und bietet wenig Unterhaltung. Die meisten Figuren wirken unsympathisch und gerade Hurt und Wood verfallen immer wieder in pseudo-mathematische und philosophische Endlosgespräche, denen man alsbald nicht mehr folgen mag und die nicht echt wirken. Die Dialoge scheinen bemüht um schlau zu wirken, dabei sind sie schrecklich gestelzt. Kurz gesagt, man labert sich zu Tode. Selbst in Bettszenen wird diskutiert. Durch seine vielen naturwissenschaftlichen und hoch interessanten Thesen und Erläuterungen verliert der Film seine eigentliche Intention, nämlich das Erzählen einer Kriminalgeschichte, komplett aus den Augen. Fazit: Intelligent oder nicht - Schnell weiß man gar nicht mehr worum es geht und wird unnötig verwirrt, weil die Szenerie unglaubwürdig und langweilig ist.
  • The Prodigy
    Thriller, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.10.2019
    Ach ja, die lieben Kleinen. Sie sind doch immer mal wieder für das Gruselgenre gut. Warum eigentlich? Sind Kinder uns irgendwie unheimlich? Das müsste mal ein Psychologe ergründen. Dieses Gör jedenfalls ist tatsächlich angsteinflößend. Der Jungdarsteller macht seine Sache sehr gut und man hat ihm im Finale auch allerhand zugemutet. Es gibt einige gut platzierte Jumpscares, bei denen ich sogar eine Gänsehaut bekam und fiese Situationen, die unter die Haut gehen. Folglich gehört der Film zu den etwas besseren Horrorfilmen, auch wenn man sich Einiges bereits wieder denken kann und die Masche mit dem Kind nicht so ganz neu ist. Fazit: Gelungene Mischung aus "Chucky" und "Das Omen". Die Grundidee ist bekannt, jedoch ist die Story durchweg spannend und endet auch nicht wie gewöhnlich.