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Kritiken von "videogrande" aus

1754 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Slate
    Here She Comes to Save the World
    Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.01.2022
    Im Gegensatz zum immer besser werdenden koreanischen Kino ist "Slate" ein echter Rückschritt in die 90er, in denen viele asiatische Filme völlig konfus und ohne erkennbaren Sinn waren. Spontan erinnerte er mich an Filme von Takashi Miike, besonders "Sukiyaki Western Django". Die Story (Ha! Welche Story?) ist im Grunde die der "7 Samurai": Dorfbewohner (einer Parallelwelt) werden von Banditen drangsaliert und Schwertkämpfer sollen es richten. Soweit hab ichs noch begriffen. Doch dann nahm das Elend seinen Lauf. Ganz im Stile einer Mangaverfilmung ist der Film hektisch und teilweise albern. Gedreht wurde offensichtlich in einem Freilichtmuseum. Wahrscheinlich in der Drehpause des eigentlichen Films. Warum die Parallelwelt in heutiger Zeit aber in einem mittelalterlichen Dorf spielt, ist genau so wirr, wie was die Banditen wollen, warum es eigentlich 3 Gruppen sind, was der Priester soll, wie der Voodoozauber da reinpassen soll, wer der Junge ist, wer der reale Soul Slayer ist und was er soll und wieso er einen Stoffvogel auf der Schulter sitzen hat. Alles unverständlicher Blödsinn, in dem es viele Schwertkämpfe gibt, die genauso unsinnig sind. Es gab hier nichts zu verstehen, " Slate" macht einfach keinen Sinn und gehört zu den Filmen, deren Ende man herbeisehnt, wenn man schon deswegen nicht Stopp drückt, weil man Hoffnung auf eine Überraschung hat. Fazit: Selten so einen einschläfernden Mist gesehen. Und das der Film aus Korea kommt, macht das Ganze noch viel trauriger.
  • Nightlife
    Ein Date. Eine Nacht. Alles kann passieren...
    Deutscher Film, Lovestory, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.01.2022
    Deutsche Komödien sind ein heißes (Kritiker-)Pflaster. Sie sind wie Forrests Pralinenschachtel: Man weiß nie, was man bekommt. Entweder man hasst Till, Matthias, Elyas und wie sie alle heißen oder man lässt sich drauf ein. Dann widerum gibts auch Peter Thorwardt ;-) Hier sind die Geschmäcker sehr verschieden. Wer den Humor mag, der kommt doch voll auf seine Kosten und dennoch sind die meisten Streifen seicht und kalkuliert. Somit ist es schwierig zu sagen, der Film wäre gut oder schlecht. Er muss persönlich gefallen und unterhalten. "Nightlife" ist seicht, hat mich aber gut unterhalten. Das mag zu einem Großteil an der Chemie zwischen der sympathischen Palina und Elyas gelegen haben aber Frederick Lau ist ein großartiger Darsteller. Um dem Alltag mal zu entfliehen und das nicht gerade im Weltall, in Mittelerde oder in der Elm Street machen zu müssen, sind solche Komödien gerade richtig. Wichtig war mir: Es darf nicht zu albern und nicht zu schmalzig sein. Hier hat man das einigermaßen ausgewogen hinbekommen. Man wird luftig-locker berieselt, klopft sich vielleicht nicht gerade auf die Schenkel aber amüsiert sich doch über die gesamte Lauflänge. Fazit: Typisch deutsch, oder? "Nightlife" gehört für mich zu den erträglicheren und kurzweiligen hiesigen Einheitsbrei-Komödien und ist treffend besetzt.
  • Fatman
    Dieses Jahr gibt es kein Erbarmen!
    Action, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.01.2022
    Gute und schlechte Ideen können dicht beieinander liegen. So ist die Story vom Auftragskiller, der den Weihnachtsmann, der für die amerikanische Regierung arbeitet, killen soll, eigentlich Stoff für einen spaßigen 1A-Trashfilm. Leider entpuppt sich "Fatman" als respektloser Schwachsinn, der mal wieder die USA als Supermacht darstellt...für die sogar Santa Claus arbeitet und seine Spielzeug- in eine Waffenfabrik umbaut. Vielleicht klingt das alles gut, aber es ist die perverse Idee eines Drehbuchautoren, der in einem waffenvernarrten Land lebt. In "Die Geister, die ich rief" hat man das satirisch (mit Lee Majors Cameo) auf den Arm genommen. Hier ist das tatsächlich ernst gemeint. Natürlich mag ich politisch nicht korrekte Streifen und die Expendables oder John Wick kann man immer wieder sehen. Auch "Tödliche Weihnachten". Doch in "Fatman" ist nichts cool oder kultig. Es gibt weder Humor noch Spannung noch eine Pointe oder Moral von der Geschicht. Der Streifen ist rotzelangweilig und mündet in einem blutigen und nicht persiflierendem Brutalokampf mit dem Weihnachtsmann. Ist das zu glauben? Dies ist keine Komödie oder ein ironischer Anti-Weihnachtsfilm. Dies ist eine Beleidigung für den Zuschauer, der sich freuen kann, wenn er vor dem Ende vor Eintönigkeit eingeschlafen ist. Fazit: Die Macher haben das Riesenpotenzial eines sarkastischen Weihnachtsfilmes im "Bad Santa" Stil nicht erkannt und ermüdenden Stuss erschaffen, in dem harte, nicht etwa ironische, Gewalt die Lösung ist.
  • Eternals
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.01.2022
    Auch wenn sie noch so unterhaltsam sind, Marvelfilme sind nach immer der gleichen Formel gestrickt. Demzufolge muss man sagen: Die Eternals sind tatsächlich völlig anders gestaltet. Anfänglich weiß der Film optisch zu beeindrucken und ist viel besser, als aufgrund mieser Kritiken erwartet. Nur leider hat der weitere Verlauf mit kurzweiliger Unterhaltung tatsächlich nichts mehr zu tun. Die Schöpfungsgeschichte ist zwar interessant, wird aber durch viel zu viele Erklärungen unwahrscheinlich dröge. Dazu gesellt sich eine öde Monsterklopperei. Kurz gesagt: Der Film schrammt die Grenze zu "Todlangweilig" und "Eintönig" und das konnte man anhand des Trailers schon ahnen. Perlen wurden hier vor die Säue geworfen, denn keiner der vielen Charaktere kann überzeugen. Deren Fähigkeiten haben längst andere Helden vorgeführt. Kennt man also. Wirklich sympatisch ist keiner. Das ein Marvelfilm trotz Überlänge zu unterhalten weiß, hat "Endgame" bewiesen. Die "Eternals" hätten, so ruhig wie die Erzählweise ist, deutlich kürzer ausfallen müssen. Dennoch mag ich den Streifen lieber, als zuletzt "Shang-Shi". "Eternals" hat eine Menge Probleme, bietet aber Eyecandy und ist ein Versuch, nicht in die ewig gleiche Schablone zu passen. Fazit: Tricktechnisch brilliante Geschichte im Erich von Däniken-Stil, die überfrachtet und zeitweilig zäh ist. Wer nicht nur auf hektische Krach-Bumm-Orgien steht, bekommt aber einen stimmungsvollen Film in dem die CGI nicht überwiegen.
  • Sky Sharks
    The Sea Is Not Enough!
    Horror, Deutscher Film, 18+ Spielfilm, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 12.01.2022
    Es gibt Trash und es gibt "gewollten Trash", also Filme, die nicht unabsichtlich grottig geworden sind, sondern für eine spezielle Zielgruppe explizit angefertigt werden. In letzte Reihe stellt sich "Sky Sharks" an, dessen Plot man als Trashfan nur bejubeln kann. Ein bluttriefender Bastard aus "Sharknado" und "Iron Sky". Die Besetzungsliste liest sich wie ein wahr gewordener Traum, denn er vereint einige Kultstars vor der Kamera. Natürlich kann man einen solchen Film nicht in herkömmlichem Sinne als gut bezeichnen aber meist ist der Unterhaltungswert und Spaß ganz enorm. Ich wollte ihn mögen, doch leider hätte ich "Sky Sharks" schon nach 5 Minuten abschalten können, denn etwas Grundlegendes ging schon mal schief: Das Bild ist meistens völlig unscharf (oft auch optisch verfremdet durch Computermonitor-Optik) und der Ton ist nicht lippensynchron! Soll heißen: Nachdem sich die Lippen bereits 2 Sekunden bewegt haben, tritt erst ein Satz aus dem Mund. Und das ist übel. Schließlich entpuppt sich der Film auch noch als unstrukturiert mit zu gewollt schlechten CGI und irgendwie gar keiner Story. Es gibt alle Zutaten, von Sex und blanken Busen, über fiese Goreeffekte, recherchierte Naziploitation (Hans Kammler gab es wirklich) und Cameoauftritten. Doch viel zu viel Gerede und Exposition. Vielleicht kann der "Actioncut" es richten. So ist dieser fantasievolle Trashkracher ein müder Rohrkrepierer geworden. Fazit: Nur OK, aber die maue Bild- und Tontechnik zerstört den Streifen komplett.
  • Le Mans 66 - Gegen jede Chance
    Basierend auf der wahren Geschichte von Ford versus Ferrari.
    Action, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.01.2022
    "Le Mans" gibt mir Gelegenheit zu sagen, dass meine Kritiken nur meine eigene Meinung wiedergeben. Und die muss man ja nicht immer teilen. Sie kann ggf. hilfreich für diejenigen sein, die auf meiner Wellenlänge liegen. Ich steh hier nämlich auf verlorenem Posten. Ohne Frage ist dies ein hochwertig produzierter Film mit sehr guten Darstellern. Insbesondere Christian Bale zeigt, wie wandlungsfähig er ist. Wer 60er Jahre Autos mag, der kommt voll auf seine Kosten. Aber ganz ehrlich? Ich habe mich zu Tode gelangweilt. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Plot schon in anderen Sportfilmen gesehen habe. Irgendein Underdog oder abgehalfterter Star muss durch Aufs und Abs und zeigt es am Ende allen. Es gibt ein paar Rennen zu sehen und etwas Drama. "Le Mans" konnte bei mir nicht sonderlich punkten. Der Streifen war mir gänzlich egal und ich konnte ihn vorhersehen. Immer wieder der gleiche Unrealismus, wenn bei Highspeed einfach runtergeschaltet wird und irgendwo versteckte PS Reserven herkommen. Wenn die Fahrer dann noch Zeit haben, sich bei dem Tempo in die Augen zu sehen, dann kann ich den immer gleichen Mumpitz nicht mehr sehen, geschweige denn ernst nehmen. Fazit: Ein aufwändig gemachter Rennfilm mit der ewig gleichen Story und ewig gleichen Gesten. Gut aber auch reichlich abgedroschen und, weiß der Geier warum, mich überhaupt nicht packend. Dann doch lieber zum 20sten Male mit Rocky Balboa in den Ring steigen.
  • Psycho Goreman
    Meet Your Own Big Psycho.
    Horror, Fantasy, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.01.2022
    Hardcore-Trashfans aufgepasst! Hier kommt die unglaubliche Mischung aus "Bigfoot und die Hendersons" und "Tanz der Teufel" gepaart mit einem ordentlichen Schuss Japan Splatter. Man könnte auch sagen, dass "Psycho Goreman" so ziemlich die bekloppteste Idee ist, seit es Geisteskrankheiten gibt. Doch was macht dieser krasse Schwachsinn? Spaß! Aufgrund des Titels vermutet man ein bluttriefendes Gemetzel, doch nach kurzer Zeit wird einem klar, dass hier zwei Kinder die Hauptakteure sind. Und schon weiß man gar nicht mehr, was man erwarten soll. Denn ein Kinderfilm ist dies weiß Gott nicht und die handgemachten Goreeffekte scheinen wirklich Sam Raimi entsprungen zu sein. Es wird gesplattert und alles ist dabei reichlich kindisch. Eine schwarze Comedy mit viel Gedärm und unfassbaren Ideen. Man war hier wirklich mal kreativ, insbesondere, was die Maskeneffekte angeht. Der Film scheint mir eine echte Hommage an die 80er Jahre zu sein und man erkennt noch viel mehr Ähnlichkeiten zu anderen Filmen, als den hier genannten. Allerdings muss ich mit einer Empfehlung vorsichtig sein, denn dies ist kranker Shit, der wohl tatsächlich nur für die Extremzuschauer geeignet ist, die sowohl "Pippi Langstrumpf" als auch "Tokyo Gore Police" mögen. Ist das nicht der Fall, dann Finger weg. Fazit: Krasses, ideenreiches, low-budget Trashmovie, das man entweder mag oder über dass man entsetzt den Kopf schüttelt. So verrückt, dass es mir knapp den 4. Genrestern wert ist. Ich höre den Aufschrei ;-)
  • Jolt
    Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.01.2022
    Das Frauen Männer becircen und deren Hirnwellen abschalten können, wissen wir ja spätestens seit dem Trojanischen Krieg. Wenn also "Kate Beckinsale" auf dem Kinoplakat steht, dann ist das plötzlich der alleinige Grund, sich den Film anzusehen. Der nächste Blick offenbart, dass es ein Actionfilm ist. Was könnte schief gehen? Im Falle von "Jolt" wird deutlich, dass der Film ohne Frau Beckinsale wirklich doppelt so schlecht wäre. Es macht Spaß, ihr beim Verkloppen zuzusehen, aber die Story ist mehr als dünn. Viel schlimmer: Wer nicht von Anfang an ahnt, wer hinter allem steckt, der sieht gerade seinen ersten Kinofilm. Insofern ist das Ende enttäuschend. "Jolt" ist schwarzhumorig und sehr kurzweilig, aber die ewigen Stromschläge nutzen sich schnell ab und die Vorhersehbarkeit ist grenzenlos. Optisch nett anzusehen, wird eine im Nachhinein unlogische Geschichte aufbereitet, die ins Genre recht überzogener und realitätsferner Actionfilme gehört. Es ist alles sehr comichaft und nicht ganz ernst gemeint. So kann Jindy u.a. mal eben eine Hochhausfassade erklimmen. Das könnte alles ein großer Spaß mit einer gut aufgelegten Kate sein, aber mehr als nette 1x Unterhaltung ist nicht dabei herausgekommen und der unvermeidliche Apetizer auf die Fortsetzung verfehlt bei mir komplett seine Wirkung. Fazit: Hochglanzactioner, der deutlich mehr Abwechslung und Härte vertragen hätte um nicht einer von vielen zu bleiben. Etwas schade...
  • Thursday
    Ein mörderischer Tag.
    18+ Spielfilm, Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.01.2022
    "Thursday" hat schon einige Jahre auf dem Buckel und das merkt man auch, denn so manche Szene würde man so vermutlich nicht mehr drehen. Ein im positiven Sinne dreckiges Filmchen mit schwarzem Humor, Blut, derbsten Sprüchen, überraschender nackter Haut und vielen "politischen Unkorrektheiten". Allerdings ist er eher ein Kammerspiel. Ohne das auf dem Cover gelesen zu haben, kann man den Stil am ehesten mit Tarantino vergleichen. Die Story eskaliert und solche Geschichten machen meist viel Spaß. Doch als man gerade immer mehr sehen will, bricht der Film seine Handlungsstränge einfach ab und zeigt fast gar nichts mehr. Jetzt bleibt es der Vorstellung des Zuschauers überlassen, was da gerade passiert und wie es ausgeht. Das wäre eine Chance für eine große Ballerorgie geworden, aber der Film blendet weg und führt zu einem unerwartet apruppten Ende. Das kostet reichlich Punkte. Fazit: Kultig anmutender Film im Tarantino Stil, dem gegen Ende das Budget ausgegangen zu sein scheint und der den Showdown gar nicht zeigt. Merkwürdig.
  • Galaxy of Terror - Planet des Schreckens
    'Alien' war nur der harmlose Anfang!
    18+ Spielfilm, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.01.2022
    Welchen Film "Galaxy Of Terror" kläglich zu imitieren versucht (obwohl er einen ganz anderen remaked), ist überdeutlich. Wer sich für die Extras interessiert, wird auch etliche andere, überraschende Parallelen feststellen können. Produzent Roger Corman ist berühmt-berüchtigt für kostengünstig erstellte Trittbrettfahrer. Gern hat er auch mal provoziert und so ist dieser Streifen vor allem für eine wirklich fragwürdige Vergewaltigungsszene bekannt, die allerdings dann doch wesentlich zahmer und vor allem kürzer ausfällt, als die Legende uns weismachen will. Man kann dem Film Liebe zum Detail und gewisse atmosphärische Stimmung nachsagen. Eine Story hat er aber nicht. Er ist ein Paradebeispiel für ein völlig unstrukturiertes Machwerk ohne erkennbaren Sinn und völlig zerfaserten Handlungssträngen. Was hat es zum Beispiel mit Sid Haigs fast stummer Rolle auf sich, die irgendwelche Kristalle in Ninjasternmanier um sich wirft und merkwürdige Zeichensprache verwendet? Nichts ist hier auch nur entfernt logisch oder folgt einem roten Faden. Wir sehen über fast die gesamte Lauflänge des Streifens Crewmitglieder mit beleuchteten Rucksäcken dabei zu, wie sie sinnlos durch düstere Gänge marschieren, dabei ihre Lichter das Bild überstrahlen und einer nach dem anderen auf abstruse Weise aus dem Leben scheidet. Das kann man inzwischen für Kult halten. Aber lässt man die Kirche im Dorf, dann muss man zugeben, dass der Film einfach nicht gut ist. Um es milde auszudrücken.
  • El Camino
    Ein Breaking Bad Film
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.01.2022
    Mit Fernsehserien ist das so eine Sache: Sie haben die Chance, eine Gelegenheit zu nutzen, die das Kino nicht bietet, nämlich wirklich ausführlich und ohne Kürzungen eine Geschichte zu erzählen. Irgendwann kommt dann aber der Punkt, wo es sich nur noch in die Länge zieht und immer einfallsloser wird. Die famose Serie "Breaking Bad" hatte zwar auch die eine oder andere Füllerfolge, hatte aber ein Ende, das rechtzeitig kam und war im Ganzen eine fantastische Erzählung, die uns die Charaktere näher gebracht hat. Einer davon war Jessie Pinkman, der nun diesen ergänzenden Film erhalten hat. Über Sinn und Unsinn dieser künstlichen Verlängerung kann man gewiss streiten. Begierige Fans werden ihn aber lieben. Mein Nachteil: Ich habe damals Bingewatching betrieben und das führt dazu, dass kaum etwas von der Story hängen bleibt. Nach langer Zeit konnte ich mit "El Camino" nicht mehr ganz so viel anfangen und Unbedarfte, die die Serie nicht kennen, brauchen gar nicht erst versuchen, den Film zu schauen. Er bringt einige Darsteller zurück, blendet oft in die Vergangenheit und ist tatsächlich nur eine Ergänzung ohne eigene Höhepunkte und ohne eigenständige Struktur. Die Qualität entspricht der einer weiteren, langen TV Episode. Fazit: Reines Fanfutter. Schauspielerisch wieder großartiges, abschließendes Kapitel der "Breaking Bad"-Reihe, welches man nur in deren Zusammenhang versteht und mögen könnte.
  • Jungle Cruise
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.01.2022
    Besser als gedacht! Vor allem die Computereffekte werden in vielen Foren als zu künstlich kritisiert und daher hatte ich Schlimmes erwartet. Aber meiner Meinung nach wird auf sehr hohem Niveau kritisiert, denn bei Indiana Jones 4 oder auch Star Wars 8 gibt es weitaus Schlechteres zu sehen. Im Gegenteil, der Stil passt zu diesem waschechten Disney-Familienabenteuer. Der Film funktioniert ohnehin wie eine Comicverfilmung im Marvel-Stil. Endlich ist mal wieder ein Abenteuerfilm entstanden, auch wenn er naiv und eben typisch Disney ist. Er ist farbenfroh und steckt voller Details. Ständig ist er in Bewegung und es gibt am Bildrand etwas zu entdecken. So wird z.B. nebenbei mal eine Libelle von einem Fisch verputzt und alles kommt aus dem Rechner. Historische Genauigkeit sucht man auch vergebens, darum sollte man sich um Uniformen und U-Boote nicht scheren. Auch bei der Logik muss man einfach die Augen zukneifen. Aufstoßen könnte höchstens der missglückte Versuch, Homosexualität in einem Disneyfilm zu enttabuisieren. Man gleitet nämlich doch wieder nur in Klischees ab. Die Story weist in vielen Belangen Ähnlichkeiten zu "Fluch der Karibik" auf. Sie ist fantasievoll, sehr unterhaltsam und wurde nach einer Freizeitparkattraktion gestaltet. Und wie ein "Joyride" läuft der Film auch ab. Fazit: Allerbestes Popcorn-Familienkino. Weichgespülte aber wahnsinnig kurzweilige, satirisch angehauchte Fantasyunterhaltung mit vielen Schauwerten.