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Kritiken von "videogrande" aus

1369 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • American Assassin
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.02.2019
    Ein merkwürdig zwiegespaltener Film. Jetzt kommt es darauf an, was man erwartet. Ich war der Meinung, es handelt sich um einen im weitesten Sinne realen Rachefilm. Der zum Killer mutierende Hauptdarsteller ist noch unverbraucht und wirkt glaubhaft. Auch die Ausgangslage des Filmes, ein terroristisches Attentat am Strand, leider der Realität entliehen, ließ mich an ein anspruchsvolles, dem wahren Leben entlehntes, Actionabenteuer glauben. Das funktioniert auch eine wirklich lange Zeit sehr gut, bis der Zuschauer ganz unbewusst in ein hollywoodsches "Mission Impossible"-Abenteuer hineingerissen wird. Stetig wird es unglaubwürdiger und gipfelt in einem fast schon peinlichen Showdown im James Bond - oder Dan Brown Stil. Diese Trickeinlage (noch nicht mal sonderlich gut) passt in den Film überhaupt nicht mehr hinein und verdirbt ihn für diejenigen, die eben mit meinen Vorstellungen an die Sache herangegangen sind. Wer nur einen soliden Actionfilm sehen will, der bekommt den auch. Man sollte das nur vorher wissen... Fazit: Actionreicher Film, der niveauvoll startet, auch sehr kurzweilig ist und dann völlig den Boden unter den Füßen verliert und einen erbärmlichen Showdown bietet.
  • Die Taschendiebin
    Solange du lügst.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.02.2019
    Park Chan Wook ist ein genialer Filmemacher und seine Rachetrilogie inzwischen legendär. Da werden die Erwartungen sehr hoch geschraubt. Und was soll ich sagen? Der Mann hat sich selbst übertroffen und in meinen Augen hier ein Meisterwerk abgeliefert. Von Anfang an hat mich der Film allein durch seine Bildsprache gepackt. So kann es allein schon wie ein Kunstwerk wirken, wenn ein Auto durch eine Baumallee fährt und dabei die Lichtstrahlen des Scheinwerfers über die Leinwand wandern. Fantastische Kamerawinkel und Perspektiven, trickreiche Übergänge, satte Farben und passende Musik, nicht zuletzt eine unvorhersehbare Geschichte und fantastische Darsteller ließen die knapp 170 Minuten (der Langfassung) ohne Langeweile an mir vorüberziehen. Und das, obwohl hier natürlich wieder mit typisch asiatischer Langsamkeit inszeniert wurde. Eine unglaubliche Leistung. Die Geschichte sieht man am besten ohne Vorkenntnisse. Nur soviel: Im ersten Drittel dachte ich: "Wo bleibt denn nun die Überraschung, was ist aus dem Regisseur geworden?"-Doch ähnlich wie die Protagonisten wurden wir, die Zuschauer, nur auf eine falsche Fährte gelockt und dann schlägt "Die Taschendiebin" in aller brutaler Härte und mit an Pornografie grenzenden, hocherotischen Szenen zu, die schon überraschend freizügig sind. Fazit: Das Gesamtwerk aus verschachtelter und wechselreicher Story und der visuellen Wucht eines genialen Regisseurs ist anspruchsvoll aber überraschend packend, kurzweilig und meisterhaft.
  • Sieben Minuten nach Mitternacht
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.02.2019
    Ich kann mich der Kritik von "Mücke" anschließen, die voll und ganz den Gehalt und Sinn des Filmes wiedergibt. Für alle, die hier einen Fantasy- oder Horrorfilm mit einem Baummonster erwarten, mag die Enttäuschung groß sein, denn dies ist lediglich ein symbolhafter Film, den es zu deuten gilt und den man gut diskutieren kann. Es gibt den artverwandten Film " Der Babadook", den ich allerdings für misslungen halte. Dieser hier fasziniert sein aufgeschlossenes Puplikum, das ich nicht unbedingt in Kinderkreisen suchen würde. Gewisse Reife ist schon vonnöten, um die Handlung zu verstehen und auch mit der Traurigkeit des Filmes umgehen zu können. Getragen wird "Sieben Minuten nach Mitternacht" von einem erstklassigem und hochrangigem Ensemble. Selbst das fantastisch animierte Baumwesen wurde per Motioncapture nicht von irgendwem, sondern von Liam Neeson dargestellt. Fazit: Ein zutiefst rührender Film um den Umgang mit dem Tod eines geliebten Menschen. Herzergreifend umgesetzt. Am besten nicht die Taschentücher vergessen.
  • Mission Impossible 6 - Fallout
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.02.2019
    Ich bin baff! Die Reihe war immer ein Selbstgänger und echter Garant für Blockbuster-Unterhaltung auf hohem Niveau. Besonders Teil 4 und 5 konnten bei mir aufgrund der absolut kurzweiligen Unterhaltung punkten. Ich war also sicher, dass hier erneut ein Kracher und der "bessere Bond" entstanden wäre. Natürlich gibt Tom Cruise wieder alles und die Stunts sind handgemacht und phänomenal, doch letzlich erreicht "Fallout" seine Vorgänger fast unerklärlicherweise nicht. Es beginnt damit, dass schon im Vorspann Szenen gezeigt werden, die uns später im Film erwarten werden - Warum tut man das? Dann nerven extremste Linsenlichtreflexe, die schon von kleinsten Lichtquellen ausstrahlen und sich sogar durch Gesichter ziehen, sprich das Bild versauen! Teil 6 ist der längste der MIP Reihe aber auch leider der langatmigste. Ja, richtig gelesen. Trotz fantastischer Action wirds langweilig zwischendurch. Weiterhin ist die Handlung erschreckend vorhersehbar. Als eine Person ein falsch platziertes Stichwort gibt, hat man praktisch die Identität des Bösewichtes verraten. Halten die Filmemacher uns inzwischen für doof? Last but not least kommen einem viele Szenen, allen voran die Schlägerei im Waschraum (Terminator 3) viel zu bekannt vor. Besonders das Finale mit dem ewig hängenbleibendem Seil ist "kopfschüttel-over-the-top". Fazit: Selbstverständlich ein sehr guter Actionfilm aber kein besonderer mehr. Vieles, was die Vorfilme ausmachte, fehlt hier einfach. Und das ist ein wenig enttäuschend.
  • Free Fire
    Action, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.01.2019
    Dies ist einer der Filme, die man entweder liebt oder hasst. Man kann sich im Grunde jeden Film schön reden, in dem man ihm künstlerischen Anspruch oder Kultpotenzial andichtet. Was ich über "Free Fire" sagen kann ist: Er ist ausgezeichnet fotografiert, sprich die Kamera und Farbgebung sind auf hohem Niveau. Er hat ausgezeichnete Darsteller, die auch fast alle eine gute Charakterzeichnung besitzen. Insofern sind Tarantino-Vergleiche nicht ganz unangebracht. Allerdings glaube ich nicht, dass uns der "Meister" mit einem ellenlangen Shootout gelangweilt hätte. Und das ist hier der Fall. Ab dem ersten Schuss nach wenigen Filmminuten wird fast nichts anderes mehr dargestellt, als eine Schiesserei jeder gegen jeden. Und was sich nun so actionreich anhört hat sich aber nach spätestens 20 Minuten abgedroschen. Vor allem, weil das Geballere unglaubwürdig wirkt. Ich unterstelle hier eine gewisse Karikatur, denn es gibt schon leicht Schwarzhumoriges, aber auch Dinge die wohl eher unfreiwilliger Natur sind. Endlosmunition ist eines davon. Zuzusehen, wie sich alle nur Fleischwunden zulegen und den Rest des Filmes munter durch die Gegend krabbeln, teils sogar mit schwersten Verletzungen wieder aufstehen...das trägt keinen noch so kultigen Film. Fazit: Die hochwertige Verfilmung einer Endlosschiesserei, die nach einiger Zeit entweder nervt oder langweilt oder beides. Dennoch wird "Free Fire" seine Anhänger finden. Ganz knappe drei Sterne meinerseits.
  • Kundschafter des Friedens
    Komödie, Deutscher Film, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 22.01.2019
    Die "Space Cowboys" als deutsche Version in einer sehr interessanten Variante. In Ehren ergraute Spione müssen noch einmal ran und lassen dabei alte Zeiten Revue passieren. Das führt zu herrlichen Dialogen und jeder Menge fantasievoller Einfälle. So erfahren wir hier, dass vom Schlafzimmer der Kanzlergattin ein Geheimgang durch den Kleiderschrank führt oder wir belächeln den ehemaligen Technikspezi, der nur noch alte Radios repariert, wie er vor einem Schaltschrank flucht:" Bei den Chinesen ist blau nicht blau, ich krieg ne Krise!" - Und wer wissen will, warum das wirklich lustig ist, der muss sich diesen Film ansehen. Manchmal könnte er mehr Witz vertragen, aber dafür ist dieser hier etwas subtiler und nicht so brachial wie der Kram von Schweiger und Schweighöfer. Tolle Altstars, die wirklich hervorragend und zur Rolle passend gecastet wurden, zeigen viel Spielfreude. Vielleicht jedoch ist der Film nun wieder "zu deutsch" geraten, denn im Gedächtnis bleibt er nicht lange, da er auch keine wirklichen Höhepunkte besitzt. Das Grundgerüst der Handlung ist vorhersehbar, aber einen Fernsehabend lang wird eine Generation bis Baujahr 80 blendend unterhalten und kann schmunzelnd auf dem Sofa sitzen. Jüngeren Zuschauern wird es an Tempo mangeln und an Hintergrundwissen fehlen, das für einige Pointen von Nöten ist. Fazit: Eine nette, intelligente Komödie, die sich ein zutiefst deutsches Thema ausgesucht hat und gekonnt mit Klischees spielt.
  • Once Upon a Time
    Es war einmal...
    Fantasy, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.01.2019
    Eine honigsüße Zuckerwattewelt, die kitschiger kaum sein könnte, eröffnet sich hier dem Zuschauer. Durchcoreographiert und mit mal mehr mal minder guten Tricks bestückt. Alle Darsteller sind hoch attraktiv und in der Heimat beliebte Superstars. Wer chinesische Himmelsgemälde kennt, auf denen Krieger und Frauen auf Drachen und Phönixen durch Wolkenlandschaften reiten, der sieht diese hier lebendig geworden vor sich. Das ist ein Märchenfilm vorwiegend für (asiatische) Frauen, genauer für Teenager mit Faible für Manga und Anime. Alles wirkt schwerelos. Es gibt Himmelspaläste mit schwebenden Säulen, Pfirsichblütenmeere, knallbunte und aufwändige Kostüme, disneyeske Fabelwesen und so weiter....Die chinesische Mythologie erschließt sich wohl nur ganz hartgesottenen Asienfans, die mit den vielen Versionen einer Fuchsgöttin aus verschiedensten Filmen vielleicht was anfangen können. Es gibt eine Geschichte, ja, aber die ist so kompliziert und wirr, das sie zur völligen Nebensache degradiert wird und "Once Upon A Time" eigentlich nur ein visuelles Feuerwerk ist. Tatsächlich schaut man gerne hin, wäre da nicht ein Manko: Oftmals kommt ein Weichzeichner zum Einsatz, der auf der Leinwand dann Details schluckt und alles etwas unscharf wirken lässt. Auch der Ton ist dumpf. Technisch hätte man sich also mehr Mühe machen müssen. Fazit: Poppiges, undurchschaubares Bilder-Märchen und eine Mischung aus Prinzessin Fantaghiro und Krieg der Götter. Optisch beeindruckend aber komplett ermüdend.
  • Tokyo Grand Guignol
    18+ Spielfilm, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.01.2019
    "Grand Guignol" musste ich zunächst ergoogeln. Ein Horror-Theater hatte diesen Namen, der auch für die Ansammlung gruseliger Geschichten verwendet wird. Und die liegen hier nun vor - 4 an der Zahl. Es geht um Zeit, Spiegel, Schatten und Treue, um nicht zu viel zu verraten. Die Geschichten sind knackig, teils sexy und schon leicht splatterig, aber nicht so, wie man es von anderen 18er Filmen aus Japan kennt. Merkwürdigerweise haben sich vier französische Regisseure zu diesem japanischen Episodenfilm in bester "Geschichten aus der Gruft"-Manier zusammengefunden. Natürlich sind die Stories unterschiedlicher Güte, im ganzen aber sehr pointiert. Besonders die letzte ist sehr ironisch gemeint und führt zu einem Ende, bei dem Kaiju Fans schmunzeln werden. So krank, wie es uns der Trailer vorgaukelt sind die Kurzfilme glücklicherweise nicht. Sie gehen zwar nicht sonderlich in die Tiefe und müssen auch ohne großartige Erklärung des Warum und Wieso auskommen, aber sie haben eine nachvollziehbare Handlung. Fazit: Eine Mischung aus Splatter und anspruchsvollem "Filmmaking". Drei sehr gute Sterne, aber wie bei artverwandten Fernsehserien meist üblich, reicht einmaliges Sehen.
  • Tai Chi Hero
    From Zero to Hero
    Action, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.01.2019
    Die Fortsetzung von "Tai Chi Zero" ist merklich ruhiger als die wilde und halbwegs alberne erste Kämpferei ausgefallen - Was ihr aber immer noch genug Schwung lässt. Mit Titel-Einblendungen und Hardrockmusik hat man sich diesmal weitgehend zurückgehalten, Slapstick findet sich eigentlich gar nicht mehr, so dass Fans des ersten Teils vielleicht enttäuscht sein mögen, mir dieser Film aber wesentlich besser gefallen hat. Er schließt direkt an den Vorgänger an. Bis kurz vor Ende ist er auch extrem kurzweilig und spaßig. Dann allerdings zieht sich ein Kampf so ellenlang und sinnlos hin, dass man einige Minuten Laufzeit hätte sparen können. Mit Peter Stomare in einer Nebenrolle hat man zudem ein Zugeständnis an westliche Zuschauer mit eingebaut. Etwas einfallslos ist aber das Grundgerüst des Filmes, denn man kopiert den Kern des ersten Teiles, nämlich die Belagerung des Dorfes. Drumherum ist der Storyaufbau aber origineller, was den Film interessanter und abwechslungsreicher macht und sogar richtig Lust auf den 3. Teil der geplanten Trilogie entfacht. Fast hätte der Film einen guten Abschluss abgegeben, aber die letzten Sekunden deuten die weitere Fortsetzung an. Fazit: Besser als Teil 1. Kurzweilige Kung Fu-Action-Komödie, die Fans von chinesischen Kampffilmen, in denen Physik keine Rolle spielt, sicher mitnehmen wird.
  • Tai Chi Zero
    Action, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.01.2019
    Schade. Die unnötigen Albernheiten, völlig unpassende Hardrockmusik und die dusseligen Texteinblendungen (welche u.a. die Darsteller vorstellen) machen einen ziemlich innovativen Film zunichte. Ich schätze, da wollte man ein angestaubtes Genre mit allen Mitteln einer jungen Generation näher bringen. "Tai Chi Zero" ist gut ausgestattet und bietet rasante Unterhaltung, der sich teilweise kaum folgen lässt. Nach grandiosem Einstieg entwickelt sich der Streifen aber wenig weiter, sondern spielt nur noch in einem Bergdorf, welches von einer beim Steampunk-Genre ausgeliehenen Maschine angegriffen wird. Das Bild ist brilliant, klar und scharf. Auch der Ton wummert aus den Boxen. Doch irgendwie schüttelt man als Zuschauer zu oft mit dem Kopf, als das man "Tai Chi Zero" wirklich gut finden würde. Ich hatte mir mehr Niveau erhofft und an einen optisch beeindruckenden Film im Stile von "Detektive Dee" gedacht. Doch davon ist man weit entfernt. Slapstick und merkwürdige Regieeinfälle bremsen paradoxerweise diesen schnellen Kung Fu Film aus. Er hat mich eher enttäuscht als begeistert. Nichts desto Trotz werde ich mir die Fortsetzung (denn das Ende ist offen) mit Titel "Tai Chi Hero" auch noch ansehen. Es soll eine Trilogie daraus werden. Fazit: Sollte dies ihr erster China-Film sein, dann werden sie nicht unbedingt mehr weitersehen wollen und sehr, sehr viel Besseres verpassen. Dieser Film bestätigt nur Vorurteile über den, in westlichen Augen, "albernen, asiatischen Film".
  • Trash Fire
    Horror, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.01.2019
    Kann man eigentlich Regisseure auf Rückgabe von Lebenszeit verklagen? Na, man wird sagen, ich hätte ja auch Stopp drücken können. "Trash Fire" wird sowohl beschrieben als Liebesdrama (was immerhin hinkäme) oder Horrorkomödie (was wohl ein Witz sein soll). Dies ist ein Dialogfilm. Er beginnt bereits auf der Psychiater-Couch, gefolgt von Restaurant- und Küchengesprächen. Gähn. Man bekommt mit, dass der Protagonist ein zynisches Arschloch ist, dass mit jeder Menge sarkastischer Sprüche um sich wirft. Beziehungstechnisch am Ende, im Bett läuft auch nix mehr. Das mag im wahren Leben ein Horror sein, aber doch nicht für den Zuschauer. Fast bekommt man selbst Depressionen. Bei den amüsanten Szenen merkt man nichts von einer Comedy, aber so ganz ernst scheinen die auch nicht gemeint. Dann wechselt der Film über zum Besuch bei der merkwürdigen Verwandtschaft und es gibt zumindest einen Hauch von Story und Spannungsaufbau. Hinter der Fassade brodelt es mal wieder gewaltig. Ein Sumpf aus religiösem Fanatismus, Scheinheiligkeit und Missbrauch tut sich auf. Da masturbiert Omma auch schon mal zur Fernsehpredigt und bekommt Visionen. Wer bis jetzt nicht eingeschlafen ist...Hut ab! Das ist keine Horrorkomödie. Auch kein Horrorfilm. Eher ein Psychodrama mit ernstem Hintergrund. Das Ganze ist tödlich langweilig und öde. 93 Minuten wirken wie 180. Das wäre auch schon mein Fazit. Finger wech, es sei denn man steht auf düstere Arthousedramen mit Einschlafgarantie.
  • House Harker
    Vampirjäger wider Willen. Jeder hat eine Leiche im Keller - manche kommen leider zurück.
    Komödie, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 12.01.2019
    Der deutsche Ton ist katastrophal. Um die Stimmen zu hören, muss man die Lautstärke erhöhen, dafür sind alle Geräusche und die Musik doppelt so laut. Schlecht !! Wer möchte, sollte OmU gucken. Da stimmt der Sound. Dem Film kann man das Herzblut seiner Macher anmerken. Klar, er ist ein billiger Independent Streifen, gedreht mit Laiendarstellern, die teils wildes Overacting betreiben oder gar nicht schauspielern können. Doch irgendwie passt das zum trashigen Stil dieser "handgemachten" Vampircomedy. Man stelle sich vor, man hätte "Fright Night" ohne Budget gedreht. Optisch wie inhaltlich wirkt "House Harker" wie ein TV-Film. Er ist auch nicht sonderlich gut aber ich möchte ihn nicht schlecht nennen, denn er hat gute Ideen, einen netten Soundtrack, viele Gags (die aber aufgrund schlechter Darsteller verpuffen) und sogar eine Hommage an den Excorzisten eingebaut. Ich würde sagen, ein typisches Filmchen für Nerds auf einer Convention. Unter denen könnte er gar Kultstatus erreichen aber aus denselben Gründen wie Ed Woods "Plan 9...". Jeder Normalseher würde nun attestieren, dass es sich um einen schlechten Film handelt, aber man erkennt doch den wirklich guten Willen, und das im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten etwas entstanden ist, das zwischendurch zwar lahmt, aber dennoch nicht nervt oder albern ist. Fazit: Billiges Fanmovie, dessen Team bei mehr Geld zu Besserem fähig ist. "House Harker" wirkt wie eine erste Fingerübung, wie ein Studentenfilm. Und der ist ganz ok geworden.