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Kritiken von "videogrande" aus

1651 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Ashfall
    Sie haben nur eine Chance, um die ganze Nation zu retten.
    Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.04.2021
    Ui, da haben die (Süd)Koreaner aber mal einen genreübergreifenden Film geschaffen. Katastrophenfilm, Actiongewitter, Agentenstory, Geschichtsbewältigung und Komödie mit etwas Herzschmerzanteil wurden zu einem (zunächst) extrem kurzweiligen Popcornfilm verwoben, den Roland Emmerich auch nicht besser hinbekommen hätte. Völlig unerwartet steht eigentlich gar nicht der Vulkanausbruch im Mittelpunkt, denn "Ashfall" wandelt sich nach kurzer Zeit zu einem "Schießfilm" mit einer völlig hanebüchenen Story, die absurder gar nicht sein könnte. Da sie aber sehr viel Spaß macht, sich erst zum Ende hin etwas in die Länge zieht und relativ gut getrickst ist, muss man über den Blödsinn, dass eine Laientruppe in Nordkorea eindringt, um Atomsprengköpfe zu stehlen, einfach hinwegsehen. Man wird gut unterhalten, wenn man sein Hirn auf Off stellt. War bei "Armageddon" und "Day after tomorrow" nicht anders. Wer hier nur mal kurz reinswitched, der könnte denken, Frodo und Sam seien mit einem Taxi unterwegs nach Mordor. Und das ist auch noch ein Ford Mondeo. Baut man den in Nordkorea nach? Gewollte und unfreiwillige Komik reichen sich die Hand mit Plotholes, wie zum Beispiel einem Bauchschuss, der später gar keine Rolle mehr spielt. Also habe ich nicht weiter nachgedacht, sondern nur einen koreanischen Blockbuster gesehen, der viel Quatsch enthält aber auch auf hohem Niveau und mit viel Action inszeniert wurde. Fazit: Ein merkwürdiger Hybrid, der aber einen kurzweiligen Filmabend garantiert.
  • The Hunt
    Die Jagdsaison ist eröffnet.
    18+ Spielfilm, Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.04.2021
    Menschenjagd-Filme sind nicht mehr so ganz neu (etabliert seit 1932), genau so wie Filme, in denen Personen irgendwo wach werden und nicht wissen, wie sie dorthin geraten sind. Hier nun also eine weitere Variante. Zu meiner Überraschung handelt es sich aber nicht nur um ein oberflächliches, trashiges Gemetzel, sondern um eine durchdachte Satire mit mehr Tiefgründigkeit als man erwarten dürfte. Hier wird von der Politik über Fake News und Rassismus bis hin zur Nutzung Sozialer Medien alles kritisiert, was den "Modern Way of Life" ausmacht. Von Anfang an macht "The Hunt" Spaß und ist extrem brutal und ebenso cool wie schwarzhumorig. Das Drehbuch schickt uns geschickt auf völlig falsche Fährten und gaukelt uns Hauptpersonen vor, die gar keine sind. Wer Täter und Opfer ist, da sollte man sich nicht zu sicher sein. Der Film ist in etwa vergleichbar mit "Ready or not", schlägt diesen aber in puncto Kurzweiligkeit, Cleverness und Unterhaltung um Längen. Einzig der letzte Akt ist etwas müde und einfallslos und hätte dasselbe Tempo verdient, wie wir es vorher serviert bekommen haben. Fazit: Für Fans von blutigem, schwarzem Humor ist dies ein Fest und da man auch noch etwas zum Lesen zwischen den Zeilen bekommt, entpuppt sich der Streifen zusätzlich als sozialkritische, intelligente Satire.
  • Wie ein Licht in dunkler Nacht
    Sie wird gejagt von einer ganzen Armee. Denn sie allein hat den Schlüssel zum Sieg.
    Thriller, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.04.2021
    Den Film gerecht zu bewerten fällt mir etwas schwer, weil er doch schon nah an solche Schmonzetten wie "Vom Winde verweht" heranreicht. Aber letztlich ist das ja auch kein wirklich schlechter Film, nur eben ziemlich angekitscht. So ergeht es auch "Wie ein Licht in dunkler Nacht", der aber durchaus eine interessante Spionagegeschichte im Film Noir Stil erzählt, also ganz im Sinne der Filme, die Linda Voss (Melanie Griffith) im Laufe der Handlung des öfteren zitiert. Gedreht wurde meines Wissens in Leipzig, kurz nach der Wende, weshalb man einige wunderbar authentische Kulissen zur Verfügung hatte, u.a. den imposanten Bahnhof, der leider nicht wirklich zur Geltung kommt. Wie so oft, wenn englischsprachige Filme in Deutschland spielen, gibt es einige Ungereimtheiten, die durch die Synchronisation verursacht werden. Da ja nun alle Darsteller Deutsch sprechen, hat man Melanie Griffith einen Berliner Dialekt angedichtet, um sich immer dann abzuheben, wenn sie im Original (ein übrigens fürchterliches, unfreiwillig komisches) Deutsch spricht (mit dem sie im Ernstfall keine 2m weit gekommen wäre). Nun, es ist ein Film und nicht unbedingt ein glaubwürdiger. In Nebenrollen findet man manch bekannten hiesigen Schauspieler und im Großen und Ganzen gibts ein stimmungsvolles Ambiente zu sehen. Fazit: Schön gemachte Liebes- und Spionagegeschichte, die arg klischeehaft und naiv aber doch unterhaltsam ist.
  • Außer Kontrolle - Halt nicht an!
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.04.2021
    Wenn sich Protagonisten in einem Film ausgesprochen dämlich und unlogisch verhalten, dann schaut man entweder gerade einen Trashfilm oder einen wirklich schlechten Streifen. Tja, Trash isses nicht :-) Fangen wir mit dem einzig Guten an, das ist die Darstellung des Psychopathen. Ein Allerweltsgesicht, ein älterer Herr mit recht spießigen Ansichten, also kein Maskenkiller oder grimassierender Bösewicht. So, und nun gehts los: Wenn Sie mit Säure besprüht werden, aber immerhin schon im Auto sitzen, dann halten Sie trotz Verfolger an und suchen sich erst mal einen Quellfluss im Wald. Danach rasen Sie durch eine Spielstraße ohne Rücksicht auf Kinder. Den Passanten erklären Sie nichts und bitten auch nicht um Hilfe. Wenn Sie einer der Passanten sind, rufen sie nicht die Polizei, weil Ihr Kind fast überfahren wurde. Das Handy lassen sie natürlich unter den Sitz fallen. Sie fahren zur Polizeistation, die mit Darstellern aus dem Seniorenheim besetzt wurde. Zwei der Rentner bitten Sie, Sie nach Hause zu begleiten. Großartige Fragen würden Sie als Polizist nicht stellen. Wenn Sie sich in die Lage zweier Kinder versetzen, die ihre Großeltern lange nicht gesehen haben, dann rennen Sie nicht freudig die Treppe hoch, sondern grundlos ängstlich und verstört, untermalt mit Spannungsmusik. Und schließlich sagen Sie Ihren Eltern nicht, dass der böse Mann soeben da war und mit Ihnen geredet hat. Eine kleine Auswahl an Schwachsinn, die dieser Streifen auffährt. Fazit: Undurchdachter Blödsinn.
  • Antiporno
    Drama, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.04.2021
    Puh! Schwerste Kost. Regisseur Sion Sono ist ohnehin ein Fall für sich und der wahrscheinlich größte Provokateur des japanischen Kinos. Aber er hat eine Hand für das Künstlerische. Mit "Antiporno" hat er nun, in meinen Augen, den Vogel abgeschossen, denn der Streifen ist eine einzige Metapher, die optisch so viel hergibt, wie diese unsäglichen, modernen Theaterinszenierungen klassischer Stoffe, die letztlich kaum ein Mensch ver- und durchsteht. Die Aufführung ist so komplex und will und muss gedeutet werden, dass meine Kritik hier niemals ausreichen kann und ich auf filmtoast.de/antiporno/ verweisen möchte, die zu folgendem Fazit kommen: "...vermengt Sono gekonnt durch handwerkliche Perfektion, intelligente Symbolik und durchdachte Stilistik, künstlerische und inhaltliche Kontraste zu einem Gesamtkunstwerk."- Wen allein diese Wortwahl nicht abschreckt, der könnte Gefallen an dem Film finden, den ich persönlich nicht zu Ende geschaut habe. Ich hatte den Eindruck, Sono wollte mal testen, ob man auch den letzten Scheiß noch als Kunstwerk abtut. Ohne Frage ist der Film durchdacht, aber er hat keinerlei Unterhaltungswert und ist im Grunde auch kein Film, schon gar kein Softporno, obwohl die Worte ficken, pissen, kacken und kotzen innerhalb von 5 Minuten fallen. Das zeigt seine Obzönität. Ja, der Film ist meinetwegen ein Kunstwerk mit deutlicher Botschaft aber er ist auch schwer durchzustehen und nur für ein Nischenpuplikum erträglich, zu dem selbst ich mich nicht mehr zählen kann.
  • I See You
    Das Böse ist näher als du denkst.
    Horror, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 29.03.2021
    Es genügt, wenn man den Klappentext der Disc liest und sich dann völlig unvoreingenommen auf den Film einlässt. Mich hat dies bereits auf die erste falsche Fährte geschickt, weil ich nach kurzer Zeit Ähnlichkeiten zu "ES" oder "Twin Peaks" zu erkennen glaubte. Ich würde den Film nicht unbedingt als wendungsreich bezeichnen, er ist eher reich an Perspektiven. Als Zuschauer hat man mal so wirklich keine Ahnung, auf was es hinausläuft und was wohl passieren mag. Immer wenn man ein dickes Logikloch entdeckt zu haben glaubt, findet das im Nachhinein doch seine volle Berechtigung. "I see you" spielt mit mit uns und gaukelt uns etwas vor. Selbst das Genre ist zunächst nicht eindeutig. Alles, was wir sehen, und was uns Partei für eine Person ergreifen lässt, kann im nächsten Moment wie ein Kartenhaus einstürzen. Man fühlt sich ertappt, falsche Urteile gefällt zu haben. Dies ist definitiv ein ganz besonderer Streifen mit einem cleveren Drehbuch und einer überaus beängstigenden Grundidee, die ich natürlich nicht spoilern werde. Fazit: Definitiv ein "Must See" - Endlich mal wieder ein raffinierter, packender Thriller, der sein Puplikum überrascht und zum Mitdenken anregt.
  • The Wind
    Western, Horror, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 29.03.2021
    Ich gebe jedem Film eine Chance. Ich kann auch so manchem merkwürdigen Machwerk etwas Gutes abgewinnen. Aber irgendwann ist auch echt mal Schluss mit dieser Toleranz. Ja, auch hier gibt es Positives zu bemerken, wie einige exquisite Aufnahmen der kargen Landschaft und die Darstellung der Einsamkeit. Jedoch, was die Macher dieses Filmes anstellen, ist selten dämlich: Es beginnt mit drei wortlosen, verstörenden, zusammenhanglosen Szenen. Sogleich wird dem Zuschauer klar, dass hier stakkatohaft geschnitten wird, was das Zeug hält. Innerhalb von Sekunden wechseln sich Szenen ab, die augenscheinlich in verschiedenen Zeitabschnitten spielen. Es geht vor und zurück, bis nur noch Verwirrung bleibt. Passiert dies oder jenes nun gerade vor oder nach einer entscheidenden Begebenheit? Keine Ahnung! In den ersten 20 Minuten wird so viel Foreshadowring betrieben, dass die Handlung an Vorhersehbarkeit nicht mehr zu überbieten ist. Der dusseligste Zuschauer weiß nach kurzer Zeit, was passieren wird. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, habe ich diesen todlangweiligen Dünnsinn dann auch ausgeschaltet, weil ich 1000+1 Dinge kenne, mit denen ich meine Zeit schöner verschwenden kann. Fazit: Stimmungsvoller aber inszenatorisch völlig vermurkster Langweiler, der sich durch unüberlegte Schnitttechnik seiner Geschichte höchstselbst beraubt. Blöd!
  • Black Water - Was du nicht siehst kann dich töten
    Das Grauen lauert unter Wasser.
    Horror, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.03.2021
    Die Optik deutet zunächst beinahe auf einen Amateurfilm hin, was ihn letztlich aber authentischer wirken lässt. "Black Water" ist mitnichten ein Funtrasher mit spaßigen Blut-Effekten oder dreisten Sprüchen, sondern sowas wie eine Mischung aus "Rogue" und "Open Water", ein ruhiges, beklemmendes und weitgehend realistisches Kammerspiel. Das macht seine Klasse aus, denn aus dem Einheitsbrei der Krokofilme sticht dieser mit deutlich wirklichkeitsnaher Handlung hervor. Seine Spannung bezieht der Film daraus, dass man, wie auch die Protagonisten, das Viech (ist es echt? die Tricks wären sehr überzeugend) nicht kommen sieht. Der Zuschauer weiß also nicht mehr, als die bedauernswerten Urlauber. Zwischendurch wird der Film mal etwas träge, weswegen ich ihn auf drei gute Sterne einstufen wollte, doch insgesamt ist er ein spannender Survival Thriller, der nichts für schwache Nerven ist und besonders die Zuschauer packen wird, die noch nicht viele Streifen dieser Art gesehen haben. Fazit: Realistischer Horrortrip ohne viel Brimborium, dafür um so mehr subtiler Spannung.
  • The Amazing Spider-Man 2
    Rise of Electro - Sein größter Kampf beginnt.
    Fantasy, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.03.2021
    Was ich an diesem 2. Teil mochte ist, dass er eine wirkliche Fortsetzung ist, die sich homogen einfügt, Ereignisse des ersten Teils aufgreift und vertieft, nicht einfach nur eine neue Story entwirft, sondern es ergibt sich beim Schauen beider Filme ein einheitliches Gefühl. Man nimmt sich viel Zeit und eine ganze Weile fand ich den Film gut und sogar besser, als den ersten Teil, auch wenn Andrew Garfield nun wirklich nicht die Idealbesetzung ist und sein Spiderman bisweilen reichlich arrogant und unsympathisch rüberkommt. Seinen Gegenspieler fand ich optisch sehr beeindruckend umgesetzt. Warum dieser allerdings von einem namhaften Darsteller wie Jamie Fox verkörpert werden musste, erschließt sich mir nicht. Es ist so viel CGI im Spiel, dass man ihn auch komplett hätte animieren können. Eine gewisse Logik sollten auch Comicverfilmungen haben aber seine Genese ist völlig absurd und wird im weiteren Verlauf immer übertriebener. Wo hat er zum Beispiel plötzlich seinen Anzug her? Das Peter seinen selbst genäht hat, kann man zwar auch nicht glauben, aber immerhin wird es erklärt. Doch dann verliert der Streifen völlig die Kontrolle und will alles mögliche einbauen, entsorgt einen Gegner im Schnelldurchlauf und bringt urplötzlich und völlig überhastet zwei neue. Das überfüllt und verdirbt den Film. Dann hätte man in der ersten Hälfte nicht so viel Zeit verplempern dürfen. Fazit: Merkwürdig zweigeteilte Verfilmung, die gut beginnt aber zu viel will und mit lauter Fragezeichen endet.
  • Wet Woman in the Wind
    Drama, 18+ Spielfilm, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 12.03.2021
    Pink Eigu und Roman Porno sind seit den 70ern fester Bestandteil des japanischen Kinos. Sinn und Zweck ist natürlich, möglichst viel Sex in der Laufzeit unterzubringen, was häufig dazu führt, dass die Filme nicht als gut zu bezeichnen sind. "Wet Woman In The Wind" gelingt es aber, den Zuschauer aufgrund vielen subtilen und versteckten Witzes bei der Stange (oops, ein Zufall, ehrlich) zu halten. Dies äußert sich beispielsweise in einer Szene, in welcher die Herren brav und gesittet, wie Japaner eben mal so sind, anstehen. Es gibt also viel zu schmunzeln. Der Normalseher wird trotzdem nicht viel damit anfangen können, denn der Film entspricht nicht so ganz unseren Sehgewohnheiten und ist grotesk bis irreal. Letztlich jeder in diesem Streifen ist sexsüchtig und bis zum Endtitel hatte auch fast jeder Sex miteinander. Der ist leider nicht besonders erotisch inszeniert. Die Männer aus Nippon sind scheinbar nicht sehr einfallsreich und beschränken sich auf das wilde Durchkneten des Busens. Zielgruppe sind hier eindeutig Männer, denn es geht nur um das Zeigen attraktiver Frauenkörper und jeder Menge plumpen Sex. Wie gesagt ist dies aber durchmixt mit viel "Zwischen-Den-Zeilen-Humor", so dass dieser Softsexfilm durchaus ansprechend und auch anspruchsvoll für sein Genre ist. Fazit: Zeigt her eure ... Viel nackte Haut in einer Art Autorenfilm mit Humor und vielleicht so viel Sinn, dass man diesen nicht wirklich wahrnimmt. Interpretieren erlaubt.
  • Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil
    Der grüne Diamant ist gefunden... doch das Abenteuer geht weiter!
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.03.2021
    Die Fortsetzung von "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten"erreicht nie die Qualität des besagten Vorgängers. Man baute auf die Chemie zwischen Michael Douglas und Kathleen Turner, deren dritter Film "Der Rosenkrieg" ganz deutlich von diesem hier inspiriert wurde. Der Streifen ist aber eine Klamotte in der Optik einer 80er Jahre TV Serie. Wieder beginnt man mit einer merkwürdigen Einleitung, die diesmal aber deutlich ironischer ausfällt und erkennbar nur eine Fantasie der Romanautorin ist. Im wahrsten Sinne zaubert man Danny De Vito, als ursprünglich bösen Ralph, aus der Kiste, nur um ihn nach kurzem Geplänkel völlig unglaubwürdig umzupolen und zum lustigen Sidekick von Michael Douglas zu machen. Das ist an den Haaren herbei gezogen. Dies trifft auch auf die Story zu, die im Grunde keinerlei Ähnlichkeit mehr mit dem ersten Teil hat. Sie trieft vor Unlogik und unfreiwilligem Humor. Eine echte "Senseless-Story", in der ein Bösewicht sich eine Autorin ins Land holt, um über ihn zu schreiben, obwohl er damit rechnen muss, dass sie alles aufdeckt. Das wäre, als würde Donald Trump seine Machenschaften an CNN weiterleiten. Völlig absurd. Zudem ist es sehr auffällig, dass der Film gar nicht am Nil gedreht wurde. Also kurz gesagt: Dies ist nicht gerade eine Glanzleistung in Douglas´Filmographie aber ohne ihn wär es ein Rohrkrepierer. Fazit: Annehmbare aber unlustige Fortsetzung eines durchaus gut inszenierten Erstlings, die ihre Zuschauer für blöd hält und in der kaum ein Gag zündet.
  • Der Prinz aus Zamunda 2
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.03.2021
    Hat mir ein Dauerlächeln ins Gesicht gezaubert. Viel erwartet habe ich nicht und ich bin auch kein Fan davon, kultisch verehrte Filme nach Jahrzehnten fortzusetzen aber diesmal war es wie ein wunderschönes Klassentreffen. Bis in die kleinsten Nebenrollen sind die Darsteller aus Teil 1 zurückgekehrt und es gibt unwahrscheinlich viel Fanservice, was den Humor und einzelne Szenen angeht. Man kopiert die Geschichte nicht 1 zu 1 und lässt diesmal das Meiste in Zamunda spielen, auch wenn man nicht viel zu sehen bekommt. Geschickt hat man Originalszenen in den Film integriert und nur kurz mit einem CGI verjüngtem Eddie Murphy gemixt. Zwar ist der Kern der Story ähnlich und auch vorhersehbar, doch ist dies eine Fortsetzung, die dem Titel auch mal gerecht wird. Sie verbeugt sich vor dem Urfilm (wobei man nicht vergessen darf, dass auch der schon platt war) und baut viele durchdachte und liebevolle Referenzen, sowie hochkarätige Gaststars mit ein. Auch die Art des Humors, eigentlich nicht mehr ganz zeitgemäß, schließt sich an. Fazit: Eine wahre Wundertüte, in der man viele Insidergags findet, die nur Zuschauer des Originals erkennen können. Denen dürfte der "Prinz aus Zamunda 2" am besten gefallen, weil es viele Details zu entdecken gibt und allein das schon Spaß macht.