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Kritiken von "videogrande" aus

1274 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • The Adventurers
    Krimi, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 19.02.2018
    „The Adventures“ fängt eigentlich ziemlich famos an. Tolle Optik, nette Action. Überraschend ist zunächst, dass die Dreharbeiten in Europa stattgefunden haben, was dem chinesischen Film internationalen Touch verleiht. Nicht mehr direkt neu ist die Masche, einen westlichen Darsteller, in diesem Falle Jean Reno, zu verpflichten. Dieser hat überraschend viel Screentime, spult diese aber eher lustlos als altgedienter Kommissar ab. Der Streifen hat vom Ablauf her ziemliche Ähnlichkeiten mit der „Mission:Impossible“ Reihe und ist ein auf Hochglanz poliertes Vehikel mit einigen Schauwerten, welches sich nach der Hälfte der Laufzeit leider in Beliebigkeit verliert. Einzig die Darstellerin Shu-Qi weiß zu überzeugen, alle weiteren, selbst Andy Lau, wirken unterfordert und gelangweilt. Woran liegt das? Es fehlt dem Film deutlich an Tempo und Action. Schöne Aufnahmen von Paris, Berglandschaften und mittelalterlichen Burgen vermögen ein chinesisches Puplikum mit Sicherheit zu verzücken, für unsere Verhältnisse ist das Gezeigte aber einfach zu seicht und zu lau. Fazit: Schön gemachter Actionfilm aus China mit ungewohnter Kulisse aber irgendwie mauer Story und einer Portion Langatmigkeit. - Technikinfo: Bei einigen wenigen Szenen gibt es Doppelkonturen, die ich bislang noch nie auf Bluray wahrgenommen habe.
  • The Villainess
    18+ Spielfilm, Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 19.02.2018
    Also eines muss man sagen: Solche Kamerafahrten habe ich noch nie zuvor gesehen! Grandios, phänomenal! Wie haben die das bloß gemacht? Die Kamera schwirrt wie ein Insekt um die Kämpfenden, fällt mit ihnen aus dem Gebäude, surrt zwischen den Beinen hindurch und rast durch Frontscheiben von Autos. Dadurch wird eine nie gesehene Dynamik erreicht, die den Zuschauer mitten ins Geschehen katapultiert, ihm aber auch manchmal zu hektisch und wackelig einige Bilder nicht klar zeigt. „The Villainess“ fängt bereits nach Sekunden mit dem ersten Schuss an, es folgt eine aufregende Kamerafahrt im Egoshooter-Stil und ich war mir sicher: Das wird ein cooles Stück „Schießfilm“ - Doch leider, leider wollte man den Anspruch der Werke eines Park Chan Wook (Oldboy) mit einbringen, was den bis dahin actionreichen Film extremst ausbremst. Es gibt konfuse Rückblenden, die man nicht immer sofort als solche erkennt und die nur für Verwirrung sorgen. Eine unglaubwürdige wie kitschig-unpassende Lovestory gibt „The Villainess“ schließlich den Rest. Dieser Mix funktioniert leider so gut wie gar nicht. Hätte man weniger Anspruch und mehr Geradlinigkeit in den Film gepackt, wäre er eine 5-Sterne-Granate mit ikonischen Bildern. Wie Sook-Hee im Brautkleid, auf der Klobrille stehend, durch eine Abluft zielt, das hat schon Kultcharakter. Fazit: Durch zu viel guten Willen etwas vergeigter Actioner mit harten Szenen und fantastischer Kameraarbeit.
  • Shut In
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.02.2018
    Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass alles schon einmal gesehen zu haben. Die Auflösung ist, ebenso wie Handlungselemente, von Anfang an vorhersehbar. Man könnte dem Film daher attestieren, dass er "oldschool" ist und sich an alten 80er Jahre Thrillern orientiert. Für mich war das einfach nur eine einfallslose Hatz, bei der ich vorher wusste, wer der Täter ist und wer seine Opfer sein werden. Nachdem das erstmal aufgelöst ist, verliert der Film seine subtile Spannung, die durchaus sehr gut umgesetzt wurde, und wird zur üblichen Verfolgungsjagd durch das Haus, wie wir es schon seit Michael Myers Zeiten kennen. Fazit: Spannend aber nicht überraschend. Ein ordentlicher 0-8-15 Thriller, ohne bleibende Momente.
  • Never Sleep Again
    The Elm Street Legacy
    Dokumentation, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.02.2018
    Dies ist eine wirklich von Anfang bis Ende packende Dokumentation für Nightmare-Fans und für Zuschauer, die sich zusätzlich gern die Extras auf Ihrer Silberscheibe ansehen. Zu allen 8 Freddy-Filmen und sogar zur fast vergessenen TV-Serie „Freddys Nightmares“ gibt es Interviews, Bild- und Filmmaterial. Auch die Effekte werden beleuchtet. Auf das Remake wird allerdings nicht eingegangen. Dieses kann man als Freddy-Fan sowieso nicht ernst nehmen, denn wie heißt es so schön am Ende: Robert Englund wird immer Freddy Krüger sein! Das Schöne an der Doku ist, dass sie chronologisch die einzelnen Filme abhakt und nicht wild hin und her springt. Nachdem also Teil 1 besprochen wurde, ist im nächsten Kapitel der nächste Film dran, usw. Man erfährt eine Menge Hintergründe, witzige Anekdoten und sieht auch, welche Ideen aus Kostengründen gestrichen wurden. Dabei ist die ganze Doku nicht nur Lobhudelei, sondern geht auch auf Schwächen und Lächerlichkeiten der Serie ein. Eine Frage, die ich mir seit ewigen Zeiten stelle, wird allerdings nicht geklärt: Auf den Filmplakaten von Teil 1 und 2 gab es damals eine andere Krallenhand zu sehen, als in den Filmen dann verwendet wurde. Erst der aus der Rolle fallende 7. Teil bietet genau diesen messerscharfen Handaufsatz. Da es also noch mehr zu berichten gäbe, rattert diese interessante Doku knapp am 5. Stern vorbei. Fazit: Erstklassiges Fanfutter! Diese Produktion steht man ohne einzuschlafen durch. Was Freddy vielleicht ärgern dürfte ;-)
  • Die dunkle Gräfin
    Nach einer wahren Geschichte.
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.02.2018
    Wenn man den FSK Aufkleber beachtet, weiß man schon: Das kann ja gar nichts werden! Freigegeben ab 12 Jahren. Eine Geschichte über die berüchtigste Mörderin der Weltgeschichte, die „Blutgräfin“ Barthory, die Vorbild für Vampirgeschichten ist und im Blut ihrer Opfer badete? Wie soll das gehen? Gar nicht, wie sich herausstellt. Ich wähnte mich in einem Märchenfilm mit Hänsel und Gretel, denn zwei Kinder spielen die Hauptrolle. Ein junges Geschwisterpaar landet im Schloss besagter Gräfin. Und da geht es zunächst überhaupt nicht gruselig zu, sondern wie in einer Fortsetzung von Aschenbrödel. Selbst die böse Frau B. kommt viel zu brav rüber und Greueltaten werden im Prinzip gar nicht gezeigt. Es stellt sich heraus, dass man wohl bei der FSK zwischendurch ein Nickerchen gemacht hat, denn wie ist es sonst zu erklären, dass es eine, wenn auch reichlich versteckte, Kopulationsszene gibt?Nun erklären Sie mal den 12er Zuschauern, für die das ganze gemacht zu sein scheint, warum „die Tante so laut stöhnt“. Später berichtet die Gräfin, dass sie einen Jungen beim Masturbieren erwischte und ihm Finger und Hoden abschnitt. Finden Sie das kindgerecht? Aber für Erwachsene ist dieser blutleere Langweiler ja auch nicht gerade konzipiert. Fazit: Nicht Fisch noch Fleisch. Uninspirierte und todlangweilige Verfilmung über eine blutrünstige Sadistin, deren Taten man noch nicht mal andeutungsweise zeigt. Der optische Höhepunkt ist die vielversprechende Eingangssequenz, danach kann man abschalten.
  • Operation Chromite
    Wir waren Soldaten und wurden zu Helden!
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.02.2018
    Es kommt scheinbar in asiatischen Filmen immer mehr in Mode, sich zugkräftige Gaststars aus Hollywood zu angeln, um auch in unseren Breitengraden punkten zu können. Nötig hätten die Filme das qualitativ nicht. In diesem sehr geradlinigen und darum auch für ein westliches Puplikum rundweg ansehbaren Kriegsfilm spielt nun Liam Neeson einen US-General mit wahrem historischem Hintergrund. Er tut das mit Mut zur Frisur, denn sein Alter sieht man Mr. Neeson hier wahrlich an. Er ist knapp wiederzuerkennen. Zudem trägt er klischeehaft auch ständig RayBan und Pfeife im Gesicht. Seine Screentime ist vergleichsweise knapp und er nutzt sie für platten Patriotismus. Doch darum soll es gar nicht gehen, sondern um den Film als solchen, der bis auf seine grottigen CGI Effekte durchaus hollywoodtauglich ist. Wie es sich für asiatisches Kino gehört, ist er mit Pathos und leichtem Schmalz behaftet, alles jedoch in erträglichem Rahmen. Die Actionszenen sind hervorragend gelungen, die auf Wahrheit beruhende Spionagestory packt. Das sich Gut und Böse hier wie in einem Superheromovie am Ende gegenüberstehen kostet Glaubwürdigkeit, ist aber wohl unvermeidlich. Fazit: Guter, actiongeladener Spionagethriller aus Zeiten des Koreakrieges mit leichten Längen und etwas Pathos. Den vierten Stern gibt es als Asiabonus von mir dazu, denn in Hollywood hätte ich einiges nicht durchgehen lassen, wurde aber blendend unterhalten.
  • Let the Bullets Fly
    Tödliche Kugeln
    Action, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.02.2018
    Die Kritik kann gleich mit dem Fazit beginnen: Ein alberner, überdrehter Film, dessen kinderfilmmäßig überzogene Synchronisation ihm komplett das Wasser abgräbt! - Auf den ersten Blick scheint dies ein moderner actionreicher Hong Kong Film zu sein, der mit Chow Yun Fat auch einen renommierten Star aufbietet. Fans wissen, was das asiatische Kino kann, jedoch ist dies eine extrem überzogene, alberne Gurke mit Kreischhumor und Gags auf dem Niveau..nein, man täte den "Drei Stooges" unrecht. Es geht hektisch zu und macht wenig Sinn. Fast jeder Charakter spricht mit enervierend hoher deutscher Stimme und auch die "Gags" dieser Actionkomödie ziehen gar nicht. Da werden problemlos Beile in Eisenbahnschienen geworfen und spätestens als mit einem Menschen Fußball gegen eine überdimensionale Trommel gespielt wird ist jeglicher Funken eines guten Asiamovies erloschen. Ich habe ihn nicht bis zum Ende ausgehalten und empfinde ihn als unerträglich. Viel schlimmer aber ist, dass dies ein Teil einer Trilogie ist. Es gibt also noch mehr von diesem Mumpitz, der sogar für fernöstliche Verhältnisse viel zu albern ist...
  • Legion - Staffel 1
    Die komplette erste Season
    Serie, Thriller, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 04.02.2018
    Eine ziemlich mutige Fernsehserie, denn sie lockt X-Men Fans vor die Mattscheibe und wird weit mehr als die Hälfte davon wieder verlieren! „Legion“ ist eine surreale Mischung aus Werken von Kubrick, Twin Peaks, Heroes und Sucker Punch auf Droge! Hätte ich im TV eingeschaltet, würde ich der Serie nicht mehr folgen. Ich habe viele schwierige Filme gesehen, aber dieses Wirrwarr setzt allem die Krone auf. Ich verstehe fast nichts! „Erinnerungen innerhalb Erinnerungen“, ruft einer der Darsteller aus, während man sich im Kopf von Protagonist David befindet, der zugleich auch an der Expedition in sein eigenes Erlebtes teilnimmt. Manchmal als Kind, damit er keinen Schaden anrichten kann. Es gibt Zeitsprünge, Visionen, und scheinbare Wahrheiten. Mutanten, die aus zwei Personen bestehen oder den Körper tauschen können, tiefgefrorene Taucher, die in einem riesigen Eiswürfel wohnen. Alles spielt sich auf irgendwelchen Astralebenen ab, aber mit den X-Men, wie wir sie kennen, hat das nichts mehr gemein. Wann spielt diese Serie eigentlich? Gibt es Professor X oder ist dies schon nach dem Ende von „Logan“ angesiedelt? Das einzig Gute ist die Darstellung von Davids Schizophrenie. Jedoch möchte ich sie nicht mit ihm erleiden, sondern als Zuschauer den Sinn verstehen. Das ist mir nach 8 Episoden nicht gelungen und wird mich auch nicht ermuntern, eine nächste Staffel zu schauen. Fazit: Neuartig, aber zu abstrus. Mindfuck ohne Ende aber auch ohne Erklärung. Einfach nur Strange.
  • Armee der Finsternis
    Wenn du ins Mittelalter reist - vergiß die Kettensäge nicht!
    Horror, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.02.2018
    Die Vorgeschichte zur „Armee der Finsternis“ dürfte bekannt sein. Man sollte den Film „Tanz der Teufel 2“ gesehen haben, wobei die Ziffer irreführend ist, denn ein zweiter Teil ist das im Grunde nicht. Der erste Film wurde nur noch einmal mit viel Slapstick vewurstet. Dieser nunmehr dritte Teil setzt vollkommen auf Humor und hat die Ekelschraube ganz zurückgedreht. Trotzdem es sich um ein extremes B-Movie handelt, ist hier doch von allen Teilen am meisten Aufwand betrieben worden. Schließlich spielt das ganze im Mittelalter, was Kulissen und Kostüme erforderte. Da man sich als Drehort nicht mehr nur auf eine Hütte im Wald beschränkte, ist auch ein sehr viel interessanterer und abwechslungsreicher Streifen entstanden, der auch als Einzelfilm gesehen werden kann und der sich schon sehr dem Mainstream zugewendet hat. Die Effekte sind ziemlich billig, es gibt Logik- und Anschlußfehler und dass man ihn ganz offensichtlich irgendwo in den Steinwüsten Arizonas gedreht hat, obwohl er in Europa angesiedelt sein müsste, hat gerade nach so langer Zeit besonderen Witz und Charme. Der Humor ist gewöhnungsbedürftig und grenzwertig. Vom Film selbst gibt es wohl mindestens vier Fassungen, wobei das Ende der europäischen Variante am meisten Sinn ergibt, wenn man die TV Serie „Ash vs Evil Dead“ im Anschluss sehen möchte. Fazit: Slapstickhafte, aber hoch unterhaltsame Low Budget Verfilmung und Fortsetzung eines ehemals skandalösen Kult-Horrorfilmes. Bester Teil der Beinahe-Trilogie.
  • Tanz der Teufel 2
    Jetzt wird noch mehr getanzt.
    Horror, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.02.2018
    Es is ja immer so eine Sache mit Kultfilmen: Wer ernennt sie eigentlich zu solchen und haben sie es immer verdient? Unterschiedliche Gründe können dafür sorgen, in diesem Fall der seinerzeit mit angeblich skandalösen Bluteffekten versehene Streifen „Tanz der Teufel“ - Indiziert, verboten und als Raubkopie auf dem Schulhof erhältlich. Das muss ja was ganz dolles sein. Mitte der 80er verpasste man dem Gemetzel diese Fortsetzung. Doch wer genau zuschaut weiß, dass es keine ist und es sich um ein Reboot handelt - und zwar eines mit viel Humor. Praktisch die gleiche Geschichte wird hier temporeich und ohne viele Umschweife nochmal erzählt. Die Effekte sind eigentlich grottig und was man in Deutschland herausgeschnitten hatte, war merkwürdigerweise gar nicht brutal. Es handelt sich um winzige Schnittchen. Trotz Brutalofaktor soll man diesen Film nicht mehr ernst nehmen und kann es auch gar nicht. Die Darsteller acten grausamst over, die Dämonenmasken ähneln Karikaturen und der Humor ist teilweise nervtötend, beispielsweise die Szene, in der Ash mit einer lebendigen Hirschtrophäe und den restlichen Möbeln einen gefühlt minutenlangen Lachanfall bekommt oder er sich selbst Teller auf den Kopf schlägt. „Sehr witzig“ Fazit: Eine Comedywiederholung von Teil 1, die aber der direkte Vorläufer der „Armee der Finsternis“ ist und auf den sich auch die neue TV Serie „Ash vs Evil Dead“ bezieht. Man muss schon Fan sein, um diesen Slapstick wirklich zu mögen.
  • Bastille Day
    Mit dem Gesetz kommt das Chaos.
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.02.2018
    Warum man Idris Elba bereits als Nachfolger von Daniel Craig als 007 handelt wird in diesem Actionthriller ersichtlich. Es geht erfrischend anders und europäisch zur Sache. Viel schreiben kann man zu „Bastille Day“ eigentlich nicht. Er greift ein leider aktuelles Thema auf, nämlich Terroranschläge in Paris, doch dies ist nicht das Hauptthema. Die Bombe dient nur der Ablenkung. Darauf folgt die "erwartet unerwartete" Geschichte, die natürlich inhaltlich nichts Neues bietet, aber dennoch sehr solide inszeniert wurde und jede Menge unverbrauchter Darsteller hat, die das Ganze authentisch wirken lassen. Action und Thrill halten sich sehr gut die Waage und so kommt man zum Fazit: Guter, solider Actionfilm auf hohem Niveau ohne extreme Hollywood-Übertreibungen, der blendend unterhält!
  • Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt
    Kids, Fantasy, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 31.01.2018
    Die Enttäuschung schlechthin! Nur damit es keine Missverständnisse gibt, wenn ich diesen Film als Kinderkacke bewerte: Ich mochte die Verfilmungen von Wickie und Hui Buh. Das kleine Gespenst war mir 5 Sterne wert. Was man jedoch aus Boy Lornsens Kinderbuch gemacht hat, ist nahezu eine Frechheit. Modernisierung in allen Ehren, aber von der Geschichte ist praktisch nichts mehr übrig. Figuren, die in der alten Puppenserie mit Liebe und Charme gestaltet wurden und regelrecht Charakter hatten, werden hier, wie Leuchtturmwärter Matthias, zu Unsympathen in einer Kurzrolle. Es tummeln sich Rocker und Geheimagenten, die sogar Gewalt in Form von Schlägerei und Betäubungspfeil in die Geschichte bringen. Es gibt Overacting oder gar keine schauspielerische Leistung. Die Produktion wirkt überaus billig, wie für das Fernsehen produziert. Der Humor ist albern und nervt zumindest Erwachsene. Kinder könnten das Theater zwar mögen, aber die Seele der Geschichte, der Charme und Einfallsreichtum des Autors sind wie weggeblasen. Man hat sich erdreistet, Lornsens fantasievolle Geschichte komplett auf niedrigstem Niveau in Actionmumpitz für Konsolenkids umzuschreiben. Fazit: Zeigen Sie den Kindern den liebevollen Puppenfilm, denn der ist ein echtes Abenteuer. Außer des Designs des Fliewatüt und dem Aussehen von Robbi ist hier praktisch nichts gelungen.