Das Ende der Welt war erst der Anfang. Am Ende der Welt überlebt niemand alleine.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 29.08.2026
"Fürchte die Überlebenden“
Ridley Scott und Endzeit, da erwartet man großes Kino. "Das Ende der Sterne“ hat dafür alles was man braucht: eine fast ausgelöschte Menschheit, eine verlassene Welt, einen mysteriösen Funkspruch und mit Jacob Elordi, Josh Brolin und Margaret Qualley einen starken Cast.
Wer hier aber einen zweiten „Alien“, „Blade Runner“ oder gar „Mad Max“ erwartet, dürfte sich ziemlich wundern. Scott geht diesmal einen deutlich ruhigeren und persönlicheren Weg. Hig lebt mit seinem Hund und dem ziemlich grimmigen Überlebenskünstler Bangley auf einem verlassenen Flugplatz. Während der eine lieber schießt, bevor er fragt, sucht der andere verzweifelt nach einem Rest Menschlichkeit. Klingt erstmal nicht schlecht und ist es auch nicht.
Die Bilder sind grandios, besonders die Flugszenen und Landschaften haben richtig was zu bieten. Auch Brolin macht als knurriger Survival-Typ ordentlich Spaß und zwischen den beiden Männern entwickelt sich eine interessante, manchmal sogar überraschend humorvolle Dynamik.
Der Film verliert sich zwischendurch immer wieder etwas in Langsamkeit, die Spannung wird aufgebaut und dann wieder ausgebremst, manche Sprünge wirken etwas holprig und wer auf ordentlich Endzeit-Action wartet, braucht etwas Geduld. Dafür steckt viel Nachdenkliches über Einsamkeit, Verlust, Hoffnung und die Frage drin, was vom einen Menschen übrig bleibt, wenn fast niemand mehr da ist.
Fazit: Kein typischer Ridley-Scott-Brecher, dafür ein ungewöhnliches und atmosphärisch starkes Endzeitdrama. Manchmal etwas zäh, aber gerade deshalb auch etwas besonderes. Durchschnittlich etwa 3–4 Sterne, für mich aber glatte 4 Sterne da ich sehr von diesen Werk beeindruckt bin. Sehenswert+, aber bitte nicht mit falschen Erwartungen ansehen.
Eberhofer.Susi.Birkenberger.Dreamteam. Der zehnte Eberhofer Fall, nach dem Bestseller von Rita Falk.
Komödie, Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 29.08.2026
"Wer Hochdeutsch redet, hat nicht automatisch recht!“
Der Eberhofer ist wieder da und diesmal geht es zum Jubiläum gleich ans Steckerlfischfiasko. Der zehnte Fall aus Niederkaltenkirchen macht eigentlich genau das, was man erwartet: Eberhofer (Sebastian Bezzel) grantelt sich durch einen Mordfall, Birkenberger (Simon Schwarz) ist natürlich wieder, wenn auch ekelhaft verlottert, dabei und im heimischen Chaos ist sowieso alles so weit wie immer paletti.
Allerdings liegt der Steckerlfischkönig plötzlich mausetot auf dem neuen Golfplatz und schon darf sich Franz zwischen Volksfestclans, Schickimicki-Golfern und jeder Menge Dorftratsch durchquälen. Die Krimihandlung ist dabei eher (wieder) Nebensache, denn seien wir ehrlich: Wer geht schon wegen des hochspannenden Mordrätsels in einen Eberhofer? Genau, kein normaler Mensch.
Was zählt sind die bekannten bayerischen Provinz-Figuren und dieser herrlich bekloppte Mischung aus Familienwahnsinn und trockenem Humor. Franz, Rudi, Susi und natürlich die Oma, da funktioniert das Zusammenspiel einfach immer noch richtig gut. Besonders der Wahnsinn rund um den Golfplatz, Wahlkampf und das Dorfleben sorgen für einige schöne Lacher.
Allerdings merkt man nach zehn Filmen auch, dass langsam die Luft etwas dünner wird. Große Überraschungen bleiben aus und der Mordfall wirkt stellenweise eher wie notwendiges Beiwerk. Macht aber nix, denn die Figuren tragen das Ding locker über die Ziellinie.
Fazit: Deshalb ist das "Steckerlfischfiasko" für Eberhofer-Fans wieder ein gemütlicher, bayerisch-bekloppter Spaß. Viel Charme, gute Darsteller und reichlich Situationskomik. Die 99 Minuten vergehen wie im Trecker. Für mich 3–4 Sterne, mit Tendenz zu 4, Sehenswert+ und somit: Sitzt, passt, wackelt und hod Luft!
Bewertung und Kritik von Filmfan "Sweettooth" am 29.08.2026
Ich würde ja gerne mal mit Jules Verne einen Filmabend machen und dann diese „Interpretation“ seines Bestsellers mit ihm gucken. Wie würde der, abgesehen von den SciFi Aspekten, wie Fernseher, Internet oder Blu-ray, darauf reagieren?
Und ob er Einen mitkiffen würde?
Aber ich schweife ab…;)
Kiffen hilft bei diesem Scheiß übrigens auch nicht. Das ist zuverlässiges Asylum-Niveau, ohne wenn und aber.
Bewertung und Kritik von Filmfan "Sweettooth" am 29.08.2026
Das eigentlich Interessante hier sind die originalen Verhörtexte. Götz‘ Performance ist da sekundär und wirkt irgendwie ein bisschen wie ein Egotrip.
Da ist beim Anschauen natürlich auch Sensationslust im Spiel. Aber andererseits, was ist das für ein scheiß Job, sich dieses kranke Geseire live anzuhören. Da sorgt die künstlerische Verarbeitung für einen gewissen Abstand.
Aber 1:50 ist dann doch ein Stück zu lang, auch wenn ich in einem Rutsch bis zum Ende durchgehalten habe.
Zwiespältige knappe 3 Sterne.
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" am 29.08.2026
Durch die Beschreibung wie auch Trailer hatte ich mir durchaus einen amüsanten Filmnachmittag erhofft, wurde jedoch leider mit einer überdrehten, überalbernen Umsetzung konfrontiert. So unterhaltsam die Ausgangsidee auch gewesen sein mag, so wenig glaubhaft oder gar fesselnd bleibt das Gesamtwerk an sich. Wenn Kinder einem ausgebüchsten Kaninchen hinterherjagen ist dies genauso wenig spannend wie der gefühlt 500te Aufenthalt im Pool und die verpuffende Ermahnung des Familienvaters, rücksichtsvoll und leise zu sein. Eine wirklich handfeste Story, von der man gefesselt sein könnte, gibt es nicht - das Anwesen selbst ist das Interessanteste des Ganzen. Für erwachsene Zuschauer zu harmlos, zu albern, zu seicht - für jüngere hingegen vermutlich zu uninteressant.
Bewertung und Kritik von Filmfan "Sweettooth" am 29.08.2026
Für mich ist das Hauptproblem, dass der Film fast schon unseriös manipulativ erzählt ist.
So wie der Vorfall erst gezeigt wird, ist Sam auf jeden Fall schuldig, so dass sich der Zuschauer ordentlich aufregen kann. Nur ist der Ablauf da völliger Mumpitz.
Warum schießen die auf das Volk unten und nicht auf die Schützen auf den Dächern? Warum wird kein Ami mehr getroffen, obwohl sie nicht mehr in Deckung sind und auf die Sniper oben gar nicht schießen? Und wo sind die Verletzten im Hof direkt nach der Schießerei? Da gibt es anscheinend nur Tote…
Wie es „wirklich“ war, wird dann erst sehr plot convenient nach und nach enthüllt.
Problematisch ist natürlich auch immer, wenn man als Kissenpuper von zuhause aus Leute kritisiert, die in solchen Extremsituationen Fehler gemacht haben.
Die Amis ticken da auch anders, wenn es um ihr Militär geht. Da stehen der geleistete „Service“ und Support im Vordergrund und die Verbrechen interessieren da die breite Masse kaum.
Das dann auch noch das kleine einbeinige Mädchen auf Sam geschossen hat und der Vietnamese ihm am Ende noch salutiert, ist eher peinlich und lächerlich.
Der schlechteste Film von Bill Friedkin.
Da hat ihn wohl die Patriotismusbrille blind gemacht. 1,7 Sterne.
Bewertung und Kritik von Filmfan "Sweettooth" am 29.08.2026
Nicht der Richtige Stoff für Brian De Palma… Ob ihn der Job aus Hollywood vergrault hat?
Bleibt man da so stehen, wenn sich so ein Wirbelsturm bildet, der einem schon die Krümel unter den Füßen weg zieht?
Irgendwie fehlt am Anfang der dramaturgischer Aufbau. Das geht so hoplahop und wirkt irgendwie ein bisschen banal. Da ist das erwähnte unstimmige Verhalten sicher auch ein Grund…
Ab dem 2ten Akt funktioniert das etwas besser. Aber im Wesentlichen ist die Story doch sehr generisch (auch von der Erzählweise her) und am Ende auch noch kitschig. Hätte nur noch gefehlt, dass E.T. Tim Robbins wieder zum Leben erweckt.
2,4 Sterne.
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" am 29.08.2026
Dass Loriot gewiss weder der erste, noch der letzte gewesen ist, der sich über den Eintritt in das Rentenalter mit bissigen Wahrheiten lustig machte ohne die Ernsthaftigkeit der dahinter liegenden Tragik verstecken zu wollen, dürfte auf den jüngeren Zuschauern bekannt sein. "Dann passiert das Leben" setzt dem Ganzen noch eine besondere Note auf, in dem die Thematik der Fahreflucht zum Dreh- und Angelpunkt von Ritas und Toms weiterem Leben einzieht. Die eher unaufgeregte Umsetzung ist ähnlich Still wie die Beziehung des Paares - immer trostloser, einsamer, ruhiger und in sich selbst verloren wirkend plätschert "Dann passiert das Leben" ein wenig vor sich hin, ohne jedoch langatmig oder gar langweilig zu werden. Gewiss mag man als Zuschauer die Protagonistin allzu gerne einmal schütteln, sie vehement zu einer Aktion oder zumindest Reaktion auffordern.... doch die Ahnung, wenn nicht gar das Wissen, dass das Gezeigte allzu authentischer Natur ist, bleibt. Wer durch die Besetzung mit Anke Engelke auf ein vorrangig amüsantes Filmspektakel hofft, wird eines besseren belehrt - "Dann passiert das Leben" geht unter die Haut und verstört nicht zuletzt in vielerlei Facetten, ohne auf eine hollywoodreife Gefühlsexplosion zu setzen.
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" am 29.08.2026
"Über den Fluss und in die Wälder" wurde erst mit deutlicher Verzögerung hierzulande veröffentlicht - es verging sogar so viel Zeit, dass mir bis zur Sichtung die besondere Note der Dreharbeiten entfallen war: Liev Schreiber, der hier den depressiven und todranken Cantwell spielt, erfuhr wärhend des Entstehungsprozesses des Filmes, dass sein eigener Vater den Kampf gegen seien Krankheit aufgab und Sterbehilfe ersuchte. Der Zuschauer, der dies im Hinterkopf hat, bildet sich zumindest ein, die Melancholie, die den Film und insbesondere den Protagonisten umgibt, noch ein wenig mehr zu fühlen, so dass die gesamte Stimmung noch etwas düsterer wird. Eine Düsterniss, die die Contessa zwischenzeitlich immer wieder zu vertreiben scheint, so dass "Über den Fluss und in in die Wälder" nicht einfach ein rätselhafter, düsterer Abschied ist, sondern ebenfalls helle, hoffnungsvolle Momente in sich trägt. Dass streng genommen in dem Gesamtwerk nicht allzu viel passiert, muss man als Zuschauer verkraften; ich selbst empfand den Film tatsächlich manchesmal als schwerfällig bishin langatmig. Viele Fragen bleiben offen, waren vermutlich nie beabsichtigt, geklärt zu werden - erneut ein Film somit, der den Zuschauer über den Abspann hinaus beschäftigt, bedauerlicherweise jedoch etwas darstellt, bei dem die letzte Raffinesse fehlt.
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" am 29.08.2026
Im Kino leider mal wieder verpasst, habe ich mir kurzentschlossen direkt die DVD bestellt und wurde nicht enttäuscht. Nach einem etwas schwerfälligen Anfang vermochte "Ready or not 2" mich völlig in seinen Bann zu ziehen, wenngleich ich gestehen muss, dass mir diese ganze überirdisch-sektenartige Begründung etwas zu viel des Guten war. Pluspunkt sammelt auch hier die Besetzung (großartig: Elijah Wood als quasi-Testamentsvollstrecker), so dass "Ready or Not 2" auf lange Strecken unterhält wie auch (schwarzhumorig) amüsiert. Den Seitenhieb auf "Herr der Ringe" mag man sich einbilden, den ersten Teil des Filmes hingegen sollte man gesehen haben, um der Fortsetzung, die recht nahtlos anknüpft, folgen zu können. So viel Blut hier auch spritzt, so zurückhaltend ist "Ready or Not 2" überwiegend mit der Darstellung von Brutalität. Der Verzicht auf möglichst eklige Großaufnahmen kommt der Atsmosphäre zu Gute, die unterschiedlichen Charaktere, die sich in dem Gesamtwerk versammeln, tragen jeweils ihren Reiz inne - der Ausgang des Gesamtwerks lässt wie üblich Raum für eine Fortsetzung, die man sich jedoch nur sehr sehr bedingt wünschen dürfte. Für mich eine gelungene Ergänzung zum Vorgänger, die ich mir durchaus beizeiten erneut ansehen werde.
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" am 29.08.2026
Mads Mikkelsen in einer abermals neuen, ungewöhnlichen Rolle, die man ihm jedoch in jeder Sekunde des Films abnimmt. Die Themen Bankraub, Persönlichkeitsstörungen, Geschwisterzusammenhalt und Lebensträume in einen Film zu packen, der gleichzeitig spannend, traurig, ernsthaft, unterhaltsam, melodramatisch und dabei stets kurzweilig ist, ist gewiss nicht einfach - über den Großteil des Gesamtwerkes ist den Machern jedoch genau dies gelungen. Die gewählte Besetzung lässt hier über manche Schwächen, in denen das alles doch etwas zu konstruiert und ansatzweise albern wird, hinwegsehen - es fällt schwer "Therapie für Wikinger" zu beschreiben, ohne viel zu viel vorwegzunehmen oder gar nur die richtigen Worte zu finden. Tatsächlich hätte ich mir das Ganze vermutlich ohne Mads Mikkelsen nicht angeschaut und bin rückblickend betrachtet über die Sichtung froh, stellt das Gesamtwerk druch aus einen Film dar, der lange auf vielerlei Weise nachhallt.
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" am 29.08.2026
Dass Spiele wie "Wahrheit oder Pflicht", "Ich hab noch nie" oder ähnliche Varianten davon oftmals zu Streit statt Spaß führen, zeigt auch "Das Drama" auf perfide Weise, geht es hier bei einem bis dato entspannten Abendessen um die große Beichte einer Tat, die man noch nie jemanden gebeichtet hat. Dass, was Emma offenbart, hält ihr Verlobter Charlie zunächst für einen makaberen Scherz - doch je mehr Emma erzählt, desto weniger weiß Charlie, was er von ihr und der bevorstehenden Hochzeit noch halten soll. "Das Drama - nochmal auf Anfang" zog mich als Zuschauer von der ersten Szene an in seinen Bann, wenngleich Charlies Art, in allem zuerst einmal etwas lustiges zu sehen, hier und dort ein wenig anstrengend ist. Emma indes wirkt tiefgründiger, facettenreicher, emotionaler und auch verletzlicher - naturgemäß wird nicht jeder Zuschauer einer Meinung sein, wie er auf Emmas "Geständnis" selbst reagiert hätte. Die Entscheidung der Drehbuchautoren, den Film nicht allzu ernst, sondern auch witzig zu gestalten, steht sich meiner Meinung nach des öfteren im Weg, dreht das Ganze insbesondere im Finale viel zu sehr auf, um zu guter Letzt doch wieder ans Herz zu gehen. Schade, denn eigentlich habe ich hier einen sehr sehr guten Film vorgefunden, der jedoch durch die hineingepressten Albernheiten ein wenig zu viel von seinem Charme und der eben doch notwendigen Ernsthaftigkeit verlor.