Kritiken von "videogrande"

Extra Ordinary

Geisterjagd für Anfänger.
Komödie, Fantasy

Extra Ordinary

Geisterjagd für Anfänger.
Komödie, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 19.05.2020
Tja, ich kann dazu nur sagen, dass ich "The Bluesbrothers" beim ersten Mal "Sehen" nicht mochte und er nun zu meinen absoluten Favourites gehört, was Kultfilme angeht. Dennoch denke ich, dass "ExtraOrdinary" es nicht zu solch einem bringen wird. Er ist eine nette Independent Geisterkomödie, die sich zwei bis dreimal liebevoll vor bekannten Vorbildern verbeugt und einen britisch-trockenen Humor an den Tag legt. Hier und da meinte ich fast, den skurrilen Charme und Einfallsreichtum eines Douglas Adams zu entdecken aber im Großen und Ganzen ist der Film ein dröges und schwerfälliges Vehikel. Ihm fehlt irgendwie das gewisse Etwas...und es lässt sich gar nicht leicht erklären, was das ist. Vielleicht Tempo und Verve? Nach anfänglich gutem Einstieg, viel Witz und erstaunlich guten Special Effekts wirds doch ein wenig langatmig und zäh. Fazit: Gut gemeinte Komödie aus Irland, die sich inszenatorisch irgendwie verheddert und etwas von der ruhigen Langeweile eines Loriot-Spielfilmes hat. Der war in der Kürze auch genial, auf Filmlänge gestreckt aber ermüdend... Ich bin trotzdem sicher, das "ExtraOrdinary" eine Fangemeinde erhalten wird.

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The Wicker Man

Thriller, Horror

The Wicker Man

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 13.05.2020
Egal von welcher Seite betrachtet, ist dies ein bemerkenswerter, wenn auch höchst befremdlicher Film in Super-8 Optik, der wie von Laien gemacht wirkt. Die Auswertung auf DVD ist von dementsprechend saumiserabler Bildqualität. Die Idee zu "The Wicker Man" ist hochinteressant und dürfte sowohl Theologen, als auch Philosophen interessieren. Vor allem spielt er kritisch mit der Frage nach der "wahren" Religion und erzählt von verblendetem Fanatismus. Letztlich auf beiden Seiten. Die Story ist furchteinflößend aber auch ebenso bizarr und surreal. Dem Zuschauer, insbesondere dem von 1973, wird einiges abverlangt und es wundert mich nicht, dass er hierzulande nie erschienen ist. Vor allem enervierend sind die vielen Gesänge, weswegen Mitkritiker diesen Film als Musical bezeichnen. Verstörend ist nicht nur Christopher Lees Auftritt im Finale, sondern die komplette dillettantische Machart, die absolut nicht in der Tradition britischer Horrorfilme steht, auch wenn hier teils bekannte Gesichter mitspielen. Überraschend ist auch die schon vulgäre Freizügigkeit. Fans von Ingrid Pitt dürfen einmal mehr einen textilfreien Blick erhaschen. So merkwürdig der Film ist, so sehr hat er mich aber gepackt und kommt dystopischen Filmen wie "Soylent Green" schon recht nah. Fazit: Billig erstellter, stimmungsvoller und grotesker Mystery-Thriller, der seinerzeit eventuell skandalös war, heutzutage von Genrefans aber zumindest mal gesehen werden sollte. Gut oder schlecht? Auf jeden Fall ein Unikum.

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Der Vorname

Komödie, Deutscher Film

Der Vorname

Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 13.05.2020
Was als hintergründige und schwarzhumorige Komödie um ein "deutsches" Thema beginnt - und man auch dachte, es bliebe bei diesem - wandelt sich in ein eskalierendes 5 Personenstück, welches eindeutig spürbar bereits im Theater aufgeführt wurde. Das Ganze spielt vorwiegend in einem Raum und erinnert mich extrem an den "Gott des Gemetzels". Der Film ist hochkarätig besetzt und Christoph Maria Herbst spielt mal wieder zur Höchstform auf und ist auch für die meisten Schmunzler verantwortlich. Es gibt Seitenhiebe auf die teutonische Spießig- und Scheinheiligkeit. Eine ganze Weile bleibt es subtil witzig, tiefsinnig, entlarvend und nachdenkenswert...doch nach nicht all zu langer Zeit wirds wie so oft gewollt tragisch und vor allem wird der titelgebende Pfad verlassen. Das nimmt dem Streifen Tempo und Unterhaltungswert und endet letztlich tatsächlich "typisch deutsch", nämlich als mehr oder minder intellektuelle, etwas zähe Komödie, die mit zunehmender Lauflänge immer mehr langweilt. Meine Güte, gibt es in diesem Land denn nur Extreme zwischen Schweiger-Kitsch und altbackenem Lustspiel? Kann es nicht mal ein richtiges Feelgoodmovie geben? (Danke, Peter Thorwardt und Marcus H. Rosenmüller ;-)) Fazit: Lockt den Zuschauer mit provokantem Thema und wandelt sich dann zu einem verfilmten Theaterstück, das zwar hohes Niveau hat, aber immer unlustiger und steifer wird. Wieder mal nur drei gute Sterne - wegen des Einheitsbreis. Selbst die Kinoplakate (rote Schrift/weißer Grund) sind geklont.

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Escape Room

Sie spielen für ihr Leben gern.
Thriller, Horror

Escape Room

Sie spielen für ihr Leben gern.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.05.2020
Vorab schon einmal: "Escape Room" hat soviel Spaß gemacht, dass ich mir die Fortsetzung mit Sicherheit ansehen werde. Und das, obwohl nicht viel neu an dieser Mischung aus Saw, Cube und The Game ist. Womit wir die wichtigsten Inspirationsquellen genannt hätten, an die der Streifen nie heranreicht, weil er alles andere als komplex und gehaltvoll ist. Wer gern miträtselt und eine intelligente Story erwartet, darf jetzt aufhören zu lesen, denn dann ist der Film nichts für ihn. Er ist recht einfach und nur auf Unterhaltung aus, doch das gelingt. Mehrere Menschen eingesperrt und bei der Suche nach dem Ausweg auf sich allein gestellt. Ich weiß nicht, wie oft ich dieses in verschiedensten Varianten gesehen habe. Was ist also der Pluspunkt hier? Das Tempo! Der Film legt gleich voll los und lässt keine Langeweile aufkommen. Auch das Setting ist hervorragend. Für einen Low-Budget-Film wurde viel herausgeholt. Was man aber auf keinen Fall darf, das ist die Sache hinterfragen. Wer sollte sich all die Mühe machen, wer könnte so schnell aufräumen...Was soll das überhaupt? Das ist in diesem Fall egal, man muss sich einfach nur berieseln lassen. Horrorfans sei aber gesagt, das "Escape Room" sehr blutleer ist. Splattereffekte gibts hier nicht. Fazit: Der perfekte Popcornfilm für Verschwörungstheoretiker und Fans von Saw und fast allen Filmen mit "Room" am Ende ;-) Unterhaltsamer, wenn auch unlogischer Trash, der mir Spaß bereitet hat.

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25 km/h

Deutscher Film, Komödie

25 km/h

Deutscher Film, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.05.2020
Deutsche Komödien sehe ich mir nur an, wenn mir die Inhaltsangabe interessant erscheint oder interessante Darsteller dabei sind. In diesem Falle traf beides zu. In der Tat geben Bjarne Mädel und Lars Eidinger ein tolles Brüderpaar ab und füllen ihre Rollen perfekt aus. Die Story indes ist mal wieder so typisch dröge, wie das nächtliche kleine Fernsehspiel. Der Film ist charmant...aber in den wenigsten Szenen witzig. Es dauert nicht lange, bis sich mal wieder klischeehafte Melodramatik einschleicht. Jemand sprach hier von einem Feelgoodmovie. Nun, das menschliche Drama mit Tränen im Auge lässt nicht lange auf sich warten und so würde ich den Streifen eher als Tragikkomödie bezeichnen. Was hat immer dieses Rumgejaule in (deutschen) Komödien verloren? Anstatt den absurden Witz zu zelebrieren, wie man es in den Szenen mit Wotan Wilke Möhring bravourös geschafft hat, muss man doch wieder eine typische Story über verpasste Chancen und Fehler der Vergangenheit über sich ergehen lassen. Zudem wirkt die Mofa Tour auf mich wenig anstrengend und viel zu kurz, dafür, dass sie vom Schwarzwald bis zur Ostsee führt. Fazit: Nettes Roadmovie, das für eine Komödie streckenweise viel zu ernst rüberkommt und keine wirklichen Lacher erzeugt. Schauspielerisch ist "25 km/h" allerdings sehenswert und darum vergebe ich gute drei Punkte.

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Summer Wars

In diesem Sommer übernimmt das Internet die Welt - und diese Familie schlägt zurück!
Anime

Summer Wars

In diesem Sommer übernimmt das Internet die Welt - und diese Familie schlägt zurück!
Anime
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.05.2020
Ein zweigeteilter Anime, der auf der einen Seite eine schöne Familiengeschichte erzählt, die auch aufwändig und klassisch gezeichnet ist und viele visuelle Schmankerl bereithält, auf der anderen in eine virtuelle Welt abtaucht, die irgendwie nicht dazu passen mag. Der Teil, der in der realen Welt spielt, ist witzig, rührend und voller Botschaften. Die kluge Oma als Matriarchin, die eine sehr gemischte Familie samt schwarzem Schaf zusammenhält ist die Hauptthematik. Später greift dann eine Art Computerspiel, das gewisse Ähnlichkeiten zum Film, bzw. Buch "Ready Player One" aufweist in die Geschichte ein. Und hier muss die Familie beweisen, dass sie zusammenhalten kann. Im Grunde wäre diese SciFi-Komponente nicht nötig gewesen, da die Familie genug Sorgen und Nöte hätte, die erzählenswert wären. Ich bin ein wenig deutungsmüde, was den virtuellen und meiner Ansicht nach unpassenden Teil angeht. Sicherlich geht es um die Gefahren, die Social Media anrichten können, sowie den Gegensatz von "Traditionell" und "Technologisiert". Begonnen bei Fake News, bis hin zur möglichen Katastrophe. Am Ende steht aber der Zusammenhalt, nicht nur einer Sippe, im Vordergrund. Fazit: Gut gezeichnete Alltagsstory trifft auf wilde Cyberwelt, in der Avatare eine Rolle spielen. Etwas lang, aber durchaus sehenswert.

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Glass

Thriller

Glass

Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.04.2020
Ich hab ja so das Gefühl, Mr. Shyamalan will uns inzwischen auf den Arm nehmen, oder sich rächen, weil wir nur drei Filme von ihm richtig gut fanden und der Rest nur noch abstruser Mist ist. Und da reiht sich "Glass" problemlos ein, auch wenn ich es toll finde, dass man die Filme Unbreakable und Split damit nun verbunden hat, sogar die gleichen Darsteller aus Nebenrollen vertreten sind und die Idee eigentlich gut ist. Unbreakable gehört zu den drei guten Streifen doch bereits Split hatte mit derber Unlogik zu kämpfen, die hier nochmals auf die Spitze getrieben wird. Was hier passiert ist so dämlich, das man sich laufend vor den Kopf schlägt. Wenn man die drei für extreme Psychopathen hält, wieso werden die so lächerlich bewacht? Würde man wirklich ein Opfer in die Nähe ihres Peinigers bringen? Sollte man das als Pfleger tun, wenn solche Gefahr besteht? Die Zellen haben keine Schleusen, sondern einfache Türen? Man darf Bilder mit Glasrahmen aufhängen? (Stichwort Scherbe) Dann gibt es die Wende, die das Ganze verständlicher machen kann, aber noch unlogischer ist. Das ganze Ambiente ist völlig schwachsinnig konstruiert. Um aber auch was Positives zu sagen: Alle drei Hauptdarsteller, insbesondere McAvoy, spielen hervorragend. Die Story selbst ist erschreckend belanglos, die Idee dabei genial. Die Umsetzung ist nur nicht gelungen und kann auch langweilen. Fazit: Nur zu verstehen, wenn man ihn tatsächlich als 3. Teil sieht. Seine vielen Logikfehler trüben das Sehvergnügen enorm.

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Evangelion: 2.22

You Can (Not) Advance
Anime

Evangelion: 2.22

You Can (Not) Advance
Anime
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.04.2020
Nun hab ich es doch getan und mir Teil 2 angesehen, zumindest zu 2 Dritteln. Die Evangelion Filme sind zwar genau meine Richtung, treffen meinen Nerv aber nicht. Ich behaupte, dass mir dieser Teil, trotz vorzeitigem Abbruch, besser gefallen hat, als der erste. Es fällt vor allem auf, dass die einzige denkwürdige Szene, nämlich die mit dem Bierbesäufnis und dem Pinguin in der Dusche, hier nochmal eine kleine Steigerung, bzw. Hommage erfährt. Ansonsten ist mir das alles zu wild und wirr. Erklärt wird überhaupt nichts und als Zuschauer, der die Serie nicht kennt, ist man ebenso hilflos wie genervt vom ewigen Geschwirre merkwürdiger Computergrafiken. Zum typischen Zeichenstil passen auch die fast fotorealistischen Darstellungen von Autos und weiteren technischen Details nicht wirklich. Nebenher gibts auch wieder typische Höschenblitzer und andere kleine Anspielungen, die umso befremdlicher sind, wenn man weiß, das die Mädels 14jährige sein sollen. Fazit: Holt mich nicht ab! Klar sind Anime für ein spezielles Puplikum, insbesondere die dystopischen Zukunftsvisionen, aber diesem merkwürdigem pseudoreligiösem Wirrwarr mag ich nicht mehr folgen.

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Evangelion: 1.11

You Are (Not) Alone.
Anime

Evangelion: 1.11

You Are (Not) Alone.
Anime
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.04.2020
Die Grundidee ist schon mal bekloppt. Da wird ein Schuljunge in einen übergroßen Kampfroboter gesteckt, obwohl er keine Ahnung davon hat, aber „der einzige“ sei, der so was könne. Zwar erzählt man ihm, er würde eine Ausbildung erhalten, doch schon steckt er im ersten Kampfeinsatz. Na gut, es ist ein Anime, also Logik beiseite. Menschen in Exoanzügen, bzw. Kampfrobotern kennen wir inzwischen zur Genüge. Als gäbe es keine anderen Ideen mehr. Darum lässt mich „Evangelion1.11“ auch extrem kalt, obwohl er zunächst gut beginnt und ein solider, actionreicher Film ist, der allerdings mit zunehmender Laufzeit nervt und langweilt. Ein wenig quält man sich durch. Es rummst und kracht und wird unüberschaubar. Die viele christliche Symbolik ist aufdringlich und soll der Geschichte philosophische, bzw. theologische Tiefe geben. Wirklich Sinn macht das Ganze aber nicht und wird auch nicht aufgeklärt, denn, ach jeh, „Fortsetzung folgt“ wird eingeblendet und der Film hat kein Ende, sondern nur ein Fragezeichen. Das hat man als Kenner der Serie vielleicht nicht vor Augen, aber als undedarfter Zuschauer lautet mein Fazit: Ein SF Anime von der Stange. Leidlich unterhaltsam, mit leicht sexistischen Darstellungen. Wohl wirklich nur für Fans gedacht...für mich persönlich war das nix, da es mich ermüdete und ob ich den mitgelieferten Teil 2 gucke, steht in den Sternen. Da greif ich doch lieber zum wiederholten Mal auf den tollen "Appleseed" zurück.

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Godzilla 2 - King of the Monsters

Long Live the King - Ihre Herrschaft beginnt.
Fantasy, Action

Godzilla 2 - King of the Monsters

Long Live the King - Ihre Herrschaft beginnt.
Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.04.2020
Abgesehen davon, dass ich es immer noch für Blasphemie halte, Godzilla von Hollywoodstudios produzieren zu lassen, haben bereits die Trailer Schlimmes ahnen lassen. Was haben wir hier? Darüber muss man sich klar sein: Einen infantilen Monsterfilm. Einen, in dem sich Godzilla und andere Kultmonster die Köppe einschlagen. Es geht nicht um Story, es geht bewusst um Schauwerte. Warum zum Teufel nutzt man die nicht? Frühere Filme haben ihre digitalen Effekte kaschieren müssen, vorwiegend mit Dunkelheit und Regen. So wie den T-Rex im Jurassic Park, oder auch Emmerichs ersten Versuch, Godzi in die USA zu holen. Aber doch nicht mehr 2019! Heutzutage hat man alle tricktechnischen Möglichkeiten, lässt aber die Titanenkämpfe, um die es einzig und allein geht, in graublauen oder bräunlichen Farbfiltern , bei Nacht und Nebel, Schneegestöber, Regen, Rauch und Stroboskopblitzen regelrecht verschwinden. Jegliche Details sind nicht zu erkennen. Alles wirkt breiig und verschwommen. Eine künstlich wirkende CGI Atmosphäre zerstört den kompletten Film. Ganz ehrlich? Ray Harryhausens Filme und auch die japanischen Originale mögen trashig hoch 10 sein, aber sie taten das, worauf es ankam: Sie zeigten ihre "Hauptdarsteller" klar und deutlich und meistens auch in Farbe. Mothra ist ursprünglich eine bunte Motte und keine sphärische Lichterscheinung. Fazit: Ein echter Aufreger! Enttäuschend. Mit Teil 1 und "Kong" nicht zu vergleichen. Und auf Dialoge und Unlogik bin ich noch gar nicht eingegangen...

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Attack on Titan

Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.04.2020
Die ersten 20 Minuten waren ein einziges "Wow". Der Fantasie von Manga-Autoren sind wirklich keine Grenzen gesetzt und "Attack on Titan" bietet etwas absolut Neues. Klar, eine Endzeitvision, eine Mauer, hinter der auch King Kong leben könnte...hat man schon gesehen. Aber menschenfressende Titanen solchen Ausmaßes sind doch wirklich mal innovativ. Ähnlich wie "Death Note" und der hierzulande nur zum Drittel erschienene "20th Century Boys", ist dieser Streifen ein Beispiel für epische, japanische Comicverfilmungen, die nicht albern sind und so aus den USA nie kommen würden. Das Erscheinen der Titanen ist tatsächlich verstörend und furchteinflößend. Ich habe sowas noch nicht gesehen. Jedoch ist die Tricktechnik wirklich nicht die Beste und erinnert an 90er Jahre Streifen wie "Casshern". Die Effekte sorgen auch dafür, dass es immer wirrer und farblich grauer zugeht. Mit zunehmender Laufzeit geht dem von mir bereits mit 5 Sternen bedachtem Film leider gehörig die Puste aus. Die Handlung wirkt künstlich gestreckt, da es ja noch einen zweiten Teil gibt. Auf dem beruht nun meine ganze Hoffnung, denn es bleiben viel zu viele Fragen offen, von denen ich befürchte, dass sie nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Fazit: Innovative, gut ausgestattete aber leidlich getrickste Mangaverfilmung, die packende , neue Ideen hat, aber das Potenzial der Vorlage nicht auszuschöpfen weiß. Teil 2 muss nun vieles besser machen und die Sache abrunden...(Tut er nicht und leider hat VB den nicht )

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A Bittersweet Life

Keine Kompromisse. Kein Zurück.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm

A Bittersweet Life

Keine Kompromisse. Kein Zurück.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.04.2020
Inzwischen hat sich ja nahezu ein eigenes Genre gebildet, nämlich das des koreanischen Gangsterfilmes. Es hat sich rumgesprochen, dass Qualität das Kino des geteilten Landes beherrscht. So ist auch "A Bittersweet Life" ein durchgestylter Thriller mit den üblichen ruhigen Passagen und den dann umso brutaler wirkenden Actioneinlagen. Allerdings ist die Story sowas von ausgelutscht, das hier auch nicht viel frischer Wind hereingebracht werden konnte. So viel Liebe wie man in die Komposition der Kameraarbeit und des faszinierenden Soundtracks gesteckt hat, so wenig hat man in die Charaktere investiert. Keiner hat irgendeinen Hintergrund und eigentlich gibt es noch nicht mal ein Motiv für die Folter, die man dem Leibwächter antut. Die Geschichte ist zwar packend aber wenig überraschend und reicht leider auch nicht, um so einen langen Film zu füllen. So benötigt der interessierte Zuschauer schon Geduld, während der unbedarfte sich durch den Film quälen wird. Fazit: Gut gespielter, harter Thriller, dessen Story irgendwie sinnlos und zu bekannt ist. Man wird stilvoll aber ohne viel Tiefe unterhalten und benötigt reichlich Ausdauer.

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Perdita Durango

Tanz mit dem Teufel
18+ Spielfilm, Action, Thriller

Perdita Durango

Tanz mit dem Teufel
18+ Spielfilm, Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.04.2020
Wurde von mir völlig überschätzt! Ich mag den Regisseur, ich mag schräge Filme alá "Machete" aber "Perdita Durango" fällt bei mir durch. Der Film besitzt zwar schwarzen, subtilen und versteckten Humor, ist aber gar nicht auf Spaß aus, sondern ziemlich dreckig, abartig und relativ ernst gemeint. Die Voodooszene am Anfang war schon regelrecht abstoßend...und noch dazu völlig sinnlos. Keine einzige Figur des Filmes war mir sympathisch, keine einzige Handlung konnte ich nachvollziehen. Selbst die Liebe zwischen Perdita und Romeo hat sich mir nicht erschlossen. Es gibt zig Filme über Antihelden. Mit Clarence und Alabama würde ich zu Abend essen, mit den Gecko Brüdern nach Mexico reisen, denn die Charaktere sind cool. Diese beiden hier sind ein grausames Killerpärchen. Es gibt viel Sex und Gewalt, doch alles in allem zündet dieser Cocktail völlig überraschend bei mir nicht. Das liegt vor allem daran, dass ich keine Identifikationsfigur finde und allesamt entweder dämlich oder Arschlöcher sind. Zudem gibt es keine Botschaft und nur einen coolen Moment, Stichwort "Vera Cruz". Fazit: Hat sicherlich Kultcharakter, wie "Natural Born Killers" (den ich auch besch....fand), ist aber so dreckig und ohne verständliche Motivation, ohne Gags oder bleibende Momente, dass ich nicht viel Gutes an dem Film finden kann.

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The Assassins

Abenteuer

The Assassins

Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 31.03.2020
Ich bin fast versucht nur einen Stern zu geben, aber dazu ist der Film zu gut besetzt und zu aufwändig gestaltet. Neben ein paar guten Ansätzen, gleich am Anfang Stichwort Ameise, muss ich leider sagen: Meine Güte ist das ein Langweiler! Zunächst mal sind die Farben blass, meist erscheint alles grau und nur hier und da strahlt mal ein roter Umhang oder eine blaue Robe hervor. Die Handlung ist unverständlich, zerissen und abgehackt. Man hüpft urplötzlich in den Zeiten hin und her und als Zuschauer weiß man gar nicht, ob das nun gerade passiert oder nur eine Rückblende ist. Das Handeln der Personen ist für mich nicht nachvollziehbar. Der Kaiser ist ein weinerlicher Sänger und ein Kanzler scheint eindeutig mehr Macht zu haben, jedenfalls nimmt ihm keiner seine vorlaute Art übel. Die Attentäterin hat zig Chancen, ihren seit Jahren geplanten Meuchelmord zu begehen und nutzt diese nicht. Dann verliert sich alles auch noch in triefendem Kitsch. Mehr als einmal habe ich regelrecht gehofft, der Film möge bald vorbei sein. Einziger Lichtblick war der Angriff der kaiserlichen Garde, die sich mit Seilen eine Art schwebenden Fußboden gebaut hat. Das ist das, was von "The Assassins" bleibt. Selbst der Titel ist austauschbar und in der Filmwelt 100x vertreten. Fazit: Eine todlangweilige und wirre Inszenierung, die man nicht nachvollziehen kann und nach einiger Zeit auch nicht mehr will. Kann man sich sparen.

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Crawl

Abenteuer, Horror

Crawl

Abenteuer, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.03.2020
"Alexandre Aja, Alligatoren"-clicker, clicker-der hat doch schon den überaus spaßigen Funsplatter "Pyranhas" gemacht. "Crawl" kann ja nur Spaß machen. Tja, weit gefehlt, denn diesmal ist der Tierhorror ernst gemeint und erinnert stark an den oberflächlichen Stil der 80er Jahre. Und jetzt komme ich in die Bredoullie: Ist der Film gut, oder nicht? Also kurz gesagt, Herr Aja hätte besser wieder einen Funfilm gedreht, denn ich kann "Crawl" vom Anfang bis zum öden Ende nicht ernst nehmen. Und das liegt nicht etwa an den Alligatoren, nein, die sind optisch wirklich sahnemäßig, sondern am ganzen Drumherum. Der Sturm ist ein CGI Hintergrund und alles spielt sich im Studio ab. Und das war noch nie so offensichtlich. Es ist überhaupt nicht gelungen, das die Umgebung echt wirkt. Und das zerstört die ganze Ernsthaftigkeit des Filmes. Soweit nur noch 2 Sterne für Unlogik und einen Daddy, der die schwersten Verwundungen wegsteckt, wie noch nicht mal Rambo. Und ab hier hab ich auf Trash geschaltet und versucht, das ganze als passablen Spaßfilm zu sehen. Und prompt funktioniert er wieder, denn eines muss man "Crawl" lassen, er ist wirklich spannend und seine Jumpscares sitzen. Das sind echte Knallbonbons. Doch ratzfatz ist der Film zu Ende und es fühlt sich an wie: Das kann doch nicht alles gewesen sein? Während des Guckens hatte ich 100 lustige Einfälle, den Film besser zu machen. Fazit: Kurzer, knackiger Schocker für Zwischendurch, der einen falschen Weg gegangen ist.

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Gran Torino

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.03.2020
Clint Eastwood hat es geschafft, mir ein Dauerlächeln ins Gesicht zu zaubern. Ich wusste vorab von der Handlung nichts und hielt das für ein Roadmovie mit einem gealterten Dirty Harry. Und in der Tat könnte der von Eastwood verkörperte, knurrige Walt der alt gewordene Detektive Calahan sein. Anfänglich hielt ich den scheinbar langatmigen Streifen für rassistisch und waffenverherrlichend, doch er ist das genaue Gegenteil. Ein sozialkritisches Plädoyer gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. "Gran Torino" hat einen sehr eigenen Humor und das gewisse Quentchen klischeehafter Hollywood-Tragik. Im Ganzen ist ein unerwartet unterhaltsamer und tiefschürfender Film entstanden. Genau so macht Kino Spaß, wenn man einen Film unterschätzt oder falsch einstuft und sich dann eine einfache Geschichte als extrem kurzweilig herausstellt...und den Zuschauer auch noch in den Bann zieht. Fazit: Charmanter und sympathischer Film einer Hollywood-Ikone. Eastwood weiß, wie man Filme macht.

ungeprüfte Kritik

Shoplifters

Familienbande
Drama

Shoplifters

Familienbande
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.03.2020
Vorab kann ich sagen, dass ich deutlich mehr erwartet habe. Japanische Familienfilme sind durchaus bermerkenswert, weil sie die Banalität des Belanglosen immer so einfangen, dass man tatsächlich bis zum Ende guckt. "Shoplifters" ist ein schöner Film. Womit in meinen Kritiken "schön" nicht gleichbedeutend mit "gut" sein muss ;-) Wieder mal mit typisch asiatischer Langsamkeit wird hier die Geschichte einer liebenswerten Kleingaunerfamilie erzählt. Darin steckt grundsätzlich die Botschaft, was Werte sind, obwohl die Kinder eben zum Diebstahl erzogen werden. Ein Film also, der nachdenklich macht. Allerdings plätschert er eintönig vor sich hin. Es gibt keinen dramaturgisch hervorgehobenen Höhepunkt. Immer wenn man denkt, das Mädchen müsste doch vermisst werden, gleich wird es von der Polizei abgeholt, und es wird furchtbar traurig und emotional zugehen, dann passiert genau das nicht. Alles geschieht beiläufig, selbst einen Todesfall nimmt man kaum wahr. Spätestens hier ist der Punkt erreicht, wo man bemerkt, dass etwas merkwürdig ist und im dritten Akt bekommt der Film dann die Kurve und rückt mit seinem Geheimnis raus. Das ist tatsächlich herzergreifend und bedeutungsschwanger, jedoch ohne viel Drive und Kurzweiligkeit runtergekurbelt. Fazit: Ein sehr ruhiger Film, den mancher nicht bis zum Ende schauen wird. Es sei denn, er ist Kenner des asiatischen Kinos. Ein solcher findet ihn dann schön. Aber preisverdächtig oder gar großartig? Zum 2. Ansehen reicht es bei Weitem nicht.

ungeprüfte Kritik

Do Not Disturb - Zwei Augen zu viel

Wenn du nicht schreien kannst, dann lauf!
Thriller, Krimi

Do Not Disturb - Zwei Augen zu viel

Wenn du nicht schreien kannst, dann lauf!
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.03.2020
Dick Maas ist wirklich eine Eigenmarke! Seit "Verfluchtes Amsterdam", der ungeheuren Bekanntheitsgrad hat, weiß man, dass seine Handschrift innovativ ist. Mit "Do not disturb" wäscht er nun zwar weichgespült, soll heißen ohne Splattereffekte, dennoch ist ihm eine temporeiche und spannende Gangstercomedy geglückt, die ihr Herstellungsjahrzehnt aber nicht verleugnen kann. Gewisse Parallelen zu "Kevin allein zu Haus" sind nicht zu leugnen, da die Hauptdarstellerin 10 Jahre alt ist. Das mag manchem Maas-Fan aufstoßen, denn es wartet hier keine böse und blutige Satire, sondern tatsächlich ein etwas infantiler Film mit naivem Humor. Erwachsene Zuschauer haben es eventuell etwas schwer damit. Unterhaltsam und schwarzhumorig ist dieser niederländische Film mit überraschenden Stars in weiteren Rollen aber allemal. Fazit: Eskalierende Jagd nach einer Augenzeugin, quer durch Amsterdam. Gespickt mit Spannung, Witz und Tempo.

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The Witch - Subversion

Action, 18+ Spielfilm

The Witch - Subversion

Action, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.03.2020
Kinder mit Killerinstinkt, der erst nach einer Art Gehirnwäsche wieder zum Vorschein kommt, sind in der Tat keine neue Idee. Jedoch ist die Herangehensweise in diesem koreanischen Comic-Action-Mystery-Thriller überraschend. Der jungen Darstellerin gebührt ein Filmpreis, denn sie ist sowohl das naive kleine Schulmädchen, wie auch der dämonisch grinsende Racheengel. Allein diese unglaubliche Wandlung ist stark gespielt und fasziniert dermaßen, dass man völlig gepackt wird. Die Story selbst hält sich bedeckt und nur nach und nach offenbahrt sie allmählich etwas...aber längst noch nicht alles, schließlich ist der Original-Filmtitel so ehrlich und trägt ein "Part 1" als Anhang. Ja, dies ist erst der Anfang und der Film ein erster Teil, der offen endet. Wer sowas nicht mag, kann getrost abbestellen. Und wer sinnlose, rohe Gewalt nicht mag, ebenso. "The Witch" ist nämlich ultrabrutal, vor allem, weil es sich um ein vermeintlich süßes Mädchen handelt, das die Taten vollbringt. Der Streifen ist tempo- und wendungsreich und enthält genug "WTF"-Momente, um den Genrefreund bei der Stange zu halten. Ohne das Wissen, dass noch eine Fortsetzung folgt, wäre ich wegen seiner Oberflächlichkeit enttäuscht. So kann ich es aber kaum erwarten, dass es (hoffentlich) noch Erklärungen gibt. Fazit: Trotz bekanntem Grundgerüst unterhält "The Witch" enorm und man will wissen, wie es weitergeht und was dahinter steckt. Teil 2, wann kommst du?

ungeprüfte Kritik

Hero

Action, Abenteuer

Hero

Action, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.03.2020
"Hero" ist einer der bekanntesten Wuxia Filme und auch ein sehr beliebter. Ich frag mich nur, warum. Im Grunde werden drei (oder waren es 4 ?) verschiedene Varianten einer Geschichte erzählt. Doch welche davon ist wahr? Das gilt es herauszufinden. Diese Erzählweise ist verwirrend, man muss dem Film schon intensiv folgen. Da der Regisseur aber keinen monumentalen Spielfilm über historische Ereignisse im Sinn hatte, sondern ein tatsächlich bildgewaltiges Kunstwerk erschaffen hat, macht er es dem Zuschauer anhand von Farben leicht. In jeder Geschichte tragen die Darsteller andersfarbige Gewänder, und auch die Farben der Umwelt sind darauf abgestimmt. So wehen oftmals grüne Tücher umher oder goldene Blätter fallen ohne Ende. Inmitten dieser poesievollen Bildgestaltung "fliegen" die Helden umher. Das kennt man aus chinesischen Epen, jedoch wird hier reichlich dick aufgetragen, so dass man über Baumwipfel fliegt und über das Wasser geht. Das sind alles komplett durchchoreografierte Bilder und Metaphern. Zufällig ist hier nichts. Besonders beeindruckend ist ein Pfeilangriff oder der Kampf im goldenen Wald. Und nun? Wo ist der Sinn dieser schwer zu verstehenden Geschichte? Mit zunehmender Laufzeit wird es immer langweiliger und nichtssagender. Liebende hauen sich die Köppe ein, nur um danach zu heulen. Gut, ich bin ein Banause. Ich hab den Sinn nicht verstanden, kann mich aber an Bildern erfreuen. Fazit: Kein Film, sondern eine Art "Kampf-Oper" anfänglich toll, dann abflachend.

ungeprüfte Kritik

Parasite

Finde den Eindringling!
Drama

Parasite

Finde den Eindringling!
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.03.2020
Ich stelle mir gerade die Frage, ob ich zu anspruchsvoll bin, oder zu verwöhnt von anderen koreanischen Filmen. Ob ich mich blenden lasse von Oscar- und Golden Globe Gewinn. Ob mich die guten Kritiken beeinflusst haben. Ob ich diesen Film besser gefunden hätte, wenn er von Park Chan Wook, statt von Bong Joon Ho, wäre. Ob ich überhaupt Vergleiche anstellen sollte und ob meine Erwartungen durch die ganze Werbetrommel einfach zu groß waren. Wahrscheinlich hätte ich den Film besser gefunden, wenn ich nichts darüber gewusst und ihn völlig unvoreingenommen gesehen hätte. Ich habe nämlich auf den Knalleffekt und besondere regietechnische Einfälle und Kameraeinstellungen gewartet. Auf irgendwas, was mich verstört, fasziniert oder regelrecht mitnimmt. All das kam eine ziemlich große Weile aber nicht. Erst das Finale macht alles wieder gut und richtig. Bei jedem anderen Film wäre es vermutlich zu spät, hier jedoch ist dann im Ganzen doch noch ein guter Film, aber nicht das erwartete Meisterwerk entstanden. Wo waren die Oscarjuroren, als z.B. "Oldboy" oder "Die Taschendiebin" die Leinwände bestrahlten und dem Zuschauer die pure Freude oder einen hängenden Unterkiefer bescherten? Nun, "Parasite" ist ein guter Film, er erfüllt jedoch nicht meine Erwartungen, darum kann ich keine 5 Sterne geben. Er bietet eine kleine Achterbahnfahrt von witzig bis erschreckend und ist gewiss etwas Besonderes, aber er ist auch recht langatmig und haut mich nicht vom Sockel. Was auch mein Fazit wäre.

ungeprüfte Kritik

Ant-Man 2 - Ant-Man and the Wasp

Ant-Man und die Wespenfrau
Fantasy, Action

Ant-Man 2 - Ant-Man and the Wasp

Ant-Man und die Wespenfrau
Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.03.2020
Es mag ein bisschen belustigend klingen, wenn ich über die Story eines Comic-Superheldenfilmes behaupte, sie wäre hanebüchen. Ich finde jedoch, dass man es sich hier wirklich etwas zu einfach gemacht hat. Vieles, beispielsweise das ziemlich einfache Auffinden einer im Microkosmos verschwundenen Person, wird auf die, für die meisten von uns unverständliche, Quantenphysik geschoben und mit Ghost wird ein Gegner praktisch aus der Kiste gezaubert. Ihr Hintergrund wird erklärt, aber genau deswegen hätte sie in einem der Teile vorher auch Erwähnung finden müssen. Auch das Frau van Dyne 30 Jahre...oops, fast hätte ich gespoilert ;-) Da muss man viel einfach hinnehmen. Aber das ist Klage auf hohem Niveau, denn dieser 2. Teil von Ant Man ist ein tricktechnisches Feuerwerk mit sehr viel Humor. Wer auf die Marvel-Filme steht, bekommt hier ein sehr unterhaltsames Filmchen geboten. Und Fan sollte man auch sein, denn ohne zumindest Teil 1, Civil War und Infinity War gesehen zu haben, versteht man etwas weniger. Dem Film hilft auch seine überragende Besetzung. Sei der Auftritt auch noch so klein, es steckt ein bekannter Star in mancher Rolle. Fazit: Sehr kurzweiliges Comicabenteuer mit fantastischen Schauwerten, viel Witz und einer etwas vorhersehbaren wie abstrusen Story. Allenfalls die vermenschlichten Ameisen sind etwas over-the-top.

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Pleasure or Pain - Wildes Verlangen

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.03.2020
Nun, Zalman King hat ja schon so manches bemerkenswerte Erotikhighlight fabriziert aber dieses hier hat nurmehr TV Niveau. Eigentlich ist das eine Aneinanderreihung von pianountermalten, heißen Sexy Clips, die durch ein mageres Grundgerüst zusammengehalten werden. Manela Morgan dreht im wahren Leben auch Hardcore Pornos, hat demzufolge also keine scheu vor der Kamera und diese hat keine Hemmungen, auch mal ziemlich tief zu filmen. Das ist erstaunlich gewagt für einen Softsexfilm. Das Teil selbst ist eine Lachnummer, da hier nur Klischees bzw. Fantasien, überwiegend von Zuschauerinnen, auf das Unglaubwürdigste dargestellt werden. Alle Menschen sind Topmodels, die mit tiefen Ausschnitten oder in Fetischkleidung in unnatürlich posenden Bewegungen durch die Gegend laufen und affektiert sexy sprechen. Der ebenfalls adrette Herr kann mit seiner Stimme nur hauchen, was uns wohl die Erotik des Ganzen verdeutlichen soll. "Wildes Verlangen" wirkt wie eine Persiflage ohne Unterhaltungswert. Tödliche Langeweile breitet sich aus, bis es zu Dialogen beim ersten Date kommt wie: "Zeig mir Deine Brüste-Weißt Du, was ich jetzt tue, ich öffne einfach meine Hose" Dann nämlich kann man nur noch lachen. Bei der sinnlosen Stelle, in der eine Fahrstuhlszene pantomimisch nachgestellt wird, hab ich auf schnellen Vorlauf gedrückt, um mir nur noch Malenas Marmorkörper anzusehen. Fazit: Unfreiwillig komischer und surrealer Erotikfilm (mit zugegeben prickelnden Aufnahmen) der unendlich langweilt.

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Die letzte Schlacht des Samurai Kriegers

Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.03.2020
Gleich vorab: Dies ist ein wirklich schöner Film. Nur wird dem Zuschauer verheimlicht, dass es sich um einen reinrassigen Kinderfilm handelt, der einen ca. 7jährigen Hauptdarsteller hat und dieser auch die Altersklasse der Zielgruppe abbildet. Die FSK schlägt ein Alter von 12 vor, doch in diesem Alter durchschaut man schon die Naivität des Streifens, der erwachsenen Augen keine Sekunde standhält. Die Samurai hauen sich die Speere auf den Kopf, anstatt damit zuzustechen. Es fließt nicht ein Tropfen Blut, auch wenn es doch Tote zu beklagen gibt. "Die letzte Schlacht des Samurai-Kriegers" hat eine für Kinder abenteuerliche Geschichte parat, die auf Fernsehniveau inszeniert wurde. Man ahnt die Kulissen, eine Stadt gibts eigentlich nicht wirklich und die Zeitreise wird kostengünstig nur durch ein Geräusch, also ohne Tricktechnik, ja sogar ohne Erklärung, inszeniert. All das verzeihen nur Kinder oder deren aufgeschlossene Eltern. Mein Vorredner hat etwas gegen Autos in Zeitreisefilmen. Na, das erzählen Sie mal Doc Brown und Marty McFly. Eine gewisse kindliche Fantasie sollten die Zuschauer schon haben. Auch die Botschaft ist eindeutig: Laufe nicht vor einer Gefahr weg, sondern stelle dich deinem Gegner. Habe Mut! Mir hat der Film gefallen, auch wenn er wirklich sehr einfach und mit verlorenem Potenzial gedreht wurde. Als Kind wäre ich begeistert gewesen, wie von der "Märchenbraut" oder "Catweazle". Fazit: Ein liebenswerter Kinderdarsteller erlebt ein großes Abenteuer. Nett gemacht!

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X-Men - Dark Phoenix

Ein Phönix erhebt sich, die X-Men zu vernichten.
Fantasy

X-Men - Dark Phoenix

Ein Phönix erhebt sich, die X-Men zu vernichten.
Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.03.2020
Vierte Teile einer Trilogie ;-) sind meist schwierig. Eigentlich sind die X-Men auserzählt. Sie haben 3 Trilogien hervorgebracht, von denen jeweils ein Film sich nicht besonderer Beliebtheit erfreut. Bereits der Vorgänger „Apocalypse“ zeigte erste Ermüdungserscheinungen und nachdem die Marvel-Studios ein extrem erfolgreiches Avengers-Franchise gebildet haben, scheint „Dark Phoenix“ nun so etwas wie eine Notgeburt zu sein. Erfolgsgarant Bryan Singer führt nicht mehr Regie und die Story wurde schon in „The Last Stand“ angerissen. Zunächst mal stört es extrem, dass man Mystyque´s Aussehen zugunsten des Starappeals von Jennifer Lawrence geändert hat. Diese ist nun auch unter Maske komplett erkennbar. Wer vermisst auch den obligatorischen Vorspann nebst Titelmelodie? Alles keine guten Voraussetzungen. Und wie ist nun das Fazit? Wie befürchtet. Die mir lieb gewonnenen Charaktere bekommen keine Ecken und Kanten mehr. Sie sind mehr oder weniger nur da. Quicksilver fehlt nach kurzem Einsatz gänzlich. Regieneuling Kinberg kann noch keine Schauspieler führen und denen merkt man die Unlust regelrecht an. Die Story...Formwandelnde Aliens? Wie oft denn noch?... hat keinerlei Tiefe mehr oder Bezug zu aktuellen Themen, wie die Vorgänger sie noch gekonnt einbanden. Somit ist dies zwar ein solider, gut gemachter Superheldenfilm, aber es bleibt fast nichts von ihm im Gedächtnis. Man freut sich über ein Wiedersehen, aber ein würdiger Abschied ist das nicht. Eher ein einfallsloser Nachklapp.

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Peppermint

Angel of Vengeance - Das System hat versagt. Sie nicht.
Thriller, Action

Peppermint

Angel of Vengeance - Das System hat versagt. Sie nicht.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.03.2020
Wieder so ein Film, den man zwiespältig betrachten kann. Zum einen wirkt er wie aus der Zeit gefallen, denn er ist mindestens genau so reißerisch, wie sein großes Vorbild "Ein Mann sieht rot" zum anderen ist der Film extrem tempo- und actionreich...hat dafür aber kaum eine Handlung. Jennifer Garners Genese von der Hausfrau zum weiblichen John Wick ist nicht plausibel nachvollziehbar. 5 Jahre lässt die Dame sich Zeit für ihre blutig-brutale Rache. Scheinbar hat sie die neben ihrer Ausbildung zur Killerlady auch dazu genutzt, sämtliche Mitglieder eines mafiösen Clans kennenzulernen. Oder woher hat sie gewusst, wer dazugehört und wo er zu finden ist? Also bitte nicht nach Logik fragen. Hier geht es um das beliebte Thema Selbstjustiz, sprich Rache. Und trotzdem der Film kein Storytelling hat, sehr einfach gestrickt ist und wenig erinnerungswürdige Momente hat, ist er irre unterhaltsam, da pausenlos auf sehr harte Weise Action geboten wird. Dabei nimmt der Streifen sich ein wenig zu ernst, um als Spaßmovie durchzugehen. Fazit: Ein fast schon dreckiges, anspruchsloses Actionfeuerwerk mit einer toughen Heldin, die ununterbrochen mordet. Zumindest Frau Garner ist das Ausleihen wert!

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Captain Marvel

Action, Fantasy

Captain Marvel

Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.03.2020
Nachdem man zum Aufbau des s.g. "Marvel Cinematic Universe" zig Einzelfilme herausbrachte und es endlich zur Zusammenführung der Fäden in "Infinity War" kam, holte man völlig unerwartet noch eine neue Superheldin aus der Kiste und ich muss sagen, da reichte es mir. So viel Spaß die anderen Filme auch machten, aber dieser aufgebürdeten "Verpflichtung", alles sehen zu müssen, um die folgenden Episoden zu verstehen, verweigerte ich mich im Kino. Zudem hat mich die augenscheinlich übermächtige Heldin an "Green Lantern" erinnert und mein Interesse nicht geweckt. Jetzt, nach Ansicht des Filmes immer noch nicht. Ich kam mir vor, wie bei "Star Trek". Die ganze Geschichte ist unnötig, hat mich überhaupt nicht gepackt und dann erweist sich "Captain Marvel" auch noch als überflüssig, denn in "Endgame" taucht sie letztendlich kaum auf. Somit ist neben dem Hulk-Film dieser hier der wohl uninteressanteste und überflüssigste Film des MCU. Es handelt sich um eine Origin-Story mit ziemlichen Längen und Gähn-Faktor. Selbst die Musik aus den 90ties wirkt deplatziert.Einzige Pluspunkte sind hier die geglückte CGI-Verjüngung von Samuel L. Jackson und die wie immer hochwertigen Tricks. Die Story birgt Unlogik: Man möchte an die Formel für einen Hyperantrieb gelangen. Und womit sind die Aliens bereits unterwegs? Was auch wie ein schlechter Witz wirkt: Jemand trägt den Namen Mar-Vell. Sehr einfallsreich. Fazit: Unnötig und in weiten Teilen langweilig.

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Iron Sky 2

The Coming Race - Das Zeitalter der Fakten ist vorbei.
Science-Fiction

Iron Sky 2

The Coming Race - Das Zeitalter der Fakten ist vorbei.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.03.2020
Eigentlich hat schon der erste Film meine Erwartungen nicht erfüllt, spielte aber gekonnt mit den üblichen Nazi-Verschwörungstheorien und hat eine passable Satire draus gemacht. Mit dieser Fortsetzung ging man vielleicht einen Schritt zu weit, oder war man einfach nur konsequent in der Fortführung? Hier sind nun typische Geschichten und Mythen der Menschheitsgeschichte ein Thema. So spielen die Nazis plötzlich eigentlich keine Rolle mehr und das wird es sein, was „Iron Sky 2“ so unbeliebt macht. Man sollte aber so ehrlich sein und zugeben, dass die Ideen schon wieder mal sehr gut sind. Mich erinnert einiges, wohl nicht unabsichtlich, an alte Filme, wie die „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ oder „König Salomons Diamanten“. Doch der Film hetzt durch die Ereignisse und verschenkt extrem viel Potenzial. Auch wenn im Detail viel Liebe steckt, denn als die Antagonisten an einer Tafel sitzen, erinnert das nicht von ungefähr an Da Vincis Abendmahl und das Hitlers T-Rex Blondie heißt, ist ebenfalls ein Insidergag. Nur das man den und alle anderen mal eben so entsorgt zeugt nicht von gutem Storytelling. Es hapert an der Umsetzung und mangelt an Witz, der immerhin nicht mehr so albern ist. Das war einfach nicht das, was von Fans des ersten Teils erwartet wurde. Vieles von diesem wird hier nämlich ad absurdum geführt. Fazit: Lange nicht so schlecht, wie hier alle sagen aber auch keine würdige Fortsetzung. Als Ansammlung skurriler Ideen könnte das für manche dennoch ein Fest sein.

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Shooter

Erst ging es um Ehre. Jetzt geht es um Gerechtigkeit.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Shooter

Erst ging es um Ehre. Jetzt geht es um Gerechtigkeit.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 29.02.2020
Wer einen packenden und temporeichen Actionfilm sehen will, der bekommt ihn hiermit. Klar, es schwanken wieder Ruhm, Ehre und Gerechtigkeit mit. Der amerikanische Pathos gehört wohl dazu, aber wir haben hier einen spannenden Reißer, der jede Menge Verschwörungstheorien aufwirft. Zwar kennt man den Plot in ähnlicher Form schon irgendwoher und Überraschungen gibt es auch kaum, doch die Unterhaltung ist grandios. Wer mit zugegeben umstrittener Selbstjustiz und eiskalter Rache nichts anfangen kann, sollte den Film aber meiden. Fazit: Brutaler und temporeicher Verschwörungs-Rache-Thriller, der einen wirklich in den Fernsehsessel presst. Die P-Pause muss verschoben werden.

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Spider-Man 2 - Far From Home

Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.02.2020
Dieser Film hat die schwierige Aufgabe, nach dem ultimativen Avengers Film "Endgame", den man auch sehr gut als Ende der Serie ansehen kann, die Fans bei der Stange zu halten, damit weiter verdient werden kann. Und diese Aufgabe ist eigentlich unlösbar. Darum hat man "Far from home" mit ordentlich Budenzauber aufgepeppt. Hier wird ein optisch tolles, doch überborderndes CGI Feuerwerk aufgefahren, das einem fast schwindelig werden könnte. Was da passiert ist...naja auch für´s SF-Genre etwas hanebüchen und letztlich viel zu wild. Erneut wird sehr viel Teeniehumor eingebaut, da Peter ja nun mal ein Schüler ist und in diesem Film auch auf Klassenfahrt geht. Und das ist anfänglich sehr durchschaubar und auch nicht wirklich etwas Besonderes. Doch dann wandelt sich der Streifen zu einem kleinen "Wendewunder", denn Mysterio wird ein interessanter Hintergrund verpasst, den man, wie übrigens viele Anspielungen, nur versteht, wenn man alle Marvel-Filme gesehen hat. So gibt es auch eine Knallerüberraschung, die im Kino vielleicht schon nicht mehr jeder gesehen hat, da sie im Abspann gezeigt wird und damit nicht genug, kommt auch noch eine s.g. Postcreditszene. Aber was ist das für ein Film, der seine bemerkenswertesten Szenen erst im Anschluss zeigt? Merkwürdig. Fazit: Tricktechnisch erste Sahne, wenn auch zuviel des Guten und etwas over-the-top. Zudem eher ein Teeniefilm, der erwachseneren Fans nicht unbedingt zusagt. Die Lust auf MEHR entfacht er durch einen Cliffhanger trotzdem.

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Alita - Battle Angel

Science-Fiction

Alita - Battle Angel

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.02.2020
Als "Alita" in die Kinos kam, dachte ich nur:"Och nee, nicht noch so ein Cyborg-Streifen mit Frankenstein-Thema!" Und das ist wohl nicht nur mir so ergangen, deswegen war dem Film kein sonderlicher Erfolg beschert. Nach Ansicht kann ich sagen, dass ich nicht ganz falsch lag und dennoch wurde ich überrascht. Von den fantastischen Computertricks zum Beispiel. Und das Robert Rodriguez hier nur eine Auftragsarbeit abgeliefert hat und das Ergebnis viel zu "mainstream" ist. Da hat ihm der gute James Cameron wohl zu sehr ins Handwerk gepfuscht. Was genau ich damit meine? Wo ist denn der anarchische Witz und die gewisse Brutalität, das Kultige eines Rodriguez geblieben? Ganz im Gegenteil hat der Film sogar einige Längen und, am allerschlimmsten, er ist hochgradig kitschig und gefühlsduselig. Diese Liebesgeschichte soll ich ernst nehmen? Warum sollte eine Kampfmaschine, wohlgemerkt ein künstliches Wesen, all diese Gefühle haben? Das war für mich nonsens. 4 Sterne erhält der Film, weil er eine unterhaltsame Augenweide ist, wirklich verdient hat er sie nicht, denn er ist vorhersehbar, kupfert bei vielen anderen Filmen ab, die da wären "Elysium", "Rollerball", "Battle for Skyark" und was weiß ich noch, mir kam einfach zu viel bekannt vor. Fazit: "Alita" ist ein fantastisch gemachter, kurzweiliger SF Film mit Niveau, Action und toller Besetzung aber er ist kein Rodriguez-Film mehr. Etwas mehr Mut und vor allem das Weglassen der irrsinnigen Teenieromanze wären dringend nötig gewesen.

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Operation: Overlord

Kriegsfilm, Horror

Operation: Overlord

Kriegsfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.02.2020
Trash Fans und Freunde von Filmen, die auf brutal, groteske Weise unterhalten, also sich "Guilty Pleasure" nennen, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Ein billiges C-Movie ist das hier überraschenderweise nicht, obwohl man glaubt, die Story schon in "OutPost" oder sonstigen Nazi-Zombie-Streifen gesehen zu haben, die bereits seit den 70er Jahren immer mal wieder das Licht der Leinwände erblickt haben. Man kann den Film durchaus von zwei Seiten betrachten und könnte ihn auch in der Luft zerreißen, denn gerade zu Beginn müsste man den Regisseur eigentlich entlassen. Woher kommt all das Licht, welches den Wald so schön erleuchtet und sogar von der Stirn der Darsteller reflektiert? Was sollen all die Klischees? Warum ruft der Kommandeur nicht die vor der Haustür wartenden Wachen und warum wird er nicht vermisst? Warum klärt man die Herstellung des Zombi-Impfstoffs nicht auf? Alles unlogisch und hanebüchen. Doch andererseits ist das kein ernst gemeinter Film und darum verzeihe ich ihm fast alles und bin von der Eingangssequenz, dem Fallschirmabsprung, sogar komplett begeistert. Es hätte auch ein echter Kriegsfilm werden können. Fazit: "Operation Overloard" ist für sein Genre gelungen und kurzweilig. Er ist sehr brutal (erstaunlich:FSK 16) und hat ein paar tolle Einfälle. Hochglanztrash als pure Unterhaltung.

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Okinawa - The Last Battle

Imperial Japanese Navy
Kriegsfilm

Okinawa - The Last Battle

Imperial Japanese Navy
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 12.02.2020
Adrenalin pur...prangt es auf der Rückseite. Nun, das totale Gegenteil ist der Fall. Wie man es schaffen kann, einen Kriegsfilm, noch dazu über U-Boote, so spannungsarm und nahezu emotionslos zu inszenieren ist mir schleierhaft. Der ganze Film hat so viel Potenzial, aber er plätschert belanglos und teils auch unrealistisch vor sich hin. Es fließt nicht ein Tropfen Blut, dafür etliche Tränen. Ja, die Japaner drücken mal wieder auf die Kitschtube. Besonders zum Ende wird noch mal ordentlich aufgetragen. Wer während des Guckens ein Deja Vu Erlebnis hatte, liegt nicht falsch. Diese Story gab es schon mal als "Duell im Atlantik" mit Robert Mitchum und Curd Jürgens. Und zwar wesentlich spannender und unterhaltsamer. Wenn hier die Wasserbomben fallen, dann lässt das nicht nur die Mannschaft kalt, sondern vor allem mich als Zuschauer. Ich wurde überhaupt nicht mitgenommen. Ja nichtmal die Musik schwillt irgendwann dramatisch an. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen so schalen und müden Kriegsfilm gesehen zu haben, in dem die Soldaten nicht einmal in Panik oder Angst verfallen. Fazit: Langweilig! Alle Mittel standen zur Verfügung, die Tricks sind ok, die Story gabs schon besser...doch man hat absolut nichts draus gemacht. PS: Das Bild ist leicht unscharf und "milchig".

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Tsunami - Die Todeswelle

Es gibt kein Entkommen.
Action, Thriller

Tsunami - Die Todeswelle

Es gibt kein Entkommen.
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.02.2020
Anfänglich ist der Film noch ein typischer Vertreter seiner Gattung. Mal wieder wird dem einzigen, der vor der Katastrophe warnt, nicht geglaubt. Ausführlich werden einzelne Charaktere und deren Verwicklungen vorgestellt und somit passiert nichts sonderlich spannendes, bis dann im letzten Drittel endlich mal die Welle kommt. Ich wollte eine 3-Sterne Wertung aussprechen. Doch mit zunehmender Laufzeit und besonders zum Ende hin wird der Film extrem unglaubwürdig, was sich sogar in unfreiwilliger Komik äussert. Wenn die Schiffscontainer wie Raketen durch die Lüfte sausen oder ein Stahlseil mal eben wie ein morscher Tampen zu reißen droht, dann zaubert mir das ein kopfschüttelndes Grinsen ins Gesicht. Den letztendlichen Todesstoß erhält "Tsunami" durch ein extremes Übermaß an Kitsch. Hier werden minutenlang Hände gereckt und in Zeitlupe geheult, bis man es wirklich nicht mehr ertragen kann. Fazit: Zunächst ein solider Popcornfilm, der aber überhaupt nicht ernst genommen werden kann, weil er irgendwie mehr wie eine hanebüchene Komödie wirkt und immer unerträglicher und realitätsfremder wird. Mehr als einmal guck ich mir den kitschigen Mumpitz nicht an.

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Im Todesnetz der gelben Spinne

Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 04.02.2020
Was die Hammer Studios für Europa, das waren die Shaw Brothers für Ostasien. Beide Studios haben aus magerem Budget liebevolle Filme in urigen Kulissen mit einer gehörigen Portion Charme und manchmal auch Trash geschaffen. Das vorliegende Werk ist nicht einfach nur ein Wuxia bzw. Martial Art - Kung Fu Streifen, sondern gehört zum Genre Fantasy. Hier bekriegen sich verschiedene Clans mit Zauberkräften. Die Tricks waren auch seinerzeit schon mehr schlecht als recht, doch heute sind sie irgendwie kultig. Die Kämpfer trotzen hier, wie oft üblich, der Schwerkraft und, Hü-Hüpf, kommen locker auf dem Hausdach zu stehen. Auch ist alles offensichtlich durchchoreografiert und wirkt eher theatralisch als ernst gemeint. Was damals das Besondere an Shaw Produktionen war: Sie waren äusserst brutal für die damalige Zeit, auch wenn das Blut aus dem RAL 3000 Farbtopf kommt. Hier fließt es vergleichsweise wenig. Man bedenke: Aus den Studios kamen die berüchtigten Filme um die fliegende Guillotine und auch mit nackten Tatsachen wurde ab und an nicht gegeizt. Das alles kommt hier allerdings nicht zum Tragen. Der Film wirkt eher wie eine Märchenverfilmung, die auch stilistisch an alte, deutsche Streifen dieser Art erinnert. Für Kinder ist das nix, für die Jugend von heute auch nicht. Aber wer Spaß an Nostalgie, trashigen Filmen und chinesischer Kampfkunst hat, der wird hier fündig: Fazit: Gehört nicht zu den besten (aber auch nicht schlechtesten) Werken der Shaws, ist aber routiniert inszeniert.

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Ein ferpektes Verbrechen

Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.01.2020
Alex de la Iglesia steht stets für besonders absurde und herausragende Filme. Jedenfalls sind sie alles andere als gewöhnlich. Erwarten Sie das Unerwartete. Und das macht den Reiz seiner Filme aus. Hier legt er eine rabenschwarze Komödie vor, die sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein wird. Und das ist auch gut so, sonst wäre es Mainstream. Diese Geschichte ist skurril und wirklich witzig. Erinnert ein wenig an Screwballkomödien der 60er Jahre aber ist dennoch völlig gegen den Strich gebürstet. Wie man sich einer Leiche entledigt und die Situation natürlich genregerecht eskaliert ohne albern zu werden zeigt uns dieses "ferpekte" Verbrechen. Fazit: Überdreht, charmant, einfallsreich, kurzweilig und nicht von der Stange. Eine bitterböse, schwarze Komödie der etwas anderen Art.

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Inner Senses

m Schattenreich der Geister
Horror

Inner Senses

m Schattenreich der Geister
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.01.2020
Inzwischen kann man diese Art Geistergeschichte schon "klassisch asiatisch" nennen, denn die Vorbilder "Ringu" und eventuell (denn er ist im gleichen Jahr entstanden) "Ju-On The Grudge" sind nicht zu leugnen, auch wenn diese keineswegs kopiert werden. Man geht hier eigene, interessante Wege. Langsam, für die meisten mal wieder zu langsam, baut sich eine recht spannende Atmosphäre auf, die zumindest mich zu keiner Zeit gelangweilt hat. Immer wieder werden kleine, feine Spukerscheinungen eingeflochten und lange Zeit bleibt der Zuschauer im Unklaren darüber, was es nun damit auf sich hat und ob dies nicht vielleicht doch bloße Halluzinationen der labilen Yan sind. Krach-Bumm-Horror wird hier nicht geliefert, sondern eher dramatisch angeteasert. Im Showdown wird dann das Tempo erhöht und (leider) noch einmal die volle Ladung asiatischen Kitsches heraufbeschworen. Mir hat das Ganze gefallen, obwohl ich aufgrund defekter DVD ein Kapitel auslassen musste. Fazit: Sehr ruhiger Gruselthriller, der nicht wirklich unheimlich ist, sondern auf psychologischer Schiene die Neugier des Zuschauers weckt...sofern dieser asiatische Filme mag ;-)

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Jojo Rabbit

Komödie, Kriegsfilm

Jojo Rabbit

Komödie, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.01.2020
Taika Waititi als Regisseur hats drauf. Nach Ansicht des Trailers war klar: Den MUSS ich sehen! Tja, und nun bin ich ehrlich gesagt ganz schön enttäuscht. Wieder einmal täuscht ein Trailer mit viel Tempo und cooler Musik über den wahren Inhalt des Filmes hinweg. Die interessantesten Szenen hat man somit schon gesehen. Ich erwartete eine satirische Komödie. Ja, ich habe oft laut geschmunzelt, aber die meiste Zeit habe ich mich tatsächlich gelangweilt. Wer so eine Art "Nackte Kanone"-Humor erwartet, der liegt völlig daneben. Neben einigen humoristischen Einlagen, die zwischen platt und intelligent liegen, bietet der Film keine Schenkelklopfer und ist überraschend ernst. Man kann daher sagen, Waititi verharmlost die Nazizeit nicht, er ist sich durchaus des Ernstes der Lage bewusst. Es gibt wirklich viele traurige und rührende Momente. So gesehen ist das Gesamtwerk kein schlechter Film, man munkelt sogar von einem Oscar-Segen. Mir war das Ganze zu harmlos, viel zu sentimental. Die dauernden Gespräche mit Elsa sind tiefschürfend aber eintönig. Ständig öffnet sich die Geheimtür und es kommt zum Dialog. Die erwartete Granate ist das also bei Weitem nicht. Es gibt weniger zu lachen, als erwartet und selbst der imaginäre Hitler hat mich nicht bei den Lachmuskeln gepackt. Fazit: Eine lustig-bizarre und nahegehende Ode an die Menschlichkeit und gegen Hass, die intelligent ist, aber im Vorwege Versprechungen macht, die nicht eingehalten werden. Trotzdem unbedingt gucken!

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Cat Run

Run. Fight. Survive.
18+ Spielfilm, Krimi, Action

Cat Run

Run. Fight. Survive.
18+ Spielfilm, Krimi, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.01.2020
Versuchen wir mal, es nicht gleich von Anfang an schlecht zu reden. Hier haben sich ein paar unerfahrene Filmemacher an ein durchaus ambitioniertes Werk gewagt. Zwar klauen sie sich quer durch das Genre, was eingeblendete Vorstellungstafeln, witzige Landkarten, Zeitlupenspielereien und andere coole Einfälle betrifft, doch erkennt man dahinter den guten Willen, ein kultverdächtiges Filmchen zu erschaffen. Das Ganze ist ein billiges, irgendwo in Osteuropa gedrehtes D-Movie, mit Darstellern, die vorher arbeitslos waren. Wann zum Teufel hat Chris Rock sich klonen lassen? Jedenfalls tobt sein Doppelgänger durch diesen Film und bringt auch gleich den typischen Humor mit. Da es sich um einen Independent Streifen handelt, kann man etwas anders mit Sex und Gewalt umgehen. Nach einer Minute ziehen die ersten Ladies blank und die Gewalt ist teilweise schon recht brutal, was Köpfe und Hoden angeht. All dies will bei mir nicht so recht zünden und zusammenpassen. Ich hatte eine toughe Heldin erwartet, stattdessen sind unglaubwürdige Killer und tölpelhafte Privatdetektive unterwegs. Zunächst ist der Film wirr, offenbahrt sich dann in einer Rückblende und hat gewiss seine Momente. Doch sein Budget und die Unerfahrenheit der Regie sind überdeutlich, so dass ich mich zum größten Teil gelangweilt habe und kurz vor dem Abschalten stand. Fazit: Um Originalität bemühte, zusammengeklaubte Billigproduktion, der es ganz deutlich an Tempo und rotem Faden mangelt.

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Casino Royale

Komödie, Krimi

Casino Royale

Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.01.2020
1967 hatte Connery seinen (vorläufig) letzten Auftritt als 007. Vermutlich deshalb entschied man sich, ihn mit "Casino Royale" in Rente gehen zu lassen, denn David Niven verkörpert hier den bekannten Agenten, der von seinem Altersruhesitz zurückbeordert wird. Das Ganze ist natürlich eine Parodie und gehört nicht zur offiziellen Serie und ist das, was "Spaceballs" für "Star Wars" war. Ganz im Stile der "Inspector Clouseau" Filme wird die Bond Reihe hier mal mehr, mal weniger gekonnt durch den Kakao gezogen. Das ist erst herrlich genial und dann fürchterlich klamaukig. Dieser bemerkenswerte Streifen weist ein enormes Staraufgebot auf, ist qualitativ nicht schlechter inszeniert, als die Bonds jener Zeit und hat ein paar Gimmicks, die so tatsächlich auch im Original hätten vorkommen können. Das Frauenbild ist auch hier politisch nicht korrekt und wesentlich gewagter. Die sexuelle Revolution lässt grüßen. Es tummeln sich hier mehr und hübschere Bondgirls, als Connery und Moore je hatten. Die Story ist, wie bei Parodien üblich, etwas wirr, hat jedoch humoristische Höhepunkte und ist reichlich bizarr. Die vorliegende DVD ist allerdings etwas armselig. Das Bild wird, trotz 16:9, in verkleinertem Format, also mit schwarzem Rahmen wiedergegeben. Nachträgliche Szenen sind dilletantisch synchronisiert und unnötige Untertitel werden manchmal eingeblendet. Fazit: Was Austin Powers nur imitiert, gibts hier im Original. Eine witzige, aber zum Ende hin auch immer alberner werdende Persiflage.

ungeprüfte Kritik

Das Boot - Staffel 1

Die komplette erste Staffel - Das neue Serien-Highlight.
Serie, Kriegsfilm

Das Boot - Staffel 1

Die komplette erste Staffel - Das neue Serien-Highlight.
Serie, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.01.2020
Tja Leute, so säuft man ab, wenn man sich mit fremden Lorbeeren schmückt. "Das Boot" von Wolfgang Petersen ist nicht nur einer der besten deutschen Filme, bzw. TV-Serien überhaupt, sondern das Ding ist schon fast dokumentarisch. Echter Schweiß, echte blaue Flecken, echte Charakterköpfe mit ureigenem Charme, fast erspürbarer Mief und Feuchtigkeit in der klaustrophobischen Enge eines Unterseebootes. - Diese Serie ist glücklicherweise KEIN Remake, was sie vor dem kompletten Untergang rettet. Dadurch, dass sie sich aber auf das Original bezieht und frech und dreist Sprüche, Gesten und ganze Szenen kopiert, verliert der Zuschauer alsbald das Interesse. Auch stört das saubere Ambiente. Nicht nur, dass der Film voll ausgeleuchtet und auf Hochglanz poliert ist, auch die Darsteller wirken stets wie aus dem Ei gepellt und deswegen völlig unauthentisch. Irgendwer vom Produktionsteam hat eindeutig das Original gesehen, aber keinerlei Lehren daraus gezogen. Hätte man der Serie einen anderen Titel gegeben, dann wäre meine Kritik wahrscheinlich deutlich besser, denn diese merkwürdige Neuauflage ist schon auf gutem Niveau, jedoch irgendwie zu glatt, zu sauber, zu konstruiert. Neu ist lediglich dieParallelhandlung , die aber das Tempo drosselt und so viel Platz einnimmt, dass sie denPlot um das Boot regelrecht verdrängt. Fazit: Missglückter Versuch an einen Kultfilm anzuschließen. Geht als billige Kopie mit einigermaßen Unterhaltungswert durch, hat aber sonst nichts von seinem großen Vorbild.

ungeprüfte Kritik

War of the Arrows

Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.01.2020
Der Name ist Programm! Während sich die meisten asiatischen Historienfilme doch sehr ähneln, hebt sich dieser allein anhand seiner vielen Bogenkämpfe hervor. Diese sind packend und mit ein paar Zeitlupen garniert gut in Szene gesetzt. Dabei ist die Story eigentlich mal wieder nichts Neues und komplett vorhersehbar. Im Grunde gehts um eine Verfolgungsjagd mit Todesfällen nach Abzählreim-Prinzip. Da diese aber extrem kurzweilig und spannend verfilmt wurde, kann dieser "Krieg der Pfeile" tatsächlich 4 Sterne absahnen. Der Zuschauer und Genrefreund wird etwas reißerisch und oberflächlich aber dafür actionreich und ohne großartige Längen unterhalten. Mit großen Epen kann "War of the arrows" freilich nicht mithalten, denn es gibt keine pompösen Massenszenen und Schlachten, sondern eher eine Menge Scharmützel aus dem Hinterhalt oder in kleinen Gruppen. Fazit: Sehr solider Kostümschinken aus Korea, der schnell und modern ist und somit einen netten Popcornfilm darstellt.

ungeprüfte Kritik

The Gangster, the Cop, the Devil

Action, Krimi, 18+ Spielfilm

The Gangster, the Cop, the Devil

Action, Krimi, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.01.2020
Ich muss gestehen, dass meine Kritiken manchmal etwas ungerecht erscheinen. Dieser Streifen ist mit Sicherheit ein guter Film, bekommt aber trotzdem nur 3 Sterne, weil ich mit den gleichen Erwartungen an ihn heranging, wie an "I saw the devil", der thematisch verwandt ist. Zudem wurde "The gangster,..." als Actionstreifen beworben, doch die hält sich sehr in Grenzen. Diesem Film fehlt die Ernsthaftigkeit und schonungslose Brutalität so manchen koreanischen Serienkillerstreifens. Während andere fast verstörend wirken, ist dies eher ein Popcorn- und ein Buddymovie, welches sogar Humor mit einbindet. Das ist nicht verwerflich, denn auch eine actionreiche Verbrecherjagd ohne viel Charakterzeichnung kann sehr gut unterhalten. In diesem Falle ist nur wie gesagt die Werbung "ein knallhartes Oldschool-Brett" irreführend und nicht wirklich zutreffend. Wir haben hier einen Thriller der immer wie ein Film wirkt, sprich: Ich kann ihn nicht ernst nehmen. Die Figuren wirken klischeehaft, deren Taten eigentlich auch. Ma Dong-seok ragt als Sympathieträger heraus, obwohl er der Gangsterboss ist. Ich wurde sehr kurzweilig unterhalten, aber nicht mitgerissen. Somit werde ich diese gut inszenierte Verfilmung nach wahren Begebenheiten schnell wieder vergessen haben, da sie völlig routiniert abläuft und keinen Wiedererkennungscharakter hat. Fazit: Auch für westliche Zuschauer gut ansehbarer Thriller, der ein paar Längen hat aber sehr ordentlich unterhält.

ungeprüfte Kritik

Windstruck

Komödie, Lovestory

Windstruck

Komödie, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.01.2020
Stellen wir uns mal vor, wir wären Koreaner. Dann würde dieser Film gut dazu geeignet sein, mit der Liebsten ins Kino zu gehen und danach den ganzen Abend auf dem Sofa den Tröster zu geben. Hierzulande ist der Film schwierig. "Windstruck" ist merkwürdig zweigeteilt. Die erste Hälfte ist die versprochene Komödie, die sich anbieten würde, von Til Schweiger geremaked zu werden, da der Humor, diese Mischung aus Romanze und Klamauk, seinen Filmen recht nahe kommt. Doch dann gibt es einen Bruch im Verlauf der Geschichte und Tragisches geschieht. Sowohl seitens der Handlung, als auch für den Film. Der Humor ist plötzlich wie weggeblasen und weicht fast schon unerträglichem Kitsch und triefendem Schmalz. Dabei ist die Story sehr unentschlossen, wie sie nun in ihrer Erzählung fortfahren soll. Es gibt einen Todesfall, ach nein, doch nicht, doch, äh doch nicht. Ein ewiges Hin und Her und ein scheinbarer Höhepunkt jagt den Nächsten. Mit einem Mal drückt "Windstruck" mit aller Macht auf die Tränendrüse und so mancher Zuschauer wird Rotz und Wasser heulen oder angewidert abschalten. Ich habe zu Ende geschaut und war gerührt, aber das war nicht meine Intention. Ich ging von einer seichten Komödie aus, doch letztlich ist dies ein etwas übersinnlich angehauchtes Liebes-Schmonzettchen, das zwar schön ist, aber völlig vom Weg abkam. Fazit: Eine gnadenlos schmalzige Lovestory, die sich nicht entscheiden kann, was sie sein will und wie sie enden möchte. Gnädige 3 Sterne und ein Tempotaschentuch.

ungeprüfte Kritik

John Wick - Kapitel 3

Jede Tat fordert Konsequenzen.
Thriller, Action, 18+ Spielfilm

John Wick - Kapitel 3

Jede Tat fordert Konsequenzen.
Thriller, Action, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.12.2019
Wir müssen uns mal verdeutlichen, was "John Wick" ist: Eine gewaltverheerlichende Spaßgranate. Kann es Spaß machen, zuzusehen, wie ein Elitekiller dutzendweise Leute massakriert? Ja! Der Film ist "Guilty Pleasure" und rückt langsam in die Nähe solcher Streifen wie "Machete" (OK, weit hergeholter Vergleich). Realismus ist hier gar nicht gewollt, darum kann ich in diesem Falle Kritiker nicht verstehen, die sich daran hochziehen, John würde nie nachladen. Dann unterstelle ich, dass die nur halbherzig zugucken, denn das tut er durchaus. Allerdings in einem Tempo, dass man das schon mal übersehen kann. Der Film ist schnell, hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf und hat eine aufwändig choreografierte Kampfszenerie. Bei manchem Todesfall gibt der Zuschauer von Phantomschmerz ausgelöste Geräusche von sich, nur um kurz danach hämisch zu lachen. Ja, das ist nicht korrekt, aber macht verdammt viel Spaß, da dies alles nicht ernst gemeint ist. Das Besondere an der Wick-Reihe ist der Mix aus glaubhaften Darstellern, neuartigen Ideen, Stunts, Fun, Style und der Geschichte um die geheimnisvolle "Kammer", die hier weiter beleuchtet wird. Viel Story gibt es natürlich nicht, dennoch ist das Gezeigte wendungsreich und zeugt von immer neuem Einfallsreichtum. Das Ende ist dick aufgetragen und läutet einen 4. Teil ein, dem ich wirklich entgegenfiebere. Fazit: Kultiges Guilty Pleasure Vergnügen, das kurzweiligen Spaß bereitet, wenn man weiß, auf was man sich einlässt. Gern weiter so!

ungeprüfte Kritik

Red Cliff

Die drei Königreiche
Kriegsfilm, Abenteuer

Red Cliff

Die drei Königreiche
Kriegsfilm, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 23.12.2019
Grandios! Und dabei handelt es sich sträflicherweise nur um den Zusammenschnitt des ursprünglichen Zweiteilers auf den man jetzt richtig Lust bekommt. 148 Minuten können bei chinesischen Epen schon mal sehr lang und eintönig werden. Nicht so bei "Red Cliff". John Woo hat wirklich ganze Arbeit geleistet, denn der Film ist zunächst mal bombastisch und aufwändig. Er hat geniale Kamerafahrten, wobei die spektakulärste wohl die hinter der fliegenden Taube (Woos Markenzeichen) ist. Die Schlachten sind mitreißend und verständlich inszeniert und nur in ganz seltenen Fällen trotzt mal ein Krieger der Schwerkraft, denn dies ist keiner dieser ballettartigen Kampffilme, sondern ein historisches Schlachtenepos, in dem viel Blut fließt. Die Handlung bleibt immer schwungvoll und auch von leichtem Humor durchzogen und hat innovative Ideen. Möglich, dass die Schnittfassung dieses kurzweilige Tempo verursacht, aber ich denke, die längere Fassung würde dem ganzen noch mehr Qualitäten eines Meisterwerkes geben. Bis auf ein leichtes Over the Top Finale kann man "Red Cliff" überhaupt nichts vorwerfen. Er unterhält perfekt. Fazit: Ein bildgewaltiges Schlachtengemälde mit Herz und Seele. Prachtvoll und aufwändig verfilmt. Nicht nur unterhaltend, sondern auch eine pure Augenweide, die man gern öfter ansieht. - Meine Bitte an den Verleih: Bringt die Originalfassung endlich hierzulande raus!

ungeprüfte Kritik

Star Wars - Episode IX - Der Aufstieg Skywalkers

Jede Generation hat eine Legende.
Science-Fiction

Star Wars - Episode IX - Der Aufstieg Skywalkers

Jede Generation hat eine Legende.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.12.2019
Wow, welch ein überladenes Finale! Eine detaillierte und fundierte Kritik ist hier aus Platz- und Spoilergründen nicht möglich. Daher kurz: Ich hielt mich seit 1978 für einen großen Fan. Andere Fans beteuerten mir, man würde bei "EP 9" Tränen der Rührung vergießen. Wann also habe ich aufgehört, einer zu sein? Nein, ich habe nicht geweint doch ich kann sagen, dass Episode IX ein paar gute Seiten und Einfälle hat...aber auch um so mehr schlechte bis dämliche. Ein paar zu viele Totgeglaubte tauchen auf, vieles ergibt wenig Sinn oder ist "over the top" und man merkt der ganzen Trilogie an, dass sie nicht aus einem Guss ist und keinen Masterplan hatte. Die Machtfähigkeiten wurden hier immens erweitert und führen einiges zuvor Gesehene ad absurdum. Besonders Anakins Wunsch, Padme zu retten. Dafür gibt es aber viel Nostalgie und einige Schauwerte. Ja, der Film ist besser als Episode 8 - Nein, er ist nicht der perfekte Abschluss...er ist ein Abschluss, der polarisiert und je mehr man nachdenkt, desto schlechter wird er. Eine Kröte, die man schlucken muss. Lasst doch mal echte Fans eine Fortsetzung schreiben, da käme bestimmst was Besseres raus. Fazit: Optisch ist das Star Wars - Aber es gibt störende Dinge, Schwachsinn, Unlogik, Plotholes und Regiefehler (tosende See aber kein Lüftchen an Land). Von denNeuen ist dies evtl. der beste oder eher "bestaussehendste" Film. Doch welche Krankheit ist besser: Pest, Cholera oder Ebola? Erstaunlicherweise ist "Rogue One" der Beste unter Disney.

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Kopfüber in die Nacht

Unfreiwillige Helden in einem haarsträubenden Abenteuer!
Action, Thriller

Kopfüber in die Nacht

Unfreiwillige Helden in einem haarsträubenden Abenteuer!
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.12.2019
Ein Klassiker und ein mehr als typischer Vertreter aus den 80ties. Viele Filme ziehen an einem vorbei, doch dieser blieb haften. Lag es an dem umwerfendem Gespann Goldblum/Pfeiffer oder an den hochkarätigen Nebenrollen und Gastauftritten? Selbst Muppet-Erfinder Jim Henson ist kurz am Telefon im Bilde. Der Streifen hatte bereits damals viel Charme und ist nun natürlich ein nostalgisches Erlebnis, was Musik, Frisuren und Mode betrifft. Und auch wegen der Machart, denn "Kopfüber in die Nacht" ist ein ruhiger Vertreter, der langsam aufbaut um dann zu eskalieren. Kein Vergleich mehr zur heutigen Action. Hier ging es noch um Schauspiel und die beiden machen ihre Sache so gut, dass sie einem ans Herz wachsen. Wo gibts das heute noch? Diesem Film gelingt es tatsächlich, einen spannenden Thriller mit Comedy zu verbinden. So sind die 4 Killer (einer von ihnen übrigens der Regisseur) zwar reichlich tollpatschig, aber nicht minder tödlich. Fazit: Ein möglicherweise etwas langsamer, aber keinesfalls langweiliger Film. Der Zuschauer springt mit einem gut aufgelegtem Jeff Goldblum "Into the Night" und erlebt an dessen Seite ein eskalierendes Abenteuer. Das macht zeitlos Spaß.

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