Mit Beginn der Zeitrechnung war das Römische Imperium ohne Zweifel das mächtigste Reich der Erde. Der Eroberungsdrang der Römer war ungebremst. Nachdem die Römer den gesamten Mittelmeerraum erobert hatten, brachen die Legionen auf, um den Ärmelkanal zu überqueren. Ihr Ziel: Britannien. Das mächtige Imperium der Ägypter oder der Alten Griechen verblasst im Vergleich zu einer anderen Supermacht. Das größte Imperium der Frühzeit war das Alte Rom. Bis Mitte des ersten Jahrhunderts nach Christus hatte sich das römische Reich immer weiter ausgedehnt. Es erstreckte sich im Süden bis Afrika und im Norden bis England, im Westen bis Portugal und im Osten bis in die Türkei. Doch es war längst nicht so stabil, wie es den Anschein hat. Germanische Stämme fügten den Römern schon früh herbe Verluste zu. Auch viele andere Völker wehrten sich vehement gegen die Vorherrschaft Roms. Als römische Truppen im Frühjahr 43 nach Christus britischen Boden betraten, glaubten sie, Britannien als nördlichste Provinz in kurzer Zeit erobern zu können. Doch dies war ein fataler Irrtum. Zum Entsetzen des römischen Kaisers Claudius, der den Einmarsch befahl, leisteten die kämpferischen Briten vehementen Widerstand und warteten mit immer neuen Überraschungen auf. Eine davon war eine außergewöhnliche Frau namens Boudicca. Sie führte einen der gewaltigsten Aufstände an und brachte die mächtigen Römer an den Rand einer Katastrophe.
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