Kritiken von "videogrande"

Bad Times at the El Royale

Alle Wege enden hier.
Thriller

Bad Times at the El Royale

Alle Wege enden hier.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.10.2019
Endlich wieder ein Film, der zumindest die 5 Sterne haarscharf ankratzt. Freunde des etwas anderen Films, Fans von Tarantino (obwohl wesentlich lockerer inszeniert) und Zuschauer, die den geschniegelten Mainstream satt haben, finden hier eine kleine Perle vor. Hochkarätig besetzt, optisch hervorragend, storytechnisch unvorhersehbar und mit einem gesegneten Soundtrack versehen. "Bad Times at the El Royale" ist ein Ensemblefilm, in dem sich mal wieder verschiedene Charaktere auf begrenztem Raum begegnen. Jedoch ist die Story frisch und schnell. Trotz 147 Minuten Lauflänge vergeht die Zeit wie im Fluge, weil immer wieder etwas Neues, Überraschendes geschieht und weil immer wieder in Rückblenden vom wahren Leben der Personen erzählt wird, die hier miteinander verstrickt werden. Somit ist der Film, der in den 60er Jahren angesiedelt ist und der eine Hommage an den Film-Noir-Stil darstellt ungeheuer abwechslungsreich. Gegen Ende flacht es ein wenig ab, was auch einen Stern kostet, denn hier wäre das i-tüpfelchen noch eine letzte Knallerüberraschung gewesen - die bleibt leider aus. Fazit: Das wird ein Kultfilm. Eine hervorragende, neuartige Machart unterlegt mit Motown Rythm and Blues, so dass man mit dem Fuß mitwippt. Macht sehr viel Spaß!

ungeprüfte Kritik

The Witch

A New-England Folktale - Das Böse hat viele Gesichter.
Horror, Abenteuer

The Witch

A New-England Folktale - Das Böse hat viele Gesichter.
Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.10.2019
Nach 2 Minuten war ich zunächst mal komplett genervt von diesem dämlichen Graufilter, der dem Zuschauer per Holzhammer einbläuen soll, dass eine düstere, depressive Stimmung herrscht. Dadurch wirkt der Film fast schwarzweiß und das ist nicht realistisch, verdammt noch mal! - Doch dann macht der Regisseur alles wieder gut, indem er eine ästehetische und atmosphärische Gruselmär erzählt, die ruhiger kaum sein könnte. Der Film ist ein Familiendrama. Wenn man das weiß, dann kommt man auch mit "The Witch" klar und hat keine falschen Erwartungen, die zu schlechten Kritiken führen. Das ist kein Film zum Erschrecken, in dem viel Blut fließt, er ist eher eine Charakterstudie und fängt die Familie mit all ihren Fehlern sehr realitätsnah, fast dokumentarisch ein. Kurz gesagt, der Film spaltet, aber ich finde ihn sehr gut. Er wirkt sehr realistisch und man kann sich vorstellen, wie damals der Hexenglaube entstand. Religiöser Wahn und merkwürdige Zufälle führen zu falschen Beschuldigungen. Im Abspann wird erwähnt, dass Märchen und Protokolle der wahren Hexenprozesse als Inspiration dienten. Und das merkt man in jeder Faser dieses Streifens. Der Zuschauer ist ständig auf der Hut und auch im Unklaren darüber, ob es wirklich eine Hexe gibt. Diese subtile Spannung wird durch die Musik verstärkt. Mag sein, dass am Ende dick aufgetragen wird, aber dafür ist es unerwartet. Fazit: Düsterer Arthouse Hexenfilm, der authentisch wirkt und faszinieren kann, wenn man sich auf die ruhige Art einlässt.

ungeprüfte Kritik

Battle Royale

Wenn dein bester Freund zu deinem Feind wird... Nur einer kann überleben!
18+ Spielfilm, Action

Battle Royale

Wenn dein bester Freund zu deinem Feind wird... Nur einer kann überleben!
18+ Spielfilm, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.10.2019
"Battle Royal" gehört zu Filmen mit Kultstatus. Man fragt sich warum, denn er stammt aus einer Zeit vor dem großen Japan- und Mangaboom. Eventuell ist er wirklich eine Comicverfilmung, denn ernst nehmen kann man die theatralische und in weiten Teilen völlig unlogische Schülerhatz keineswegs. Allein die Blutfontänen... Der Streifen übt Gesellschaftkritik, ist politisch nicht korrekt und will auf jeden Fall provozieren. In Deutschland ist ihm das so gut gelungen, dass er mal auf dem Index war und gekürzt wurde. Nun in voller Länge wieder da. Dieser Film kann eigentlich nur aus Japan kommen, denn dort traut man sich was. Oftmals geht das am Mainstream vorbei und entspricht nicht unseren Sehgewohnheiten. Auch hier gibt es immer mal wieder eingeblendete Schriften und einen Bodycountzähler. So brutal wie man meinen könnte ist der Film nicht und seine Schockwirkung ist im Laufe der Jahre durch viel gewagtere Filme inzwischen verpufft, jedoch bleibt er etwas Besonderes. Doch wie beschreibe ich das Werk? Im Grunde geht es wirklich nur um das gegenseitige Niedermetzeln. Es sind Botschaften versteckt, aber die sind eher nur pseudo. Im Grunde ist "Battle Royal" kein guter Film. Er ist nicht wirklich packend, er ist absolut unglaubwürdig, selbst wenn man beide Augen zudrückt, aber er ist unterhaltsam. Fazit: Japanfans lieben ihn, für andere ist er der typische Asiawahnsinn mit kranken Ideen. Er polarisiert, er ist populär, er unterhält...aber er ist nicht bahnbrechend und ohne "Woweffekt"

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State of Play - Stand der Dinge

Wie weit würdest du für die Wahrheit gehen?
Krimi, Thriller

State of Play - Stand der Dinge

Wie weit würdest du für die Wahrheit gehen?
Krimi, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 29.09.2019
Auch aufgrund seiner grandiosen Darsteller ist "State of Play" ein wirklich hervorragender Politthriller, den man sich so auch in der Wirklichkeit vorstellen könnte. Der ganze Film ist spannend und interessant gehalten, bietet jede Menge Verschwörungen und Wendungen und hält den Zuschauer trotz mangelnder Action (fällt eigentlich gar nicht auf) vor dem Bildschirm. Das Ensemble arbeitet faszinierend miteinander und von den Verfolgungen, Überwachungen, Intrigen und Plottwists wird man wirklich gepackt. Zudem werden Machenschaften von Politikern und auch von Journalisten hinterleuchtet und wirken zugleich interessant wie skandalös. Fazit: Ein packender Politthriller, der sich dreht und wendet und darum die gesamte Laufzeit über sehr spannend bleibt.

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Happy Deathday 2U

Der Tod feiert ein mörderisches Comeback.
Horror

Happy Deathday 2U

Der Tod feiert ein mörderisches Comeback.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.09.2019
Hier wurde einmal etwas Seltenes geschafft: Diese Fortsetzung ist tatsächlich besser als Teil 1, an den hier nahtlos angeknüpft wird und der durch diesen Film plötzlich dazu gewinnt. War "Happy Deathday" zunächst nur ein Zeitschleifenfilm von vielen, so dient er nun als Einleitung oder Vorgeschichte zu diesem Film, der endlich von Schema F abweicht und Innovatives mit einbringt. So wird hier nicht nur in der Zeit gesprungen...Ohne den ersten Film gesehen zu haben, wird der Zuschauer hier aber nicht weiterkommen. Beide bilden jetzt ein Ganzes. "Happy Deathday 2U" ist um einiges witziger, augenzwinkernder, teils spannender aber noch weniger ein Horrorfilm als Teil 1 es war. Es handelt sich um eine zugegeben hoch naive, aber doch sehr unterhaltsame Teeniecomedy. Leider geht der im letzten Drittel etwas die Luft aus, da tüchtig Tempo rausgenommen wurde, ein Handlungsstrang nicht weitergedacht wurde (da war noch reichlich Potenzial drin) und es auch etwas kitschig wird. Fazit: Peppige Zeitreise-Teenieunterhaltung mit gut aufgelegten Darstellern. Was Teil 1 fehlte wird hier nachgeholt. Fast hätte ich Lust auf eine dritte Folge. Dieser Deathday macht Spaß und beide Teile bilden nun eine Einheit.

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Happy Deathday

Aufstehen. Geburtstag feiern. Ermordet werden. Wiederholen.
Horror

Happy Deathday

Aufstehen. Geburtstag feiern. Ermordet werden. Wiederholen.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 23.09.2019
Fans von Filmen mit Zeitschleifenthematik, von denen es bis dato unzählige gibt, werden hier kaum etwas Neues entdecken. Wieder einmal erlebt jemand ein und denselben Tag immer wieder. Nachdem es sogar einen "Tatort" mit dieser Thematik gibt (und Sie werden es kaum glauben, der ist besser!) ist die Zeitschleife im naiven Teeniehorrorgenre angekommen. Die Story ist sehr unterhaltsam und kurzweilig, wenig blutig und eigentlich auch nicht wirklich als Horror anzusehen. Spannung und Spaß halten sich die Waage. Es hätte ruhig etwas innovativer zugehen können, denn der Ablauf birgt keine Überraschungen. Zudem ist man unlogisch vorgegangen: Tree erlebt jeden morgen neu, verlässt das Zimmer immer schneller, trifft aber trotzdem auf dieselben Personen oder Ereignisse, denen sie nun eigentlich zuvorkommen müsste... Fazit: Anhand der Kürze meiner Kritik ahnt man schon: Ein solider Durchschnittsfilm, den man sich gut angucken kann, der aber keineswegs in meiner Zeitreise-Sammlung landen wird.

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The Boys from Brazil

Geheimakte Viertes Reich
Thriller

The Boys from Brazil

Geheimakte Viertes Reich
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 23.09.2019
Das ist zumindest mal ein besonderer Film! Kontrovers, umstritten, oft gekürzt und sogar eine zeitlang verboten. Fest steht, dass er noch zu den Thrillern alter Schule gehört, die so behäbig und langsam (aber nicht langweilig) heutzutage gar nicht mehr gemacht werden. Ich würde ihn in eine Schublade mit utopischen Streifen stecken, die seinerzeit produziert wurden. Beispielsweise "Unternehmen Capricorn" oder auch " Soylent Green". Filme, die sich um Verschwörungstheorien drehen und eine überraschende Auflösung haben, die in diesem Fall aber dummerweise bereits in der Inhaltsangabe gespoilert wurde. Das wäre in etwa so, als würde auf dem Cover von "Star Wars" stehen, dass sich Luke seinem Vater stellt. Diese Tatsache nimmt viel von der Spannung. Und der Film besitzt gewisse Spannung, gewiss aber auch etwas Abscheuliches. Seinerzeit muss das unglaubliche Thema wirklich schockierend gewesen sein, heute sind wir erschreckend nah dran. "The Boys from Brazil" wird oft vorgeworfen, er sei "gaga" oder hanebüchen. Tja, was sind dann Marvelfilme? Ich finde dies ist ein klassischer Politthriller mit einem Hauch Sience Fiction. Er hat gewisse Längen, aber ist dennoch eine klassische Erzählung ohne Action und Mumpitz, sondern nur mit einer gut erzählten Geschichte. Fazit: Ein gewagter Film mit Topbesetzung und gruseliger Story. Angestaubt aber immer noch sehenswert. PS: Inzwischen ungekürzt und mit 2 Synchronisationen (ohne O-Ton dazwischen) erhältlich.

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Under the Silver Lake

Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.09.2019
Tja, da haben wir wirklich mal was zu tun für unsere grauen Zellen. Der Film ist schräger Scheiß, den ich eigentlich abschalten würde, weil er mir zu abgefahren ist. Erstaunlicherweise übt er aber eine ungeheure Faszination aus, die meinen Finger weit weg von der Stop-Taste hielt. Im Gegenteil, ich war gepackt. Zwar habe ich letztendlich nur ein Drittel des Filmes begriffen und viele Pfade führten ins Nichts und ergaben keinen Sinn, doch Symbolik, Musik und eine subtile Spannung wollten mich unbedingt immer weiter gucken lassen. Hier muss man vieles über sich ergehen lassen: Bellende Frauen, sinnlos abstürzende Eichhörnchen, Szenen wie aus dem Drogenrausch...aber auch immer wieder interessante Verschwörungstheorien und absurde Einfälle, wie den Geheimcode, versteckt in unendlich vielen Songs der Popkultur. Wenn Sie bis jetzt meine Kritik verwirrend finden, kann ich das verstehen, denn ich begreife selbst kaum, warum mir "Under the Silver Lake" einen kurzweiligen Abend beschert hat. Irgendetwas hat dieser Film, der gar keiner ist, der zusammenhanglos und unkoordiniert irgendetwas über den Bildschirm laufen lässt, von dem man nicht weiß, was das soll...aber man es unbedingt herausfinden will. Leider ist mir das nicht gelungen. Empfehlen kann ich das Teil also nicht aber schauen Sie mal rein, vielleicht können Sie sich dem Sog auch nicht entziehen. Fazit: Völlig irrationaler Film, der unglaublicherweise so "strange" gestaltet ist, dass man entweder gepackt wird oder ausschaltet.

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Es - Kapitel 2

Es endet.
Thriller, Horror

Es - Kapitel 2

Es endet.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.09.2019
Äh, was war denn das jetzt? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich eher in einer guten Horrorparodie wähnte, als in einem spannendem Grusler von Stephen King. Alles was Kapitel 1 atmosphärisch richtig gemacht hat, wird hier mit dem Hintern eingerissen. "ES 2" ist nicht gruselig ! Klar, er ist kurzweilig. Es ist erstaunlich, wie schnell die fast 3 Stunden herum sind, aber ich habe mehr gelacht, als mich erschrocken. Zum größten Teil ist das auch noch so gewollt, denn es gibt zur Aufmunterung in den übelsten Szenen irgendwelche Sprüche, die das Gezeigte verharmlosen oder gar veralbern. Man könnte meinen, hier einen Marvelfilm, eine Comicverfilmung mit vielen Gags vor sich zu haben. Beispielhaft sei hier die Sache mit dem Leprakranken erwähnt, dessen Ekeleffekt mit einem unpassenden Popsong unterlegt wurde und somit zum Lachen anregte. Ganz zu schweigen von "Oma" - Der Saal hat gebrüllt vor Lachen! Auch hoffe ich, dass die Szene mit dem Kopf als Hommage an John Carpenter gedacht war, ansonsten wäre sie dreist geklaut! Natürlich ist der Film nicht schlecht, aber er ist völlig anders als erwartet und im Vergleich zum Vorgänger muss ich sagen, kackt er ab. Die Sache artet zur Nummernrevue aus, bei der jeder seinen persönlichen Spuk erlebt und abhakt. Man wartet also regelrecht auf den nächsten. Und dann das Ende: So einfach geht das? Fazit: Also nee, als Horrorfilm taugt das Ding gar nichts. Als witziger Mainstream-Hit schon eher. Enttäuschend, wenn auch unterhaltsam.

ungeprüfte Kritik

Sie nannten ihn Spencer

Ein Blonder und ein Blinder auf der Suche nach Bud Spencer.
Dokumentation

Sie nannten ihn Spencer

Ein Blonder und ein Blinder auf der Suche nach Bud Spencer.
Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.09.2019
Von mir bekommt diese Doku 3 sehr gut gemeinte Sterne, die symbolisch für die Goldene Mitte stehen sollen. Ich bin der Meinung, solche Dokumentationen sind als Extra auf einer Scheibe besser aufgehoben, denn als eigener Film. Dazu fehlt ihr der letzte Schliff. Ich selbst bin auch Fan, aber bei weitem nicht so ein Nerd, wie die beiden, die selbst Kleidung bis ins Detail nachahmen. Die Grenze zum Spinner scheint in Fankreisen schnell überschritten, wobei ich es aber toll finde, wenn man sein Hobby wirklich konsequent lebt. Ich sehe den Film etwas zweigeteilt. Die Reise der beiden interessierte mich recht wenig und hatte was von Stalking, doch die Interviews mit bekannten Gesichtern waren interessant. 5 Sterne hätte es gegeben, wenn man diese genialen Szenengegenüberstellungen mit Originalmusik und die Schnitte zwischen Film und Doku beibehalten hätte. Das war super gemacht und wirkte dadurch flüssig. Die wehleidige Suche nach Bud Spencer war dagegen merkwürdig. Braucht man nun diese Doku? Das ist Ansichtssache. Hardcorefans werden alles schon wissen, Gelegenheitsgucker werden über die liebenswerten Träumer den Kopf schütteln und Leute wie ich werden gut informiert...wobei ich manchmal gar nicht so viel Hintergrundwissen haben will und meine Idole lieber so in Erinnerung behalte, wie sie sich im Film darstellten. Fazit: Durchaus gute, informative und aufwändig recherchierte Fan-Doku, die zum Teil eine prachtvolle Hommage, zum anderen Teil aber ein merkwürdiges Roadmovie ist.

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Toni Erdmann

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.09.2019
Deutsche Filme, die bei Preisverleihungen abräumen, sollte man am besten links liegen lassen. Eigentlich weiß man das. "Toni Erdmann" wurde hoch gelobt und durch Medien gehyped. Unglaublich, dass er oscarnominiert wurde. Ich bin drauf reingefallen. Der Sinn des Filmes erschließt sich über sperrige Umwege. Er ist tödlich langweilig und noch dazu sind 80 oder mehr Prozent deutsch untertitelt, weil man englisch oder rumänisch spricht. Der subtile Witz, den Hauptdarsteller Simonischek als Toni Erdmann austrahlt ist allerdings lobenswert. Sein Spruch nach einem Händedruck "Benutzen Sie Handcreme?...ach das bin wahrscheinlich ich." lädt wahrlich zum Schmunzeln ein, ist aber nahezu schon fast der Höhepunkt an Humor. Ich kann zum Teil die hier vertretenen Positiv-Kritiken ansatzweise verstehen. Gewissen Anspruch darf man unterstellen - Aber meisterhaft? Selbst Ausstattung, Bild und Ton sind dies nicht. Ich schaue auch ausländisches Autorenkino mit englischen Untertiteln, zum Beispiel 4 Stunden "Love Exposure" aus Japan, aber so ein müdes, einfaches Filmchen ist die Zeit nicht wert. Für mich war dann auch nach der ominösen Masturbationsszene Schluss, die mich ratlos zurückließ. Fazit: Ein Vater zeigt seiner Tochter ihr verkorkstes Leben auf. Das ist der Sinn hinter einer größtenteils langweiligen Groteske, die hoch intellektuelle Kritiker mit Preisen überschütten mögen. Ich fühlte mich auf den Arm genommen.

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The 12th Man

Kampf ums Überleben - Nach einer wahren Begebenheit.
Kriegsfilm

The 12th Man

Kampf ums Überleben - Nach einer wahren Begebenheit.
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.09.2019
Die unglaublichsten Geschichten schreibt das wahre Leben. Die Odyssee eines Norwegers zur schwedischen Grenze ist dankenswerterweise nicht von Hollywood aufgegriffen worden, sondern landsmännisch verfilmt worden. So trieft nicht allzuviel Pathos aus dem Fernseher, sondern der Streifen widmet sich wirklich dem Überlebenskampf. Das ist sehr packend, authentisch und athmosphärisch dargestellt. Auch viele Details sind stimmig, so sind z.B. die Flugzeuge allesamt originalgetreu. Eine nicht zu unterschätzende Nebenrolle spielt die kalte, karge Landschaft. Sie wird immer wieder gut festgehalten und trägt dazu bei, dass dem Zuschauer ebenfalls die Kälte die Hosenbeine hochkriecht. Auch schauspielerisch ist die Darstellung des völlig entkräfteten Flüchtlings eine Glanzleistung. So weit so gut und spannend. Allerdings zieht sich der Film ganz schön in die Länge und wiederholt auch ab und an Aufnahmen, die anfangs bereits gezeigt wurden. Daher habe ich den Verdacht, dass "The 12th Man" im Original eine Fernsehserie war, die hier im Spielfilmformat vorliegt. Fazit: Authentisch wirkender Survivalthriller aus der Zeit des 2. Weltkrieges, der eine spannende Geschichte zu erzählen hat, dabei aber ruhig etwas kürzer hätte sein dürfen...auch wenn man damit die unendlich langen Aufenthalte unter Felsen und in Höhlen unterstreicht und glaubhafter macht.

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Der 6. Kontinent

Abenteuer, Fantasy

Der 6. Kontinent

Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.09.2019
Eigentlich war es schon viel zu spät für diese Art Film. Von den 30ern (King Kong) bis in die 70er funktionierten "Creature Features" noch mit aufwändigen Stop Motion Tricks fabelhaft und haben sich bis heute ihren Charme erhalten. Unter der Regie von Kevin Connor entstanden dann mehr oder minder leidlich getrickste Billigfilme, die an diese Ära nicht anschließen konnten und auch heute nicht mehr das gewisse Extra, die Portion Charme enthalten. Kein Vorschulkind würde sich noch vor den Gummimonstern fürchten, die im (nicht erreichten) Stile der Godzilla-Filme von einem Menschen im Kostüm dargestellt wurden. "Der sechste Kontinent" beginnt stilsicher und endet mit einem tollen Schlussgag, doch dazwischen wurden Kosten gespart. Selbst die Story ist...naja...die übliche Befreiungsaktion und erinnert entfernt an das Skript der "Zeitmaschine". Was den Streifen dennoch besonders macht, ist Peter Cushing, der hier mal zeigen darf, dass er nicht nur der Finsterling oder unerschrockene Vampirjäger ist, sondern durchaus auch ein trotteliger Professor mit Watschelgang und Selbstironie. Nebenbei darf Caroline Munro mal wieder ihre Erotik versprühen und den Film damit aufwerten. Ansonsten ist er leider etwas eintönig und verschwendet viel Zeit durch das Herumschleichen in pappkulissigen Höhlensystemen. Fazit: Irgendwie schon noch kultiger, aber seinerzeit längst nicht mehr zeitgemäßer Abenteuerfilm im Jules Verne Stil, der mit mehr Budget und besseren Tricks ein Klassiker geworden wäre.

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Caprona 2 - Die Rückkehr der Dinosaurier

Menschen, die die Zeit vergaß
Abenteuer, Fantasy

Caprona 2 - Die Rückkehr der Dinosaurier

Menschen, die die Zeit vergaß
Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 28.08.2019
Tja, was die Macher da wohl geritten hat? Teil 1 war schon eine Low Budget Produktion, hatte aber immerhin eine Story, naiven Charme und atmete den Geist von King Kong oder Godzilla. Auch dieser Teil beginnt vielversprechend für Fans solcher Filme. Die Miniaturtricks sind liebevoll gestaltet. Doch dann ging offensichtlich das Budget aus. Die Saurier sind einfach nur noch lächerliche Pappkameraden. Eine Steinzeitfrau zeigt Decolleté, trägt Makeup und hat den gleichen Friseur wie Farah Fawcett. Das kann der Trashfan immer noch mögen, bis zu dem Punkt, an dem der Streifen wie eine Schallplatte springt, und zwar von "amüsant schlecht" auf "sauschlecht“. Über das dann erscheinende Mattepainting der Totenkopfstadt kann man nur lachen. Gott, ist das übel. Und von nun an finden wir uns in einer Barbarenwelt wieder, die sämtliche Klischees des homoerotischen Lederfetischmus erfüllt. Hinter der Maske: Dave Prowse, bekannt als Darth Vader. Aprospos, achten Sie mal auf die Frisur der Hauptdarstellerin! All diese Figuren rennen nun durch eine Kulisse, die einer Kirmesgeisterbahn entsprungen ist. Billigste Puppen und Pappmaché warten auf den Zuschauer. Es gibt nicht wirklich eine Story und schon gar keine Erklärung für manche Vorkommnisse. Auch etliche Rollen sind verschenkt, wie die des Bordmechanikers. Und jetzt die Frage: Was explodiert da eigentlich die ganze Zeit? Fazit: Eine echte "charmelose" Gurke, gefilmt mit Wackelkamera, an der man wirklich nur den Anfang noch schön reden kann.

ungeprüfte Kritik

The Other Side of the Door

Diese Tür hätte sie niemals öffnen dürfen.
Horror

The Other Side of the Door

Diese Tür hätte sie niemals öffnen dürfen.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.08.2019
Eine vom Grundsatz her neuartige Hintergrundthematik, nämlich die Mythologie des Hinduismus einzubeziehen, war schon mal eine gute Idee. Leider verliert sich der Film umgehend in allzu bekannten Formeln. Hier stand tatsächlich der "Friedhof der Kuscheltiere" Pate, gepaart mit dem gurgelnden, körperverrenkendem Geist aus "The Grudge". Kurz gesagt: Es wurde geklaut. Und zwar schon dreist. Sogar sämtliche Geräusche hat man schon irgendwo gehört. Dazu gibt es eine Menge Schockeffekte, die meistens völlig sinnlos sind. Neudeutsch werden die "Jumpscares" genannt, wenn plötzlich mit schrillem Schrei eine Fratze oder ähnliches erscheint. Und das meist völlig aus dem Zusammenhang gerissen und somit nur Mittel zum Zweck. Klar, man erschreckt sich, aber manchmal werden diese Momente auch regelrecht vorbereitet, so das man sie erwartet. Und so ist leider der ganze Film von vorne bis hinten überraschungslos vorhersehbar bis ins letzte Detail. Das Thema Logik gar nicht erst erwähnt. Mutti liest dem Geist Geschichten vor und Papi darfs nicht wissen...Positiv fällt auf, dass man mit Indien wirklich mal einen seltenen Ort der Handlung hat und das "The Other Side Of The Door" handwerklich gut umgesetzt wurde. Fazit: Es gibt zwar schlechtere Gruselfilme, aber dieser kopiert einfach viel zu viel und bietet weder einen Twist, noch irgendetwas Neues.

ungeprüfte Kritik

Isle of Dogs

Ataris Reise
Animation, Fantasy

Isle of Dogs

Ataris Reise
Animation, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.08.2019
Bevor ich "Isle of Dogs" rezensieren kann, muss ich die enorme, fantastische und aufwändige Stop-Motion-Technik loben, die diesem Film eine wahnsinnige visuelle Wucht verleiht. Puppen und Animationen sind vom Feinsten. So, und jetzt fragt sich, warum die Geschichte so und nicht am Computer generiert wurde. Vielleicht, weil "Ataris Reise", so der Untertitel, dann nur noch halb so spektakulär wäre? Fest steht: Die Idee und die Geschichte sind mehr als skurril. Wie kommt man auf so einen komplizierten Storyaufbau, bei dem das Hundebellen (laut Texteinblendung) synchronisiert wurde und die Menschen in ihrer Muttersprache sprechen? Diese ist in diesem Fall japanisch und wird nebenher von Synchronübersetzern dem Puplikum verständlich gemacht. So ganz versteht man den Sinn dahinter nicht. Warum muss es Japan sein, obwohl dies ein US Film ist? Steht das Land hier immer noch als totalitärer, ehemaliger Gegner der Vereinigten Staaten als Sinnbild? Oder soll lediglich nur das Fremdartige Eindruck auf den Zuschauer machen? Man kann hier Unzähliges hineindeuten und somit wird schon klar: Dies ist kein Film für Kinder, sondern eher Arthouse Kino mit sehr tiefem Sinn, auch wenn die Grundstory simpel von einer faschistischen Verschwörung handelt, die besonders an die deutsche Geschichte erinnert. Zwischendurch gibts viel zu entdecken und zufällig ist bestimmt nichts, auch nicht der Name der Wissenschaftlerin Yoko Ono, die von eben der gesprochen wird. Fazit: Ein außergewöhnliches Film-BonBon

ungeprüfte Kritik

Caprona - Das vergessene Land

Das Land der Dinosaurier
Abenteuer, Fantasy

Caprona - Das vergessene Land

Das Land der Dinosaurier
Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.08.2019
In manchen Kritiken liest man über "Caprona", dass die Tricks für ihre Zeit schon recht gut seien. Das mag daher kommen, weil man denkt, der Streifen wäre aus den frühen 60er Jahren. Er ist aber von 74 und nur drei Jahre später fand ein berühmter Sternenkrieg statt. Man darf die Qualität der Tricks also gern überdenken...und dann trotzdem deren Charme beklatschen. Dieses Abenteuer reiht sich ein in Klassiker wie "King Kong" oder die Ray Harryhausen Filme. Sehr naive Stories, denen man ihre Unlogik aber komplett verzeiht, weil die Filme eben so trashy bis cheesy sind. Vor allem der amerikanische Held ist Klischee pur. Das U-Boot ist ein Raumwunder, bedenkt man, was man alles herausholen kann. Eine kleine Raffinerie, zig Fässer und ein Beiboot. Sagenhaft. Noch dazu kann es auf engstem Raum manövrieren. All das stört aber keineswegs, weil sich so ein Schinken im "Godzilla"-Stil sowas erlauben kann. An die Klasse der vorgenannten Filme kommt "Caprona" nicht wirklich heran, dazu ist er manchmal wegen seiner Steinzeitmenschen auch etwas zu albern. Nach spannendem Einstieg, der scheinbar Wolfgang Petersen für "Das Boot" als Inspiration gedient hat, flacht er dann doch ein wenig ins Langatmige ab. Nichts desto Trotz: Ein Film für Fans naiver, alter Abenteuerstreifen mit handgemachten Tricks und sehr viel Charme, der einige Nachfolger beeinflusst hat.

ungeprüfte Kritik

Gauguin

Drama

Gauguin

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.08.2019
Das ist schon einer von der Sorte Film, die man wirklich aus eigenem Interesse sehen möchte und dazu in entsprechender Stimmung sein muss. Leichte Kost ist dieses Biopic (eigentlich ist es keines) nämlich nicht. Vincent Cassel bietet hier eine grandiose One-Man-Show. Mangels Co-Stars ist er es, der den Film trägt und man nimmt ihm den dürren, kranken Gauguin aus vollem Herzen ab. Erzählt wird nur ein kleiner Abschnitt aus seinem Leben, nämlich das Kennenlernen seiner Muse Tehura, die ihm zu seinen besten Bildern verhalf. Leider werden diese erst im Abspann geehrt. Man muss eigentlich sagen, dass der Film tatsächlich erst in seinen letzten Minuten auftrumpft, vorher bekam man lediglich langweiliges Geplänkel im typischen Arthouse Stil serviert. Noch dazu darf man davon ausgehen, dass alles nur fiktiv ist, worauf ein Text vor Beginn ja bereits hindeutet. Über Gauguin erfährt man nicht viel. Wer sich jetzt tolle Aufnahmen von Tahiti erhoffte, wird auch enttäuscht. Es gibt zwar schöne Bilder, aber keineswegs beeindruckende. Fazit: Arg kopflastiges Arthouse-Kino mit einem glaubhaften Darsteller. Gut, aber sehr trocken. Man hätte viel mehr herausholen können. Ach und abgesehen davon, dass ein 6jähriger diesen Film wohl nicht sehen wird, würde mich trotzdem interessieren, wie man ihm/ihr die kurze Sexszene wohl erklärt. Die spinnen bei der FSK!

ungeprüfte Kritik

Happy

Dokumentation

Happy

Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.08.2019
Eigentlich sollte man jetzt meinen:"Wen interessiert´s?" - Da hat eine besorgte Tochter eine Doku über ihren Vater gemacht, der von deutschen Frauen desillusioniert ist und seine große (oder einfach nur ehrliche) Liebe in Thailand fand. Da rasseln die Synapsen und sofort kommen einem die gängigen Vorurteile in den Sinn. Doch diese liebevolle Doku räumt auf. Klar könnte man meinen, alles sei gestellt, warum sollte man seinen Vater mehr oder minder bloßstellen? Ganz einfach, weil die Geschichte wahr und authentisch ist. Sie ist sozusagen live. Mitgefilmt und ehrlich, echt und mutig. Es wird ein unverstelltes Bild auf Thailand und dessen etwas andere Lebensvorstellungen geworfen. Ich kann mir kaum eine bessere Dokumentation über das Land und die Sehnsucht einiger "Farangs" nach Zuneigung vorstellen. Die üblichen Fragen, warum die Frau so jung sein muss, ob man sich nicht schäme, ob sie vielleicht gekauft wäre usw. werden hier sehr offen und ehrlich beleuchtet. Fazit: Sehr sympathische, wirklich lebensnahe Doku, die nie langweilig wird, sondern im Gegenteil fast zu früh endet.

ungeprüfte Kritik

Storm und der verbotene Brief

Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.08.2019
"Storm und der verbotene Brief" ist zunächst einmal ein erstklassiger Kinder-, bzw. Jugendfilm. Die FSK 6 zweifle ich etwas an, aber ich unterschätze unsere Jüngsten auch gern einmal. Das Thema ist auch für Erwachsene hochinteressant, setzt sich der Film doch mit dem Konflikt der katholischen Kirche und den Protestanten auseinander. Somit könnte er glatt als Werbekampagne für die evangelische Kirche durchgehen. Man könnte den Eindruck haben, die Geschichte sei zu kompliziert für Kinder, vor allem, weil auch oft mittelalterliche Fachausdrücke benutzt werden. Doch gerade dies gehört mit zur "Weiterbildung" und bringt einen ungeheuren Lerneffekt mit ein. Somit ist der Film sowohl ein spannendes Abenteuer, als auch eine interessante und lehrreiche Geschichtsstunde. Zusätzlich regt er zum Nachdenken über Gut und Böse, Richtig und Falsch an, denn schließlich macht Storms Vater etwas "Verbotenes" und verstößt gegen geltendes Recht. Warum aber ist es dann doch wichtig, mal zu rebellieren? Das dürfte das Zielpuplikum beschäftigen. Zu guter Letzt ist die Inszenierung auch noch an tollen Drehorten entstanden und wirkt sehr atmosphärisch. Ich könnte mir sehr gut Fortsetzungen vorstellen, die sich um andere damalige Ereignisse drehen. Fazit: Liebevoller, spannender Film für junge Menschen, die sich auch für Historie interessieren.

ungeprüfte Kritik

Running Man

Science-Fiction, Action

Running Man

Science-Fiction, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.08.2019
Das erschreckende am SF-Action-Reißer „Running Man“ aus dem Jahre 1987 ist nicht seine etwas einfachere Produktionsart, dass Overacting und seine mit den Jahren wachsende unfreiwillige Komik (damals Zeitgeist), sondern wie nah dran an die tatsächliche Realität des Jahres 2019 (in dem die Handlung angesiedelt ist) die Grundidee reicht. Das Zeitalter von gefakten Videos und insbesondere „FakeNews“, „Alternativen Fakten“ und "Deepfake-Technologie" hat der Film scheinbar vorhergesehen. Die Meute vor dem Schirm glaubt immer mehr, was sie sieht, bzw. was sie vorgesetzt bekommt. Und so sieht sich Arnie hier als Ben Richards einer immer noch aktuellen Hexenjagd ausgesetzt. Urspünglich hat Stephen King unter Pseudonym den Roman dazu verfasst, von dem freilich nicht viel übrig blieb. Heraus kam ein typischer 80er Actionfilm, der ganz auf Arnold zugeschnitten wurde. Er ist reißerisch, ganz offensichtlich satirisch aber er gehört zum besseren Drittel von Arnie Streifen, die man in Gut, OK und Übel einteilen kann. Fazit: War damals schon erkennbar anders als z.B. "Predator" aber macht aus heutiger Sicht doppelt so viel Spaß. Und: Eigentlich ist es eine King-Verfilmung, von der kaum einer weiß. - Kleine Technikinfo: Das Bild der Bluray ist unruhig, dunkel und überstrahlt bei Scheinwerferszenen. Dadurch wirkt es unscharf und hektisch. Wahrscheinlich durch die Dynamik und den Schnitt von damals. Das ist irgendwie unbefriedigend.

ungeprüfte Kritik

Sommerfest

Für alle Jugendlieben
Deutscher Film, Komödie

Sommerfest

Für alle Jugendlieben
Deutscher Film, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.08.2019
Frank Goosen ist mir aufgrund des Filmes "Liegen lernen" ein Begriff geworden. Wer aufpasst, entdeckt ihn auch in einem Cameo. Ich halte ihn, ohne viel von diesem Autor gelesen zu haben, für einen Nostalgiker und Kenner des Ruhrgebiets. Ein Beobachter mit zwinkerndem Auge. "Sommerfest" entstand nach einem seiner Romane. Der Film lebt vom Lokalkolorit und seinen skurrilen Typen. Jedoch empfinde ich einiges als viel zu tief in die Klischeekiste gegriffen und überzeichnet. Beispielsweise wird auf heruntergekommener Wohnweise übertrieben herumgeritten. Im Großen und Ganzen ist der Film wahrscheinlich für Normalseher tödlich langweilig. Hat man jedoch einen Bezug zum Pott und irgendwie ähnliches erlebt, dann könnte man Zugang zu dem Streifen finden, der intelligenten und sehr subtilen Humor besitzt. Auf Schenkelklopfer wartet man vergebens, jedoch ist der Wortwitz enorm, besonders zwischen den Zeilen. Im Grunde ist "Sommerfest" ein melancholischer Abgesang auf das traditionelle Ruhrgebiet und auf falsch eingeschlagene Lebenswege. Manchmal fand ich den Film schön...aber nie wirklich herausragend , mitreißend oder speziell. Fazit: Eine ruhige, sentimentale Komödie aus Bochum. Eine Art Heimatfilm mit Vergangenheitsbewältigung. Man sieht den Film gern, ist oft gerührt, schmunzelt, erkennt sich selbst...aber zum "Wow" fehlt noch ein ganzes Stück.

ungeprüfte Kritik

Mandy

18+ Spielfilm, Action, Horror

Mandy

18+ Spielfilm, Action, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 29.07.2019
Is das Kunst oder kann das wech? Wenn mal ein Film aus der Reihe tanzt, dann versucht man sich das mit den Attributen Kult oder Kunst schön zu reden. Und Geschmäcker sind verschieden. Eine Badewanne mit Fett auszuschmieren, wie Beuys es tat, oder eine Mona Lisa hin zu zaubern sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe. - Dieser Film ist Schrott! Und zwar, weil er von der ersten Sekunde an nervt. Ich habe ihn nach ca. 20 Minuten abgeschaltet! Sowas ist selten bei mir. Was habe ich bis dato gesehen? Menschen, die sich anschweigen, Szenen, die auf der Stelle treten, Leute, die in einem Van sitzen. Alles untermalt von enervierender, psychedelischer, basslastiger Musik (die viele auch schon für genial halten), Nebel, Dämonen(?) die mit naiver Zerrstimme sprechen. Mal liegt ein Blaufilter, mal ein Rotfilter vor der Kamera...Da hab ich erkannt, dass ich gerade Lebenszeit verschwende. Es ist schon interessant, wie man eine Inhaltsangabe auf dem Filmcover aufbauschen kann. Ohne die wüsste man gar nicht, worum es geht. Die ersten Sekunden des Trailers entsprechen dem, was ich sah. Bis zu den nächsten Szenen wollt ich nicht mehr warten. Hätte ich mal die Kritik auf "WirSindMovies.com" vorher gelesen. Fazit: Kunst? Ich lach mich kaputt. Dann bin ich jetzt halt für manche ein Banause, aber diese Puplikumsverarsche gehört in die Tonne. Meine Güte!

ungeprüfte Kritik

The Shallows

Gefahr aus der Tiefe - Kein normaler Tag am Strand.
Thriller, Abenteuer

The Shallows

Gefahr aus der Tiefe - Kein normaler Tag am Strand.
Thriller, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 29.07.2019
Mal wieder ein Haifilm und mal wieder ein Einpersonenstück. Nicht ganz neu. "The Shallows" gehört dennoch zweifellos zu den etwas besseren Haifilmen, da er tadellos umgesetzt wurde und auch sehr spannend ist. Jedoch geht er an der Realität komplett vorbei. Das Verhalten des Hais gehört mehr in Richtung eines Horrorfilmes und auch sonst passieren Sachen hart an der Grenze zur unfreiwilligen Komik. Insbesondere am Ende kann man sich ein Lachen kaum verkneifen. Der Film wirkt comichaft und ist über alle Maßen reißerisch und leicht übertrieben. Fazit: Kurzweiliger, naiver Haihorror, der nicht viel Neues zum Thema beizutragen hat.

ungeprüfte Kritik