Kritiken eines anonymen Filmfans

Engel der Verlorenen

Der trunkene Engel
Drama

Engel der Verlorenen

Der trunkene Engel
Drama
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Die erste Zusammenarbeit von Akira Kurosawa, Toshiro Mifune und Takashi Shimura - damit ist "Engel der Verlorenen" mindestens eine Fußnote in der Filmgeschichte sicher. Als Film hinterlässt er einen etwas zwiespältigen Eindruck - fast scheint es, als habe Kurosawa zwei Filme auf einmal drehen wollen, weil er sich nicht für einen entscheiden konnte (oder es ihm nicht gestattet wurde). Zum einen die japanische Spielart eines Gangsterfilmes oder eines Film noir, der einen seltsam kruden Eindruck hinterlässt - allzu forciert ist die "Coolness" (auch wenn dieser Begriff damals noch nicht üblich war) der Agierenden. Dem gegenüber stehen Szenen, die den damals brandaktuellen Neorealismus Italiens heraufbeschwören (ohne sich seiner stilistischen Mittel zu bedienen). In diesem Porträt eines Säufers und enttäuschten Idealisten hat der Film seine stärksten Momente und war vielleicht sogar heimliches Vorbild für französische Filme wie "Aufenthalt vor Vera Cruz" (der ein ähnliches Thema hat). Unbestreitbar sind die schauspielerischen Leistungen von Shimura und Mifune (und ihrer deutschen Sprecher Fritz Tillmann und Gerd Martienzen). Zweifellos ein bei aller Uneinheitlichkeit interessantes Frühwerk des für seine "Westlichkeit" (die hier voll zum Ausdruck kam) geschmähten Vorzeigeregisseur Japans.

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Becket

Ein Leben gegen die Krone.
Drama, Abenteuer

Becket

Ein Leben gegen die Krone.
Drama, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Zwei große Schauspieler, zwei interessante Charaktere, prachtvolle Ausstattung - und doch zündet der Funke nicht. Allzu kühl läuft das Geschehen ab, die Kamera blickt auf die Ereignisse, zieht aber den Zuschauer nicht hinein. Ein typisches Manko vieler britischer Historienfilme aus dieser Zeit. Selbst die oscar-nominierte Musik von Laurence Rosenthal ist zu schulbuchhaft, um Emotionalität zu erzeugen. Schade um das manchmal geradezu an Kinski erinnernde explosive Spiel von Peter O'Toole, der als Heinrich II. derart überzeugte, dass er die gleiche Rolle 4 Jahre später noch einmal übernahm in "Der Löwe im Winter" (obwohl er für den gealterten Heinrich 15 Jahre zu jung war).

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Der Tiger von Eschnapur

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Kitsch pur. Das einzige, was diese Verfilmung der 20 Jahre zuvor entstandenen ersten Tonfilmfassung voraus hat, ist die Farbe - und das, obwohl Regisseur von immens größerem Kaliber als Richard Eichberg war. Knattermimen, wohin man schaut, eine triefende Kolportagegeschichte, die einen unangenehmen teutonischen Beigeschmack hat, und Drehorte, die einen künstlichen, staubigen Eindruck machen. Immerhin ist die Arbeit von Kameramann Richard Angst bemerkenswert - niemals habe ich eine so täuschend perfekte Ausleuchtung einer im Studio gedrehten Außenszene sehen dürfen. Lang selbst benannte für sich den Film um in "Der Tiger von Dextropur" - kann es ein deutlicheres Zeichen dafür geben, wie gering seine Meinung von seinem eigenen Film war? Seltsamerweise übt das Ganze durchaus einen gewissen Reiz aus, auch wenn dieser vor allem trashiger Art ist. Paul Hubschmid könnte auch heute noch für die Damenwelt ein Blickfang sein, Debra Paget ist es für die Herren der Schöpfung ganz gewiss. Für einen verregneten Sonntagnachmittag zur totalen Entspannung des Geistes und einen Hauch von Studiosonne durchaus geeignet.

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Mord - Der Auslandskorrespondent

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Foreign Correspondent" ist nicht weniger als eins von Hitchcocks großen Meisterwerken und nimmt so eine Sonderstellung ein - dadurch, dass es so wenig bekannt ist. Außer "Der unsichtbare Dritte" legt keiner seiner Filme bei einer Laufzeit von zwei Stunden ein solches Tempo vor, das für zwei seiner Art noch locker gereicht hätte. Er vereint die Qualitäten des britischen Hitchcock (Leichtigkeit, Sympathie für alle Figuren, Tempo) mit denen des Amerikaners (prachtvolle Aufmachung, epischer Rhythmus), obwohl sich diese Punkte scheinbar widersprechen. Der berühmte und so schwer zu findende Mittelweg - hier hat er ihn gefunden. Seine zur Entstehungszeit (teilweise sogar so nicht gewollte) politische Brisanz rückte ihn aber nach dem Krieg in eine Ecke, in die er nicht gehörte und aus der er sich auch nicht befreien konnte. Dass er von einem Verleiher zum nächsten weitergereicht wurde, tat ein Übriges - besonders in der BRD, wo er sehr verspätet und auch dann nur stark verstümmelt in die Kinos kam. Verstümmelt aber nicht aus politischen Gründen (wie oft angenommen wird) - nein, der Bearbeiter schnitt einfach die Stellen heraus, die ihm zu lang erschienen oder deren Humor er nicht verstand, ließ aber die politischen Bezüge weitgehend unberührt (um werbewirksame Aufmerksamkeit zuerregen). Glücklicherweise befindet sich aber auf der DVD nicht nur die ungekürzte deutsche TV-Fassung (die allerdings ein sehr bescheidenes Niveau hat), sondern auch die Originalfassung, die man in diesem Falle von vornherein anwählen sollte. Übrigens sehen wir in ffolliott (George Sanders) einen frühen Verwandten von James Bond - kein Wunder, war doch einer der ungenannten Co-Autoren Richard Maibaum, der Jahrzehnte später über ein Dutzend 007-Drehbücher verfasste und mehr als nur eine Spur dieser frühen Figur übernahm.

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Dick & Doof erben eine Insel, Atoll K

Die beiden Robinsons auf Atoll K.
Komödie, Abenteuer

Dick & Doof erben eine Insel, Atoll K

Die beiden Robinsons auf Atoll K.
Komödie, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Hin und hergerissen ist man beim Betrachten dieses Films. Manch einer hält ihn für absolut misslungen, weil die vertrauten Gesichter (erschreckend) alt geworden sind und auch ihre Naivität hinter den (mißglückten) satirischen Amibitionen des Regisseurs verschwunden ist. Manch einer hält ihn für ein Meisterwerk, weil Laurel & Hardy nach den fürchterlichen Filmen der vorangegangenen Jahre in einigen Gags wieder zur alten Form gefunden haben. Beides hat etwas für sich, und beides ist nicht vollständig. Ein Film, der zwei Dinge will, die sich gegenseitig ausschließen - naiven Spaß und politischen - ist zum Scheitern verurteilt. Aber er hat beiden zumindest einige amüsanten Seiten abgewinnen können. Freilich hat er vor allem Cineasten etwas zu bieten, welche die deutsche und die amerikanische Fassung miteinander vergleichen (sie weichen massiv voneinander ab) - und eigentlich fehlt zum Gesamtbild noch die wieder völlig andere italienische Fassung. So bietet aber die DVD auf jeden Fall ein Erlebnis besonderer Art. Nur UNBESCHWERTEN Genuss - wie die meisten Laurel-&-Hardy-Filme - eben nicht ...

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Die Wikinger

Abenteuer

Die Wikinger

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Dieser eher wuchtige als monumentale Abenteuerfilm hebt sich deutlich und auch sehr positiv vom Gros aus Hollywoods Hexenküche ab - und das hat er zu einem nicht unbeträchtlichen Teil dem Buch zu verdanken. Es gehört schon einiges an Mut dazu, den kraftvollen Heros Kirk Douglas als verunstalteten Unmenschen auftreten zu lassen, Frauenliebling Tony Curtis als Schwächling und die engelhaft schöne Janet Leigh als Zicke. Dass die Schauspieler ihre Rollen abseits der Klischees genüsslich darboten, versteht sich fast von selbst. Straffe Regie, kompetente Kamera und Musik, raue Ausstattung - so "einfach" ist es, einen überdurchschnittlichen Film zu drehen. Angemerkt sei noch, dass der Film nicht in s/w gedreht wurde (wie auf der DVD vermerkt), sondern sich in (gedeckter) Farbe präsentiert. Ein Wort noch zur deutschen Fassung: Die beliebtesten Sprecher ihrer Zeit - Arnold Marquis (Douglas), Gert G. Hoffmann (Curtis) und Margot Leonard - sind ihr zum einzigen Mal (in einem Kinofilm) alle drei gemeinsam in Hauptrollen zu hören.

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Arpad der Zigeuner

Abenteuer, Serie

Arpad der Zigeuner

Abenteuer, Serie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Von dieser weniger bekannten Serie sind nur die ersten 6 Folgen auf DVD erschienen, dann wurde die Veröffentlichung abgebrochen. Das ist als Präzedenzfall unerfreulich, aber in diesem Falle bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar. Mag sein, dass die Serie für Toleranz wirbt - mag sein, dass in den 70ern das flattrige Outfit, wie es den Zigeunern (ich weiß, dieser Begriff ist politisch unkorrekt) zugeschrieben wird, perfekt in die Mode passte - aber das reicht keineswegs aus, um gute Unterhaltung zu schaffen. Langeweile herrscht hier vor. Unterhaltung muß doch wenigstens ein gewisses Maß an Spannung besitzen - die ist hier (trotz des legendären "Fanfan"-Regisseurs Christian-Jaques) leider nur in Spurenelementen vorhanden. Im Prinzip gilt das Gleiche wie für die vollends mißglückte Serie "Mein Freund Winnetou": mag man auch einige Einblicke in die Geschichte haben und in die damalige Lebensweise der Sinti und Roma (aber hat man die denn wirklich? wer weiß ...), aber dafür zu begeistern schaffen die 6 Folgen nicht - da vermisse ich die restlichen 20 keineswegs. Und wer die wahrlich reizende Edwige Pierre erleben will (wofür ich vollstes Verständnis habe), der halte sich an ihren Auftritt in der exzellenten May-Verfilmung "Kara Ben Nemsi Effendi", da bekommt er gleich 26 Folgen flotter und schrulliger Unterhaltung mitgeliefert.

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Blutsbrüder

Auf Leben und Tod
Western

Blutsbrüder

Auf Leben und Tod
Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Wenn zwei Publikumsmagneten der DEFA, beide mit reichlich Western-Erfahrung, zusammen für einen Indianerfilm vor der Kamera stehen, der eine Geschichte von humanistischer Gesinnung erzählt, dann kann doch eigentlich nur ein guter Film daraus werden. Ach wäre es doch so einfach. Denn im Eifer des Gefechts übersah der Autor und Hauptdarsteller Dean Reed, daß in der Kunst eine progressive Einstellung nicht ausreicht - man muß schlicht sein Handwerk verstehen. Daß er seinem "Blutsbruder" Gojko die Freundin ausspannte und ihn zum Nebendarsteller degradierte, half der Chemie zwischen beiden überhaupt nicht. Ein allzu überschätzter Regisseur tat sein Übriges dazu. So ist "Blutsbrüder" nach "Tecumseh" der zweite (leider aber nicht der letzte) qualitative Ausreißer nach unten in der Kult-Indianerreihe. Wenn man sich an ein Thema wagt, das schon Klassiker wie "Der zerbrochene Pfeil" und "Little Big Man" beackert haben, muß man schon etwas mehr zu bieten haben als guten Willen.

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Chingachgook

Die große Schlange
Western, Deutscher Film

Chingachgook

Die große Schlange
Western, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Nein, wie nett. Gleich in der ersten Szene hopsen Ballett-Tänzer, die sich für indianische Krieger halten, mit Schildkröten-Rasseln durch ein Zelt, wenig später zieht Gojko selbst mit einer halb-Tanz-halb-Sport-Szene nach (begleitet zu von Dvorak inspirierter Musik). Nein, professionell ist dieser Film wirklich nicht zu nennen. Wären nicht die Szenen auf der Arche (die vom geächteten Egon Günther ohne Namensnennung geschrieben wurden), müsste man von Schmierentheater sprechen. Aber - es hat was. Zumindest hat der Film mehr Cooper und mehr Spass zu bieten als alle anderen der zahlreichen (und fast durchweg schauderhaften) Cooper-Verfilmungen. Für Gojko-Fans eine nostalgische Erinnerung, für Freunde echter Western allerdings viel zu weichgespült. Übrigens einer der wenigen DEFA-Indianerfilme, die nicht auf westlichem Kodak-Film, sondern tatsächlich auf ORWO gedreht wurden, weshalb die Farbqualität sich auf Pastelltöne beschränkt.

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Apachen

Blutige Rache
Western

Apachen

Blutige Rache
Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Selbst die schwachen DEFA-Indianerfilme haben für alteingesessene "DDR"-Bürger den Bonus von "unserem Gojko". Diesmal sogar doppelt, denn er schrieb zusammen mit Regisseur Kolditz das Drehbuch. Heraus kam der wohl beste, auf alle Fälle der härteste und professionellste der "Indianerfilme", wie so oft inspiriert von einem historischen Ereignis. Der "härteste" ist heute sehr relativ zu sehen, denn die damalige Spekulation der Filmkritikerin Holland-Moritz, er würde den "berüchtigten Italo-Western in nichts nachstehen" ist natürlich maßlos übertrieben. Aber wenn auch nichts gezeigt wird, die Andeutung reicht aus, um die Grausamkeit der weißen Eroberer zu verdeutlichen. Eine (tatsächlich italienisch beeinflusste) Filmmusik von Brecht-Komponist Hosalla rundet einen durchweg spannenden Film mit guten Schauspielern ab, dessen Versprechen von der Fortsetzung "Ulzana" leider nicht eingehalten wurde.

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Die Söhne der großen Bärin

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Wenn ein heldenhafter Indianer und sein weisser Gegenspieler sächseln, wenn Clown Ferdinand als finsterer Schurke agiert, wenn ein pummeliger "kleiner Trompeter" versucht, wie ein Rauhreiter auszusehen und Dakota zu Jazz-Musik über die Prärie reiten - dann weiss der ehemalige DDR-Bürger, dass er den ersten DEFA-Indianerfilm vor sich hat. Natürlich ruft der Streifen heute eher Heiterkeit als Spannung hervor, natürlich holpert er über viele Unebenheiten hinweg, aber was soll's - er ist immer noch ein Mordsspass. Kenner seien allerdings gewarnt: die Längenangabe ist falsch - es handelt sich nicht um die originale DDR-Kinoversion, sondern um die für den internationalen Verleih überarbeitete, die gerade in der ersten Szene drastische Verstümmelungen aufweist.

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Die seltsame Gräfin

Krimi, Deutscher Film

Die seltsame Gräfin

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Viele Feinde hat dieser Film unter den Kritikern und unter solchen, die sich dafür halten. Gewiss, Logik sucht man hier vergebens. Sicher, das Stelldichein von UFA-Schauspielern sorgt für einen Hauch von edlem Staub, mit theatralischen Gesten und rollenden Rs. Aber Klaus Kinski ist ja schließlich auch theatralisch, und er gehört zu Edgar Wallace wie das Salz in der Suppe. Und durch die atmosphärisch brillante Kameraarbeit von Richard Angst werden kleine Mängel spielend wieder herausgeholt. Bedeutsam ist der Film schon als Krimi-Debüt des Wallace-Komponisten Nr. 1: Peter Thomas.

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Die toten Augen von London

Krimi, Deutscher Film

Die toten Augen von London

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
"Eigentlich ist dieser Film ein deutscher Grusel-Klassiker - es hat sich nur noch nicht herumgesprochen." Mit dieser Bemerkung traf Florian Pauer in seinem längst verschollenen Wallace-Film-Buch den Nagel auf den Kopf. Nicht der Krimi dominiert, sondern der Horror (wenn er auch für heutige Verhältnisse unglaublich zahm ist). Verkanntete Kamera, gespiegelte Gesichter, blinde ("tote") Augen und im Wortsinne kaum ein Lichtstrahl im ganzen Film. Selbst die raren Tageslichtaufnahmen scheinen im trübsten Regenwetter gedreht worden zu sein. Besser hätte Alfred Vohrers Einstand in die Serie nicht werden können. Und zwischen all diesen düsteren Sequenzen immer wieder Anflüge von rabenschwarzem Humor. Interessant auch für Zuschauer, die schon immer mal bekannte Synchronstimmen mit ihrem wahren Gesicht sehen wollten: Harry Wüstenhagen (Pierre Richard) und Wolfgang Lukschy (Stewart Granger, Gregory Peck) geben sich die Ehre.

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Die Tür mit den 7 Schlössern

Krimi, Deutscher Film

Die Tür mit den 7 Schlössern

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Dies ist einer der Edgar-Wallace-Filme, die das Attribut "trashig" wirklich verdienen, kaum gebrochen durch gelungene Selbstironie. Logik sollte man in Wallace-Filmen ohnehin nicht suchen, aber hier wird die Handlung mitunter regelrecht blödsinnig. Die Krönung ist das haarige Monster Giacco, das durch Spieluhrenmusik kurzzeitig zum sanften Riesen wird. Im Großen und Ganzen erinnert die "Tür" irgendwie an die Mad-Scientist-Episode aus Woody Allens "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten". Immerhin erlebt man Klaus Kinski mal in einer etwas anderen (wenn auch sehr kleinen) Rolle, und Heinz Drache, Siegfried Schürenberg und Werner Peters hatten ihr Wallace-Debüt. Sie machen den Film dann doch sehenswert.

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Das Geheimnis der gelben Narzissen

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Produzenten, die ein gutes Händchen für Filmstoffe haben, müssen nicht gleichzeitig auch gute Drehbuchautoren sein. Den Beweis tritt Horst Wendlandt leider mit diesem Film an. Schade um den Stoff, vor allem aber um die Möglichkeit, im echten London zu drehen. Die "gelden Narzissen" unterscheiden sich nur unwesentlich von der britischen Dutzend-Krimi-Ware dieser Zeit (auch musikalisch). Immerhin hat der Streifen Christopher Lee auf der Haben-Seite, den man sogar mit seiner Originalstimme hören kann (leider war Walter Gotells Akzent zu stark, so daß er synchronisiert wurde, obwohl er in deutsch drehte). Klaus Kinski ist auch einer der Pluspunkte, nur gibt ihm das Drehbuch zu wenig Gelegenheit, seinen irren Charme auszuspielen; über Sabina Sesselmann dagegen sei der Mantel des Schweigens gebreitet. Wenn man gerade in Wallace-Laune ist, macht einem der deutsch-britische Trash zweifellos Spaß, aber er ist nicht unbedingt geeignet, in diese Laune zu versetzen. Zu diesem Zwecke greife man bspw. zu "Das Gasthaus an der Themse".

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Die blaue Hand

Krimi, Deutscher Film

Die blaue Hand

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Weit war der Weg, der zu diesem Film führte - und leider hat man irgendwo auf diesem Weg die falsche Richtung gewählt. Angeblich richtete sich das erste Drehbuch sehr stark nach dem Roman - was in dieser Drehphase eine äußerst reizvolle Abwechslung gewesen wäre - aber das erschien nicht zeitgemäß. Das zweite Drehbuch wurde kaum verändert gefilmt - allerdings erst 4 Jahre später unter dem Titel "Die Tote aus der Themse" (ohne Angabe des Originalautoren!). Das dritte gibt wieder einmal Auskunft über die geheimen Träume des Autors Herbert Reinecker - mit all der Wirrnis und Unlogik, durch die sich nächtliche Träume auszeichnen. Immerhin schaffte Regisseur Vohrer es, dem Mummenschanz noch einen Rest Atmosphäre abzugewinnen (was den letzten Filmen völlig fehlt), aber irgendwie fehlt dem Ganzen die ironische Distanz - und das Interessanteste ist, den bekannten Synchronsprecher Thomas Danneberg (Schwarzenegger, Stallone, Nick Nolte, Terence Hill, John Cleese) mit seinem eigenen Gesicht zu sehen.

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Der Zinker

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2009
Ein Gespenst geht um in London: ein Phantom mit Namen "Zinker". Man muß nicht wissen, daß "verzinken" einstmals das Wort für verpetzen war, um zu verstehen, daß es sich bei diesem Menschen um einen der hinterhältigsten Sorte handelt. Literarische Puristen wüteten, als dieser Film ins Kino kam: der Hauptheld des Buches wird schon nach einer halben Stunde getötet, der Zinker mordet mit Schlangengift und der Regisseur bediente sich sogar einer hinterhältigen filmischen Lüge, um von der Spur des Täters abzulenken. Aber was soll's: die Schauspieler waren mit großem Spaß bei der Sache, die Musik von Peter Thomas ist grandios und wer kümmert sich schon um Logik, wenn Nebelschwaden in London wabern. Für den Schreiber dieses Kommentars war vor 20 Jahren dieser Wallace der erste, den er zu Gesicht bekam, und schon damals fällte er das Urteil: meisterhaft! Glücklicherweise wartet die DVD wieder einmal mit einer restaurierten Fassung auf, in der die zahllosen, unsinnigen Kürzungen rückgängig gemacht wurden. Also: ein ungetrübtes Sehvergnügen.

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Der Hexer

Krimi, Deutscher Film

Der Hexer

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Leider zählt dieser Film zu den meist überschätzten der Reihe. Von einem Film, in dem Fuchsberger und Drache gemeinsam (vor allem aber gegeneinander) auf Hatz gehen, hätte ich mehr erwartet. Daß das Drehbuch mit dem Roman keinerlei Ähnlichkeit mehr hat, ist eine lässliche Sünde, daß es aber aus zusammengezimmerten Episoden ohne roten Faden besteht, ist schon ärgerlicher. Der Weg für die späten Wallace-Filme (größtenteils aus der Feder von Herbert Reinecker) war hiermit vorgegeben. Immerhin: die Schauspieler bleiben sehenswert, und für einen unterhaltsamen Filme-Abend reicht's allemal. Aber ein Meisterwerk ist "Der Hexer" nicht.

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Der Mönch mit der Peitsche

Krimi, Deutscher Film

Der Mönch mit der Peitsche

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
"Ein Meisterwerk" - lautete das Urteil des ersten (lange vergriffenen) Buches über die Wallace-Filme. Entsprechend gespannt war ich, als ich diesen Streifen zum ersten Mal zu Gesicht bekam. Entsprechend enttäuscht war ich. Wo früher Selbstironie winkte, herrschte nun Pathos und Schmierentheater. Dümmliche Verwicklungen der immer gleichen Art, absurde Mordmethoden und schlimme Fehlbesetzungen - welcher Teufel hat den Regisseur geritten, den Drahtzieher der Verbrechen mit einem Schauspieler zu besetzen, den man sofort an seiner Stimme erkennt? Mittlerweile, da ich die Filme gesehen habe, die davor und danach entstanden, ist mein Urteil etwas milder geworden - er entspricht dem damaligen Standard, nur ... er ist nicht sehr hoch. Wenn man sich gerade im Wallace-Fieber befindet, ist der zweite "Mönch" (ebenso wie der erste) eine nette Ergänzung. Aber - "nett" ist nicht das Wort, das für einen Krimi angemessen sein sollte.

ungeprüfte Kritik

Der Fälscher von London

Krimi, Deutscher Film

Der Fälscher von London

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein. Und in diesem Falle sogar ohne literarische Einschränkung - zusammen mit dem "Roten Kreis" ist der "Fälscher" am originalgetreuesten verfilmt; Änderungen im Vergleich zum Buch sind marginal (und überflüssig). Durch die Besetzung der Hauptrolle mit Hellmut Lange stellt er sehr erfolgreich die Frage: Ist der Held nun der Meisterverbrecher oder nicht? Möglich ist hier alles. Zwar hat Harald Reinls dritter Wallace nicht die freche Ironie oder die schrille Spannung der Vohrer-Filme zu bieten, dafür geht er aber mal psychologisch etwas mehr in die Tiefe als sonst (soweit das bei Edgar Wallace überhaupt möglich ist). Daß die Schauspieler ein Genuß sind, versteht sich von selbst - besonders Viktor de Kowa ist hervorzuheben. Für Komponist Martin Böttcher begann die erfolgreiche Arbeit für die Rialto-Film, die wenig später in den Winnetou-Filmen gipfeln sollte.

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Der Gorilla von Soho

Krimi, Deutscher Film

Der Gorilla von Soho

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Gute Güte! Was hat die Beteiligten denn dazu verführt, dieses Mist zu drehen? Ja natürlich, das liebe Geld. Aber eine Milchkuh melkt man und führt sie nicht zur Schlachtbank. Abgesehen davon, dass man, wenn man schon ein Remake dreht, das lieber offen tun sollte anstatt ein blindes Monstrum durch eine lächerliche Gorilla-Verkleidung, Blindenschrift durch afrikanische Schriftzeichen und düstere Atmosphäre durch sexuelle Hechelei zu ersetzen - ich wüsste keinen Wallace-Film, in dem die Darsteller so grauenvoll und inkompetent sind wie in diesem. Gibt es irgendetwas Positives, was ich über dieses Machwerk sagen kann? Tut mir leid - passe! Es dürfte sich wohl um das schlechteste Produkt von Trivial-Ikone Alfred Vohrer handeln, keinen Deut besser als diverser Jess-Franco-Schund - eine Zeit- und Materialverschwendung der Extraklasse. Nehmt bloß die Finger weg, liebe videobuster-Kunden - holt euch lieber das Original: "Die toten Augen von London", ein Werk, dessen Brillanz diesen Trash nur NOCH stumpfsinniger erscheinen lässt, falls das überhaupt geht. 0 Sterne!

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Der schwarze Abt

Krimi, Deutscher Film

Der schwarze Abt

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Logik ist etwas, das man bei diesem Film nicht suchen sollte. Aber Hand aufs Herz: Was hat Edgar Wallace jemals mit Logik zu tun gehabt? Lehnen wir uns also zurück und genießen einen der atmosphärisch knisterndsten Wallace-Thriller, der nicht selten den Bereich des (längst von der Zeit überholten, aber trotzdem amüsanten) Gruselfilms streift. Finstere Bilder von Richard Angst (kein Witz!), gläsern kalte Musik von Martin "Winnetou" Böttcher und natürlich die Creme der (west)deutschen Schauspieler der Swinging Sixties (Blacky Fuchsberger ist eben immer noch der Beste). Dank der DVD-Edition, daß dieser Streifen endlich in restaurierter, ungekürzter Fassung vorliegt.

ungeprüfte Kritik

Der unheimliche Mönch

Krimi, Deutscher Film

Der unheimliche Mönch

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
So manchem Edgar-Wallace-Fan gilt diese Verfilmung aus der "mittleren" Periode als beste überhaupt, nachgerade als Meisterwerk mit grandiosem Drehbuch und brillanten Schauspielern. Das ist übertrieben - sogar nicht zu wenig. Geschmäcker sind wohl verschieden, aber das üble Schmierentheater, das besonders Hartmut Reck (als lauer Kinski-Verschnitt) und Uta Levka ablieferten, hat üblen Beigeschmack; und das Drehbuch strotzt vor hölzernen Dialogen. Keine Spur der inszenatorischen Verrücktheiten eines Alfred Vohrer, des exaltierten, aber präzisen Spieles eines Kinski, einer Elisabeth Flickenschildt. Was man dem Film zugute halten kann, ist, dass er ein hohes Trash-Potential besitzt - und das ist heutzutage ebenso ein Kompliment wie ein Tadel. Langweilig ist das Geschehen um den Herrn (oder die Dame?) mit der Peitsche nicht - gut oder gar ein Meisterwerk aber noch weniger.

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Zimmer 13

Krimi, Deutscher Film

Zimmer 13

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
1963 war der berühmte Postraub in aller Munde. Auch die Edgar-Wallace-Reihe wurde davon nicht verschont und kramte ein (weniger bekanntes) Wallace-Werk namens "Mr. Reeder in Room 13" hervor, das diese Thematik bediente. Weil es aber trotz des Hypes zu bieder erschien, wurde die Rasiermesser-Mörder-Geschichte kurzerhand dazuerfunden - mit verheerenden Folgen: der Film wurde erst ab 18 zugelassen. Heute scheint diese Maßnahme lächerlich, die wenigen Blutspritzer und die sanfte Verruchtheit der Strip-Bar entlocken 12-jährigen nur noch ein müdes Lächeln. Schockierender ist da schon die Auflösung des Geschehens, die seinerzeit viel Wirbel verursachte und wohl auch Grund war für den mäßigen Erfolg. Düster ist es trotz allem geblieben, das Geschehen um das "Zimmer 13".

ungeprüfte Kritik

Im Banne des Unheimlichen

Krimi, Deutscher Film

Im Banne des Unheimlichen

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Liest der Krimi-Kenner den Namen des Drehbuchautors, schlägt er vorsichtshalber die Hände über dem Kopf zusammen. Ladislas Fodor - Stammautor der Dr.Mabuse-Reihe und Garant für völlig absurde (aber bierernst gemeinte) Verwicklungen und dümmliche Dialoge. Aber - Überraschung - hier wurden ihm wohl die Zügel angelegt. "Im Banne des Unheimlichen" ist der letzte deutsche Wallace-Film, der noch einiges von den Qualitäten besitzt, welche die Reihe ins Kultlager katapultierten. Schmerzlich vermisst man Siegfried Schürenberg als Sir John (Hubsi von Meyerinck kann ihn nicht ersetzen), aber die Damenwelt ist auch ohne leichte Bekleidung ein Augenschmaus (frech - Siw Mattson; süß - Ilse Page) und ernsthafte Schauspieler wie der phantastische Wolfgang Kieling können ihren Rollen etwas abgewinnen, ohne sich unsterblich zu blamieren. Nein, das Niveau der früheren Filme erreicht dieser nicht, aber er ragt über das in jeder Hinsicht mittelmäßige der viel zu farbigen Ergüsse eindeutig hinaus.

ungeprüfte Kritik

Der Hund von Blackwood Castle

Krimi, Deutscher Film

Der Hund von Blackwood Castle

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Ein letzter Glanzpunkt in der langen Edgar-Wallace-Reihe. Natürlich ist von einer literarischen Vorlage des Zigarillorauchers nirgends eine Spur zu erkennen - aber das spielte schon lange keine Rolle mehr. Natürlich ist es nicht gerade die subtilste Idee, die frei erfundenen Figuren teilweise nach Filmstars zu benennen - Douglas Fairbanks, Dorothy McGuire und Humphey Connery (muss man das noch weiter kommentieren, zumal witzigerweise Heinz Drache den Schotten Connery tatsächlich schon einmal synchronisiert hatte) - aber der Humor beim bundesdeutschen Wallace war eh noch nie der feinsinnigste. Spielt auch keine Rolle, denn hier funktioniert ein letztes Mal das Spiel mit Nebel und Selbstironie - die Musik von Peter Thomas ist verrückt (das Hauptthema basiert von den Tonintervallen 2 & 5 - es war der 25. (!) Rialto-Wallace - und Janes Mutter hat das gleiche Thema wie die Schlange in Janes Bett - ein Schelm, wer Böses dabei denkt) und nie hatten Sir John und seine Sekretärin eine so wichtige Rolle. Hier gibt es kaum Rätsel, jeder betrügt jeden und der Zuschauer kann sich aus sicherer Entfernung darüber amüsieren. Wie erholsam, einen Farb-Wallace ohne Mädchenhandel und biederen Skandal zu sehen!

ungeprüfte Kritik

Der Frosch mit der Maske

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
1959 war die Welt noch in Ordnung: Der junge Taugenichts, eingeengt von seinem patriarchalischen Vater, gerät in die verführerischen Fänge eines Vamps und landet fast auf dem Schafott. Aber eben nur fast! Der Generationen-Konflikt wurde zur Zufriedenheit des Zuschauers gelöst, dank Blacky Fuchsberger triumphierte die Gerechtigkeit. Und das Ganze mit einem gerüttelt Maß an teutonischer Biederkeit, bei der Hunde natürlich deutsche Namen tragen, obwohl wir uns in London befinden. Mit dem Roman von Edgar Wallace hat der Film schon nicht allzuviel gemein, und der Begriff Edel-Trash ist hier vollkommen berechtigt. Theatralisch gerollte R's und schludrige Nachsynchronisation, holprige Kampfszenen und wilde Gestik - warum sieht man sich so ein Relikt überhaupt noch an. Weil's Spaß macht und man ja schließlich wissen muß, wo die wirklich guten Edgar-Wallace-Filme ihre Wurzeln hatten.

ungeprüfte Kritik

Das Rätsel der roten Orchidee

Krimi, Deutscher Film

Das Rätsel der roten Orchidee

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Von Grusel kann in dieser eher neckischen Gangstergeschichte keine Rede sein, ja nicht einmal von Rätselraterei, denn man erkennt den "Unbekannten" anfangs schon an der Stimme. Nun ja, nicht jeder Wallace-Film kann ein Meisterwerk sein. Für einen amüsanten Filmabend reicht's allemal (mal sollte allerdings einen gewissen Faible für unfreiwilligen Humor haben und sich über londoner Gauner mit bayrischem Akzent amüsieren können). Über ein großes Plus verfügt die DVD mit ihren Extras, die einen wunderbaren Einblick in die Hintergründe der Produktionen geben, weniger der Audio-Kommentar (Joachim Kramp hat sich mit seinem nachlässig recherchierten Buch zurecht Gegner geschaffen) als vielmehr das Interview und die Trailer.

ungeprüfte Kritik

Der rote Kreis

Es ist unmöglich, von diesem Film nicht gefesselt zu sein!
Krimi

Der rote Kreis

Es ist unmöglich, von diesem Film nicht gefesselt zu sein!
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Schwarzer Humor prägt die Geschichte vom Verbrecher mit dem seltsamen Muttermal, dem er seinen Spitznamen verdankt. Zahllose Winkelzüge schlägt die Geschichte und - alle grundlegenden Fehler des ersten Versuches mit Wallace sind beim zweiten fast komplett ausgemerzt. Bravo! Jürgen Rolands Krimi-Juwel schrammt nur knapp an der Wertung "Meisterwerk" vorbei (es fehlt halt die charakteristische Musik von Peter Thomas oder Martin Böttcher). Allein schon zu erleben, daß Klausjürgen Wussow, bevor er zum drögen Schwarzwaldarzt wurde, tatsächlich Charme und Ironie besaß, ist die eineinhalb Stunden Laufzeit wert. So können Edgar-Wallace-Filme aussehen (wenn sie originalgetreu sind) - und das sollen sie auch.

ungeprüfte Kritik

Die Bande des Schreckens

Krimi, Deutscher Film

Die Bande des Schreckens

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Die "Galgenhand" ist unterwegs und löscht (fast) alle aus, die ihren Besitzer an den Galgen gebracht haben. Verständlich, daß die Produzenten diesen Roman als einen der ersten auswählten, um ihn zu verfilmen. Harald Reinl erwies sich als Experte für gepflegten Grusel mit selbst am Tage düsteren Bildern. Schade nur, daß man die ironischen Anspielungen am Rande heute kaum noch nachvollziehen kann. Was bleibt, ist ein exzellenter Krimi mit Horror-Einflüssen, der zum ersten Mal das Krimi-Traumpaar Fuchsberger/Dor präsentierte. Was beim "Roten Kreis" galt, gilt auch hier wieder: So sollten Edgar-Wallace-Filme, die sich ans Original halten, aussehen.

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Der grüne Bogenschütze

Krimi, Deutscher Film

Der grüne Bogenschütze

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Angeblich passierte gleich bei der Premiere des Filmes eine peinliche Panne: zwei Rollen wurden in verkehrter Reihenfolge gezeigt. Dem Publikum fiel's nicht auf, was viel aussagt über das wirre Chaos des Filmes. Den Grusel hat Jürgen Roland von vornherein draußen gelassen, die Ironie dominiert - zu sehr. Dem Fernsehen war dies wohl zuviel, denn zumindest die komische Schlußszene wurde jahrzehntelang geschnitten - dank der DVD kann man sie jetzt wieder besichtigen. Wenn man keine Antenne für schnurrige Krimis hat, sollte man die Finger vom "Bogenschützen" lassen, Wallace-Fans jedoch sollten auf diesen Film nicht verzichten, schon wegen der herrlich-grantigen Leistung von Gert Fröbe.

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Das Gasthaus an der Themse

Die Rückkehr des Froschs.
Krimi, Deutscher Film

Das Gasthaus an der Themse

Die Rückkehr des Froschs.
Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
So unterschiedlich die Infos in den diversen Nachschlagewerken auch sind - in einem sind sie sich einig: daß dieser Film der erfolgreichste der Edgar-Wallace-Reihe und dieses auch zurecht war. Schnell vergißt man, daß die Themse eigentlich die Elbe ist, daß man niemals den Big Ben schlagen hört; allein schon die Schauspielerleistungen machen alles mehr als wett (cool: Jan Hendriks, voller Größe: Elisabeth Flickenschildt, knorrig: Heinz Engelmann), die avantgardistischen Elektro-Klänge von Martin Böttcher, nicht zuletzt das Drehbuch, das Wallaces mäßige Vorlage einfach über Bord wirft und einen völlig neuen Täter einführt. Wer sich nach diesem Film nicht für die deutschen Wallace-Streifen begeistern kann, dem wird sich diese Welt wohl nie erschließen. Natürlich in bester Bild- und Tonqualität.

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Sherlock Holmes Collection 1 - Der Hund von Baskerville

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Vielleicht ist das Auge dessen, der mit den wunderbaren s/w-Verfilmungen um den genialen Detektiv aufgewachsen ist, etwas getrübt - aber sie sind einfach die besten. Zum Teil weit vom Original entfernt, meist sogar in die (damalige) Gegenwart versetzt und mit fast allen Attributen eines Trash-Films ausgestattet, aber ihr Charme ist unschlagbar, besonders der von Nigel Bruce (weit entfernt vom Watson der Erzählungen) und Basil Rathbone (näher ist kaum ein Darsteller dem Original gekommen). "Der Hund von Baskerville" ist eine dieser herrlich irrealen Studio-Verfilmungen, nicht sonderlich gruselig, aber humorvoll und liebenswert, der einzige der Filme, der sich durch Originaltreue auszeichnet. Besonders diese DVD der vierteiligen Box ist zu empfehlen, denn sie besitzt ein ganz besonderes Extra: die DEFA-Synchronisation, die der (später produzierten!) ZDF-Fassung weit überlegen ist. "Der Hund von Baskerville" - Einstieg in eine Serie, die sich fast heimlich zum Kult gemausert hat.

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Sherlock Holmes Collection 1 - Die Abenteuer des Sherlock Holmes

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Auf diesen Holmes-Klassiker mussten deutsche Interessenten länger warten als auf alle anderen. Eine Schande! Als ich ihn vor 10 Jahren zum ersten Mal sah, war ich hellauf begeistert. Ohnehin ein großer Fan der Rathbone-Bruce-Reihe (egal ob Fox oder Universal) war für mich klar: dieser Streifen ist der beste. Harte Konkurrenz für Rathbone durch den charismatischen George Zucco (einen besseren Moriarty gab es nie!) und mit Ida Lupino sogar unerwartete Star-Besetzung. Wer sich über einige logische Löcher wundert, sollte sich den höchst interessanten Audio-Kommentar anschauen - der klärt einige Fragen. Recht gut geraten ist die deutsche Fassung, die ein ganz großes Plus aufweist: die vertrauten Sprecher von Rathbone (Niklaus) und Bruce (Köhn) wurden extra nach Hamburg geholt (die Synchronisation wurde erst nach der Wende produziert) - und das, obwohl Köhn bis dahin nur im DDR-Fernsehen zu hören gewesen war (entgegen allen Legenden wurden die 4 Filme dieser DVD-Box in einem Ritt synchronisiert, nur lag "Die Abenteuer" weitere 4 Jahre auf Eis). Obwohl die Verfilmung nicht nach einer Conan-Doyle-Erzählung entstand und auch wenig mit dem genannten Theaterstück zu tun hat, kommt sie doch dem eigenwilligen Flair des großen Kriminalautors näher als jede andere Verfilmung (inklusive derer mit Jeremy Brett). Selbst wenn man mit der Höchstwertung "5 Sterne" etwas wählerisch ist - dieser Film hat sie verdient. Vorausgesetzt, man hat ein Faible für gute, sympathische und nostalgische Unterhaltung.

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Sherlock Holmes Collection 3 - Die Perle der Borgia

Sherlock Holmes jagt den Teufel von Soho
Krimi

Sherlock Holmes Collection 3 - Die Perle der Borgia

Sherlock Holmes jagt den Teufel von Soho
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Es bedarf einer gesonderten Erwähnung, daß dieser Streifen ausnahmsweise eher einer Geschichte ("Sechsmal Napoleon") zugrunde liegt als diese zugrunde zu richten. Außerdem auf der Habenseite: ein Schurke, der dem berüchtigten Prof. Moriarty das Wasser reichen kann (unorthodox: Miles Mander, unterstützt von Evelyn Ankers, der die Schurkin offenbar mehr liegt als das Mädel in Not, das sie so oft spielte) und überhaupt eine Darstellerriege, die wohl recht großen Spaß bei den Dreharbeiten hatte. Den damals ernst gemeinten "Horror" der letzten Szenen kann man heutzutage allerdings ohnehin nicht mehr ernst nehmen.Wie üblich ist die "deutsche Alternativfassung" zu empfehlen, die nicht nur (fast) ungekürzt ist, sondern im Gegensatz zu den grauenhaft hölzernen Dialogen der Erstfassung sprachlichen Schwung in die Sache bringt.

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Sherlock Holmes Collection 1 - Die Geheimwaffe

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Ein wenig unverständlich ist es schon, warum dieser Film in Vorwende-Zeiten nie ausgestrahlt wurde. Man hätte doch nur aus dem Bombenzielgerät (was für ein Wort) eine andere geniale Erfindung machen und die Szene mit dem Testflug schneiden müssen. Beides hätte dem Film sogar gut getan, in dem R.W. Neill zum ersten Mal den Regiestuhl übernahm und gleich einen Streifen ablieferte, der einiges an Humor und Spannung hat (auch wenn er mit späteren der Reihe nicht mithalten kann). Inspektor Lestrade durfte hier zum ersten Mal in voller Dussligkeit erscheinen und mit Lionel Atwill hatte Prof. Moriarty ein zumindest bekanntes und in Horrorkreisen geschätztes Gesicht.

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Sherlock Holmes Collection 3 - Das Haus des Schreckens

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
"Fünf Apfelsinenkerne" - das ist der Titel der angeblich zugrunde liegenden Geschichte und sie sind das auslösende Moment der Handlung, die mit der Vorlage absolut nichts zu tun hat. Statt dessen entwarf der Autor eine Horror-Parodie, in der sich die meisten Schrecken als Hirngespinste entpuppen und dem komischen Dr. Watson viel Raum geschaffen wird. Daß alle Beteiligten Spaß am Geschehen hatten, ist unübersehbar, auch wenn Hardcore-Holmes-Fans die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werden. Immerhin ist die Auflösung zwar im ersten Moment absurd, aber durchaus schlüssig. Besondere Aufmerksamkeit bitte der Friedhofsszene in der "deutschen Alternativfassung" - der unübersetzbare Witz mit "Who?" (wer) und "Hoo" (Eulenschrei) wurde frech gelöst, indem die Eule - von Holmes-Sprecher Walter Niklaus synchronisiert wurde!!

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Sherlock Holmes Collection 4 - Jagd auf Spieldosen

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Der letzte Film der legendären Rathbone-Bruce-Reihe gilt allgemein als einer der schwächsten. Aber das ist nicht ganz gerecht. Gewiss - der einzige Berührungspunkt mit Doyle ist eine lose Anspielung auf die Erzählung "Skandal in Böhmen" (aber ist bei den anderen Filmen genauso). Es gibt keine temporeichen Höhepunkt und es läuft auch kein Whodunit ab, vielmehr kann man in "Dressed to Kill" einen Vorläufer zu "Columbo" sehen - der Täter ist bekannt und die Konzentration liegt auf dem Duell zwischen Detektiv und Verbrecher. Und legt man die Hitchcock-Regel zugrunde, ein Film sei so gut wie sein Schurke (und der Mann verstand ja wohl sein Handwerk), so hat die Geschichte dank Patricia Morison und Frederik Worlock recht gute Karten. Ein besonderes Bonbon der DVD dürfte weltweit einzigartig sein: "Dressed to Kill" ist mit Sicherheit der einzige Film, für dessen Audiokommentar nach über einem halben Jahrhundert (!!) ein Original-Darsteller gewonnen werden konnte. Ärgerlich allein an der deutschen Alternativfassung ist die zwar neu geschriebene, aber grauenvolle Musik (da schon bei der ersten Fassung die originale Musik verloren gegangen war).

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Sherlock Holmes Collection 4 - Die Frau in Grün

Verführerin des Vergnügens - oder Geliebte des Todes?
Krimi

Sherlock Holmes Collection 4 - Die Frau in Grün

Verführerin des Vergnügens - oder Geliebte des Todes?
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Von allen Holmes-Filmen mit Rathbone ist dieser wohl der düsterste. Kein Wunder, erzählt er doch letztlich eine Jack-The-Ripper-Geschichte (wie seine Holmes-Nachfolger "Sein größter Fall" und "Mord an der Themse", die sich dieser Thematik unverbrämt und noch finsterer näherten). Die komischen Einsprengsel bleiben rar, die Kamera ist ausdrucksstark und die Darsteller spielen mit eleganter Zurückhaltung (Hillary Brookes beste Rolle, die neben dem großen Henry Daniell sehr wohl Bestand hat). Und ab und an ist sogar ein originales Doyle-Motiv zu erkennen. Auch hier ist die deutsche "Alternativfassung" zu empfehlen, die ungekürzt ist und bessere Dialoge hat. Ein Film, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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Sherlock Holmes Collection 4 - Juwelenraub

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Mit Doyle hat "Terror by Night" nichts mehr zu tun - die Verbindung zu Agatha Christies "Mord im Orientexpress" liegt weitaus näher. Nun gut, das ist auch keine schlechte Empfehlung. Und hat der Film bei einer Laufzeit von einer knappen Stunde ein hübsches Tempo drauf. Rathbone, Bruce, exotisches Gift, schnucklig schlechte Trickaufnahmen und jede Menge Verdächtige (gespielt von gut gelaunten Schauspielern) - was will man denn mehr. Gute, nostalgische Unterhaltung von der Art, die dafür sorgt, daß B-Filme einen durchaus guten Ruf geniessen.

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Sherlock Holmes Collection 2

Verhängnisvolle Reise - Gespenster im Schloss - Das Spinnennest
Krimi

Sherlock Holmes Collection 2

Verhängnisvolle Reise - Gespenster im Schloss - Das Spinnennest
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Unter Fans gilt der dritte Film der Universal-Reihe (der fünfte mit Rathbone und Bruce) als einer der schwächsten. Ganz kann man dem nicht widersprechen - sehr langatmig ist er und allzu patriotisch, aber er hat durchaus seinen trashigen Charme. In der deutschen Fassung ist er gleich ein doppeltes Kuriosum - zum Einen ist er vom Original her allzu eindeutig in der Neuzeit angesiedelt statt in der Victorianischen, zum anderen aber scheute sich das DDR-Fernsehen, Holmes gegen Nazis ermitteln zu lassen (ein so ernstes Thema durch leichtbrüstige Unterhaltung zu verwässern, galt als Sakrileg - deshalb existiert auch keine zweite originalgetreue Fassung) und textete um zu Medizinern und Gangstern, die ein neues Gift erbeuten wollen - nicht gerade die geschickteste Art. Zudem wurde kräftig die Schere angesetzt, was glücklicherweise auf DVD korrigiert wurde, denn die Anfangsszene ist wunderbar fotografiert und bestimmt die beste des Filmes. Ein Meisterwerk ist "Sherlock Holmes in Washington" nicht - aber er hat doch den gewissen Unterhaltungsfaktor, dessentwegen die Rathbone-Bruce-Reihe so populär wurde und geblieben ist.
Mit dem kleinen Klassiker "Gespenster im Schloß" fand die Sherlock-Holmes-Reihe nach drei propagandistischen Anti-Nazi-Filmen zurück zum Gothic Horror (auch wenn ein Echo in Gestalt der kranken Offiziere noch zu finden ist). Ist auch die literarische Vorlage "Das Ritual der Musgraves" drastisch verändert worden, zu erkennen ist sie noch allemal, und ein hübscher kleiner Who-Done-It mit exzellenten Schauspielern ist ebenfalls draus geworden. Erfreulich, daß der Zuschauer wieder zwischen zwei deutschen Fassungen wählen kann - ich empfehle die sogenannte "Ost-Fassung" (sogenannt, da beide Fassungen in der DDR produziert wurden) - sie ist nicht nur fast ungekürzt, sondern man kann auch die Schauspieler in Hochform erleben.

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Bei Oscar ist 'ne Schraube locker!

Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Ein Film aus der Zeit, als Louis außerhalb Frankreichs noch unbekannt war; der also mit erheblicher Verspätung (13 Jahre) in deutsche Kinos kam, als neue Filme mit DeFunes rar wurden. Ein Meisterwerk ist der Film nicht, dazu ist er zu wirr und chaotisch. Aber diese deutsche Fassung hat er dann doch nicht verdient: ein ungewohnter Sprecher (sein Stammsprecher hatte kurz zuvor einen Schlaganfall erlitten), dumme Sprüche, ein strunzdämlicher Titel - was aber das Schlimmste ist: völlig sinnlose und entstellende Schnitte, die den letzten Zusammenhang und selbst rudimentäre Charakterisierungen der Figuren ausradieren. Mein Tipp: Gleich auf die französische Originalfassung zurückgreifen, die wird ja gottseidank mitgeliefert. Immerhin hat der Film eine Menge guter Ideen, sie purzeln nur völlig unstrukturiert durcheinander (was hätte ein Regisseur wie Molinaro daraus machen können). Langeweile kommt nicht auf, das ist schon mal was ...

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Oscar

Komödie

Oscar

Komödie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Schon der Titel ist ein Gag für sich: "Oscar" ist die überflüssigste und farbloseste Figur des ganzen Filmes, der natürlich von Louis de Funes und seiner hektischen Komik dominiert wird. Schwer, sich einen anderen in dieser Rolle vorzustellen, obwohl der Film nach einer beliebten Bühnenkomödie gedreht wurde (das gleiche Prinzip wiederholte sich mit ebensolchem Erfolg bei "Hasch mich, ich bin der Mörder"). Viele typische De-Funes-Gags waren hier erstmals zu sehen: das "Geigenspiel" auf der langgezogenen Nase, das "Nein"-"Doch"-"Oh!" - und erstmals sieht man Claude Gensac und Paul Preboist an seiner Seite, die fortan zu seinen Stammkollegen zählten (besonders natürlich in den "Gendarm"-Filmen). Wer hier nicht lacht, ist selber schuld. Ein bisschen schade nur, daß Louis ausgerechnet in diesem Film nicht seine gewohnte Stimme hat (weil Gerd Martienzen aufgrund seiner Beteiligung am Synchron-Streik bei der Berliner Synchron geächtet war), obwohl sein Kollege Klaus Miedel (wie auch in "Scharfe Kurven..." und "Der Gendarm vom Broadway") seine Sache hervorragend macht.

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Sieben Mann und ein Luder

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Bitte nicht von der merkwürdigen Inhaltsangabe da oben verwirren lassen: Hier handelt es sich um einen parodistischen Abenteuerfilm aus der napoleonischen Zeit.
Wenn man den Namen Jean Marais liest, erwartet man im Bereich Abenteuer eigentlich eine hochdramatische Geschichte mit einem fast unbesiegbaren Kavalier, der am Ende die Dame rettet und für sich gewinnt. Nicht so hier: Schon in den eigenen Reihen hat er mit Sidney Chaplin eine harte Konkurrenz. Titelgemäß streiten ganz unterschiedliche Männer um eine durchtriebene Frau. Das klingt zwar etwas chauvinistisch, aber hier bekommen beide Seiten ihr Fett weg. Elegante Kämpfe finden nicht statt, es dominieren Partisanenaktionen und Marktplatzprügeleien. Schade und unverständlich, daß die DVD-Fassung so stark gekürzt ist - fast sämtliche Szenen der Österreicher (die im Original ziemlich vertrottelt dastehen) sind rausgeflogen. Witzig ist das Geschehen trotzdem.

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Der Gejagte - Ritter der Nacht

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Einer der ganz großen und perfekten Abenteuerfilme, wie sie nur aus Frankreich kommen können. Wen kümmert es, dass er mit der (in Frankreich recht populären) literarischen Vorlage ungefähr so viel gemein hat wie die Winnetou-Filme mit Karl May. Jean Marais gibt im Film einen genauso prächtigen Helden ab wie im wahren Leben, Bourvil war sowieso einer der wunderbarsten (Tragi-)Komiker des letzten Jahrhunderts, Hunebelles Regie ist straff, Jean Marions Musik farbenprächtig. Besondere Erwähnung verdient Francois Chaumette, der einen grandiosen Schurken mit Intelligenz und Gefühl abgibt. Wehmütig macht mich allerdings die Neusynchronisation, die sich auf der DVD befindet, obwohl die DDR-Fassung (die sogar erheblich länger ist als die heute Frankreich erhältliche!) noch verfügbar war. Jedem Freund klassischer Historienfilme sei "Le bossu" mit aller Dringlichkeit ans Herz gelegt.

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Der Graf mit der eisernen Faust

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Die Namen "Jean Marais" und "Andre Hunebelle" stehen jeder für sich schon für Qualität. Eine Zusammenarbeit beider bürgt praktisch für ein hervorragendes Ergebnis. So auch "Die Geheimnisse von Paris" (den dämlichen deutschen Verleihtitel wollen wir mal ganz schnell vergessen). Einziger Minuspunkt dieses farbenprächtigen und rasanten Abenteuerstücks ist, daß Regisseur Hunebelle hier auf einen komischen Gegenpart (wie in "Ritter der Nacht" oder "Fantomas") leider verzichtet hat - ein Minuspunkt aber auch nur im Vergleich zu anderen Filmen des Gespanns. Leider aber hat die deutsche DVD dann doch mit einem weiteren aufzuwarten: Der Trailer ist in diesem Falle sehr verräterisch - er offenbart, daß wichtige Szenen in der deutschen Fassung herausgeschnitten wurden (nämlich die sozialkritischen Aspekte des Buches und folglich der Grund für die Feindschaft der beiden Kontrahenten) und sie leider auf DVD (entgegen der heutigen Sitte) nicht wieder eingefügt wurden. Ärgerlich!! Wer sich davon nicht ins Bockshorn jagen läßt, wird mit einem rundum stimmigen Abenteuerstück belohnt. Und das ist schon mal viel wert.

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The Prisoner - Nummer 6

Thriller, Serie, Science-Fiction

The Prisoner - Nummer 6

Thriller, Serie, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
6 - das ist nicht nur die Nummer des namenlosen Gefangenen, das sollte auch die Punktwertung für diesen Serien-Klassiker sein. Obwohl die 90er doch einige großartige Serien zum Thema Verfolung und Paranoia hervorgebracht haben - so gründlich wurde der Zuschauer nie wieder in Verwirrung gebracht. Nur eine Methode von vielen ist, die zweitwichtigste Figur der Serie (Nr.2) in jeder Folge von einem anderen Schauspieler verkörpern zu lassen, um eine Identifikation zu verhindern. Die Welt wird auf den Kopf gestellt, demokratische Prinzipien als Korruptionsmethoden gezeigt. Glücklicherweise liegt "The Prisoner" auf DVD jetzt auch komplett vor - absolut unverständlich, weshalb so eine brillante Folge wie "Schizoid Man" nie im deutschen TV ausgestrahlt wurde. Diese Box sei allen unbedingt ans Herz gelegt - ausgenommen denen, die in einer Identitätskrise stecken, denn bei denen könnte das Verwirrspiel böse Folgen haben.

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Danger Man - Staffel 1

Geheimauftrag für John Drake
Serie, Krimi

Danger Man - Staffel 1

Geheimauftrag für John Drake
Serie, Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Wir schreiben das Jahr 1960. Weder das Publikum Großbritanniens noch das der Welt ist durch 007 verwöhnt, aber die Zeit ist reif für einen Agenten Ihrer Majestät. Auftritt für "Drake, John Drake". Allein die Coolness, mit der Patrick McGoohan (ebenso wie sein Sprecher Heinz "Edgar Wallace" Drache) Connery vorgreift, verdient nähere Betrachtung. Es erwarte jetzt keiner die weite Welt - "Danger Man" ist den "Avengers" näher als Bond (kein Wunder - Brian Clemens schrieb für beide Serien), aber das ist ja beileibe kein Nachteil. Im Gegensatz zur Laufzeit: 25 min sind eindeutig zu wenig, um eine ordentliche Handlung zu entwickeln - und darunter (und nicht unter der preiswerten Machart) leiden die frühen Abenteuer Drakes. Mit seinen vielfältigen und mitunter fast unspektakulären Einsatzorten kommt er dem Alltag eines Geheimdienstmannes jedenfalls deutlich näher als 007. Vor 15 Jahren hätte man über ihn noch gelächelt, heute kann man sich großartig über den trashigen Charme dieser Serie (die auf fiese, aber amüsante Weise als 'Captain Fantastic' in "Do not adjust your set" veralbert wurde). Schon, weil ihr genialer Gegenentwurf "Nummer 6" in noch düstererem Licht erscheint.

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