Den jüdischen Emigranten Hermann Gebürtig (Peter Simonischek) und den deutschen Journalisten Konrad Sachs (Daniel Olbrychski) holt die Vergangenheit ein. Während Gebürtig von der Wiener Journalistin Susanne Ressel (Ruth Rieser) dazu überredet wird, in seine Heimatstadt zu reisen, um gegen einen ehemaligen KZ-Aufseher auszusagen, muss sich Sachs endlich der quälenden Tatsache stellen, Sohn eines hochrangigen SS-Arztes zu sein. Aus der Gegenwart der späten Achtzigerjahre erzählt der Film über jene Befangenheit, die sich als 'gläserne Wand' immer wieder zwischen Juden und Nichtjuden, Überlebende und Nachgeborene stellt. "Müssen wir Verzweifelte sein?", fragt der Wiener Kaberettist Danny Demant, der Erzähler. Mit Melancholie und Humor, provokant und leidenschaftlich, sucht der Film seine Antwort.
The past catches up with the Jewish emigrant Hermann Gebürtig (Peter Simonischek) and the German journalist Konrad Sachs (Daniel Olbrychski). While Gebüntig is persuaded by the Viennese journalist Susanne Ressel (Ruth Rieser) to travel to his hometown to testify against a former concentration camp guard, Sachs finally has to face the agonizing fact of being the son of a high-ranking SS doctor. From the present of the late eighties, the film tells of the bias that repeatedly stands as a 'glass wall' between Jews and non-Jews, survivors and those born later. "Do we have to be desperate?" asks the Viennese cabaret artist Danny Demant, the narrator. With melancholy and humor, provocative and passionate, the film seeks its answer.