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Hotel Lux
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Hotel Lux

Er wollte nach Hollywood und kam nur bis Moskau.

Deutschland 2011 | FSK 12


Leander Haußmann


Michael Bully Herbig, Jürgen Vogel, Thekla Reuten, mehr »


Deutscher Film, Drama

2,9
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Erschienen am:19.04.2012

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Handlung von Hotel Lux

Er will nach Hollywood. Er kommt nur bis Moskau. Er wird Stalins Sterndeuter. Das war ein Hitler-Gag zu viel: Der Komiker und Parodist Hans Zeisig (Michael Bully Herbig) muss 1938 mit falschen Papieren aus Nazi-Berlin fliehen. Eigentlich träumt er von Hollywood, doch dann landet er in Moskau und gerät in das berüchtigte Exilantenhotel 'Lux'. Es ist der Zufluchtsort kommunistischer Funktionäre aus aller Welt und insbesondere aus Deutschland. Der sowjetische Geheimdienst verwechselt Zeisig mit dem abtrünnigen Leibastrologen Adolf Hitlers. So gerät der unpolitische Entertainer zwischen die Fronten blutiger Intrigen in Stalins Machtapparat. Zu seiner Überraschung trifft Zeisig im 'Lux' auch seinen früheren Bühnenpartner Siggi Meyer (Jürgen Vogel) und die niederländische Untergrundkämpferin Frida (Thekla Reuten) wieder, die beide fest an das Gute im Kommunismus glauben. Für die drei Freunde beginnt ein Abenteuer auf Leben und Tod...

Das Hotel Lux - Träume, Tränen und Tragödien: Die Köstlichkeiten des Bäckers Iwan Filippow waren weit über die Grenzen Moskaus hinaus bekannt. Selbst am Zarenhof in St. Petersburg erfreuten sich die Reichen und Mächtigen an den Kalatschen, Piroggen und Wecken aus der Moskauer Twerskaja 36. Im Jahr 1911 ließ Filippows Sohn über der zweistöckigen Bäckerei das Hotel Franzija mit vier Etagen einrichten. Zwei mächtige Säulen vor dem Haupteingang sowie viel Marmor und hohe Spiegel im Foyer machten deutlich, dass diese Nobelherberge für Gäste aus der reichen Oberschicht gedacht war. Seit 1921, vier Jahre nach der Oktoberrevolution, diente das Hotel als Gästehaus der Kommunistischen Internationale, der Komintern. Aus Sicht des Westens galt Moskau damals als kaltgraue Welthauptstadt des Kommunismus, als Meuchelmetropole stalinistischer Säuberungen mit vielen Millionen Opfern. Doch Moskau war auch eine Megacity im Aufbruch, die größte Baustelle der Welt, voller Gerüste, Kräne, Metroschächte und entschlossener Arbeitermassen. 1933 wurde das Haus, das inzwischen in 'Hotel Lux' umbenannt worden war, um zwei zusätzliche Etagen erhöht. Nun bot es 300 Zimmer für 600 Gäste. Anfangs hatte 'Väterchen Stalin' auch noch Moskaus Dichter und Denker, Künstler und Wissenschaftler auf seiner Seite. Sie erwiesen sich als massenwirksame Propagandisten, die mit Engels-Zungen 'Freiheit als Einsicht in die Notwendigkeit' predigten und damit sogar - vorübergehend - brutale Unfreiheit rechtfertigen. Josef Stalin war zugleich Hoffnung und Verhängnis derer, die im Hotel Lux Zuflucht und eine Bleibe fanden. Die kommunistischen Funktionäre, die vor dem Faschismus in ihren Heimatländern fliehen mussten, erhielten Asyl in diesem 'Absteigequartier der Weltrevolution'. Die größte Gruppe kam aus Deutschland, unter ihnen Walter Ulbricht, Herbert Wehner und Wilhelm Pieck. Das Hotel 'Lux' war ein Hort der Konspiration. Wer dort wohnen oder andere Gäste treffen wollte, brauchte einen Passierschein. Besuchszeiten wurden genau protokolliert, Pässe wurden hinterlegt, obgleich die meisten Pässe in dieser Zeit eh gefälscht waren. Ruth von Mayenburg, die Frau des österreichischen Kommunisten Ernst Fischer, schrieb 1978 die Erinnerungen an ihre sieben Jahre im berühmten Hotel nieder: "Das Lux war ein konspiratives Hotel, konspirativ nach innen und nach außen - ein Geheimnisträger. Keine Gästeliste, keine Totenliste gibt darüber Auskunft, wer jemals darin gewohnt hat. Bei den Anreisenden stimmte in den meisten Fällen der Passname nicht mit dem Personennamen überein, nicht der Personenname mit dem Parteinamen, mit den wechselnden Deck- und Rufnamen." Im Hotel 'Lux' zu nächtigen war ein Privileg, aber bei weitem kein Luxus. "Unser erhabenes Gebäude beherbergte in wanzenbelebten Mehrbettzimmern in den unteren Etagen künftige Staatsmänner von welthistorischer Bedeutung wie Tschou En-lai und Ho Tschi Minh", schrieb Ruth von Mayenburg. Die Ratten, angelockt von Gemeinschaftsküchen und der Bäckerei, die im Erdgeschoss all die Jahre weiter arbeitete, finden in fast allen Berichten der Hotelbewohner besondere Erwähnung. Auch über den Lärm der Kinder auf den langen Fluren wurde oft geklagt. Denn nach 1933 war das Lux vom 'Ausländerhotel' zum 'Emigrantenhotel' für ganze Familien geworden. Doch der vermeintliche Zufluchtsort erwies sich für viele als Falle. Im Rahmen des Großen Terrors zwischen 1936 und 1938 wurden zahlreiche Funktionäre als angebliche Gegner Stalins festgenommen, verhört, in den Gulag deportiert oder hingerichtet. Bei diesen 'Säuberungen' starben unter Stalin mehr deutsche kommunistische Spitzenfunktionäre als unter Hitler. Entsprechend herrschte im Hotel Lux eine Atmosphäre der Angst und der gegenseitigen Denunziation. Kein anderes Hotel der Weltgeschichte hat je solch bizarre Widersprüche unter einem Dach beherbergt wie das Hotel 'Lux': ein Leben zwischen Wollen und Wirklichkeit, Erhabenem und Lächerlichem, intellektuellem Irrsinn und erbärmlichem Spießertum, Zukunftsglauben und Todesangst. Ruth von Mayenburg zieht im Buch 'Hotel Lux - das Absteigequartier der Weltrevolution' (Verlag Serie Piper, 1978) das Fazit: "Ein derart vielnationales, von Politik besessenes und unterjochtes Hotel wird es nie wieder geben. Unter dem Dach des Lux wurde in Dutzenden von Sprachen gesprochen, politisiert, konspiriert, diskutiert - und bisweilen in halber Agonie geschwiegen. Hier gab es fröhliche und schauerliche Nächte. Hier gab es Tränen, Träume und Tragödien. Kein menschliches Schicksal ist denkbar, das nicht im Lux zu finden wäre."

Film Details


Hotel Lux


Deutschland 2011



Deutscher Film, Drama


30er Jahre, 2. Weltkrieg, Hotel, Verwechslung, Geheimdienste



27.10.2011


163 Tausend


Darsteller von Hotel Lux

Trailer zu Hotel Lux

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am
Nachdem ich mir den Film angesehen habe bin ich mir nicht sicher, wie ich ihn nun befinden soll.
Der Komiker Zeisig flieht aus Nazideutschland nach Moskau und landet im Hotel Lux, einem Auffangbecken für politische Flüchtlinge in dieser Zeit.
Das ist der Grundplot. Hieraus wurde nun eine komödiantische Darstellung herausgearbeitet, von der ich aber nicht sicher bin, dass sie dem Thema gerecht wird.
Die Geschichte um das Hotel Lux ist keine fiktive Geschichte. Dieses Hotel war in jener Zeit wirklich ein Ort erschütternder Greueltaten wie Folterungen und Verschleppungen. Daher finde ich eine "lustige" Verarbeitung des Themas eher unangemessen.
Nun muss ich aber sagen, dass der Film kein albernes auf Lacher ausgelegtes Werk ist, sondern eher in Richtung Satire geht. Er hat eher unterschwelligen bitteren Humor. Er ist eher kein Bully Herbig typisches Werk.
Die Meinungen zu dem Film werden sicher weit auseinander gehen. Ein Drama wäre dem Thema angemessener gewesen aber die hier komödiantische Umsetzung hat mich durchaus gut unterhalten. Der Film ist auf seine Weise lustig aber wer zu sehr über das Thema nachdenkt, dem wird das Lachen oder Schmunzeln im Halse stecken bleiben.
Ähnlich kontroverses Befinden hatte ich bei Filmen wie "Mein Führer", Inglorious Basterds" oder "Das Leben ist schön". Zwar irgendwie unterhaltsam aber eigentlich zu tragisch um komödiantisch behandelt zu werden.
Ich denke der Film trifft seine Zielgruppe in der gebildeteten Mittelschicht. Die Dumpfbacken werden ihn nicht mögen, weil er nicht klamaukig genug ist und die Intellektuellen werden ihn nicht mögen, weil er nicht ernsthaft genug ist.
Technisch gesehen bietet die Blu-Ray ein recht gutes Bild und interessante Extras.

am
Der Film ist zu Beginn tatsächlich etwas zäh und kommt nur langsam in Fahrt. Auf keinen Fall als klassische Komödie zu bezeichnen, eher subtiler Humor und hin und wieder ganz gut gelungene Situationskomik. Hauptaugenmerk liegt bei diesem Film wohl eher auf der Story die gekonnt in die geschichtlichen Ereignisse eingearbeitet wurde und man muss sich schon für dieses Thema interessieren um den Film dann doch noch genießen zu können. Michael Herbig ebenfalls ganz brilliant und nicht zu vergessen, der absolut gelungene Schluß.

am
Der Film hat mich positiv überrascht.
Das bei dem schwierigen Hintergrundthema trotzdem eine gelungene Komödie herauskommt, hatte ich nicht erwartet.
Dabei wurde nicht auf blödsinnigen Klamauk gesetzt sondern auf feinsinnige Satiere. (Besonders gelungen Walter Ulbricht mit seiner Mauer aus Zuckerstückchen)

am
Kurz gesagt, mir reicht es nun mit Leander Haußmann. Er möchte immer besonders intelektuelle Komödien mit Tiefgang machen, doch es kommen nur langweilige, zähe Schinken mit viel zu wenig Witz dabei heraus.

"Hotel Lux" ist eine Satire zu einem schwierigen Thema. Im realen "Hotel Lux" gab es seinerzeit wohl wenig zu lachen. Des öfteren gab es schon Filme, die sich des "dunklen Kapitels" annahmen und sogar aus Nazigreueltaten noch Komödien machen konnten (Bestes Beispiel das Oscargekrönte Werk "Das Leben ist schön" von Roberto Benigni). Somit ist es nicht verwerflich, sich auch einmal das östliche Pendent, insbesondere Stalin, vorzunehmen. Mit "Bully" Michael Herbig und Jürgen Vogel hatte man auch zwei Hoffnungsträger als Hauptdarsteller mit an Bord. Doch bleibt Vogel, gerade auch in seiner Darstellung als Hitlerdouble, blass und Bully weit hinter seinen humoristischen Möglichkeiten. Er sah den Film gewiss als Chance, zu beweisen, dass er auch "Charakter" kann. Und tatsächlich wäre "Hotel Lux" ohne ihn noch sehr viel schlimmer. Wenige Szenen besitzen den rechten Schwung. Alles ist ermüdend und bringt einen höchstens zum Schmunzeln. Die einzige in Erinnerung bleibende Szene ist die des Würfelzucker-Mauer bauenden Walter Ulbricht. Der Rest zieht sich wie Kaugummi.

Fazit: Sicherlich gut gemeint, doch völlig ermüdend. Komödiant Michael Herbig dient als Lockmittel für einen fast witzlosen Film, der anspruchsvoll sein will, aber eine Pointe nach der anderen vergeigt. Regisseur Haußmann ist wie ein schlechter Witzeerzähler: Eine eigentlich gute Idee wird unangemessen rüber gebracht. Seinen neuesten Streich, der auch nach einer "etwas anderen" Idee klingt, nämlich "Haialarm am Müggelsee", werde ich mir, auch aufgrund vernichtender Kritiken, jetzt nicht mehr antun.

am
Der Versuch einer deutschen Screwball-Komödie mit historischen Background. Leider ist HOTEL LUX weder besonders witzig, noch geschichtlich erhellend und schon gar nicht nachdenklich machend. Zudem ist der Streifen nur leidlich spannend, beziehungsweise meist mäßig unterhaltend. 2,30 Hitler-Sterne in Moskau.

am
Hier checkt man gerne ein…

In diesem Film gelingt der schmale Grad einer Komödie vor sehr ernstem Hintergrund und das liegt nicht zuletzt an der guten Performance von Bully Herbig und Jürgen Vogel.

am
Der Film ist okay, die Tonqualität äußerst schlecht.
Lautstärkenunterschiede zwischen Dialogen, Filmmusik
und Nebengeräuschen dermaßen groß, daß man den ganzen
Film über ständig mit der Fernbedienung in der Hand
das Lautstärkevolumen korrigieren mußte. Da kommt
keine Freude auf.
Grüße
Lucy-Ann Boos

am
Ein Film mit großer Besetzung,den man sich getrost sparen kann.
Die Trailer sind lustiger als der gesamte Film und das einzig sehenswerte.

am
Wirklich schwer hier ein Urteil über den Streifen zu treffen. Eigentlich ein Film den keiner braucht, er ist weder besonders witzig, noch kann ich erkennen zu was dieser gut sein soll? Unterhaltung? Komödie? Geschichte? Es ist mir wurscht ob Kommunisten wie Pieck und Herbert Wehner während der Nazizeit in Moskau irgendwas wie erlebt haben. Die will ich nicht sehen, bin froh dass es die nicht mehr gibt. Langweilig, kein typischer Bully Film, dass was man von Bully Herbig erwarten würde, findet man hier nicht. Braucht man nicht gesehen haben. Der Film war auch ein Flopp im Kino.

am
Nett, wie ein voller Kühlschrank quasi. Mich hat die Sache jetzt nicht vom Hocker gehauen, hätte ich mir sparen können.
Hotel Lux: 2,9 von 5 Sternen bei 216 Bewertungen und 10 Nutzerkritiken
Deine Online-Videothek präsentiert: Hotel Lux aus dem Jahr 2011 - per Post auf DVD zu leihen - per Post auf Blu-ray zu leihen - per Internet sofort abrufbar. Ein Film aus dem Genre Deutscher Film mit Michael Bully Herbig von Leander Haußmann. Film-Material © Constantin Film.
Hotel Lux; 12; 19.04.2012; 2,9; 216; 0 Minuten; Michael Bully Herbig, Jürgen Vogel, Thekla Reuten, Josef Ostendorf, Samir Osman, Sibylle Canonica; Deutscher Film, Drama;