An einem Samstag im Herbst sind Karin (Anjorka Strechel) und Simon (Luk Pfaff) bei ihren Eltern und der jüngsten Schwester Clara (Mia Kasalo) zu Besuch. Die Zusammenkunft der Familie ist Anlass für ein gemeinsames Abendessen, zu dem im Verlauf des Tages auch weitere Verwandte erscheinen. Während die Familienangehörigen die Wohnung mit ihren Gesprächen, Alltagshandlungen und Kochvorbereitungen beleben, streifen die Katze und der Hund durch die Räume. Auch sie werden zu einem zentralen Bestandteil dieses familiären Alltagsreigens, der immer wieder überhöhte Elemente aufweist, die einer naturalistischen Darstellungsweise entgegenwirken. So öffnen sich Nebenräume zwischen Familiendrama, Märchen und dem Psychogramm einer Mutter (Jenny Schily)...
'Das merkwürdige Kätzchen' (2013), so sagt es Regisseur Ramon Zürcher, "spielt größtenteils im abgeschlossenen Bereich einer Elternwohnung. In diesem modellhaften Raum möchte ich einen verdichteten Kosmos kreieren, in dem hinter den vordergründigen alltäglichen Handlungen und Gesprächen das 'Geworfen-Sein' in ein absurdes Dasein durchschimmert; in dem die Schwierigkeit, das eigene Erleben und Fühlen einem Gegenüber zu vermitteln, die Figuren immer wieder aufs Neue voneinander isoliert. Immerzu müssen sich die Figuren verhalten, um die Leere der Räume auszufüllen. Immer wieder blitzen kurze Momente von gegenseitigem Verständnis, Erkennen und tiefer Vertrautheit auf; Momente, in denen die pochende Leere dieser Wohnung kurz zum Schweigen kommt und den Räumen die schreiende Stille entzogen wird. Bis die Alltagschoreografie zum Stillstand kommt - und dieser Tag zu Ende geht".
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On a Saturday in autumn, Karin (Anjorka Strechel) and Simon (Luk Pfaff) are visiting their parents and youngest sister Clara (Mia Kasalo). The family's gathering is the occasion for a joint dinner, to which other relatives also appear in the course of the day. While the family members enliven the apartment with their conversations, everyday activities and cooking preparations, the cat and the dog roam through the rooms. They, too, become a central part of this everyday family dance, which repeatedly has exaggerated elements that counteract a naturalistic way of representation. Thus, side rooms open up between family drama, fairy tales and the psychogram of a mother (Jenny Schily)...
'The Strange Kitten' (2013), says director Ramon Zürcher, "takes place largely in the enclosed area of a parents' apartment. In this model-like space, I want to create a condensed cosmos in which behind the superficial everyday actions and conversations, the 'being thrown' into an absurd existence shines through; in which the difficulty of conveying one's own experience and feelings to a counterpart isolates the characters from each other again and again. The characters have to behave constantly in order to fill the emptiness of the rooms. Again and again, brief moments of mutual understanding, recognition and deep familiarity flash up; moments in which the throbbing emptiness of this apartment is briefly silenced and the screaming silence is withdrawn from the rooms. Until the everyday choreography comes to a standstill - and this day comes to an end."
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