Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von
Filmfan "Fenolin" am 01.01.2012Dieser Film ist totaler Mist. Einerseits zeigt der die Ignoranz der USA gegenüber anderen Kulturen und alten Mythologien, andererseits ist er einfach auch so ein schlechter Film.
Ich kenne die Comic-Vorlage nicht, aber selbst wenn man Abweichungen im Film berücksichtigt, scheint diese schon Blödsinn zu sein. Der Film ist es definitiv.
Die Kritikpunkte:
Der Hauptdarsteller und die Darsteller überhaupt
Die Darsteller wirken allesamt blaß und eher farblos. Der Hauptdarsteller wäre vermutlich ein tolles Calvin-Klein-Model, aber als Thor/Actiondarsteller geht er nicht durch.
Der Rest der Truppe bleibt auch eher blaß. Natalie Portman sollte sich schämen, so einen Mist zusammenzuspielen, ebenso Antony Hopkins, der hier seinen Nimbus als Charakterdarsteller langsam verspielt, und Stellan Skarsgard(Schwede), der hier quasi die Geschichte seiner Vorväter mit Füßen tritt. Und die nervige Assistentin Darcy(irgendein unbedeutender Soap-Star) hätte ich spätestens nach dem 2. Pseudo-Gag("Mimir" "mein Ipod ist weg, und da waren gerade erst 30 Songs drauf!")auf den Mond schießen können.
Die Effekte
Der Film war sauteuer in der Produktion, für was eigentlich? Die Effekte sind überladen und reißen einen kaum vom Hocker, alles schon x-mal gesehen. Egal ob nun Eisriesen, Mjöllnir beim Fliegen oder irgendein Metallriese beim Feuerspeien, alles anödend. Kann alles nicht die anderen Schwächen des Films kaschieren. Die Eisriesen sehen sowieso lächerlich aus, quasi wie eine Mischung aus Freddy Krüger und Romulaner(Star Trek).
Die Story an sich und Mythologie
Die geringe Meinung der Amis über andere Kulturen drückt sich schon gut darin aus, daß man hier schmerzfrei aus der nordischen Sagenwelt einen albernen Comic strickt und der Film setzt dem noch die Krone auf. Man äußert sich im Film, daß früher mal "primitive Kulturen" die nordische Götterwelt verehrten.
Nicht nur, daß hier natürlich nichts authentisch ist(nicht, daß ich es erwartet hätte), nein, es wirkt einfach alles wie ein Witz, wenn die Darsteller mit ihren Playmobil-Rüstungen herumrennen. Damit es politisch korrekt und amerikanisch ist, hat man auch noch einen Schwarzen(als Wächter Heimdall) und einen Asiaten(als Mitglied der komischen Kampftruppe um Thor, die irgendwie wirkt, als hätte man sie aus Xhena, Herr der Ringe und einem Jackie-Chan-Film rekrutiert) eingearbeitet. Das kann man echt nur unter Ulk verbuchen, genauso wie den Rest. Sif ist eigentlich die Gattin Thors, hier nur irgendeine Kampfgefährtin, also kann Thor halt auch mit der irdischen Forscherin Jane ein Techtelmechtel haben.
Eisriese Lofey wurde einer Geschlechtsumwandlung unterzogen und ist hier ein Mann, sonst eigentlich eine Frau.
Die Handlung an sich ist auch blödsinnig und Thor wird zum typischen Ami-Superhelden, der am Ende als geläuterter Gutmensch dasteht.
Ich kann von diesem Machwerk echt nur abraten. Es überzeugt in keinster Weise und ist Zeitverschwendung.
ungeprüfte Kritik