Lea (Frida Hornemann) hat sich bei einer Castingshow beworben. Der Redakteur fragt: "Wer bist du und was macht dich aus?". Lea weiß es nicht und beginnt, nach einem passenden Ich zu suchen. Unterdessen wird in ihrem Heimatort das Museum kostspielig aus EU-Töpfen saniert, während zeitgleich die Pension ihrer Familie ums wirtschaftliche Überleben kämpft. Leas Familie, das sind ihre Eltern Matze (Max Riemelt) und Rieke (Gina Henkel), frisch getrennt, da Rieke schwanger von einem neuen Mann ist, allerdings noch recht ungeübt in den neuen Familienverhältnissen. Ihre Großeltern, die ebenfalls selbst genug Probleme haben, miteinander und mit ihrem Waldhotel, das in der abgelegenen Region mehr Geld verschlingt als es einbringt. Und ihre Tante Kati (Eva Löbau), in der zwar Lea ein Vorbild sieht, die sich aber mit ihrem kulturhistorischen Anspruch als Museumsleiterin in der ostdeutschen Provinzstadt gerade keine Freunde macht. Auch in der eigenen Familie nicht. Selbst Leas beste Freundin Bonny (Ida Fischer) ist anderweitig beschäftig, denn sie ist frisch verliebt in Leas aktivistischen Cousin Edgar (Florian Geißelmann). Wer also ist die Kandidatin Lea, welche Homestory lässt sich daraus machen?
'Etwas ganz Besonderes' (2026) ist eine Familiengeschichte. Und eine Gemengelage. Mit ihrem dritten Spielfilm nach 'Alles ist gut' (2018) und 'Ivo' (2024) ist Filmemacherin Eva Trobisch ein liebevoll-schmerzhaftes Familienporträt gelungen. Dabei konnte sich die Regisseurin und Drehbuchautorin auf ein exzellentes Ensemble verlassen, allen voran Neuentdeckung Frida Hornemann als Lea, die mit einer beeindruckenden, oft aufgestaut wirkenden Zurückhaltung spielt, gefolgt von Max Riemelt als Vater Matze, der darum bemüht ist, alles zusammen zu halten, Eva Löbau als Leas Tante Kati, Peter René Lüdicke und Rahel Ohm als Großeltern, die schon so lange miteinander hadern, dass es für sie der Normalzustand ist, Gina Henkel als Mutter Rieke sowie Florian Lukas als der neue Mann in deren Leben. Seine Weltpremiere feiert 'Etwas ganz Besonderes' im Wettbewerb der 76. Berlinale 2026.
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