Ein seltsamer Fall beschäftigt die Polizei und die Einwohner einer kleinen Stadt. Ein kleines Mädchen ist verschwunden. Es gibt Verdächtige, Unschuldige, Schuldige und ein Netz von Lügen: Damit die Eltern mit dem Nachbarn ein Betriebsfest besuchen können, soll deren Tochter Monika (die für die beste darstellerische Leistung als Nachwuchsschauspielerin Deutscher-Filmpreis-prämierte Renate Roland) auf die kleine Katrin aufpassen. Doch die junge Frau vergnügt sich lieber mit ihrem Freund und überlässt das Kind der Obhut ihres Bruders Achim (Sascha Urchs). Dieser erstickt das Mädchen im Verlauf des sonnigen Nachmittags ohne jede Regung mit einer Plastiktüte und lässt ihre Leiche auf einem nahegelegenen Schrottplatz verschwinden. Als die Sippe mit Achims Mutter (Edith Volkmann) und Vater (Sieghardt Rupp) volltrunken zurückkehrt, beginnt eine fieberhafte Suche nach dem spurlos verschwundenen Kind. Die Nerven aller Beteiligten liegen blank und mit jeder weiteren Sekunde der Ungewissheit beginnt die Fassade zu bröckeln, und unter der Oberfläche des kleinbürgerlichen Familienidylls kommt der menschliche Wahnsinn zum Vorschein...
Fäulnis im Kleinbürgermief - im Debüt 'Bübchen' (1968) von Regisseur Roland Klick: Monika, die Tochter der Nachbarn passt nicht auf, und der kleine Achim tötet seine Schwester. Ob aus Absicht, Neugier, Eifersucht, Unachtsamkeit oder einfach nur Langeweile wird nie geklärt. Die Präzision und Gemütsruhe mit der Achim die Leiche des Babys auf einem Schrottplatz verschwinden lässt, stießen 1969 beim Publikum auf völliges Unverständnis und entfachten einen Sturm der Empörung in der Filmpresse.
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A strange case is occupying the police and the inhabitants of a small town. A little girl has disappeared. There are suspects, innocents, guilty parties and a web of lies: In order for the parents to attend a company party with the neighbor, their daughter Monika (Renate Roland, winner of the German Film Award for the best acting performance as a young actress) is supposed to take care of little Katrin. But the young woman prefers to have fun with her boyfriend and leaves the child in the care of her brother Achim (Sascha Urchs). In the course of the sunny afternoon, he suffocates the girl without any movement with a plastic bag and makes her body disappear in a nearby junkyard. When the clan returns with Achim's mother (Edith Volkmann) and father (Sieghardt Rupp) drunk, a feverish search for the child who has disappeared without a trace begins. The nerves of everyone involved are on edge and with every second of uncertainty, the façade begins to crumble, and under the surface of the petty-bourgeois family idyll, human madness comes to light...
Rot in the petty bourgeois stink - in the debut 'Bübchen' (1968) by director Roland Klick: Monika, the daughter of the neighbours, is not paying attention, and little Achim kills his sister. Whether out of intention, curiosity, jealousy, carelessness or simply boredom is never clarified. The precision and calmness with which Achim makes the baby's body disappear in a junkyard was met with complete incomprehension by the audience in 1969 and sparked a storm of indignation in the film press.
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