Ein malerisches Grundstück an einem See nahe Berlin, Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von den historischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts geprägt sind. Beginnend in den 1930er Jahren erwirbt ein jüdischer Tuchfabrikant für seine Familie einen Teil des Grundstücks, muss den Besitz jedoch bald wieder verkaufen. Ein Architekt und seine Frau errichten auf dem benachbarten Teil ein Haus im modernen Stil der Zeit. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs versucht der Architekt sich in Ostberlin zu verwirklichen, scheitert jedoch im DDR-System und flieht mit seiner Frau in den Westen. Das Haus wird einer Schriftstellerin und ihrem Mann übertragen, die die Nazi-Zeit im sowjetischen Exil überlebten. Ihre Enkelin wird dort in den Jahren bis zum Mauerfall ihre Sommer verbringen...
'Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte' (2026) ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu persönlichen, wie historischen Dramen verdichten. Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet der Film die präzise Chronik 100 Jahre deutscher Geschichte nach. Zusammen mit Regina Ziegler, einer der erfolgreichsten Produzentinnen Deutschlands, widmet sich der mehrfach preisgekörnte Regisseur Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass' Roman 'Die Blechtrommel' mit einem 'Oscar' und der 'Goldenen Palme' in Cannes ausgezeichnet wurde, hier erneut einem Jahrhundertroman. Mit 'Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte' entsteht die erste Verfilmung eines Buches der vielfach prämierten Schriftstellerin Jenny Erpenbeck, die nach intensiver Arbeit als Regisseurin an Theatern und Opern 1999 mit ihrem literarischen Debüt 'Geschichte vom alten Kind' Aufmerksamkeit erregte. 'The Guardian' zählt ihren autobiografisch inspirierten Roman 'Heimsuchung' zu den '100 besten Büchern des 21. Jahrhunderts', die 'New York Times' sieht in Erpenbeck, die 2024 den International-Booker-Prize gewann, eine künftige Nobelpreisträgerin. Seit dem Schuljahr 2025/26 ist 'Heimsuchung' in zahlreichen Bundesländern Bestandteil des Abiturkanons. In den Hauptrollen ist diese Verfilmung mit Schauspielgrößen wie Lars Eidinger ('Das Licht', 'Sterben'), Martina Gedeck ('Woodwalkers', 'Und wer nimmt den Hund?'), Susanne Wolff ('Köln 75', 'Sisi & Ich'), Michael Maertens ('Alter weißer Mann', 'Das Beste kommt noch!'), sowie Ulrich Matthes ('Winterwalzer', 'Das Boot'), Angela Winkler ('Sisi & Ich', 'Suspiria') und Detlev Buck ('Amrum', 'Traumnovelle') außerordentlich breit besetzt, und wird mit Ludwig Trepte ('Am Ende der Worte', 'Deutschland 86'), Wigand Witting ('Das Meer am Morgen', 'Ferien') und David Bennent ('Die Theorie von Allem', 'Die Blechtrommel') sowie Maria Matschke Engel ('Doppelhaushälfte', 'Die Diplomatin') in weiteren tragenden Rollen ergänzt. Der Film wurde produziert von Regina Ziegler ('Ziegler Film') und Volker Schlöndorff ('Volksfilm') in Koproduktion mit 'Studiocanal', 'Studio Babelsberg' und 'Mideu Films'. Die Senderpartner sind das 'ZDF' und 'Arte'. Unterstützt wird wurde die Verfilmung vom Medienboard Berlin-Brandenburg 'MBB', der jurybasierten kulturellen Filmförderung des Bundes 'BKM', der Filmförderungsanstalt 'FFA', der Mitteldeutschen Medienförderung 'MDM' sowie dem Deutschen Filmförderfonds 'DFFF'.
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