Kritiken von "6697mn"

I, Anna

Die dunkelsten Geheimnisse sind die, die wir vor uns selbst verbergen.
Drama

I, Anna

Die dunkelsten Geheimnisse sind die, die wir vor uns selbst verbergen.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 13.01.2014
Ein zwar gut gespielter aber letztlich etwas unglaubwürdig wirkender und teilweise voraussehbarer Thriller, der mit verschiedenen Zeitebenen und der Frage von Realität und Einbildung einer traumatisierten Hauptperson spielt (ohne zuviel verraten zu wollen). Die Schwäche des Films liegt in der Voraussehbarkeit und der nicht besonders überzeugenden Liebesgeschichte. Wer diese Art von psychologischem Drama mag, ist mit "Die Summe meiner einzelnen Teile" wesentlich besser bedient.

ungeprüfte Kritik

To the Wonder

Drama, Lovestory

To the Wonder

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 10.01.2014
Was schon bei "Tree of Life" genervt hat, scheint sich immer mehr zu Malicks Markenzeichen zu entwickeln: Schwülstige, pathetische Voiceovers statt Dialoge, ungereimte, grandiose Fragestellungen nach dem Sinn und nach Gott, die leider allesamt unbeantwortet bleiben und auf die auch die dargestellten Charaktere oder die Handlung (die nur in Ansätzen existiert) keine Antwort geben. Die Rolle der Französin und ihr ständiges, kindliches Gehüpfe und Getanze im Spitzenhemdchen oder Mädchenkleidchen ist zusätzlich ärgerlich und wirft zudem noch die Frage auf, ob Malicks Frauenbild nicht völlig überholt oder einfach ein Altmännerwunschtraum ist. Die Gegenüberstellung von einem Leben in der europäischen Metropole Paris und einer amerikanischen Kleinstadt irgendwo im amerikanischen Cornbelt mit ihren völlig unterschiedlichen Vorstellungen und Ansprüchen an das Leben hätte interessant sein können, der Regisseur hat leider nicht viel daraus gemacht. Selten waren Ben Affleck und Rachel McAdams so unterfordert. Die Landschaftsbilder mögen zwar interessant aufgenommen sein, sind aber keineswegs atemberaubend. Wer will schon anderthalb Stunden den Blickwinkel, die Gegenlichteinstellung, die ungewöhnliche Perspektive usw. bewundern und auf Handlung verzichten? Ärgerlich. Man verliert langsam komplett die Geduld mit einem Regisseur , der vor Jahren (1978) mal einen wunderbaren Film gemacht hat (Days of Heaven) und jetzt anscheinend nichts mehr zu sagen hat.

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Only God Forgives

Time to Meet the Devil
Thriller, Krimi

Only God Forgives

Time to Meet the Devil
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 06.01.2014
Aesthetisierte Bilder von sinnloser, bestialischer Gewalt untermauert mit freudianisch anmutenden Erklärungsversuchen - wer braucht das eigentlich?

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Naked As We Came

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 13.12.2013
Der Film fängt interessant und halbwegs überzeugend an, versackt dann aber als Entwicklungsdrama um eine sterbende Frau, ihre entfremdeten Kinder und einen jungen Schriftsteller immer mehr in Klischees. Das gilt nicht nur für die Handlung sondern auch für die Bilder und die Dialoge. Die schlechte Mutter, die nochmals alles gut machen will, die Tochter, die denkt, sie weiß alles besser, der orientierungslose Sohn und der storygeile Schriftstelller - alle werden im Angesicht des Todes reformiert und auf den Weg der Erkenntnis gebracht. Leider wirkt das Ganze angesichts sinkender schauspielerischer Leistungen mit der Zeit immer unglaubwürdiger. Die Rahmenhandlung, die am Anfang Interesse wecken soll, bleibt völlig bedeutungslos und der Zuschauer fühlt sich arg an der Nase herumgeführt. Zum Vergessen.

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Inuk

Die schwierigste Reise ist die zu dir selbst.
Drama

Inuk

Die schwierigste Reise ist die zu dir selbst.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 02.12.2013
Nur die Bilder haben drei Sterne verdient, ansonsten ist dies ein eher unterdurchschnittlicher Film für Leute, die sich für die Inuit und ihr heutiges Leben interessieren. Die Bilder von Grönland, der Eislandschaft und den Fahrten mit dem Husky-Schlitten vermögen ja noch zu fesseln, auch die Problematiken junger Inuits am Polarkkreis, denen ihre Kultur verlorengegangen ist und die (noch?) nichts Neues gefunden haben, das ihrem Leben einen Sinn geben könnte, wäre vielleicht einen Film wert. Allerdings ist die Handlungsentwicklung dürftig und ohne Spannung oder Tiefe. Ein weitergehender, gesellschaftlicher Bezug oder gar eine Kritik an der Inhaltslosigkeit puren Konsumstrebens fehlen ganz und die angebotene Lösung (Jagen wie früher?) ist viel zu simplistisch, wenn nicht gar fragwürdig (Ist man plötzlich eins mit sich selbst, wenn man eine Robbe abschlachtet?). Dazu kommen eine nervige, wenig überzeugende und sich ständig wiederholende Erzählerinnen-Figur und schlecht geschauspielerte Nebenrollen. Die vielen Preise hat dieser Film nicht verdient.

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An Enemy to Die For

Wenn du dich in deinen Feind verliebst...
Abenteuer, Kriegsfilm

An Enemy to Die For

Wenn du dich in deinen Feind verliebst...
Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 18.11.2013
Gähnend langweilige und zuweilen hanebüchene, unglaubwürdige Geschichte, die auf der gegenwärtigen Welle der Filme reitet, die der Nazizeit noch einen neuen Blickwinkel abgewinnen wollen. Weder ist dies eine gute psychologisch fundierte Betrachtung über eine Gruppe von Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Nationen, die auf engstem Raum zusammenarbeiten sollen, während ihre Heimatländer sich den Krieg erklären, noch ein Kriegsfilm, der die unausweichliche Tragik von Kriegssituationen und Entscheidungen, die in solchen getroffen werden müssen, veranschaulicht, noch eine Persiflage über nationale Charaktere... Der Regisseur kann oder will sich nicht entscheiden, was das Ganze sein soll, serviert von allem ein oberflächliches Bißchen und am Ende als Sahnehäubchen noch einen psychopathischen Killer - fertig ist der ungenießbare, z. Teil auch noch schlecht geschauspielerte Brei. Schade um Axel Prahl, der es doch besser kann! Für einen innovativen Blick auf die Nazizeit lieber "Ende der Schonzeit" anschauen.

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Stoker

Die Unschuld endet.
Thriller

Stoker

Die Unschuld endet.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 08.11.2013
Vom Inhalt her niveauloser Splatter-Film. Den zweiten Stern gebe ich einzig und allein wegen der ausgezeichneten und innovativen Kameraarbeit. Diese erzeugt in der ersten halben Stunde, wo noch nicht klar ist, wo der Film hin will, Gruseln und Spannung durch eigenwillige Blickwinkel, verstörende Lichteffekte und lange, teleskopisch anmutende Kamerafahrten. Leider wird dann bald klar, dass es sich hier weder um Übernatürliches noch um einen psychologischen Thriller handelt, sondern um zwei simple Psychopathen, die dann in rapider Folge mehrere blutige Morde begehen. Schade! Schade auch, dass Nicole Kidman sich dafür hergibt.

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Exit Marrakech

Deutscher Film, Drama, Abenteuer

Exit Marrakech

Deutscher Film, Drama, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 01.11.2013
Völlig banaler, voraussehbarer Inhalt um Vater, der die Familie verlassen hat und jetzt wieder zu seinem Teenager-Sohn zurückfindet Der Film ist grob zusammengewürfelt aus Elementen, die man schon mal besser gesehen hat: "Himmel über der Wüste", "Babel", "Lawrence of Arabia" lassen grüßen. Die Charaktere bleiben flach, die Problematiken unterentwickelt und plakativ und die Handlung verkommt zu einem puren "Schöne-und-exotische-Bilder-von-Marokko-zeigen" (und leider gibt es auch nicht gerade wenige westliche Klischees darin). Höchstens als Einstimmung für Leute geeignet, die schon immer mal nach Marokko wollten. Von der Regisseurin des großartigen Films "Jenseits der Stille" hätte man mehr erwartet.

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Schilf

Alles, was denkbar ist, existiert.
Deutscher Film, Drama

Schilf

Alles, was denkbar ist, existiert.
Deutscher Film, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 19.09.2013
Interessante Idee, aber leider nicht stringent umgesetzt. Der Film verfängt und verheddert sich - genau wie der Protagonist - in seinen eigenen Zeitspiralen und Gedankenexperimenten, so dass der Zuschauer am Ende am Ende eher genervt als nachdenklich zurückbleibt und den Film schnell als "konfus" ad acta legt. Die an sich faszinierende Frage nach Parallelwelten gerät so schnell zum Zeitsprung-Krimi ohne tiefere Bedeutung.

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Ginger & Rosa

Wenn Liebe trennt, was Freundschaft verband.
Drama

Ginger & Rosa

Wenn Liebe trennt, was Freundschaft verband.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 11.09.2013
Für Leute, die Einschlafstörungen haben. Die dünne Handlung um die Freundschaft zweier Teenager, einen Vater, der eine Affäre anfängt, und die Konsequenzen, die sich für alle drei daraus ergeben, soll durch einen politischen Hintergrund zwischen Hiroshima und der Kuba-Krise aufgepeppt und aus dem Persönlichen herausgehoben werden, doch der gezeigte politische Aktionismus und das politische Engagement der Charaktere bleibt seltsam blass und scheint aufgesetzt. Zu oft wirkt es ziemlich unglaubwürdig oder sogar peinlich, wenn die kaum 16jährige Ginger über Sinn, Tod und Apokalypse philosophiert. Nichts ist allerdings so peinlich, wie das "Gedicht", dass sie am Ende zum Besten gibt... Die Schauspieler können die flache, unausgegorene Story weder überzeugend darstellen noch mit Leben füllen, große Themen (Frauenrolle, Moral, Rebellion der Beat Generation) werden oberflächlich thematisiert, ohne dass sich eine Entwicklung für die Handlung daraus ergibt. Stattdessen ist der Film mit immer wiederkehrenden Klischees aufgeplustert - braucht der Zuschauer z.B. wirklich eine halbe Stunde (mit Szenen angefangen auf dem Spielplatz bis zum Rauchen der ersten Zigarette, Jungs abschleppen, sich gegenseitig schminken usw., usw.), um zu kapieren, dass Ginger und Rosa beste Freundinnen sind?
Kann sein dass die Regisseurin des großartigen Films "Orlando" hier eigene Jugendtraumata aufgearbeitet hat, einen guten Film hat sie aber nicht daraus gemacht.

ungeprüfte Kritik

Holy Motors

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 22.08.2013
Eine Art verkopftes Vergnügen für Kinofans. Für mich war der Film eine Satire auf das Kino: Es werden Schlüsselszenen aus verschiedenen Filmgenres (Gangster-Movie Shoot-out, Aussprache der Liebenden in der romantischen Komödie, Aussöhnung am Totenbett in Hollywood-Dramen usw.) scheinbar sinnlos aneinandergereiht und von wenigen Akteuren, deren Auftraggeber keiner kennt, gespielt. Die Absicht dahinter bleibt unklar(obwohl die erste Einstellung des Films ein riesiges Schauspielhaus mit einem im Dunkel sitzenden Publikum zeigt...). Die Szenen sind verfremdet, gehen in die Irre, gleiten ins Unerwartete ab und spielen so genial mit den Erwartungen der Zuschauer. Realität und Film verschwimmen, der Zuschauer verliert den Überblick über das Reale und das Gespielte. Gleichzeitig werden Dialoge, Requisiten, Handlungsfetzen, Gesichter (mittels Maske) aus anderen Filmen zitiert, so daß der cineastisch interessierte Zuschauer noch lange nachdenken kann, wo er die Affen, die Kanalisation, die Humphrey-Bogart-Lingo, die schleimigen Monster usw. schon gesehen hat. Nur bedingt empfehlenswert und nichts für Leute, die auf lineare Handlung, Eindeutigkeit und klare Aussagen abonniert sind. Nur drei Sterne, da das Ganze sehr artifiziell und manchmal etwas langatmig geraten ist.

ungeprüfte Kritik

Das bessere Leben

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 19.08.2013
Ich finde diesen Film gelungen. Es geht nicht darum, voyeuristisch-erotische Szenen mit Prostituierten zu zeigen oder das Phänomen Prostitution und seine Attraktion für den Durchschnittsmann (und Frau?) zu erklären, sondern darum, aufzuzeigen, welche Folgen Prostitution im Alltag hat und zwar für alle Beteiligten - Männer, die Prostituierten selbst, Ehefrauen und Beziehungen. Das Interessante an dem Film ist, dass er keine allgemeinen Erklärungen abgibt, sondern das Problem aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Der Zuschauer muß sich seine eigenen Urteile bilden. Juliette Binoche spielt sehr überzeugend die im Alltag überforderte Journalistin/Mutter (von Söhnen!)/Ehefrau, die, hin- und hergerissen zwischen Abscheu, Faszination, Ekel und Interesse, eine Lebenskrise zu bewältigen versucht. Genial die Szene, wo sie sich bei einem Essen, das sie für die Kollegen ihres Mannes kocht, plötzlich an einem Tisch mit lauter Freiern wähnt. Das Ende soll hier nicht verraten werden, ist aber direkt dem Leben entnommen.

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Jane Austen in Manhattan

Drama, Lovestory

Jane Austen in Manhattan

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 05.08.2013
Völlig irreführender Titel. Der Film hat nur am äußersten Rand etwas mit Jane Austen zu tun und ist keineswegs eine nette Persiflage à la "Lost in Austen" oder dergl., sondern eine spannungslose, langwierige Auseinandersetzung mit den Höhen und Tiefen der Independent Theater Scene der achtziger Jahre in New York. Da diese in dieser Form längst nicht mehr existiert, ist der Film höchstens noch für Insider mit Interesse am Theater dieser Periode interessant.

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Große Erwartungen

Basierend auf dem Klassiker von Charles Dickens.
Drama, Lovestory

Große Erwartungen

Basierend auf dem Klassiker von Charles Dickens.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 27.05.2013
Leider eine völlig auf die pure Handlung reduzierte Verfilmung, die Dickens´ Humor, Stil und der Komplexität seiner Charaktere keineswegs gerecht wird. Ralph Fiennes und Helena Bonham Carter sind für solch eine einfache Version ihrer Buchvorlagen schauspielerisch völlig unterfordert, Joe Gargery komplett fehlbesetzt - dem Schauspieler nimmt man den tumben, aber gutherzigen Schmied einfach nicht ab. Kennt man das Buch nicht, ist die Filmhandlung mancherorts einfach unverständlich und scheint beliebig, kennt man das Buch, vermißt man Tiefe, Entwicklung und den rabenschwarzen Humor, der Dickens´Geschichten erst interessant macht. Es war keine gute Idee, dieses Buch in einen Film von knapp zwei Stunden zwängen zu wollen ... bei mehr Zeit oder möglicherweise zwei Teile oder einer Miniserie hätte man dem Buch vielleicht gerechter werden können. So schaut man sich hier nur eine ungereimte, zum Teil langweilige Romanze an, die keinen bleibenden Eindruck hinterläßt.

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Omamamia

Oma in Roma
Deutscher Film, Komödie

Omamamia

Oma in Roma
Deutscher Film, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 23.05.2013
Wenig unterhaltsame, völlig vorhersehbare und schauspielerisch dahinschwächelnde "Komödie", die einem zuweilen müde lächeln läßt und ansonsten auf ganzer Ebene langweilt. Auch Marianne Sägebrecht, Giancarlo Giannini und der Papst brauchen ein zumindest annehmbares Plot, um 90 Minuten auszufüllen und zu unterhalten! Zum Gähnen.

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Alles wird gut

Drama, Deutscher Film

Alles wird gut

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 03.04.2013
Dümmliche oder überflüssige Dialoge, schwächelnde Story und überzogene, platte Charaktere machen keinen Film interessant, auch wenn die dahintersteckende Absicht, afrodeutsche Schicksale, alltäglicher Rassismus und lesbische Liebe im Kino präsenter zu machen, durchaus lobenswert ist. Einige wenige Lacher gibt es, aber man wünscht der Regisseurin eine/n Dialogschreiber/in und Drehbuchautor/in, die dem Kindergartenniveau entwachsen sind.

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Die Kunst, sich die Schuhe zu binden

Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 18.03.2013
Gelungener Film, der nah an der Realität bleibt und gut unterhält. Beziehungen zwischen Behinderten werden in differenzierter Problematik geschildert, Rückschläge, Mißverständnisse, Scheitern der Behinderten und ihrer Betreuer nicht ausgelassen. Der Film hat zwar ein positives Ende, die Gratwanderung Behinderter, ihrer Eltern und ihrer Betreuer in der Gesellschaft wird jedoch mehr als deutlich. Erfrischend ist, daß der Film nicht, wie unzählige "Behinderten"-Filme der letzten Jahre, den simplistischen Mythos "Behinderte sind die besseren Menschen und eigentlich ist die Gesellschaft behindert" bedient, sondern auch die Grenzen aufzeigt, die diese Menschen leider zweifellos haben, aber auch, was sie dem Hauptdarsteller - und der Gesellschaft - geben können. Regt zum Nachdenken an und wirkt lange nach.

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Dicke Mädchen

Drama, Deutscher Film

Dicke Mädchen

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 08.02.2013
Ganz witziger Film über zwei durchschnittliche, dickliche Männer am Scheideweg, die sich über den Tod einer demenzkranken Mutter näherkommen und über ihre sexuelle Orientierung klar werden - oder auch nicht. Gezeigt werden schonungslose Bilder vom Alltag nicht schöner Menschen, die trotzdem auf ihre Weise sympathisch sind und schlüssig agieren. Es nervt die extrem verwackelte Handkamera und kaum zu erkennende Gegenlichtaufnahmen, die dem Film eine gewisse Authenitzität und Dokumentarcharakter verleihen sollen, aber oft kontraproduktiv sind, weil man kaum etwas sieht. Hier wäre ein wenig mehr filmerische Professionalität besser gewesen - es muß ja nicht gleich Hochglanz und Studioaufnahme sein, wie schon die Dogma-Bewegung gezeigt hat.

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Die Vermissten

Deutscher Film, Drama

Die Vermissten

Deutscher Film, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 08.01.2013
Ein Film, der interessant beginnt und anfänglich Spannung erzeugt, dann aber langsam versandet. Während die Handlungen des suchenden Vaters anfangs noch nachvollziehbar sind, werden diese mit der Zeit immer unerklärlicher, es tauchen zu viele unwahrscheinliche "Zufälle" auf (die Tochter im Auto), die Motivation der Kinder bleibt völlig im Dunkeln. Man könnte dies natürlich als Metapher nehmen, dass man Kinder ziehen lassen soll, besonders, wenn man selbst nicht mehr zu bieten hat als seine eigene, unbefriedigende, verbaute Existenz und Resignation, aber um dies zu verstehen, sollte man keine anderthalb Stunden brauchen. Falls die Reaktion und der mögliche Umbruch, den die Kinder im erwachsenen Vater hervorrufen, das Thema ist, bleibt dies viel zu vage. So bleibt man als Zuschauer etwas ratlos zurück und fragt sich, wozu man diesen Film angeschaut hat. Enttäuschend.

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These Foolish Things

Verrückt vor Liebe
Lovestory, Drama

These Foolish Things

Verrückt vor Liebe
Lovestory, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 20.12.2012
Inhaltslose Kostümklamotte mit völlig voraussehbarem Plot, das vielleicht für zehn Minuten gut gewesen wäre. Der Rest ist Ausschmückung mit Oldtimer-Autos, Kostümen, Make-up, quälend langen Einstellungen, die Gesichter und sich darin angebliche widerspiegelnde Gefühlskonflikte zeigen. Stellenweise etwas Dialogwitz (der Butler!). Gähn!

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Blendende Weihnachten

... mein Nachbar ist nicht der Hellste
Komödie

Blendende Weihnachten

... mein Nachbar ist nicht der Hellste
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 17.12.2012
Ärgerlicher, völlig überzogener Weihnachtsklamauk ohne Dialogwitz, der stellenweise eher peinlich als lustig ist. Am Ende winkt typisch amerikanisch Friede, Freude, Eierkuchen. Reine Zeitverschwendung.

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Der Glaube an den Weihnachtsmann

Glaube, Vergebung und die Erfüllung aller Wünsche
Drama

Der Glaube an den Weihnachtsmann

Glaube, Vergebung und die Erfüllung aller Wünsche
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 17.12.2012
Nicht ein wirklicher Weihnachtsfilm - zwar ein paar aufgesetzte Weihnachtsattribute, aber die Handlung könnte ganzjährig spielen. Aufs Korn genommen werden Profitgier, religiöser Eifer, Generationskonflikte und Teenagergefühlskrisen, aber die Handlung kommt nicht wirklich in Fahrt. Es gibt zuviele langweilige Dialoge, die Entwicklung der Charaktere bleibt oberflächlich, zuviele überflüssige, schlecht entwickelte Nebendarsteller (die Schulzicken, der Priester) lenken vom Thema ab. Heraus kommt ein unbefriedigender Problemfilm, der grob zusammengeschustert wirkt.

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Happy Happy

Komödie, Lovestory

Happy Happy

Komödie, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 22.11.2012
Was auf dem Cover fälschlich als lockere Komödie deklariert wird, ist eigentlich eine bitterernste Auseinandersetzung um zwei Beziehungen in der Krise mit traurigen, verzweifelten und einsamen Charakteren, die sich irgendwie mit Lebenslügen, unpassenden Partnern und Ängsten durchs Leben quälen. Sicher gibt es ab und an einen Hoffnungsschimmer und das Ende ist auch nicht ganz negativ (ohne zuviel verraten zu wollen), aber im und über den Film gibt es wenig zu lachen, man schwankt eher zwischen Mitleid (besonders mit den Kindern), Unverständnis und Abgestoßensein von dem, was sich Menschen hier antun. Die Charaktere können ihre inneren Widersprüche nicht lösen und das Ende bleibt unbefriedigend - wie das Leben halt. Kein schlechter Film aber beileibe nicht, was das Cover verspricht und wer hier eine Hollywood-ähnliche, romantische Komödie erwartet, liegt gänzlich falsch.

ungeprüfte Kritik

Lore

Drama

Lore

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 07.11.2012
Die geringe Gesamtbewertung ist mir völlig unverständlich. "Lore" ist ein spannender, vielschichtiger Film, der da ansetzt, wo die meisten Filme über die Nazizeit aufhören: Gezeigt wird der Zusammenbruch und die Folgen für Nazifunktionäre bez. deren Kinder, die sich allein auf eine Odyssee quer durchs neubesetzte Deutschland begeben müssen, um ihre Großmutter zu finden. Für die 15jährige Lore, die die Mutterrolle übernehmen muß, bricht ihre Jungmädelwelt zusammen - in der Folge lernt sie, dass nichts so ist, wie es scheint, dass Erwachsene lügen und weiterlügen, dass Menschen nicht eindimensional sind und vielerlei Motive haben können, dass vorgefasste Urteile nur behindern und dass sie sich sowohl im Bezug auf Menschen als auch Geschehnisse letztendlich nur auf ihr eigenes Urteil verlassen kann. Eben dies muß jeder Jugendliche zu jeder Zeit lernen - der Abschied von der Kindheit. Lores äußere Umstände beschleunigen und komplizieren diesen Prozeß, veranschaulichen ihn aber auch auf eindrucksvolle Weise. So vermittelt der Film nicht nur Wissen über die Zeit unmittelbar nach dem Krieg, sondern ist vom Thema her völlig aktuell. Lores gleichzeitiges sexuelles Erwachen gibt dem Film noch eine weitere, tiefer gehende Dimension. Eva-Maria Hagen als Protagonistin ist Glücksgriff - selten spiegelt die Mimik einer Schauspielerin die inneren Kämpfe der Rolle so gut wider. Meine beiden Töchter (12, 16) waren begeistert und der Film sorgte im Nachhinein immer noch für viele Diskussionen.

ungeprüfte Kritik