Maggie (21) und Klaus (45) sind in ihrem Campingfahrzeug in Deutschland unterwegs. Trotz Altersunterschied scheinen sie ein Liebespaar zu sein. Zwei Menschen, die sich offenbar schon länger kennen. Als Maggie (Leni Wesselman) sich auf einem Campingplatz für einen anderen Mann zu interessieren beginnt, verschieben sich die Machtverhältnisse zwischen ihr und Klaus (Detlef Bothe). Allmählich decken sich die Hintergründe ihrer Beziehung auf, bis es zur tödlichen Eskalation kommt...
In seinem vierten Spielfilm 'Mein.' (2009) nähert sich Regisseur und Darsteller Detlef Bothe einem Phänomen, das erst in jüngerer Vergangenheit in unser Bewusstsein gerückt wurde: das Schicksal entführter Kinder, zumeist Mädchen, die jahrelang in intimster Nähe zu ihren Entführern aufwachsen und zu deren Lebens- und Liebespartnern auserkoren werden. Fälle wie Natascha Kampusch beschäftigten die Medien über einen langen Zeitraum und dennoch bleiben die Umstände, unter denen diese entführten Mädchen viele Jahre mit ihrem Täter leben, zum größten Teil im Dunkeln. In 'Mein.' versucht Bothe einen fiktiven Verlauf dieser Opfer-Täter-Beziehung nachzuvollziehen und zeichnet damit in intimen, berührenden und beängstigenden Bildern das Psychogramm einer ersehnten und durch Macht und Missbrauch geführten 'Liebes'-Beziehung.
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Maggie (21) and Klaus (45) are on the road in Germany in their camping vehicle. Despite the age difference, they seem to be lovers. Two people who have apparently known each other for a long time. When Maggie (Leni Wesselman) begins to take an interest in another man at a campsite, the balance of power between her and Klaus (Detlef Bothe) shifts. Gradually, the background of their relationship is revealed, until it comes to a deadly escalation...
In his fourth feature film 'Mein.' (2009), director and actor Detlef Bothe approaches a phenomenon that has only recently come to our attention: the fate of kidnapped children, mostly girls, who grow up for years in intimate proximity to their kidnappers and are chosen as their life and love partners. Cases like Natascha Kampusch have occupied the media for a long time, and yet the circumstances under which these kidnapped girls live with their perpetrator for many years remain largely in the dark. In 'Mein.', Bothe tries to trace a fictitious course of this victim-perpetrator relationship and thus draws the psychogram of a longed-for 'love' relationship led by power and abuse in intimate, touching and frightening images.
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