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Kritiken von "juschi" aus

15 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Sieben Leben
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 27.10.2009
    Normalerweise erwarte ich von Schauspielern, daß sie ihre Arbeit gut machen, es ist schließlich ihr Beruf. Was aber Will Smith hier zeigt, ist doch erwähnenswert, weil höchst beeindruckend. Er schenkt diesem Film eine Tiefe, eine Glaubwürdigkeit, die den Streifen zu einem Erlebnis macht.
    Zugleich hebt sich die Geschichte der sich langsam entwickelnden Liebe der Hauptfiguren wohltuend vom Einheitsbrei der üblichen Liebesgeschichten ab, in denen sich immer die zum Schluss kriegen, die sich während des Films am intensivsten gehasst haben.
    Bis zum Ende bleibt unklar, was nun die Beweggründe des Hauptdarstellers sind.
    Rückblenden geben Andeutungen, mehr aber nicht.
    Höchst beeindruckend. Absolut sehenswert.
  • Vicky Cristina Barcelona
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 23.10.2009
    Unerträgliche Dialoge, minimale Handlung. Der Film erhielt von uns die Höchststrafe: Nach einer Stunde gelangweilt und total enttäuscht ausgeschaltet.
    Das soll ein Werk von Woody Allen sein? Normalerweise sehe ich mir seine Filme gerne an, da sie mit viel Wortwitz daher kommen.
    Dieses seichte Geplänkel aber war absolute Zeitverschwendung.
  • Mr. & Mrs. Smith
    Action, Komödie, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 23.10.2009
    Völlig überzogene Gewaltdarstellung, dazu unglaubwürdig: Wie soll das gehen, daß unsere 2 Hauptpersonen in gefühlten 30 Minuten Dauerbeschuss aus mindestens 200 Automatikgewehren von zum Töten ausgebildeten Agenten genau EINEN Streifschuss abbekommen, wo sie zudem noch in einer Sperrholzbude mit mindestens 6 mm Wandstärke Schutz suchen? Dennoch ist der Film ganz amüsant, zum Ablachen sind die Dialoge beim Paartherapeuten, inklusive Wiedererkennungswert. Durchaus unterhaltsam, wenn man keine Ansprüche an die Handlung stellt.
  • Der seltsame Fall des Benjamin Button
    Lovestory, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 20.10.2009
    Dieses weinerliche und quälende Nölen der Alten gleich zu Beginn des Films raubt mir die Nerven. Aus diesem Röcheln Worte zu filtern, verlangt höchste Konzentration und Lautstärke am Anschlag. Ich sehne mich in all den Szenen der Rahmenhandlung nach einer schnellen Fortsetzung der in Rückblenden erzählten Hauptgeschichte. Und auch dort gewinnt die Hauptdarstellerin wenige Sympathiepunkte. Zu oft weist sie unseren Protagonisten aus niederen oder auch nicht nachvollziehbaren Gründen zurück. Oder sie schwallt endlose Wortpakete, ohne auch nur etwas zu sagen. Hartnäckig bleibt aber unser Held in diese Nervensäge verliebt. Das nervt. Im Verlauf des Films werden zudem die Zeitsprünge immer größer. Wie so oft drängt sich der Verdacht auf, den Verantwortlichen mangele es an Ideen für eine durchgehende Story. Auch die wenigen Highlights wie etwa das Gleichnis der rückwärts laufenden Uhr oder auch das Ende vermögen den Film nicht zu retten. Ich vermisse sehr, wie ein jünger werdender Held mit Altersweisheit umgeht, das zwangsläufig geistige Gegenstück zum Infantilen des greisen Kleinkinds. Da wirken seine frühen Aussagen, er habe noch nicht viel erlebt, gereift und wohldurchdacht. Aber aus Ermangelung eines wirklich guten Endes wird ihm eine frühe Demenz verordnet.
    Insgesamt enttäuschend.
  • Der Teufel trägt Prada
    Der coolste Job in New York ist das Vorzimmer der Hölle.
    Komödie, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 11.10.2009
    Graue Maus bekommt Arbeitsplatz, für den trotz unbezahlter Überstunden, ständiger Rufbereitschaft und schlechter Bezahlung Millionen noch dümmerer Frauen sterben würden. Warum auch immer, graue Maus nimmt den Job als Herausforderung, kann aber die Erwartungen der anspruchsvollen Chefin, auch gottgleiche Sklavenhalterin oder Teufelin, erst erfüllen, nachdem sie ihre Billigklamotten in Größe 36 gegen unbezahlbare Designerware in Größe 32 austauscht, ohne, daß es zwickt und rauswabbelt. Deshalb ist die Ware eben unbezahlbar. Die durchaus symphatischen Freunde der grauen Maus werden selbstverleugnend vernachlässigt, sogar der Geburtstag des Partners steht zurück, und dieser Idiot von Kerl zeigt kein Verständnis für die Bevorzugung des unwichtigen Arbeitsplatzes. Das Gewissen packt sie erst, als sie vor ihrer mobbenden und hochhysterischen Kollegin bevorzugt werden soll. Das könne man der "lieben" Kollegin doch nicht antun. Warum eigentlich nicht, viel Sympathie ist dieser Person bisher nicht zuteil geworden. Gottseidank zermantscht nun ein Auto eben diese Kollegin gerade rechtzeitig, der Weg nach oben ist endlich frei, es geht nach Paris, der Stadt der Liebe. Für die Liebe bietet sich nun aber rechtzeitig Ersatz im Wesen des smarten Reporters, der ihr durch seine gottgleichen Beziehungen das von der Chefin (Sklavenhalterin) gewünschte Manuskript des neuen, noch unveröffentlichten Harry Potters für deren verzogene, aber zuckersüssen Gören besorgt. Dafür darf er es ihr dann in Paris gründlich besorgen. Das ist gerecht und durchaus schlüssig. Aber der neue Stecher entpuppt sich als Bösewicht, wer hätte das gedacht, eine Intrige wird gewebt, die böse Sklavenhalterin zu entmachten. Unsere kleine, dumme Maus versucht, ihr zu Hilfe zu eilen, aber das Angebot ist weder erwünscht noch benötigt. Längst hat die Teufelin alle durchschaut und deren Pläne vereitelt. Zu guter letzt wird unserer dummen, schon lange nicht mehr grauen Maus der kleine Spiegel der Erkenntnis vorgehalten, voller Entsetzen erkennt sie sich, verleugnet sich und flüchtet in den nächsten Job, endlich wieder grau und entspannt in Größe 36.

    Meine Empfehlung: Finger weg! Es droht Verblödung.
  • Das Beste kommt zum Schluss
    Drama, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 03.09.2009
    Zwei alte Säcke hauen noch mal richtig auf den Putz, bevor derselbe endgültig von ihnen bröckelt.
    Erstklassige Dialoge mit viel Witz und Herz, da bleibt kein Auge trocken.
    Einzig die Aktivitäten der beiden sind recht phantasielos:
    Macht nur Geld glücklich? Da bleiben die hehren Ansprüche aus der Schlüsselszene mit der Löffelliste doch etwas auf der Strecke. Hier wird bis aufs Blut durch die Welt gejettet, um auch das letzte der baulichen Weltwunder der Menschheit noch mal schnell unter die staubigen Pantoffeln zu kriegen. Da hätte doch mehr Kreativität drin stecken können.
    Aber die beiden in die Jahre gekommenen Grandseigneurs der Leinwand spielen befreit und unterhaltsam über diese vergleichsweise kleine Schwäche hinweg. Höchst sehenswert!
  • Die Chroniken von Narnia 2 - Prinz Kaspian von Narnia
    Alles, was ihr glaubt zu wissen, wird sich ändern.
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 03.09.2009
    Einen schlechten Film damit zu begründen, es sei ein Film für Kinder,
    mindert nicht die Enttäuschung über diesen Streifen.
    Die Geschichte plätschert sinnlos vor sich hin, die Charaktere geben sich als solche nicht zu erkennen, das dumme Verhalten des Prinzen Kaspian (Nomen est omen) entzieht der lieblos zusammengerührten Erzählsuppe die letzte Würze. Warum diesem Stoffel zum Thron verhelfen? Arme Untertanen!
    Die netten Animationen und zum Teil sehr schönen Landschaftsaufnahmen retten den Film nicht. Im Gegensatz zum ersten Teil absolut NICHT sehenswert.
  • Keinohrhasen
    Komödie, Deutscher Film, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 06.08.2009
    Meine Mitbewohnerin hat sich diesen Film gleich 2 mal angesehen, ich bin weiterhin dankbar, daß kein Poster von Herrn Schweiger unsere schönen Tapeten verdeckt. Der Film ist eine durchsichtige Liebeskomödie ohne Überraschungen mit Schweiger in der Rolle, die er in zumindest in den Filmen verkörpert, die ich kenne. Umgekehrt wäre es sicher eine schauspielerische Herausforderung. So tut nichts weh, man kann ihn sich anschauen.
  • What the Bleep Do We (K)now!?
    Ich weiß, dass ich nichts weiß!
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 06.08.2009
    Was ist das? Ein Mehr von Fragen schwappt über mich hinweg, hinausgespült von 2 Dutzend Wissenschaftlern, die es leider versäumen, die Fragen, die sie sich und uns stellen, zu beantworten, oder falls doch, auch nur ansatzweise zu belegen. Im Verlauf des Films, auf der Hochzeit, wird es dann durch "lustige Animationen" höchst lächerlich. Mir geht es nicht darum, sich neuen Denkansätzen zu verschließen, aber so wirkten die Ansätze willkürlich, religiös, nicht beweisbar. Unsere kleine Sehrunde war bereits zwischendurch, und noch mehr am Ende, in lebhafte Diskussionen verstrickt. Fazit: Der Film bekommt mein Nein, aber von den anderen beiden ein ebenso deutliches Ja.
  • Lissi und der wilde Kaiser
    Komödie, Deutscher Film, Animation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 06.08.2009
    Viele Gags stecken mehr oder weniger gut versteckt in der Kulisse, man muss sich schon entscheiden, ob man der Handlung folgen oder die hintergründigen Gimmicks aufspüren möchte. Lange nicht so gut wie der "Schuh..", aber es genügt für viele Schmunzler und sogar einige Lacher.
  • Nordwand
    Sie suchten das Abenteuer und schufen einen Mythos.
    Abenteuer, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 06.08.2009
    Beeindruckender Film, der sich dazu recht nah an der Realität orientiert, und dort, wo er abweicht, nicht übertreibt. Der gute Herr Tukur ist wie im "Leben der Anderen" die Kirsche auf der Sahne. Selbst das Wissen aus dem "Making Of" nimmt nichts von der Dramatik in der Wand. Absolut sehenswert.
  • Der Baader Meinhof Komplex
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "juschi" am 06.08.2009
    Dieser Film ist wie das Privatfernsehen:
    Es scheint Wissen zu vermitteln, wirft aber nur Fragen auf, die man sich bisher gar nicht gestellt hat.
    Der Film beginnt vielversprechend mit der Schilderung der aufkommenden Unruhen in den späten 60ern. Am Anfang gelingt es, viele der damaligen Ereignisse mit großer Detailtreue aufzuzeigen, und lässt erahnen, was in den Köpfen der sogenannten ersten Generation der RAF vorging. Im weiteren Verlauf konzentriert sich der Film mehr und mehr auf die chronologische Abfolge, ohne weiteren Hintergrund zu vermitteln. Die Sprünge in der Handlung werden immer größer, gleichzeitig treten immer mehr Protagonisten auf die Bühne, von denen man nicht weiß, woher sie kamen, warum sie da sind, und wieso die Polizei sie in der nächsten Szene verhaftet oder erschießt.
    Bei den gerne und viel gezeigten Schusswechseln verharrt die Kamera dann aber ausgiebig lange. Wer auf zuckende Leiber im Maschinengewehrfeuer steht, oder fliegende Körper in Explosionsdruckwellen mag, sollte sich den Film nicht entgehen lassen.
    Die Figuren vermögen es bis auf wenige Ausnahmen nicht, ihre Gedanken und ihr Handeln zu erklären. Was hat sie dazu getrieben, so und nicht anders zu handeln? Besonders negativ bleibt hier das Verhalten der Gruppe im jordanischen Ausbildungscamp hängen. Man fühlt sich an den letzten Urlaub erinnert, in dem man sich für andere Deutsche und deren arrogantes und rücksichtloses Verhalten mit ebenso deutscher Gründlichkeit hat schämen mögen. So lächerlich, infantil und ignorant sind Terroristen? Man mag es nicht glauben.
    Dennoch wird der Film von einer unsichtbaren Spannung getragen. Vielleicht ist es die Hoffnung, Licht in das Dunkel des Deutschen Herbstes und der Jahre davor zu bringen, vielleicht die Hoffnung, den dünnen Handlungsfaden mit der noch dünneren Erinnerung abzugleichen.
    Am Ende stellt sich Erleicherung ein, den Film "geschafft" zu haben.