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Kritiken von "VideobusterRedaktion" aus

293 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Die Geheimnisse der Spiderwicks
    Ihre Welt ist näher als du glaubst.
    Fantasy, Kids
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 13.08.2008
    Endlich mal wieder ein gelungenes Fantasy-Abenteuer für die ganze Familie.

    Man muss eindeutig sagen, dass dieser Film sehr viel Potential mit sich bringt - dieses wird zwar leider nicht vollständig ausgeschöpft, was dem entstandenen „Endprodukt“ jedoch nicht schadet. Denn letztlich ist ein spannendes Fantasy-Abenteuer entstanden, das vor allem dem jüngeren Publikum weitestgehend altersgerechte Unterhaltung bietet. Einige Filmabschnitte rechtfertigen allerdings das Beisein eines Erwachsenen, da hier und da doch etwas zu derb und gruselig inszeniert wurde.

    Die fantasievollen Gestalten aus der Paralleldimension bieten dem Publikum immer wieder überraschende Momente und wissen gut zu unterhalten. Die Figuren sind perfekt in das Gesamtbild eingefügt und bilden mit den jugendlichen Hauptdarstellern eine perfekte Einheit. Allerdings wurden nur wenige der Fantasy-Gestalten mit einem eigenen Charakter ausgestattet, was aber aufgrund der zeitlichen Einschränkungen völlig genügt. Trotz alledem bekommt man über den gesamten Filmverlauf hinweg originelle Fantasy-Wesen aus sämtlichen Sparten zu sehen. Die Guten und die Bösen, die Märchenhaften und die Schaurigen – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

    Fazit: Die Geheimnisse der Spiderwicks können zwar mit Genreklassikern, wie zum Beispiel den Harry Potter-Verfilmungen, nicht konkurrieren, bieten aber dennoch solide Fantasy-Unterhaltung.
  • Jumper
    Anywhere is possible.
    Science-Fiction, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 06.08.2008
    Die Handlung ist schnell erzählt: David Rice (Hayden Christiansen) scheint bis zu seinem 15. Lebensjahr ein ganz normaler Teenager zu sein, der sich mit den üblichen Problemen und Konflikten dieser Lebensphase herumschlagen muss. Bei einem Sturz in einen zugefrorenen See entdeckt er eher unfreiwillig seine ganz besondere Gabe: Allein durch die Kraft seiner Gedanken kann er sich an jeden erdenklichen Ort der Welt befördern.

    Ein verlockendes Talent, das David natürlich zunächst ausnutzt, um der Enge seines Elternhauses zu entkommen und absolute Freiheit zu genießen.

    Ein Kurztrip nach Rom, zum Surfen auf die Fidschi-Inseln, Frühstück auf dem Kopf der Sphinx und Abstecher in das Nachtleben von London oder Tokyo – für David alles kein Problem. Finanziert wird das Ganze durch Bankraub, der ja als „Jumper“ nun ein Kinderspiel ist.

    Doch dieses neue Leben in Saus und Braus hat natürlich – man ahnt es schon – seinen Preis und seine Konsequenzen. David muss erkennen, dass er nicht alleine auf der Welt ist und sich auf Dauer selber schadet, wenn er nur auf Kosten anderer lebt: Durch die Begegnung mit Griffin (Jamie Bell) – seines Zeichens ebenfalls erfahrener Jumper – erfährt David, dass es offenbar eine ganze Reihe weiterer Jumper gibt, die von einem obskuren Geheimbund, der so genannten Paladine gejagt werden. Oberpaladin Cox (Samuel L. Jackson) verfolgt die Beiden auf Schritt und Tritt und ist bereit, jeden zu beseitigen, der sich seinem Ziel in den Weg stellt. Dabei scheint Cox, wie so viele seiner Filmbösewichtkollegen, eine Vorliebe für die Freundin des Hauptdarstellers (verkörpert durch Rachel Bilson) zu haben, die er dann – wer hätte es gedacht – entführt und der Story damit die nötige Spannungswürze verleiht.

    Wird unser Held überleben, seinen Widersacher besiegen und seine große Liebe unbeschadet befreien können? Wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten.

    So viel ist aber sicher: Regisseur Doug Liman (The Bourne Identity, Mr. and Mrs. Smith, Go) hat mit Jumper einen Film geschaffen, der mit atemberaubenden Effekten und beeindruckenden Panorama-Einstellungen eine Sightseeing-Tour um die Welt ermöglicht und dem Zuschauer innerhalb von 90 Minuten an die wichtigsten Orte aus dem Reiseführer “1000 Places To See Before You Die” führt.

    So kann man sich für künftige Urlaubsreisen oder wahlweise zu Gedankenspielen und Tagträumereien à la wohin-würde-ich-mich-selbst-teleportieren-wenn-ich-nur- könnte inspirieren lassen.

    Drehbuch und Handlung mögen an mancher Stelle etwas dünn und lückenhaft sein, der Film macht auf jeden Fall seinen Job: Er unterhält. Zwar nicht oscarverdächtig, aber für einen unterhaltsamen Videoabend in den eigenen vier Wänden reicht es alle mal. Und am Ende finden Sie sogar heraus, ob es dem Helden gelingt, seinen Widersacher zu besiegen und seine Freundin zu befreien…

    Viel Spaß beim Film!

    Euer Nettie

    P.S. Der Story-Ansatz erinnert entfernt an Highlander, oder?
  • Sweeney Todd
    Der teuflische Barbier aus der Fleet Street. Vergiss nie. Vergieb nie.
    Thriller, Musik, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 29.07.2008
    Ohne Frage - ein sehr spezielles Filmerlebnis!

    Vorausgesetzt, man ist sich bewusst darüber, dass es sich bei „Sweeney Todd“ um eine Musicalverfilmung handelt, kann man sich auf beste Unterhaltung freuen.

    Tim Burton ist es gelungen, eine derart dramatische und düstere Stimmung zu erzeugen, dass der Zuschauer nach kurzer Zeit die fehlenden Farben nicht mehr bemerkt und sich auf die „Dunkelheit“ einlässt. Jedoch setzt Burton gekonnt, im richtigen Moment, harte Kontraste. So wird durch kleine „farbige“ Vergangenheitsausflüge und Zukunftsträume der Protagonisten die eigentlich düstere Gesamtstimmung nochmals verdeutlicht. Ansonsten wird das „Grau in Grau“ lediglich in den Szenen farblich bereichert, in denen Sweeney Todd sein Messer schwingt - denn hier erwarten den Zuschauer lustig sprudelnde Blut-Fontainen, die das eine oder andere Mal auch dem Gesicht von Mister T. ein wenig Farbe verleihen.

    Wie bereits erwähnt, eben ein sehr spezielles Filmerlebnis.

    Neben diesen hervorragenden optischen „Spielereien“ überraschen die gesanglichen Einlagen von Johnny Depp. Zwar sind diese nicht unbedingt mit einem „künstlerisch wertvoll“ zu bewerten, wirken aber authentisch. Ansonsten liegt die musikalische Unterhaltung eher im „gesunden Mittelfeld“ und spiegelt vor allem die dramatischen Einflüsse des Gesamtgeschehens wieder.

    Das Einzige, was leider negativ ins Auge sticht, ist das schauspielerische Zusammenwirken von Alan Rickman, Timothy Spall und Helena Bonham Carter. Denn leider wird man als Kenner der Harry Potter Filme zu sehr an Prof. Severus Snape, Peter Pettigrew und Bellatrix Lestrange erinnert. Dessen nicht genug, gleicht der gute Mr. Todd doch irgendwie Depp´s Rolle als „Edward mit den Scherenhänden“.

    Fazit: Sehenswerte, aber sehr spezielle Unterhaltung.
  • 10.000 B.C.
    Eine Legende. Eine Schlacht. Der erste Held.
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 23.07.2008
    Fantasy in jeglicher Hinsicht…

    Selbst unter dem Aspekt, dass es sich bei 10.000 BC um ein Fantasy-Abenteuer handeln soll, fällt es dem Zuschauer schwer, sich auf ein derartiges Spektakel einzulassen.

    Geprägt von geschichtlichen Unzulänglichkeiten, ausgestattet mit perfekt gestylten Urzeitmenschen und einer eher unglaubwürdigen Reise eben dieser, hat Roland Emmerich ein wenig zu tief in die Phantasie-Trickkiste gegriffen. Sicherlich muss Phantasie nicht immer wirklich glaubhaft sein, aber auch ein Herr Emmerich sollte darauf bedacht sein, gewisse Grenzen einzuhalten. Leider muss man sagen, dass ihm dieses Mal kein „rundes Ding“ gelungen ist.

    Betrachtet man einmal die Landschaftsaufnahmen und die animierten Urzeitmonster aus dem Reich der Tiere, kann man ruhigen Gewissens behaupten, dass wenigstens diese gelungen sind. Mammutherde, Säbelzahntiger und Co. reißen jedoch für ihre „realen“ Kollegen nichts heraus.

    Trotzdem die menschlichen Protagonisten (Wie realistisch!) zu Fuß das Gebirge, den Dschungel und die Wüste durchqueren, können diese in ihren Rollen einfach nicht überzeugen. Denn was nutzt all die schauspielerische Fähigkeit, wenn der Regisseur nicht in der Lage ist, seine Mimen glaubhaft auszustatten und passend in Szene zu setzen.

    Fazit: Künstlerische Freiheit hin oder her - dieser Film ist schlichtweg unspektakulär.
  • Helden der Nacht
    Ein Mann. Zwei Welten. Eine Entscheidung.
    Krimi, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 16.07.2008
    Spannend und innovativ – ist dieser Film leider nicht!

    Nach einem sehr gut gelungenen Auftakt liefern die „Helden der Nacht“ ungefähr ab der Mitte des Films nur noch „gesundes Mittelmaß“ ab.

    Obwohl es Gray gelungen ist, eine nahezu authentische 80er-Jahre Atmosphäre zu erzeugen und wahrhaftig gute Darsteller um sich zu scharen, versiegt das Potential des Films nach und nach. Denn kaum hat sich der Zuschauer in die 80er Jahre zurückversetzt, schon beginnt der Film deutlich an Spannung abzubauen.

    Es ist wirklich schade, dass die Trailer die Erwartungen der Filmliebhaber immer so hoch „schrauben“ müssen. Zu oft wird man dann von dem Gesamtpaket einfach nur enttäuscht. Mal wieder ein typischer Fall von „die besten Szenen haben wir ja schon im Trailer gesehen“!

    Wer jedoch ohne zu große Erwartungen an den Film herangeht, kann sich jedoch sicherlich gut unterhalten lassen. Aber mehr auch nicht! Vergleicht man „Helden der Nacht“ mit Filmen wie „Tödliche Versprechen“ oder „American Gangster“ muss man sich wohl selbst als Genre-Fan eingestehen, dass „die Helden“ eher aus der zweiten Reihe agieren.

    Denn leider bringen selbst die spärlich gesäten Actionsequenzen nicht den gewünschten Erfolg und wirken eher zweitklassig. Zu viele Unstimmigkeiten und „dümmliche“ Aktionen entwerten selbst die zwei bis drei Highlights des Films.
    Wer nicht allzu hohe Ansprüche stellt und sich vom Trailer nicht blenden lässt, kann ruhig einmal reinschauen.

    Viel Spaß beim Film!
  • Der Klang des Herzens
    Eine berührende Geschichte über die Magie der Musik und die Kraft der Liebe.
    Lovestory, Musik
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 09.07.2008
    Tja, was soll man dazu sagen? Niedlich, schön oder einfach kitschig? Das liegt wohl einmal mehr im Auge des Betrachters.

    Wenn man dieses moderne Märchen mit anderen seiner Art vergleicht, muss man leider sagen, dass diesem Film sozusagen das „Gewisse Etwas“ fehlt. Trotz vieler netter Ansätze bleibt zu viel Potential auf der Strecke, so hätte z.B. die musikalische Wahrnehmung des kleinen Filmhelden deutlich mehr hergegeben. Ein bisschen mehr Rock, ein bisschen mehr Pop, gerade während seiner Zeit als „Straßenmusikant“, und schon hätte man sicherlich eine breitere Zielgruppe angesprochen.

    Ein weiteres Manko dieses Films ist, dass die Kurzbeschreibung des Inhalts schon zu viele Details preis gibt und der Storyverlauf sowie das Ende bereits erahnt werden können.

    Die einzigen Szenen, die wirklich mal interessanter und überraschender wirken, sind jene, in denen der zwielichtige Vagabund Wizard, alias Robin Williams, in Aktion tritt.
    Neben diesem Pluspunkt bleiben nur noch die schauspielerischen Leistungen der Kinder zu nennen, die ihre Rollen wirklich glaubhaft und ergreifend umgesetzt haben.

    Fazit: Leider wenig Überzeugendes, seichte Unterhaltung, also eher monoton. Für Freunde der (klassischen) Musik vielleicht recht unterhaltsam und für Kinder bestimmt zu langweilig!

    Viel Spaß beim Film!
  • Der Krieg des Charlie Wilson
    Basierend auf einer unglaublichen, aber wahren Geschichte.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 02.07.2008
    Es lebe die Freiheit! J

    Charlie Wilson - um es vorsichtig auszudrücken – ist ein selbstgerechter Drecksack. Abgeordneter aus einem texanischen Landstrich dessen großer (politischer) Vorteil es ist, dass seine Bewohner eigentlich nichts wollen. Dadurch kann Charlie ziemlich befreit aufspielen und hat im Verteidigungsausschuss einiges an Einfluss aufgebaut. Genial verkörpert von Tom Hanks kokst und säuft Charlie sich durch die Weltgeschichte. Herrlich die Szene in der er – zu Besuch beim pakistanischen Präsidenten – um Whiskey bittet und dann auf seinen Fauxpas hingewiesen meint fragen zu müssen „das passiert bestimmt vielen Leuten“.

    Inhaltlich ist der Film so angelegt, dass auch dem Letzten klar wird, dass die Taliban stellvertretend für die USA Krieg gegen die Sowjets geführt haben. Initialzündung für die „richtige“ Versorgung mit Material ist der Besuch des Ausschussvorsitzenden an dessen Ende dieser in einem Flüchtlingslager die Arme in die Höhe reckt und Allah preist – großartig.

    Der große Verdienst des Films ist trotz des ernsten Themas gut zu unterhalten – auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt – spätestens, wenn einem nach der beigefügten Doku klar wird, dass es sich wirklich um eine wahre Geschichte handelt. Jenseits aller politischen Bedeutung macht der Film einfach Spaß, eben weil Charlie keiner dieser moralinsauren Typen ist, sondern säuft, kokst und vögelt dass eine wahre Freude ist. Philip Seymour Hoffman spielt seinen Partner, einen derartig unangenehmen CIA-Agenten, dass einem echt ganz anders wird, mit großer Glaubwürdigkeit – Hoffman ist unbestritten einer der besten Schauspieler unserer Zeit. Komplettiert wird das Trio-Infernale von Julia Roberts als rechtsextreme Texas-Witwe mit Hang zur Weltpolitik. Pointierte Dialoge mit unglaublich viel Witz und stets mehreren Bedeutungsebenen machen den Film zu einem echten Genuss Für mich definitiv ein Highlight der letzten Monate – auch wenn ich mich schwer tue, den Film in ein Genre einzuordnen.

    Fazit: Systemkritik und gute Unterhaltung in einem Film – was will man mehr.

    Viel Spaß beim Film!
  • Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken
    Nach den internationalen Bestsellern von Allan und Barbara Pease.
    Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 11.06.2008
    Man muss sich im Klaren darüber sein, dass dieser Film, wie so viele seiner Art, die Geister scheidet. Der Humor ist sehr gewöhnungsbedürftig und die Gesamtumsetzung sehr überspitzt. Wer sich dennoch berufen fühlt diesen, Film anzuschauen, kann sich vielleicht an der deutschen Starbesetzung und den klischeegeschwängerten Szenarien erfreuen.

    Leider muss man sagen, dass diesem Film die Fähigkeit zu überraschen in jeglicher Hinsicht fehlt. Die meisten Gags sind schon hundertfach in dieser Form in deutschen Comedy-Shows aufgebrüht worden und reizen nur noch bedingt die Lachmuskeln. Da helfen auch die Rückblenden ins „Neandertal“ kaum, die eher peinlich als lustig sind.

    Sicherlich wird so mancher Zuschauer das eine oder andere Verhaltensmuster bei sich selbst oder Bekannten wiedererkennen können und durch die gefundenen Parallelen ein Stück weit amüsiert sein. Ob das jedoch für den Ausbruch von Begeisterungsstürmen genügen wird, bleibt in Frage gestellt.

    Die schauspielerische Leistung sollte man trotz aller Kritik nicht vergessen und wenigstens noch anmerken, dass vor allem Benno Fürmann in seiner Rolle glänzen kann. Spaßig ist auch die Besetzung des Weltenbummlers Jonathan durch Uwe Ochsenknecht.

    Zu guter Letzt bleibt leider nur zu sagen, dass dieser Film trotz vieler neuer Ansätze und einem großen Staraufgebot nicht überzeugen kann. Zu wenig Komödie, zu viel aufgewärmte Gags und streckenweise einfach langweilig!

    Viel Spaß beim Film!
  • I Am Legend
    Der letzte Mensch auf der Erde ist nicht allein.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 04.06.2008
    Ein Endzeit-Thriller, dessen Thematik schon mehrfach verfilmt wurde, bietet leider nicht allzu viele Überraschungsmomente.

    Dieser Tatsache fällt „I am Legend“ eindeutig zum Opfer. Hier und da kommen noch ein paar kleine Schwächen hinzu und schon häufen sich die Kritikpunkte.

    Das zunächst atmosphärisch beeindruckende Eröffnungsszenario, in welchem Will Smith, alias Robert Neville, in einem roten Sportwagen durch die verwilderten und verlassenen Straßen New Yorks rast, verliert prompt die Glaubwürdigkeit. Akzeptiert man gedanklich, dass Neville mitten in New York Jagd auf Antilopen macht, wird man kurz darauf jäh vor den Kopf gestoßen, als plötzlich Papi-, Mami- und Kind-Löwe auftauchen und ihm seine Beute vor der Nase wegschnappen. Fiktion hin oder her, das war echt schlecht! Zumal ein Mann innerhalb von drei Jahren bestimmt nicht die ganzen Lebensmittelreserven New Yorks aufgebraucht hat, da es ja offensichtlich noch Strom gibt.

    Hat man diese Szene überwunden, kann man nach und nach jedoch einen „Draht“ zu dem Gesamtgeschehen aufbauen. Man bekommt zu spüren, in welch dramatischer Situation sich Neville befindet. Sein Tagesablauf, die Gespräche mit seinem Hund und dem „Verkäufer“ im Laden, sowie seine immer wieder scheiterten Laborversuche, verdeutlichen die Qualen, die Neville durchzustehen hat.

    Kaum wird die Gesamtsituation für den Zuschauer etwas nachvollziehbarer, schon tauchen die mittelmäßig animierten und herumhüpfenden Vampirmonster auf. Zwar wird der Film hierdurch um das eine oder andere Überraschungsmoment reicher, kann aber das volle Potential nicht erschöpfen. Hinzu kommt, dass in Bezug auf die Vampire einfach viel zu viele Fragen offen bleiben. Warum, bzw. wodurch entwickeln die Vampire plötzlich Intelligenz? Weil ein bestimmtes „Weibchen“ gefangen wurde oder wegen all der anderen, die Neville zuvor zu Forschungszwecken gefangen nahm? Insgesamt hätten die Forschungsarbeiten und das Vorgehen Nevilles einfach „reichhaltiger“ sein müssen.

    Der Zuschauer wird zu wenig aufgeklärt, viele zweifelhafte Fragen bleiben offen. Somit kann „I am Legend“ trotz eines einmalig agierenden Will Smith und der faszinierenden „Kulissen“ nicht auf ganzer Linie überzeugen.

    Viel Spaß beim Film!
  • Verwünscht
    Es war einmal... war einmal. Denn in diesem Märchen ist nichts, wie es einmal war...
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 28.05.2008
    Ein frischer Wind fegt durch die „Disney-Hallen“. Mit „Verwünscht“ ist es den Filmemachern gelungen, eine neue Art Disneyfilm auf die Beine zu stellen, der jedoch mit alt bewährtem Charme zu begeistern weiß.

    In den ersten Filmminuten wird die rundum heile und traumhafte Märchenwelt ordentlich auf die Schippe genommen. So weit so gut.

    Wer diesen hyper-märchenhaften Einstand überstanden hat, den erwartet ein lustiges Spektakel vor den Kulissen des „realen“ New Yorks. Zeichentrick „meets“ Realität – ein Projekt, das gut durchdacht und umgesetzt sein will! Aber dieser Streich ist den Filmemachern erstklassig gelungen. Die Zusammenführung der zwei von Grund auf verschiedenen Welten hätte nicht besser umgesetzt werden können.

    Kurz gesagt: In der Märchenwelt zauberhaft inszeniert und in der realen Welt perfekt animiert.

    Zu den Highlights des Films gehört eindeutig das stumme Streifenhörnchen, dessen pantomimische Auftritte einfach spitze sind. Aber nicht nur die animierten Helden wissen zu überzeugen, sondern auch die schauspielerische Besetzung der „realen“ Figuren ist „herzallerliebst“. Amy Adams in der Rolle der Prinzessin und James Marsden in der Rolle des leicht dümmlichen Prinzen sind einfach genial besetzt.

    Im Großen und Ganzen fehlen dem Film vielleicht noch ein wenig mehr Wortwitz und ein Hauch satirisches Geplänkel, doch auch ohne diese Beigaben kann der Film im Gesamtbild als Familien-Musical-Komödie überzeugen.

    Ein sehenswertes Märchen für die ganze Familie!

    Viel Spaß beim Film!
  • Elizabeth - Das goldene Königreich
    Frau. Kriegerin. Königin.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 21.05.2008
    Endlich mal wieder eine gelungene Fortsetzung!

    Nun gut, man muss wohl eingestehen, dass Historienfilme nicht jedermanns Sache sind, aber in diesem Fall kann man durchaus einmal über seinen Schatten springen. Allein die überragende schauspielerische Leistung von Cate Blanchett macht diesen Film sehenswert. Sie verkörpert die „Figur“ der Elizabeth überzeugend und versteht sich darauf, das emotionale Auf und Ab der Monarchin glaubhaft widerzuspiegeln.


    Elizabeth: Zum einen unterkühlt, stark und stets auf ihre Pflicht gegenüber dem Volk bedacht und zum anderen die „schwache“ Frau, die um ihrer selbst Willen geliebt werden möchte und einen kleinen Schalk im Nacken hat.

    Die großartigen Kulissen und die interessanten ausgefallenen Kostüme bilden den perfekten Rahmen für diese schauspielerische Höchstleistung. Durch dieses Zusammenspiel wird es dem Zuschauer ermöglicht, sich auf diese eigentlich spröde und bereits bekannte „Story“ einzulassen. Obwohl fast jeder das Ende bereits kennt, kann der Film trotzdem fesseln.

    Leider gibt es dennoch den ein oder anderen bitteren Beigeschmack, denn zum Ende hin verliert der Film etwas an Klasse.

    Voller Spannung erwartet man die finale Seeschlacht zwischen den Spaniern und den Engländern und wird unsanft vor den Buk gestoßen. Die Schlachtszenen sind nur mittelmäßig inszeniert und die eigentliche Dramatik einer solchen Schlacht wird nur oberflächlich angerissen.

    Auch die total übertriebene Kampfrüstung der Elizabeth, in welcher sie die Ansprache an ihr Heer richtet, ist echt kindisch, zumal Elizabeth kurze Zeit später im „Nachthemdchen“ auf den Klippen steht.

    Fazit: Ein Historienfilm, den man sich ruhig einmal ansehen kann, ohne von der Historie erdrückt zu werden.

    Viel Spaß beim Film!
  • Der goldene Kompass
    Es gibt Welten jenseits unserer eigenen, der Kompass wird den Weg weisen.
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 14.05.2008
    Da fehlt doch etwas! Die Spannung, das Fantastische oder etwa eine eigene Idee?!

    Ja, so kann man es wohl ausdrücken. Von der ersten Minute an schleicht sich das Gefühl ein, dass es sich bei diesem Film lediglich um einen lustig-bunten Mix aus verschiedensten Fantasy-Filmen handelt - ein Quäntchen „Harry Potter“, eine Prise „Chroniken von Narnia“ und ein Bisschen „Herr der Ringe“. Grundsätzlich keine schlechte Idee, aber einfach miserabel umgesetzt.

    Kennt man das Buch nicht, bekommt man nur einen „Brocken“ Handlung vorgeworfen, der sich einfach nicht zu einem Ganzen zusammenfügen will. Unlogische Handlungen und plump ins Geschehen eingefügte Hauptcharaktere erzeugen ein holpriges Gesamtbild.

    Lässt man sich in der Hoffnung „…ach, dass wird bestimmt noch besser“, dazu hinreißen den Film weiterzuschauen, wird man auf die erhoffte Wendung verzichten müssen. Kurz gesagt, dieser Film bleibt von der ersten bis zur letzen Minute langweilig. Da hilft auch kein sprechender Eisbär oder ein „Zauberkompass“!

    Dieser Film hat keinen eigenen Charme.

    Ein offenes Ende kündigt den zweiten Teil der Triologie an, baut jedoch keinerlei Verlangen auf, diesen auch anzuschauen. Es fehlt ein Spannungsbogen, der Handlungshöhepunkt bleibt aus und die paar animierten Fantasy-Gestalten fangen dieses Manko nicht auf. Genau die Dinge, die den Zuschauer an den Bildschirm fesseln sollten, fehlen schlichtweg.

    Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Filmemacher für die folgenden zwei Teile etwas mehr ins Zeug gelegt haben!

    Euer Nettie