Ein ganz normaler Tag. Das Abenteuer eines normalen Bürgers im Krieg mit der Alltagswelt.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.10.2025
Gehört zu meinen All Time Favourites und ist eine glänzende Abrechnung, nicht nur mit dem American way of life, sondern man erkennt eine Menge darin wieder. "Falling Down" ist ein sehr vielschichtiges Werk, das sowohl satirisch angehaucht ist, als auch die reinste Gesellschaftskritik darstellt. Zwar wird sehr episodenhaft und nicht immer glaubwürdig vorgegangen, aber das Ergebnis ist ein echter Kultfilm mit einem brilliantem Michael Douglas in einer Rolle, für die man gar nicht so genau weiß, ob man nun Sympathie empfinden soll. Bei allem Verständnis, dass man für Bills/D-Fenses eskalierenden Amoklauf hat, lässt er in einem tiefgründigem Gespräch durchblicken, was er vorhat. Das wird vielleicht sogar erst beim 2. Ansehen klar. Bei all der Tragik der Geschichte hat man extrem viel Wortwitz eingebaut und verpasst dem "System" eine ordentliche Abreibung, bei der jeder eigentlich nur zustimmend nicken kann. Fazit: Eine sehr populäre Gesellschaftkritik mit überragenden Darstellern, leicht konstruiertem Drehbuch aber jeder Menge Spaß, Kurzweil und Tiefgründigkeit. Klasse!
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 10.10.2025
Im Ganzen gesehen ist der Film einfach nur deprimierend. Er zeigt alle negativen Aspekte und Auswirkungen der Globalisierung - im konkreten Fall anhand der Palmöl-Produktion. Als erstes trifft es die indigene Bevölkerung, der ihr Land wegenommen wird. Als nächstes werden dann die regionale Natur und Umwelt geschädigt und zuletzt - in diesem Stadium sind wir allerdings noch mitten drin - werden die globalen weltweiten Ressourcen verbraucht, die unseren Kindern und Enkelkindern einmal bitter fehlen werden. Und alles nur wegen der Gier einzelner Beteiligter.
Die Problematik wird filmisch gut aufgearbeitet. Es geht um kriminelle Machenschaften bis hin zum Mord wie auch um korrupte Polizei und Justiz in Dritte-Welt-Ländern. Und in der ganz großen Weltpolitik scheint es auch nur um politisches Geschachere zu gehen. Auf allen Ebenen herrscht ein gewaltiger moralischer Werteverfall. Nur einige wenige versuchen, dagegen aufzubegehren.
Bewertung und Kritik von Filmfan "Wernerbros" am 10.10.2025
Der Film ist und bleibt verdammt eklig. Ich hatte ihn wirklich EWIG nicht mehr gesehen, das letzte Mal noch auf VHS und ihn jetzt auf Blu-Ray zu sehen macht das ganze wirklich noch "schrecklicher".
Der Film lebt einerseits von einem wirklich tollen Jeff Goldblum, welcher hier eigentlich den ganzen Film trägt zusammen mit seiner damaligen (auch in Echt) Partnerin Gena Davis.
Was zunächst wie ein reiner Drogen-Trip beginnt wird zu einem langsamen monströsen Alptraum und "empfindlich" sollte man wirklich nicht sein, also das kann einem schon auf den Magen schlagen.
Im Spiel um das Glück zählt nicht wer gewinnt oder verliert, sondern wer kassiert.
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Torsten1968" am 09.10.2025
Schöner schwarzer britischer Humor in teilweise himmlisch schöner Umgebung. Kann ein hinterlistiger, dreister Schwindel eine Gemeinde glücklich machen und wird sie Stillschweigen bewahren?
Bewertung und Kritik von Filmfan "Schusters" am 08.10.2025
Der für mich erste der ca 5 Kluftinger Krimiverfilmungen hat mir sehr gut gefallen!
Allerdings ist der Film wirklich nicht für jeden geeignet – der Dialekt ist teilweise schwierig zu verstehen …
… aber das gehört eben mit zum Allgäuer Flair und zu diesem erfrischend merkwürdigen Krimi.
Dazu gibt es wunderschöne herbstliche Landschaftsaufnahmen, trockenen schwarzen Humor – und eben den Kommissar Kluftinger mit Kollegen und Leuten aus dem Allgäu – alles fast wie echt!
4 Sterne krächzen die Krähen von den entlaubten Herbstbäumen!
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.10.2025
Das ist einer der Filme, deren Audiokommentar man sich mal anhören müsste, um zu erfahren, was sich der Regisseur, in diesem Falle John Carpenter, dabei gedacht hat. Inzwischen ist bekannt, dass er sich vom HongKong Kino der 70er/80er hat beeinflussen lassen. "Big Trouble..." punktet zunächst mal mit Kurt Russell, der hier zeigt, dass er auch mal den einfältigen Deppen spielen kann. Ansonsten haben wir hier das wahrscheinlich ungewöhnlichste Werk Carpenters vor uns, weil es eine Komödie ist, weil es ganz schön trashig zugeht und weil es in der Tat ziemlich abgehoben ist. Ich gebe zu, ich fand den Film damals blöd und ich kann eigentlich immer noch nicht glauben, dass er der Regisseur dieses Streifens ist. Teils ist das Script wirklich ein Schnellschuss mit konstruierten Zufällen, teils gibt es gar Plotholes und zum größten Teil spielt das ganze in Studiokulissen und wirkt billig. Mit den absolut atmosphärischen Horror- und SF-Filmen Carpenters ist das nicht zu vergleichen. Doch was ist es nun? Hier trifft Albernheit auf Hommage, Ideenreichtum auf Comedy, Action auf Fantasy, Chinesische Mythologie auf amerikanischen Stil. Kurzum: Das Ding ist auf seine Weise Kult. Fazit: Umstritten, gehasst und geliebt. Ein abgefahrenes Filmerlebnis, das man in wenigen Sätzen gar nicht beschreiben kann. Eins, dass man nicht ernst nehmen soll und das gerade nach Jahren noch Spaß macht.
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.10.2025
Die Filmbeschreibung weckt in der Tat völlig falsche Erwartungen. Ein "irres Erzähltempo" ist nicht auszumachen. Wir haben hier einen Film, der sich scharf an der Grenze zum Autorenkino und Special Interest bewegt, da er eine ruhige und wenig spektakuläre Geschichte erzählt. Diese kommt gemächlich in Fahrt, wird aber immer witziger und teilt nach vielen Seiten hin aus. Die "Film im Film" Story hat man raffiniert verpackt, da alle Spielszenen schwarzweiß gehalten und somit sofort erkennbar sind. Bei mir stellten sich echte "Ed Wood Vibes" ein. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Tim Burton Film ist nicht von der Hand zu weisen. Song kang-ho ist mal wieder derjenige, der den Film trägt und eine erstklassige Leistung an den Tag bringt. Ich konnte mich zurücklehnen und folgte der Ironie der Geschichte gern. Den eher subtilen Witz bezieht sie aus dem Vergleich zwischen Film und filmischer Realität. Einerseits dem Overacting bei den Spielszenen, andererseits dem ernsthaften Schauspiel, wenn es genau so dramatisch in der "Wirklichkeit" am Filmset zugeht. "Spiderweb" schafft es, mit solch banaler Story seinen Zuschauer zu fesseln und zu amüsieren. Dann hat er alles richtig gemacht, oder? Fazit: Leise, subtile Komödie und kleine Abrechnung mit der Filmbranche, vorgetragen von einer tollen Darstellerriege. Wieder ein schöner, wenn auch nicht für jeden geeigneter, Film aus Korea.
Bewertung und Kritik von Filmfan "blackfreddy1" am 05.10.2025
In dieser letzten Staffel steht der Wahlkampf von Tom Kirkman im Mittelpunkt der Handlung. Sein Hauptgegner Moss kämpft mit harten Bandagen und vieles geht nicht mit rechten Dingen zu. Und genau wie es zur Zeit in den USA aussieht, wird die Wahrheit verfälscht und durch Lügen ersetzt. Tom hält von dieser Taktik nicht viel, muss aber zum Schluss einsehen, mit Ehrlichkeit gewinnt man keine Wahl. Auch seine Mitstreiter geraten in diesen gefährliche Strudel aus Desinformation und Presseschmierereien. Trotz guter Unterhaltung die schwächste Staffel. Knapp 4 Sterne mit Daumen fast nach oben!
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 05.10.2025
"Ich wollte dich beschützen, und weiß das dass nicht möglich ist"
Paul Thomas Anderson, abseits des Mainstreams.
Da wird es kompliziert. -Sweetttooth- hat schon einmal einen Punkt bei der teils nervigen Musik, sonst kann ich seiner strengen Kritik nicht Folgen. Betrachtet man die durchaus genialen aber auch befremdlich wirkenden Regie-Arbeiten von Anderson wird aber schnell klar das es hier kein gewöhnliches Kino zu sehen gibt. Da gibt es Verstörend-komplexe aber Wegweisende Filme wie "There Will Be Blood" und "The Master” zu bestaunen aber auch durchaus sehr gefühlvolle und menschliche Werke wie "Magnolia" oder "Boogie Nights" zu bewundern. Also dürfte schon mal klar sein das "One Battle After Another" den Pfad der "Normalität" verabscheut und meidet, aus Prinzip.
Über die Schauspieler verliere ich nur ein Wort: Genial. Die Story ist wenig komplex aber die Art und Weise wie sie Vorgetragen wird sehr gehaltvoll und geradezu "Menschenentlarvend" in Bezug auf das Heutige Amerika und den Rest der Welt. Wenig Talentierte Stereotyp-Menschen mit harten Überzeugungen und relativ wenig Grips die Tumb ihre "Werte" leben ohne sich um andere großartig zu scheren. Sehr satirisch aber auch mit ernsthaften Momenten und Fanatismus angereichert verfolgen sie letzten Endes nur ein Ziel: Die eigene Fahne hoch haltend über den Rest der Gesellschaft trampelnd ("Trump-end") in die eigens errichtete Hölle zu marschieren bis es kein zurück mehr gibt. Sehe ich das zu komplex? Möglich, aber jeder kann sich ja seine eigen Meinung über das gesehene bilden und selbst interpretieren.
Fazit: Für wahre Cineasten ein "Must See", unter uns hier mit Sicherheit Umstritten. Für mich aber trotzdem ein 5 Sterne Kracher der stilistische und komische Szenen mit humorvoller Darstellung von ernsthaften Themen grandios vereint. Toll.
Bewertung und Kritik von Filmfan "Wernerbros" am 03.10.2025
Wie hier schon geschrieben wurde, ein ganz typischer Lasse Hallström Feeldgood Streifen.
Ähnlich wie bei der grandiosen Serie "The Bear" ist hier auch das Thema Kochen im Restaurant ganz weit oben.
Eine indische Einwanderer Familie versucht in Frankreich Fuß zu fassen und eröffnet ein indisches Restaurant, direkt gegenüber von einem Sterne Restaurant mit Französischen Küche.
Ein Konkurrenz bzw Kultureller Battle entbrennt natürlich.
Dazu noch eine Außenseiter bzw. Liebes Komödie.
Also typische Lasse Hallström Zutaten.
Mit 2 Stunden ein gutes Stück zu lange, lohnt sich aber trotzdem.
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" am 03.10.2025
Insgesamt feinfühlig, dramaturgisch ausgereift und nicht auf große Effekthascherei oder verstörende Elemente ausgelegt findet "Memory" den Weg zu dem aufmerksam und den ruhigen Filmen zugetanen Zuschauer, der allerdings damit leben muss, bis zuletzt nie erfahren zu dürfen, ob es die gemeinsame Vergangenheit der Protagonisten gab und ob es gleichermaßen eine Zukunft geben kann.
"Memory" schmerzt auf vielerlei Weise, weiß jedoch gleichermaßen zu unterhalten und schwermütigen Momenten eine Lockerheit mit auf den Weg zu geben - gerade dadurch, dass der demente Saul seine Gedächtnislücken mit Humor zu nehmen weiß, entsteht eine völlig andere Betrachtungsweise auf sein familiäres Umfeld, welches ihn zwar beschützen möchte, hier und dort jedoch gleichermaßen sein eigenes Leben förmlich abspricht.
Auch Sylvia führt innerhalb ihrer eigenen Familie etliche Kämpfe, offenbart eine vermeintich kleine Schlüsselszene Großes, ohne jedoch ins Detail zu gehen.
Ein wenig unglückselig empfand ich persönlich das doch recht offene Ende, würde "Memorys" dennoch nahezu uneingeschränkt jenen empfehlen, die sich in stillen Dramen wiederfinden können.
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.10.2025
Wieder mal in Nostalgie schwelgen: "Demolition Man" ist mehr "Achtziger" als so mancher Actionkracher, der wirklich aus jenem Jahrzehnt stammt. Er ist im Grunde eine satirische Actionkomödie und funktioniert auch nur genau deswegen. Er ist nicht ernst gemeint, sondern nimmt sein eigenes Genre, seine Zeit und die damalige Konkurrenz Stallones durch Arnold Schwarzenegger aufs Korn. Inzwischen klassischer Kult sind die 3 Muscheln, die Werbesongs und das ganze, völlig überzogene, friedfertige Ambiente. Das kann als ernst gemeinter Film gar nicht funktionieren, da es reichlich unlogisch wäre, wie schnell die Menschheit sich verwandelt hätte. "Demolition Man" strotzt vor witzigen Ideen und Anspielungen durch Easteregggs. Dabei ist er aber immer noch ein guter SF-Actionfilm. Wesley Snipes nervt ein wenig in seiner hibbeligen Rolle, ansonsten kann man dem Film nichts vorwerfen. Er machte damals schon Spaß und ist nun, durch Nostalgieeffekt, noch lustiger und unterhaltsamer. Fazit: Ein Klassiker. Eine Action Comedy mit viel Witz, Tempo und natürlich vielen Ballereien. Ein echtes Guilty Pleasure...von dessen Zukunftsvisionen einiges sogar wahr geworden ist.