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Kritiken von "howardh" aus

571 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Ein verborgenes Leben
    Kriegsfilm, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 27.07.2020
    Leider habe ich erst zu spät gemerkt, dass bei diesem Film Terence Malick Regie geführt hat. Terence Malick empfand ich schon immer als harte Kost. Konkret in diesem Fall: Fast drei Stunden Laufzeit, das letzte Drittel (Jägerstätter im Gefängnis) zieht sich aufgrund ausufernder innerer Monologe extrem lang hin. Man muss sowas mögen.

    Die reale historische Figur des Jägerstätter ist im Übrigen nicht unumstritten. Einige bezeichnen ihn auch als absoluten Sturkopf, der ohne Rücksicht auf seine Familie "sein Ding" durchgezogen hat, obwohl man ihm viele Brücken gebaut hatte.

    Meiner Meinung nach sollte man sich allerdings hüten und ich empfinde es geradezu als anmaßend, im Nachhinein - 70 Jahre später - irgendwelche Wert-Urteile abzugeben.
  • Le Mans 66 - Gegen jede Chance
    Basierend auf der wahren Geschichte von Ford versus Ferrari.
    Action, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 10.07.2020
    Die von einigen Usern angestellten Vergleiche mit mit "Rush" sind völlig daneben. "Le Mans 66" ist nur eine Art "Rush" für Arme. Wo es bei "Rush" um Kerle geht, geht es bei "Le Mans 66" um Kindereien. Niki Lauda und James Hunt waren halt nicht nur im Film, sondern auch im realen Leben wirkliche Typen. Da können Matt Damon und Christian Bale in ihren No-Name-Rollen (die Rollen-Namen sind mir gleich nach dem Abspann wieder entfallen) in keiner Weise anstinken.
  • Die schönste Zeit unseres Lebens
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 01.07.2020
    Für ein Drama ist es zu unrealistisch, für eine Komödie fehlt der Witz, irgendwie fällt dieser Film durch alle Raster. Daniel Auteuil in der Hauptrolle bleibt völlig blass. Allein die beiden Leading Ladies Fanny Ardant sowie Neu-Entdeckung Doria Tillier retten den Film vor der puren Langeweile und dem Ausschalt-Knopf.
  • Motherless Brooklyn
    Krimi, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 07.06.2020
    Zwiespältige Bewertung: Einerseits honoriert und bewundert man den immensen Aufwand, mit dem Edward Norton (in Personal-Union Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller) das düster-fiebrige New York der 50er-Jahre wieder auferstehen lässt. Andererseits fragt man sich des Öfteren: Wozu das Ganze? Die Handlung als solche hätte genauso gut zur Jetztzeit spielen können (so wie auch die Roman-Vorlage). Wirklich herausragender Lichtblick ob ihrer Anmut und Schönheit: Gugu Mbatha-Raw - sie allein lohnt schon das Anschauen.
  • Stan & Ollie
    Die wahre Geschichte des größten Comedy-Duos aller Zeiten.
    Komödie, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 07.06.2020
    Ein Meisterwerk! Steve Coogan und John C. Reilly verkörpern Stan Laurel und Oiver Hardy perfekt, sowohl hinsichtlich der Optik wie auch mit ihrer Gestik. Gleichzeitig ein Meisterwerk der Verdichtung: Obwohl sich - mit Ausnahme einer kurzen Anfangs-Sequenz - die gesamte Handlung innerhalb weniger Wochen abspielt, ist man hinterher voll im Bild über das komplizierte gegenseitige Verhältnis der beiden, über ihre Stärken und Schwächen, ihr geniales Gespür für Timing - und auch über die Stuten-Bissigkeit ihrer Ehefrauen.
  • Trautmann
    Er kam als Feind... und wurde ihr Held. Eine große Liebe. Ein unglaubliches Leben.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 31.05.2020
    Wurde auch bereits von einem anderen User angesprochen: Bei derartigen Filmen (Zusammentreffen von Menschen unterschiedlicher Sprache) hat das deutsche Synchronisations-Kino immer ein - eigentlich unlösbares - Problem. Entweder wird die unterschiedliche Sprache völlig ignoriert (stets die schlechteste Lösung) oder man versucht sich mit irgendwelchen unbefriedigenden Behelfslösungen.

    Konkret wurde bei "Trautmann" die deutsche Version synchronisationsmäßig völlig "eingedeutscht" (die Leute reden miteinander, als ob Deutsch ihre Muttersprache wäre, was natürlich völliger Unsinn ist). Als ich nach etwa zehn Minuten auf die englische Version umstieg, fiel mir auch sofort das blendend perfekte Englisch von David Kross auf, das mit dem vom "echten" Bernd Trautmann gesprochenen Idiom (vermutlich ein - im Laufe der Jahre sich ständig verbesserndes - Kauderwelsch bzw. Englisch mit stark deutschem Akzent) wenig zu tun haben dürfte.

    Nachdem Sprache das Haupt-Kommunikationsmittel zwischen Menschen - machnmal allerdings auch die Haupt-Quelle von Missverständnissen - darstellt, sollte man über derartige Unstimmigkeiten nicht einfach hinweggehen, sondern versuchen, sie angemessen zu lösen (was bei "Trautmann" definitiv nicht gemacht wurde).

    Daher nur drei Sterne für ein unter allen übrigen Aspekten perfekt inszeniertes gehobenes Unterhaltungs-Kino.
  • Was uns nicht umbringt
    Drama, Deutscher Film, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 28.03.2020
    Eine Handlung aus vielen kunstvoll miteinander verwobenen Strängen: eher schwermütig, aber durchaus unterhaltsam und mit einigen völlig skurrilen Szenen. Im Endeffekt wird keiner der Erzähl-Fäden so richtig ausgesponnen, die meisten enden mit einem offenen, aber gedämpft positiven Ende.
  • Joker
    Setz ein Grinsen auf.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 28.03.2020
    Ich finde es ziemlich abwegig, aus einer durch und durch als Comic-Figur entwickelten Gestalt wie dem "Joker" einen ernsthaften Realfilm machen zu wollen. Mehr als Mittelmaß kann dabei nicht herauskommen. Man hätte genauso einen Film über einen No-Name-Nerd machen können, wie sich dieser aufgrund seiner negativ verlaufenden Sozialisation zum Schluss in ein Psycho-Monster verwandelt. Das hätte aber vermutlich niemanden so ganz groß interessiert. Jetzt wird groß "Joker" als Überschrift drübergeklebt, und schon rollt der Rubel.

    Irgendwie erinnert mich das an die letzten Filme der James-Bond-Reihe. Da wird auch auf einmal aus einer völlig phantastischen Figur (eigentlich kann man keinen der James-Bond-Filme ernst nehmen, aber immerhin gibt es schöne Frauen und Action zuhauf) eine realistische Biographie u.a. mit kindlich- jugendlichen Traumata entwickelt - Gääähn!
  • Eine ganz heiße Nummer 2.0
    Kein Netz, keine Liebe.
    Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 24.03.2020
    Fader Aufguss eines fast zehn Jahre alten Überraschungs-Erfolgs. Die Gags muss man mit der Lupe suchen. Was Jorge Gonzalez in diesem Film sucht, bleibt völlig schleierhaft, Günter Maria Halmer gibt eine Karikatur seiner selbst - wirklich witzig ist in diesem Film eigentlich überhaupt nichts. Normalerweise nur ein Stern, einen zusätzlichen Stern gibt es für die drei Hauptdarstellerinnen, die können mit Sicherheit am wenigsten für dieses filmische Machwerk.
  • Widows
    Tödliche Witwen - Wem nichts bleibt, ist fähig zu allem.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 24.03.2020
    Der Film reicht weit über das übliche Genre- und Schubladen-Denken hinaus. Normalerweise scheitern Filme, wenn sie versuchen, zu viele Facetten auf einmal abzubilden. Hier ist geradezu das Gegenteil der Fall: äußerst kurzweilig miteinander verknüpft sind Frauen-Emanzipation, Politiker-Korruption, ein Rachefeldzug, ein extrem spannendes Heist-Movie und noch viele andere Sachen. Das Genörgle vieler Kritiker scheint mir daraus zu resultieren, dass sie einfach ein Problem mit starken Frauen haben: Pech für die Kritiker, denn starke Frauen gibt es in diesem Film reichlich. Das Ganze wird von einem Super-Bonus-Teil (ca. eine Stunde) gekrönt.
  • Cleo
    Lovestory, Deutscher Film, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 29.02.2020
    Leider einer der gar nicht so seltenen Fälle, bei denen ich durch einen phantasie-reichen kreativen Trailer neugierig gemacht wurde und bei denen der tatsächliche Film leider dann so gar nicht den Erwartungen entsprochen hat. Die Story hat dermaßen viele Durchhänger (gähn!), dass dies durch einige visuelle oder akustische Gags in keiner Weise ausgeglichen werden könnte.
  • Mortal Engines - Krieg der Städte
    Manche Narben heilen nie.
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 29.02.2020
    Grandioses spektakuläres Überwältigungs-Kino! Tatsächlich kommen einige Elemente der Handlung wie eine Mischung aus "Star Wars" und "Herr der Ringe" rüber, aber was soll daran schlimm sein? Besser es wird was Gutes geklaut, als dass was Schlechtes selbst erfunden wird.