Kritiken von "howardh" aus Schwabhausen

Romería

Das Tagebuch meiner Mutter
Drama

Romería

Das Tagebuch meiner Mutter
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 23.10.2026
Einer der Filme, bei denen die Filmemacher glauben, es wäre spannungs-steigernd, wenn die Auflösung erst in den letzten Dialog-Sätzen kommt. Das kann in Ausnahmefällen funktionieren, im konkreten Fall läuft es aber gehörig schief.

Wenn es gut gemacht wird, dann wird der Zuschauer im Laufe des Films immer wieder mit kleinen Info-Häppchen "angefüttert", die zu einer deutlichen sich steigernden Erwartungshaltung führen. Bei diesem Film wird aber schon relativ bald klar, wohin der Hase läuft (Spoilerwarnung: entweder geht es um Aids oder um Drogenmissbrauch).

Man fragt sich eigentlich nur, warum der eine Zweig der Familie so ein Riesengeheimnis um das Ganze macht: Für das Spanien der 1980er-Jahre (aus dieser Zeit stammen die Tagebuch-Eintragungen) mag das noch nachvollziehbar sein, aber der Film spielt 20 Jahre später und es wird immer noch gelogen, dass sich die Balken biegen.

ungeprüfte Kritik

So klingt das Leben

Drama, Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 21.10.2026
Grandioser Feelgood-Film, der nie die Bodenhaftung verliert und nie in ein übertrieben märchenhaftes Klischee abdriftet. Dementsprechend endet der Film auch nicht mit einem völlig überzogenen Happy-End, sondern gedämpft positiv.

Und ein Film, der eine Dudelsack-Version vom Coldplay-Hit "Vida la vida" präsentiert, der muss einfach gut sein ...

ungeprüfte Kritik

Eagles of the Republic

Das explosive Finale der Kairo-Trilogie
Thriller, Krimi

Eagles of the Republic

Das explosive Finale der Kairo-Trilogie
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 17.10.2026
In Laufe dieses Films werden dramaturgisch sehr geschickt zwei parallele Handlungsstränge zusammengeführt, die zunächst nichts miteinander zu tun haben. Zum einen geht es um die privaten Befindlichkeiten eines alternden Starschauspielers ("Pharao des ägyptischen Kinos") mit seinen diversen Problem(ch)en (u.a. mit seiner deutlich jüngeren Geliebten und seinem erwachsenen Sohn), zum anderen um sein schwindendes Star-Potential, das ihn zwingt, die Hauptrolle in einem albernen Polit-Propaganda-Film zu üpernehmen.

Er hat sich bis dahin immer irgendwie durchgemogelt und befindet sich plötzlich zwischen allen Stühlen, und dann geht auf einmal die Action-Sause richtig los .... .

Auch der Humor kommt nicht zu kurz: Die Szene, als er sich "undercover" in einer Apotheke Viagra besorgen will, ist wirklich zum Schreien komisch.

ungeprüfte Kritik

Vier minus drei

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart.
Drama, Deutscher Film

Vier minus drei

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 06.10.2026
Ganz großes Gefühlskino und gleichzeitig eine extrem harte Kost. Den Filmemachern gelingt es, einen genaugenommen unerträglichen Schmerz adäquat filmisch umzusetzen. Eine Beerdigungs-Szene wird ewig im Gedächtnis bleiben. So muss Kino sein und so wird es auch immer eine Daseinsberechtigung haben.

ungeprüfte Kritik

Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit

Alles wird enthüllt. Wir verdienen, alles zu erfahren.
Science-Fiction

Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit

Alles wird enthüllt. Wir verdienen, alles zu erfahren.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 28.09.2026
Bei jedem anderen Regisseur hätten sich wahrscheinlich die meisten begeistert gezeigt: "Was für eine tolle Story, was für ein toller Film!".

Allerdings hat Steven Spielberg die Messlatte für sich selbst schon ziemlich hoch gelegt. Sein ganzes Leben lang hat er sehr oft herausragende Filme geschaffen, die sowohl bei den Kritikern wie auch an der Kinokasse großen Anklang gefunden haben. Das muss man ihm erst einmal nachmachen. Ein wirklich schlechter Film war nie darunter, hin und wieder kam er allerdings über ein "durchschnittlich" nicht hinaus.

Und genau so sehe ich auch diesen Film: Die Story nicht wirklich neu, die Schauspieler gut, das Filmisch-Handwerkliche (Drehbuch, Szenographie, Kameraführung, Schnitt etc.) auch gut. Aber von Spielberg erwartet man eigentlich immer etwas außergewöhnlich Gutes. Das bringt dieser Film nicht.

ungeprüfte Kritik

Der Frosch und das Wasser

Drama, Deutscher Film

Der Frosch und das Wasser

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 12.09.2026
Extrem merkwürdiger Film (genau genommen ein Road-Movie) aus der Arthouse-Schublade.

Haupt-Markmal: Von den beiden Haupt-Protagonisten spricht der eine (mit offenkundigem Down-Syndrom) überhaupt nicht, der andere (offenkundig ein Japaner) nur Japanisch oder abgehacktes Pidgin-Englisch (beides wird untertitelt).

Auch in diesem Film wieder die anscheinend in letzter Zeit um sich greifende Unsitte, als zusätzliches Stilmittel verschiedene Bild-Formate zu verwenden: Das kleine Format als Ausdruck für die beengte Behinderten-WG-Alltagswelt von "Buschi" und das große Format für die ganz große Freiheit (mit dem Cabrio durch sonnen-beschienene Landschaften), zumindest habe ich es so verstanden, aber wer weiß ...

Abgedroschener und plumper geht's wohl nicht mehr.

ungeprüfte Kritik

Die progressiven Nostalgiker

Willkommen in der Welt von heute.
Komödie, Fantasy

Die progressiven Nostalgiker

Willkommen in der Welt von heute.
Komödie, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 04.09.2026
Luftig-leichte Sommerkomödie mit genre-üblich ungelösten Zeitreise-Paradoxien. Aber das stört nicht wirklich. Das Gegenüber-Stellen der 1950er-Jahre mit den 2020er-Jahren ist mit einigen, aber nicht zu vielen, Widerhaken versehen und sorgt öfters für Aha-Effekte. Ganz besonders wurde mir erstmals bewusst, welche extreme Erleichterung für die allermeisten Frauen die Einführung von Waschmaschinen bewirkte (ganz ehrlich: ich hatte das überhaupt nicht auf dem Fokus).

ungeprüfte Kritik

Der Teufel trägt Prada 2

Komödie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 03.09.2026
Der Film wirkt irgendwie aufgewärmt, segelt aber eindeutig unter falscher Flagge: Anders als im ersten Teil - dort ging es vorrangig mit viel schwarzem Humor um Stuten-Bissigkeit in einer völlig überdrehten Mode-Welt - spielt Mode jetzt nur am Rande eine Rolle. Dort spielen nur wenige Szenen, die dafür umso opulenter und aufgebrezelter (inhaltlich aber völlig belanglos) mit viel Mode-Prominenz (u.a. sogar mit Heidi Klum, die lt. Karl Lagefeld aber völlig unbekannt ist) daherkommen. Der Abspann ist ein Who's who der Mode-Gewaltigen.

Der Schwerpunkt des Films liegt auf der problematischen Entwicklung in der Medienbranche. Selbst renommierte Zeitungen, Zeitschriften und Magazine kämpfen mit riesigen finanziellen Problemen (vorrangig Wegbrechen der Werbe-Einnahmen), entstanden durch das Aufkommen von Social Media und Influencertum. Diverse Heuschrecken-Investoren geben dem Ganzen dann den Rest.

Mit Komödie hat das allerdings alles überhaupt nichts zu tun. Nachdem auch die von Meryl Streep dargestellte Hauptfigur der Miranda Priestley völlig weichgespült wurde und am Ende relativ hilflos wirkt, bleibt nur dröge Langeweile übrig. Der in einer absoluten Nebenrolle agierende Kenneth Branagh wird völlig verschenkt.

ungeprüfte Kritik

Eddington

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 31.08.2026
Ein allen Seh-Gewohnheiten gegenläufiger Film, der der ziemlich kaputten und zerrissenen US-Gesellschaft gnadenlos einen Spiegel vorhält. Lauter völlig verkorkste Typen führen einen furiosen Höllentanz auf. Trotz der Vielzahl der auftretenden Personen und der zahllosen - zum Teil offen bleibenden - Handlungsstränge tritt keine einzige positive Figur auf. Selbst Autoritäten wie z.B. der Sheriff und der Bürgermeister erweisen sich im Lauf der Handlung (Achtung Spoiler!) als absolut durchgeknallt.

Als einzige Hoffnung bleibt, sich einzureden, dass es sich ja um eine grotesk-übertriebene Satire handelt, die sich allen Realitäten entzieht. Am Ende bleiben erhebliche Zweifel.

ungeprüfte Kritik

Ein fast perfekter Antrag

Lovestory, Deutscher Film, Komödie

Ein fast perfekter Antrag

Lovestory, Deutscher Film, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 28.08.2026
Ein an Bräsigkeit und Behäbigkeit kaum zu überbietender Langweiler-Film. Die auftretenden Kommilitonen von Heiner Lauterbach sind so brav, bieder und betulich, dass sie direkt den Wirtschaftswunder-Klischees der Nachkriegsjahre entsprungen sein könnten. Höhepunkt der Peinlichkeit ist dann eine Szene, die ebenfalls an Opas Kino aus den 1950er-Jahren erinnert ("Conny und Peter machen Musik" oder so ähnlich). Die große Frage ist eigentlich nur, wer für das alberne Toupet von Heiner Lauterbach verantwortlich ist.

Den zweiten Stern gibt es ausschließlich für Iris Berben und Heiner Lauterbach, die vermutlich am wenigsten für das Fiasko können.

ungeprüfte Kritik

Michael

Erlebe den Aufstieg des Kings - Der Aufstieg einer Legende.
Musik

Michael

Erlebe den Aufstieg des Kings - Der Aufstieg einer Legende.
Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 22.08.2026
Für Michael-Jackson-Nerds ein absolutes Muss, für den Rest der Welt absolut vernachlässigbar. Extrem oberflächliches Biopic, das die - zweifelsohne vorhandenen - negativen Facetten von "Mikey" völlig ignoriert. Und dass der Film zu einem Zeitpunkt endet, als es im wirklichen Leben von Michael Jackson gerade mal richtig rund gegangen ist, passt ganz hervorragend zu dieser Form von Ikonisierung.

Genau genommen ein reiner Märchenfilm.

ungeprüfte Kritik

One Battle After Another

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 16.08.2026
Einer der meist-prämierten Filme aller Zeiten (lt. wikipedia weltweit 200 Auszeichnungen, allen voran zwei der wichtigsten Oscars (bester Film und beste Regie). Dennoch bin ich mit dem Film nicht warm geworden. Es handelt sich um eine extrem konfuse Mischung aus Action-Film, Arthouse-Kino und skurrilem schwarzen Humor. Diese Ingredienzien laufen parallel, finden aber niemals richtig zusammen. Besonders merkwürdiges Paradoxon: Der Film ist niemals langweilig, dennoch aber deutlich zu lang geraten.

Für mich persönlich bleibt nur ein hilfloses Achselzucken. Ich kann mit dem Film einfach nichts anfangen. Einziger Nährwert: Offensichtlich driften professionelle Film-Kritiker bzw. -Juroren und Kino-Mainstream-Massengeschmack immer mehr auseinander.

ungeprüfte Kritik