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Kritiken von "howardh" aus Schwabhausen

532 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Jenny's Wedding
    Für immer die Deine.
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 05.08.2017
    Natürlich ist Katherine Heigl der Star und die Frontfrau des Films: entsprechend ihrem Rollenklischee aus früheren Filmen attraktiv, nett, patent und "das Herz auf dem rechten Fleck". Aber ebenso natürlich ist sie deshalb auch langweilig bis zum geht-nicht-mehr. Zudem erfährt ihr Charakter im Lauf des Films keine Veränderung (liegt wohl eher am Drehbuch als an Katherine Heigl).

    Was den Film aus der Durchschnitts-Ware heraushebt, sind allerdings die Darsteller ihrer Eltern: Tom Wilkinson und ganz besonders Linda Emond. Beide machen aus ihren Rollen ganz große Schauspiel-Kunst. Ihre ganze heimelige Welt, in der sie es sich so richtig gemütlich eingerichtet haben, gerät aus den Fugen, und das ist eine extrem schmerzhafte Erfahrung.

    Zur Klassifizierung des Films: Weder Drama noch Lovestory, sondern Tragikomödie (auch der Humor kommt nicht zu kurz, wenn auch eher nicht in Form eines Schenkelklopfers, sondern in Form von scharfzüngig-sarkastischen Dialogen).
  • Mit besten Absichten
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 20.05.2017
    Obwohl Susan Sarandon (70) bestimmt zehn Jahre jünger aussieht, als sie in Wirklichkeit ist, langt es nicht mehr für eine glaubhafte Verkörperung einer Mitt-Fünfzigerin, wie sie sie in diesem Film darstellt. Daran krankt der ganze Film, hinzu kommt dass Rose Byrne (spielt Sarandons Tochter) kein Gegengewicht zur Schauspieler-Granate Susan Sarandon entwickeln kann. Die beherrscht wirklich jede Szene. Im Gesamt-Urteil zwischen 2 und drei Sternen.
  • Mekong Rush
    Renn um dein Leben.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 12.02.2017
    Anders als der reißerische deutsche Titel (und auch der Trailer) suggeriert, geht es in diesem Film nicht um vordergründige Action. Es geht um Respekt (in diesem Fall um Respekt vor den Bürgern und den Strukturen in sog. "Dritte-Welt"-Ländern) und um Verantwortung (auch wenn man ein noch so netter Kerl ist und als NGO-"Gutmensch" medizinische Entwicklungshilfe leistet, muss man für schwache Momente geradestehen).

    Das wird sehr glaubhaft und ohne aufgesetzte Holzhammer-Pädagogik rübergebracht. Als Zuschauer ertappt man sich immer wieder dabei, dass man mit dem Hauptdarsteller emotional mitfiebert, obwohl man gleichzeitig genau weiß, dass sein Verhalten definitiv falsch ist.
  • Ein Mann namens Ove
    Nach dem Bestsellerroman von Fredrik Backman.
    Komödie, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 06.02.2017
    harmlose betulich-biedere Unterhaltung ohne größere Höhepunkte. Abweichend von meiner eigenen Lebenserfahrung haben in dieser Art von Filmen die Griesgrame in Wirklichkeit immer das Herz auf dem rechten Fleck. Kennen und lieben wir: Weicher Kern in rauher Schale (aber ganz ehrlich: todlangweilig!)
  • Ein ganzes halbes Jahr
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 06.02.2017
    Zwar gleiche Thematik, aber noch märchenhafter und unrealistischer angelegter Aufguss von "Ziemlich beste Freunde". Das Ganze muss natürlich noch getoppt werden, deshalb (Achtung: Spoiler-Warnung) geht es nicht nur um Freundschaft, sondern um unsterbliche Liebe.

    Beiden Filmen gleich ist, dass Geld - fast wie im richtigen Leben - überhaupt keine Rolle spielt (Achtung: Scherz!).
  • Unser letzter Sommer
    Kriegsfilm, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 06.02.2017
    Ein an sich guter Film, der durch eine völlig unglaubwürdige Schlüssel-Szene leider auf die Mittelmaß-Bewertung (drei Sterne) heruntergezogen wird. Sehr gut sind die mit Ausnahme von Jonas Nay eher weniger bekannten deutschen wie polnischen Schauspieler, überragend ist "Shorty" Scheunemann als altgedienter Oberleutnant ohne jegliches menschliches Mit-Empfinden: Kein geifernder ideologie-zerfressener Nazi, sondern ein völlig gelangweilt Tötender.

    Positiv (auch wenn einige das vielleicht anders sehen): Den Film gibt es nur in der originalen Sprach-Version, d.h. die Deutschen sprechen deutsch und die Polen polnisch (deutsche Untertitel können zugeschaltet werden) und zwischen Deutschen und Polen gibt es diverse Kommunikations-Ebenen (auch non-verbaler Art).
  • Wild
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 22.01.2017
    Ein am realen Leben grandios vorbeizielender Film über die Befindlichkeiten einer extrem verhaltensgestörten jungen Frau. Weder im Privatleben noch im Beruf hat sie irgendwie geartete positive soziale Kontakte. Logisch, dass sie sich bei der erstbesten Gelegenheit in einen Wolf verliebt und eine erotisch-obsessive Leidenschaft zu ihm entwickelt. Negatives Highligt ist eine Szene, als sie sich zu nächtlicher Stunde nackt breitbeinig auf den Schreibtisch ihres Chefs hockt und was Braunes herauspresst ... dem Zuschauer bleibt nichts erspart.

    In Filmkritiker-Kreisen angeblich einer der wichtigsten Filme des Jahres 2016.
  • Mütter & Töchter
    Beim Thema Liebe sind sich alle einig.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 08.01.2017
    Ensemblefilm mit mehreren Handlungssträngen, die sich immer um Mutter-Tochter-Probleme drehen, allerdings extrem oberflächlich durchgenudelt werden. Man glaubt gar nicht, wie einfach es ist, existentielle Probleme zu lösen (Achtung: Ironie!). Die teils prominenten Schauspielerinnen agieren größtenteils nur als Stichwortgeber, Männer spielen nur eine untergeordnete Rolle - also beinahe so, wie im wirklichen Leben. Das Ganze wirkt wie ein Werbe-Event anlässlich des besonders in den USA extrem gehypeten Muttertags. Im deutschen Fernsehen hätte man daraus allerdings mindestens 4 bis 5 Rosamunde-Pilcher-Fernsehspiele fabriziert. Den zweiten Stern gibt es daher für die Zeit-Ersparnis (ansonsten wäre wirklich nur ein Stern übrig geblieben).
  • Anomalisa
    Animation, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 08.01.2017
    Ich konnte mit dem Film relativ wenig anfangen. Er war zwar leidlich unterhaltsam (bei sog. Arthouse-Filmen eher selten der Fall), aber die Story reisst einen nicht wirklich vom Hocker. Die teils hymnischen Bewertungen seitens der seriösen Filmkritik dürften wohl eher darauf zurückzuführen sein, dass es einer der relativ seltenen Animations-Filme mit einem ernsten Hintergrund ist. Wirklich beeindruckend für mich war lediglich die Sex-Szene, weil sie so unverkrampft und natürlich wirkte, wie man es mit Schauspielern vermutlich niemals hinbekommen wird (das Frappante daran war im Nachhinein, dass man im Bonus-Teil erfährt, dass genau diese Szene vorher mit (Porno-)Schauspielern "in echt" gedreht wurde).

    Allein wegen dieser Szene gibt es von mir drei Sterne, sonst hätte es lediglich für zwei Sterne gereicht.
  • A Perfect Day
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 03.01.2017
    Endlich einmal werden die Wunden und Narben der Balkankriege (nach dem Auseinander-Brechen Jugoslawiens) relativ nüchtern aufbereitet, obgleich sich natürlich auch in diesem Film die Emotionen nicht völlig ausklammern lassen. Hilfreich ist hier die Ansicht von draußen, konkret von Mitarbeitern einer international agierenden Non-Government-Organization, die sich mit "Aufräumarbeiten" (u.a. Minenräumen, Wiederherstellung der Infrastruktur wie z.B. Strom- und Wasserversorgung, Sanitär-Einrichtungen) befasst. Trotz aller emotionalen Betroffenheit schaffen sie es, oft mittels schwärzesten Humors, nicht zu resignieren.
  • Experimenter
    Die Stanley Milgram Story
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 31.12.2016
    Nur halbwegs gelungener Versuch, das berühmte und faszinierende "Milgram-Experiment" (Studie über Gehorsam und Autorität) filmisch aufzuarbeiten. In der zweiten Hälfte des Films geht es allerdings fast nur mehr um die weitere Karriere von Stanley Milgram, die nicht so arg aufregend war (gähn!).
  • Birnenkuchen mit Lavendel
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" aus Schwabhausen am 18.12.2016
    Die Franzosen haben es einfach drauf und sie lieben es geradezu, ihre schönen (Schauspieler-)Frauen auch passend und charmant zu inszenieren. Virginie Efira ist einfach nur bezaubernd und hinreißend. Die Story ist nicht weltbewegend, aber doch wesentlich tiefgründiger als beispielsweise die unsäglichen deutschen Rosamunde-Pilcher-Filme. Und kaum zu glauben, man kann eine romantische Komödie durchaus auch ohne übermäßigen Kitsch zu einem guten Ende bringen. Die Natur- und Landschaftsaufnahmen sind "Hammer" (Didi-Bohlen-Sprech) und die Frage von Virginie Efira an diverse Männer, ob ihnen was an Virginies Hintern auffällt, bleibt unbeantwortet.