Kritiken von "videogrande"

Der Admiral - Krieg im Pazifik

Pearl Harbor war erst der Anfang.
Kriegsfilm

Der Admiral - Krieg im Pazifik

Pearl Harbor war erst der Anfang.
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.12.2019
Der Film setzt dem Admiral Yamamoto ein Denkmal. Es mag sein, dass seine Taten verklärt werden, aber der Film ist trotzdem kein pathetisches Bombastwerk, sondern, der Untertitel verrät es, eine Geschichtsstunde in Sachen Pazifikkrieg. Noch nie habe ich die Beweggründe für Japans Kriegseintritt mit der Schlacht um Pearl Harbour und den weiteren Verlauf so gut erklärt bekommen und verstanden, wie in diesem Film. Es gibt einige wenige Originalaufnahmen und einleitende Stimmen aus dem Off, die die einzelnen Kapitel vorbereiten. Hier wird nicht einfach nur geschossen, hier wird auch erklärt, warum das geschieht. "Der Admiral" ist nicht unbedingt ein actionreicher Kriegsfilm. Im Gegenteil, es wird auch auf das Privatleben eingegangen und viel geredet. Dabei geht es aber um Strategien und (Fehl-)entscheidungen, die den Film ungeheuer interessant machen. Ich würde sagen, die Szenen sind ausgeglichen und wenn es denn zu Schlachten kommt, dann sind diese auch sehr gut dargestellt und animiert. Fazit: Ein sehr lehrreicher und informativer Kriegsfilm, der anhand der Marine und des Admirals den Verlauf des Pazifikkrieges erklärt und dabei noch spannend unterhält.

ungeprüfte Kritik

Reeperbahn

Deutscher Film, Thriller, 18+ Spielfilm

Reeperbahn

Deutscher Film, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.12.2019
"Reeperbahn" ist ein Amateurfilm, der seinen Titel nicht so wirklich verdient, da die titelgebende Straße nur eine Nebenrolle spielt und sich die komplette Geschichte nur teils auf ihr zuträgt. Für einen Film mit Laiendarstellern ist er relativ gut gemacht...letztlich wirkt er aber wie eine Dokumentation über Drogenkriminalität und weniger wie ein Film. Erzählt wird von einem nicht ernst zu nehmenden Kleinkriminellen, der vor den Kiezgrößen nur so kuscht und auch nicht zum Helden aufsteigt, sondern ein echter Looser bleibt. Angesprochen wird hier die Ausweglosigkeit der Situation, die Schwester, die anschafft um ihre Sucht zu finanzieren und ihren Versuch, in der Thearapiegruppe Erlösung zu finden. Doch es gibt keine. Der Film endet hoffnungslos und apruppt. Von den Endcredits wird man regelrecht übertölpelt, als würde noch ein zweiter Teil folgen. Die Darsteller wirken sehr authentisch, womöglich, weil sie sich selbst spielen? Das sind alles Typen, denen ich ihr "Gangsta"-Dasein abnehmen würde. Aufgenommen wurde der Streifen per Wackelkamera, ohne großartig bearbeitet worden zu sein, was sich im schlechten Ton widerspiegelt. Und was ist "Reeperbahn" nun? Eine Millieustudie oder eine Art Reality TV? So kommt das Teil nämlich rüber. Dreckig, brutal und echt. Fazit: Ein billig erstelltes Video, das nicht wirklich ein Spielfilm ist und deutliche Schwächen hat, aber real wirkt und damit punkten kann.

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Operation Red Sea

18+ Spielfilm, Action

Operation Red Sea

18+ Spielfilm, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.12.2019
Ein Action-Gewitter in Hochglanz! Ungelogen wird hier über die meisten Minuten der Laufzeit einiges an effektreichen Ballereien aus diversen Waffengattungen geboten. Zu Lande zu Wasser und in der Luft wird gezeigt, was die chinesische Armee so drauf hat. Und das ist brutal und kurzweilig. Eine Charakterentwicklung braucht man hier nicht erwarten. Die Darsteller verkommen zur Staffage, auch weil sie für "uns" wirklich schwer auseinander zu halten sind. Somit kann man nicht so recht einen Draht zu ihnen entwickeln. Es ist eine Handlung vorhanden, aber letztlich ist dies ein Film, für den das Genre "Action" geschaffen zu sein scheint. Diese steht, ähnlich wie bei "The Raid", im Mittelpunkt auch wenn es hier deutlich abwechslungsreicher und storytechnisch viel besser zur Sache geht. Nebenbei gibt es tolle Kamerafahrten, die auch die Landschaft einfangen und Spielereien, wie Patronen, die in Slow Motion durch die Luft fliegen. Für Augen und Ohren wird also Allerhand geboten. Der Film macht Spaß und mehr soll er auch nicht. Allerdings findet er auch irgendwie nicht zum Ende und nach einem scheinbaren Höhepunkt kommt auch schon die nächste Kampfhandlung. Wem ständiges Ka-Wumm allein nicht zu langweilig wird, für den ist "Operation Red Sea" etwas. Fazit: Ein unterhaltsamer Propaganda Film aber in erster Linie ein peppiger und aufwändiger Actionfilm, der leider teils eine unruhige Kameraführung hat und bei Autofahrszenen auch zum Ruckeln neigt.

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Brotherhood

Der härteste Kriegsfilm unserer Zeit.
Kriegsfilm

Brotherhood

Der härteste Kriegsfilm unserer Zeit.
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 12.12.2019
"Brotherhood" machts mir nicht so ganz leicht. "Der beste Kriegsfilm aller Zeiten", so oder ähnlich liest man es. Es gibt intensivere! Jedoch ist die hier erzählte Geschichte vom Ursprung her natürlich extrem tragisch und mitreissend, da es sich um einen Bruderkrieg handelt, den man (wie fast jeden Krieg) nicht nachvollziehen kann. Der Film ist sehr gut inszeniert, hat aber eine lange Anlaufzeit und gewisse Längen, die asiatische Filme gern mal an sich haben. Zwischendurch kommt er mir allerdings auch pathetisch und verklärend vor. Es wird arg auf die Tränendrüse gedrückt. Anfänglich sind die Nordkoreaner (also die "Bösen") gesichtslose Schemen, die man gefühllos niedermäht und die auch als hinterhältig dargestellt werden. Die Wandlung vom großen Bruder, der den seinen beschützt und dafür über Leichen geht ist zunächst auch wenig glaubwürdig...bis man ein wenig hinter den Sinn des Filmes kommt, der eine ebensolche Wandlung vom Kriegs- zum Antikriegsfilm durchmacht. Der Wahnsinn des Krieges spiegelt sich in Jin-Tae wieder. Er steht nahezu sinnbildlich dafür. Man kann den Film also mannigfaltig deuten. Auf jeden Fall ist er hart, manchmal an der Grenze zum Kitsch aber doch sehr packend. Danach hasst man auf jeden Fall bewaffnete Konflikte noch mehr und zweifelt am Verstand der Menschheit. Fazit: Ein anspruchsvoller Film zu einem wahren Thema. Manchmal etwas dick aufgetragen, wenn es um Emotionen geht und nicht zu 100% neutral aber dennoch sehenswert.

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Brotherhood of Blades

Kaiserliche Assassins
Action, Abenteuer

Brotherhood of Blades

Kaiserliche Assassins
Action, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.12.2019
Kennt man einen, kennt man alle...Ja, die intrigenreichen Inhalte dieser chinesischen Historienfilme ähneln sich manchmal wie ein Ei dem anderen. Schöne Frauen, bösartige Intriganten, Verrat, Korruption und jede Menge Kämpfe vor detailierten Kulissen. Es kommt jetzt nur darauf an, wie die Filme gemacht sind. Dieser hier ist sehr gut und qualitativ auf hohem Niveau. Er ist kurzweilig, hat gute Kampfchoreografien, die nur leicht übertrieben sind, und kreative Kameraarbeit. Das Besondere an "Brotherhood of Blades" ist, dass hier irgendwie niemand ein wahrer Held ist. Alle haben 2 Gesichter und fast jeder hat etwas auf dem Kerbholz oder betätigt sich sonst an so mancher Geheimniskrämerei. Die unvermeidlichen Liebeleien sind ausnahmsweise nicht kitschig geraten. Fazit: Ein sehr solider und unterhaltsamer Film aus einem etwas überstrapaziertem Genre mit unvorhersehbaren Wendungen. Präsentiert in toller Optik. - Der Film hat auch noch einen 2. Teil erhalten, der allerdings ein Prequel ist, also VOR dieser Geschichte spielt und eigentlich unnötig ist.

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Inugami

Die Verfluchten
Horror

Inugami

Die Verfluchten
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.12.2019
"Inugami" gehört nicht wirklich dem gewöhnlichem J-Horror Genre an. Vielmehr erzählt er eine Geschichte, die Anleihen bei Shakespeare oder gar griechischen Tragödien nimmt. Anfangs wird der Eindruck erweckt, es handle sich um einen Erotikfilm, denn zunächst wird viel nackte Haut in Szene gesetzt. Der Film ist für wenige Zuschauer geeignet. Man sollte schon ein Faible für asiatische, bzw. japanische Filme haben, die auch mal in den Bereich des Arthousekinos abweichen können. Hier wird eine ruhige, ganz und gar nicht spannende, Geistergeschichte erzählt, die nicht darauf aus ist, uns Angst zu machen oder zu erschrecken. Die wenigen Spukmomente gehen im Familiendrama regelrecht unter, denn die Geschichte hinter der Familie ist der eigentliche Bestandteil. Nebenthema ist sicherlich auch der Verlust traditioneller Werte, da die Dorfgemeinschaft noch ein klein wenig "hinter dem Mond" angesiedelt und höchst abergläubisch ist. Der Zusammenprall von Tradition und Moderne geschieht hier in Form der Papierfabrik, die bei Protagonistin Miki handgemachtes Papier aufkauft und später deren Wald abholzen will. Es verbirgt sich also viel in diesem Film, der durchweg langsam aber nicht langweilig ist. Den Endtwist haben die Filmemacher aber im Grunde sehr früh verraten, denn wer genau aufpasst, für den ist das Ende keine Überraschung. Fazit: Mehr Familiendrama mit Gesellschaftskritik als ein Geisterfilm. Ruhig aber interessant inszeniert.

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Wildhexe

Nach dem Bestseller von Lene Kaaberbøl.
Fantasy, Kids

Wildhexe

Nach dem Bestseller von Lene Kaaberbøl.
Fantasy, Kids
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.12.2019
Langweeeeiiilig! Da hab ich mich wohl vergriffen. Dies ist kein Kinderfilm für beide Geschlechter, sondern eindeutig nur für Mädchen im Alter von 8-12 Jahren. Ich glaube allerdings, dass er denen auch nicht gefällt, denn "Wildhexe" ist tödlich lahmarschig und humorlos inszeniert. In der Tat wird hier nicht gezaubert, der "beste" Trickeffekt ist das Leuchten einer Feuerechse und wenn schon Kunstnebel als magischer Weg herhalten muss, dann bemerkt man das Budget. Großteils wird nur geredet und palavert. Leichte Spannungseinschübe gibts, wenn die böse Hexe auftaucht, aber die Momente sind viel zu kurz. Es passiert im Grunde NICHTS. Man sieht Leute über Waldwege wandern und reden, dabei hören sie Baumwurzeln zu oder finden mal einen Käfer. Irre spannend, oder? Die Botschaft ist aufdringlich verarbeitet. "Hilf der Natur, dann hilft sie dir." Dieses Öko-Getue muss ein skandinavisches Phänomen sein. Die Wildhexen üben Wildgesang, gehen über einen Wildweg und haben einen Wildfreund...alles scheint hier wild, nur nicht der Film. Fazit: Selten so einen schlaftablettigen Streifen gesehen. Viel zu ernst, ohne jeglichen Humor und irgendwie gar nicht kindgerecht langweilt der Streifen Zuschauer aller Altersklassen.

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Monstrum

Horror, Fantasy

Monstrum

Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.12.2019
Wie bereits schon "Train To Busan", zeigt sich auch dieser Genrefilm aus Korea fast untypisch für einen asiatischen Film. Er ist nämlich gradlinig und nicht verwinkelt und verworren. Auch muss man keine Flugkünste der Kämpfenden befürchten. Gesetze der Physik gelten hier weitestgehend. Das titelgebende Monstrum ist relativ gut animiert, spielt aber im Grunde keineswegs die Hauptrolle. Ich würde den Film daher eher als historischen Abenteuerfilm bezeichnen. Zwar werden zerfetzte Leichen gezeigt, doch letztlich ist der Film nicht übermäßig brutal. Bislang mochte ich das asiatische Kino wegen seiner Unvorhersehbarkeit und den Mut, unerwartet Menschen sterben zu lassen. Hier jedoch biedert man sich reichlich an Hollywood an und hat ein Popcorn-Movie mit den üblichen Zutaten geschaffen. Die kleine Liebschaft am Rande, eine Intrige, Action, ein zu klärendes Geheimnis, und ungeheuer zähe Protagonisten, die einiges wegstecken können. Das ist nicht unbedingt schlecht, da "Monstrum" dadurch sehr kurzweilig und unterhaltsam bleibt. Fazit: Solider, wenn auch reichlich vorhersehbarer, Abenteuer-Monster-Mix in historischem Gewand, den auch die gucken können, die sonst über asiatische Filme den Kopf schütteln.

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Wir

Wir sind unser größter Feind.
Thriller, Horror

Wir

Wir sind unser größter Feind.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.12.2019
Ich hatte eigentlich gedacht, der Film wird ein Knaller. Der Trailer war saugut und hielt sich sehr bedeckt, wenn man nun den ganzen Film gesehen hat. Die Idee ist ja auch klasse und neu...doch dann gibts vor dem Streifen einen einleitenden Text, der mir nur eines zeigt: Der Regisseur hat kein Vertrauen in sein Puplikum. Anstatt man mit der Hauptfigur Adalaide dem Geheimnis auf die Spur kommt, hat man es mit diesem dusseligen Text schon halb verraten. Wenn es um Doppelgänger geht, dann kann man sich auch schon so einiges denken. Eine Zeit lang überrascht der Film, ist durchaus gruselig und vor allem innovativ. Er eskaliert und wird nahezu ein Endzeitfilm. Doch die Auflösung, die es gar nicht wirklich gibt, ist extrem haarsträubend und nahezu lächerlich. Zudem muss sie uns auch noch in einem Monolog erklärt werden. Regisseur Peele, der mit "Get Out" einen Erfolg feierte, teilt somit das Schicksal von M. Night Shyamalan, der mit "The Sixth Sense" einen Klassiker schuf und danach nur noch enttäuschte. "Wir" ist völlig konstruiert. Die Familie, die hier in den Mittelpunkt rückt, ist nahezu unverwundbar, währenddessen ALLE um sie herum den Löffel abgeben. Das alles macht wenig Sinn und wird noch nicht einmal vernünftig aufgeklärt....wer und warum und wie sollte (das getan haben, was ich aus Spoilergründen nicht verraten darf)? Fazit: Beginnt klasse, bleibt immer mysteriös und spannend, ergibt aber keinen logischen Sinn und enttäuscht letztendlich dadurch.

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Prisoners of War

Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 06.12.2019
Ausschweifend und pathetisch, na klar...gehört ja fast zum guten Ton asiatischer Filme. Über dies und die manipulierende Musik mit ihren anschwellenden Chören muss man hinwegsehen oder einfach akzeptieren, dass so Emotionen geschürt werden. "Prisoners of War" basiert auf einer wahren Geschichte, die man kaum glauben mag. Der Film baut sich langsam auf, ist zu Beginn locker und fast schon ein wenig albern, fängt sich dann, bleibt immer ernst und grausam, leicht patriotisch und findet seinen Höhepunkt in der Schlacht um die Normandie, die tricktechnisch vielleicht nicht zum Besten gehört, aber immerhin auch nicht peinlich ist. Man kann dem Film vorwerfen, dass er durch die Ereignisse hetzt. So macht es den Eindruck, als wäre die Landung in der Normandie innerhalb weniger Minuten erfolgt. Mich hat der Film gepackt und blendend unterhalten. Selbst gewisse Längen haben nicht gestört und fügen sich zu einem wirklich runden, spannendem, packendem Film. Fazit: Überraschend gut. Hinter Hollywood braucht sich dieser Kriegsfilm, den man auch als Antikriegsfilm interpretieren kann und der einem den Irrsinn von Mord und Totschlag gut vor Augen führt, nicht verstecken. Ganz im Gegenteil, ist dies ein sehenswerter Beitrag aus Korea.

ungeprüfte Kritik

The Fortress

Eine unbezwingbare Armee. 47 Tage des Widerstands.
Abenteuer, Kriegsfilm

The Fortress

Eine unbezwingbare Armee. 47 Tage des Widerstands.
Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 06.12.2019
Wie meine Mitkritiker bemerkten, ist dies wirklich kein actionreicher Kriegsfilm. Die Werbung hätte so ehrlich sein sollen, und den Film als ein politisches Drama beschreiben sollen. Ein Stern tut ihm trotzdem Unrecht, denn er wurde aufwändig inszeniert und bietet stimmungsvolles Winterambiente. Ab und an wird auch gekämpft. Ich kann dem Streifen Langeweile attestieren, jedoch ist es in Teilen wirklich interessant, den ellenlangen Gesprächen zu lauschen. Darin gehts um Diplomatie, Politik, strategische Entscheidungen...und man kann sehr gut nachvollziehen, wie schwierig es gewesen sein muss, als König auf verschiedene Meinungen zu hören. Als historischer Politthriller für Geschichtsinteressierte geht "The Fortress" gut durch...aber es reicht wirklich nicht zum 2. Ansehen, wenn man sich einmal durchgekämpft hat. Fazit: KEIN Historisches Schlachtengemälde, KEIN Heldenepos, sondern eine für ein Nischenpuplikum interessante Lehrstunde in Sachen Strategie und Diplomatie. Leider viel zu lang und langatmig und deswegen reichlich zäh und höhepunktslos.

ungeprüfte Kritik

Mad Circus

Eine Ballade von Liebe und Tod.
Drama, 18+ Spielfilm

Mad Circus

Eine Ballade von Liebe und Tod.
Drama, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.12.2019
Wie schön, dass es Regisseure wie Alex de la Iglesia gibt. Wir würden sonst vom Mainstream erschlagen. Der Klappentext gibt ziemlich genau wieder, was uns hier erwartet: "Ein bizarres, schillerndes und total verrücktes" Filmchen. Das Wort "Meisterwerk" ist allerdings überstrapaziert. Die Handlung ist bis zu einem gewissen Punkt noch relativ realitätskonform und gibt ein echtes Drama ab. Gewalt und skurriler Humor runden bis dahin alles ab...dann eskaliert die Handlung und im Grunde auch der Drehbuchautor, denn mit dem aufkeimenden Wahnsinn des Hauptdarstellers wird auch die Geschichte immer grotesker und surrealer, was fast an der Toleranzgrenze des Zuschauers schrammt. Natürlich verbirgt sich hier im Gewand einer ausweglosen Lovestory die Abrechnung mit der Zeit der Diktatur Francos. Und das gar nicht mal versteckt, schließlich taucht er sogar auf und das Finale auf dem Kreuz seines Mausoleums am Ende ist wirklich so genial wie überzeichnet. Wie andere bereits bemerkten, kann man den Film schlecht beschreiben. Sein deutscher Verleihtitel passt vielleicht besser, als das Original. Für Fans von Iglesia und vor allem für Zuschauer die auch dem Wahnsinn eine Chance geben ist das hier höchst sehenswert. Fazit: Sich stetig ins Absurde steigerndes, brutales Drama mit Horroranleihen, das trotz Gewalt und grotesken Einfällen eine gewisse Faszination ausüben kann.

ungeprüfte Kritik

Schneeflöckchen

Das abgefuckteste deutsche Märchen seit den Gebrüdern Grimm.
Action, Komödie, Deutscher Film

Schneeflöckchen

Das abgefuckteste deutsche Märchen seit den Gebrüdern Grimm.
Action, Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.12.2019
Wer sagt´s denn? Deutsche Filme können ja doch mal originell sein. Nur leider kann ich diesen Film in meinem Freundeskreis nicht empfehlen, sondern nur denen ans Herz legen, die z.B. "Nothing" von Vincenzo Natali oder "John Dies At The End" von Don Coscarelli mochten. "Schneeflöckchen" ist nämlich äusserst abgefahren - Um es milde auszudrücken. Ich muss zudem zugeben, dass ich ihn noch einmal sehen muss, um ihn komplett zu verstehen, denn er ist beileibe nichts zum "nebenbei" gucken. Man muss von Anfang bis Ende konzentriert bei der Stange bleiben, um den abstrusen Wendungen und dem Drehbuch im Drehbuch noch folgen zu können. Lobend muss hervorgehoben werden, dass der Film professionell gemacht wurde. Ausleuchtung und Tricks sind vom Feinsten. Es handelst sich also nicht um ein billiges Fernsehspiel. Zudem sind namhafte Schauspieler vertreten. Der wirre Genremix macht einen wertigen EIndruck. Gefallen wird er nicht jedem und auch ich tue mich etwas schwer, weil mir der Hintergrund zu vielen Figuren einfach fehlt, das ist noch nicht ganz ausgereift. Aber "gewöhnlich" ist der Streifen nun wirklich nicht und das er aus Deutschland kommt...alle Achtung. Wobei man aber auf englische Sprache hätte verzichten können und einer dabei ist, zu dem hätte hebräisch besser gepasst. Fazit: Man sollte ihn gesehen haben. Ich brauche kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass er geliebt und gehasst werden wird. Sicherlich hat er das Zeug zum Kultfilm und muss vielleicht einige Jahre reifen.

ungeprüfte Kritik

Hereditary

Das Vermächtnis - Jeder Stammbaum birgt ein Geheimnis.
Horror, Thriller

Hereditary

Das Vermächtnis - Jeder Stammbaum birgt ein Geheimnis.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.11.2019
An diesem Film scheiden sich die Geister ;-) "Hereditery" ist ein Horrorfilm, der wahrhaft anders ist und daher nicht den Mainstream-Geschmack trifft. Wer übliche Klischees erwartet, der wird sie hier nicht finden. Jumpscares gibt es wenige. Trotzdem baut sich eine unheilvolle Stimmung auf, die Gänsehaut verursacht. Ganz oft ist man sich unsicher etwas gehört oder gesehen zu haben, was beim Zuschauer auch psychologisch etwas auslöst. Brachiale Horrorfans, die eher auf den auch sehr guten "Conjuring" stehen, werden eventuell Probleme mit "Hereditary" haben, da er seine Kritikerlorbeeren hauptsächlich wegen seiner Arthouse- Machart und fantastischer Darsteller erhält, nicht aber wegen des Horrors. Bis zu einem gewissen Punkt mochte ich die Art des subtilen Gruselstreifens sehr, dann kippte er auf eine etwas andere Schiene, die mir zu unpassend erschien, letztendlich aber auch unvorhersehbar und deswegen gut war. Kurz gesagt, wer es atmosphärisch mag und im Dunklen guckt, der wird sicherlich seine Spannungsmomente erleben, die ihn schlecht schlafen lassen werden. Für wen Horror bedeutet, das es rummst und knallt und urplötzlich auftaucht, der wird etwas oder völlig enttäuscht sein. Auch ich finde, dass es ruhig etwas mehr hätte sein können. Dafür muss man sich aber wirklich die Leistung der Darsteller und des Regisseurs vor Augen führen, der etwas ziemlich Neues geschaffen hat. Fazit: Der etwas ruhigere aber nicht weniger effiziente Grusler, wenn man sich darauf einlassen kann.

ungeprüfte Kritik

Assassination Nation

Ihr habt es so gewollt!
Thriller

Assassination Nation

Ihr habt es so gewollt!
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.11.2019
Von mir bekommt "Assasination Nation" gute 3 Sterne, weil ich etwas unschlüssig bin. Zunächst war mir der Film zu wild, teeniehaft, mit den typischen Vulgärausdrücken und ewigen Twittereinblendungen...doch wenn man bei der Stange bleibt wendet sich das Blatt hin zu einem Szenario, das ich durchaus erschreckend real finde. Also, ganz ehrlich, genau so könnte es passieren! Den Ort Salem hat man auch nicht zufällig gewählt, denn er ist bekannt für eine der schlimmsten Hexenverfolgungen der Geschichte. Diese wurde praktisch in die Gegenwart adaptiert. Was allerdings an dem fast unausprechlichem Film sehr enttäuscht, das ist, dass er nicht die erwartete trashige Guilty Pleasure Perle um schießwütige Mädels ist, sondern ein durchaus gesellschaftskritisches und real wirkendes, etwas hektisches Filmchen, welches einem auch gehörig auf die Nüsse gehen kann. Man benötigt schon eine gewisse Grundstimmung, um sich den Film zu Gemüte zu führen. Mal eben nebenbei zur Unterhaltung, das funktioniert nicht, da er auch viele kleine Anspielungen enthält. Etwa auch den leisen Gruß an die verstorbene Carrie Fisher, unser aller Prinzessin Leia. Es steckt also viel drin, nur die Verpackung hätte etwas besser sein können. Fazit: Mit den falschen Erwartungen versagt "AN" auf ganzer Linie. Kann man sich jedoch darauf einlassen, wird man viel zum Nachdenken bekommen...auch wenn am Ende doch noch die rote Latexmantel-Mädelgang den Hammer rausholen darf und das coolste (Musik-)Bonbon im Abspann kommt.

ungeprüfte Kritik

Hard Powder

Thriller, Krimi

Hard Powder

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.11.2019
Erneut ist man der Meinung, der Originaltitel "Cold Pursuit" müsse eingedeutscht werden in "Hard Powder" - Lachhaft wie sinnentleert. Der Film hat mich in erster Linie an "Fargo", den angeblichen Kultfilm der Coen Geschwister erinnert, den ich als wahrscheinlich einziger fürchterlich fand. Deswegen ist wohl auch meine jetzige Kritik mit Vorsicht zu genießen und sie fiel mir auch nicht leicht. "Hard Powder" ist kein schlechter Film aber er ist zumindest schon mal eines: Extrem langatmig! Besonders die letzte halbe Stunde zieht sich wie Kaugummi. Liam Neeson gibt eine gute One Man Show, aber wer so etwas wie die Taken-Trilogie erwartet, ist völlig fehl am Platze, denn die Genrebezeichnung "Actionthriller" leitet uns in die Irre. Der Streifen hat ein gemütliches, gemächiges Tempo und besitzt sehr viel schönen, subtilen, schwarzen Humor. Etwa, wenn es gefühlt minutenlang dauert, eine Bahre quietschend per Fußpedal auf Höhe zu bringen oder der Bodycount (der Name des jeweils Getöteten mit dessen religiöser Herkunft) eingeblendet wird. Ansonsten wirkt der Film etwas befremdlich auf mich, denn er ist völlig emotionslos. Der Sohn ist tot, aber das scheint die Eltern nicht zu jucken. Somit sind die Charakterzeichnungen (möglicherweise absichtlich) surreal. Die ganze Rachestory blubbert höhepunktslos vor sich hin und selbst der Abschlussgag passiert praktisch im Vorbeifahren. Fazit: Ein viel zu ruhiger und ehrlich gesagt langweiliger Film, dem es deutlich an Tempo fehlt.

ungeprüfte Kritik

Terminator 6 - Dark Fate

Willkommen am Tag nach dem 'Tag der Abrechnung'.
Action, Science-Fiction

Terminator 6 - Dark Fate

Willkommen am Tag nach dem 'Tag der Abrechnung'.
Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.10.2019
Der Terminator ist tot. Und zwar für mich spätestens seit dem unsäglichen aber immerhin noch einfallsreichem "Genisys". Alle ikonenhaften Filmreihen der 80er wurden zu Tode geritten, weil man einfach nicht weiß, wann es gut ist. Mal ehrlich, waren nicht schon die Trailer zu "Dark Fate" merkwürdig? Es handelte sich doch schon um zusammenhängende Szenen, die Aufschluß gaben und Böses ahnen ließen. Schon wieder dieselbe "Terminator verfolgt zukünftigen Retter und wird von anderem Maschinenwesen aus der Zukunft bekämpft"-Story? Tatsächlich! Und das, was bei T2 noch bahnbrechend neu war, nämlich die Morphingeffekte, werden hier bis zur Kotzgrenze inzeniert und noch viel schlimmer: Schlecht! Die Tricks sind sauschlecht. Die Story auch. Ich bin im Kino eingenickt. Warum wird bloß der 4. Teil so verteufelt, obwohl er mal was Neues beizutragen hatte? Es gibt hier nur eine einzige Überraschung und die hat mit John Connor zu tun. Aber die komplette Geschichte kennen wir schon zur Genüge, es langweilt. Eine Actionhatz jagte die nächste und es war klar, dass der neue Terminator unkaputtbar ist und immer wieder kommt. Gähn! Und Arnie? Man macht die Rolle lächerlich, doch er macht seine Sache routiniert und kündigt an:"I won't be back!"- Hoffentlich! Fazit: Unfassbar einfallsloser und erschreckend vorhersehbarer Aufguss der immer gleichen Story mit bekannten Elementen aus den Vorfilmen. Nonstop-Action statt Story. James Cameron, das kann nicht dein Ernst gewesen sein.

ungeprüfte Kritik

Ballon

Für die Freiheit riskierten sie alles.
Drama, Deutscher Film

Ballon

Für die Freiheit riskierten sie alles.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.10.2019
Diese wahre Geschichte wurde bereits von Hollywod aufgearbeitet, man kann "Ballon" daher als Remake ansehen. Ich bin nicht ganz so euphorisch, wie meine Mitkritiker. Gewiss, Bully ist hier ein überraschender und guter Film gelungen. Allerdings hat mich nach wenigen Minuten ein gewisses Overacting gestört. Die ganze Familie verhält sich so übertrieben auffällig, um sich blickend, etwas verbergend, damit auch der dümmste Zuschauer mitbekommt, wie gefährlich diese Aktion war. Besonders Sohnemann hat nichts anderes drauf, als einen ängstlichen Gesichtsausdruck. Zudem kommt mir vieles zu klischeehaft vor. Mit der echten Geschichte bin ich nicht vertraut, aber hier jagt eine typische dramaturgische Steigerung die nächste und auch der Soundtrack ist zu dominant und manipulierend. In der Absturzszene übertüncht ein dramatischer, lauter Score gar die Dialoge. Mit dem Holzhammer will man dem Zuschauer die Spannung einbläuen. Dabei wäre das wirklich nicht nötig, denn es herrscht genug subtile Stimmung. Die muss man nicht künstlich generieren. Wer nun erwartet hat, er würde 2 Stunden eine dramatische Ballonfahrt miterleben, wird erstaunt sein. Nach flottem Einstieg verfällt der Streifen nämlich einer gewissen Langsamkeit und wirkt meines Erachtens dadurch zu lang. Fazit: Ohne Frage ein guter Film. Man spürt aber zu sehr die Inszenierung. Der Film fühlt sich nicht "echt" an, unterhält aber blendend. PS: Waren 1979 schon BMX-Räder hipp? Bei mir war Bonanza angesagt ;-)

ungeprüfte Kritik

Oxford Murders

Nach dem Bestseller 'Die Pythagorasmorde' von Guillermo Martínez.
Krimi

Oxford Murders

Nach dem Bestseller 'Die Pythagorasmorde' von Guillermo Martínez.
Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.10.2019
Wer Alex de la Iglesias Werke kennt, der weiß, dass einen hier kein normaler Film erwartet. Das aber der Meister des anarchisch-absurden Fantasyfilmes mal einen derartig lahmen Mainstreamstreifen hinlegen würde - Enttäuschend! "The Oxford Murders" wirkt in hohem Grade theatralisch und überzeichnet. Insbesondere der russische Austauschstudent wird durch gnadenloses Overacting zu einer völlig unglaubwürdigen Karikatur degradiert. Auch Elijah Wood wirkt komplett fehl am Platze, weil die Chemie zwischen ihm und seinen weiblichen Gegenparts absolut nicht hinhaut. Einzig John Hurt ist mal wieder über jeden Zweifel erhaben. Wenn man diesen Film sieht, dann langweilt man sich schnell. Er ist viel zu theoretisch und bietet wenig Unterhaltung. Die meisten Figuren wirken unsympathisch und gerade Hurt und Wood verfallen immer wieder in pseudo-mathematische und philosophische Endlosgespräche, denen man alsbald nicht mehr folgen mag und die nicht echt wirken. Die Dialoge scheinen bemüht um schlau zu wirken, dabei sind sie schrecklich gestelzt. Kurz gesagt, man labert sich zu Tode. Selbst in Bettszenen wird diskutiert. Durch seine vielen naturwissenschaftlichen und hoch interessanten Thesen und Erläuterungen verliert der Film seine eigentliche Intention, nämlich das Erzählen einer Kriminalgeschichte, komplett aus den Augen. Fazit: Intelligent oder nicht - Schnell weiß man gar nicht mehr worum es geht und wird unnötig verwirrt, weil die Szenerie unglaubwürdig und langweilig ist.

ungeprüfte Kritik

The Prodigy

Thriller, Horror

The Prodigy

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.10.2019
Ach ja, die lieben Kleinen. Sie sind doch immer mal wieder für das Gruselgenre gut. Warum eigentlich? Sind Kinder uns irgendwie unheimlich? Das müsste mal ein Psychologe ergründen. Dieses Gör jedenfalls ist tatsächlich angsteinflößend. Der Jungdarsteller macht seine Sache sehr gut und man hat ihm im Finale auch allerhand zugemutet. Es gibt einige gut platzierte Jumpscares, bei denen ich sogar eine Gänsehaut bekam und fiese Situationen, die unter die Haut gehen. Folglich gehört der Film zu den etwas besseren Horrorfilmen, auch wenn man sich Einiges bereits wieder denken kann und die Masche mit dem Kind nicht so ganz neu ist. Fazit: Gelungene Mischung aus "Chucky" und "Das Omen". Die Grundidee ist bekannt, jedoch ist die Story durchweg spannend und endet auch nicht wie gewöhnlich.

ungeprüfte Kritik

Proud Mary

Töten ist ihr Handwerk.
Thriller, Action, 18+ Spielfilm

Proud Mary

Töten ist ihr Handwerk.
Thriller, Action, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.10.2019
Was denken Sie, wenn Sie das Cover sehen? Was, wenn Sie den Trailer mit seiner coolen Mucke abspielen? Das vermittelt doch den Eindruck, hier wird dem 70er Jahre-Blaxploitation gefrönt und Mary wird die neue Coffy. Ich zumindest habe ein Guilty Pleasure im Kultformat erwartet, so eine Art weiblichen John Wick. Ein Bad Black Girl, wie es Pam Grier seinerzeit verkörpert hat. Aber um Himmels Willen, was passiert nach kurzer Zeit? Der Film schwenkt komplett um auf eine schnulzige "Schuld und Sühne"-Geschichte, beinahe eine kitschige "Mutter-Sohn-Beziehung". Das passt überhaupt nicht hier hinein. Die Story wird ernsthafter und dreht sich um familiäre Machenschaften der Mafia und verliert enorm an Tempo, wird sogar vorhersehbar. Und gerade, als ich das akzeptierte und "Proud Mary" als Studie über geläuterte Auftragskiller und gestrauchelte Jugendliche zu begreifen begann...da röhrt plötzlich Tina Turner in voller Lautstärke los und Mary drückt aufs Gaspedal. Es gipfelt in einem jetzt völlig überzogen wirkendem Finale, welches recht cool inzeniert wurde. Als hätten die Macher gemerkt, dass sie sich komplett verrannt haben und den Zuschauern noch das abliefern müssen, was diese anfangs erwartet haben. So demontiert man seinen eigenen Film. Mann, hätte das ein starker Kultfilm werden können. Nein, sogar ein Franchise...aber man wollte Tiefe hineinbringen. Die hat hier leider nichts zu suchen. Fazit: Eine megacoole Killerbraut wird zwischendurch zur weinerlichen Mami. Warum nur?

ungeprüfte Kritik

Nevesta - The Bride

Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 13.10.2019
Russischer Film, englischer Titel. Zieht wohl mehr Puplikum. Und wenn dieses meine Meinung teilt, dann dürfte es genauso enttäuscht sein. Alles fängt noch sehr vielversprechend an, denn die ersten 20 Minuten sind äusserst stimmungsvoll und gruselig inszeniert. Der Trailer zeigt dazu allerdings eine Szene, die gar nicht vorkommt. Die Idee mit der ersten Erscheinung war klasse. Immer bleibt die Atmosphäre unheimlich und merkwürdig. Jedoch ist „The Bride“ im weiteren Verlauf eine Ausgeburt an Unlogik. Man kann weder die Handlung wirklich verstehen, noch das Verhalten der Personen. Da weiß der Bräutigam um den Fluch und bringt seine Frau mit in das Haus? Dem gehört was mit dem Knüppel. So dumm kann man doch gar nicht sein. Die Familie ist so unglaubwürdig überzogen, dass sie einer Geisterbahn entsprungen sein könnte. Und dann fragt sich, was das Ganze nun soll. Achtung, Mini-Spoiler: Es gibt einen weißen Geist, es gibt eine uralte Oma, beide sollen aber wohl dieselbe Person sein und es gibt Visionen oder Zeitreisen. Man begegnet sich selbst, man wird besessen. Eigentlich durch ein Ritual, doch plötzlich gehts auch ohne. Am Ende gibts ein Feuer, doch das Haus steht unversehrt da. Tja und wirklich spannend ist der Mummenschanz auch nicht und erinnert zudem sehr stark an einen anderen Film , der einen Schlüssel im Titel trägt. Fazit: Atmosphärisch - Aber völlig wirr, unglaubwürdig, unverständlich und unlogisch...und nicht zuletzt recht vorhersehbar.

ungeprüfte Kritik

Die Klapperschlange

Action, Science-Fiction

Die Klapperschlange

Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.10.2019
Nach Jahren mal wieder gesehen. Wenn man sich jetzt vor Augen hält, wann "Die Klapperschlange" entstanden ist, dann verzeiht man ihm Dinge, die heute nicht mehr durchgehen würden. Es dürfte der erste Streifen gewesen sein, wo jemand explosive Implantate zwecks Überwachung in die Adern gespritzt bekam. Diese Idee wurde nun bis zur Schmerzgrenze auch mit Halsbändern kopiert. Zugegeben, der Film ist kurz und hat auch so einige logische Brüche. Da hilft ihm sein Kultstatus aber drüber hinweg. Carpenter versteht es blendend, eine düstere, bedrohliche Stimmung aufzubauen und führt einen megacoolen Hauptdarsteller Kurt Russell ein, der noch dazu im Grunde ein Bösewicht ist. Ein Antiheld also. Zudem hat Carpenter, ähnlich wie später Tarantino, abgehalfterte Darsteller wiederbelebt. Lee van Cleef oder Ernest Borgnine beispielsweise. Man kann an diesem Kultstreifen, den ich schon damals geliebt habe, kaum etwas schlecht finden und nur vergleichsweise hinkt er natürlich neueren Streifen hinterher. Das waren noch handgemachte, atmosphärische Filme, wie sie heute nicht mehr gemacht werden. Ein Remake würde nichts bringen, sowas kann man nicht wiederholen, wie John Carpenter am eigenen Leib erfuhr, als sein später zweiter Teil namens "Flucht aus LA" als billige Kopie leider enttäuschte. Fazit: Vorbild für viele Nachahmer. Ein düsterer SF-Kracher aus vergangenen Zeiten.

ungeprüfte Kritik

Hunter Killer

Den Mutigen gehört der Sieg.
Action, Thriller

Hunter Killer

Den Mutigen gehört der Sieg.
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.10.2019
Im Grunde unterhält Hunterkiller. Ein solider Actionthriller. Doch von dieser Art habe ich genug gesehen. Er wirkt, wie aus der Zeit gefallen. Dem „Neuen Kalten Krieg“ sei Dank, kann man wieder 80er Jahre Klischees aus der Kiste zaubern und sieht hier erneut die Weltenretternation Amerika in einem mehr als hanebüchenem Einsatz. Die Story grenzt ans Alberne. Vor allem traut sie ihrem Puplikum nichts zu, denn die Dialoge sind unfreiwillig komisch. Da muss der Kapitän seiner offensichtlich dusseligen Mannschaft beim Anblick eines eindeutigen Detonationsschadens erklären, dass sich der Wums innen ereignete. Da gibt es den Hinweis „Wir wurden als Ziel bestätigt!“, wenn gar kein anderes vorhanden ist und "Wir haben einen Wassereinbruch!", wenn es schon überall nur so spritzt. Die Russen sprechen miteinander deutsch mit Akzent (2019 immer noch? Oh Mann, sind Untertitel soo schlimm?) Ein hoch modernes Boot kommt ohne "Ortskenntnis " des Gefangenen nicht klar? LOL Und dann auch noch Regiefehler: Ein Fallschirmsprung im Gewitter bei sonniger Landung oder ein Schwimmen ans andere Ufer bei Nacht, welches im Tageslicht erreicht wird. Dazu schlechte CGI und austauschbare Darsteller. Mit Gary Oldman wirft man Perlen vor die Säue und Michael Nyquist spielt zum xten Mal einen Russen. Rollen, in die man jeden hätte stecken können. Fazit: Extrem oberflächlicher Actionstreifen mit nahezu lächerlicher Story und völlig unglaubwürdigen Zufällen. Hirn aus, Spot an...dann ist er durchaus kurzweilig.

ungeprüfte Kritik