Kritiken von "0xdeadbeef"

300

Ruhm erwartet euch! Noch heute speisen wir in der Hölle!
Abenteuer, Action

300

Ruhm erwartet euch! Noch heute speisen wir in der Hölle!
Abenteuer, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Frank Miller ist nicht gerade ein Freund subtiler Hochgeistigkeit. Dementsprechend ist "300" erwartungsgemäß eine testosteronstrotzende Verherrlichung heroischer Selbstaufopferung und verunglimpft die Perser und ihre Helfer als degenerierte Perverslinge, während es die Spartaner als heldenmutige Sixpackträger überstilisiert.
Fairerweise muß man sagen, daß "300" trotzdem ein sehr unterhaltsamer Film und visuell zweifellos ein Meilenstein der Comicverfilmung ist. Im Gegensatz zu Sin City oder anderen Versuchen, die Comicästhetik exakt zu reproduzieren, arbeitet Snyder in "300" mit Verfremdungen, Einfärbungen und computergenerierten Hintergründen. Das ist zwar natürlich auch keine neue Idee, aber "300" gelingt es erstmals, das zu einem visuell überzeugenden Design zu verschmelzen.

ungeprüfte Kritik

30 über Nacht

Mancher fühlt sich, als wäre er erst gestern 13 gewesen. Für Jenna ist es so.
Komödie, Fantasy

30 über Nacht

Mancher fühlt sich, als wäre er erst gestern 13 gewesen. Für Jenna ist es so.
Komödie, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Die 80er-Rückblende zu Beginn ist ziemlich schrecklich und überhaupt ist der ganze Film für meinen Geschmack etwas süßlich-romantisch. Hat aber auch seine Momente und Garner spielt das Kind im Frauenkörper ganz überzeugend und mit offensichtlicher Freude an der Sache. Ansonsten erinnert das ganze arg an "Big" mit Tom Hanks und ähnliche Körpertausch-Komödien. Freunde romantischer Komödien könnten ihre Freude haben, mein Ding war es nicht so ganz.

ungeprüfte Kritik

3-Way

Ein sündhaft leckeres, ausgekochtes Gebräu aus Sex, Erpressung und Mord.
Thriller, Action

3-Way

Ein sündhaft leckeres, ausgekochtes Gebräu aus Sex, Erpressung und Mord.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Was zunächst beginnt wie ein kleiner, feiner Gangsterfilm, entwickelt sich irgendwie in Richtung eines mäßigen Erotikthrillers, in dem kaum eine Chance ausgelassen wird, eine Bettszene einzubauen. Nur maßvoll spannend und das Ende ist so richtig bescheuert. Kann man sich ansehen, muß man aber nicht.

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29 Palms

Geld, Mord, Verrat - der ganz normale Wahnsinn. Kleine Stadt - große Probleme.
Thriller

29 Palms

Geld, Mord, Verrat - der ganz normale Wahnsinn. Kleine Stadt - große Probleme.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
29 Palms ist ein kleines Roadmovie, das sich durch gehobene Optik und Besetzung von der Masse "preiswerter" B-Produktionen abhebt. Trotz einiger Toter kein Drama, trotz einiger Scherze keine Komödie, bleibt der Film der Tradition lakonisch erzählter Road Movies treu, bei denen die Story irgendwie nebensächlich ist. Wer auf sowas steht, wird ganz gut unterhalten. Der Massengeschmack sieht aber anders aus.

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28 Days Later

Deine Tage sind gezählt.
18+ Spielfilm, Horror

28 Days Later

Deine Tage sind gezählt.
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Der Kinobesuch von "28 Days Later" wird mit immer in Erinnerung bleiben als das visuell schlechteste Kinoerlebnis meines Lebens. Der zu großen Teilen mit einem (damals) handelsüblichen digitalen Camcorder aufgenommene Film sah aus wie von einer schlechten VideoCD hochskaliert und mit einem übertriebenen Schärfefilter sowie Filmkorn garniert. In den Szenen, in denen Jim im OP-Kittel durch London irrt, war ein farbiges Halo um ihn herum zu sehen, wie auf den miesesten Uralt-VHS-Aufnahmen.
Dementsprechend war ich positiv überrascht, daß diese Mängel in der DVD-Version kaum zu sehen sind. Teils vermutlich wegen der geringeren Auflösung, ich vermute aber auch, daß nach dem Kinoferfolg etwas mehr Geld für einen ordentlichen Transfer zur Verfügung stand. Die Bildqualität ist zwar nicht überragend, geht aber in Ordnung
Ansonsten ist "28 Days Later" ein recht spannender Film, der sich durch britischen Charme vom üblichen amerikanischen B-Movie abhebt und der zusammen mit Resident Evil das Revival des Zombie-Genres eingeläutet hat.

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2001

Odyssee im Weltraum
Science-Fiction

2001

Odyssee im Weltraum
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Zweifellos ein Kultfilm, den man schon alleine deshalb gesehen haben muß, weil er von 'zig anderen SF-Epen und -Persiflagen zitiert wird. Auf der anderen Seite kenne ich keinen anderen Film mit solchen massiven Längen. Nicht nur, daß es geschlagene 25 Minuten braucht, bis das erste Wort gesprochen wird. Der absolute Hammer ist eine mehrminütige Unterbrechung mitten im Film, bei der ein absolut schwarzes Bild von psychodelischem Gewummer unterlegt ist. Gehässigerweise könnte man sagen, daß auch die Kernhandlung sich mehr mit der detailverliebten Darstellung von künstlicher Schwerkraft und anderen Lebensumständen im Weltraum beschäftigt als mit irgendwelchen tiefergehenden Themen.
Auf der anderen Seite: HAL9000 und Weltraumflüge im Walzertakt entschädigen großteils für derlei Mißstände. Der Surroundklang ist zwar nicht überwältigend, aber für einen Film von 1968 doch verhältnismäßig gut. Liegt aber auch daran, daß es mehr Hintergrundmusik als Dialoge gibt und im Weltraum von 2001 ja eh Stille herrscht.

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The 13th Floor

Abwärts in die Zukunft - Bist du was du denkst?
Thriller, Science-Fiction

The 13th Floor

Abwärts in die Zukunft - Bist du was du denkst?
Thriller, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Gar nicht mal so übel. Bei Filmen mit Armin Mueller-Stahl zucke ich ja üblicherweise zusammen, aber über 13th Floor kann man eigentlich nicht groß meckern. Kein Jahrhundert-Blockbuster und das Ende ist etwas vorhersehbar, aber ansonsten spannend und gut gemacht.

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12 Monkeys

Die Zukunft ist Geschichte.
Science-Fiction

12 Monkeys

Die Zukunft ist Geschichte.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Brad Pitt und Bruce Willis in einem Film von Terry Gilliam? Kann eigentlich nur genial sein und ist es auch, zumal weder Pitt noch Willis ihre typischen Rollenklischees spielen dürfen. Zugebenermaßen: ein bißchen deprimierend ist das ganze schon und Brad Pitt ist als Irrer nicht so ganz überzeugend, aber ein toller Film ohne Zweifel. Abgesehen von "Brazil" der beste Film von Gilliam.

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11:14 - Elevenfourteen

Dein Date mit dem Schicksal kann tödlich sein.
Thriller

11:14 - Elevenfourteen

Dein Date mit dem Schicksal kann tödlich sein.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Ich hätte nicht gedacht, daß ich jemals einen Film mögen würde, in dem Patrick Swayze mitspielt. Doch 11:14 hat eine so raffiniert konstruierte Geschichte und so viele skurrile Details, daß man einfach nicht anders kann, als den Film zu mögen. Und fairerweise muß man sagen, daß auch der olle Swayze seine Sache nicht mal schlecht macht. Ansehen!

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11:11

The Gate - Evil has a New Number
Horror, Thriller

11:11

The Gate - Evil has a New Number
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Die kanadische Low-Budget-Produktion glänzt weder durch Originalität noch durch Logik, ist aber handwerklich ok und einigermaßen besetzt. Die Handlung ist weitestgehend vorhersehbar, Laura Manell läuft die ganze Zeit rum wie das Leid Christi auf Flaschen gezogen und alle anderen Charaktere sind eher noch stereotyper. Trotzdem ist "11:11" für Genrefreunde noch sehenswert. Vielleicht habe ich in letzter Zeit aber auch einfach zu viele amerikanische Schrottfilme gesehen und bin daher gegenüber einer kanadischen Produktion übermäßig großmütig. Ein "must see" ist das Teil jedenfalls nicht.

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Skinwalkers

Damit sie leben, müssen wir sterben.
Horror, Fantasy

Skinwalkers

Damit sie leben, müssen wir sterben.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Für ein B-Movie mit Werwolfthematik gibt sich Skinwalkers relativ wenige Blößen bei Masken und Spezialeffekten. Gut, Werwölfe sind halt immer ein bißchen trashig, aber es hält sich hier in erstaunlich engen Grenzen. Allerdings auch deshalb, weil es keine vollständigen Transformationen gibt.
Leider ist Skinwalkers ansonsten eine ziemlich mäßige Produktion. Nicht wirklich grottig, aber visuell und erzählerisch ziemlich altbacken.

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The Dark

Thriller, Horror

The Dark

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Der Film basiert auf dem Roman "Sheep" (Opferlamm) von Simon Maginn, kam allerdings in der Kritik allgemein nicht sonderlich gut weg - insofern waren meine Erwartungen gedämpft. Die um das der walisischen Legende entstammende "Annwn" (Annwyn - Land der Toten) konstruierte Story ist zwar nicht überbordend originell, aber immerhin mal was anderes als die üblichen Indianerfriedhöfe.
Mein Hauptkritikpunkt wäre noch das extrem an "Dark Water" erinnernde, aber nach Hollywoodmanier beschönigte Ende.
Wie auch immer: ich habe nicht viel erwartet und war insofern positiv überrascht. "The Dark" ist handwerklich mehr als ok und hat eine teils sehr düstere Stimmung, die auch über gewisse Längen hinwegtröstet.

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MISSING PCF Placeholder

Reeker

Wenn du leben willst, darfst du den Tod nicht fürchten.
Horror, 18+ Spielfilm

Reeker

Wenn du leben willst, darfst du den Tod nicht fürchten.
Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Eigentlich ist Reeker von der Grundidee her nicht so schlecht. Mäßige Schauspieler und eher grottige Spezialeffekte versprühen aber so viel B-Movie-Charme, daß davon nicht viel übrigbleibt. Immerhin trotz allem kein "normaler" 0815-Slasher und insofern schon noch sehenswert.

ungeprüfte Kritik

White Noise 2 - Fürchte das Licht

Er kam zurück. Aber nicht allein...
Horror, Thriller

White Noise 2 - Fürchte das Licht

Er kam zurück. Aber nicht allein...
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Die Handlung ist nicht wirklich stringent logisch, aber das war beim ersten Teil ja auch so. Für einen zweiten Teil fand ich "The Light" aber ziemlich gut, eventuell sogar besser als den ersten Teil. Unter anderem weil ich die beiden aus SciFi-Serien bekannten Hauptdarsteller Nathan Fillion (Firefly, Slither) und Katee Sackhoff (Battlestar Galactica) sympathischer finde als die Besetzung des ersten Teils (Michael Keaton, Deborah Kara Unger) und weil Teil eins das dämliche Tonbandstimmengesumse so schrecklich ernst nahm.
Wie auch immer: die Spezialeffekte sind ok und ein paar Gruselszenen gibt's auch, also insgesamt ein besserer Genrevertreter, auch wenn nicht ganz das Niveau von "Pulse" erreicht wird.

ungeprüfte Kritik

Die Rotkäppchen-Verschwörung

Kein alltägliches Verbrechen - und nicht die üblichen Verdächtigen.
Komödie, Animation

Die Rotkäppchen-Verschwörung

Kein alltägliches Verbrechen - und nicht die üblichen Verdächtigen.
Komödie, Animation
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Die Story ist ganz witzig, wenn auch von - teils ganz schmissigen - Gesangseinlagen unterbrochen. Insgesamt wird aber nicht das Niveau der großen Animationsstudios erreicht - vor allem auch technisch. Obwohl das angeblich als Stilmittel eingesetzt wurde, wirken die überzeichneten und extrem polygonarmen Figuren und großteils unbeholfenen Animationen eher wie aus eine typisches "Jimmy Neutron"-Episode. Die technischen Mängel setzten sich auch bei anderen Dingen (speziell: das Wasser) fort - lediglich das Fell der behaarten Protagonisten ist einigermaßen Stand der Technik.
Wer über die technische Defizite hinwegsehen kann, wird aber ganz gut und vor allem kurzweilig unterhalten.

ungeprüfte Kritik

KM 31

Der Tod wartet bei Kilometer 31.
Horror, Thriller

KM 31

Der Tod wartet bei Kilometer 31.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Visuell bedient sich Km31 recht ausgiebig bei "Ju-on: The Grudge" bzw. bei dessen Nachfolger, der zudem mit einer praktisch identischen Szene beginnt. Ansonsten ist Km 31 handwerklich ordentlich und zumindest in einigen Szenen einigermaßen gruselig. Leider ist die Handlung wie beim Vorbild letztendlich reichlich wirr und unlogisch. All die eingestreuten Informationen über Catalinas Kindheit, den Tod ihrer Mutter und die Ursachen der Spukerscheinungen bleiben für die Handlung genauso sinnlos wie der Umstand, daß Agata und Catalina Zwillingsschwester mit einer Art telepathischen Verbindung sind. In erster Linie krankt der Film also nicht daran, in weiten Teilen ein visuelles Plagiat zu sein, sondern an einem konfusen Skript, daß zwar in einem dramatischen, aber reichlich unbefriedigenden Ende kulminiert.

ungeprüfte Kritik

Session 9

Horror, Thriller

Session 9

Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Obwohl sich die Handlung auf den ersten Blick wie ein x-beliebiger Slasher anhört und zweifellos keine A-Produktion ist, ist "Session 9" eher ein düsterer Psychothriller, der durchaus seine Qualitäten hat. Die Atmosphäre der heruntergekommenen Anstalt ist erdrückend, die Charaktere der Protagonisten sind gut herausgearbeitet und auch die Handlung folgt nicht dem starren Handlungsmuster "übermächtiger Killer tötet Twens". Im Gegenteil: die Auflösung hat einen gewissen Überraschungsmoment. Last but not least ist "Session 9" trotz diverser unnatürlicher Tode kein Film, der Gewalt zelebriert. Insgesamt zwar trotz allem kein ganz großes Kino, wohl auch wegen der Besetzung (nur) auf ordentlichem TV-Niveau, aber für Genrefreunde auf jeden Fall sehenswert.

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The Signal - The Future of Horror

18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
The Signal ist eine für $50000 produzierte Independentproduktion, die in drei Episoden aufgeteilt ist, für die sich jeweils ein anderer Regisseur verantwortlich zeigt.
Da wären wir dann auch schon beim Hauptproblem, denn während der erste und letzte Teil stimmungsmäßig zueinander passen, fällt der mittlere Teil komplett aus der Reihe. Hier wechseln eher skurrile, schwarzhumorige Szenen und völlig humorlose Gewaltexzesse so abrupt ineinander, daß man irgendwie leicht irritiert zurückbleibt.
Würde "The Signal" durch die (teilweise allerdings zugegebenermaßen recht witzige) mittlere Episode nicht so extrem zerrissen wirken, wäre der Film eine echte Independent-Perle. Aber auch mit dieser Schwäche bleibt er noch sehenswert und wesentlich stringenter und unterhaltsamer als das reichlich beknackte "The Happening" mit ähnlicher Thematik (wenn's da auch ein Bio-Signal ist und die Leute sich nur selber abmurksen).
Nebenbei: der Film beginnt mit einer unsäglichen, verwackelten, in Videoqualität gedrehten Szene (ein Ausschnitt aus "The Hap Hapgood Story"), bei der ich beim ersten Mal gleich wieder abgeschaltet habe, weil ich irgendwie nicht glauben konnte, daß dieser Trash wirklich der Film sein soll. Mir ist auch nach wie vor nicht klar, was das ganze eigentlich soll, denn es gibt weder handwerklich noch inhaltlich einen Bezug zum Rest des Films.

ungeprüfte Kritik

The Scorpion King 2

Aufstieg eines Kriegers
Fantasy, Abenteuer

The Scorpion King 2

Aufstieg eines Kriegers
Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "0xdeadbeef" am 14.09.2008
Diese "straight to DVD"-Produktion ein B-Movie zu nennen, das sich des Namens einer A-Produktion bedient, um Kasse zu machen, wäre noch geschmeichelt. In der Tat ist der Kampfsportler Randy Couture (Ultimate Fighting Championship) als Sargon noch der prominenteste Namen unter den Darstellern und das ist wenig schmeichelhaft. Witzig ist an dieser Stelle der Vergleich mit dem Cover des Original, denn das von "Aufstieg eines Kriegers" ist praktisch identisch aufgebaut, nur daß Profi-Catcher "The Rock" der Held war und Couture nun mal der Bösewicht.
Das Zusammenspiel aus unterdurchschnittlicher Besetzung, flachen Dialogen und trashiger Ausstattung (besonders chic: der leicht tuntig wirkende bauchfreie Look von Mathayus) alleine wäre schon Grund genug, dem Film das Kreuz zu brechen, aber es kommt noch schlimmer. Der Plot zeugt eher von der Unbekümmertheit eines Sandalenfilms aus den 60ern, kombiniert mit der intellektuellen Tiefe einer typischen Xena-Folge. Alleine schon die Suche nach dem "Schwert des Damokles" ist ein Brüller. Daß das Teil am Ende aussieht wie die viktorianische Vorstellung von Excalibur, verwundert dann auch nicht mehr.
Leider hält der Film auch visuell nicht annähernd das Niveau von "Scorpion King". Von der Trash-Ausstattung abgesehen, spielen dann doch wieder weite Teile der Handlung in irgendwelchen Studiokerkern, -sümpfen oder -höhlen und die Aufnahmen unter der südafrikanischen Sonne sparen mit aufwendigen Bauten, Massenszenen oder sonstigen optischen Leckerbissen.
Last but not least sind die Spezialeffekte selbst für eine TV-Produktion bescheiden. Es gibt ein paar Maskeneffekte auf solidem 80er-Jahre-Niveau, der Minotaurus ist ein Man-Suit, von dem man glücklicherweise nicht viel sieht, weil es so duster ist und der Kampf mit dem in weiten Teilen unsichtbaren (bzw. schlichtweg nicht vorhandenen) Skorpion versetzt einen in die Tricktechnik der 70er Jahre zurück. Nur eine CGI-Animation (Säule in der Wüste) ist einigermaßen auf heutigen Niveau.
Kurzum: nur wer Xena und andere TV-Produktionen für großes Kino hält, mag sich einigermaßen unterhalten fühlen - und wird trotzdem noch den Kopf schütteln über einige Dialoge und die Spezialeffekte in den beiden "großen" Kampfszenen.

ungeprüfte Kritik