Und wieder einmal erzählt die kluge Scheherezade (Elena Tonunts) ihrem gelangweilten Gebieter eine kurzweilige Geschichte über einen Helden, der vielleicht sogar in der Stadt lebt. Diesmal ist es die Geschichte vom armen Schuhmacher Maruf, der mit einem gott- und schamlosen Weib namens Fatima verheiratet war. Diese verachtete ihren Mann, weil er es bisher nicht zu Reichtum gebracht hatte und sie nicht so verwöhnen konnte, wie sie sich das wünschte. Also suchte sie sich einen einflussreichen Liebhaber mit Geld und sorgte mit Hilfe einer bösartigen Intrige dafür, dass der ungeliebte Gatte mit Stockschlägen aus der Stadt geprügelt wird. Den heimatlosen Maruf verschlägt es nun ins Reich eines Dshinn, der Mitleid mit ihm hat und ihn weithin übers Meer in ein fernes Land bringt, wo er endlich von der garstigen Fatima verschont bleiben soll. Doch hier spielen sich seltsame und für Maruf nicht weniger gefährliche Dinge ab: So muss der Basar am Markttag menschenleer bleiben, damit Prinzessin Esmagül mit ihren Sklavinnen so wie jeden Freitag ungestört durch die Stadt ziehen kann. Keines Mannes anmaßendes Auge darf das zarte Antlitz der Prinzessin erblicken, da sie Männer hasst und deshalb auch bisher jeden Freier ablehnte. Jedoch verstößt ausgerechnet Maruf aus Unwissenheit gegen dieses Gebot und muss nun die Strafe der Köpfung fürchten. Doch der Prinzessin gefällt der stattliche, edelmütige Bursche, und so bricht sie erstmals selbst das strenge Gesetz und verschont ihn. Weil Maruf auch das Leben des Kaufmanns Ali retten kann, dankt dieser es ihm, indem er Maruf helfen will, selbst ein reicher Kaufmann zu werden. Anfänglich erhält Maruf reichlich Kredit von den Kaufleuten. Doch so hilfsbereit, wie er ist, verschenkt Maruf unbesorgt all das geborgte Geld an die Armen der Stadt. Schon innerhalb eines Monats wächst seine Schuld auf 60000 Dinar an, wovon seine nichts ahnenden Wohltäter, auch Ali, alles andere als begeistert sind. Noch einmal muss ihm die Prinzessin aus der Patsche helfen.
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And once again, the clever Scheherezade (Elena Tonunts) tells her bored master an entertaining story about a hero who may even live in the city. This time it is the story of the poor shoemaker Maruf, who was married to a godless and shameless woman named Fatima. She despised her husband because he had not yet become rich and could not spoil her as she wished. So she looked for an influential lover with money and, with the help of a malicious intrigue, ensured that her unloved husband was beaten out of town with canes. The homeless Maruf now ends up in the realm of a Dzhinn, who takes pity on him and takes him far across the sea to a distant land, where he is finally to be spared from the nasty Fatima. But strange and no less dangerous things happen here: The bazaar has to remain deserted on market day so that Princess Esmagül and her slaves can roam the city undisturbed, as they do every Friday. No man's presumptuous eye is allowed to see the delicate face of the princess, because she hates men and has therefore rejected every suitor so far. However, Maruf, of all people, violates this commandment out of ignorance and now has to fear the punishment of beheading. But the princess likes the stately, noble lad, and so for the first time she breaks the strict law herself and spares him. Because Maruf can also save the life of the merchant Ali, he thanks him by helping Maruf to become a rich merchant himself. Initially, Maruf received plenty of credit from the merchants. But as helpful as he is, Maruf gives away all the borrowed money to the poor of the city without worrying. Within a month, his debt grows to 60,000 dinars, which his unsuspecting benefactors, including Ali, are anything but enthusiastic about. Once again, the princess has to help him out of a jam.
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