Zensierte Bilder, verordnetes Schweigen, Gedanken im Geheimen. Das Leben der syrischen Filmemacherin Diana El Jeiroudi war von Diktatur, Kriegen und Angst geprägt. In ihrem Film reflektiert sie eine politische Tragödie epischen Ausmaßes und stellt dieser ein Mosaik zutiefst persönlicher Momente gegenüber. Die dargestellte Zeit reicht von ihren ersten Erinnerungen im Alter von sieben Jahren, als sie von ihrem Vater die erste Kamera geschenkt bekommt, bis zur Gegenwart, in der sie mit ihrem Partner in Berlin lebt. Trost bieten ihr das Kino, die Musik, die Gewissheit von Träumen und die Solidarität einer tiefen Liebesbeziehung...
'Republic of Silence' (2021) ist nicht nur ein berührendes filmisches Memoir, sondern auch eine vielschichtige Reflektion der politischen und sozialen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in Syrien. Diana El Jeiroudis poetischer Filmessay wurde bereits bei den Filmfestspielen in Venedig gefeiert und hatte im Internationalen Wettbewerb von 'DOK Leipzig' seine Deutschland-Premiere. Die Regisseurin über ihren Film: "Ich bin nicht stumm, aber ich schweige. Ich kann nichts sehen, aber ich bin nicht blind. Was tust du als Überlebende? Du hältst entweder den Mund oder du erzählst es der ganzen Welt. Wie erzählt man die ganze Geschichte mit einer bruchstückhaften und manchmal nicht zulässigen Erinnerung? Wie spiegelt meine innere Welt die unausgesprochene äußere Welt; wie reflektiert sie eine Ära der Revolution, des Kriegs, der Immigration und der Weltpolitik? Wie vermittelt man in einer Welt, die nicht an Vermittlung interessiert ist? Für mich als Filmemacherin sind Wörter, Töne und Bilder die empfindlichen Elemente, mit denen ich arbeite, die ich bearbeite und in eine Ordnung bringe. Aber wie kann ich eine einfache, lineare Geschichte erzählen, wenn ich nicht über den Luxus der einfachen Erzählung verfüge? So bin ich nun hier. Ich bin die Geschichte, und doch auch die Erzählerin. Das ist es, was übrig ist von mir und der Geschichte - davon, wie ich Zeugnis abgelegt habe und zur Beteiligten geworden bin, und wie das Kino uns vor dem Wahnsinn bewahrt hat, ja wohl unsere Leben gerettet hat."
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Censored images, prescribed silence, thoughts in secret. The life of Syrian filmmaker Diana El Jeiroudi was marked by dictatorship, wars and fear. In her film, she reflects on a political tragedy of epic proportions and juxtaposes it with a mosaic of deeply personal moments. The time depicted ranges from her first memories at the age of seven, when she received her first camera as a gift from her father, to the present, when she lives with her partner in Berlin. She is comforted by the cinema, music, the certainty of dreams and the solidarity of a deep love relationship...
'Republic of Silence' (2021) is not only a touching cinematic memoir, but also a multi-layered reflection on the political and social developments of recent decades in Syria. Diana El Jeiroudi's poetic film essay has already been celebrated at the Venice Film Festival and had its German premiere in the International Competition of 'DOK Leipzig'. The director about her film: "I'm not mute, but I'm silent. I can't see anything, but I'm not blind. What do you do as a survivor? You either keep your mouth shut or you tell the whole world. How do you tell the whole story with a fragmentary and sometimes inadmissible memory? How does my inner world reflect the unspoken outer world; how does it reflect an era of revolution, war, immigration and world politics? How do you mediate in a world that is not interested in mediation? For me as a filmmaker, words, sounds and images are the sensitive elements with which I work, which I edit and bring into order. But how can I tell a simple, linear story if I don't have the luxury of simple narration? So here I am. I am the story, and yet also the narrator. That's what's left of me and the story - of how I bore witness and became a participant, and how cinema saved us from madness, indeed saved our lives."
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