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Kritiken von "stanleytweedle" aus

69 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • In the Cut
    Wenn Liebe tötet. Sie denken, Sie wissen alles über Begierde? Ein tödlicher Irrtum.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 24.02.2005
    Es mag für einige Menschen sehr interessant sein, Meg Ryan mal beim Sex haben zu beobachten. Ich habe mich leider allerdings ziemlich gelangweilt. Dabei fing der Film verheißungsvoll an mit tollen Bildern (ein Blütenregen im wildbewachsenen Hinterhof zu Megs Wohnung, in dem später ein abgetrennter Frauenkopf gefunden werden wird). Regiesseurin Jane Champion ist ja auch nicht irgendwer, mit Filmen wie "Das Piano" und "Ein Engel an meiner Tafel" hatte sie zwei, sozusagen geschlechterübergreifend anerkannte "Frauenfilme" gedreht. Zusammen mit der Autorin S.Moore, die die Romanvorlage für "In the cut" verfasst hat, hat sie auch am Drehbuch mitgeschrieben. Nicole Kidman fand das Projekt so unterstützenswürdig, dass sie als Produzentin Geld dafür aufbrachte.
    Für mich bleibt angesichts dieser starken Frauen vor allem die ernstgemeinte Frage zurück: Sind Frauen so?
    Meg gibt die Literaturprofessorin, die unter kopflastiger Enthaltsamkeit leidet, während ihre nymphomanische Schwester Jennifer Jason-Leigh über einem Puff wohnt und an nichts anderes als an Sex denken kann.
    Wegen einem bestialischen Mord in der Nachbarschaft macht Meg die Bekanntschaft eines sexistischen Latino Bullen, dem sie aufgrund seines aufreizenden Machogehabes sexuell hörig erliegt...
    Wem diese Kurzzusammenfassung zu sehr nach billigem Porno klingt, könnte Recht haben. Immerhin sieht man sogar - für amerikanische Filme ungewöhnlich - einen erigierten Schwanz.
    Aber erotisch würde ich den Film nicht bezeichnen. Um fair zu sein: Meine Freundin und ich haben nur 3/4 des Films geschafft, er war einfach zu nichtssagend, im Unterhaltungswert vergleichbar mit dem Mickey Rourke-Trash "Wilde Orchidee". :(
    Meg Ryan wollte endlich ihr Image als heitere Doris Day-Nudel ablegen, was ihr überhaupt nicht gelang, weil sie erneut ein verklemmtes Frauchen mit gestörter Sexualität spielt.
  • Ginger Snaps 3
    Der Anfang
    Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 05.02.2005
    Auch dem Prequel sieht man zwar sein begrenztes fianzielles Budget an, aber auch hier ist der ganz besondere Charme der ersten beiden Teile deutlich spürbar und das Drehbuch nicht unintelligent geschrieben. Zudem ist der Blutanteil leicht angestiegen, dennoch ist der dritte Teil erstmals ab 16, was daran liegen könnte, dass im Mittelalter wenig Gelegenheit bleibt für pubertäre Self-Destruction und Selbstmordaffinität, die noch im ersten Teil und auch im stellenweise in der Psychiatrie spielenden zweiten Teil einen Teil des Reizes der dunkel-makaberen Damen ausmachte. Vermutlich war dieser Dark-Wave-Gestus den Jugendschützern zu unheilvoll gewesen.
    Hier sind dann einfach zuviele Werwölfe vor dem Fort und zuviele Irre in dem Fort unterwegs, als dass man sich zu viel mit sich selbst beschäftigen könnte.
    Gute Unterhaltung, nett inszeniert und ein charismatisches Damen-Duo, dem ich einen vierten Teil wünschen würde.
  • Der Wixxer
    Komödie, Deutscher Film, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 30.01.2005
    Fand den Film um Längen besser, als das, was man von deutschem Komödien zu erwarten hat. Konnte damit auch wesentlich mehr damit anfangen als mit "7 Männer im Wald" oder "Traumschiff Surprise". Ein absoluter Kracher ist der Film allerdings nicht und viele Gags bleiben auf halber Strecke stocken, aber insbesondere das hochkarätige Comedian-Team und die stylishe Inszenierung machen vieles wett.
  • Super Size Me
    Ein echt fetter Film.
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 30.01.2005
    Ich sehe das anders als d9byd3, denn der Film offenbart ja, dass die FastFood-Konzerne ein ähnliches Großkartell wie die Tabakindustrie darstellen und mit ihren Lobbyisten auch an politischen Entscheidungen beteiligt sind. So gesehen ist "Super Size Me" eine durchaus politische Dokumentation, die aber natürlich erstens sehr unterhaltsam und zweitens vielfach im sehr populistischen Michael Moore-Stil funktioniert.
    Ich hatte nach dem Film erstmal keinen Hunger mehr, vor allem nicht auf Mc Donald´s.
  • Mindhunters
    Jede Sekunde zählt.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 24.01.2005
    ganz gute unterhaltung, da einfallsreiche todesursachen und nette "wer ist der mörder?"-hatz. allerdings wirklich für überdosen popcorn und womöglich alkohol gedacht, denn nachvollziehbare logik darüber, wie der tatsächliche täter all den tödlichen schabernack rein organisatorisch bewerkstelligen konnte, wird nicht klar. renny harlin hat so stilsicher wie ein werberegiesseur eines gehobeneren after shaves inszeniert: alles hochglanz. filmtipp für fhm-leser.
  • Wolfzeit
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 14.01.2005
    Ich hasse eigentlich Michael Hanekes Filme. Das ist vor allen Dingen auf seinen unsäglichen Film "Funny Games" zurückzuführen, der in unerträglicher Breite und in endlosen unbeteiligten Kamerastandbildern das Grauen einer von zwei Jugendlichen gequälten Familie in ihrem Ferienhaus vorführt, nur um die hohlen Charaktere der Bösewichte als Sinnbild für cineastischen Voyeurismus darzustellen und dem Zuschauer mit einem schlechten Gewissen für den Genuss von mutmaßlich gewaltverherrlichenden Filmen wie "Natural Born Killers" abzustrafen.
    An diesen Film musste ich in der Eingangssequenz von "Wolfzeit" denken, ist hier ja wieder ein Psycho in einem Ferienhaus einer unbedarften Familie auf Urlaub.
    Der Familienvater wird erschossen, die Mutter muss kotzen und flieht mit ihren Kindern in die vernebelte ländliche Welt. Ab da wird langsam aber sicher klar dass es sich gewissermaßen eher um einen Science-Fiction-Film als um eine Folge von "Aktenzeichen XY" handelt. Denn die ländlichen Dorfbewohner zeigen ein furchterregendes Desinteresse an dem Schicksal der Familie, Lebensmittel sind knapp, verseuchte Rinder verbrennen auf einem nächtlichen Scheiterhaufen, die Zivilisation scheint weit entfernt. Später kommt die Familie mit samt traumatisierter Kinder an einem Bahnhof an, wo eine Gruppe weiterer "Überlebender" auf einen Zug wartet, der vielleicht niemals kommt...
    Das Leben auf engem Raum inklusiver psychischer Zusammenbrüche und menschlichen Grausamkeiten fühlt sich an wie der Alltag in einem Konzentrationslager und gewissermaßen zeigt der Film die unangenehmen post-apokalyptischen Beobachtungen, die in Filmen wie "28 Days later" nicht weiter zu Ende gedacht worden sind.
    Weil Haneke dafür bekannt ist, ist das angemessen schwer erträglich und unangenehm, traurig und schlimm schlimm schlimm.
    Erfreulich ist, dass er diesmal keinen allzu aufdringlichen pädagogischen Dampfhammer ausgepackt hat. Durch das eindringliche Spiel der DarstellerInnen hat der Film tatsächlich etwas im negativen Sinne hypnotisches. Und der schmale Grad zwischen Menschsein und tierisch-egoistischem Überlebenstrieb wird vorbildlich aufgezeigt.
    Dennoch ist der Film Haneke-Bildungsbürgerkino, unangenehm bedeutungsschwanger. Und schwer zu ertragen, was allerdings im Sinne des Stoffes ist.
    Kein schlechter Film, aber auch kein Vergnügen.
  • Dead End
    Das dunkelste Stück Asphalt, das du dir vorstellen kannst!
    Horror, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 26.12.2004
    ausgeliehen habe ich den film eigentlich hauptsächlich wegen einem meiner lieblingsschauspieler ray wise, der bereits in "Twin Peaks" lauras vater leland palmer gegeben hat und dadurch für mich unvergesslich bleibt.
    vermutlich ist er in den meisten rollen absolut unterfordert, aber in "dead end" kann er sich mal wieder am rande des wahnsinns bewegen, was nur allzu verständlich ist bei einem alptraumhaften trip auf einer endlosstreife von landstraße ins nirgendwo. da der film zu 80% im auto spielt, kann man von einem kammerspiel sprechen, dessen psychischer druck nacheinander sämtliche protagonisten wahnsinnig werden lässt.
    trotz dem schaurig-surrealen szenario bleibt der film aber durchgängig brav. so werden die ersten "opfer" gar nicht gezeigt, viel mehr sieht man das rumstochern mit einem stock an den leichen aus dem blickwinkel der toten. so bleibt der film weitgehend blutleer.
    dass das endlose rumgegurke auf der weitgehend ereignislosen landstraße dennoch nicht langweilig wird, liegt an den guten darstellerInnen. aber auch das täuscht nicht darüber hinweg, dass es sich um eine billige direct-to-dvd-produktion handelt und die story insgesamt das niveau einer besseren "twilight zone"-episode hat.
    trotzdem zwar harmlose, aber recht sympathische unterhaltung, auch oder vor allem dank ray wise.
  • Riddick - Chroniken eines Kriegers
    Auch die Mächte des Universums können das Schicksal nicht besiegen.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 14.12.2004
    Als Serienheld taugt Riddick einfach nicht. Redegewandt wie eine Dose Buttermilch stapft er durch das Bild wie Sly Stallone und Schwarzenegger in ihren wortkargeren Momenten.
    Der Film stammt zu 95% aus dem Computer, während der Dreharbeiten wurde also ausgiebig vor einer blauen Leinwand rumgehampelt.
    So eine künstliche Inszenierung kann auch ihren Reiz haben: Die Sci-Fi-Serie "Lexx" fand ich aufgrund ihres trashigen Charmes ganz unterhaltsam, im Kino kann man derzeit mit "Sky Captain and the world of tomorrow" relativ eindrucksvolle Bildmalerei angucken.
    Klar, sind die Pixelwelten auch hier recht bombastisch, aber alles wirkt wie der Abklatsch von der "Dune"-Saga und auch die übrigen Charaktere sind nicht gerade beeindruckend. Hier wurden 100 Millionen Dollar umsonst verpulvert.
  • I, Robot
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 14.12.2004
    Leider ist die Sci-Fi-Story um einen mordenden Haushalt-Roboter ziemlich belanglos. Wurde noch mit den goldenen Roboter-Gesetzen Isaac Asimovs geworben, ist der Film leider trotzdem uninspiriert, unglaubwürdig und eindimensional.
  • Die Klavierspielerin
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 25.11.2004
    der film ist sehr beeindruckend bis auf das bittere "ende", falls man es als solches bezeichnen kann. die kategorisierung in "erotik" ist übrigens äußerst bedenklich, da sich hier alles, was in sachen leidenschaft abläuft, unangenehm und sadomasochistisch abspielt.
  • Bully
    Diese Kids schockten Amerika
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 22.11.2004
    Larry Clarks Regie ist eindeutig sexistisch, das lässt den Film zusätzlich so dumm erscheinen wie den White Trash, um den es geht.
  • L'Auberge Espagnole
    Barcelona für ein Jahr
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "stanleytweedle" am 13.11.2004
    relativ belanglos aber lustig und macht lust auf europa