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Kritiken von "mqvzhb" aus

22 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Das Leben der Anderen
    In einem System der Macht ist nichts privat.
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 24.09.2008
    Ein System-Treuer gerät ins Straucheln
    Er ist einer der Cleversten und auch Skupellosesten des DDR-Regims, dieser Gerd Wiesler. Aber es ist doch einer, dem es um die »richtige« Sache geht. Menschlichkeit hat er schon lange zurück gestellt. Als er dann Georg Dreyman observiert, bekommt er Zweifel. Zu spüren ist das beispielsweise an seiner Mimik, die zunächst versteinert ist, aber im Verlauf der Observierung immer menschlicher wirkt. Sehr bezeichnend ist auch eine Szene, in der er die Dienste einer Prosituierten in Anspruch nimmt und sagt: »Bleib doch noch etwas«.

    Der Film ist deprimierend und rührend zugleich, ohne sentimental zu wirken. Ulrich Mühe, der leider vor gut einem Jahr verstorben ist, hat wirklich ein geniale Arbeit abgeliefert und auch seine Kollegen machen ihren Job gut.

    Für mich ist »Das Leben der Anderen« ein wirklich sehenswerter Film, der ein Stück deutscher Geschichte aufarbeitet und gleichzeitig eine Hommage an die Menschlichkeit ist.
  • Blood Diamond
    Dieser Stein nimmt dir alles.
    Abenteuer, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 02.08.2008
    Ohne Zuckerguss
    Wer bekommt den riesigen Diamanten? Das ist eine zweitrangige Frage in diesem Film. Viel mehr verpackt der Film ein brisantes Thema in ein packendes Action-Drama, bei dem alle Beteiligten (auch der Zuseher) kaum Ruhe bekommen. Die Verrohtheit und Menschenverachtung, die hier gezeigt wird ist kaum zu übertreffen. Das machte den Film für mich sehr anstrengend, aber hielt auch den Adrenalinspiegel ständig auf hohem Niveau.
    Am erschütterndsten fand ich, wie kleine Jungs zu Tötungsmaschinen »umgeformt« werden. Ich kann es natürlich nicht wirklich beurteilen, aber mir schien das sehr realistisch und vor allem unsentimental dargestellt.
    Die Botschaft: Wer so viel Brutalität sieht, wird selbst irgendwann zum Monster. Dass es nicht unbedingt so sein muss, zeigt Solomon Vandy, der zeitweise sogar vor Danny Archers (Leo Dicaprio) Brutalität erschrickt.
    Leo Dicaprio ist tatsächlich ein klasse Schauspieler, der nicht nur den treuherzigen Liebhaber spielen kann - so wie in diesem Film. Ganz besonders hat mir das Ende gefallen. Ein Ende mit dem der Zuseher leben kann, aber ohne jeden Zuckerguss.
  • Die Fremde in dir
    Wie weit würdest du gehen, wenn du alles verlierst?
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 01.08.2008
    Eine Frau sieht rot
    Die Meinungen über diesen Film gehen, wie man sieht, stark auseinander. Mir hat dieser Film durchaus gefallen, für einsame Spitze halte ich ihn jedoch nicht.
    Was mich gestört hat, ist der Verlauf: Jodie, Charles Bronson, Foster gerät in einen Strudel der Gewalt, der sich zu verselbständigen scheint. Und dann bekommt sie ihre Rache und alles ist gut. Das ist mir dann doch zu einfach.
    Andererseits transportiert die Kameraführung die düstere Stimmung sehr gut und Jodie Foster spielt erstklassig (wie fast immer). Abgesehen vom Ende finde ich die Geschichte auch recht schlüssig.
  • Pans Labyrinth
    Drama, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 28.07.2008
    Verfilmter Albtraum
    Ofelias erste Begegnung mit den mystischen Wesen der Unterwelt, ist die mit einem Insekt. In dem Tier, das ähnlich wie eine Gottesanbeterin aussieht (nur hässlicher) sieht sie eine Fee. Der Zuschauer hat jedoch Zweifel daran und vermutet hinter der Fee eher einen Dämon. Doch dann nimmt Ofelias Reise in die magische Unterwelt schon ihren Lauf.
    Blut, Folter und eiskalte Brutalität dominieren die eine Seite des Films - die schrecklichen Taten des Capitan und seinen Soldaten. Doch in der mystischen Unterwelt geht es auch nicht gerade friedlich zu. Ungeheuer und eklige Tiere wollen Ofelia mit aller Macht davon abhalten, ihre 3 Prüfungen zu bestehen, die ihr vom Pan aufgetragen wurden.
    Es ist mit Sicherheit kein Kinderfilm, denn die Brutalität, die hier gezeigt wird, haut sogar manchen Erwachsenen vom Hocker. Es ist aber auch kein Film für Rationalisten, dazu ist diese Welt der Fabelwesen doch zu abstrus. Märchenfans stören sich am realischen Teil des Films, in dem es um den Widerstand gegen das Franco-Regime geht.
    Bleiben nur noch die Menschen, die sich sowohl für Märchen, als auch für die Realität interessieren und dabei mit der Darstellung roher Gewalt als Stilmittel zurecht kommen. Über die tiefere Bedeutung kann sich jeder selbst Gedanken machen. An Symbolik, die diesen Gedanken Nahrung gibt, fehlt es dem Film sicher nicht.
  • L.A. Crash
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 07.05.2008
    Gutes Schauspiel, aber...
    ...sehr konstruiert und für mich daher unglaubwürdig.
    Der Cop, der kurz zuvor eine hübsche Frau vor ihrem Mann willkürlich gedemütigt, hat riskiert wenig später sein Leben für dieselbe. Der (bisher) devote, schwarze Karrierist macht innerhalb von kürzester Zeit eine Kehrtwende und provoziert einen Polizisten mit extremer Aufsässigkeit. Der Ganove, der bei einem Autodiebstahl einen Chinesen überfährt und ihn unnötiger Weise zu Tode schleifen möchte (der Chinese ist unter dem Auto festgeklemmt), begeht später im Film eine gute Tat, indem er das Geld, das ihm für illegale chinesische Einwanderer ausschlägt und den Leuten sogar noch eigenes Geld in die Hand drückt.

    Nee, ist ja alles wirklich wunderbar, aber Menschen machen eben keine 180-Grad-Charakterdrehung - in diesem Film machen das aber fast alle Beteiligten.

    Bis auf diesen für mich grundlegenden Fehler hat mir der Film gut gefallen. Die Besetzung ist hochrangig und entsprechend gut ist das Schauspiel. Wenn er auch noch etwas realistischer gewesen wäre, dann wäre es einer der besten Episodenfilmen gewesen, die ich gesehen habe. Aber so sind am Ende (fast) alle glücklich, nur ich nicht, weil ich mich veräppelt fühle.
  • Thank You for Smoking
    Was bist Du bereit für Geld zu tun?
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 01.05.2008
    Psychopathen und Europäer
    »Es rauchen ja nur noch Psychopathen und Europäer«, so ist es aus dem Munde eines Senators zu vernehmen, der den Zigarettenqualm bekämpft. Und ein anderer, Nick, argumentiert gegen die Tabakgegner - und das recht pfiffig, mit einigem Erfolg und mit sehr wenig moralischen Skupeln.

    Witzig zuzuhören ist den Dialogen des Streifens allemal - das gilt sowohl für Raucher als auch für Nichtraucher. Wer aber den moralischen Zeigefinger erwartet, der am Ende den Zuseher zum Rauchen aufhören nötigt, der wird enttäuscht.

    Der Film unterhält recht gut, wenn man an schlagfertigen Dialogen Gefallen findet. Ich habe mich jedenfalls keine Sekunde gelangweilt.
  • Herr Lehmann
    Scheiss der Hund drauf.
    Komödie, Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 09.04.2008
    dito
    Eigentlich kann ich meinem Vorschreiber nur Recht geben: Ich fand den Film langweilig, aber am meisten hat mich gestört, dass es keine richtige Handlung gibt.

    Als Alternative zum Film schlage ich vor, sich selbst mal wieder auf Kneipentour zu begeben. Davon hätte man nämlich mehr...
  • Zodiac
    Die Spur des Killers - Hinter jedem Code steckt ein Geheimnis...
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 03.04.2008
    Qualitätskino
    Schockierend und rasant beginnt der Film, im Mittelteil zieht er sich etwas und das Ende ist abrupt.
    Das muss aber so sein, vorausgesetzt man will einen Film, der die damaligen Ereignisse exakt wiedergibt.
    Optisch ist der Streifen richtig toll. Die Mordszenen sind schockierend, aber nicht zu blutrünstig. Wie schon erwähnt braucht der Zuschauer im Mittelteil etwas Geduld, denn die vielen Details der Ermittlungen kann man nur schwer folgen und es besteht die Gefahr, dass man mental »abschaltet«.

    Gut ist er jedenfalls, der Film, schauspielerisch erstklassig - und spannend auch, selbst wenn das sich das nicht über die gesamte Filmlänge erstreckt.
  • Pulp Fiction
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 26.10.2006
    Moderner Klassiker
    Für mich ist Pulp Fiction einer der besten Filme überhaupt. Er ist echt wild in seiner Handlung - da passieren Dinge, die sonst nur in Albträumen vorkommen. Das ganze ist aber so originell verpackt, dass vieles zwar schockierend, aber nicht abstoßend wirkt. Und ich liebe die Dialoge! Am besten sind die zwischen John Travolta und Sam Jackson. Jedenfalls ist der Film keine Sekunde langweilig und gehört zu den modernen Klassikern, die man gesehen haben MUSS! Wer also da noch eine Bildunglücke hat: Sofort auf »DVD leihen« drücken.
  • Elementarteilchen
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 04.10.2006
    oberflächlich
    Bruno (Moritz Bleibtreu) meint sein zerstörtes Seelenheil beim Sex wieder zu finden und er scheitert dabei kläglich. Bis er die ebenfalls »sexuell aufgeschlossene« Martina Gedeck trifft und sagt »ich glaube, ich liebe dich«. Die wiederum ist unheilbar krank und landet nach einigen Swingerclub-Besuchen im Rollstuhl. Als Bruno sich nicht so recht für das Leben mit der nun Behinderten entscheiden kann, stürzt sie sich vom Balkon.
    Die Darsteller bemühen sich darum, dass die platte Story Tiefgang bekommt - Moritz Bleibtreu heult sich dazu die Seele aus dem Leib. Trotzdem können die Figuren nur an der Oberfläche kratzen, denn leider gibt das Drehbuch nicht mehr her. Was uns die knappe Geschichte des Komplexbündels Michael sagen soll? Keine Ahnung. Echte Gesellschaftskritik kann ich jedoch in diesem Film nicht entdecken. Höchstens die Message: Es gibt mehr kaputte Menschen, als viele denken. Ja. Ok. Und?
  • Mulholland Drive
    Straße der Finsternis
    Thriller, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 03.10.2006
    Drei Ansichtsweisen
    Leute, die sich diesen Film ansehen, können (als grobe Einteilung) auf dreierlei Weisen reagieren:
    1. fasziniert von der düsteren, mysteriösen Stimmung und von den überragenden schauschpielerischen Leistungen (besonders Naomi Watts). Es folgt KEINE Suche nach einer logischen Erklärung.
    2. Verwirrung gefolgt von Verärgerung. Vermeintlich ist die Verwirrung nur als Selbstzweck gedacht - es gibt KEINE logische Erklärung.
    3. Verwirrung, Faszination gefolgt von der (fast) fanatischen Suche nach DER Erklärung.
    Der dritte Punkt war meine Reaktion und nach dem ich den Film zum dritten mal gesehen habe, habe ich eine Theorie, die ich hier nicht schildern möchte, um niemanden den Spaß zu verderben.
    Mulholland Drive ist nicht nur im übertragenen Sinne ein Rätsel, er ist tatsächlich eins. David Lynch hat es genau so geplant, als er den Film gedreht hat. Wer genau hinguckt, findet Dutzende von Hinweisen, ja sogar hunderte. Und das Verwirrspiel macht mehr Sinn, als manche denken.
    Entmutigender Weise gibt es ebenso viele Lösungsansätze wie Hinweise. Man könnte Bücher darüber schreiben und es gibt solche sogar.
    Zum Abschluss die Tipps vom Meister David Lynch:
    * Schenken Sie dem Anfang des Films besondere Aufmerksamkeit, denn zwei wichtige Hinweise finden sich bereits vor der Eröffnungssequenz.

    * Beobachten Sie, wann und wo rote Lampenschirme eine wichtige Rolle spielen.

    * Achten Sie darauf, wie der Name des Films heißt, für den sich der Regisseur Adam Kesher Schauspielerinnen anhört und ansieht. Wird dieser Titel an einer anderen Stelle im Film wiederholt?

    * Beachten Sie genau, an welchem Ort der Unfall stattgefunden hat.

    * Wer gibt wem einen Schlüssel und in welchem Zusammenhang und warum tut er das?

    * Achten Sie genau auf die Kleidung, den Aschenbecher und die Tasse Kaffee.

    * Wer macht sich im Club Silencio bemerkbar? Was ist dort zu spüren, zu beobachten und zu entschlüsseln?

    * Ist es allein Camillas Begabung, die ihr hilft?

    * Achten Sie genau auf die Ereignisse im Umfeld des »schwarzen Mannes« hinter Winkies.

    * Wo ist Tante Ruth?

    Viel Spaß beim Rätseln! Ausdauer braucht man allerdings eine Menge. Tipp für ungeduldige Logiker: NICHT ansehen!
  • Gloria
    Freche Schnauze. Tolle Kurven. Weiches Herz.
    Krimi, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "mqvzhb" am 27.09.2006
    Schäm dich, Sharon!
    Eigentlich sieht Sharon Stone nicht nur gut aus, sondern hat auch schauspielerisch einiges auf dem Kasten. Das hat sie jedoch in diesem Film gut versteckt. Die Dialoge sind völlig unglaubwürdig und extrem unnatürlich. Statt sich den Film anzusehen, hängt man sich besser einen Pirelli-Kalender an die Wand. Der ist auch sexy und erspart einem bescheuerten Dialoge. Dieser Streifen ist übrigens ein Remake. Das Original ist auch nicht gerade Oskar-verdächtig, aber immer noch um Klassen besser als dieser.