Vor Jahrzehnten sind sie auf St. Pauli gestrandet, auf der Flucht vor kleinbürgerlicher Enge, auf der Suche nach Arbeit und einem anderen, unkonventionellen Leben. Als Tänzerin oder Stripperin, Wirt oder Bardame, Seemann oder Zuhälter haben sie sich durchgeschlagen. Sie treffen sich tagsüber in ihren Stammkneipen, dem 'Hong Kong', dem 'Utspann' oder der 'Kaffeepause', um sich an frühere Zeiten zu erinnern. Sie erzählen von der Suche nach Gold und von sinkenden Schiffen, vom Kiezalltag und von Krokodilen. Und natürlich von den Sparclubs, in denen sie bis heute Mitglied sind. Sparer wollen sie dabei gar nicht sein, sie sehen sich als Lebemenschen. War Geld da, wurde es mit vollen Händen ausgegeben, ohne an die Zukunft zu denken. Aber in dem Sparschrank an der Kneipenwand sind zumindest ein paar Euro sicher, vor allem vor ihnen selbst. Ein Notgroschen, um über die Runden zu kommen.
Decades ago, they were stranded in St. Pauli, fleeing from petty-bourgeois confinement, looking for work and a different, unconventional life. As dancers or strippers, innkeepers or barmaids, sailors or pimps, they have made a living. They meet during the day in their favourite pubs, the 'Hong Kong', the 'Utspann' or the 'coffee break', to remember earlier times. They tell of the search for gold and sinking ships, of everyday life in the neighbourhood and of crocodiles. And, of course, from the savings clubs of which they are still members today. They don't want to be savers at all, they see themselves as bon vivants. If money was there, it was spent with full hands without thinking about the future. But in the savings cabinet on the pub wall, at least a few euros are safe, especially from themselves. A nest egg to make ends meet.