Lange betrachteten die Israelis den israelisch-arabischen Krieg vom Juni 1967, den sogenannten Sechstagekrieg, als wunderbaren Sieg ihres kleinen Staates über die ihn umzingelnden feindlichen Araberstaaten. Die arabischen Völker dagegen sahen in dem Krieg eine imperialistische Verschwörung, die ihnen eine erniedrigende Niederlage bereitet hatte. Über 40 Jahre später erweist sich der Sechstagekrieg als bedeutsamer Wendepunkt in der Geschichte des Nahen Ostens, dessen Folgen bis heute politisch hoch bedeutend sind. Mit der Niederlage der arabischen Staaten wurde den Palästinensern bewusst, dass sie vor allem auf sich selbst zählen mussten. Daraufhin verstärkte sich in der ganzen Region die fundamental-islamistischen Strömungen. Der militärische Sieg der Israelis führte in der Folge zu einer dramatischen, ausweglos erscheinenden politischen Situation, unter der die Völker der Region noch heute leiden...
Die in Israel, Ägypten, Jordanien und Syrien gedrehte Dokumentation 'Six Days in June - Sechs Tage Krieg' (2007) von Regisseur Ilan Ziv besteht aus beeindruckenden Archivaufnahmen sowie unveröffentlichten Aussagen von Infanteristen, Generälen, Politikern und Geheimdienstlern. Im ersten Teil wird die unmittelbare Vorgeschichte des Krieges gezeigt, im zweiten der Krieg selbst und der Ansatz für die spätere Entwicklung der Nahost-Region.
Die zwei Episoden im Überblick:
01. Die Waffen klirren
02. Krieg und Okkupation
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For a long time, Israelis regarded the Israeli-Arab war of June 1967, the so-called Six-Day War, as a miraculous victory for their small state over the hostile Arab states surrounding it. The Arab peoples, on the other hand, saw in the war an imperialist conspiracy that had inflicted a humiliating defeat on them. More than 40 years later, the Six-Day War proved to be a significant turning point in the history of the Middle East, the consequences of which are still politically significant today.