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Kritiken von "DerEinsamePicasso" aus

948 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • The Pyramid
    Grab des Grauens - Es gibt kein Entkommen.
    Horror, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 19.05.2015
    Überraschend dunkel und düster aber auch fesselnd erzählt. Das Tempo wird gut hochgefahren, gelungene Animationen und CGI-Effekte, dazu eine schaurige Kulisse und stickige Gänge. Guter Spannungsbogen, plausibel erzählt mit einigen Hintergrundthesen. Gut eingebaute Effekte und Schreckmomente. Die Pyramide wirkt beängstigend gut auf den Zuschauer. Die Darsteller machen ihre Arbeit ordentlich. Relativ dunkel und mysteriös gehalten. Nette Kamerafahrten, eher unspektakuläre blutige Momente. Alles wirkt etwas vorhersehbar, der Schlusspunkt war absehbar. Die Dialoge sind erträglich, wenn auch oft übertrieben hysterisch und monoton. Im großen und ganzen hält sich das Geschehen durchgehend spannend und verhält sich überraschend professionell. Fährt aber mit typischen Genre-Spitzen auf, die nicht ideal zum Ausdruck kommen. Aufgrund der rasanten und guten Erzählweise zwischendrin, wird einem die Pyramide und die Geschichte um Sie herum immer vertrauter. Etwas blutig, etwas künstlich, überzogene Animationen. Aber durchgehend gut durchdacht. Untergrund-Labyrinth mit einigen Tücken. Im ganzen betrachtet gut aufgemacht und dicht gehalten. Für zwischendurch überraschend guter Genre-Beitrag mit einem eher nicht krönenden Abschluss. Wer diese Art von Aufmachung sucht, wird gut bedient! Dafür das der Schauplatz klein bleibt, wird einem doch ordentlich stickig. Man kann gut mitgehen. Regiearbeit ist geglückt, wenn auch nicht perfekt. Authentisch und aufbrausend erzählt, für zwischendurch Top! .
  • Ich darf nicht schlafen
    Wem kannst du trauen?
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 17.03.2015
    Interessantes Portrait einer Amnesie erkrankten. Wenig spektakulär, eher lahm und langsam erzählt. Nicole Kidman und Colin Firth glänzen in ihrer Rolle. Generell ist die schauspielerische Leistung Audrucksstark. Der Verlauf gestalltet sich verworren, gute Verwirrungsstrategie in einem packenden Aufklärungsversuch zwischen Wahrheit und Lüge. Der Zuschauer wird gut gefesselt, leider verliert das Geschehen im Laufe der Zeit an Dynamik. Zu langatmig, zu zäh. Leichte Spannungskurven, die aber nie ihren Höhepunkt finden. Insgesamt sehr schwacher Plott, und enttäuschender Abschluss. Der Film verliert sich zu sehr in Dramaturgie, er lässt miträtseln, aber fordert keine großen Schlussfolgerungen. Das Geschehen zieht sich hin, das Hauptaugenmerkt wird zu sehr auf die Hauptdarstellerin gelenkt. Die Zusammenhänge sind gut vertuscht, aber der gewisse Aha-Effekt bleibt leider aus. Wobei das Geschehen von den glaubwürdigen schauspielerischen dynamischen Ausdrücken beherrscht wird. Die Atmosphäre ist mysteriös und leicht düster. Das Geschehen ist packend.

    Im großen und ganzen interessant, aber leider zu wenig Thrill, versucht gefühlsstark aufzubauen. Gute Kameraarbeit, optisch gut aufgebaut. Mir fehlte der wandel, die große Bühne, das ganze verliert sich in Eintönigkeit, läuft zu ideenarm ab. Hat aber durchaus seine fesselnden Momente. Gute Amnesie Geschichte, mit einigen Höhen, wird leider immer schwächer und kann insgesamt leider nicht überzeugen.
  • Non-Stop
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 20.02.2015
    Nicht vorhersehbar, gutes Rätselraten, beklemmendes Duell in beängstigender Höhe, man fiebert förmlich mit. Das ganze Szenario besticht durch eine spannende Atmosphäre, und einigen Twists. Als Zuschauer wird man gut in den Bann der verstrickungen gezogen. Beklemmend und wirklich nervenaufreibend inszeniert. Das ganze Geschehen bleibt durchgehend undurchsichtig und wird dicht gehalten. Obwohl das Konzept nicht unbedingt neu ist, kann der Film durchaus punkten. Er bietet eine spannende Unterhaltung, und trotz eingeschränkter Kulisse ein verzwicktes Erlebnis, das immer neue Wendungen gekonnt einspielt, um den Zuschauer noch extremer zu täuschen. Gute Bilder, nette Kameraarbeit, wenn auch nicht unbedingt professionell und sicherlich keine neue Idee, besticht das geschehen durch einen guten Spannungsgrad und wendungen. Erinnert aber zu sehr an "Flightplan", und hat zu wenig eigene Ideen. Zum Ende hin leichte schwächen und Logikfehler. Immerhin wird der Zuschauer so gefesselt in den Verstrickungen das es nicht viel auszusetzen gibt. Manche Nebendarsteller nerven, die Dialoge sind schwach. Im grunde genommen ein packendes Stück, mit schwächen. Man wird gut unterhalten. Liam Neeson und Julianne More funktionieren Prima zusammen, wären da nicht die ganzen anspruchslosen Dialoge. Das Geschehen bleibt aber authentisch und wirkt echt. Wirklich spannend und verteufelt. Ein anstrengendes hin und her, zwischen Verdacht und Vermutung. Gut inszeniert aber weniger gut abgeschlossen.
  • Lucy
    Thriller, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 15.02.2015
    Positiv : Eine wunderbar aufspielende Scarlett Johnson. Nette und eindrucksvolle Kulisse, packende Atmosphäre, Gutes Tempo, keine unnötigen Dialoge. Philosophische Spitzen gepaart mit Wissenschaftlichen Aspekten, gut aufeinander abgestimmte Bilder und Szenarien, interessante Kameraarbeit, Sound ist gut aufgebaut und abgestimmt. Generell wenig spektakulär, dafür spannend und leicht actionreich, auch wenn nicht immer professionell. Aber im grunde genommen, ein solider Film für zwischendurch. Bildgewaltig und verblüffend effektreich. Mit dem Drang zur Formung der menschlichen Möglichkeiten und weiterentwicklung der menschlichen Gehirnkapazität und deren Potential und Kraft. Nicht immer realistisch.

    Aber Science-Fiction mässig top aufgebaut.

    Negativ : Wirkt zu konstruiert, wenig Abwechslung, schlüssige Dialoge, teilweise laienhafte Leistung der Darsteller, abgesehen von Morgan Freeman und Scarlett Johnson bleiben alle anderen sehr schwach. Hypothetisch, keine neuen Antworten auf Evolution und die menschliche Gehirnkapazität und das übermenschliche Potential und handeln, Einstein lässt grüßen. Alles wird reenszeniert, bildlich sehr konstruriert und aneinandergereiht, sehr vorhersehbar, kein spektkulärer wandel, aber passend fiktiv mit historischen Hintergrund abgerundet, die Message kommt nicht richtig an. In manchen Momenten wirken die Darsteller von Gestik, Mimik und Motorik recht gestellt. Aber im ganzen gesehen, nichts weltbewegendes. Luc Beeson kann es besser!
  • Feuchtgebiete
    Mach dich bereit für Helen.
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 03.02.2014
    Ekel hier und Ekel da, "Feuchtgebiete" geht einfach nur locker und offen mit Tabuthemen oder unangenehmen "Pfuibereichen" um, dabei wird "Hygienefreaks" ordentlich auf die Füße getreten und unverblümt aber auch natürlich das ausgesprochen und verbildlicht was die Mehrheit so abstoßend findet. Offen bleibt die Frage wer braucht sowas? Wer möchte wissen wie unhygienisch ein Mensch sein kann? Wieso ekeln wir uns überhaupt vor unseren Körper und deren Ausscheidungen? Ich persönlich finde der Film regt ein bisschen zum nachdenken an, aber das Gesellschaftsniveau möchte nicht wissen wie unhygienisch ein Mensch sein kann, für das gepflegte Publikum erscheint das alles natürlich widerlich und abstoßend, aber das möchte man ja auch hauptsächlich erreichen, der Film soll empören und ekeln, dabei wird eigentlich nur eine Familientragödie kaschiert. "Feuchtgebiete" nimmt sich selber nicht so ernst, und geht mit Ekelthematiken sehr offen und direkt um, und möchte das was wir ablehnen und abstoßend finden ins lustige ziehen. Wer es mag, wird unterhalten. Wirkt fast schon provozierend aber erscheint in seiner Machart nervig, unangenehm und größtenteils langweilig. Für das erwachsene Publikum keine Bereicherung. Ein authentischer Film, der den Hygienewahnsinn entgegentritt. Ich habe das Buch von Charlotte Roche nicht gelesen, da ich mich eigentlich für solche Ekelliteraturen mit dem Inhalt "Ergründung des Körpers und seinen dazugehörigen Sekreten" nicht wirklich interessiere, wurde deswegen vom Film nicht sonderlich vom Hocker gerissen, und bin auch relativ überrascht das man das Buch als Skandal deklariert. Ich kann jetzt keine Zusammenhänge zwischen Buch und Film ziehen, aber die verbale offenheit der Hauptdarstellerin wird zum Hauptbestandteil, so wie es offenbar auch im Buch verdeutlicht wird, geht man hier sehr offen mit dem eigenen Körper um, ohne verklemmungseffekt. Der ein oder andere Lacher ist sicherlich dabei, und für eine deutsche Produktion ist die Filmumsetzung des Skandalromans durchaus gelungen. David Wnendt hat es geschafft, die Romanvorlage zu adaptieren und sie ebenbürtig in einen tollen Film zu übertragen.

    Eigentlich sehr anspruchslos und mit wenig Mitteln zusammengeschustertes "Ich nehme Hygiene nicht so wichtig" Filmchen, das an sich nichts neues offenbart oder zeigt, sondern der verklemmten Massenkultur verbal ordentlich die Anushaare epiliert. Ja wörtlich nehmen, denn auf solch einer provokanten Art baut der Film auf. Die Zuschauer die sich für diesen Film entscheiden müssten eigentlich wissen was sie erwartet. Relativ obszön, pervers und nicht durch die Blume ausfallendes und provokantes Kino das auf giftige Dialoge setzt und sich durchgehend gegen Moralvorstellungen stellt. Inhaltlich natürlich nicht besonders bereichernd, nicht jeder interessiert sich für aneinanderhängende kurze Vaginal und Analgeschichten. Ich denke man sollte einen Bezug zum Buch haben um irgendwie einen Sinn im ganzen zu sehen, für mich war das größtenteils zu unwichtig dargestellt. Sicherlich kein Film den man sehen muss und auch nichts was man sich antun sollte! Nüchtern betrachtet nicht besonders brauchbar, ein abstecher in die skurrile welt der sexuellen seltsamkeiten machen sicherlich viele durch, was soll also am gezeigten so schrecklich sein? Man begegnet täglich solchen Menschen, auch wenn es einem vielleicht nicht direkt auffällt, vielleicht empört die Offenheit der Hauptdarstellerin nur deswegen weil sie das ausspricht was sich die Mehrheit nicht traut. Verbale Ausrutscher, ekelige Schilderungen und niveaulose Offenbarungen aber auch leichte Familienkritik macht sich breit. "Feuchtgebiete" überschreitet nicht zwingend grenzen, der Umgang mit dem eigenen Körper ist jedem selbst überlassen, der Film spaltet das Publikum, und soll die empören und schockieren "die sich wehemennt gegen die Natur ihres Körpers auflehnen". Eigentlich nichts neues, eine übliche Coming-Of-Age-Komödie mit verbalen Spitzen und verkorkster Familiendramatik im Hintergrund. Optisch aber auch musikalisch gut produziert, so muss deutsches Kino aussehen. Der Film lebt einzig und allein durch den Hauptcharakter "Helen" die von einer stark aufspielenden Carla Juri verkörpert wird. Der restliche Cast passt sich ganz gut an, kann sich aber nicht besonders hervorheben. Eigentlich ein sinnloser Film, der nur für die Sinn macht die das Buch metaphorisch verinnerlichen möchten, der Rest wird sich ekeln oder langweilen. Anspruchsloser Teenagerfilm mit einem grandiosen Erzählstil!

    Fazit : So symphatisch Helen auch sein mag, so nervig sind ihre Dialoge auch. Eine eher ambivalente Rolle die Im großen und ganzen defizite in der Kindheit zum Störbild manifestiert. Carla Juri passt ideal in die Rolle und spielt ausgezeichnet. Die Rückblicke als Nebengeschniss sind etwas langweilig, aber ich war von der Erzählweise und der Hauptprotagonistin doch recht gepackt, ansonsten empfand ich das Geschehen eher belanglos und größtenteils auch albern. Für Leser des Buches sicherlich empfehlenswert, für alle anderen ist dieses niveaulose Kino, eher ein bisschen zu Obszön und provokant, aber auch zu identifikationslos. Es ist eher eine Art Selbstfindung, gemischt mit Sexualität und abgerundet mit ekelerregenden Phasen, die sich aber im Rahmen halten. Habe mir mehr ablehnung erhofft. Vernünftige Nebendarsteller, unterhaltsam gespielt, kurzweilig erzählt und schön gefilmt. Wer mit Obszönität und Perversion keine Probleme hat, wird an "Feuchtgebiete" seinen spaß haben. Für Etepetete Menschen ist das Buch aber auch der Film ein Schlag ins Gesicht. Somit bleibt jedem selbst überlassen was er vom Inhalt hält. Generell sollte man einen Bezug zur Hauptfigur haben, sonst macht das alles keinen großen Sinn. Für deutsche Verhältnisse gut produziert aber das Budget hätte man definitiv in andere Filme hineininvestieren können, das ein Buch von Charlotte Roche mit ekelerregenden offenbarungen so viel Aufmerksamkeit geschenkt bekam war mir schon etwas idiotisch, das man sowas jetzt auch noch verfilmen muss, finde ich etwas übertrieben und unnötig, da der Inhalt auch nicht Massenkompatibel ist. Anstrengend inszeniert aber eine gute Literaturverfilmung.
  • Homefront
    Wie weit würdest du gehen, um deine Liebsten zu beschützen?
    Thriller, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 24.01.2014
    "Homefront" bietet absolut nichts neues, und kann größtenteils den Zuschauer nicht dauerhaft an die Kinosessel festschnallen. Hier und dort ist es ein Konflikt unter Kindern, der eine Verkettung unheilvoller Ereignisse nach sich zieht. Wirkt in seiner Machart fast schon selbstironisch, fies und albern, und tut sich in seiner Entwicklung schwer. Zu gradliniger Handlungsverlauf, zu einseitig, vielleicht auch zu stumpf inszeniert, erscheint aber packend und fesselnd in seiner Erzählung. Üblich cooler Statham, mit aufgewärmten Plot der schon mehrfach ähnlich verfilmt wurde, besticht durch Stakkato-Schnitte und einer Erzählweise die holprig daherkommt, vor allem in den Actionphasen sinnloses Kameragewackel, also nicht wirklich förderlich für den weiteren Verlauf. Im eigentlichen Sinne steht die Bindung zwischen Vater und Tochter mehr im Vordergrund als die eigentliche Action nebenbei, da setzt man eher auf Hand-to-Hand bzw. auf Hau-Drauf-krawall. Alles läuft nach einer gewissen Struktur ab ohne wirklich zu überraschen, dabei stehen die Charaktere im Vordergrund. Eintöniger Testosteronthriller mit der üblichen Selbstjustiz Thematik im Hintergrund. Ich fand den Verlauf durchsichtig und vorhersehbar. Jason Statham ist in seiner "Übervater Rolle" zu aufgesetzt und kann schauspielerisch nur mit einer Mimik auffahren. Generell laufen die Statham Filme immer nach einer ähnlichen Vorlage ab und unterscheiden sich nicht großartig in ihrer Form, was auch bei "Homefront" der Fall ist.

    Im Allgemeinen betrachtet wirkt das Geschehen fast schon wie eine Hommage an die 80er Jahre, zumindest läuft "Homefront" im Stil der 80er Jahre ab und fährt mit einigen Details und Parallelen auf. Durch die Familiengeschichte im Handlungsstrang schleicht sich zu viel länge ein, es wirkt in diesen Phasen alles etwas lahm und zäh. Und auch sonst kann man zu den Nebencharaktern keine Symphatien aufbauen, da sie kleingeistige Texte bekamen, die sich ziehen wie Kaugummi aber nicht aussagestark sind. Winona Ryder, Clancey Brown und Kate Bosworth ganz ansehnlich, aber wirkliche akzente können sie leider nicht setzen. Das Drehbuch lässt definitiv zu wenig Raum zu, so das die Charaktere kaum Profil entwickeln und aufzeigen können.

    James Franco verkörpert in seiner Rolle einen fast schon 08/15 Bösewicht, der mit seinen argumentativen Psychospielchen keine besondere Bedrohung erzeugen kann und hinter den harten Bikern eher eine Statistenrolle auf die Zuschauer Projiziert. Auch das Duell Statham gegen Franco hätte mehr Spannung vertragen können aber auch mehr Nervenkitzel und sowas wie ein intensives Psychoduell oder mehr wenden, die leider ausbleiben. Die pseudo-ironischen Dialoge nerven teilweise ziemlich, zumindest mich! So verheizt man Darsteller.

    Es wundert mich das Sylvester Stallone hier wirklich für das Drehbuch verantwortlich war, wenn das wirklich stimmt möchte ich mal wissen was er sich dabei gedacht hat den Darstellern so schlechte Dialoge auf den Leib zu schreiben!? Da erhofft man sich doch mehr! Generell nehmen Actionszenen nur einen relativ kleinen Raum des Films ein, sind aber bildgewaltig und in ihrer Darstellung durchschlagend und effektiv aber doch etwas wackelig. Es schleicht sich zu viel Leerlauf ein, und alles wirkt etwas langwierig und auch langweilig.

    Die Szenarien bieten Idylle, die Provinz wirkt dreckig aber auch passend zur Geschichte. die Zeichnung zwischen gut und böse ist zu eindeutig, die trennmuster sind zu klar, wobei die Gut-gegen-Böse-Konstellation nicht besonders unerwartet daherkommt. Auch sonst wirken die charaktere eher hirnlos und übertrieben gestellt. Die Familiengeschichte steht im Fokus und schleift fast schon dramatik mit sich, so das neben der Tochter und Vater Thematisierung nicht viel Platz bleibt für wirklich starke Nebengeschehnisse. Die Geschichte war in ähnlicher Form schon oft präsent und kann sich meiner Meinung nach nicht besonders hervorheben. Die Bindung zwischen Tochter und Vater steht definitiv im Mittelpunkt, die Nebengeschehnisse sind eher unspektakulär, vor allem weil die Zusammenhänge nicht richtig zünden, weil die Protagonisten durchgehend flach und schwach agieren. Franco gelingt es jedoch ganz gut seinen Charakter mit gelegentlichen ironischen Spitzen aufzulockern und verleiht mit einer gewissen Durchtriebenheit seiner Person mehrere Facetten und sorgt evtl. für einige Lacher im Kinosaal. Optisch größtenteils gelungen, die Prügeleien und Actionmomente wissen zu gefallen, bieten aber auch nicht wirklich was neues und laufen üblich vor sich her. Leider fehlen die Überraschungen, so das alles ziemlich konstruiert erscheint ohne großartig in seinem verlauf was eigenes zu machen. nettes Popcornkino für einen Abend, nicht mehr und nicht weniger. Die Handlung lässt nicht besonders viel Tiefgang zu, und glänzt durch eine liebevolle schöne Vater und Tochter bindung, wie man sie gerne sieht. Ansonsten ist "Homefront" eher zu ruhig, und setzt nur in gewissen Phasen auf Prügel und Actioneinlagen. Mir war das etwas zu wenig, deswegen durchschnittlicher Actionthriller mit guten Ansätzen der aber den üblichen Einheitsbrei präsentiert ohne dabei wirklich spektakulär zu werden. Größtenteils typischer Statham-Actioner ohne irgendwas neues zu vermitteln.In seiner Machart zwar unterhaltsam aber ohne roten Faden. Einmal gesehen und schnell wieder vergessen. einen Kinobesuch kann man nur eingefleischten Statham Fans empfehlen, der Rest sollte warten!

    Fazit : Hier wird auf keinen Fall Gewalt propagiert, im Gegenteil! Der Film hat sozialkritische Ansätze, schwankt zwischen Vater-Tochter-Geschichte und geballter Action hin und her. "Wenn ich angegriffen werde, muss ich mich verteidigen", so einfach und moralisch wird das ganze gebündelt. Stallone hat mit dem Drehbuch sicherlich kein Meisterwerk geschrieben, dafür ist das gezeigte teilweise auch zu zwiespältig und widersprüchlich. Kann vielleicht nicht immer fesseln, aber hat durchaus starke Momente, die man aber schon mehrfach in ähnlicher Form sah. 08/15-Action mit vorhersehbare Handlung. Statham sollte endlich mal was neues ausprobieren, "Homefront" wird sich nicht individuell im Genre etablieren und als Eintagsfliege abgetan! Da wäre mehr drin gewesen.
  • The Grey
    Unter Wölfen
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 21.01.2014
    "The Grey" kommt ziemlich zäh und langwierig aber zu Anfang auch zu ruhig und lahm daher, hat aber gute Ansätze die sich leider Stück für Stück auflösen, zu klischeehaft, zu flache Charaktere, zu lang, unglaubwürdig und zu viele Logikfehler. Die Charakterzeichnung ist nicht besonders positiv, Die Charaktere sind dem Zuschauer allesamt egal, was auch daran liegt das sie durchweg unsymphatisch und teilweise zu ernsthaft dargestellt werden und auch die Dialoge größtenteils nerven und schwach daherkommen. Man kann einfach kein Mitgefühl zu den Protagonisten aufbauen. die Darstellung ist in seiner Machart schon recht authentisch und mit ordentlichen Soundeffekten abgerundet, kann aber dauerhaft nicht überzeugen. Dieser grausame Überlebenstrip durch die schneeweiße Hölle ist jedoch überraschend intensiv und hinterlässt durchaus eine Emotion der persönlichen Betroffenheit! Zu viel Dramaturgie im Aufbau, die vor allem die Hauptfigur theatralisch ins nichts fallen lässt und ihr einen tragischen Faden in die Tasche steckt. Die tief bedrückte Stimmung vom Hauptdarsteller zieht sich irgendwie durch den ganzen Verlauf! Die Vorgehensweise der Wölfe und der Protagonisten fand ich unrealistisch dargestellt, vor allem die Wölfe bekommt man kaum zu sehen, und wenn dann regieren schlechte CGI Effekte oder überkonstruierte animierte Wesen das Geschehen. Die digitale Umsetzung der Vierbeiner hat Oldschoolcharakter, wirkt aber lächerlich und peinlich konstruiert, weil die Tiere den Wölfen die in wirklichkeit in freier Wildbahn leben nicht ähnlich sind. Einige Szenen wurden zerstückelt, zu schlecht geschnitten, Kameraarbeit fokusiert sich auf details, lässt schöne Bilder der Natur zu, ruckelt aber zu stark in den entscheidenen und rasanten Phasen. Die Darsteller bekamen eine schreckliche ernsthaftigkeit in ihre Mimiken manifestiert, was durch lächerlich zynische Dialoge aufgelockert werden soll. Auf mich machte "The Grey" einen einfallslosen aber auch schwachen Eindruck, kann durch seine inhaltlichen Schwächen nicht richtig zünden und beschränkt sich auf das kalte überleben in freier Natur. Mensch gegen Natur, dabei spielt teilweise auch die Gruppendynamik eine Rolle, lässt aber zu wenige wenden zu um wirklich zu überraschen. Hier werden Überlebensinstinkte verdeutlicht, die der Mensch entwickelt wenn er der Natur hilflos ausgeliefert ist, aber dabei fehlt eindeutig das Tempo!

    Wobei recht unlogisch inszeniert. Bei den Temperaturen hätte die Truppe schon nach einer Nacht erfrieren müssen. Somit sind Logikfehler nicht sonderlich rar in diesen Film. Der Verlauf bietet wenig Abwechslung und macht einen eher langweiligen Eindruck, Generell bietet dieser Überlebenskampf nicht viel ausser eine grandiose eisige dichte und dunkele frostige Atmosphäre aber auch schöne Landschaftsbilder. Spannung baut sich nur schwer auf, es wirkt alles so sinnlos und aussichtslos aber auch ideenlos. Man bekommt keine richtigen Hintergründe zu den Charakteren präsentiert, die One-Man-Show von Liam Neeson überrascht mich nicht sonderlich, weil er wohl der populärste Darsteller im Film ist, die anderen Figuren bleiben durchgehend blass und fallen schauspielerisch nicht besonders auf. Sie wären schauspielerisch austauschbar gewesen ohne das es auffällt. Nur die Rolle von Liam Neeson bekam einen gewissen Tiefgang zugesprochen und hebt sich von den anderen typischen Klischeerollen etwas ab. Wobei Liam Neeson sich der schwachen Darstellung anpasst und keine besonderen Akzente setzen kann. Eigentlich verbindet der Film mehrere Dinge miteinander, und wer die eigentliche Botschaft verstehen möchte, muss ein bisschen zwischen den Zeilen lesen. Vielleicht etwas pseudo-poetisch und der tiefere metaphorische Sinn im ganzen macht sich durch kleinere Nebengeschehnisse bemerkbar. Vielleicht sind die Wölfe ja auch nur eine Art Symbol für den Lauf des Lebens. Gescheiterte Männer die in ihrer Leere nichts erwartet, sie kämpfen um zu überleben. "The Grey" zeigt uns eigentlich nur wie banal, wie kalt und rau das Leben sein kann und wie schnell es beendet ist. Der eigentliche Sinn im ganzen liegt wirklich verborgen und ist vielseitig interpretierbar, beschränkt man sich nur auf das Geschehen an sich bekommt man eine gute Mischung aus Leben, Verlust, Erinnerung und Tod geboten! Die Begegnung mit dem Sterben nimmt einen besonderen Teil ein, dabei berührt der Film tief im inneren, sich ergeben oder kämpfen, sich dynamisch erweisen. Aber das ewige Wolfsgeheule und dieser eintönig dargestellte Schneesturm nervt auf Dauer. Irgendwie fehlte die Abwechslung, und über 2 Stunden fast ähnliche Szenarien beobachten klaut den Filmspaß! Für ein Survival-Thriller passiert einfach zu wenig, fast einschläfernde Vorgehensweisen und ein bisschen mehr Tempo hätte dem ganzen auch nicht weh getan. Während die Protagonisten durch den tiefen Schnee schleichen gingen der Regie anscheinend zwischendurch die Ideen aus, sehr langsam und unspektakulär aber auch oft auch dämliche Vorgehensweisen der Protagonisten. Die ständigen Flashbacks von Liam Neeson lassen auf irgendwas schließen, dabei wird aber nie richtig aufgeklärt was uns der Film eigentlich sagen möchte. Eine richtige Story sucht man vergebens, somit kann man sich nur auf ein zu konstruiertes "10-kleine-Negerlein" Prinzip vorbereiten, das nach einer zu gradlinigen inszenierung abläuft ohne wirklich zu überraschen.

    Ein Survival-Abenteuer das sich tief im Schnee einbudeln sollte. Die Kulisse weiß jedoch zu gefallen, Alaska kann sich wirklich sehen lassen, die schönen Naturaufnahmen sind was für die Optik. Ansonsten war das aber alles zu schwach und nicht sonderlich einfallsreich. Trotzdem konnte mich das geschehen größtenteils fesseln, wobei ich immer dazu neigte abzuschalten. Irgendwie zu eintönig und nicht sonderlich spannend, was auch an der schwachen Darstellung liegt und den flachen Charakteren. Das Ende lässt einige Fragen offen, hinterlässt aber keinen besonderen Eindruck sondern verdeutlicht den Lauf des Schicksals!

    Fazit : Zu Monstermässige und schlecht animierte Wölfe, unspannend und eher langweilig inszeniert. Es passiert einfach nicht wirklich was. Die schwachen und dämlichen Dialoge tragen nicht zur Unterhaltung bei und auch sonst sind die Szenarien eher einseitig und nicht besonders belebend oder vielseitig. Die Atmosphäre ist gut, ein paar tolle Landschaftsaufnahmen und ein bisschen Tragik und dramatik in der Charakterzeichnung und fertig ist das eisige und frostige Abenteuer, das nie wirklich zündet und einige logische Fehler macht. Am Ende wird nicht alles wirklich beantwortet und die Geschehnisse bleiben nicht lange in den Köpfen zurück, bietet aber poetisch und methaphorisch einige Ansätze, die auch was vermitteln sollen, aber das geht in der peinlichkeit unter, und entpuppt sich als konsequent existenzialistisches Drama mit einem guten Anfang aber sehr schwacher Inszenierung. Unglaublich schlechte Darstellung, ich war ziemlich enttäuscht von "The Grey". Joe Carnahan hat schon Das "A-Team" verunstalltet, und mit "The Grey" kann er sich auch nicht besonders beliebt machen, dafür gelingt es ihm aber seinen Überlebenstrip mit einem grandiosen Soundtrack zu untermalen, den einen berührt es, und am anderen zieht es nur vorbei, schade!
  • Home Sweet Home
    Du musst die Tür nicht mehr verschließen... er ist schon lange drin!
    18+ Spielfilm, Thriller, Horror
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 19.01.2014
    Zu Anfang fällt die großartige Kameraarbeit in den Blickwinkel des Zuschauers, dieser gewisse langsame Zoom, diese Detailaufnahmen, aber auch die schleichenden Bilder erzeugen dichte und enge und verleihen dem Film was spezielles und eigenes. Diese langsame ruckelfreie Kameraführung mit leichter Zeitlupenoptik ist wirklich mitreissend, so als würde man als Zuschauer ein Teil dieser eher langwierigen und langweiligen Geschehnisse werden. Das allein reicht aber nicht aus um den "Home-Invasion Thriller" wirklich in Gang zu bringen, fast quälend schleichend bewegt sich das Geschehen in die jeweiligen Räume in denen dieses fast schon schwache Kammerspiel seine grausamkeit entfaltet. Leider ist das inhaltlich zu wenig um dauerhaft zu überzeugen. Es kann sich keine Spannung aufbauen, eine richtige Handlung oder Story sucht man vergebens, der Film möchte einfach nur psychisch quälen und beängstigend wirken, was ihm auch gelingt, aber der Sinn hinter dem ganzen bleibt verborgen, was dazu führt das man als Zuschauer keine richtige Bedeutung für die Geschehnisse entwickeln kann. Schauspielerisch recht glaubwürdig und authentisch gespielt, vor allem Meghan Heffern ist ein kleiner Lichtblick im schwachen Schauspiel. Shaun Benson ist in seiner maskierten Killerrolle ziemlich schwach, nicht nur die Identitäsverschleiherung ist überkonstruiert sondern auch die vorgehensweisen und Handlungen der Protagonisten kommen dämlich daher. Der Verlauf bietet nichts neues, alles erinnerte mich leicht an "The Collector", paralellen zu "High Tension", "Martyrs" oder ähnlichen Genre-Vertretern konnte ich nicht ziehen, dafür bleibt das Geschehen in seinem Härtegrad auch relativ brav und setzt nicht zwingend auf Gewaltexzesse sondern eher auf ein paar blutige Passagen und auf die psychische Härte an sich. Psychoterror auf engsten Raum! "Home Sweet Home" funktioniert nur schwer, weil keine Hintergrundinformationen über die Protagonisten aufgebaut werden, somit ist es schlicht egal was mit den Charakteren passiert weil man zu ihnen keinen Bezug hat. Das Motiv und der Sinn im ganzen bleibt verdeckt und bietet erst gegen Ende eine gewisse Aufklärung. Letztendlich fragt man sich wozu das ganze? Man merkte das der Endspurt uninspiriert daherkommt, irgendwie zusammengeschustert und schnell zuende gebracht. David Morley präsentiert uns in dieser kleinen "Home-Invasion Perle" psychoterror der sich nur auf die eigenen vier Wände beschränkt und keine Aussenperspektiven bietet. Die Idee das ein maskierter Fremder in die eigenen vier Wände eindringt und dort auf seine Beute lauert ist ja recht furchteinflößend, aber nicht effektiv in seiner Form. vor allem erschien vieles einfach zu durchsichtig und einfallslos, die Nebengeschehnisse sind uninteressant dargestellt, fast schon zu gradlinig inszeniert! Kurzweilige Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

    Deswegen von der Kulisse und dem Setting her schon sehr einseitig, es fehlt hier eindeutig der Spielraum und die nötige Entfaltung, ist aber genretypisch abgestimmt, bleibt in seiner Härte aber noch relativ bescheiden. Allzu grausame Szenen bleiben uns erspart, was aber nicht heißt das es keine blutigen oder relativ brutalen Szenen gibt, es wird zwischendurch schon recht fies und grausam, aber das habe ich in seiner Aufmachung schon härter erlebt. Das fast schon schwache Kammerspiel ergießt sich in die Sinnlosigkeit des Wahns, die Vorgehensweisen wirken teilweise albern und schlecht durchdacht. Die Regie hätte sich definitiv mehr Mühe machen können, vor allem weil die Ideen anscheinend fehlten, was den maskierten Killer aber nicht daran hindert seine sardistischen Spielchen im Haus zu treiben. Generell wirkt der Ablauf überraschend recht ungemütlich, durch seine kurze Laufzeit schleicht sich auch nicht so viel Länge ein. Die Einleitungssequenz in dem der Killer das Haus inspiziert wird unnötig in die Länge gezogen, es schleicht sich leerlauf ein, und es passiert einfach nichts. Das schwache Drehbuch bietet keinerlei bereichernde Dialoge, es wird kaum geredet in diesem Film! Was aber nicht zwingend schlecht ist, weil die deutsche Synchronisation sowieso grottenschlecht ist habe ich nebenbei bemerkt. Aber auch ohne sinnlose quatscherei behält der Film seine Anspannung und verstörende Art. Leider lässt die Regie uns im dunkeln stehen, weil man später genau so schlau ist wie am Anfang des Filmes. Keinerlei Bezug zu den Taten, und auch sonst machen sich einige Logikfehler breit. Alles wirkt zu konstruiert und durchsichtig, keine Überraschungen, keine wenden. Man läuft größtenteils ins Leere.

    Absurd inszeniert, manche Szenen sind einfach lächerlich. Abgesehen davon das sich der brutalitätsgrad nie wirklich entwickeln kann, da der Film auf Psychoterror setzt, steht auch nicht wirklich das Blutvergießen im Vordergrund, sondern eher die sardistische Note im ganzen. Dabei bleiben die Darsteller durchgehend hölzernd und schwach in in ihrer Darstellung. Zum Ende gibt es leichte Gore-Momente und etwas Blut, aber sonst verhält sich das geschehen fast schon einschläfernd langweilig. Ich fühlte mich zwischendurch zwar recht gepackt, vor allem weil man mit den Protagonisten irgendwo mitfühlen kann, aber weil man zu ihnen keine Nähe aufbauen kann, war es einem nicht besonders wichtig wieso und weshalb das alles passiert. Zum Glück dauert dieser zähflüssige "Überlebenskampf" nur 80 Minuten, braucht aber schon 30 Minuten um überhaupt was nennenswertes auf den Zuschauer zu projizieren. Zu langsam, zu schwer entwickelt sich die Handlung und kann nichts individuelles oder eigenes aufbauen. Positiv fielen mir die relativ gut eingebauten Schreckmomente auf, die ihre Wirkung durchaus erzielen, aber leider als Mangelware daherkommen. Im Allgemeinen betrachtet einfach zu eintönig inszeniert. Durch das gekreische und den nötigen Drang auszubrechen kommt etwas schwung rein, aber richtig kann das hektische hin und her nicht punkten. Auch vom maskierten Eindringling geht zu wenig bedrohung aus, im grunde fehlte hier der Spannungsaufbau. Die Handlung ist zusammengeschustert und erschien nicht richtig logisch. Beschränkt man sich auf die jeweiligen Situationen ist das schon ziemlich glaubwürdig und authentisch gespielt und baut auf Tatsachen auf, aber mir war das zu uninspiriert und zäh. Die ersten 20 Minuten sind schon recht überflüssig inszeniert. Der Film verschenkt sehr viel Laufzeit mit unspektakulären Szenen, und bricht in seiner vorgehensweise zusammen. Mir fehlte hier definitiv der nötige Schwung und Nervenkitzel, es geht zu wenig Gefahr vom Schauspiel aus.

    Fazit : Absolut keine Spannung. Eine richtige Geschichte ist nicht erkennbar und auch sonst plätschert das Geschehen so vor sich hin mit ein paar guten Gewaltszenen, die teilweise ausgeblendet werden. "Home Sweet Home" geht relativ schnell die Puste aus, ist nichts für rasante Metzelfreunde, eher für Zuschauer die auf das langsame und ruhige Psychospiel abfahren. Ausser einer großartigen Kameraarbeit und dem durchaus ansprechendem Gebäude mit dunkelen Ecken und der durchgehend ungemütlichen Atmosphäre bietet der Film zu wenig. Für Genre-Liebhaber ist vielleicht das ein oder andere Detail nennenswert, aber viele Ideen wurden hier leider nicht eingebaut. Sehr konstruiert und eintönig aber auch gnadenlos überspannt in seiner Form! Die intelligenten Geräuschuntermalungen und die paar kleinen Überraschungsmomente wussten zu gefallen, jedoch zu überdramatisiert mit einigen schwächen produziert, ansonsten ist dieses Kammerspiel aber recht amüsant und psychopathisch aber auch mit einer gewissen intensität bestückt! Die Dramaturgie in "Home Sweet Home" ist fast nicht zu überbieten, nie gekünzelt geschauspielert, aber auch zu viel sinnfreier Wahn, definitiv zu langweilig aufgemotzt und bedeutungslos umgesetzt!
  • Safe
    Todsicher
    Action, 18+ Spielfilm, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 17.01.2014
    "Safe" bietet leider nichts neues, aber zeigt genau das, was man von einem guten Actioner erwartet oder sich wünscht. Von Anfang bis Ende ein schnelles bzw. hohes Tempo mit ordentlich viel Lärm, dem richtigen Härtegrad, gut choreografierten Fights, nur Stereotypen, und originellen One Linern. Man bekommt die übliche Statham-Action geboten und das durchaus effektiv und durchdringend in seiner Form. Gewaltig, brutal und rasant räumt Statham hier mit der gesamten New Yorker Unterwelt auf, dabei steht nicht nur der Kampf gegen die Triaden sondern auch der Rachefeldzug gegen die Russenmafia im Vordergrund aber auch der Umgang mit korrupten Polizisten nimmt wieder ein Teil der Story ein und wird kritisch untermalt, wobei man relativ schnell merkt das man hier definitiv nichts neues geboten bekommt, war alles irgendwie schon mal da, aber wenn man Statham-Filme sieht, will man auch nichts anderes sehen, denn schauspielerisch kann der Brite nicht viel bieten, aber dieser Transporter-Stil zieht sich durch all seine Filme, und so langsam wird es echt öde, und das macht sich auch bei "Safe" wieder bemerkbar. Auch sonst wirkt das alles etwas zusammengeklaut, denn ein Teil der Story erinnert leicht an "the Mercury Puzzle". Trotzdem gewohnt guter Actioner, der neben gut inszenierten und übermässigen Schießereien und Fights auch stimmungsvolle New-York Bilder präsentiert. Die Wackelkamera ist normalerweise nicht liebenswert in ihrer Anwendung, funktioniert hier ausnahmsweise aber sehr gut. Generell bietet der Film ein stimmungsvolles Ambiente, versinkt aber in typischen theatralischen Revierkämpfen und Gangsterfilm-Gequatsche, und wirft somit den Zuschauer einige Klischees an den Kopf. Hier fliegen Kugeln und Fäuste im Übermaß, aber auch die rasanten Verfolgungsjagden wissen zu überzeugen, was fürs Auge wird auf jeden Fall geboten, dabei kann man der Handlung nicht viel Anspruch oder glaubwürdigkeit zusprechen, aber durch seine temporeichen und handfesten Actionpassagen kann das Geschehen kurzweilig fesseln. Diesmal macht das Geschehen endlich wieder spaß und gibt auch optisch genügend Spielraum, die Kulisse glänzt und passt sich dem recht guten Ambiente an, alles wirkt optisch ansprechend.

    Die Story rund um das Mathegeniekind in verbindung mit dem Zahlenrätsel war natürlich ziemlicher Schwachsinn und größtenteils auch sinnfrei aber vielleicht auch so vorstellbar. Mit dieser Kindergeschichte im Vordergrund, Verleiht der Regisseur dem überraschend brutalen Geschehen ein bisschen Sinn. Das superkluge Mädchen wird zum Hauptbestandteil der Geschehnisse, ging mir persönlich aber etwas auf den Zeiger. Im großen und ganzen unterhaltsam inszeniert, mit gewöhnungsbedürftiger Schnitttechnik, die größtenteils aber dynamische Bilder zulässt und das ganz ohne CGI, Explosionen oder sonstigen Effekten. Die Action bleibt überraschend authentisch! Die Actionchoreographien erinnerten mich teilweise an die "Heroic Bloodshed-Movies" von John Woo und spiegeln sich in Hochglanzoptik wieder. Kameraeinstellungen sind teilweise äußerst innovativ und die Kameraführung weiß zu gefallen, und verliert auch im schrägsten Kugelhagel und effektiver Bleiverschüttung nicht seine balance. Hektisch gewackelt wird oft, mit etwas 80er Jahre-Flair abgerundet, baut die Regie größtenteils auf Krawall und durch die schnelle Erzählweise schnappt die Geschichte nach Luft. Statham und das kleine chinesische Mädchen geben ein nettes Team ab, aber geben sich gegenseitig keine besondere Bedeutung, eher emotionslos und kalt abgerundet. Der Showdown war vorhersehbar, die Geschichte um den Safe war auch eher etwas übertrieben, da blieb etwas die Logik auf der Strecke, aber das steht hier auch nicht sonderlich im Fokus. Für No-Brainer das reinste Paradies! Wer sich von knallharter Action fesseln lassen möchte ohne viel nachzudenken ist mit "Safe" gut bedient.

    Fazit : So langsam wird es langsam, "Safe" bietet knallharte und unkonventionelle aber auch gnadenlose Action, somit einer der besseren Statham-Filme, der in seiner Form aber nicht großartig überraschen kann. Die Handlung ist nicht besonders anspruchsvoll, viel zu wild zusammengemixt, der Inhalt beschränkt sich auf die üblichen Klischees, und punktet durch seine brutalen Actionpassagen. Das Kugelhagel wird durch einigen Fights und rasanten verfolgungsjagden aufgelockert, die Dialoge sind Mainstream-typisch, die Geschichte rund um das überkluge Mädchen fand ich nicht besonders logisch oder irgendwie zündend, aber sie war auch nicht übertrieben unglaubwürdig. Die verstrickungen gehen nicht so richtig auf und der showdown hätte auch etwas ausgeklügelter daherkommen können. Im ganzen gesehen, ein gut inszenierter Actioner in Hochglanzoptik, der etwas lang braucht um richtig in Fahrt zu kommen, aber ist er einmal in seinem Element, ist er schwer zu stoppen! Für Statham Verhältnisse definitiv ausreichend und packend, so sieht man ihn gerne, in alter John Woo Manier präsentiert Regisseur Boaz Yakin einen charismatischen retro-Thriller von der Stange mit temporeichen Passagen und einigen Gewaltorgien. Die Kamera muss wirklich ein hohes Tempo nachjagen und findet kaum Ruhe, brillirt aber mit grandioser Schärfe und vielen Details. Das Geschehen erinnert auch leicht an alte Polizeifilme, aber das nicht dauerhaft, im ganzen gesehen für Actionfans durchaus gelungen.
  • Redemption
    Stunde der Vergeltung
    Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 16.01.2014
    "Redemption" bringt Jason Statham mal ganz anders rüber als gewohnt! Er wird hier zu einem ernstzunehmenden Schauspieler getrieben, wobei seine Figur oder sein Protagonist zu wenig Feingefühl zulässt, so das man die zwei unterschiedlichen Handlungsstränge eher begrinst. Regisseur Steven Knight versucht seine Hauptfigur emotional zu ergründen, das lässt Jason Statham als Schauspieler aber leider nicht zu, wobei es hier auch nicht um die übliche Statham Actionkost geht, sondern man bekommt hier eher ein sensibeles Thema geboten, mit einem nachdenklichen Statham. Leicht melancholisch, düster und dunkel.

    Im Allgemeinen fand ich die Aufmachung menschlich inszeniert, was nicht nur an der gut eingebauten Gesellschaftskritik liegt, sondern auch die Entwicklung der jeweiligen Charaktere schwanken zwischen versuchung, einsicht, und Nächstenliebe. Im Teufelskreis der Kriminalität werden nicht nur Obdachlose oder Säufer zur rechten Hand gottes! Eigentlich bewegt sich das Geschehen zwischen Drama, Thriller und leichter Actionkost, die aber durch die betonte Charakterzeichnung eher zäh daherkommt. Mit einigen Prügeleinlagen sorgt die Regie für den nötigen Knalleffekt beim Zuschauer, um ihn neben den typischen Mafiaelementen eine eher zweite Seite der Medaille zu präsentieren, auch Geldeintreiber können gute Menschen sein. Das macht die Geschichte im Mittelteil sehr zäh und unspannend, aber die Kombination und die unterschiedlichen Vorgehensweisen wissen zu gefallen. Der Film vermittelt etwas tiefgang, glänzt durch eine atmosphärische, fast schon grandiose und elegante Kulisse, die Londoner Nachtatmosphäre hat wirklich was eigenes. Und auch sonst hat das Setting Stil und kommt unerwartet atmosphärisch rüber, und das liegt nicht nur an der passenden Filmmusik und den guten Kameraperspektiven sondern auch durch einige kleine Details. Man bringt den Zuschauer dazu zwischen zwei Strängen hin und her zu pendeln. Zu Anfang tut sich das Geschehen etwas schwer mit der Entwicklung, es braucht ziemlich lang bis der Verlauf an Tempo gewinnt und wird eher ruhig erzählt, und dümpelt so vor sich her, nimmt dann mit dem Wechsel der Handlung eine fesselnde und ausdrucksstarke Wirkung an.

    Das Umfeld und die Art der Darsteller und die verschiedenen Motive bringen durchaus Abwechslung ins Spiel, verliert aber nie seinen eigenen Draht. "Redemption" schwankt zwischen gut und böse, hat eine eher unnötige Religiöse Symbolik, und bringt durch seine eher plakative Lovestory als Nebengescheniss nicht jedes Herz zum schmelzen. Eigentlich macht die Regie alles richtig, sie verbindet verschiedene Inhalte miteinander, und fügt sie zu einem tollen ganzen zusammen. Mir gefiel die Mischung ganz gut, generell ist das alles nett anzuschauen und versprüht etwas eleganz und menschlichkeit. Das man hier das gute im bösen sucht überrascht mich nicht wirklich, mit der typischen "Wir werden alle mal Engel" Attitüde im Hintergrund, dürfen auch Nonnen mal sündigen und Ganoven Mitgefühl für ihre Mitmenschen entwickeln. Die Facetten die Regisseur Steven Knight dem Zuschauer anbietet sind vielseitig interpretierbar und fesselnd aber auch zu undurchdringend in seiner Form. Somit strauchelt der eigentliche Rachefeldzug vor sich her und hat im eigentlichen Sinne zu spät eine wirkliche Bedeutung. Es wirkte etwas zusammenkonstruiert und man setzte das eigentliche Augenmerk auf ganz andere Handlungsgeschehnisse. Auch die restlichen Darsteller neben Statham und Agata Buzek können sich gut etablieren, aber nur die beiden tragen den Film natürlich, sind in ihrer Dynamik und ausdrucksstärke kaum zu übertreffen in diesem endlosen Spiel zwischen Gerechtigkeit, Gefühlen und Menschlichkeit. Leider wirkt die Action langweilig, es gibt ein paar kleine Prügeleien und Verfolgungsjagden, vielleicht zu anspruchslos für das heutige Publikum, wobei man sich bewusst machen muss das die Botschaft in diesem Film nicht viel mit einem echten Actionkracher gemeinsam hat. Mir gefiel die nachdenkliche Note und einen eher vielseitig ausgelegten Charakter, der Statham gut zu Gesicht steht. Teilweise ganz schön langwierig, aber durch die verschiedenen Elemente und Eindrücke kann der Verlauf dauerhaft fesseln. "Redemption" bewegt sich zwischen Charakter-Studie und Thriller, mündet zwischendurch in Drama-Elementen und besticht durch eine durchgehend anhaltende düstere Atmosphäre und einigen Grinsmomenten. Die edlen Bilder erzeugen Stimmung, im Gesamtkonstrukt weiß man am Ende aber nicht so recht was der Film als Botschaft vermitteln möchte, auch wenn es im Film immer wieder angedeutet wird, bleibt das Endresultat irgendwie ergebnislos. Hier werden einige sozialkritische Elemente eingefügt, aber auch die Tragik der eigentlichen Statham Rolle in jeglichen Klischees aufgerollt. Aber dafür hat das alles sehr gute Ansätze, und das nicht nur weil Statham endlich mal was wagt und schauspielerisch Akzente setzt. Inhaltlich bleibt einiges an Potential ungenutzt. Ich fand "Redemption" recht langsam und nicht durchschlagend genug!

    Fazit : Uns wird nicht das erwartete Actionkino geboten das man sich vielleicht erhofft. Hier erleben wir eher eine vielseitig auslegbare Handlung mit einer coolen Erzählweise, langwierigen Momenten, und ein bisschen Action. Auch wenn das Geschehen eher zähflüssig erscheint, weiß die Mischung zu gefallen. Hier braucht man keine dauerhafte Action um von Spannung ummanelt zu werden. Die verschiedenen Handlungsstränge und die Botschaft dahinter vermitteln immer irgendwas. In seiner dramatik vielleicht zu dunkel, in seiner religiösen Art und Weise nicht immer glaubwürdig und auch nicht unbedingt durchdringend. Trotzdem spannend und fesselnd erzählt, mit einer grandios authentisch aufspielenden Agata Buzek und einen vielseitig ambitionierten Jason Statham, das Gesamtpaket weiß zwar zu unterhalten, hat aber mittendrin zu viel länge um komplett zu überzeugen.
  • Das Gesetz in meiner Hand
    1 Terrorist. 5 Bomben. 3 Stunden.
    Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 14.01.2014
    Lasst euch bloß nicht von Ben Kingsley auf dem Cover dazu verleiten dieses uninspirierte Remake auszuleihen. Bzw. was hat Kingsley selbst dazu getrieben in diesen billigen Trashfilm mitzuwirken? Denn das ist "Das Gesetz in meiner Hand" definitiv. Ein Remake vom Thriller "A Wednesday" von Neeraj Pandey der bei uns nie zu sehen war, deswegen konnte ich keine vergleiche ziehen da er nur in Indien lief. Es war anscheinend unglaublich wenig Budget vorhanden und das merkt man leider in jeder Szene und Aufmachung. Chandran Rutnam konnte nur mit bescheidenen Mitteln arbeiten und präsentiert somit einen sanften Terrorismus-Thriller der unter seinen Möglichkeiten agiert und sein potential nicht ausschöpfen kann. Er selbst setzte die Messlatte ziemlich hoch, konnte aber nicht mehr vermitteln als authentizität und echtheit. Der Film wirkt durch seine Geldnot sehr echt! Zu wenig Nervenkitzel, keine effektiven wenden, kaum Spielraum und viel eintönigkeit. Die Geschichte ist ja schon ziemlich fragwürdig, die Handlung an sich hätte Potential gehabt, bleibt aber durchgehend langweilig und langsam. Unglaublich öde und zu konstruiert, zu eindeutig, zu klar, zu vorhersehbar mit einem überraschenden aber eher unlogischen Twist-Plot am Ende, der zum nachdenken anregt und den Zuschauer in einen moralischen Zwiespalt versetzt, somit vermittelt der Film irgendwo doch eine Botschaft, kann aber keine Action oder Thrill aufbauen und plätschert einfallslos vor sich her, was wirklich sehr schade ist, weil das geschehen hätte man bedrohlicher aufbauen können. Stattdessen wirkt manches ungewollt lächerlich und dilettantisch!

    Schon zu Anfang bemerkt man die billige Aufmachung. Schlechte Kamerafahrten, Schnitte und Optik. Die Bilder werden aneinandergereiht ohne wirklich tiefgang zu vermitteln. Zu oft verweilt die Kamera zu Monoton! Einen wirklichen Spannungsbogen sucht man vergeblich! Die Story wird mit ruhigen Bildern konsequent aufgebaut. Farblose Hobbydarsteller bzw. Laiendarsteller ohne Charakter, Dialoge ohne Tiefgang. Die Darsteller agieren alle unterirdisch und wirken wie Fremdkörper im Film, hätte man nicht Ben Kingsley verpflichten können, wäre dieser Totalausfall gar nicht großartig aufgefallen, denn durch sein Schauspiel und das anschließende Duell mit Ben Cross lebt der Film etwas auf! Aber auch die beiden Hochkaräter unter den Bollywood oder C-Darstellern können den Film nicht retten. Indien bzw. Sri Lanka ist vielleicht nicht der falsche Drehort für solch ein Terrorismus Spektakel, aber die Ausstattung muss sehr gering gewesen sein. Qualitativ kann der Film nicht viel bieten und bewegt sich somit eindeutig im B bis C Movie Bereich. Ich fand das jetzt nicht so dramatisch das hier wenig Möglichkeiten im technischen Bereich vorhanden waren, denn gerade weil das Geschehen nicht so aufgemotzt wirkt, gewinnt der Ablauf an realismus, so als würde das alles wirklich passieren! Die Rolle von Kingsley lässt mehrere Facetten zu, die aber nicht ganz ausgespielt werden, leider fehlt etwas der nötige Sinn.

    Im wahren Leben könnte man auch nicht mit großen Effekten arbeiten, somit wirkt das hier alles echt. Man bekommt teilweise schöne Aufnahmen von Sri Lanka geboten, die exotische Kulisse ist super, kommt aber durch die schlechte Kameraarbeit nicht sonderlich zum Vorschein. Da wären eindeutig mehr Landschaftsaufnahmen drin gewesen, aber das steht ja nicht sonderlich im Fokus. Die Idee ist gar nicht mal so schlecht und hätte eindeutig mehr Potential gehabt, leider scheitert der Verlauf an ideenlosigkeit, logikfehlern und schwacher inszenierung und grottenschlechten Dialogen. Das Duell zwischen Kingsley und Ben Cross ist wohl noch das interessanteste am ganzen, kann sich aber nicht besonders entfalten oder entwickeln. Die zu konstruierten Szenarien wirken durchgehend aufgesetzt und nicht besonders leidenschaftlich oder mühevoll produziert. Alles wirkt irgendwie zusammengeschustert und stumpfsinnig. Wendungsreich oder flexibel überraschend sieht anders aus. Generell sind die Filmfehler ziemlich stark, die Spannung kann sich nicht richtig entfalten, weil alles irgendwie klar erscheint und die Forderungen schlicht und einfach befolgt werden ohne wirklich widerstand auszuüben. Das Motiv und der Hintergrund bringen dann doch nochmal etwas Überraschung ins Spiel, aber ansonsten sehr billig produziert mit einer schrecklichen Hintergrundmusik bestückt die zum abschalten motiviert. Generell spaltet der Verlauf die Meinungen. Auf der einen Seite total unglaubwürdig inszeniert, auf der anderen Seite betrachtet man den menschlichen Aspekt am ganzen. Irgendwie ist man hin und her gerissen zwischen Gesetz und emotionalem Verständnis. Auch wenn der Schlusspunkt nicht ganz nachvollziehbar ist!

    Fazit : Gestik und Mimik sprechen für sich, Ben Kingsley hat das drauf wie kein anderer, aber da liegt nicht das Problem. Dieser sehr schwache Trashfilm mit der aktuellen Thematik "Terrorismus" im Hintergrund ist voller Filmfehler, einigen logiklöchern und lebt einzig und allein durch Ben Kingsley und Ben Cross. Die Aufmachung ist einfach nur unspannend und nicht wendungsreich. Einzig und allein das eher unlogische Motiv überrascht etwas und regt zum nachdenken an. Sonst bietet der Verlauf zu wenig, setzt kaum Akzente und läuft ideenlos und zu konstruiert vor sich her. Habe schon lange nicht mehr so schlechte Schauspieler gesehen, und auch sonst wirkt das alles sehr lieblos aufgemacht. Wirklich schade, denn die Idee war gut. Glanzlos gespielt und schwach produziert, diese Amateurarbeit sollte man aus den Regalen verbannen. Einzig und allein das Schauspiel von Kingsley und Cross bewegen den Film, das Katz & Mausspiel ist aber sehr unreif und uninteressant, zu einseitig, und zu uninspiriert dargestellt.
  • Bank Job
    Krimi, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "DerEinsamePicasso" am 13.01.2014
    Donaldson hält das Geschehen so authentisch, atmosphärisch, charmant, stylisch und stimmig wie möglich. Der Film wird mit einem nicht kopierbaren "englischen Stil" geprägt und mit ein bisschen Wortwitz aufgelockert, wirkt oft aber etwas zu konstruiert, vielleicht auch zu geradlinig und trocken oder steif. Altmodisches Heist-Movie, kurzweilig und spannend aber sehr britisch elegant. Neben Ocean's Eleven und The Italian Job ein weiterer Glanztitel mit einem besonderen Flair und einer authentischen inszenierung. Dabei verdeutlicht der Film Englands Abgründe gekonnt. Und beschäftigt sich im Hintergrund mit der erforschung der britischen Bestechung. Fesselnd inszeniert aber nicht wirklich überzeugend. Die Spannung steigert sich erst mit dem Verlauf, und kommt schwer in Gang. Die Story entwickelt sich sehr gut ab der Mitte, aber auch hier fehlten etwas die Ideen. Der Bankraub hätte ruhig mehr Nervenkitzel vertragen können, kommt in seiner Art aber sehr authentisch und echt rüber und nicht irgendwie speziell, somit hält sich Donaldson nah an der wahren Geschichte. Die verschiedenen Handlungsstränge bremsen den Film aus, hintergründe werden schwer durchleuchtet, man kann nicht zu jeder Storyline nähe aufbauen. So war mir z.B die Darstellung des Michael X total egal und überflüssig, weil die Zusammenhänge aber auch das verstehen im bezug auf die Personen etwas schwer fällt. Man muss jedoch keinen besonderen Bezug zu den damaligen Geschehnissen haben um diese kleine britische Perle zu mögen. Besonders hervor sticht der britische Glamour, dieser gewisse Charme und Stil im 70er look, der sich optisch durch den eher mageren Ideenreichtum schleicht. Man verbindet mehrere klischees miteinander, ein bisschen Wortwitz hier, ein wenig Obszönität dort, und das übermässige Gaunerklischee da. Dabei steht nicht unbedingt der Bankraub im Vordergrund, sondern auch mehrere Nebengeschehnisse. Schauspielerisch wird das geschehen von Jason Statham und Saffron Burrows getragen. Manche sind der Meinung Jason Statham liefert hier die beste Leistung seiner Karriere ab, ich sehe das jedoch anders!

    Die beiden harmonieren in ihren Rollen und geben Glanzleistungen ab, wobei mir Burrows als Martine Love noch ein Stückchenweit besser gefiel als Statham. Ihre Mimik und Körpersprache aber auch diese ausdrucksstärke im auftreten gefiel mir gut. Statham möchte wie immer zu übercool wirken und erscheint leicht arrogant. Wer ihn so kennt und mag, hat damit keine Sorge. Ich fand die beiden wirklich stark aber Statham gefiel mir am besten in seiner Transporter Rolle! Die restlichen Darsteller passen sich relativ gut an, konnten mich aber nicht besonders beeindrucken. Auch die Kulisse und das Setting sind jetzt nicht besonders aufgemotzt, aber sind vor allem durch diesen britischen Charme was bereicherndes. Unglaublich viele Verstrickungen und skurrile Handlungsstränge, verdeutlichen dieses coole Intrigante Schauspiel. Optisch konnte mich das Geschehen auf jeden Fall in die 70er Jahre versetzen, das alte London wird detailtreu verbildlicht, aber auch die Mode in denen sich die Charaktere bewegen und die Filmmusik passen sich an und wissen zu gefallen, auch wenn das nach einer Weile etwas monoton erscheint. Nicht nur die glanzvolle Atmosphäre, sondern auch die Details stechen hervor. Ein im Retrolook gehaltenes Heist-Movie das nicht unbedingt direkt zündet. Im grunde tut sich der Film schwer so richtig in Fahrt zu kommen, im Verlauf steigt die Spannungskurve und fesselt den Zuschauer definitiv nach einen gewissen Zeitpunkt so sehr, das man selbst ein Teil der Räubercrew wird, man ist mittendrin statt nur dabei, zumindest fühlt es sich für eine gewisse Zeit so an. Eigentlich sind Die Plot-Twists relativ schwach, und generell ist der Bankraub nicht besonders spektakulär. Es kommt auch erst so richtig Spannung auf als die Lage aus dem Ruder läuft!

    Aber Roger Donaldson ist es aus meiner Sicht gelungen mit "Bank Job" den legendären Bankraub der 70er Jahre zu verfilmen, wobei wer die wahren Hintergründe nicht kennt, kann hier auch nicht beurteilen ob die Thematik wirklich so authentisch verfilmt wurde wie es damals in den 70ern wirklich war. Bis heute sind die genauen Umstände des Bankraubs ungeklärt, und nur sehr wenig ist über die Beute bekannt. Die Regie behauptet mit "Bank Job" die wahren Hintergründe zu enthüllen. Man schwankt quasi zwischen Fiktion und Realität. Amateurdiebe und ein gepflegter Dilettantismus sorgen für die nötigen Lacher im Verlauf. Wenn man sich vorstellt das der Verlauf so oder so ähnlich wirklich abgelaufen ist kann man sich nur kugeln. Abgesehen davon das sich das geschehen dicht an wirklichen Geschehnissen orientiert, wirkt der Ablauf zwischendurch eher banal. Organisierte Kriminalität mal anders, irgendwie komisch aufgemacht aber doch unterhaltsamer britischer Film! Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase kann man schwer von den Film ablassen, was auch an der einfachen aber effektiven Erzählweise liegt. Ich fand das alles ganz gut aber auch nicht brillant. Das schlechte im Menschen wird hier auf einer ganz eigenen Art und Weise verdeutlicht. Nicht nur nackte Haut wird präsentiert, sondern auch die perversen Neigungen der mächtigen Menschen in der Regierung werden albern offenbart. Aber im allgemeinen betrachtet nervt diese übertriebene englische Art. Gentlemangetue und aufgesetztes gutes benehmen geheuchele. Spionageelemente und Gaunerei, Lüge und Täuschung, in Kombination mit einer wahren Geschichte, ganz nett, aber nicht perfekt.

    Fazit : Die Briten zeigen das sie eindeutig Stil und Style auffahren können in diesen kleinen Heist-Movie fällt vor allem die Aufmachung ins Auge. Schauplätze, Musik, Kleidung, alles im schönen 70er look. Der Film an sich ist clever aufgemacht, verliert aber zwischen Wortwitz, unfreiwillig komischen Szenen und leichter Pornonote sein Gesicht. Der Bankraub ist nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr so im Vordergrund und die Nebengeschehnisse rücken in den Vordergrund. Dabei macht der Film nicht vieles falsch, wird oft durch seine unnötigen Nebengeschehnisse ausgebremst, wirkt oft zu konstruiert und hat neben den ganzen korrupten und empörenden Charakteren nicht viel zu bieten. Alles erinnert an die altmodischen Gangsterfilmen und leider kommt zu wenig Action auf! Erst gegen Ende fliegen mal Fäuste. Trotzdem schön krimiartig und spannend aufgebaut, der Film fesselt und packt einen einfach mit all seinen schwächen und Stärken. Im grunde solide produziertes Heist-Movie, das nichts neues hervorbringt, aber ziemlich authentisch und stimmig wirkt. Wer auf Retro-gestylte Filme mit spannenden Ganoven Geschichten steht, wird hier nicht enttäuscht!