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Kritiken von "KB" aus

29 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • 300
    Ruhm erwartet euch! Noch heute speisen wir in der Hölle!
    Abenteuer, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 14.10.2007
    Optischer Leckerbissen
    Die Verfilmung des Stoffes aus dem Jahr 1962, die Frank Miller als Kind gesehen hatte, war Inspiration für seinen späteren Comic, den Zack Snyder nun wiederum adaptierte und auf die Leinwand brachte. Wie schon bei der letzten Millerverfilmung von Sin City, an dem Miller noch selbst mitarbeitete, werden auch hier die modernen Möglichkeiten der Bluescreen Technik genutzt um ein surreales Szenario zu schaffen. Der Film wurde fast komplett ohne reale Hintergründe gedreht, die dann am Computer eingefügt wurden. Snyder hält sich bei der visuellen Umsetzung sehr nah an die Comicvorlage, was dem Film zu einer sehr dichten und düsteren Atmosphäre verhilft. Neben einigen längeren Einstellungen, die dem Zuschauer das betrachten ermöglichen, benutzt Snyder auch eine Art Zeitlupe mit zwischenzeitlichen Standbild, die die Comicherkunft unterstreichen sollen. So wirken einige der Kampfszenen wie eine wunderschöne Choreographie des Grauens, der man sich trotz der unverholenen Brutalität kaum entziehen kann. Die sehr heroische Darstellung des Krieges ist vermutlich auch einer der Gründe warum der Film bei einigen Kritikern als Propagandafilm bezeichnet wird. Nun, das glaube ich nicht. Obwohl, und hier weicht der Film auch von der Comicvorlage ab, sind im Film die Spartaner die ganz klar Guten, während Miller bei seinem Comic sich jede mühe gab die Spartaner ob ihrer rohen Art und ihres blinden Handelns kritisch darzustellen. Ihre Sympathie ziehen die Spartaner im Comic aus ihrer Situation. So erklärt sich vielleicht auch die große Schwäche des Films. Er lebt von der visuellen Kraft und verzichtet auf ausgearbeitete Charaktere und Schauspielkunst. Die Figuren bleiben blass es wird halt die Geschichte eines Comics erzählt. Wer einen starken Magen hat, Action und Sandalenfilmen nicht abgeneigt ist und oder moderne Comics mag, ist dennoch bestens aufgehoben.
  • Der Untergang
    Deutscher Film, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 20.06.2007
    Was Menschen so tun, wenn sie an etwas glauben.
    Die letzten Tage Hitlers, im Führungsbunker in Berlin, wie sich die Geschichtsschreiber das so vorstellen. Treu bis in den Tod, durch die unterschiedlichsten Beweggründe. Der Krieg, eigentlich schon längst entschieden, der Atombombe dank ängstlicher Nachbarländer knapp entkommen, wird in einem kleinen Bunker noch auf Durchhalteparole gemacht. Nicht einmal zu diesem Zeitpunkt waren vernünftige Kräfte in der Lage diesen Wahnsinn zu beenden. Vielleicht hatte Hitler tatsächlich etwas so charismatisches an sich, daß das etwas von unserer jüngeren Geschchte erklären könnte.

    Großartiger Film mit hervorragenden DEarstellern. Deutsches Kino at its best.
  • Sin City
    18+ Spielfilm, Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 09.04.2006
    Die perfekte Comicverfilmung
    In der Vergangenheit gab es schon die unterschiedlichsten Arten von Comic-Realverfilmungen. Einige Filme benutzten nur die Vorlage ohne auf die Stilrichtung eingegangen zu sein. Die neueren Batmanfilme oder auch die Supermanfilme. Andere wie das alte Batman-Filmoriginal blendete regelmäßig ein Puff oder Pow ein. Ang Lee benutzt in Hulk die auch beliebten Bildüberblendungen, die einen Hauch von Comicbook auf die Leinwand zaubern. Einen echten Nutzen hat das nicht, ist aber eine nette reminiszenz an den Ursprung. Aber Sin City ist so künstlich, so überzogen, so steril, das kann nur eine Comicverfilmung sein. Wie auch die beiden letzten Star Wars Filme, ist dieser Film nahezu komplett vor einer Bluescreen entstanden. Der bearbeitete Hintergrund ist dann eine so perfekte Symbiose von Real und Zeichnung, daß man nie so richtig weiß wo man sich gerade befindet, es irgendwann aber einfach als gegeben hinnimmt. Die einzelnen Episoden sind, darf man das so noch sagen? Einfach cool, einfach brutal, einfach genial umgesetzt. Die Handlung der einzelnen Episoden stehen für sich alleine, sind aber dennoch miteinander verknüpft. Ab 18 ist absolute Pflicht und wer nicht kräftig einstecken kann sollte die Finger weglassen. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung.
  • Das große Rennen von Belleville
    Animation, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 05.10.2005
    Eine kleine schöne Geschichte
    Wenn es ehemals stark geforderte Kinder wirklich schafften den Durchbruch mit ihrem Talent zu erreichen, fehlt zwar auf dauer kein entsprechend kritischer Bericht, der mal wieder auf übertriebenen Ehrgeiz der Eltern hinwies, doch sind diese Berichte an dieser Stelle eher fehl am Platz. Dann nämlich hat es bereits funktioniert. Um, bei in diesem Zusammenhang viel genannten Tennisstars zu bleiben, wird aus heutiger Sicht kein Boris, keine Steffi und auch kein noch stärker unter Beschuss gestandener Tommy behaupten es währe das nicht Wert gewesen. Doch wie sieht es aus mit all jenen, die auf der Strecke blieben?

    Stellvertreter für jene ist dieser Film.

    Eine Großmutter wünscht sich nach dem Tod der Eltern ihres Enkels nichts mehr, als ihren ehemal dicklichen Enkel bei etwas zu unterstützen und zu begleiten, was ihm offensichtlich etwas bedeutet. Doch wird all diese Anstrengung zum selbstläufer. Scheinbar wünscht sie sich nichts mehr als ihn als Radhelden zu sehen. Die Grenzen von wohlgemeinter Unterstützung und übertriebenem Antrieb verschwimmen. Am Tag der Wahrheit erkennt sie, daß er trotz des trainings nicht mal für den Besenwagen taugt. Ab jetzt ist Rettung angesagt.

    Der Film ist eine Abrechnung mit der Leistungsgesellschaft. Einer Gesellschaft die nur ihre Sieger liebt und die deren Verlierer nicht beachtet, die höchstens noch für einen schnellen Euro ausgeblutet werden, bevor sie in den Besenschran gestellt werden.

    Der Film ist klasse. Zeichnerisch eigenwillig, innhaltlich anspruchsvoll.
  • S.W.A.T.
    Die Spezialeinheit
    Action, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 27.09.2005
    Sehr gute Unterhaltung
    An diesem Film hat mir inhaltlich vor allem gefallen, daß er seine eigentliche Geschichte langsam und behutsam aufbaut. Natürlich kracht und knallt es auch zu Beginn schon heftig, aber das ist wirklich nur das Vorgeplänkel. So richtig beginnt der Film erst nach einer Stunde. Ganz nach meinem Geschmack. Nie langweilig führt der Film den Zuschauer langsam an eine kleine, zugegeben an den Haaren herbeigezogenen, Einheit der LA- SWAT heran. Noch mehr Haarbüschel hält man in Händen, wenn man die eigentliche Geschichte betrachtet. Ein Froschfresser, entschuldigung, natürlich ein Franzose (das war nur ein Zitat aus dem Film), und international gesuchter Verbrecher entglitscht immerwieder seinen Heschern, beinahe. Einmal wieder Eingefangen verspricht er seinem Befreier 100 Millionen Dollar. Wo, wenn nicht in LA sollten sich verschiedene Gruppen finden, die sich angesichts des Zieles, nicht selbstüberschätzend auf einen Krieg gegen die Polizei einlassen. Nun, der Film zeigt daß sich nicht nur Amateure der Situation gewachsen fühlen. Wie schon erwähnt gefällt mir die Erzählstruktur des Films, die Tricks sind auch sehr gelungen, der Sound hervorragend, Aber das Ende fand ich Fade, plus der bereits angeklungen Kritik.
  • Constantine
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 24.09.2005
    Hellblazer, eine starke Comicverfilmung!
    Die Tagline im Original, frei übersetzt: Die Hölle will ihn, der Himmel möchte ihn nicht, die Erde braucht ihn, ist ausserordentlich treffend. Keanu Reeves spielt den gleichnamigen Helden des Films, John Constantine, einen gefallenen Engel, dem durch seinen Tod durch Suizid die Himmelstore versperrt blieben, doch in der Hölle wollte er auch nicht verweilen. Mit einer zusätzlichen Chance ausgestattet, wandelt er als Diener der Kirche als Exorzist über die Erde. Sein Erfolg in diesem Job, die teuflischen jünger auf erden zu behindern, weckt die Gier des Teufels ihn endlich unschädlich zu machen und ihn endgültig ins Reich des ewigen Feuers zu verfrachten. Umgekehrt versteht John nicht warum sich der Himmelsspalt für ihn nicht endlich öffnet. Erst gegen Ende des Films merkt er, daß er Opfer einer Verschwörung aus höchsten Kreisen der Engel ist.

    Die Geschichte an sich, wirkt wie eine Episode aus einem Zyklus, was auch das eher offene Ende des Films erklärt.

    »Constantine« wartet auf mit hervorragender Tricktechnik, tollen Bildern und einer etwas wirr erscheinenden Geschichte, die erstmal entwirrt sein möchte. Übrig bleibt dann ein wirklich sehenswerter Film. Das Ende wenn der Teufel schon siegessicher Constantine mit sich ziehen will und dann...
  • Die Passion Christi
    Drama, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 14.09.2005
    Schonungslos
    Alles andere als Popkornkino. Sich den Film mal so eben reinschieben ist nicht möglich. Wer nur das will, löst schon nach spätestens 10 Minuten die Outputtaste seines DVD- Players aus und schiebt die DVD wieder in die Hülle zurück in den Umschlag um sie an den ursprünglichen Absender zurückzuschicken. Wer aber diese ersten 10 Minuten überstanden hat, die weniger durch schlechte Filmminuten, sondern eher durch den Kampf mit fremd klingender Sprache und oft schnellen Untertiteln enervieren, wird auch die nächsten 10 überstehen. Und spätestens dann tritt ein gewisser Gewöhnungseffekt ein und man versucht nicht mehr penibel allen Untertiteln zu folgen, sondern verlagert seine Aufmerksamkeit auf das Bildgeschehen, das von wenigen Momenten abgesehen selbsterklärend ist. Der Blick wandert eher unterbewußt zwischen Bild und Untertiteln hin und her. Selbst nicht Bibelfeste Zuschauer kennen die Geschichte und den Ablauf der letzten Tage Christis. Wobei sicher nicht nur mir nicht gewahr war das der im Film gezeigte Ausschnitt nur 12 Stunden umfasst. Beim Abspann hatte ich schon nicht mehr die Verständnissschwierigkeiten im Kopf. War nicht am Ende genau dies sogar das Ziel den Film in originalen Sprachen (aramäisch und latein) abzudrehen? Der Film als solches aber überzeugt. Nie zuvor wurden die Leiden Chiristis vor und während seiner Kreuzigung so schonungslos in Bilder gefaßt. Selbst habe ich mich dabei ertappt, dem Ende der Auspeitschung entgegenzusehnen und erschüttert feststellen müssen, daß nach 39 Peitschenhieben (wie es mir beigebracht wurde)lange nicht Schluß war. Der Film ist erschütternd intensiv und vermutlich das ehrlichste und realistischste was man bisher zu diesem Thema zu sehen bekam. Ohne aber besonders religiös zu sein, stellt sich mir die Frage, ob das auch wirklich nötig war. Der Film ist klasse, letzten Endes aber nur ein voyeuristischer Blick auf die Leiden eines visionären Mannes.
  • Signs
    Zeichen
    Thriller, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 09.08.2005
    Signs das Kammerspiel
    Schon die beiden Vorgänger Shyamalans, The Six Sens und Unbrakeble überzeugten eher durch Ruhe als Action. Noch ruhiger ist dieser. Wie auch beim derzeit aktuellen War of the Worlds von Spielberg mit Tom Cruise, wird eine Alieninvasion aus der ganz intimen Sicht einer Familie geschildert. Heute durch Scheidung entzweit, hier durch den tragischen Tod des Priesters Frau bei einem Autounfall. Nun, am eigenen Leib erfahrener Schmerz, sorgt für die menschliche entscheidung sich von dem Glauben an Gott abzuwenden. Dies tut der ehemalige Priester und nun Maisbauer, in einer ungewöhnlichen Rolle zu sehende, Mel Gibson. Eines Tages entdeckt er innerhalb seines Maisfeldes Kornkreise, jene Dinger von denen uns schon vor dreissig Jahren Däniken sagte es gebe sie wirklich, sie seien keine Späße von übermütigen Jugendlichen, sondern Zeichen von Ausserirdischen.

    Weit weniger als andere Filme mit diesem Thema ist es eigentlich kein Film über eine Invasion von Ausserirdischen, sondern ein Drama, das die Geschehnisse innerhalb dieser halben Familie beschreibt, auf der Suche nach sich selbst, mit besonderem Augenmerk auf den verloren Vater. Dieser muß im Verlauf des Films erkennen, daß ein Rückzug vom Leben keine Lösung ist und sich der Verantwortung seiner Familie gegenüber stellen.

    Hervorragende Schauspieler, von Gibson über seinen »Bruder« Joaquin Phoenix, seinen »Sohn« Rory Culkin zu dessen Filmschwester, sowie gute ruhige Dialoge und ein schon übliches Shyamalan- Ende, wenn auch weniger knalliger als in der Vergangenheit, das die Namensgebenden Zeichen als etwas anderes erscheinen lässt als zuvor angenommen, machen den Film zu einem sehenswerten Vergnügen.
  • Mindhunters
    Jede Sekunde zählt.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 08.08.2005
    10 kleine Negerlein hat man auch schon besser gesehen
    Wenn ich jedoch damit fortführen würde welche Filme das Thema schon besser, vor allem psychologisch tiefgründiger auf der Leinwand presentierten, würde ich diesem Film unrecht tun. Der Film handelt von einer Gruppe von angehenden FBI Profilern, die als Abschlußaufgabe ihrer Eignungsbewertung auf einer Insel ausgesetzt werden um in zwei Tagen das Profil eines fiktiven Mörders zu erstellen. Als so fiktiv stellt sich der Mörder aber doch nicht heraus. Die Story ist sehr konstruirt, wie auch die seiner Vorgänger, aber ausserordentlich spannend umgesetzt. Was dem Film fehlt ist die phobische Situation deutlicher in den Vordergrund zu stellen, aber was da passiert ist dennoch sehr fesselnd. Von der Einleitung über die eigentlichen Geschehnissen, bis zum Schluß, kann der Film gefallen. Die Namhaften Stars nur in Nebenrollen, hält sich der Film nicht mit viel geplänkel auf um sich bereits des ersten zu entledigen. Sehr konstruiert wirkt vor allem die Zielsicherheit der Fallen die den Film begleiten, ohne dabei einfallslos oder langweilig, schon gar nicht hervorsehbar zu sein. Das ist eine der Stärken des Films. Meine Lieblingsszene ist die, in der der Mörder bereits entlarvt wird, der Detektiv aber nicht mehr die Zeit hat es den anderen zu verkünden. Auch andere Zuschauer werden dies vermutlich erst beim 2. gucken des Films erkennen. Man muß den Film sicher nicht wie ich zwei mal anschauen, aber einmal sollte die Zeit einem fleissigen DVD gucker schon wert sein.
  • Königreich der Himmel
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 25.07.2005
    etwas entäschte Erwartungen
    Nach seinem grandiosen Gladiator hatte ich mir von diesem, in der Zeitlinie, etwas später angesiedeltem Historienepos doch etwas mehr erwartet. Freilich, Gladiator war schon ein großer Wurf, der nicht ewig kopierbar ist. Eine eher kleine doch in großen Umständen spielende Geschichte eines ehemaligen Kriegshelden und erfolgreichen Kriegsherren, der nach der Meuchelung seines einstigen Herren dem nun neuen Kaiser von Rom unbequem ist, dessen Familie ausgelöscht wird und der nur knapp seiner eigenen Auslöschung entgeht und sich über schicksalshafte Wege endlich rächen kann. Diese Geschichte war einfach klasse umgesetzt, was auch dem überragenden Russel Crowe in der Hauptrolle zu verdanken war.

    Dieser Film nun, mit dem sicher weniger charismatischem Schnellstarter Orlando Bloom, bekannt als Legolas, in der Hauptrolle, erzählt die Geschichte des Waffenschmieds Bailan. Witzig, schon seine zweite Rolle in diesem Beruf, obwohl man sich einen gestandenen Schmied wohl etwas anders vorstellt. Bailan, der Just als ihn nichts mehr in seiner alten Heimat hält von seinem leiblichen lange verschollenem Vater aufgefordert wird ihm ins heilige, damals christlich beherrschte Jerusalem zu folgen. Auf dem Weg dorthin erlernt er den richtigen Umgang mit seinen ehemaligen Produkten, unterrichtet von seinem Vater. Nicht lange nach der Ankunft stirbt sein Vater und Bailan erbt dessen Stand und dessen Ländereinen, die er erst mal auf Vordermann bringt. Schon sein Vater war ein angesehener Berater des Königs von Jerusalem, der an einer schweren Lepraerkrankung leidet, doch ihm gelingt es etwas wie eine Freundschaft zu ihm aufzubauen. Auch beginnt er sich in die nicht abgeneigte Schwester des Königs zu verlieben.

    Was folgt sind die üblichen Macht- und Ränkespiele, die in einer entscheidenden Schlacht gipfeln.

    Der Film ist mehr als nur unterhaltsam, die Kulissen atemberaubend, die Schlacht monumental, wenn auch entgegen der Ankündigung nicht das Beste was man in dieser Hinsicht bisher zu sehen bekam. Was mir für ein gutes Epos dieser Art jedoch fehlt sind gute Dialoge, eine Tiefgreifende Geschichte und aussergewöhnliche Darsteller, obwohl ich da keinen schlecht machen möchte. Orlando hat seine Sache besser gemacht als zugetraut, Neeson als sein Vater spielt sehr überzeugend, Die Bösewichte sind böse ohne Platt zu wirken. Highlight ist jedoch der dem Tode geweihte junge König Jerusalems, der wohl eher unerkannt von Edward Norton gespielt wurde.

    Alles in allem nicht ganz Wunscherfüllend, dennoch sehenswert.
  • Die purpurnen Flüsse 2
    Die Engel der Apokalypse
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 18.07.2005
    Die Franzosen können es auch
    Was? Na, aufwendige, gute Actionfilme zu produzieren. Nicht das das jetzt der erst Film dieser Art aus Frankreich währe, zu viele andere, auch einige, die zumindest bei uns eher unbeachtet waren, wurden sogar schon in den USA nachgedreht, doch war fast immer das Original besser. Warum muß dann das Original erneut abgedreht werden? Das liegt an der penetranten Verweigerung der USA einen Fremdsprachigen Film einem breiten Publikum durch eine gute Synchronisation zugänglich zu machen. Lächerlich, wenn man bedenkt das Bambi auch keine eigene Stimme hatte. Ich bin fast sicher daß Dieser Film wie auch sein Vorgänger noch aus den USA adaptiert werden, und beide Filme haben es verdient. Der Vorgänger konnte noch mit mehr Wendungen in der Story glänzen, der Nachfolger ist aber von Anfang bis Ende ein spannender, aufwendiger, mit toller Regie und stimmigen Stunts, ohne viel CGI aufwartender Film. Vielleicht etwas zu brutal angelegt, dennoch großes europäisches Actionkino mit ein wenig Filmkunst.
  • Der schmale Grat
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "KB" am 18.07.2005
    So richtig weiß der Film nicht wohin
    Der Sound ist absolute Spitze und man ist stets hautnah beim Geschehen. Der Zuschauer fühlt sich schon sehr enerviert wenn er dem anhaltendem Schlachtgetümmel folgt, doch ist dies mit Sicherheit so gewollt. Mitfühlend prasseln stetig neue schier undurchführbare Befehle auf die Alibiprotagonisten auf dem Bildschirm und ihnen nur als Stellvertreter auch auf einen selbst ein. Das befehlshabende A----loch zeigt im Film immer öfter, daß auch er nicht nur im Hintergrund Befehle erteilt, sondern auch im Einsatz mit seiner Truppe leidet und sie unter Einsatz seines eigenen Lebens anspornt und in den Tod geleitet.

    Welch heuchelei der Realität.

    Der Film ist eine Mischung aus Kriegs- und Antikriegsfilm. Doch überwiegt bei mir die Intensität der Bilder, die den Schrecken des Krieges beschreiben, über den eingestreuten Pathos, so daß er eine klare Wertung von vier Sternen erhält.