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Kritiken von "TylerDurden79" aus

216 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Flightplan - Ohne jede Spur
    Wenn dir jemand alles nimmt, wofür du lebst... wie weit würdest du gehen, um es zurückzubekommen?
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 01.02.2009
    Jodie Foster ist mittlerweile die Expertin für Thriller der einfachen Art geworden. Ein begrenztes Set, einige wenige Hauptcharaktere, das reicht damit sie einen für sie typischen Film durchziehen kann.

    Vorsicht, jetzt wird ein wenig gespoilert.

    Die Story fass ich mal ganz kurz zusammen:
    Mutter und Tochter verreisen, schlafen im Flugzeug ein, Mutter wacht auf, Kind weg. Die Suche beginnt. Araber werden verdächtigt das Kind entführt zu haben. Dann wird behauptet das Kind sei tot, die Mutter unter Arrest gestellt. Sie flieht, sorgt für Verwirrung, es kommt zur Notlandung. Der Bösewicht outet sich dem Zuschauer, man entdeckt das Kind. Eine Erpressung folgt, dann entdeckt die Mutter ihre Tochter. Kurzer Showdown mit Knalleffekt, Bösewicht tot, Film aus.

    Kritik:
    Der Film baut eine beunruhigende Stimmung auf. Er zeigt sehr schnell die Eigenheiten der beiden Hauptcharaktere Kylie (Jodie Foster) und ihrer Tochter Julia(Marlene Lawston). Nach dem Verschwinden des Kindes entwickelt sich ein netter Machtkampf zwischen Kyle und dem Captain (Sean Bean). Störend dabei sind einige Fluggäste arabischer Abstammung die allein dadurch schon in Verdacht geraten. Das hätte nicht sein müssen, es macht keinen Sinn, es ist nur ein Zeitfüller. Die erste Lösung für das Verschwinden ist sehr erdrückend, aber auch sehr glaubwürdig. Jetzt zieht die Story richtig an, der wandelt sich ein wenig vom klaustrophobischen Thriller zum Actionabenteuer. Nach der endgültigen Auflösung, die für mich einigermaßen überraschend war, gibt es nochmals einen Storywechsel. Der Bösewicht (Peter Saarsgard) spielt seine Rolle wirklich sehr gut. Die Auflösung ist allerdings ein wenig an den Haaren herbeigezogen, die Vorgeschichte des Films wird plötzlich als komplett anders dargestellt als ursprünglich. Das Ende kommt ein wenig unrealistisch rüber, und ist voller Pathos.

    Spoiler-Ende

    Urteil:
    Gut gemachter Thriller, dessen Spannungsbogen sich schnell aufbaut, und lange auf hohem Niveau halten kann, vor allem durch die Storywechsel. Mein größter Kritikpunkt ist die mit der Auflösung verbundene Änderung der Vor- und Hintergrundgeschichte, die ein wenig an den Haaren herbeigezogen und unrealistisch ist. Es gibt auch keine vernünftige Erklärung warum niemand das Kind gesehen haben soll. Ein zweiter Kritikpunkt ist das streuen von falschen Hinweisen. Die Männer am Fenster gleich zu Beginn sind unrelevant, genauso wie ihre Einbildung das mit ihrem verstorbenen Mann spazieren geht.
  • Brothers Grimm
    Lerne das Fürchten.
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 01.02.2009
    Die Gebrüder Grimm als Action-Helden, das klang mir zuerst nicht sehr reizvoll, aber am Kinotag schaut man sich auch so etwas an. Es hat sich gelohnt, ich war wirklich positiv überrascht.

    Ab hier kleiner Spoiler!

    Der Film baut um die Gebrüder Grimm eine interessante Story auf, die Elemente aus einigen bekannten Märchen vermischt. Man sieht z.B. Kinder die in einem Wald verschwinden, zuerst eines mit einem roten Kleid, dann ein Mädchen, das mit ihrem Bruder Hänsel im Wald ist. Plötzlich kommt man an einen hohen Turm zu dem es keinen Eingang gibt. Später klettert einer der Gebrüder, die übrigens Jack und Will heißen, an Haaren diesen Turm hinauf. Dort wohnt eine Königin mit einem Spiegel. Solche Elemente aus bekannten Grimmmärchen kommen andauernd vor und sind passend in die Story integriert.
    Zuerst sieht man dass die Grimmschen Brüder (Matt Damon und Heath Ledger) Gauner sind, die angeblich Gespenster vertreiben und sich dafür bezahlen lassen. Die französischen Besatzer bekommen das mit und bieten ihnen einen Handel an: Todesstrafe oder Gauner, die anscheinend mit ähnlichen Methoden arbeiten, entlarven.
    Das Problem ist nur das es in dem Wald, wo diese Gauner operieren sollen, keine Menschen dahinter stecken, sondern eine mehrere hundert Jahre alte Königin (Monica Bellucci) und ihr treueren Gefolgsmann. Zusammen mit einer Füherin erforschen sie den Wald und entdecken das diese Königin versucht sich wieder zum leben zu erwecken.
    Immer wieder spielen auch die Franzosen eine Rolle, die nicht an Spuk glauben, und ständig für Storywendungen sorgen.

    Kritik:
    Der ganze Film ist gespickt mit witzigen Szenen, die in solcher oder ähnlicher Art in Grimmschen Märchen vorkommen. Er hat allerdings auch Momente die etwas schockierend sind, daher finde ich ihn nicht für Kinder geeignet. Durch das Zusammenspiel mit den Franzosen ist die Story wirklich gut geraten. Er schafft es eine gute Mischung aus komödiantischen, Action – und Schockelemeten zu verknüpfen. Man bekommt auch Einblicke in das Verhältnis zwischen den Brüdern.
    Realitätsnahe mit den wahren Brüdern Grimm darf man natürlich in keinster Weise unterstellen. Es ist nette Unterhaltung die einen permanent an die Ergüsse der beiden Märchenschreiber erinnert.
  • Star Wars - Episode III - Die Rache der Sith
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 01.02.2009
    Ich werde gezielt auf das eingehen, was mir an dem Film an wichtigsten war, die Verbindung von Episode II und IV. Den ich habe diesen Film als ein Projekt gesehen: Der erste Film der gleichzeitig Sequel und Prequel ist.

    Endlich! 3 Jahre warten sind zu Ende. Und sie haben sich gelohnt. Er hebt sich von allen StarWars-Filmen ab.

    Zu Beginn gibt es die größte Raumschlacht die das StarWars-Universum je gesehen hat. Nach einer rasanten Kamerafahrt, hört man das bekannte Tuten von R2-D2 (Kenny Baker). Wie auch die Droiden der Handelsförderation wirkt er viel menschlicher als in Episode I und II. Sein „Herrchen“ Anakin Skywalker(Hayden Christensen) wird in den ersten Minuten als überheblich und risikobereit dargestellt, was seinem Charakter von Episode II entspricht. Bei Obi-Wan-Kenobi (Ewan McGregor) erkennt man schon fast eine Ähnlichkeit zum Obi-Wan von Episode IV. Sowohl optisch als auch charakterlich. Die Jäger der Klonsoldaten sehen den X-Wings aus der alten Triologie schon sehr ähnlich. Im Laufe der Schlacht sieht man noch mehr Schiffe die entweder Rebellen- oder imperialen Schiffen ähnlich sehen. Nun lernt man einen der wenigen neuen Charaktere kennen: General Grivous. Manche sagen, er macht wenig Sinn, aber er ist ein Element, das für die Entwicklung der Stroy wichtig ist. Der Mord an Count Dooku (Christopher Lee) bringt Anakin einen entscheidenden Schritt weiter auf die dunkle Seite, und man sieht dass er gegenüber Episode II stärker geworden ist. Per kurze Audioeinspielung hört man sein Abschlachten der Tuskenräuber in Episode II. Dies erinnert uns das Anakin schon mal aus Rache getötet hat, was mutmaßlich zu seinem Abtrifften auf die dunkle Seite beigetragen hat.

    Nach der Ankunft auf ‚Corouscant’ erfährt nun wozu der Charakter Grivous nötig ist. Ohne ihn wäre der Krieg zu Ende, da die Seperatisten ohne Führung dastehen würden. Einige Leute kritisieren, das hätte doch auch Count Dooku weiterhin übernehmen können, aber dann hätte der Film im späteren Verlauf eine zu hohe Laserschwertkampfdichte. Außerdem macht der Mord an Dooku nur vor Anakins Verwandlung Sinn.
    Der Kanzler (Ian McDiarmid) offenbart Anakin das er die Macht, um seine Frau (Natalie Portman) vor dem Tod zu retten, lediglich auf der dunklen Seite finden könne. Kanzler und Jedirat versuchen ständig Anakin gegen die andere Seite auszuspielen. Anakin wendet sich immer mehr von den Jedi ab hin zum Kanzler.

    Das geniale ist, das Anakin bis dato in nahezu jeder Szene einen Schritt Richtung dunkle Seite geht. Dieser Wandel würde zu schnell gehen, sagen viele. Dabei sollte man aber zwei Dinge berücksichtigen.
    1. Anakins Gang zur dunklen Seite ist schon in Episode II spürbar, der beginnt nicht erst in Episode III.
    2. Der Grat zwischen dunkler und heller Seite ist schmäler als man denkt.

    Obi-Wan bricht nun auf, um General Grivous zu vernichten. Dieser Kampf ist ein Novum in Geschichte von StarWars. Er zeigt einen Nicht-Jedi, der mit Lichtschwertern umgehen kann. Allerdings nicht gut genug :-). Nun, da Yoda und Obi-Wan aus dem inneren Kern der Galaxis verschwunden sind, traut Plapatine, sich zu outen. Mace Windu (Samuel L. Jackson) will den Kanzler verhaften, aber dieser wehrt sich äußerst effektiv, allerdings sterben die anderen drei Jedi, viel zu schnell. Mace Windu schafft es schließlich Palpatine zu besiegen. Dieser Kampf führt sehr glaubwürdig zur körperlichen Metharmorphose Palpatines, zu dem was man in der alten Triologie als Imperator kennt. Mittlerweile ist Anakin hinzugestoßen, dessen Konflikt man ihm in seinen Augen ablesen kann. Er verhindert das Mace Windu Palpatine tötet, der diesen nun auf eindrucksvolle Weise aus dem Fenster bugsiert. Nach ist also der Moment gekommen, auf den viele Fans jahrelang gewartet haben, man sieht wie Anakin zu Vader wird. Wie gesagt, der Grat zwischen heller und dunkler Seite ist schmal, deswegen läuft das ganze nicht so spektakulär ab wie es sich mancher vielleicht gedacht hat. Aber sehr eindrucksvoll ist diese Szene trotzdem, als Anakin sich Sidous unterwirft.

    Diese Szene teilt den gesamten Film. Bisher sah man eine Fortsetzung von Episode I und II. Von da an bildet er einen Übergang zu Episode IV. Die Yedi werden ausgelöscht. Lediglich Yoda (Frank Oz) und Obi-Wan überleben die Angriffe. Das wirkt allerdings nicht konstruiert, sondern es ist sehr glaubhaft wie es dazu kommt. Im Yedi-Tempel kommt es zu einer der emotionalsten Szenen im ganzen Film: Anakin betritt einen Raum mit Jünglingen, einer der Jungs fragt ihn: „Meister Skywalker, was sollen wir jetzt tun?“, und Anakin zieht sein Lichtschwert. Hier wird deutlich, was die dunkle Seite aus einem machen kann. Yoda und Obi-Wan werden von Senator Organa aufgelesen, dem wichtigsten neuen Charakter in Episode III. Der Anblick seines Schiffes ruft sofort Erinnerungen wach, denn es ist das Schiff das am Anfang von Episode IV überfallen wird. Während sie nach Corascount zurückkehren, ruft Palpatine das Imperium aus. Anakin beseitigt mittlerweile die Überreste der Seperatisten, immerhin müssen die auch noch aus dem Weg geräumt werden.
    Nun tötet Anakin aus Versehen seine Frau. Eine herrliche Ironie: Der Versuch ihr Leben zu retten hat ihn auf die dunkle Seite gebracht, was ihn dazu bringt sie zu töten.
    Danach beginnt das wirklich beste Laserschwertduell aller Zeiten. Dessen Tempo und kämpferisches Niveau übertrifft alles bisher gesehene. Zeitgleich kämpft Yoda mit Sidous, die beiden zerlegen dabei gleich mal den Senat, eine herrliche Symbolik. Die Kämpfe sind beide spannend, obwohl man weiß, dass alle vier Beteiligten überleben. Der Kampf Obi-Wan gegen Anakin ist endlich auch wieder ein Kampf der teilweise mit guten Dialogen gespickt ist. Während Yoda aufgibt und beschließt ins Exil zu gehen, säbelt Obi-Wan Anakin einen Arm und beide Beine ab. Dies führt dazu das Anakin sich böse Verbrennungen holt, währenddessen sein Gesicht dem ähnelt das man in EpisodeVI sieht, als Luke ihm die Maske abnimmt. Als Sidous den stark verbrannten Körper abholt ähnelt sein Schiff stark einer imperialen Fähre.
    Parallel gebärt nun Padme ihre Kinder, und Anakin/Vader bekommt seinen Ganzkörperschutzanzug. Man sieht aus seinen Augen die Maske von innen und seinen ersten Atemzug durch den neunen Lungenautomat tut er gleichzeitig mit Padmes letztem Atemzug. Dieser Moment ist einer der emotionalsten im ganzen Film, ein Lob an den Cutter. Nach Padmes Beerdigung werden noch die Babys so verteilt, wie man ihre Herkunft in Episode IV kennt. Obi-Wan geht nach Taitooine, und übergibt Luke an dessen Onkel und Tante im Licht der auf- oder untergehenden Sonnen von Taitooine.


    Fazit: Star Wars alt meets Star Wars neu. Die beiden Triologien lassen sich besser verbinden als ich erhofft hatte. Ewan McGregor sieht man fast eine gewisse Ähnlichkeit zu Alec Guiness an, Anakins Wandel auf die dunkle Seite ist sehr glaubwürdig. die Auslöschung der Yedi wird sehr überzeugend gezeigt. Man sieht in fast jeder Szene Ähnlichkeiten zu der alten Triologie. Auch an Kleinigkeiten, wie das Obi-Wan Anakins Lichtschwert hat, wurde gedacht, diese zu zeigen. Auch die Droiden kommen quasi nebenbei in die Obhut aus der in Episode IV gerissen werden. Lediglich warum Obi-Wan sich später Ben nennt werden wir wohl nie erfahren. Oder vielleicht doch, in einer anderen Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis.
  • Die Chroniken von Narnia 1 - Der König von Narnia
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 31.01.2009
    Es gibt Kleiderschränke, in die kann man nur Kleidung hängen, es gibt begehbare Kleiderschränke, und es gibt Kleiderschränke in die eine ganze Welt passt.

    Zumindest denkt dass die kleine Lucy (Georgie Henley) als sie das erste Mal nach Narnia kommt. Bis all ihre drei Geschwister diese Pforte Kleiderschrank überschreiten dauert es aber noch eine Weile. Denn anfangs stehen die Differenzen der Kinder untereinander im Vordergrund, und die sehr reakistische Darstellung wie die Kinder den überhaupt nach Narnia kommen.

    Natürlich hat diese Familie, wie jede andere Familie auch, ein schwarzes Schaf , das sich, sobald in Narnia angekommen, sofort mit dem Bösen verbündet. Den wie in jeder guten Fantasy-Welt gibt es auch in Narnia eine klare Unterscheidung zwischen Gut und Böse.
    Der Anführer der Guten ist der König der Tiere persönlich. Nicht ohne Grund, den von Tieren und tierähnlichen Fabelwesen, wimmelt es in Narnia geradezu: Wölfe, Biber, Pferde, nein Einhörner, Faunen, Minotauren und andere Tiere und Fabelwesen bewohnen die wirklich schönen Landschaften. Dass diese Wesen alle reden können versteht sich natürlich von selbst. Dadurch gewinnt Narnia seinen eigenen Charme, vor allem das Biberpärchen ist witzig und lockert die Athmosphäre auf.

    Diese ist anfangs verspielt, später etwas düster, vor allem als der König Aslan sich opfern will, aber trotzdem immer kinderfreundlich. Es ist auch ganz klar ein Kinderfilm: Kinder als Hauptdarsteller, relativ einfach gestrickte Story, der moralische Fingerzeig das man Fremden die einem was schenken nicht trauen sollte, usw.
    Aber das macht ihn für Erwachsene nicht uninteressant.
    Er bietet gemütliche Unterhaltung die einfach Spaß macht. Am Ende gibt es eine große Schlacht, natürlich mit dem ultimativen Endkampf guter Junge (William Moseley) gegen böse Frau (Tilda Swinton). Hier merkt man dass der CGI-Spezialist von „Herr der Ringe“ mitgewirkt hat, die Schlacht ähnelt teilweise denen aus Mittelerde. Man bekommt auch den Eindruck die Schlacht und andere Teile des Films wurden in der gleichen Gegend gedreht wie „Herr der Ringe“, so ähnlich sind sich die Landschaften.

    Technische Fehler, wie das offensichtliche getrennte Aufnehmen von Darsteller und Hintergrund, sind mir nur in einer Szene störend aufgefallen. Aber bei gut zwei Stunden Unterhaltung wirkt sich das auf meinen Gesamteindruck nicht aus.

    Die Schauspieler machen ihre Arbeit allesamt ordentlich. Hervorzuheben ist einerseits Tilda Swinton die die böse Hexe sehr überzeugend spielt, und es schafft deren teilweise schnellen Stimmungsschwankungen realistisch auf die Leinwand zu bringen. Andererseits die kleine Georgie Henley, die fast so rührend und mitreisend ist wie die kleine Drew Berrymore damals in E.T.

    Die Welt von Narnia hat es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Mit den Charakteren habe ich richtig mitgefiebert, die Landschaft war schön und hatte trotz Ähnlichkeit zu Mittelerde ihren eigenen Stil. Die Wesen die dort existieren sind sehr faszinierend, und sorgen für eine gute Stimmung. So muss eine Fantasy-Welt sein.
    Auch die Story war interessant und logisch. Wie gesagt kinderfreundlich, also ohne große Überraschungen, abgesehen von der "Opferung und Auferstehung" des Königs, wobei die Opferung die größere Überraschung war, den in einem Kinderfilm stirbt kein Held.
    Trotzdem war die Story nicht schlecht. Die Reise nach Narnia hat sich gelohnt.
  • Serenity
    Flucht in neue Welten - Die einen haben die Waffen. Sie ist gefährlich.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 31.01.2009
    ciene-Fiction im Jahre 2005.
    Da fallen mir auf Anhieb lediglich Krieg der Welten, Die Insel und Doom ein.
    Die Fragen nach guten Sciene-Fiction-Filmen in dem Jahr ist da schon schwieriger.
    Krieg der Welten fand ich okay bis auf das Ende, Doom war durchweg brauchbar, Die Insel hatte eine interessante Idee, hat mich aber ein wenig zu sehr an „The 6th Day“ erinnert. Der Preis für meinen persönlichen Lieblings-Sciene-Fiction-Film des Jahres 2005 geht damit knapp an Serenity.

    Warnung, diese Kritik enthält nur sehr wenig Spoiler. Wer etwas über die Story erfahren möchte, sollte den folgenden Text nicht lesen.

    Was macht den Film zu einem würdigen Preisträger?
    Man nehme eine schöne, neue Welt, eine anfangs schwer durchschaubare, verwirrende Story, einen verdammt coolen Hauptdarsteller, eine mysteriöse Frau mit übermenschlichen Fähigkeiten, die von einem dunklen Geheimnis weiß, einen verrückter Haufen durchgeknallter Kerle, eine Horde wilder Tiere als Feinde, und eine ganze Arme gegnerischer Truppen, angeführt von einem diabolischer Gegenspieler, bei dem ich mir nie sicher war, ob das denn wirklich ein Mensch ist.
    Schon hat man einen echt coolen Film.
    Klar ist das alles nichts neues, aber die Mischung macht es eben, hier passt das einfach zusammen.

    Viele Sciene-Ficiton-Filme leben ja ausschließlich von den Special-Effekten, von bombastischen Bildern. Das ist hier nicht der Fall, die Special-Effekts sind lediglich Mittel zum Zweck, grandiose Bilder gibt es nicht. Die Charaktere, und die Geschichte, das steht im Vordergrund. Auch der moralische Aspekt wird einmal kurz angesprochen. In die Welt wird der Zuschauer nur gering eingeführt, das bekommt man während des Films, besonders zu Beginn einfach mit. Die Story entwickelt sich glaubwürdig, flacht im Laufe der Zeit allerdings, gegenüber dem sehr spannenden Beginn, deutlich ab. Die Dialoge tragen oftmals zur Erheiterung der Stimmung bei. In den Kämpfen sind die Dialoge manchmal wichtiger als der Kampf selbst, gut so! Die Schauspieler scheinen alle viele Spaß beim Drehen gehabt zu haben, sie sind voll in ihren Rollen drin.
    Ich kann gar nicht konkret sagen was mir gefallen hat, und was nicht. Es war einfach mal wieder ein in sich stimmiger Film, der mich 110 Minten lang gut unterhalten hat.
  • King Kong
    Fantasy, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 31.01.2009
    Es geht doch nix über Regelmäßigkeit im Alltag. Jede Woche kommt die Müllabfuhr, zweimal im Jahr wird die Uhr umgestellt, die Sonne geht morgens auf und abends unter. Zu diesen Konstanten gesellte sich im Jahre 2001 eine neue hinzu: Vor Weihnachten kommt ein Film von Peter Jackson ins Kino der drei Stunden geht.
    Da die „Herr der Ringe“ – Triologie nun mal nur drei Bände hat, wurde 2004 diese Konstante verletzt. Im Folgejahr allerdings schaute man verwundert auf den vorweihnachtlichen Kinoplan. Wieder ein Film von Peter Jackson mit Überlänge. Wurde im Vermächtnis von J.R.R. Tolkien etwa ein unbekannter vierter „Herr der Ringe“-Band entdeckt? Weit gefehlt, Jackson erfüllte sich einen Kindheitstraum und verfilmt einen Klassiker, der ihn selbst erst auf die Idee brachte Filmemacher zu werden.
    Dank Jackson kehrt der berühmteste Affe der Welt, (sorry, Chitta), über 70 Jahre nach seinem ersten und 29 Jahre nach seinem letzten Kinoauftritt auf die Leinwand zurück.

    Die Grundstory ist die bekannte:
    Filmcrew fährt auf einsame Insel, trifft dort Riesenaffe. Affe verschleppt Hauptdarstellerin und verliebt sich. Crew überwältigt Affe und bringt ihn nach New York. Affe flüchtet, und klettert mit Frau auf Empire Statue Building. Danach Luftoperation, an deren Ende es heißt: Operation gelungen, Affe tot.
    Gut das an dieser Grundstory nix geändert wurde, und beispielsweise die Handlung nach Hong Kong (: verlegt wurde! Aber wozu Wortspiele wie KingKong in HongKong konstruieren, wenn man doch einen Big Ape im Big Apple hat :-)
    Genug der dummen Scherze, kommen wir zum Ernst des Kinozuschauerlebens: Zur Kritik des Films.

    Vorher muss ich aber noch mal was zur Story sagen, deswegen kommt hier eine kleine Spoilerwarnung, obwohl der Text kaum über das schon bekannte hinausgeht.
    Was kommt raus wenn ein ehrgeiziger, von Filmstudios verfolgter Produzent, der von einer mytheriösen Insel besessen ist, zusammen mit einer mittellosen Theaterschauspielerin einen Film auf eben dieser Insel drehen will? Eine herrlich witzige Fahrt, bei der von Seemeile zu Seemeile die Stimmung immer unheimlicher wird, und ein furioser Überlebenskampf auf dieser Insel. Trifft man auf dieser Insel noch zufällig auf einen Riesenaffen, so wird daraus eine sehr rührende Dreiecksbeziehung, und eine Zerstörung von halb New York.
    Spoiler-Ende

    Für alle die bis jetzt durchgehalten habe, kommt nun endlich die Kritik:
    Der Film schafft es gleich zu Beginn den Zeitgeist der 30er-Jahre einzufangen, in der ersten Minute schweift die Kamera nur über die Stadt, großartige Bilder gleich zum Auftakt.
    Die Hauptcharaktere schaffen es wirklich einen an ihren Problemen teilzuhaben. Dabei wird der Humor aber nicht vergessen. Das Zusammenspiel zwischen Regisseur und Assi ist gespickt mit heiteren Dialogen. Wenn ein Autor in einem im Affenkäfig sitzend ein Drehbuch schreibt kann ich mir einfach kein schmunzeln verkneifen. Solche Auflockerungen wechseln sich mit stimmungsdrückenden Szenen ab. Das ganze führt dazu das der Film etwas unfassbares schafft: Der Teil in dem der Titelheld gar nicht vor kommt, ist der beste des ganzen Films.

    In der ersten Stunde lebt der Film von der Handlung und den Charaktere, und kommt ganz ohne optische Effekthascherei aus.
    Das ändert sich auf der Insel, hier wurde mit CGI-Effekten gearbeitet, aber wenn stört das? Das ist doch in so einer Art Film normal, wer das nicht mag, sollte sich so einen Film nicht anschauen. Es steht während des gesamten Films gegenüber der Geschichte stark im Hintergrund. Außerdem sind sie meistens gut, und fallen nicht störend auf. Nur als Kong mit den Sauriern kämpft, fand ich teilweise das man deutlich sieht das Vor- und Hintergrund künstlich zusammengesetzt wurden. Dieser Kampf ging mir auch etwas zu lange. Durch diesen Kampf gewinnt er das Vertrauen von Ann, die ihre Gefühle für den Affen im weiteren Verlauf auch nicht versteckt. Genauso wenig wie Kong sie nicht versteckt.
    Dem Affen sind seine Gefühle, fast sogar seine Gedanken, geradezu ins Gesicht geschrieben, so genial menschlich ist er. Ich fand ihn so gut dargestellt, das ich mich mal ganz weit aus dem Fenster lehne (keine Angst, sitze im Keller :-)), und die Prognose aufstelle, das Der Special-Effekte-Oscar mit ziemlicher Sicherheit an den großen Affen gehen wird.
    Die übrigen männlichen Darsteller plagen sich in der Zwischenzeit mit der Fauna der alles anderes als gemütlichen Umgebung von Skull Island herum. Diese Kämpfe sind allerdings nichts für schwache Nerven, bei der Vegetation. Aber ich will nicht zu viel verraten. Außer das auch das sich für meinen Geschmack etwas lange hinzieht bis am Ende alle glücklich und zufrieden die Insel verlassen.

    Der Stilbruch nach New York ist hart, aber passend. Dort strahlt und leuchtet alles, auch die Augen von Mr. Denham, als er einen überraschten Publikum Kong präsentiert. Dieses New York sieht übrigens ganz anders aus, als das zu Beginn des Films. Nach Kongs Flucht zerlegt er noch etwas effektlastig ein paar Autos, ehe er seine große, oder aus seiner Sicht wohl eher kleine Liebe, wiedertrifft. Die Szenen mit Frau und Affe sind allesamt allerdings ein zweischneidiges Schwert. Ich fand sie witzig bis kitschig. Manche werden es auch nur als kitschig bezeichnen, andere nur als witzig. Sie sorgen ein wenig für Auflockerung und sind gefühlsstark, wie auch das Ende auf dem Empire State Building, was ein würdiger Abschluss für einen GROßartigen Film ist.

    Der Film hat es wirklich geschafft mich von Anfang bis Ende, bis auf wenige Momente, und das waren nicht die wesentlichen, zu begeistern. Aber eben nicht nur durch Effekte, sondern durch gute Charaktere, durch einen sehr spannende Story, durch Humor an der passenden Stelle und durch eine gut gestreute Prise Selbstironie: „Monster kommen nur in B-Movies vor“, und der Hinweis auf die Schauspielerin und das Studio des Originalfilms sind hierfür die mir am meisten in Erinnerung gebliebenen Beispiele.
    Okay, er ist nicht immer realistisch und logisch, aber das ist ein Fantasyfilm, da zählt das nicht. Okay, auch ich habe mich gewundert warum ein 8 Meter große Affe, der ja doch ein wenig mehr wiegen wird als ich, auf einem zugefrorenen Fluss nicht einbricht, und warum die Straße nicht aufbricht wenn er aus ca. 400m auf die Erde fällt. Aber bis zu diesem Zeitpunkt ist man von dem Film schon so begeistert, das es einem egal ist, oder man achtet auf so etwas, weil einen der Film eh nicht begeistern konnte, und dann kommt es darauf auch nicht mehr an.
  • Findet Nemo
    Kids, Animation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 30.01.2009
    Woran merkt man das man alt wird wird? Glatzenbildung? Graue Haare? Häufiger Stuhlgang? Nein, man kann nicht mehr über alles lachen. Okay, das hat mit dem Alter nix zu tun, Ich kenne Leut meines Alters die den Film super fanden. Dann nen ich es erwachsen. Ich bin anscheinend für diesen Film zu erwachsen.

    Der Film ist ohne Altersbeschränkung freigegeben uns das ist auch richtig so. Denn für so solche Menschen ist er gemacht. Die DVD werd ich mal meinen Nichten (5 und 6 Jahre) kaufen. Mir war er leider etwas zu kindisch. Die Gags auf einem Nivau über das ich größtenteisl nicht lachen konnte.
    Die Story ist nicht mal schlecht, und sehr witzig. Aber das ganze Drumherum, dieser komische Fisch, die Nemos Vater bei der Suche begleitet, fand ich nicht lustig, sondern nervig. Die Szenen mit den Walen und den Schildkröten waren beeidruckend, aber das waren wenige Highlights.

    Ich bin wirklich niemand der zum Lachen in den Keller geht, aber Nemo war mir des aufgezwungenen kindischen Humors dann doch zu viel.
    Dem ersten Teil von "Narnia" habe ich eine Erwachsenentauglichkeit trotz eindeutiger Zielgruppe Kinder gegeben. Das kann ich bei Nemo nicht.

    Das dies auch bei Animationsfilmen geht hat ansatzweise "Die Unglaublichen" und sehr gut "Die Monster AG" gezeigt. Auch Madagaskar fand ich zumindest zu Beginn sehr unterhaltsam. Nemo ist sehr nette Unterhaltung, aber leider nur für Kinder, für mich nicht.
  • Titanic
    Nichts auf der Welt konnte sie trennen.
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 30.01.2009
    Dieser Film toppte alle Rekorde: Die meisten Zuschauer weltweit, in den USA, bei uns, wahrscheinlich auch noch in zahlreichen anderen Ländern. In Österreich nicht mehr, seit Schuh des Manitu :-)
    Alle diese Zuschauer waren begeistert, die Kritiker waren’s auch.
    Es gab die meisten Oscar-Nomierungen (zusammen mit All about Eve) und die meisten Oscars aller Zeiten (gemeinsam mit Ben Hur).


    Mich lies der Film damals kälter als die Temperatur des Wassers in dem die Titanic gesunken ist. Ich konnte dem Wirbel um den Film nix abgewinnen. Erst als der Film im Free-TV kam, nahm ich mir die drei Stunden nein, vier, dank Werbung, Zeit, ohne große Erwartungen zu haben. Schließlich mag ich Liebesfilme nicht.

    Ich wurde positiv überrascht. Die Jagd nach dem Diamanten spannt einen guten, überraschenden Bogen von der Gegenwart in die Vergangenheit und vom Anfang zum Ende des Films.
    Obwohl mir das Ende des Films bekannt war, damit meine ich die Tatsache dass ER stirbt, und SIE überlebt, war der Film für mich sehr spannend. Während des sehr langen Sinkens des Schiffs trennen und vereinen sich ständig die Wege des Paares, was ein gutes Tempo in den Film bringt.

    Am beeindruckensten fand ich die Darstellung der damaligen Gesellschaft.
    Der Unterschied zwischen Arm und Reich wird sehr gut, und teilweise schockierend dargestellt, wenn z.B. Passagiere der dritten Klasse erschossen werden,
    nur weil sie sich nicht unter Bord des sinkenden Schiffs einsperren lassen wollen, während Passagiere der ersten Klasse schon lange gerettet sind. Dieser Unterschied spiegelt sich auch in einigen Charakteren wieder. Die Mutter von Rose hat mich durch ihr herablassendes „Wir sind was besseres“-Getue extremst genervt. Cool war die dicke Molly, die zwar reich aber nicht versnoppt war. Was daran lag das sie „neureich“ war, was in dem Film fast wie eine Beleidigung klingt. Aber besser neureich als neuarm, wie sich im späteren Verlauf des Films die Familie von Rose herausstellt.
    Hier sieht man dass sich manches nie ändert. Die Leute mit den meisten Schulden führen sich auf als ob sie die reichsten wären, und damit sie das Niveau halten können, muss halt ein reicher Mann geheiratet werden. Da spielt Rose allerdings nicht mit. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Jack ist nett verpackt und sinnvoll in die Story integriert.

    Zur schauspielerischen Darstellung gibt es eigentlich nicht viel sagen. Die Hauptdarsteller spielen sehr emotional ihre Rollen, die für beide, trotz nicht überragender Leistungen, das Karriere-Sprungbrett waren.

    Der Film drückt glücklicherweise nicht so sehr auf die Tränentrüse wie der Versuch Bruckheimers die Titanic in die Luft zu erheben, was er Pearl Harbour nannte.
    Die Fahrt der Titanic wird sehr schön dargestellt, sorgt für beeindruckende Bilder, und zeigt alle Facetten der damaligen Kultur. Der schnulzige Teil fällt kleiner aus, als ich dachte, und das Sinken ist sehr dramatisch inszeniert.

    Fazit:
    Guter historischer Katastrophenfilm mit sehr realistischer Gesellschaftsstudie, einer Liebesgeschichte mit Hindernissen, und sehr beeindruckenden Bildern.
    Gehört sicher nicht zu meinen Lieblingsfilmen, aber wenn mich die DVD mal zusammen mit einem kleinen Preis anspringt, nehme ich sie gerne mit. Er gehört einfach in eine komplette Sammlung.
  • Die Familie Stone
    Verloben verboten!
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 30.01.2009
    Die typische Weihnachtsfamile heißt dieses bzw. letztes Jahr Stone.
    Darf ich vorstellen: Der Vater Kelly(Craig T. Nelson), die Mutter Sybill (Diane Keaton), der Kiffer Ben (Luke Wilson), der Taube Thad (Ty Giodano), sein Lebensgefährte Patrick(Brian J. White), die schwangere Susannah (Elizabeth Reaser), ihre Tochter Elizabeth (Savannah Stelin), das Nesthäcken Amy(Rachel McAdams) und Everett(Dermot Mulroney), der seine neue Freundin Meredith (Sarah Jessica Parker) mitbringt.
    Schließlich ist Weihnachten ja ein guter Zeitpunkt, der Familie seine neue Freundin vorzustellen, und dieser dabei auch gleich noch einen Heiratsantrag zu machen. Da hat Everett aber die Rechnung ohne den Wirt, sprich seine Familie, vor allem ohne seine kleine Schwester Amy gemacht. Als einzige die ihre zukünftige Schwägerin schon kennt, hat sie gegenüber dieser Vorurteile, die sie Meredith und Zuschauer permanent spüren lässt.

    Das erste Kennenlernen läuft selbstverständlich alles andere als optimal, und so holt Meredith sich Verstärkung aus ihrer eigenen Familie, ihre Schwester Julie (Claire Danes).
    Im Gegensatz zu Meredith wird diese von der Familie Stone herzlich aufgenommen, und schafft es auch Fettnäpfchen zu umgehen, in die ihre Schwester treffsicher hineinschlitert.

    Mein Hauptkritikpunkt an dem Film ist die Liebesstory, die Entwicklung ist einfach zu vorhersehbar. Zu Lachen gibt es genug, der Humor ist selten klischehaft, oder wirkt aufgesetzt. Die Geschichte spiegelt einfach sämtliche Probleme einer klassischen Großfamilie wieder. Auch wenn fast alle Klisches vorhanden sind.
    Auch das einer todkranken Mutter, die dies aber ihren Kindern nicht sagen will. An die große Glocke gehängt wird das im gesamten Verlauf des Films auch nie, es gibt lediglich ein paar Hinweise. In der letzten Szene des Films, die ein Jahr später spielt, ist die Mutter dann einfach nicht mehr da. Es wird nicht über sie gesprochen, der Zuschauer versteht auch so, was passiert ist. Der Film benutzt dazu keine große Aufklärung oder Trauerfeier, er geht mit dieser traurigen Thematik sehr suptil um.

    Das ist auch sehr gut so, den obwohl die Story um die kranke Mutter die Stimmung des Zuschauers zu drücken versucht, drückt er nicht zu sehr auf die Tränendrüse. Wozu auch, Immerhin ist der Fim in erster Linie eine Komödie die unterhalten und amüsieren soll. Dazu gibt es genug Gelegenheit, vor allem durch die Wandlung Meredith von der Nobeltussi zur lockeren Draufgängerin.
    Auch die Mutter Sybill sorgt durch ihre direkte Art für einige Lacher. Eine absolute Paraderolle für Diane Keaton, die die Großfamilienchefin echt gut drauf hat. Ansonsten sind die schauspielerischen Leistungen nicht weiter zu erwähnen. Weder positive noch negative Außreiser.

    Der Film bietet ordentliche Unterhaltung, keine Schenkelklopfergags, einfach witzige Situationen, die einem ein Schmunzeln oder Staunen ins Gesicht zaubern. Zu Beginn fand ich ihn ein wenig langweilig, die Story braucht ein wenig, bis sie sich entwickelt, aber spätestens als Julie auftaucht, beginnt die beste Phase des Films.

    Wer etwas ähnliches wie "Meine Braut, ihre Schwiegereltern und ich" erwartet, ist hier sicherlich falsch, da gibt es doch sehr wenig Gemeinsamkeiten.

    Es ist eine nette Komödie für die ganze Familie, auch wenn die ganz kleinen evtl. manche Gags nicht verstehen werden. Der Spagat zwischen witziger Familienstudie, trauriger Krankengeschichte und Bäumchen-wechsel-dich-Spiel ist nicht ganz gelungen. Aber das liegt größtenteils daran das in jeder Szene die beziehugnstechnischen Änderungen zu spüren sind. Zu erwähen ist auf jeden Fall noch das Ende, das ist sehr gut fand, war mal was anderes.

    Wäre die Liebesstory nicht so offensichtlich hätte es der Film vielleicht in den grünen Bereich schaffen können, so schrammt er daran knapp vorbei.
  • Der Club der toten Dichter
    Sein Mut veränderte ihr Leben.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 30.01.2009
    Eine klasse Film der mir nicht gefällt.
    So hätte ich den Film nach meinem ersten Versuch ihn anzuschauen zusammengefasst. Damals habe ich den Film nach ca. 45 Minuten abgeschaltet. Ich habe die Klasse erkannt, die in dem Film steckt, aber ich habe auch erkannt, der einfach nicht meinen Geschmack trifft.
    Diese ganze Geschichte um den Club, ist mir einfach zu langweilig gewesen. Ich finde einfach nix tolles daran, Jugendlichen dabei zuzusehen wie sie sich gegenseitig Gedichte vorlesen.
    Wie gesagt, obwohl er mir nicht gefallen hat, habe ich die Qualität des Films zu würdigen gewusst. Deswegen gab ich ihm eine zweite Chance, und habe ihn mir diesmal komplett angeschaut. Die Passagen die mir zu langweilig waren überstand ich, und erlebte nun auch den besten Teil des Films.

    Es war witzig wie der eine Schüler sich offenkundig gegen Regeln ausspricht. Es war schockierend das Schicksal des Möchtegern-Schauspielers mitzuerleben, auch wenn das Ende zu vorhersehbar war. Was allerdings daran liegt, das es mittlerweile viele Filme gibt, die dieses Element „Junge begeht Selbstmord weil er nicht das Leben führen will, das ihm sein dominanter Vater vorschreibt“, beinhalten. Jüngstes Beispiele hierfür ist „Napola“.
    Das traurige Ende, als Keating an allem die Schuld in die Schuhe geschoben wird, war sehr emotional, die Szene in der die Schüler aufstehen und ihn verabschieden hat mich echt gerührt und fasziniert.

    Am Ende blieb mir nach dem zweiten Versuch ein positiver Eindruck, allerdings mit dem Beigeschmack dass ich aufgrund meines Filmgeschmacks dieses Meisterwerk zwar als solches erkennen, aber nicht als solches Geniessen kann.

    Ich hab mich nun nach langem Ringen doch zu einer Wertung durchreisen können.
    Zu einer richtigen Kritik gehört natürlich auch ein anständiges Fazit:
    Interessante Geschichte über eine Schule, in der Robin Williams sich als Lehrer mit alternativen Methoden versucht. Der Mittelteil mit dem Club war ein wenig langweilig. Das Ende witzig, dramatisch, sehr bewegend, aber teilweise leider auch vorhersehbar.
  • Get Rich or Die Tryin'
    If You Think You Know the Story... You Don't Know the Man.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 30.01.2009
    So wird man also zum Ganster-Rapper

    Eines vorab:
    Ich mag keinen Hip-Hop und bin mit Sicherheit kein Fan von 50Cent, und habe auch keine Ahnung ob an dem Film irgendetwas autobiographisches dran ist. Allerdings hat dies keinen Einfluss auf meine Meinung zu diesem Film.
    Ich hatte aber wirklich schlimmeres erwartet.

    Zur Story:
    Hier wächst der kleine Marcus (50Cent) auf. Vater gibt’s keinen, bzw. eine große Auswahl. Mutter Drogendealerin. Nach deren Ermordung tritt Marcus in ihre Fußstapfen. Nach einem Gefängnisaufenthalt versucht er dann seinen Lebensunterhalt als Rapper zu verdienen. .

    Kritik:
    Ich sehe den Film als Milieustudie des amerikanischen Gethos.
    Er zeigt sehr schockierend das in den Gethos die Gewalt regiert, und die mächtigsten Menschen die sind, die den Drogenhandel kontrollieren. Allerdings leben diese Menschen sehr gefährlich. Es kommen und gehen so viele Drogendealer in diesem Film, das man irgendwann den Überblick verliert, wer den nun für wen arbeitet.
    Marcus arbeitet am Ende nur noch als Gansta-Rapper, allerdings wirkt der Schluß sehr geschönt.

    Ein wenig hat mich der Film an City of God erinnert, wobei er bei weitem nie dessen Klasse und Niveau erreicht.
    Als Milieustudie funktioniert der Film einigermaßen, er schafft allerdings nie eine gewisse Faszination oder Spannung aufzubauen. Man beobachtet einfach Marcus bei seinem Weg vom kleinen Dealer zum Boss einer Dealergang und beim Versuch, seinen Traum Rapper zu werden, zu verwirklichen.
    Der Film hat Überraschungsmomente, schockierende Gewaltszenen, und auch witzige Momente. Ein paar mal musste ich echt lachen. Aber ich habe mich mit der Hauptfigur nie wirklich verbunden gefühlt, was natürlich auch an den nicht vorhanden schauspielerischen Qualitäten von 50Cent liegt.

    Fazit:
    So wie der Film das Leben darstellt kann ich es mir in einigen Gebieten der USA wirklich vorstellen. Daher ist der Film einigermaßen interessant. Filmisch ist er kein Meisterwerk, die Handlung irgendwie typisch für diese Art Film.
    Ich finde nicht dass er für Hip-Hop-Fans wirklich geeigneter sein könnte als mit Menschen die mit dieser Art „Musik“ nichts anfangen können so wie ich.
    Ich glaube da wollte jemand seine bewegte Vergangenheit aufarbeiten. Hätte 50Cent sich nicht selbst gespielt hätte es meiner Meinung nach ein ordentlicher Film werden können, so schafft er es nicht ganz aus dem roten Bereich heraus.
  • Der Untergang
    Deutscher Film, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 30.01.2009
    Jeder weiß wie der zweite Weltkrieg ausgegangen ist. Jeder weiß das viele Deutsche gestorben sind. Jeder weiß das Berlin zerstört wurde. Jeder weiß dass wir das alles einem verrückten Führer zu verdanken hatten. Jeder weiß dass das Volk ihn trotzdem vergöttert hat.

    Vergesst dieses Wissen, und „geniest“ dieses Drama, das eindrucksvoll und schonungslos zeigt, wie die letzten Tage des Krieges wirklich waren. Was tat sich in der Chefetage des Deutschen Reichs, dem Führerbunker?
    Fragen die man sich vielleicht nie gestellt hat, trotzdem sind die Antworten sehr interessant, faszinierend, und auch schockierend.

    Das deutsche Reich stand und fiel damals mit einer Person, Adolf Hitler. Mit der Darstellung Hitlers steht auch dieser Film. Mit Bruno Ganz wurde der beste Darsteller gefunden, der für diese Rolle überhaupt denkbar war. Schon als „Faust“ zeigte der Theaterschauspieler das ihm schwierige Rollen liegen. Und Hitler ist mit Sicherheit eine der am schwierigsten darzustellenden Personen überhaupt. Betrachtet man seine Taten aus der heutigen Zeit, werden viele dazu verleitet ihn als Monster zu bezeichnen. Als solches wollte ihn Hirschbiegel nicht darstellen. Aber auch nicht als zu menschlich, den immerhin sollte man dem Film keinen rechtsradikalen Hintergedanken unterstellen können. Dieser Spagat zwischen Mensch und doch nicht menschlich schafft Bruno Ganz perfekt. Man akzeptiert diesen Menschen mit seinen Eigenheiten, sieht seinen Wahnsinn, seine immer größer werdende Weltfremdheit, und auch seine uneingeschränkte Macht, und den Respekt, den ihm seine Gefolgsleute entgegen bringen, die sich nicht trauen ihm die Wahrheit über den Krieg zu sagen. Es ist wirklich eine himmelsschreiende Ungerechtigkeit dass Bruno Ganz für diese Oscar-reife Darstellung der deutsche Filmpreis verweigert wurde!
    Eigentlich wollte ich nicht soviel über die Person Hitler schreiben, aber er ist nun mal der wesentlichste Charakter des Films.

    Die anderen Darsteller sind auch als erste Wahl. Es ist wirklich ein Who-is-Who des deutschen Films. Und das ist auch gut so. Denn er lebt von seinen Darstellern. Von den Generälen die alle verzweifeln angesichts Hitlers taktieren mit surrealistischen Armeen. Von Joseph Goebels, dessen unbeugsamer Glaube an die Richtigkeit von Hitlers Handeln und den Endsieg nicht nur ihn ins Verderben stürzt. Von Eva Braun/Hitler, die permanent die Stimmung im Bunker aufbessern will.

    Die Stimmung im Kinosaal schafft sie allerdings nicht aufzubessern. Die beeinflusst eine andere Frau maßgeblicher: Magda Goebbels. Besessen von Hitler tötet sie lieber ihre Kinder, als diesen eine Welt ohne Nationalsozialismus anzutun.
    Dieser schockierende Teil ist eine der Geschichten des Films, die in keinem Geschichtsbuch steht. Genau wie die Geschichte von Hitlers Sekretärin Traudl Junge, deren Geschichte der Film in erster Linie erzählen will. Diese gehört zu den wenigen Geschichten in diesem Film, die ein gutes Ende haben. Den nach Hitlers Tod, beginnt im Führerbunker ein regelrechter Massenselbstmord. Am Ende bleiben wenige Überlebende, deren weitere Lebensgeschichte im Abspann erzählt wird. Eine davon ist die erwähnte Traudl Junge.

    Neben der Geschichte im Führerbunker wird noch die Geschichte einer Horde fanatischer Kinder erzählt, die voll Stolz erst Auszeichnungen erhalten, und dann auf offener Straße den Tod durch russische Truppen finden.

    Wie der Krieg das deutsche Volk aufs tiefste erschüttert hat, so erschütterte dieser Film mein Gemüt. Die Geschichte ist unheimlich spannend, schockierend und realistisch inszeniert. Die Schauspieler sind sensationell, allen voran Bruno Ganz. Ein sehr faszinierender Film, der zum Pflichtprogramm jedes Geschichtsunterrichts gehören sollte. Allerdings erst in höheren Klassen, da er doch sehr schonungslos die Gewalt des Krieges zeigt.

    Fazit:
    Endlich mal ein Film der mit dem schwärzesten Kapitel der deutschen Geschichte richtig umgeht. Authentische, schonungslose Darstellung des Krieges. Sehr fesselnde Darstellung von Hitler und seinem Gefolge. Hier ist nichts geschönt!
    Ein Film der durch Mark und Bein geht, rausgeht, und nochmal durchgeht!
    Irgendjemand hat einmal über Full Metal Jacket gesagt, der Film schlägt ein wie ein Vollmantelgeschoss. Der Untergang schlägt eine wie eine Atombombe, die „das Boot“ in der Liste der besten deutschen Filme klar versenkt!