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Kritiken von "TylerDurden79" aus

216 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • The Hurt Locker - Tödliches Kommando
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 29.04.2010
    Der diesjährige Oscar-Abräumer war an den Kinokassen ja der größte Flop in der Geschichte der Bester-Film-Gewinner.
    Aber das hindert ihn nicht daran, trotzdem ein guter Film zu sein. Die Geschichte über ein Bombenräumkommando im Irak ist spannend und aufgrund seiner Aktualität auch sehr brisant. Den hier reinen keine virtuellen Soldaten durch CGI-Landschaften, nein, das ist echt! Während man den Film schaut, passiert wohl exakt so eine Situation gerade einige tausend Kilometer von hier.
    Man sieht einen Alltag, vor dem viele Leute die Augen lieber verschließen würden, der aber ein Teil unseres Lebens geworden ist. Wir alle brauchen Leute wie den von Jeremy Reiner dargstellten Entschärfungs-Profi der kaum ein Risiko scheut um Menschenleben zu retten. Auf der Leinwand zwar „nur“ das von einige Leuten in bestimmten Umgebungen, aber eigentlich das von uns allen.
    Die Protagonisten wandern von Schauplatz zu Schauplatz, von Bombe zu Bombe, und jede ist noch schlimmer als die zuvor.
    Und jeder einzelne Einsatz ist eine Hommage in die Filmkunst. Was hier der Schnitt und die Kamera an Arbeit ableisten ist ein wahres Meisterwerk. Jede Szene wird derart intensiv das man mitfühlt, mitleidet und ein wenig mitstirbt.
    Und am Ende als man erkennt dass Krieg nicht nur die Hölle ist, sondern auch zur Sucht werden kann, dann will Regisseurin Kathryn Bigelow dem Zuschauer offenbaren das für manche Soldaten es keinen Ausweg gibt, als immer weiter zu machen. Dass sie ein normales Leben einfach nicht führen können. Sie erinnert hiermit an die vielen traumatisierten Rückkehrer aus Vietnam, Irak und anderen Kriegsgebieten.
    Zwar hat der Film keine besonders gute Geschichte zu erzählen, aber er zieht durch grandioses handwerkliches Geschick aller Beteiligten den Zuschauer in einen unbrechbaren Bann. Ein so intensives, atemraubendes Erlebnis bekommt man selten vorgesetzt in letzter Zeit.
  • Klick
    Was wäre, wenn du eine universelle Fernbedienung hättest mit der du dein Leben in den Griff bekommst
    Komödie, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 29.04.2010
    Naja, ganz witzig, ganz unterhaltsam, aber auch klischeehaft und mit der typischen Work-Aholic-Heilungs-Lösung. Der Film hat überraschend viele gefühlvolle, ernste Zwischentöne, Adam Sandler kann aber sein komödiantisches Talent immer wieder aufleben lassen.
    Nervig ist David Hasselhoff als typischer Arschloch-Chef.
  • Avatar
    Aufbruch nach Pandora
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 29.04.2010
    AVATAR war mein erster 3D-Film und dadurch ein überwältigendes Erlebnis. Optisch so beeindruckt wie schon ewig kein Film mehr. Die einfache und simple Story wird auch sehr spannend und über weite Strecken mitreisend erzählt. Nur ein wenig zu lange ist er geworden, dadurch entstanden Passagen die vor lauter optischen Spielereien vergessen eine Story zu erzählen.
  • Tiger & Dragon
    Der Beginn einer Legende - Eine magische Welt, eine geheime Liebe und ein tödliches Abenteuer.
    Action, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 29.04.2010
    Ang Lee (Brokeback Mountain) schafft hier eine Film mit ganz besonderen, noch nie gesehenen Material-Arts-Momenten, die einfach nur großartig sind. Die immer nur aufgrund der immensen physischen Fähigkeiten der Protagonisten unwirklich vorkommen, und nie aufgrund von Effekten unrealistisch wirken. Der Film erzählt eine sehr spannende Kriminalgeschichte, und schwankt immer zwischen ruhigen Dialogsequenzen sowie den atemberaubenden Kämpfen. Ein wenig mystisch kommt er mit der geheimen Kampfkunst und den politischen Einflüssen die am Rande abgehandelt werden irgendwie vor, das macht das Erlebnis aber nicht unbedingt schlechter.
  • The Good, the Bad, the Weird
    Action, Abenteuer, Western
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 29.04.2010
    Wow, ein richtig cooles Stück Film.
    Die Anlehnung an The good, the Bad and the Ugly, zu deutsch: Zwei glorreiche Halunken, ist unübersehbar, nicht nur im Titel. Vor allem das Ende erinnert stark an den Sergio Leone – Klassiker. Das coolste an dem Film ist aber, das er den Vergleich kaum zu scheuen braucht. Der größte Unterschied manifestiert sich im Humor. „The good, the bad, and the wire ist deutlich witziger als sein italienisches Vorbild, ohne dabei aber die Geschichte ins Lächerliche zu ziehen. Der Humor ist einfach den tollen Charakteren geschuldet. Diese sind Western-typisch schwarz-weiß eingeteilt, aber haben alle ihre eigene, interessante Geschichte.

    An manchen Stellen ist der Film sehr blutig, und es gibt einige Schießereien in denen skrupellos alles niedergemetzelt wird, was sich den Protagonisten in den Weg stellt. Diese Mischung aus Actionelementen und Humor in den weniger aktiven Passagen ist es der diesen Film nie langatmig werden lässt. Die Story ist einfach gestrickt, bekommt aber im Laufe der Zeit einige Wendungen und bringt immer wieder neue Parteien hervor.
    Ein Freund von mir schrieb: Der Film mist einfach „Geil“, ich widerspreche ihm nicht, finde aber ein „Krass“ etwas passender!
    Wer auf spaßige, actionorientierte Geschichten steht, und kein Problem damit hat ein wenig Blut zu sehen wird hier bestens unterhalten.
  • Transformers 2 - Die Rache
    Science-Fiction, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 28.04.2010
    Ich fand ja den ersten Teil schon nicht do dolle, abeer das hier ist ja noch schlechter. Okay, die Roboter sahen wieder gut aus, ebenso wie Megan Fox, aber der Rest :-(
    Selten eine schlechtere Story gesehen, die auch noch versucht sich selbst zu veralbern. Und den Shia LeBeof kann ich immer noch nicht leiden!
  • Zombieland
    Eine Komödie, die euch killt.
    Horror, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 28.04.2010
    Ein Riesenspaß ist diese Zombiekomödie. Hier wird einfach mal eigene Genre durch den Kakao gezogen und trotzdem eine interessante, spannende Geschichte erzählt. Die wenigen Charaktere sind sehr interessant, der Film hat auch emotionale ruhige Momente, und ist einfach tolle Unterhaltung. Dazu ein Kurzauftritt von Bill Murray, der einfach unvergesslich ist. Ein Heidenspaß der aber weniger banal und oberflächlich daherkommt als Shauwn of the Dead, da er keine so direkte Parodie ist, sondern einfach eine humorvolle Heransgehensweise an die Zombie-Thematik verwendet.
    Top-Unterhaltung für alle die auf Zombies oder auf Komödien stehen.
  • District 9
    Ihr seid hier nicht willkommen.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 28.04.2010
    Sciene-Fiction als Gesellschaftskritik. Nettes Szenario das auf eine ungewöhnliche Art und Weise, fast als Doku inszeniert wird. Im Mittelteil etwas verfahren, aber eigentlich immer sehr spannend. Bloß kann das großartige Niveau der Auftakt-halben-Stunde nicht über die ganze Laufzeit gehalten werden.
    Wer sehen will das Sciene-Fiction doch oft auch mehr ist als Effekte und Action, findet hier den richtigen Film.
  • New Moon - Biss zur Mittagsstunde
    Lovestory, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 28.04.2010
    Ich fand den ersten Teil deutlich besser.
    New Moon hat einige langwierige Passagen. Die Vampire rücken sehr lange Zeit in den Hintergrund, und deren Wesen und Geschichte fand ich im Vorgänger eigentlich das Interessanteste. Später wird der Film dann wieder spannend, man erfährt mehr über die Welt der Vampire und ihrer Feinde. Aber bis dahin ist es schon ein Geduldsspiel. Es fehlt einfach der Touch des Neuen unbekannten, hier stehen Liebe u.ä. im Vordergrund.
  • Männersache
    Zwei Freunde, eine Frau - und die ist das Problem!
    Komödie, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 27.04.2010
    Hallo zusammen,

    ich hab letztens nen Film jesehen, da geht’s um so nen Typ, also ein Typ, der heißt Paul, der hest PAUL! Paul, was isen des fürn Name? Hat den seine Oma am Karneval immer rosa angestrichen? Dieser Paul, der hat nen Kumpel, DER HAT NEN KUMPEL, so nen richtig Dicken. Also der ist net dick, sondern die beide sind so richtig dicke Kumpels, verstehste, SO dicke, da kriechste ken Blatt Papier dazwischen, so dicke sind die, so beste Kumpels halt, VERSTHSTE, beste Kumpels, alles klar! Der heßt Hotte, HOTTE, Hotte hotte reiter, oder was? Was der als Kind gespielt hat kann man sich ja denken. Der Hotte, der hat ne Freundin, DER HAT NE FREUNDIN, stell dir das mal vor, ne Freundin. Susi heßt die Klene, ein Knaller Ding. Ein scharfes Gerät halt. So ne Frau für die de von der eigenen Freundin eine geballert kriegst wenn du e länger als 0,4 Sekunden anschaust. Zwischen den beiden lefst net so jut, Hotte hats halt net so druf, wies die Susi gern hätt. Aber da kommt Paul ins Spiel, ne, nich so wir ihr denkt. Paul is Komiker, oder Comedian wie des heue neudeutsch so heißt. Also so hobbymäßig, weil leben kann man von der Scheiße ja nich. Und weils net so gut left macht er Witze über Hotte und Susi. Klar, sex sells. Erzählts was über Potenzprobleme, da hören dir alle zu. Ich war mal aufem Friedhof und hab aus nem Playboy vorgelesen, sofort alle männlichen Leichen auf de Bene.
    So, nun is der jute Paul in ner Zwickmühle: Freund oder Karriere? WAT, wat, wat? Was für ne Frage isen das bitte ? Bei Freundin oder Karriere: Klar, Karriere, aber Kumpel, bester Kumpel, mit man ganz dicke, unzertrennbar ist, da is ja die Frage ne Beleidigung an die Männliche Intelli, intelli, die männliche Weisheit.
    Ja, Männer sind primitv, aber glücklich.

    Also der Film den ich geguckt hab, des sollt ne Komödie sein, aber dat war net witzig, das war NET WITZIG. Nur doofe Sprüche, Prolos, Protleten ohne Ende. Wie beim GTI-Treffen, guckste Links: Arschloch, guckste Rechts: Arschloch. Nene, kein Witz, nur doofes Laber, laber, rabarber. Und Schauspieler, schaupsieler. Leute, ken Talent, so als des Talent an der Mutter drangehängen blieben worden ist. Jaja, Schuster bleib deinem Leisten sach ich immer, entweder Witzig oder Talent, beides jeht net, da is det männliche Hirn net geeichnet für.

    Story, Story? Ihr fragt wirklich ob der Film ne Story hat? Iht fracht MICh ob det Film ne Story hat? Hey, der Film ist so schlecht, da menste, das der Drehbuchschreiber nicht mal wes wie man Story schreibt, geschweige denn was dat ist. Der hat dat Drehbuch von „Vom Winde verweht“, durchn Wolf gedreht, is damit ufs Klo, und was dran hängengebleiben ist, das hat er dann in den Film gepackt. Dabei hat ich mich so druf jefreut. Ich hat mich jefreuuut, jefreut hab ich mich. Da denkst ein Mann, so ein echter Kerl hockt da und führt Reschie, und dann passt das. War ja keine Frau, sondern ein Kerl namens Gernot. Gut, da kann er nichts dafür, aber wenigstens was unten dran. Da kann ja nichts schiefgehen. Dann ises so ein richtiger Film von Männern für Männer, FÜR M Ä N N E R Wisster so nen Männerfilm, halt. So ein Film wo an der Kasse Reagenzgläser für die Gehirne rum stehen. Gibt’s ja Filme, die dann Spaß machen. Aber nur ohne Frau. Mit Frau geht so was ja gar nicht, die kritisieren ja immer wie unrealistisch solche Filme sind. Die kritisieren, FRAUEN KRITISIEREN, was ist denn bitteschön während der Evolution falsch gelaufen das Frauen Männerfilme kritisieren dürfen?

    Aber hier, ohne Hirn und Frau, und trotzdem ises nich lustig, passiert viel, aber nur blöd, Is aber logisch, is ja so en Film wie viel andere och. Mann hat Erfolg, und is euch das mal aufgefallen, in Filmen werden Männer dann immer zu Idioten, verachlässigen ihre Freunde oder ihre Freundin, jut, Paule hat kenne, aber is egal, tut dem Inhalt keinen Abbruch, is eh kener da. Ich weiß net wo die Männer in den Filmen alle herkommen, aber der Paule, det ist och so einer, deswegen kannst bei dem Film dich ne halbe Stunde aufs Ohr hauen, versäumst nix.
    Is einer von der Sorte: Guckste einen, kennste alle!
    Guckste denn net, hast nix versäumt. Gehst lieber zwei Stunden in de Sauna oder ins Gefängnis, hast mehr von. Ja, da guckt ihr, da hast mehr von, da labert dich keiner permanent zu, da musst dir nicht ein Grinsen aus den Backen schneden wie jer Jocker in „Batman“ damit die Leute denken, dir hat der Film jefallen. Nene, ne, ne, dat jeht ja mal überhaupt net, so viele dumme Witze, und wat kannste machen? Nichts! Bist ja selber schuld. Häst ja besser wissen müssen, aber man denkt sich halt: Hab nix besseres zu tun, im Fernsehen kommt ja auch nichts: Geht man ins Kino. Und at sieht man dann da: Leute die net schauspielern können, wo man sich fragt: Von was leben die? Haben die nen Nebenjob? Brauchen die, sonst kauen die Abends auf Bahnschienen rum. Und die machen keinen Film, ne, die machen Sketche, einen nach em anderen, und dann ises rum. Dann ISES RUM. dann geh ich heim und frach mich: Das sollte doch witzig sein, aber haben wir jelacht? HABEN WIR JELACHT? Aber halt, HALT, ich gebs ja zu, ich gebs zu, einmal hab ich lachen müssen, da is dem Kerl neben mir sein Borito in die Hose gefallen. Aber wegen dem Film, NEIN, nein, nein, nein. Dar war Kacke in der Hose.

    Machts jut!
  • Terminator 4 - Die Erlösung
    Das Ende beginnt.
    Science-Fiction, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 27.04.2010
    Schon 2003, als die „Rebellion der Maschinen“ begann, waren die Maschinen aus Terminator mit ihren 19 Jahren alt genug, um abgewrackt zu werden. Das hätte man damals wohl besser tun sollen. Schaffte die umstrittene Fortsetzung der beiden genialen Cameron-Filme doch viele Fans zufrieden zustellen, und der Reihe mit dem Tag der Apokalypse ein effektvolles Ende zu setzen, sollte dies mehr als das Finale einer Triologie sein.
    Es sollte der Übergang werden zu einer anderen Welt, einer anderen Art von Terminator-Filmen. Keine Maschinen reisen in die Vergangenheit um John Connor zu töten, und Sarah Connor bekommt keine Schwierigkeiten weil sie an den Tag des jüngsten Gerichts glaubt. Nun ist alles anders, die Welt hat den Tag des jüngsten Gerichts über sich ergehen lassen müssen und die Maschinen haben, wie man es aus Erzählungen aus den anderen Terminatorfilme kennt, die Herrschaft übernommen. Sarah Connor hat all das nicht mehr erlebt, wurde ihr im dritten Teil doch kurzerhand eine Leukämie angedichtet, an der sie vor T3 gestorben sei. So erlebt sie die „Erlösung“ nicht mehr mit. Ob dem Rest der Welt damit ein Gefallen getan wurde, ist Geschmackssache

    Govenator Schwarzenegger, der Name der die Marke Terminator identifiziert, hatte keine Zeit, und das ist auch gut so. Es gibt hier nämlich nicht den einen Terminator der John Connor jagt, und den einen der ihn verteidigt. Nein, die Maschinen sind Massenware, und vor allem alle Böse geworden, sie taugen nicht mehr zum Vorzeigecharakter. Deswegen musste der Charakter „John Connor“ in den Vordergrund gerückt werden, und wurde mit Christian Bale mit einem Schauspieler besetzt, der durchaus in der Lage ist der Werbeträger für einen Film zu sein. Ebenso unbestritten sind seine schauspielerischen Qualitäten, auch wenn er sich in der Rolle als Batman immer von den Bösewichten die Show stellen ließ.
    Er ist der Held des Films, zum ersten Mal in der Welt des Terminator-Franchies. Den sind wir mal ganz ehrlich, die Identifikationsfigur war immer der T-800 von Arnold, zuerst als böse Killermaschine, dann als Beschützer. Auch wenn Edward Furlong seinen jungen John Connor sehr gut spielte, taugte der Lausbub noch nicht zum Helden. Linda Hamilton als taffe Sarah Connor konnte da schon eher mit Arnie mithalten. Im dritten Teil fehlte diese schließlich und das Marketing fixierte sich nur auf Arnold, der den Film auch alleine trug. Nick Stahls verwahrloste Interpretation eines Versagers kaufte man den zukünftigen Anführer der Menschheit sowieso nicht ab und Claire Danse als Cathrine Bruster mutierte zwar im späteren Verlauf zur Heldin und wirkte dadurch wie eine Abkupferung von Sarah Connor aus dem ersten Teil, trotzdem hätte man ihr hier die Powerfrau in Anlehnugn an Sarah Connor in Teil 2 wohl nicht abgekauft.
    Dass es trotzdem ohne Arnold geht bewies die Serie Sarah Connor Chronicles. Hier war trotzt taffer Sarah Connor der von Sumer Glau verkörperte beschützende Terminator die herausragende Rolle der Reihe.

    Und nun, in der Zukunft, braucht man diese Beschützer-Terminatoren nicht mehr. Dieser Terminator-Film kommt nicht nur ohne ihn, sondern auch ohne Zeitreise aus, thematisiert trotzdem das Paradoxon das sich aus der Zeitreise aus dem ersten Film ergab. Würde man darüber wissenschaftlich nachdenken, würde das gesamte Terminator-Universum in sich kolabieren, einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum verursachen, und die Welt in ein schwarzes Loch gezogen werden.
    Deswegen nimmt man das einfach so hin, und beobachtet John Connor der an dieser Problematik fast zerbricht. Schickt er seinen Freund in den sicheren Tod, oder negiert er seine eigene Zeugung? Das sind die Probleme mit denen sich ein Anführer auseinandersetzen muss, während um ihn herum die Erde effektvoll von Maschinen zerlegt wird. Das ist grausam schaut aber gut aus. Es ist nun mal Krieg. Kriege sind nun mal Material- und Effektschlachten, da nimmt sich der Krieg, der in diesem Film dargestellt wird nicht aus. Wer mag bei einem Sciene-Fiction-Film auch über Effekte meckern, immerhin waren diese bei „Tag der Abrechnung“ Oscarreif. Die herausragenden Effekte waren hier aber die Methamorphosen des T-1000, und nicht die Explosionen und Kriegsszenen. Endoskelete hingegen locken heute keinen Effekteliebhaber mehr hinter dem Ofen vor, ebenso sind Explosionen Standardware im Baukasten der Effektprofis.
    So war hier der beeindruckenste Effekt der Auftritt des digitalen Arnold. Und der brachte kurz vor Ende dank Untermalung mit dem passenden Soundtrack richtige Terminator-Stimmung auf. Von da an wirkte der Film wie ein Terminator-Film. Die böse Killermaschine jagt John Connor und die gute Killermaschine rettet ihn. Das war Terminator-Feeling, das ist es was ich als Terminator-Fan sehen will. Das anschließende herzzereisende Finale war dann wieder ganz und gar unpassend und übertrieben. Was bis dahin passierte wirkte nur wie ein Vorspiel vor dem Duell John Connor gegen Skynet. Während einiger actionreicher Kämpfe in einer gekont trostlos aussehenden Landschaft werden die wichtigen Charaktere vorgestellt. Als erstes natürlich John Connor (Christian Bale), der in den 15 Jahren seit T3 eine ganz schöne Mutation vom obdachlosen Loser zum gnadenlosen Kämpfer und Anführer durchgemacht hat. Er ist während des Films zwar noch nicht der offizielle Anführer des Widerstandes, aber passenderweise werden seine Vorgesetzten während des Filmes eliminiert. Catherine Bruster, bzw. Chatherine Connor (Bryce Dallas Howard) darf lediglich schwanger aussehen, und ein paar schlaue Sätze abliefern. So wird ihre Vorlage zum Kultsatz „Ich komme wieder“ zu ihrer besten Szene. Für mich war es noch mehr als das, es war der Wendepunkt in diesem Film, der mir bis dahin so gar nicht Spaß machen wollte.
    Das der Film anders werden würde als die bisherige Terminator-Reihe war natürlich klar, aber deswegen musste die erste Stunde doch nicht langweilig sein. Der Film hangelt sich von einer belanglosen Actionsequenz zur nächsten und führt dabei die Charaktere zusammen. So trifft der eigentliche Held des Films, die Halb-Mensch-Halb-Maschine-Mutation Marcus im Laufe seiner verwirrten Reise durch eine Zeit die er nicht kennt, auf Kyle Reese (Anton Yelchin). Dieser kämpft ebenfalls gegen die Maschinen, ehe er von ihnen gefangen genommen wird. Er ist der Grund warum John Connor überhaupt die Skynet-Zentrale infiltrieren will, da er als einziger das künftige Schicksal von Kyle kennt. Skynet weiß dies offenbar auch, warum sollte Kyle ansonsten auf dessen Todesliste ganz oben stehen, allerdings fragt sich der gut informierte Terminator-Fans durchaus zurecht WOHER?
    Da die Frage bereits an anderer Stelle diskutiert wurde, will ich darauf hier gar nicht eingehen. Im Gegensatz zu den Problemen, die John Connor damit hat, die ich ja bereits angesprochen habe. Es tut dem Film in keiner Weise gut die Zeitreiseproblematik der Vorgänger aufzugreifen, den in einem Film der ohne dieses Paradoxen auskommt, muss man sie nicht unnötig hineininterpretieren. Bevor es zum Treffen zwischen Vater und Sohn kommt, trifft dieser erstmal auf Marcus Wright (Sam Worthington), und offenbart diesem das er eine Maschine ist. Ein Tatsache die dem Mann, der vor 15 Jahren starb, gar nicht bewußt war. Damals hatte der zum Tode verurteilte sich unmittelbar vor seiner Exekution der Firma Cyberdyne als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt. Ja, genau die Firma, die in Terminator 2 in die Luft flog, und mit ihr ihr Chefentwickler Myles Dyson. Warum die Firma trotzdem auf dem Gebiet der Kybernet seine Forschungen weiterführen konnte, wird hier genausowenig geklärt wie in „Rebellion der Maschinen“, aber okay, verschwenden wir keinen Gedanken darüber. Es passier nun halt mal.
    Zu diesem Zeitpunkt wird der Film ein wenig vielschichtiger. Es geht nicht mehr nur um krach-bum-peng, nein, nun kommen auch moralische Fragen auf. Die übliche Er-oder-Es-Frage kommt auf, und es gibt wie immer, denjeniger der nur das Resultat sieht, und diejenige, die die Maschine als Mensch ansah ehe sie sein Geheimnis entdeckte. Sam Worthington überzeugt in der Rolle des spürbar Verwirrten, der weder weiß was noch wann er ist. Er wird durch seine übermenschlichen Fähigkeiten zum Beschützer von einigen Widerständler, und am Ende auch von John Connor. Er ist der neue Arnold. Die Maschine, die um ihre Akzeptanz als Mensch kämpfen muss. Der Vergleich hinkt natürlich dahingehend, das sich der T-800 immer bewußt war das er eine Maschine ist, während Marcus sich für einen Menschen hält, da er doch von seinen Mutationen anfangs nichts weiß.

    Über den Anfang des Films habe ich es ja schon mehrmals angedeutet, habe ich keine gute Meinung. Da gibt es halt Action, ohne das man eine Story erkennen kann. Die Maschinen sind mehr dazu da um Effekte auszulösen als um Gefahr zu bilden. Diese Auftaktstunde soll wohl die Einführung in diese neue Welt sein. Das Problem ist, das man sie aus diversen Szenen der ersten drei Terminator-Filme ja schon ein wenig kennt. Dementsprechend ist diese Einführung nicht imposant und einfach zu lange geraten. Meine negative Haltung die sich vor dem Film aufgebaut hatte, schien sich lange Zeit zu bestätigen. Erst ab der Gefangennhame von Marcus, der ehtnischen Frage nach seinem Sein und besonder dem Angriff auf Skynet konnte der Film mich in seinen Bann ziehen. Das am Ende sogar richtiges Terminator-Feeling aufkam, überraschte mich sogar ein wenig, begeisterte mich aber um so mehr. Das dazu mit Schwarzenegger ein Schauspieler beitrug, der an dem Film eigentlich gar nicht beteiligt war, spricht schon fast Bände wie abhängig die Reihe von seiner Person ist.
    Wobei das nicht nur an der Person Schwarzenegger lag, sondern auch daran das einfach das Böse, der Roboter der die guten jagt schlichtweg fehlte. Das definiert sich hier über Skynet itself, das ist aber kein greifbarer sichtbarer Feind.
    Zur schauspielerischen Leistung gibt es eigentlich kaum etwas zu sagen. Christian Bale fand ich blass, er gab der Rolle nichts neues, spielt souverän aber nicht gut. Sam Worthington hat nicht nur die schwerere Rolle, er kommt auch besser damit klar, und offenbart in jeder Szene eine Person, die einfach nicht weiß wo ihr Platz denn ist. Er wirkt verwirrt, aber nie verrückt. Besonders als die verantwortliche Ärztin, gespielt von Helena Bonham Carter ihm sein Schicksal offenbart, zeigt er ganz starke Facetten seiner Rolle. Ansonten ist der Cast belanglos, Anton Yelchin als Kyle Resse wird wohl erst in den Fortsetzungen seine schauspielerischen Qualitäten entfalten dürfen.


    So bleibt die Frage nach dem Sinn.
    Ich habe nun John Connor kämpfen sehen. Ich habe nun den Krieg gesehen, von dem die Menschheit vor 25 Jahren, ich persönlich vor 15 Jahren, zum ersten Mal gehört habe. Ich habe gesehen dass die Apokalypse sich nicht verhindern lässt. Eine Erkenntnis die uns schon Teil 3 bescherte.
    Was ich über weite Strecken nicht gesehen habe ist das was die Terminator-Filme so legendär werden lies, und auch den dritten Teil sehenswert machte.
    Eine Killermaschine mit einem Auftrag, dem sie bedingungslos folgt. Ein Opfer das sich beginnt gegen die Maschine zu wehren, und währenddessen mit seinem Schicksal konfrontiert wird. Einen Beschützer der, egal ob Mensch oder Maschine, alles daran setzt das Opfer zu schützen und das Böse bedingunglos bekämpft. Dieser Kampf wird lediglich am Ende angedeutet. Was gänzlich fehlt ist die Schicksalsdebatte, den John Connors Schicksal hat sich hier schon erfüllt, er ist derjenige, zu dem ihm seine Mutter immer erzogen hat.

    Die Jagd und die Flucht vor dem Unbesiegbaren, die „Kultur“ der Terminatoren, das machte die Filme aus, und all dies enthält dieser Film nicht. Deswegen hat das meiste was ich hier gesehen habe mit einem Terminator-Film nichts zu tun. Denn es gibt hier keinen Terminator. Nicht den einen bösen Cyborg der John Connor töten will. Nein, es gibt nur eine ganze Horde von Endoskeleten die durch die Gegend marschieren. So bleibt es Endzeit-Actionfilm der Mittelklasse. Das großartige Finale entschädigt hier für vieles, und lässt ein am positives Fazit zu, zumindest wenn man den direkten Vergleich mit den Vorgängern unterlässt, weil mit diesen hat der Film nun wirklich nicht viel zu tun.

    Hat die Marke „Terminator“ also ausgedient? Der dritte Teil konnte qulitativ schon nicht mehr mit den ersten beiden mithalten, dennoch spürte man in diesem noch den Stil eines Terminator-Filmes. Dieses Zugpferd als Marketing-Mittel bediente sich auch „Die Erlösung“. Für die geplante Fortsetzung wird es schwer mit der Marke „Terminator“ zu hausieren, verbirgt sich dahinter nun doch nun nicht mehr das gleiche wie früher. Ein neues Produkt mit altem Namen, einem Namen der nur noch bedingt passend ist. Der „Terminator“ kann also in die Schrottpresse, und den Produzenten noch ein wenig Abwrackprämie bringen.
  • Sturz ins Verderben
    Sie verspielte ihr Leben... Münze für Münze. Nach einer wahren Begebenheit.
    Drama, TV-Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "TylerDurden79" am 27.04.2010
    Laura ist erfolgreiche Filialleiterin einer Stiftung und wird von Florida nach Reno versetzt. Dort schafft sie schnell Kontakte zur dortige High-Society, aber auch zum Glücksspiel.
    Als sie beginnt süchtig zu werden belügt sie ihren Mann, vernachlässigt ihre Kinder und bestiehlt ihre Stiftung. Hoffnung schöpft sie in darin nur einmal den Jackpot knacken zu müssen, um all ihre Sorgen los zu sein. Als dies passiert, ist das der Anfang vom Ende.

    Die Geschichte ist nicht neu, und zeigt keine neue Aspekte der Problematik „Spielsucht“, aber sie wird hier dermaßen extrem dargestellt, das es fast überzeichnet wirkt, und ich am Ende fast schockiert war festzustellen, das der Film ja auf einer wahren Begebenheit beruht. Eine Tatsache die zu Beginn zwar schon erklärt wird, ich im Laufe der sehr mitreisend erzählten Geschichte aber so ignorierte, wie Laura ihre Spielsucht. Es ist erschreckend den Verfall dieser Familie mitzuerleben, während Laura sich von einer Lüge in die nächste stürzt, und ihre Sucht nicht einsehen will. In kurzen Einblendungen und Einspielungen aus dem Off erzählt sie rückblickend über ihr damaliges Verhalten, was das Erlebnis noch intensiver macht.
    Dafür sorgt auch das großartige Schauspiel von Delta Burke, sowie das von Ellen Page als deren 14-jährige Tochter, die die Freiheiten die die Spielsucht ihrer Mutter ihr bietet zwar ausnutzt, aber auch darunter leidet für die Mutter lügen zu müssen, und plötzlich zur Ersatzmutter für ihren kleinen Bruder zu werden. Sie ist die erste die Laura's Problem erkennt und sie zur Rede stellt, wird aber von dieser ignoriert.

    Ohne Zweifel ist „Sturz ins Verderben“ kein Film für den heiteren Videoabend, sondern eher etwas für die Therapiestunde, trotzdem ist er sehr spannend und vor allem nie langweilig. Er bietet 85 mitreisende, bewegende Minuten, eher er einem am Ende mit ungläubigem Staunen zurück lässt.