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Kritiken von "fernsehfritze" aus

235 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Weiße Hochzeit
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 15.01.2014
    Alter Mann hat eine Affäre mit jungem Mädchen? Ganz so einfach ist dieses Klischee im Frankreich der 1980-er Jahre nicht. Die intelligente und frühreife Mathilde kommt unfreiwillig mit ihrem Lehrer in längeren Kontakt. Daraus entwickelt sich ihre aufrichtige Liebe, der er zwar erwidert. Aber vor der Konsequenz, sein bürgerliches Leben mit Ehefrau aufzugeben, hat er Angst. Und er merkt nicht, dass dieses Mädchen ihn mit Haut und Haaren liebt und darum mit ganzem Einsatz um ihn kämpft. Die Sängerin Vanessa Paradis wurde mit dieser Debütrolle zur beachteten Schauspielerin in Frankreich. Sie ist es denn auch, die mit ihrem intensiven Spiel in Erinnerung bleibt.
  • Anonyma
    Eine Frau in Berlin.
    Drama, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 15.01.2014
    Wichtiger Film über ein Thema, das Jahrzehnte ein Tabu war: Die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen durch sowjetische Soldaten zum Ende des zweiten Weltkrieges. Welche Wahl hat man, wenn man den Besatzern ausgeliefert ist? Sich ihnen entgegen zu stellen, kann den Tod bedeuten. Und diese Besatzer - das wird im Film deutlich - treten nicht von ungefähr so auf. Sie sind selbst in ihrem Heimatland von den Deutschen extrem misshandelt worden. Sie mussten mit ansehen, wie ihre Frauen und Kinder ermordet, wie ihre Häuser verbrannt wurden. Welche Wahl hat man also, wenn dann vielleicht noch der eigene Mann, der eigene Bruder oder der eigene Vater auf dem "Feld der Ehre" gekämpft und möglicherweise sogar überlebt hat? Darauf gibt es keine einfache Antwort. Das macht dieser Film deutlich. Nur Nina Hoss spielt die Hauptrolle etwas zu unterkühlt.
  • Home for Christmas
    Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 15.01.2014
    Zugegeben: Die Idee, am Heiligabend ein Kind zur Welt kommen zu lassen, ist nicht neu. Aber sie passt in diese Geschichte(n). Mehrere Handlungsstränge malen ein liebevolles, ein trauriges, ein anrührendes Bild von Weihnachten. Und alle zusammen spielen in Norwegen - bei hohem Schnee. Die Protagonisten tragen alle menschlichen Eigenschaften von Liebe bis Hass in sich. Es gibt auch Gewalt. Aber sie endet hier nicht tödlich. Und der "Bösewicht" sorgt sogar dafür, dass sein Opfer von der Polizei ins Krankenhaus gebracht wird. Eigentlich stimmt an diesem Film alles. Wenn man sich in Weihnachtsstimmung bringen möchte und dabei keinen Wert auf Kitsch legt, dann ist dieser Film genau richtig. Und er gestattet einen sehr würdevollen Ausflug in die Erotik: Zwei nicht mehr ganz junge Liebende vergessen bei ihrer Liebe alles um sich herum. Und gerade weil sie keine Modelkörper besitzen und weil sie nicht mehr blutjung sind, haben diese Szenen mehr erotisches Potenzial als mancher Softporno ...
  • Whistleblower
    In gefährlicher Mission
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 14.01.2014
    Dieser Film gewinnt nach den Edward-Snowden-Aufdeckungen des Jahres 2013 noch an Brisanz: Eine US-amerikanische Polizistin deckt im Nachkriegs-Jugoslawien kriminelle Machenschaften auf, in die höchste Kreise der Vereinten Nationen verwickelt sind. Und das hat sich keiner ausgedacht! Das geht auf Tatsachen zurück: UN-Vertreter decken Verbrecher, die Menschenhandel betreiben. Und damit nicht genug. Sie beteiligen sich aktiv. Keine leichte Kost für einen beschwingten Fernsehabend - aber unbedingt sehenswert!
  • Cloud Atlas
    Der Wolkenatlas - Alles ist verbunden.
    Science-Fiction, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 14.01.2014
    Also Tom Tykwer bot ja in der Vergangenheit schon so einiges. Und nicht alles war gelungen, obwohl man das von dem Regie-Genie immer erwartet hatte. Aber mit "Cloud Atlas" setzte er sich - zusammen mit den Wachowski-Geschwistern - nun wohl ein Denkmal. Mehrere parallel erzählte Geschichten mit teilweise weltbekannten Darstellern ergeben ein großes Ganzes, das viel von Goethes Faust hat: Der Feind eines Menschen ist oft nicht außerhalb, sondern das zweite Ich. Das Ich des Zweifels, des Neides, der Angst ...
    Auch wenn man vielleicht beim ersten Mal nicht alles in Gänze versteht: Der Film ist eine Parabel auf menschliche Grundwerte, die sich nicht ändern: Egal, ob der Mann noch mit der Lanze auf die Jagd geht. Oder ob man mit einem privaten Miniraumschiff durch die Luft schießt.
  • Die Legende von Bagger Vance
    Um deine Fähigkeiten zu nutzen, musst du sie erst erkennen.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 18.12.2013
    Mal wieder ein sehenswerter Streifen in der Regie von Robert Redford. Will Smith (sonst gemeinhin als Ulknudel in Erscheinung tretend) zeigt hier endlich mal, was (noch) so in ihm steckt. Kann es sein, dass Hollywood diesen Mann unterschätzt? Oder kitztelt Redford die maximale Leistung aus dem Mimen heraus? Kleine Kritik am dramaturgischen Aufbau: Rannulph Junuh kehrt ja nicht einfach so aus dem Krieg zurück. Seine Veränderung hat gewaltig etwas mit diesem Krieg zu tun. Und genau das kommt zu wenig heraus. Ansonsten mit gutem Gewissen vier Sterne!
  • 96 Hours - Taken 2
    Zuerst entführten sie seine Tochter. Jetzt sind sie hinter ihm her.
    Action, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 11.12.2013
    Wenn die Tochter in die Fußstapfen des Vaters treten muss ...
    Im Teil zwei "dreht" sich die Handlung. Nicht das Mädchen, sondern seine Eltern werden entführt. Und das "Kind" muss nun seine Angst überwinden und etwas tun. Gut, dass Papi ein kleines High-Tech-Gerät dabei hat, mit dem er seiner "Kleinen" professionelle Tipps geben kann. Das Ganze kommt temporeich und spannend daher und ist ein würdiger Nachfolger des ersten Teils. Und die letzte Szene "schreit" geradezu nach einer Fortsetzung: Wenn die Tochter ihren Freund zum Essen mitbringt und ihr Vater, der alte CIA-Hase, längst etwas über ihn weiß, was aber nicht mehr zur Sprache kommt ...
  • Weissensee - Staffel 1
    Eine Berliner Liebesgeschichte.
    Drama, Serie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 11.12.2013
    Endlich mal eine Serie, die ihre öffentlich-rechtlichen Gebühren wert ist. Wer sich für jüngere Geschichte interessiert, egal ob er der sogenannten "Gnade der späten Geburt" unterliegt, oder ob er im Westen aufwuchs: "Weißensee" ist anschaulicher und spannender Geschichtsunterricht, der bis auf ganz wenige Kleinigkeiten die damalige DDR-Atmosphäre eins zu eins wiedergibt. Sehr gute Schauspieler und eine ausgefeilte Dramaturgie machen die Serie zu einem Erlebnis. Inzwischen lief die zweite Staffel im Fernsehen. Und die Macher hielten ihr Niveau. Man darf auf die dritte Staffel gespannt sein!
  • Zero Dark Thirty
    Die Jagd nach dem meistgesuchten Mann der Geschichte.
    Thriller, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 28.11.2013
    Zweieinhalb Stunden Spannung, zweieinhalb Stunden Unterhaltung. Ob es ein Kunstgriff ist, anhand der jungen CIA-Agentin die Geschichte mit einem roten Faden zu versehen oder ob alles wirklich so statt gefunden hat, ist dabei (fast) egal. Chronologisch und temporeich baut sich alles auf. Am Ende wird der weltweit meistgesuchte Terrorist gefunden und sofort getötet. Soweit, so gut. Oder hätte es dem Film vielleicht auch gut zu Gesicht gestanden, mal folgende Frage zu stellen: Sollte ein demokratischer Staat wie die USA seinen "Fang" nicht vielleicht lieber vor Gericht stellen, statt ihn wie einen Hund zu erschießen? Die Antwort ergibt sich - glaube ich - von selbst. Aber es handelt sich ja hier immerhin um einen Hollywood-Film ...
  • Die Vermessung der Welt
    Drama, Deutscher Film, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 28.11.2013
    Der wunderbare Beginn verspricht mehr als der Film hält. Wie erzählt man das Leben zweier Wissenschaftler im 19. Jahrhundert, die auf verschiedene Weise die Welt untersuchten um sie später erklären zu können? So jedenfalls nicht! Ständig wird zwischen den Leben Alexander von Humboldts und Carl Friedrich Gaus' gewechselt. Dabei kommt keine Spannung auf. Und die Schlusssequenz wirkt unfreiwillig komisch und gibt damit beide Charaktere der Lächerlichkeit preis. Das ist sicher nicht im Sinne von Daniel Kehlmannns Buch. Umso erstaunlicher, dass dieser auch das Drehbuch verfasst hat: Mit Ach und Krach fünf, setzen!
  • Headhunters
    Hodejegerne / Jo Nesbø's Headhunters - The hunt is on.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 13.11.2013
    Solider Hochglanz-Krimi ohne große Überraschungen. Interessant ist immerhin die konsequente Haltung der Macher in Bezug auf die eigentlich unsympathische Hauptfigur. Wer möchte schon diesen geleckten "Versicherungsvertreter-Typen" näher als 50 Meter an sich heran lassen? Aber immerhin: Er erweist sich klüger als sein sympathischer Gegenspieler (mit - zugegeben - nicht gerade sympathischen Motiven) und macht dadurch das Rennen. Es ist wie im Sport: Der Bessere gewinnt. Apropos besser: Der Heidi-Klum-Verschnitt Synnøve Macody Lund sollte sich vielleicht demnächst doch lieber von Filmkameras fernhalten. :-)
  • Argo
    Der Film war gefälscht. Die Mission war echt.
    Thriller, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "fernsehfritze" am 13.11.2013
    Spannend bis zur letzten Minute. Wenn man bedenkt, dass die Geschichte auf Tatsachen beruht ... Lustig und manchmal von der Handlung etwas ablenkend: Die übergroßen Brillen und komischen Frisuren. Aber so war es damals eben Mode. Auch wenn die ganze Angelegenheit dramaturgisch zugespitzt wurde, so wird dem geneigten Zuschauer schon klar, dass es damals auch zum Krieg hätte kommen können. Und der wurde immerhin durch einen mutigen Einzelnen verhindert. Umso wichtiger, dass die USA in der Nahost-Region endlich mal für stabile Verhältnisse sorgen sollten. Ben Affleck hat es mit seinem abgebrühten Spiel vielleicht ein wenig übertrieben. Wenn man bedenkt, dass der Mann nicht nur am Hebel der Weltpolitik zog, sondern auch seine private Zukunft auf dem Spiel stand, dann nehme ich ihm das "Cool-Sein" denn doch nicht so ganz ab.