Die in Paris lebende Lilia (Eya Bouteraa) reist in ihr Geburtsland Tunesien, um ihren Onkel Daly (Karim Rmadi) zu beerdigen. Begleitet wird sie von ihrer Lebensgefährtin Alice (Marion Barbeau), die aber nicht im tunesischen Familienwohnsitz, sondern in einem nahegelegenen Hotel unterkommt. Selbst Lilias Mutter (Hiam Abbass) ahnt nämlich nichts von der lesbischen Beziehung ihrer Tochter, mit der sie nicht nur Schande über ihre Familie bringen würde, sondern die in Tunesien sogar unter Strafe steht. Als Lilia während der mehrtägigen Trauerfeier erfährt, dass ihr Onkel unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommen ist, beginnt sie, eigene Nachforschungen anzustellen. Sie ist es leid, sich vom familiären Versteckspiel demütigen zu lassen, und dringt immer tiefer in die queere Subkultur Tunesiens und damit in ein Netz aus Geheimnissen ein, das nicht nur ihre Familie, sondern die ganze Gesellschaft umspannt. Die Geister der Vergangenheit weisen ihr dabei mit leiser Stimme den Weg...
Ein ergreifendes und elegant inszeniertes Familiendrama über Identität, Familie und die zerstörerische Kraft des Unausgesprochenen: In 'Mit leiser Stimme' (2026) erzählt die tunesisch-französische Regisseurin Leyla Bouzid mit sanfter Kraft davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart heimsucht und so einen neuen Weg für die Zukunft weisen kann. Hiam Abbass, eine der großen Schauspielerinnen des Weltkinos, brilliert in diesem meisterhaften Film, der Mut macht und behutsamen Schrittes große Gefühle entfesselt.
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Lilia (Eya Bouteraa), who lives in Paris, travels to her native Tunisia to bury her uncle Daly (Karim Rmadi). She is accompanied by her partner Alice (Marion Barbeau), who is not staying in the Tunisian family residence, but in a nearby hotel. Even Lilia's mother (Hiam Abbass) has no idea of her daughter's lesbian relationship, with which she would not only bring shame on her family, but which is even punishable in Tunisia. When Lilia learns during the funeral service, which lasts several days, that her uncle has died under mysterious circumstances, she begins to do her own research. Tired of being humiliated by the family game of hide-and-seek, she penetrates deeper and deeper into Tunisia's queer subculture and thus into a web of secrets that spans not only her family, but the whole of society. The ghosts of the past show her the way in a low voice...
A poignant and elegantly staged family drama about identity, family and the destructive power of the unspoken: In 'With a Quiet Voice' (2026), Tunisian-French director Leyla Bouzid tells with gentle power how the past haunts the present and can thus point a new way forward for the future. Hiam Abbass, one of the great actresses of world cinema, shines in this masterful film, which gives courage and gently unleashes great emotions.
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