Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 20.09.2026
"Das Millionenspiel" lässt sich nicht einfach als ein Film bewerten, denn der ist gar nicht mal so gut. Kann er auch nicht, denn er ist als Fernsehspiel konzipiert und da liegt nun die Essenz des Erfolges. Denn durch die Auswahl von echten Moderatoren und Laiendarstellern im Puplikum wirkt diese Satire großteils absolut authentisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dieter Thomas Heck einen Text hatte. Der plappert wie immer drauf los und spielt im Grunde sich selbst. Die Reaktionen im Puplikum könnten echter nicht wirken. Und sie halten uns den Spiegel vor. Da dies ein deutscher Film ist, sieht er wirklich so aus, wie die Aufnahme einer TV Show von 1970. Und das macht den ganzen Charm aus. Wenn man nun meint, "Running Man" mit Schwarzenegger wäre ein Remake, dann hat man nur geringfügig recht. Denn beide Filme beruhen auf einer Kurzgeschichte aus den 50ern. Wobei die deutsche Version eben kein Spektakel geworden ist, aber dafür sehr glaubhaft umgesetzt wurde. Vor allem hat er die Ära des Privatfernsehens beängstigend vorhergesehen. Ok, anhand der USA konnte man es wohl ahnen. Zeit- und TV-geschichtlich verdient dieser kultige Streifen seine 4 Sterne locker. Der Aufbau als Pseudo-Spielshow raubt ihm ein wenig das Filmhafte aber genau das macht ihn ja auch aus. Fazit: Kult! Was da 1970 entstanden ist, war gewagt und vor allem gut beobachtet. Da steckt eine Gesellschaftskritik drin, die bis heute gültig ist. Das ist Fernsehgeschichte!
Bewertung und Kritik von Filmfan "BenViolence" aus Hannover am 20.09.2026
Sehr gelungene Krimikomödie mit gut aufgelegten Stars. Besonders ab der zweiten Filmhälfte entfaltet sich der Film vollständig und hat einen ähnlich rasanten Humor wie die Pink Panther Filme. Sehr sehenswert!
Bewertung und Kritik von Filmfan "Mango7" aus Iserlohn am 20.09.2026
Hat mir gut gefallen. Meistens durchgehend spannend. Viel Action gibt es auch. Hervorheben möchte ich auch die gute Tonabmischung (Bei passender Anlage). Auf jeden Fall mal wieder ein Lichtblick.
Bewertung und Kritik von Filmfan "BingeWatcher" aus Glücksburg am 20.09.2026
Das beste Buch von Alistair McLean, toll verfilmt.
Ich liebe Filme, bei denen man keinen blassen Schimmer hat, wohin die Story führen wird. (Den Film hatte ich als Teenager im ZDF gesehen, bevor ich mir das Buch gekauft habe.)
Und die dann richtig abliefern. Dieser hier ist ein Paradebeispiel, wie man alles richtig macht.
Auf keinen Fall einen Trailer ansehen, die spoilern alle. Besser den Text auf der Box der Blu-ray lesen, der hilft bei der Entscheidung, ohne zuviel zu verraten. Und wer den Film richtig genießen will, informiert sich vorher gar nicht.
Achtung, es folgt ein kleiner Spoiler!
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Der ungewöhnlichste Showdown, den ich je gesehen habe, und mit den leidenden Gauner-Visagen von John Vernon und dem jungen Ben Kingsley (mit Resthaar!) in Großaufnahme unvergesslich.
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"Passages" ist ein nahezu durchgängig ungemütlicher Film, zeigt dieser das auf, was in viel zu vielen Beziehungen nahezu Alltag ist - ein Part ist vollends egoistisch bishin narzistisch, freiheitsliebend und dabei gleichermaßen das Gegenüber, welches stets aushält, erduldet einengt und kontrolliert. Die Selbstverständlichkeit, mit dem Tomas seinen Mann Martin betrügt, eine Frau schwängert und dies nichtmal wirklich als persönliches Vergehen präsentiert, löst gewissermaßen Fassungslosigkeit aus und ist von den drei Protagonisten unnachahmlich schauspielerisch überzeugend dargestellt. Der Knackpunkt, dass Martin nicht instande zu sein scheint, echte Grenzen oder gar Konsequenzen zu ziehen, bricht in "Passages" immer weiter auf, während Agathe - selbst verliebt - immer tiefer in das kaputte Beziehungskontrukt rutscht. Schmerzvolle Momente gibt es in "Passages" zu hauf; einzig und allein Tomas scheint immun zu sein gegen Verletzlichkeit, reagiert vielmehr wütend, als sein Mann sich von ihm zu lösen beginnt. Ein handfestes Happy End kann und wird es nicht geben; was bleibt, ist ein irgendwie verstörter Zuschauer, der noch längere Zeit über das Gesehene nachdenkt.
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"The Threesame" hat mich führwahr positiv überrascht, stellt sich das Werk ernsthafter dar, als es in den ersten Filmminuten - genauer gesagt: bis zur alles verändernden Nacht - den Anschein macht. Das stete hin und her der Beteiligten bleibt stets authentisch, die Geheimnisse, Hoffnungen und Ängste der Protagonisten überzeugen durch die nachvollziehbare Darstellungsweise. Dass "The Threesome" seine lockeren Momente innehat, ist der Ausrichtung als humorvolle Unterhaltung geschuldet, wirkt aber zu keiner Zeit deplaziert oder gar überalbern. Überraschende Wendungen gibt es durchaus, bleibt hier nicht allzu viel vorhersehbar - ich selbst hätte mir ein etwas anderes Ende gewünscht, entschieden sich die Drehbuchautoren jedoch für eines, welches das Gesamtwerk wieder rund macht.
Ob die Thematik Zuschauer sämtliche Zuschauer ab 12 Jahren hinsichtlich der jeweiilgen Schwere der Entscheidungen, Konsequenzen und persönlichen Hintergründen wirklich vollends erreichen kann, wage ich zu bezweifeln, finden sich allerdings keine wirklichen Nacktszenen, die die Freigabe in dieser Hinsicht gefährdet hätten.
Für mich ein durchaus lohnenswerter, weil überraschend anrührender Filmbeitrag, den ich durchaus empfehlen kann.
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"The Last Rifleman" ist unglaublich bewegend wie unterhaltsam zugleich - auch ich, die mit dem Begriff der "Kriegshelden" nicht das Geringste anfangen kann, war von der ersten bis letzten Minute vollends in den erzählerischen Bann gezogen. Die Mischung aus Humor, Abenteuer, Trotz und Kriegsdrama wird vorliegend von einem großartigen Pierce Brosnan bis ins letzte Detail überzeugend auf die Leinwand gebracht - dass die Geschichte wie so oft von "wahren Ereignissen inspiriert" wurde, sorgt für den letzten Feinschliff der mannigfaltigen Gänsehautmomente. Rückblenden, die die Geschichte auf eigene Weise vorantreiben, eine Enthüllung, die Herzbruchpotential hat... all das hallt auch Tage nach der Sichtung noch unglaublich nach.
"The Last Rifleman" ist für mich eine ähnliche Filmperle wie "Mr May und das Flüstern der Ewigkeit" - erhlich, entlarvend, wunderschön und tieftraurig zugleich.
Nach dem gleichnamigen Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
Für jene, die seit jeher von Clowns eher genervt denn bespaßt sind, stellt "Vier minus drei" gewiss eine besondere Herausforderung dar - dennoch verfehlt das Gesamtwerk seine melodramatische Wirkung nicht und weiß auch in vermeintlichen Nebensätzen zu überzeugen. Auf die Darstellung des Unfalls oder gar die komatösen Kinder im Krankenhaus wird gekonnt verzichtet, ohne das der Zuschauer das Gefühl hat, dei mögliche Wirkungsweise des Films zu verpassen. In einer beinahe durchgängig ruhigeren Erzählweise lässt sich das Ohnmachtsgefühl von Barbara, die wie eine Statistin daneben sitzt, wenn die Schwiegereltern die Beerdigungen planen, förmlich spüren. Momente, in denen Barbara sich immer wieder in Erinnerungen verliert und vom Verlustgefühl wie aus dem nichts überwältigt wird, überzeugen. Ein wenig ungeschickt in meinen Augen indes die diversen Zeitsprünge, die auch hinsichtlich der Frage, wie viel Zeit vergangen ist, unbeantwortet bleiben - mit dem filmischen Ausgang indes konnte ich für meinen Teil zu guter Letzt recht wenig anfangen. Für die einmalige Sichtung durchaus lohnenswert; eine handfeste Empfehlung meinerseits gibt es dennoch nur bedingt.
Die Würde des Kindes ist unantastbar. Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"Karla" verzichtet auf plakative Großaufnahmen, detaillierte Berichte oder gar nur dem groben Umriss dessen, was der Protagonistin geschehen ist - ein Umstand, an den sich der ein oder andere erst einmal gewöhnen muss. Dennoch bleibt zum die Würde der Beteiligten aufrecht erhalten, während zudem leise betont bleibt, dass es nicht um schockierende Bilder, sondern um einen echten Menschen - vorliegend ein Kind - geht, welches von ihrem eigenen Vater sexuell missbraucht oder gar vergewaltigt wurde. Was genau geschehen ist, schildert Karla auch im Rahmen der Gerichtsverhandlung nicht. Dem Zuschauer als solchen wird es gewiss schwer gemacht, nicht die Geduld zu verlieren und sich stets daran zu erinnern, dass er ein traumatisiertes Kind vor sich hat, welches den Mut aufbrachte, selbst Anzeige zu erstatten. Leider wirkt "Karla" an vielen Stellen etwas zu hölzern, kommt man nicht umhin, sich zu fragen, was Karla erwartet hat, was passieren würde, wenn sie nicht einmal berichten möchte, was überhaupt geschehen ist. Der Umstand des Schweigens ist großer Dreh- und Angelpunkt der auf Tatsachen basierenden Geschichte; ein wenig zu unnahbar wirkt die Hauptdarstellerin, ein wenig zu absonderlich der Richter, der sich den Vorwurf der Befangenheit gefallen lassen muss. Im Grunde geht "Karla" unter die Haut, beherscht die Kunst der andersartigen Erzählweise, lässt jedoch insgesamt betrachtet etwas zu viel Gefühl vermissen, um vollständig zu überzeugen.
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" aus Schöllnach am 18.09.2026
„Willkommen in Raccoon City – wo der Kundenservice etwas zu wünschen übrig lässt.“
Na bitte, geht doch! Ich war nach diversen Re-Evil Verfilmungen schon schon fast geneigt die Hoffnung zu begraben. Aber siehe da, die Zombies rennen trotz Exitus durch das T-Virus wieder herum und es wird wieder ordentlich gemeuchelt. Die Jovovich-Re-Evil-Filme fand ich damals so zwischen sehenswert bis belanglos, die Qualität der Teile war doch sehr schwankend/taumelnd, aber immerhin....
Die Story? Egal ! Rund 90 Minuten wird gerannt, geballert, gebissen und zerlegt, was das Zeug hält. Dazu ein paar nette Überraschungen, ordentlich Blut und genau die richtige Portion schwarzen Humor. Ernst nehmen sollte man das Ganze natürlich nicht. Aber ich denke speziell Gamer, ja auch ich wenn auch nur noch zeitweise, werden den Film sehr zu schätzen wissen. Durchaus Spannend und Augenzwinkernd wird man hier durch die T-Virus-Welt gehetzt, Klasse.
„Keine Panik, wir sterben schließlich alle irgendwann.“
Besonders gefällt mir das deutliche Videospiel-Feeling. Man hangelt sich geradezu von Level zu Level und wartet eigentlich nur darauf, welcher Albtraum als Nächstes um die Ecke kommt. Die Atmosphäre passt, die Monster sehen ordentlich aus und auch die Action macht Laune. Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt, und manche Sprüche hätten gerne im Drehbuch bleiben dürfen, aber geschenkt.
Fazit: Kurz, knackig, blutig und angenehm bekloppt. Hebt sich durchaus von der tumben Masse ab, genau die Sorte Horror-Spaß, die man sich mit einer Tüte Popcorn und möglichst wenig Anspruch gönnen darf. Für Resident-Evil- und Splatter-Fans durchaus sehenswert. Alle anderen bitte schön weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen … außer Zombies und derbes Gemetzel. Für mich 4 Sterne wert. Sehenswert+.
„Erst die Lieferung, dann die Apokalypse. Reihenfolge ist wichtig.“
Bewertung und Kritik von Filmfan "gre42" aus Ladenburg am 16.09.2026
Schon toll, dass es dem Horror-Genre heutzutage noch gelingt innovative Werke hervorzubringen. WEAPONS - DIE STUNDE DES VERSCHWINDENS bekommt allein für dieses Tatsache schon mal fast vier Sterne von mir. Der Streifen ist trotz seiner gemächlichen und gebrochenen Erzählstruktur überaus spannend und vor allem mit einigen unvorhersehbaren Überraschungen präpariert. Ferner spielen ein halbes Dutzend großartiger Darsteller mit. Insofern absolut sehenswert. 3,70 Maybrook-Sterne in Pennsylvania.