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Kritiken von "Christmano" aus

190 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • In meinem Himmel
    Die Geschichte über ein Leben und alles, was danach kam...
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 22.08.2012
    Susie Salmon (Saoirse Ronan) ist 14, als sie vom Triebtäter George Harvey (Stanley Tucci) in einen unterirdischen Bunker gelockt und getötet wird. Sie landet ruhelos in einer Zwischenwelt, in der sie die anderen Opfer kennenlernt. Unaufgeregt erzählt sie ihre Geschichte und beobachtet ihre fast zerbrechende Familie. Ihr Vater Jack (Mark Wahlberg) gibt die Suche nach dem Täter nicht auf und treibt damit die Polizei und seine Frau fast in den Wahnsinn. Nachdem sich Harvey Susies Schwester Lindsey (Rose McIver) als nächstes Opfer ausgesucht hat, kippt die Geschichte und alles wandelt sich zum Guten. In berührender Film von Peter Jackson mit großartige Schauspielern, der jedoch zu flach und künstlich endet. Dennoch sehenswert!
  • Wer ist Hanna?
    Jung. Süß. Unschuldig. Tödlich.
    Thriller, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 06.08.2012
    Ein zu Unrecht wenig beachteter Actionthriller von Joe Wright aus dem Jahr 2011. Hanna (Saoirse Ronan) ist 16 und lebt mit ihrem Vater Erik (Eric Bana) in den finnischen Wäldern. Jenseits jeglicher Zivilisation lehrt er sie zu kämpfen und zu töten; er unterrichtet sie in Sprachen und zu Details einer Welt, die sie nie kennengelernt hat. Als sie einsatzbereit ist, geht sie auf die Jagd nach der Mörderin ihrer Mutter (Cate Blanchett). Eiskalt, wie eine Maschine. Unaufhaltsam, aber mit Gnade für ihr Opfer. Währenddessen erkennt sie, wer sie ist; was sie ist. Ein brutaler, kühler Film mit stilvoll-ästhetischen Bildern. Kick-Ass von Humor befreit.
  • The Wrestler
    Ruhm. Liebe. Schmerz.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 17.06.2012
    Wie später in Black Swan greift Darren Aronofsky eine Unterhaltungswelt auf und blickt hinter die Kulissen. Der ehemals erfolgreiche Wrestling-Star Randy "The Ram" Robinson (Mickey Rourke) muss sich viele Jahre nach Ruhm und Erfolg mit schlechtbezahlten und zudem brutalen Auftritten durchschlagen. Seine Tochter (Stephanie; Evan Rachel Wood) hat er seit Ewigkeiten nicht gesehen, seine zentrale Bezugsperson ist eine Stripperin (Cassidy; Marisa Tomei) und sein Körper ist dank Kämpfen und Steroiden schwer geschädigt. Nach einem Herzinfarkt versucht er sein Leben zu ändern, verfällt aber schnell wieder in sein altes Schema und kämpft mit schwer angeschlagenem Herz noch einmal sein berühmtes Match gegen "The Ayatollah". Vor dem Finishing Move, dem "Ram Jam", blendet der Film ab. Ein streckenweise semikdokumentarischer, mit Handkamera gedrehter Film, dem man nicht entkommen kann. Großartig und auf Augenhöhe mit Filmen wie Scott Coopers "Crazy Heart".
  • Badlands
    Zerschossene Träume
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 17.06.2012
    Terrence Malick nutzt die Geschichte des Serienmörders Charles Starkweather und zeichnet sie vor dem Hintergrund eines Vietnam-traumatisierten Amerika neu. Kit Carruthers (Martin Sheen) arbeitet bei der Müllabfuhr und verliebt sich in die erst 15jährige Holly Sargis (Sissy Spacek). Da ihr Vater (Warren Oates) gegen die Beziehung ist, erschießt Kit ihn im Streit und flieht mit Holly. Unterwegs kommt es zu weiteren funktionalen, kaltblütigen Morden, die einen Ausnahmezustand herbeiführen. Holly und Kit lassen sich letztendlich ohne Gegenwehr festnehmen, was zu einer bizarren Verbrüderung zwischen Polizei und Serientäter führt - und die heutzutage unglaublich wirkende Akzeptanz von Gewalt aufzeigt. Ein Film, der Quentin Tarantino zu einem Drehbuch inspiriert, welches in Natural Born Killers und True Romance umgesetzt wurde.
  • Ein (un)möglicher Härtefall
    Scharf auf alles, was der andere hat!
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 03.06.2012
    Eine großartige Filmkomödie der Coen-Brüder mit George Clooney, Catherine Zeta-Jones und Billy Bob Thornton aus dem Jahr 2003. Marilyn Rexroth (Catherine Zeta-Jones) heiratet reiche Männer um an ihr Vermögen zu kommen. Damit ist sie erfolgreich, bis sie auf den genauso rücksichtslosen Scheidungsanwalt Miles Massey (George Clooney) trifft. Miles verhagelt ihr den Prozess, in dem er den Tenzing Norgay ihrer Ehe auftreibt und sie damit bloßstellt. Geschickterweise macht sie Miles daraufhin zu ihrem neuesten Opfer - was Rottweiler, Auftragskiller, Asthma-Spray, Eheverträge, falsche Schauspieler und den N.O.M.A.N.-Scheidungsärztekongress involviert. Ein irrwitzig lustiger Film, der allerdings völlig durchschaubar ist. Aber: Absolut durchgeknallt, 100 % Coen, definitiv sehenswert.
  • Endstation Sehnsucht
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 03.06.2012
    Elia Kazans Verfilmung des gleichnamigen Dramas von Tennessee Williams aus dem Jahr 1951. Die aus gutem Hause stammende Blanche DuBois (Vivien Leigh) besucht ihre kleine Schwester Stella (Kim Hunter) in New Orleans. Sie hat sich von ihrer adeligen Herkunft gelöst und lebt mit dem Arbeiter Stanley Kowalski (Marlon Brando) in beengten Verhältnissen. Seine Eltern waren aus Polen in die Vereinigten Staaten ausgewandert. Blanche ist eitel und affektiert und damit das direkte Gegenteil des Machos und Proleten Stanley. Im Gegensatz zu ihrer Schwester lässt er sie auflaufen und sorgt dafür, dass ihre konstruierte Realität wie eine Seifenblase platzt. Schließlich eskaliert die Situation aufgrund der Nähe, in der alle leben müssen. Williams portraitiert mit seinem Werk den Untergang des stolzen Südstaatenadels, während der Norden - geprägt durch Generationen von Einwanderern - an Stärke gewinnt. Der Film schafft es, dies gut wiederzugeben und fasziniert durch den krassen Widerspruch zwischen Vivien Leigh und Marlon Brando.
  • Next
    Wer die Zukunft sieht, könnte sie verändern.
    Thriller, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 03.06.2012
    Ein kläglicher Versuch der filmischen Umsetzung von Philip Dicks "Der goldene Mann" mit Nicolas Cage, Julianne Moore und Jessica Biel. Chris Johnson (Nicolas Cage) kann exakt zwei Minuten in die Zukunft schauen - manchmal jedoch auch länger. Er nutzt diese Fähigkeit als Zauberer in Las Vegas, zur Gehaltsaufbesserung im Casino oder zur Flucht vor Wachpersonal und Polizei. Während er gerade Liz Cooper (Jessica Biel) aufspürt, die er in Visionen gesehen hat, gabelt ihn Callie Ferris (Julianne Moore) vom FBI auf. Sie muss eine entwendete Atombombe finden und will sich dafür seine Fähigkeiten zu nutze machen. Ein blutarmer Film ohne große Spannung, den auch die Reminiszenzen auf Stanley Kubrik nicht retten können. Eine gute Alternative hierzu ist Mr. Nobody von Regisseur Jaco Van Dormael - ein französischer Film, der einen ähnlichen Stoff viel besser verarbeitet.
  • The Boss of It All
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 03.06.2012
    Ein theaterkritischer Film von Lars von Trier aus dem Jahr 2006 - sicherlich nicht sein Bester. Ravn (Peter Gantzler) ist der Chef einer dänischen IT-Firma, will sich aber nicht als Chef unbeliebt machen. Deshalb behauptet er, er sei auch nur Angestellter und schiebt alle negativen Entscheidungen einem fiktiven Geschäftsführer, dem Boss vom Ganzen, zu. Dumm nur, dass er seine Firma an einen störrigen Isländer verkaufen will, der - auf Basis der Edda - keine Geschäfte mit Handlangern machen will. Also stellt Ravn den arbeitslosen Schauspieler Kristoffer (Jens Albinus) ein, gibt ihm Prokura für den Verkauf und lässt ihn den Boss vom Ganzen spielen. Ein Unterfangen, welches nicht nur durch Kristoffers Anleihen beim fiktiven Autor Antonio Stavros Gambini und seinen absurden Dramen in Schieflage gerät. Ein mit Theaterkritik überladener Film, der ohne jeden Kameraschwenk auskommt und bei dem selbst zufällig computergenerierte Bildwechsel eine Botschaft seien soll. Diskussionswürdig, für dänisch-isländische Frotzeleien durchaus liebenswert, aber wenig spektakulär.
  • Der Gott des Gemetzels
    Nach dem weltberühmten Theaterstück von Yasmina Reza.
    Drama, Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 03.06.2012
    Roman Polańskis minimalistische Verfilmung eines großartigen Bühnenstücks von Yasmina Reza. Zwei Kinder geraten in einem New Yorker Park aneinander; nach einem Schlag fehlen zwei Zähne. Als Folge dessen treffen die Eltern aufeinander: Michael (John C. Reilly) und Penelope (Jodie Foster), Alan (Christoph Waltz) und Nancy (Kate Winslet). In zivilisierter Atmosphäre voller Gemeinschaftssinn diskutieren sie die Folgen des Vorfalls und das weitere Vorgehen. Jedenfalls bis der Pharma-Anwalt Alan ständig wegen eines schädlichen Medikments telefoniert, Nancy auf einen alten Kokoschka-Katalog erbrechen muss, Jodie wegen ihres werteorientierten Lebensstils in die Rückhand gerät und Michael erklärt, das er den Hamster seiner Tochter auf der Straße ausgesetzt hat. Fortan bildet sich ein endloser Zyklus aus aufsteigender Agression und friedfertiger Beruhigung. Ungeahnte Allianzen entstehen und schmelzen wieder, alle Charaktere machen kontinuierliche, teils irrwitzige Wandelungen durch. Geradezu kindisch; nur mit mehr Sprachgewalt und emotionalen Fallstricken. Ein genialer Film, der mal wieder zeigt, warum man Chrstoph Waltz unbedingt für Charakterrollen engagieren muss.
  • Blade Runner
    Die Menschen schufen sich ihr Ebenbild, ohne zu ahnen, was sie damit heraufbeschwören...
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 22.11.2011
    Ridley Scotts Endzeitstimmungs-Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1982 auf Basis von Dicks "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?". Die Erde ist überbesiedelt, der Film zeigt ein molochartiges, dreckiges Los Angeles im Jahr 2019. Analog zu den Auswanderungswellen aus Europa nach Amerika besiedeln die Menschen nun fremde Planeten. Hierbei nutzen sie von der Tyrell Corporation geschaffene künstliche Menschen, so genannte Replikanten. Diese entwickeln mit der Zeit eigene Emotionen und werden deshalb mit einem Verfallsdatum von vier Jahren geschaffen. Der Zutritt zur Erde ist ihnen streng verboten - tun sie es doch, werden sie von Spezialkräften (Blade Runner) "außer Dienst" gestellt. Einer von ihnen ist Rick Deckard (Harrison Ford) der vier kürzlich auf die Erde geflohene Replikanten aus dem Verkehr ziehen soll. Stattdessen verliebt er sich jedoch in eine Replikantin und zweifelt zunehmend an seinem Auftrag. Ein düsterer, ruhiger Film dessen Charaktere und Handlung eine stärkere Ausarbeitung verdient gehabt hätten. Es empfiehlt sich der Directors Cut, der diese Schwächen deutlich ausbessert und das Ende offen lässt.
  • Mr. Nobody
    Drama, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 07.11.2011
    Eine Kombination aus philosophischem Drama und Science-Fiction-Film von Jaco Van Dormael aus dem Jahr 2010. Ein französischer Film mit außergewöhnlich viel Handlung. Der neunjährige Nemo (Jared Leto) steht nach der Scheidung seiner Eltern vor der Wahl, mit seiner Mutter zu verschwinden oder bei seinem Vater zu bleiben. Da die Engel des Vergessens seine Allwissenheit nicht vor der Geburt ausgelöscht haben, simuliert er beide Handlungsoptionen durch und arbeitet sich durch den Entscheidungsbaum seines Lebens. Als Architekt seiner eigenen Welt spielt er alle Wege durch, die er gehen kann, korrigiert Entscheidungen, heiratet unterschiedliche Frauen, stirbte dutzende Tode. Ein phantastisch-inspirierender Film an dessen Ende nur die Erkenntnis steht, wie wundervoll es ist, nichts zu wissen.
  • Ein Mann für gewisse Stunden
    Sein Geschäft ist die Lust.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Christmano" am 16.10.2011
    Paul Schrader inszeniert Richard Gere als den Callboy Julian Kayne, der von Engagements zumeist älterer und wohlhabender Damen lebt. Sukzessive entwickelt er im Film eine Beziehung zu Michelle, der Frau eines demokratischen Senators. Nicht nur diese langsam entstehende Liebe bringt seinen Lebensstil ins Wanken, man versucht ihm einen Mord unterzuschieben. Seine Unschuld kann er jedoch wegen seines besonderen "Berufs" nicht beweisen. Ein Film, der trotz seines Alters optisch wenig angestaubt wirkt - und ein interessantes Bild der amerikanischen Gesellschaft um 1980 zeichnet.