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Kritiken von "BillyJoe" aus

18 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Cold Prey 3
    The Beginning
    18+ Spielfilm, Horror, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 05.10.2011
    Inmitten der letztjährigen Slasher-Filme konnte die "Cold Prey" Reihe sich durchaus im internationalen Vergleich behaupten. Auch wenn man dem Genre grundsätzlich nichts neues abgewinnen konnte, bestachen die Filme durch eine souveräne Inszenierung und handwerkliches Geschick. Mit dem dritten Teil wird nun die Vorgeschichte erzählt, wobei der Film inhaltlich die Reihe nicht wirklich weiterbringt.

    Zum Glück setzt der Film weiterhin weniger auf ausufernde Gewaltsequenzen wie viele amerikanische und zum Teil auch europäische Produktionen. Das Gewaltlevel ist weiterhin als moderat zu bezeichnen. Die Atmosphäre des Films stimmt abermals. Diesmal verirrt es die jugendliche Schar nicht in die verschneite Ödnis sondern vielmehr in die Wälder darum und auch das bekannte Hotel wird nur beiläufig in die Handlung eingebaut. Das gibt dem Thema eine durchaus neue Note und ein neues Erscheinungsbild. Der Bruderkonflikt mag dagegen weniger überzeugen. Die Schockmomente halten sich grundsätzlich in Grenzen, wirklich viel neues bietet der Film kaum. Zwar wird mitunter gern mit den Erwartungen des Zuschauers gespielt, doch insgesamt wird hier eher solide Genre-Kost geboten.
  • I Spit on Your Grave
    Horror, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 10.05.2011
    Grundlage bildet die US-DVD (unrated) und nicht die wohl hinlänglich bekannte gekürzte deutsche Version. Zum Inhalt selbst sei nur so viel gesagt. Junge Frau aus der Großstadt will ihr Buch in der Pampa zu Ende schreiben und wird von den hiesigen Landeiern gedemütigt, vergewaltigt und kann dem Tod mehr durch Glück als durch Verstand entkommen. Ein paar Wochen/Monate kehrt sie zurück....

    Wer das Original von 1978 kennt, wird durchaus über ein paar Unterschiede stolpern. Während ihrer Rückkehr verzichtet die tragische Hauptfigur auf den Einsatz ihrer sexuellen Reize, sondern agiert vielmehr wie ein lebloser, ausschließlich von Hass getriebener Racheengel. Dabei geht sie zügelloser und brutaler zu Werke als im Original, gerade die gezogenen Zähne bzw. der abgeschnittene Genitalbereich sind starker Tobak. Trotzdem distanziert sich die Darstellung bzw. der Film deutlich von solchen Torture-Porn-Machwerken wie der "Saw" oder "Hostel"-Reihe. Nichtsdestotrotz wird der Film genau dieser "Kundschaft" damit wohl gerecht werden, was man letztlich am ehesten als Schwachpunkt des Films ausmachen kann, da er hier mehr auf der aktuellen Welle mitschwimmt, als sich zu distanzieren.

    Gut gespielt und optisch überzeugend gehört der eindringliche Film sicherlich zu den besseren Remakes der letzten Jahre und ist unterm Strich nicht das Schlachtfest, welches man ggf. zuerst erwartet. Auch wenn die unterschiedliche zweite Hälfte des Films dem schon eher nahekommt.
  • Undisputed 3
    Redemption - Ein tödliches Turnier. Der letzte Kampf um die Freiheit.
    Action, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 04.02.2011
    Wirklich gute Kampffilme sind mittlerweile eine Seltenheit geworden. Von Tony Jaa einmal abgesehen und auch Donnie Yen als "Ip-Men" sticht sicherlich heraus. Abseits des asiatischen Raums jedoch tut sich wenig, von dem Duo Florentine/Adkins vielleicht einmal abgesehen. Schon in "Undisputed II" - damals noch mit Michael Jay White in der Hauptrolle - zeigte Florentine sein Gespür für harte, vor allem aber gut gefilme Kampfszenen.

    In "Undisputed III" kann er seinen Vorgänger in allen Belangen übertreffen. Auch wenn die Story um ein Knast-Turnier irgendwo in Osteuropa ziemlicher Murks ist, die Kampfszenen entschädigen für alles. Und um nichts anderes geht es letztlich in solch einem Film. Unvermögen oder mangelnde Fitness muss hier nicht durch hektische Schnitte oder Kameraeinstellungen kaschiert werden, vielmehr darf der Filmemacher eine Zeitlupe nach der anderen einsetzen, um die akrobatischen Kämpfe möglichst intensiv darzustellen. In den ausufernden und teils brutalen Keilereien werden mehr Salti geschlagen als im Zirkus, Blut spritzt nach Kicks meterweit durch den Ring und die Kontrahenten drehen unzählige Pirouetten. Auch wenn einige Tricks schon vom Vorgänger bekannt sein dürften, ein paar Überraschungen hat der Film definitiv zu bieten und auch die Länge der Kämpfe wurde zum Teil erheblich verlängert.

    Exotische Kämpfer sind in derartigen Hauddrauf-Filmen das Salz in der Suppe. Hier ist es mal wieder Ronaldinho-Lookalike Lateef Crowder als Capoeira-Kämpfer, der sich mit Tony Jaa bereits in „Tom Yum Goong - Revenge of the Warrior“ einen fast legendären Kampf in einer brennenden Kirche lieferte und man auch hier seinem Duell mit Adkins nur staunend beiwohnen kann. Wer auf Kampffilme steht sollte hier zugreifen, etwas besseres ist mir schon länger nicht mehr untergekommen.
  • Männersache
    Zwei Freunde, eine Frau - und die ist das Problem!
    Komödie, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 28.09.2009
    Der erste Ausflug von Mario Barth auf die große Leinwand darf wohl als gescheitert angesehen werden. Ein Film über eine große Männerfreundschaft sollte es werden. Das ist gelungen. Sonst aber leider nicht viel. Die Darsteller stimmen, Mario Barth und Dieter Tappert (Paul Panzer) harmonieren noch prächtig. Auch einige andere Nebendarsteller überzeugen, die paar Cameos kann man sich dagegen schenken (bpsw. Sido).

    Man muss schon ein sehr großer Fan des Blödelbarden sein um diesen handwarmen Gags etwas abgewinnen zu können. Meist sind diese aus seinem Programm, können hier aber wenn überhaupt ein leichtes Grinsen entfachen. Der Rest ist einfach nicht lustig. Genau dies ist das Manko von "Mannersache". Es fehlt der Humor, auch wenn das Duo sich merklich müht. Aber alles wirkt so nett und bieder. Dagegen haben selbst die Komödien der 70-er mehr Charme und Witz. Und ich kenne niemanden, der diesen Film gelungen fand. Selbst die größten Mario Barth Fans waren enttäuscht. Wenn das kein Zeichen ist.
  • Dieser Titel wurde aus Jugendschutzgründen ausgeblendet.

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  • Marley & ich
    Sie hatten die perfekte Beziehung. Und den schrägsten Hund der Welt.
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 08.09.2009
    Die zwei Gesichter des Films sind so offenkundig wie fragwürdig. In der ersten Hälfte noch mehr eine Komödie, wobei der Humor sehr begrenzt ist und nur selten Fahrt aufgenommen wird. Die zweite Hälfte dann geht mehr als Familiendrama durch, mit etlichen emotionalen Momenten und einem rührseligen Ende. Eine klare Linie, was genau nun eigentlich die Absicht von Regisseur David Frankel („Der Teufel trägt Prada“) ist, das bleibt offen. Denn beide Teile wollen nicht recht zusammenpassen, nur grob wird im Mittelteil das Geschehen mehrerer Jahre zusammengefasst, bestehend im Wesentlichen aus dem Unmut von Jennifer Aniston als Hausmütterchen und Owen Wilson als Möchtegern-Freigeist. Die aufkeimenden Probleme mögen prinzipiell nachvollziehbar sein, deren Zurschaustellung und Lösung gleichermaßen oberflächlich wie unnütz.

    Owen Wilson („Nachts im Museum“) und Jennifer Aniston („Friends“) haben beide zweifelsfrei einen Sympathiebonus, doch ausspielen können beide ihn nie. Ihre Probleme wirken gekünstelt und gestellt, der Hund verkommt im weiteren Verlauf des Films zur Randfigur und die Kinder sind halt einfach da. Spätestens beim tränenreichen Finale geht das Licht dann völlig aus. Denn rührend ist hier nichts. Was einem in gewisser Hinsicht als auf den Hund gekommene Komödie verkauft wird, ist davon meilenweit entfernt. Der Film hat kaum Lacher und die Alltagsprobleme nerven schnell. Ein Highlight ist die kaum wiederzuerkennende Kathleen Turner („Der Rosenkrieg“) in einer winzigen Rolle, die ihr Körpervolumen wohl fast verdreifacht hat. Aber das kann diesen immens belanglosen Film natürlich auch nicht retten.
  • Der Kaufhaus Cop
    Sicherheit macht niemals Urlaub.
    Komödie, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 20.08.2009
    Tja, da ist also der erste große Film von Kevin James. Eine seichte Komödie ist es geworden, natürlich. Ganz auf den "Dicken" gemünzt. Dieser spielt den Sympathikus vom Dienst mit der gewohnten Routine. Man kann ihm nicht böse sein, man will ihn vielmehr knuddeln. Den Rest der Darsteller kann man dagegen getrost vergessen. Blass und unscheinbar bleiben alle, wie auch die Handlung. Dafür gibt es paar nette Gags und diverse "Stirb Langsam" oder "Rambo" Anleihen. Das macht durchaus Laune, aber ist unterm Strich ähnlich seicht wie eine Folge "King of Queens". Zum Schluß haben sich ja doch wieder alle lieb.
  • Deception
    Tödliche Versuchung
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 03.08.2009
    Man sollte sich von der guten Besetzung nicht täuschen lassen. Denn "Deception" ist Langeweile pur. Ein ähnliches Thema gab es schon mit Clive Owen und Jennifer Aniston, dort kam zumindest ansatzweise so etwas wie Spannung auf. "Deception" fehlt selbst dies zu jeder Zeit. Neben der unglaublich langatmigen Inszenierung ist es vor allem die Vorhersehbarkeit, die hier (negativ) auffällt. Kann man sich getrost sparen, selbst als Fan von Jackman und McGregor.
  • RocknRolla
    Action, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 27.07.2009
    Guy Ritchie hat das britische Kino in den letzten Jahren geprägt wie wohl kein anderer. Unvergessen sein Erstling "Bube, Dame, König, Gras", nicht zu vergessen sein Folgewerk "Snatch", der dem Erstling locker das Wasser reichen konnte und vor wahnwitzigen Ideen nur so strotzte. Aber auch Ritchie gingen irgendwann die zündenden Ideen aus. "Revolver" und "Rocknrolla". Der Komplett-Flop mit seiner Ex soll einfach mal komplett außen vor gelassen werden.

    "Revolver" war Mist, "Rocknrolla" macht es nur unwesentlich besser. Vielleicht sollte Ritchie mal etwas neues versuchen, anstatt nur diese auf cool getrimmten Gangsterfilme, denn dafür scheint die Zeit vorbei zu sein. Wieder verschwimmen die Handlungsfäden, wieder springt er zwischen den Zeiten hin und her. Das macht alles unnötig kompliziert. Vor allem bleibt dabei einiges auf der Strecke, inhaltlich wie die Figuren selbst. Sicherlich ist "Rocknrolla" besser als "Revolver", aber unterm Strich mehr gewollt denn gekonnt. Aus dem einstigen Wunderknaben ist ein normaler Mann geworden. Schade eigentlich.
  • How to Sell a Tit Wonder
    oder Der Generalmanager
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 20.07.2009
    Fremdschämen in einer neuen Dimension.

    Martin Baldauf ist ein armer Mann. Aber er hält sich für einen erfolgreichen Manager. Was er kann ist reden, geht damit aber jedem Menschen so auf die Nerven, das diese irgendwann kapitulieren müssen. Siehe Jürgen Drews. Dreist, abgehoben und irgendwie bemitleidenswert versucht Baldauf nach dem Tod von Lolo Ferrari ein neues Busenwunder zu präsentieren. Drei Wochen nach dem Tod seines Schützlings in einer Talk Show zur Mittagszeit. Die Art und Weise seiner Auftritte wirkt irreal, aber hier ist nichts gestellt. Dieser Mann ist wirklich so.

    Langweilig ist diese Doku nicht, vielmehr besitzt sie immenses Unterhaltungspotential. Wenn Baldauf sein C-Sternchen Ashley Bond als neues Buswenwunder hiesigen Zeitungen verkaufen will, diese sich aber aufgrund seiner unprofessionellen Arbeit abwenden, dann ist das peinlich. Noch peinlicher ein Auftritt auf einer Autobahnraststätte, was Baldauf auch als Erfolg bezeichnet. Die Scham sitzt tief, nur nicht beim Akteur selbst. Da passt die kompromisslose Regie noch dazu, denn auch diese hält voll drauf, selbst dann, wenn Baldauf mal Ruhe haben will.
  • Der seltsame Fall des Benjamin Button
    Lovestory, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 16.06.2009
    Parallelen zum Robert Zemeckis Hit „Forrest Gump“ sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Denn auch David Finchers Film begleitet seine Hauptfiguren durch ihr gesamtes Leben. Mit all seinen tragischen und schönen Momenten. Allerdings legt Fincher weniger Wert auf das Drumherum. Sein Film ist weniger vom Humor und der Einbeziehung historischer Geschehnisse geprägt, sondern vielmehr durch eine melancholische Grundtendenz im Bezug auf seinen Hauptcharakter. Entgegen seinen früheren Filmen ist „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ eine ruhige, fast gemächliche Darstellung eines mit einem kuriosen Schicksal behafteten Mannes. Die Länge von mehr als zweieinhalb Stunden Spielzeit mag verschrecken, aber jede Minute ist auf das Gesamtwerk bezogen ein Genuss, vor allem auf visueller Ebene. Dennoch stechen manche Einzelszenen hervor, bspw. die Bildmontage unglücklicher Zufälle oder die Geschichte des Uhrmachers zu Beginn.

    Benjamin Button selbst wird von Brad Pitt („Sieben“) verkörpert, der nun zum dritten Mal mit Fincher zusammenarbeitete. Allerdings ist sein Gesicht nur selten im Rohzustand zu sehen, sondern fast ausschließlich gealtert oder später verjüngt. Seine Figur ist ein ruhiger, gelassener und nachdenklicher Charakter, dessen junges Leben im Altersheim sehr schnell mit dem Tod konfrontiert wird und ihn schließlich auch prägen wird. Probleme mit seiner „Krankheit“ hat er nicht, er kann es ja eh nicht ändern. Auch er heuert auf einem Schiff an, nimmt am Rande am zweiten Weltkrieg teil, erlebt Dinge an verschiedenen Orten des Planeten und macht seine Erfahrungen in der Liebe. Wunderschön und berührend die Kurzromanze mit Tilda Swinton („Burn After Reading“) im verschneiten Russland. Eigentlich aber gehört sein Herz jener Daisy (Cate Blanchett), die er bereits als kleines Mädchen kennenlernt, er dagegen wie ein alter Mann aussieht. Auch hier braucht es seine Zeit und Erfahrungen, bis beide zueinander finden. Das Schicksal treibt sie ab einem gewissen Punkt dann aber auch wieder auseinander.

    „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ ist die traurig schöne Erzählung eines untypischen Mannes. In fantastischen Bildern erzählt David Fincher vom Leben und Tod, vom Altern und Lieben. Grandios gespielt, fantastisch bebildert, lässt einen der Film nach fast 170 Minuten mit einem bewegenden Ende beider Akteure allein. Ein sicherlich großer Film.
  • Australia
    Abenteuer, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "BillyJoe" am 16.06.2009
    Der Erfolg der beiden letzten Baz Luhrman Filme – wobei er in den vergangenen 16 Jahren ohnehin nur insgesamt drei drehte – beruht wohl vor allem auf dem visuellen und optischen Einfallsreichtum des Regisseurs. Dieses bunte, überdrehte aber gleichwohl faszinierende Treiben war selbst für Hollywood fremd. Von Tim Burton vielleicht einmal abgesehen. Wer solche kraftvollen Bilder mag, wird auch im zweieinhalb Stunden Epos „Australia“ auf seine Kosten kommen. Wohl noch nie wurde dieser Kontinent – über die gesamte Filmlänge übrigens - derart farbenfroh und opulent in Szene gesetzt. Dies unterstreicht sicherlich die Ambitionen des Filmemachers, hier ein Epos im Breitwandformat für das neue Jahrtausend geschaffen zu haben. Diesem Anspruch wird er aber eben nicht immer gerecht.


    Die Geschichte zumindest stimmt. Das Land sowieso. Was aber aufstößt sind die Figuren. Am Reißbrett entstanden, bieten diese nicht viele Identifikationsmöglichkeiten. Gerade Nicole Kidmann („Moulin Rouge“) hat ein gewisses Nervpotential, wenngleich ihre Performance auch durchaus okay geht. Ihre Gestiken und Mimiken, wie auch ihre unbändig erscheinenden Muttergefühle, wirken jedoch unglaubwürdig und überspitzt. Hugh Jackman („Wolverine“) macht im Grunde das was er soll. Kernig den Mann spielen. Mit halb geöffnetem Hemd, krauseliger Brust und harten Armen fällt dem aktuellen Sexiest-Man-Alive dies nicht allzu schwer. Prinzipiell stimmt die Chemie zwischen den beiden auch, aber an die großen Paare wird man sich ewig erinnern. Genau dies wird hier nicht der Fall sein. Auch die Nebencharaktere mögen stimmen, wenngleich die Zeichnung der Figuren eben zu sehr nach Schema F erfolgt. Aber auch inhaltlich hat der Film seine Schwächen. So ist vor allem die Mystifizierung des Aborigine-Halblings völlig abstrus geraten und auch die geschichtliche Aufarbeitung mit den Ureinwohnern Australiens wirkt mehr gewollt denn gekonnt.

    Als Epos mag „Australia“ sicherlich durchgehen, um sich aber in die Großen der Filmgeschichte a la „Vom Winde verweht“ einreihen zu können, fehlt es Luhrmans Werk doch an einigem. Große Gefühle werden auch hier zelebriert, Taschentücher sollten bereit liegen, aber irgendwie steht doch immer die grandios inszenierte Verpackung im Vordergrund.