Kritiken eines anonymen Filmfans

Das Dschungelbuch

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 12.02.2013
Diese DVD ist eine Katastrophe - ich warne jeden vor einer Entleihe. Das Bild verspricht die hervorragende Edition von Concorde mit restauriertem Bild und der ungekürzten Kinosynchronisation, statt dessen bekommt man eine Billigvariante mit verwaschenem, farblich verschobenen Bild und einer furchtbaren Neusynchronisation, bei der Miklos Rozsas grandiose Musik durch elektronisches Gedudel ersetzt wurde, dass man nur mit Schimpfworten angemessen beschreiben kann. Gerade weil der Film so großartig ist, bekommt die DVD von mir absolute Tiefstwertung

ungeprüfte Kritik

Robin Hood und die Piraten

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 07.02.2013
Vielen italienischen Filmen mit Lex Barker hat dieser "Robin Hood" zumindest eins voraus: Er hat eine klare Handlung und einiges an Aktionen zu bieten. Damit hat sich's allerdings schon. Nein halt, die Musik von Carlo Rustichelli ist auch recht hörenswert dank eines gewissen Hangs zur Ironie.
Der Rest ist bunte Mittelmäßigkeit - und eine Lüge ist auch mit dabei: Trotz des trügerischen Vorspanns handelt es sich nicht um die viel gesuchte DDR-Synchronisation, sondern um die normale westdeutsche Fassung, die auch im Fernsehen alle Nasen lang zu sehen ist. Genau deshalb kann man sich diese DVD eigentlich auch sparen.

ungeprüfte Kritik

Die Rache des roten Ritters

Der Kavalier mit den hundert Gesichtern.
Abenteuer

Die Rache des roten Ritters

Der Kavalier mit den hundert Gesichtern.
Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 07.02.2013
Oft wird dieser Film als langweilig gescholten. Nun ja, ein Ausbund an Abenteuerlichkeit ist er nicht - kann er aber auch nicht sein. Denn wenn man die ungekürzte Fassung seinerzeit im DDR-Fernsehen zu Gesicht bekommen hat, wird einem klar, dass es sich um ein Melodram handelt und nicht um einen Abenteuerfilm. Genau darauf aber versuchte die westdeutsche Fassung den Streifen zurecht zu schnipseln - das musste natürlich schief gehen. 20 min fehlen seitdem und wären nur über die restaurierte Originalfassung oder die DDR-Synchronisation wieder herzustellen. Beides ist nicht geschehen - natürlich nicht, bei solch einem Billig-Label. Statt dessen bekommt man noch nicht einmal das originale Bildformat wie seinerzeit auf der verwaschenen VHS. Eine fehlbesetzte deutsche Stimme für Lex Barker gibt dem Ganzen den Rest. Ein netter Zwischenhappen für Barker-Fans, aber anderen Zuschauern hat diese DVD nichts zu bieten.

ungeprüfte Kritik

Zwei Jahre Ferien

Die legendären TV-Vierteiler - Nach dem Roman von Jules Verne.
Abenteuer, TV-Film

Zwei Jahre Ferien

Die legendären TV-Vierteiler - Nach dem Roman von Jules Verne.
Abenteuer, TV-Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
So manchem, der in der (späten) DDR aufgewachsen ist, dürfte diesen Mehrteiler recht gut kennen - wenn auch nur um die Hälfte gekürzt, mit anderen Stimmen (und anderer Musik) und unter dem Titel "Piraten des Pazifik", unter dem die rumänische Kinofassung zu den beliebtesten Dauerbrennern in Kino und Fernsehen gehörte. Nun bekommt man endlich die Gelegenheit, die ungekürzte Originalversion zu sehen (wobei wie beim "Seewolf" auch hier kein einziger deutscher Darsteller seine Originalstimme hat) - und damit auch die Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, daß die Kürzung zum zweiteiligen Kinofilm dem Klassiker gar nicht schlecht bekommen ist. Allzu weitschweifig ist besonders der erste Teil, zu sehr ähnelt die "Robinsonade" der Jugendlichen dem eigentlichen "Robinson" (ZDF 1964) - und der hinzugefügte Kommentar von Walter Ulbrich (der das Drehbuch ausnahmsweise nur überarbeitete) ist völlig danebengegangen - er zerstört die Spannung, statt sie aufzubauen. Warum trotzdem 4 Punkte? Weil "Zwei Jahre Ferien" die Schauwerte hat, die man von den populären Advents-Filmen erwartet, weil die Darsteller ein ganz großes Plus sind, weil trotz einer gewissen Langsamkeit eine Menge Atmosphäre und Spannung entsteht. Wenn diese (freie) Jules-Verne-Verfilmung auch nicht an Klassiker wie "Der Seewolf" und "Die Schatzinsel" heranreicht, erweist sie sich (im Gegensatz zu vielen Nachfolgern) den Vorbildern durchaus als würdig.

ungeprüfte Kritik

Michael Strogoff - Der Kurier des Zaren

Nach dem Roman von Jules Verne.
Abenteuer, Serie

Michael Strogoff - Der Kurier des Zaren

Nach dem Roman von Jules Verne.
Abenteuer, Serie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Von dem Tage, als der Autor und Produzent der kultigen Advents-Vierteiler seinen richtigen Namen verschleierte und sich hinter einem Pseudonym versteckte, war die Talfahrt der Klassiker beschlossene Sache. Zwar zeichnete Walter Ulbrich (als Robert Brandau) noch für das Drehbuch verantwortlich, aber mit dieser Jules-Verne-Verfilmung begann der Abwärtstrend. Allzu schwerfällig kommt das Geschehen daher, allzu konventionell sind Regie, Kamera und Musik, zu trocken ist die Synchronisation - da kann auch "Seewolf" Raimund Harmstorf als felsenhafter Held nichts ausrichten. Er übrigens ist - im Gegensatz zum "Seewolf" - mit seiner eigenen Stimme zu hören (nicht unbedingt zum Vorteil). Der damalige Sprecher führte hier Synchronregie und machte sich den Spaß, in mehreren kleinen Rollen sich selbst zu besetzen - immer im Dialog mit Harmstorf. Folglich sieht man auf der einen Seite den "Seewolf", auf der anderen hört man ihn! Wenn der Film selbst nur so feinsinnigen Humor hätte. Leider nimmt er sich selbst zu ernst, und das schadet ihm. Trotzdem sollte jeder Freund der Advents-Vierteiler sich auch diesen zu Gemüte führen, und sei es nur, um Vergleiche ziehen zu können. Langweilen wird er sich zumindest ... nur selten.

ungeprüfte Kritik

Lockruf des Goldes

Nach Jack London und Dokumenten der Zeit.
Abenteuer

Lockruf des Goldes

Nach Jack London und Dokumenten der Zeit.
Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Die letzte Superproduktion aus der Reihe der ZDF-Abenteuer-Adaptionen ist nicht ganz auf der Höhe von "Der Seewolf" (was zugegeben auch eine harte Nuss wäre), aber so manche Parallele in der Qualität der Schauspieler, der Musik oder der Intensität der Bilder entschädigt für arge Lücken im Faden der Geschichte. Ein entscheidender Pluspunkt gegenüber dem Vorgänger ist die Ausstattung der DVD: Sie enthält sämtliche nach der Erstausstrahlung geschnittene Szenen - und die haben es (gerade im 1. und 4. Teil) mitunter in sich: viele atmosphärische und auch harte Szenen fielen voreiliger Kritik zum Opfer. Besonders der Kampf ums Überleben im letzten Teil ist in der ungekürzten Fassung der analogen Szene im "Seewolf" durchaus ebenbürtig. Wer den einen Film schätzt, wird auch den anderen mögen. Und für filmhistorisch interessierte Zuschauer ist die DVD ohnehin ein Muss.

ungeprüfte Kritik

Die Lederstrumpf-Erzählungen

Der Wildtöter - Der letzte Mohikaner - Das Fort am Biberfluss - Die Prärie
Abenteuer, Western

Die Lederstrumpf-Erzählungen

Der Wildtöter - Der letzte Mohikaner - Das Fort am Biberfluss - Die Prärie
Abenteuer, Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Eine legendäre Vorlage, traumhafte Karst-Landschaften und ein charismatischer Hauptdarsteller - kann da noch etwas schiefgehen? Es kann! Ihren guten Ruf innerhalb der Advents-Vierteiler genießt diese Verfilmung leider zu Unrecht, sie ist ein Glied in der Kette mißglückter Cooper-Adaptionen. Was soll man auch erwarten von einem Mehrteiler, dessen Regisseur nach zwei Teilen gefeuert und durch einen anderen ersetzt wurde. Schlimmen Schaden richtet vor allem der gänzlich untalentierte und farblose Pierre Massimi an, der den Chingachgook zur Witzfigur verkommen lässt, das Drehbuch ist ebenso zusammengeschustert wie die Musik, die aus früheren Filmen (v.a. "Schatzinsel" und "Tom Sawyer") zusammengesetzt wurde. Daß ich dem "Lederstrumpf" trotzdem noch 3 Punkte gebe, ist Hellmut Lange zu verdanken ebenso wie Jean Dreville, der als Regisseur der Episoden 2 und 3 einiges wieder wett macht, was sein Vorgänger in den Sand setzte; und besondere Erwähnung verdient Alex Raffi als Magua ("Der letzte Mohikaner"). Womit die zweite Episode die einzige ist, die etwas Sehenswertes hat.

ungeprüfte Kritik

Die Schatzinsel

Abenteuer, Serie

Die Schatzinsel

Abenteuer, Serie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Mit einem Wort: ein Klassiker. Wenn es eine (auf neudeutsch) Mini-Serie mit dem grandiosen "Seewolf" aufnehmen kann, dann diese. Auch wenn Michael Ande dann doch schon etwas zu alt war für die Rolle - die komplette Besetzung ist ein ganz großes Plus. Vor allem aber kommt die Genialität von Stevensons Geschichte endlich voll zum Tragen. Neben (und noch vor) der Disney-Adaption ist der Vierteiler die populärste und gültigste Film-Version, so sehr, dass es danach lange Zeit kaum Versuche gab, die Geschichte noch einmal filmisch aufzubereiten - zurecht, wie die neuesten Adaptionen bewiesen. Und ein Wort zur DVD: Was die digitale Aufbereitung aus dem arg ramponierten Gevacolor-Material (von dessen schlechtem Zustand man sich wiederholt im ZDF überzeugen konnte) herausgeholt hat, ist geradezu erstaunlich. Rundum zu empfehlen - aber Zeit sollte man sich dafür nehmen, sonst entgehen einem viele Details.

ungeprüfte Kritik

Robinson Crusoe

Die seltsamen und einzigartigen Abenteuer des Robinson Crusoe aus York, berichtet von ihm selbst.
Abenteuer, TV-Film

Robinson Crusoe

Die seltsamen und einzigartigen Abenteuer des Robinson Crusoe aus York, berichtet von ihm selbst.
Abenteuer, TV-Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
"Die seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe aus York, berichtet von ihm selbst" - so der komplette Titel des Vierteilers, der sofort die Richtung angibt: keine Verfilmung ist je so dem Roman verpflichtet gewesen. Entgegen dem üblichen Vorgehen konzentriert sich der Film nicht nur auf die ausgetretene eigentliche Robinsonade, sondern beantwortet auch die Frage nach Woher und Warum. Daß dieser "Robinson" ein Riesenerfolg war (und eine ganze Reihe "Advents-Vierteiler" nach sich zog, die heute Kult sind), ist nur zu verständlich; daß er heute fast unbekannt ist, weil er noch in schwarz-weiss gedreht und Anfang der 90er das letzte Mal vom TV ausgestrahlt wurde, ist eine schreiende Ungerechtigkeit. Zumal die s/w-Bilder mit ihren typisch französischen harten Kontrasten dem Geschehen eine quasi "literarisch-phantastische" Unwirklichkeit geben. Der Darsteller des Titelhelden - Robert Hoffmann - trägt die Last des Mehrteilers zum großen Teil allein auf seinen Schultern, und das macht er gar nicht schlecht. Schade nur, daß er (wie auch "Seewolf" Raimund Harmstorf) nicht mit seiner eigenen Stimme zu hören ist. Oder doch nicht? Sein Sprecher Michael Chevalier war (vielleicht außer als "Schiwago") nie wieder so gut. "Robinson Crusoe" steht auf einer Stufe mit den Klassikern "Die Schatzinsel" und "Der Seewolf". Und das ist ein Gütezeichen oberster Kategorie.

ungeprüfte Kritik

Die schwarze Tulpe

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Es war eine andere Tulpe, die in die Filmgeschichte und unerreicht blieb: Fanfan, der Husar (im Original: die Tulpe). Auch Regisseur Christian-Jaque war sich wohl bewusst, dass er den Erfolg nicht übertreffen konnte. Aber vielleicht wiederholen? ZU diesem Zweck schickte er den "Liebling der Götter" Alain Delon vorsichtshalber gleich doppelt ins Rennen. Und es gelang ihm ein höchst ansehnlicher Film, der zu Recht zu den Klassikern seines Genres gehört. Wie das Original sieht auch "Die schwarze Tulpe" das abenteuerliche Geschehen vorwiegend von der heiteren Seite, selbst den Schurken kann man aufgrund ihrer humoristischen Überzeichnung die Sympathien nicht absprechen. So flotte Fechtszenen, ohne Klimbim und Videoclip-Verzerrungen findet man heute nicht mehr. Und ein Delon, der (als Julian) geradezu erschrocken vor Frauen zurückweicht, dürfte auch ein einmaliges Erlebnis sein. Ein rundum gelungenes Vergnügen.

ungeprüfte Kritik

Eine Million Jahre vor unserer Zeit

Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Einer der dümmsten Filme der 60er Jahre - das sei vorweg geschickt - aber durchaus mit großem Unterhaltungswert. Schauspielerische Meisterleistungen sollte man nicht erwarten (nicht einmal mittelmäßige) - und das liegt nicht daran, dass die Akteure keine Texte haben (sie reden in einer sehr sehr primitiven Phantasiesprache). Mann streitet sich, Mann geht fort, Frau findet Mann, Monster entführt Frau, Mann holt Frau zurück - mehr hat die Handlung nicht zu bieten. Ein breites (und durchaus wohliges) Grinsen verursacht Raquel Welchs knapper Bikini (sieh an, so alt ist diese Erfindung), John Richardson jedoch hätte die Finger von der Schauspielerei lassen sollen - auch wenn er wenig später zur Diskussion stand als neuer James Bond, eigentlich war er für die Spezialeffekte dieser Kultreihe zuständig und das scheint auch eher sein Gebiet zu sein. Hier hatte diese Funktion der Großmeister Ray Harryhausen übernommen und so sind (natürlich) die monströsen Kreaturen beileibe das Sehenswerteste. Da stimmt das kleinste Detail der Bewegung, die Figuren sind bis ins Kleinste ausgearbeitet (bis hin zu den letzten Atemzügen des sterbenden Allosaurus). Nur sollte man die Szenen ohne Monster kurzerhand im Schnelldurchlauf abwickeln. Eine Auftragsarbeit von Harryhausen, kein eigenes Projekt - man merkt's.

ungeprüfte Kritik

Der Dieb von Bagdad

Fantasy, Abenteuer

Der Dieb von Bagdad

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Alexander Korda trat 1940 an, Hollywood Konkurrenz zu machen. Ziel erreicht, überholt, Gegner platt gemacht. Was Hollywood an 1001-Nacht-Bunticals produzierte, ist längst vergessen, aber der britische Konkurrent hat sich zum Klassiker gemausert. Kein Wunder: All die fabelhaften Zauber, von denen man in L.A. nur erzählte, waren hier auf der Leinwand zu sehen, in Technicolor und auch heute noch sehenswerten Spezialeffekten (daß sie in keiner Weise mehr dem heutigen Standard entsprechen - wer will das so genau wissen). Die Farben erstrahlen, die pompöse Musik von Miklos "Ben Hur" Rozsa ebenso und einen dämonischeren Schurken als Conrad Veidt wird man kaum finden. Von nostalgischem Wert ist die deutsche Fassung (eine der ältesten, die überhaupt noch gezeigt werden) - verrauscht und pathetisch, aber gar nicht schlecht. Wer einen phantastischen Abend erleben will, ist hier perfekt bedient.

ungeprüfte Kritik

Sindbad und das Auge des Tigers

Fantasy
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Okay, es ist nicht einer der besten Filme aller Zeiten. Die Schauspieler sind keine Stars (und hätten auch nicht verdient, welche zu sein), die Geschichte ist etwas an den Haaren herbeigezogen, und selbst die Musik war in den Vorgängern besser. Aber Harryhausens Monster sind immer noch die besten - auch in Zeiten von CGI haben die Kreaturen gerade durch ihre ruckartigen Bewegungen etwas Irreales, Magisches. Dass Bild- und Tonqualität weitaus besser sind als bei TV-Ausstrahlungen, versteht sich wohl von selbst. Einer dieser Filme, die einfach Spaß machen (auch wenn das künstlerische Gewissen mit dem moralischen Zeigefinger droht).

ungeprüfte Kritik

Sindbads 7. Reise

Sindbad, der Seefahrer, im Kampf mit den Giganten der Fabelwelt!
Abenteuer, Fantasy

Sindbads 7. Reise

Sindbad, der Seefahrer, im Kampf mit den Giganten der Fabelwelt!
Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Ach, es ist so schön, diesen Kindheitsklassiker wieder zu sehen. Und das Schönste ist, endlich keine verwackelten Bilder (alte Video-Fassung) oder ausgewaschene Farben (TV-Version). Sindbad so, wie er gedacht war. Wer will sich heute im Zeitalter des CGI über die kantigen Bewegungen der Monster beschweren - das macht sie doch erst so richtig monströs. Brillanter als Ray Harryhausen hat nie jemand die Puppen-Animation (im Fachjargon >Dynarama<) beherrscht. Kerwin Matthews - ein großer Junge als Sagenheld; Kathy Grant - schon im Originalformat zierlich wie eine Porzellanfigur, verkleinert auf Daumengröße; Torin Thatcher - hinterhältiger und dämonischer war nie ein Zauberer. Das Sahnehäubchen auf allem ist die donnernde Musik von Hitchcock-Experte Bernard Herrmann. Allen, die ihn nicht kennen, sei er hiermit ans Herz gelegt: Ohne Sindbad hätte es keinen "Jurassic Park" gegeben.

ungeprüfte Kritik

Kampf der Titanen

Fantasy
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Die Krönung von Harryhausens Werk - nie war seine Tricktechnik perfekter. Und doch kam der Film genau zu einer Zeit heraus, als die technische Entwicklung ihn gerade überholt hatte. Harryhausen selbst wußte das, und so bleibt "Kampf der Titanen" auch nach einem Vierteljahrhundert sein Testament. Sehr zu bedauern, denn der nostalgische Reiz seiner Filmmonster hält an, besonders wenn sie so phantasievoll sind wie das Seeungeheuer. Und nie zuvor oder danach hat man eine so grauenvolle Medusa gesehen, zum ersten und einzigen Mal ist nachvollziehbar, warum ihr Blick alle Lebewesen in Stein verwandelt. Doch "Star Wars" hatte eine neue Ära der Tricktechnik eingeleitet, und die bei R2D2 geklaute goldene Eule Bubu betont dies auf unglückliche Weise. Was bleibt, ist ein durchweg unterhaltsamer Filmabend (mit einigen unnötigen Härten), der die alten Zeiten heraufbeschwört.

ungeprüfte Kritik

Sindbads gefährliche Abenteuer

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Kaum zu glauben, aber der zweite Sindbad-Film (entstanden 15 Jahre nach dem ersten) ist seinem Vorgänger fast ebenbürtig. Beim Drehbuch spürt man in vielen düsteren Sequenzen und phantasievollen Dialogen die Hand des "Schirm, Charme und Melone"-Autoren Brian Clemens. Auch die Musik von Miklos Rosza beschwört noch einmal das alte Hollywood herauf. So war der Film auch schon zu seiner Entstehungszeit liebenswert altmodisch, heute ist er ein Klassiker. Umso mehr hat er es verdient, endlich in technisch einwandfreier Qualität zu erscheinen. Und das ist jetzt auch geschehen: die Bildqualität (soweit vom armseligen Negativ zu erwarten) ist recht ordentlich geraten und auch die Extras können sich sehen lassen - der Film selbst ist sowieso schon eine Entleihe wert.

ungeprüfte Kritik

Jason und die Argonauten

Fantasy, Abenteuer

Jason und die Argonauten

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
"Manche halten 'Citizen Kane' für den besten Film aller Zeiten - ich sage, es ist 'Jason und die Argonauten'" Okay, die Äußerung von Tom Hanks bei der Übergabe des Ehren-Oscars an Schöpfer Ray Harryhausen war maßlos übertrieben, aber man muß zuerkennen, daß dieser Film seinen Charme hat und sein Einfluß bis in die heutige Zeit reicht. Selbst der Basilisk im zweiten "Harry Potter" ist deutlich sichtbar mit der Hydra verwandt. Die Spezialeffekte mögen heute hoffnungslos veraltet sein - damals waren sie das Beste vom Besten. Und die leicht ruckartigen Bewegungen machen die "Creatures" erst wirklich monströs. Allerdings sollte man, um "Jason" wirklich genießen zu können, in der Lage sein, schlechte Schauspieler zu ignorieren, denn von üblem Schmierengehabe (bis hin in die Synchronisation) wimmelt es. Die wuchtige Musik von Hitchcock-Intimus Bernard Herrmann reißt es gottseidank wieder raus. Sicher nicht der beste Film aller Zeiten (noch nicht mal der von Harryhausen - das ist "Sindbads 7. Reise"), aber auf alle Fälle äußerst kurzweilige Unterhaltung. Daß die Bildqualität unter dem heutigen Standard ist, liegt daran, daß viele Aufnahmen (nicht nur die Tricksequenzen) noch im Nachhinein verändert (zusätzliche Zooms etc.) und daher vom Original abgefilmt wurden.
Der Regisseur ist übrigens natürlich nicht Trickfilmer Don Bluth (wie oben angegeben), sondern Routinier Don Chaffey.

ungeprüfte Kritik

Macbeth

Drama, Abenteuer

Macbeth

Drama, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Ein Meisterwerk - anders kann man es nicht sagen. Im Gegensatz zur theatralischen und antiquierten Hamlet-Verfilmung von Laurence Olivier ist Welles' Spiel mit Licht und Schatten (im Original im schönsten Schottisch) zeitlos und eine wahrhaft filmische Umsetzung, obwohl Welles niemals vom Shakespeareschen Originaltext abwich. Leider auch ein Beispiel für die Verstümmelung Wellesscher Filme, die glücklicherweise in diesem Fall nicht nur rückgängig gemacht wurde, sondern auch nachvollziehbar ist - der Vergleich zwischen beiden Fassungen ist durch die deutsche Synchronfassung (die übrigens gut geglückt ist) problemlos möglich. Unter den zahllosen Shakespeare-Verfilmungen rangiert "Macbeth" (egal in welcher Fassung) zweifellos unter den Top 10, unter den Filmen von Orson Welles sowieso.

ungeprüfte Kritik

Herr Satan persönlich

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Ein Schlüsselwerk ... aber es gibt Schlüssel zu Türen, die besser verschlossen bleiben sollten. Orson Welles präsentierte sich mit diesem Film von seiner eitelsten Seite. Kein verwegener Experimentator wie mit "Citizen Kane", kein rebellischer Außenseiter wie mit "Der Prozeß". Deutscher und englischer Titel stellen die von Welles selbst gespielte Figur in den Vordergrund, und das zurecht. Es gibt keinen Gegenpart, der charismatische Künstler spielt in mehrfacher Hinsicht ins Leere. Nie ist die Kamera auf Augenhöhe - typisch Welles - aber diese gekippten Einstellungen aus Frosch- oder (manchmal) Vogel-Perspektive sind nur Selbstzweck. Fast hat es den Anschein, dass ein Schüler Welles' Stil kopiert hätte, ohne die Einstellungen auf ihren Sinn zu hinterfragen. Ein extrem blasser Held, eine extrem dünne Handlung - das ist zu wenig, viel zu wenig. Und einmal scheint es, dass Welles den ganzen Film eigentlich nur wegen zwei Szenen gedreht hat: die Offenbarung des eigentlichen Auftrages und die Szene mit dem Flohzirkusdirektor (herrlich gesprochen von Fritz Rasp, dem besten deutschen Krimitypus vor Kinski). So ist es nicht allzu schade, dass die Qualität der DVD extrem zu wünschen übrig lässt (was soll man von McOne auch Anderes erwarten) - produziert von einem ausgeleierten Video-Master mit verwaschenem, kontrastarmem Bild, verwackelt und voller Verschmutzungen. Wenn euch nach Welles ist und ihr "Citizen Kane" schon auswendig kennt, greift zu "Der Prozess". Dort gibt es neben einer irritierenden Kafka-Geschichte und einer intelligenten filmischen Umsetzung einen brillanten Anthony Perkins und einen sporadisch, aber gezielt auftretenden Welles - weniger ist mehr.

ungeprüfte Kritik

Der Prozess

Drama, Krimi

Der Prozess

Drama, Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Einmal nur habe ich diesen Film bisher gesehen, Jahre ist es her - und es geradezu beunruhigend, wie viel ich von ihm behalten habe. Kann man einem Film ein größeres Kompliment machen als dass er sich ins Gedächtnis eingebrannt hat? Über weite Strecken hält er sich genau an Kafka, von dem man doch eigentlich meinen sollte, dass er unverfilmbar wäre. Aber Welles scheiterte an Kleinigkeiten (Geld, Eitelkeit, Tod eines Hauptdarstellers, Diebstahl des Filmmaterials), nicht an der großen Unmöglichkeit dieses Filmes. Ein Film wie dieser hätte in den USA gar nicht entstehen können, er ist ganz und gar europäisch, trotz seines amerikanischen Regisseurs und seines amerikanischen Hauptdarstellers (der französisch sprach, als wäre er an der Seine geboren). Es gibt viele Dinge, die ich in dieser Besprechung anreißen könnte, aber mehr als das könnte es nicht werden. Darum - seht ihn euch an. Verwirrend, genial, deprimierend, feurig, düster, kraftvoll, provokant, markant. Seht ihn euch an!

ungeprüfte Kritik

Spione am Werk

Thriller, Krimi

Spione am Werk

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Wer von Clouzot nur "Lohn der Angst" kennt, könnte von diesem Film überrascht, ja erschreckt werden, denn auf den ersten Blick hat er nur wenig mit ihm gemein. Keine flirrende Hitze, sondern graue Innenräume; statt der scheinbar geradlinigen Erzählung mit der langen Exposition wird der Zuschauer schnell in die Verwirrung geworfen, aus der er nicht mehr entlassen wird. Schaut man etwas genauer hin, wird man der Gemeinsamkeiten gewahr: Keine Figur ist das, was sie zu sein scheint, innere Ruhe erscheint anfangs als Feigheit. Und letztlich ist "Spione am Werk" das Spiegelbild von "Lohn der Angst" ("Die Teuflischen" ist nicht nur dazwischen entstanden, sondern bildet formal auch den Mittelpunkt einer klaren Linie) - im einen Film sind allzu klare Situationen etabliert, aus denen sich keine Figur befreien kann, weil sie sie so klar sind, im anderen gibt es Verwirrungen, glasharte Brüche und Wirbel, denen sich auch keine Figur entziehen kann, WEIL sie so verworren sind. Ist es nun eine überdrehte Agentengeschichte, ein kafkaesker Alptraum - oder vielleicht sogar (wie Ustinov gegen Ende des Filmes es ja andeutet) wirre Fieberphantasie eines Irrenarztes, der den Boden unter den Füßen verloren hat? Wer Filme mit klarem Ende oder gar Lösungen liebt, sollte Clouzots letztes Meisterwerk meiden - denn er verweigert dem Zuschauer genau diese konsequent.

ungeprüfte Kritik

Die Teuflischen

Thriller, Krimi

Die Teuflischen

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Der Film verliert keine Zeit mit Einführung seiner Personen:Nach zwei Minuten (und einem Vorspann, dessen Musik nicht zufällig an "Psycho" erinnert - es wird bis zum Schluß die einzige bleiben) ist alles klar umrissen und man kann mit erschreckender Kälte zur Sache kommen. Von da an lässt Clouzot den Zuschauer nicht mehr los - er spielt mit dem "Kind, das bittet: Papa, mach mir Angst" (Zitat Clouzot) so grandios, wie es nur nóch Hitchcock konnte (der den Film bewunderte und ärgerlich war, daß ein Franzose diesen eigentlich für ihn geschriebenen Stoff perfekt umgesetzt hatte). Abgesehen davon, daß "Die Teuflischen" eine der Inspirationen für "Psycho" war, taucht hier eine Figur auf, die einem auch merkwürdig bekannt vorkommt: Charles Vanel als Inspektor A.D., mit zerknittertem Mantel, Zigarre und unerschütterlicher Ruhe ist zweifellos der Ahne von Kult-Figur Columbo. Übrigens: Auch das DVD-Cover führt in die Irre - es gibt hier keine untertitelten Szenen im Original, die DVD präsentiert die ungekürzte zweite Kinofassung.

ungeprüfte Kritik

Ohne Dollar keinen Sarg

Särge ohne Leichen - Der Kopfgeldjäger ...der keine Gnade kennt.
Western

Ohne Dollar keinen Sarg

Särge ohne Leichen - Der Kopfgeldjäger ...der keine Gnade kennt.
Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Zu den großen Italo-Western zählt dieser zweifellos nicht. Dafür bleibt noch nicht einmal die Geschichte lange genug im Gedächtnis, ebensowenig wie der eigentliche Hauptdarsteller Richard Wyler. Getragen wird der Film voll und ganz vom Debütanten Tomas Milian, der jedem Spaghetti-Fan ein Begriff sein dürfte. Sein Balanceakt zwischen Schurke und Identifikationsfigur hebt "The Bounty Killer" über das Mittelmaß hinaus. Die DVD bringt den Film (wie sich das gehört) in restaurierter Fassung heraus, allerdings mit merkwürdig verwischten Bewegungen (so also bekommen unsere mediterranen Nachbarn ihre Filme zu sehen). Allerdings hätte man sich doch die Mühe machen sollen, eine weniger beschädigte Kopie der relativ ungekürzten deutschen Fassung zu besorgen. Die alte Video-Fassung, die zusätzlich auf der DVD ist, ist maximal für den interessant, der wissen will, in welch hanebüchener Qualität der Film bisher auf Video zu sehen war. Summa summarum ein kurzweiliger Filmabend mit den Revolverhelden aus Italien - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

ungeprüfte Kritik

Django - 10.000 blutige Dollar

Zehntausend blutige Dollar
Western

Django - 10.000 blutige Dollar

Zehntausend blutige Dollar
Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Der Name Django ist wie üblich eine Erfindung des deutschen Verleihers - aber hier ist er nicht einmal so abwegig. Nicht nur durch die Besetzung von Loredana Nusziak wird ein Bogen zum Original von Corbucci geschlagen - fast könnte dieser Film die Vorgeschichte zu "Django" sein. Hin und her gerissen bin ich zwischen Begeisterung und Abscheu. Es gibt schon einige recht perverse Szenen in diesem Film, geradezu nekromantisch, aber die düstere, melancholische Musik von Nora Orlandi holt wieder viel heraus. Hauptdarsteller Garko (Gary Hudson) kann seinem Spielpartner Camaso (eigentlich Claudio Volonte, der kleine Bruder von Gian Maria) nicht im Entferntesten stand halten, zählt aber zu den arrivierten Western-Gesichtern. Im Vergleich zu seinem Produktionszwilling "Django, der Bastard" schneidet dieser auf jeden Fall besser ab und bekommt von mir (gerade so) die Wertung "gelungen".

ungeprüfte Kritik

Sartana - Noch warm und schon Sand drauf

Western, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
"Gruezi Gott, Frau Stirnima" - wenn ein italienischer Pistolero mit diesen Worten auftritt, weiß der kundige Filmzuschauer, dass hier die Blödelbarden Brunnemann & Brandt ("Die Zwei") zugeschlagen haben, die unzählige Italo-Western auf deutsch bearbeiteten. Für einen alkoholischen Abend ist diese Methode ein wahrlich passendes Unterfangen, allerdings verzerrt sie den Streifen, der im Original zumindest eine Gratwanderung zwischen Komik und Coolness sein sollte (und das auch gar nicht übel bewältigt), komplett in Richtung Komödie. Dabei hat Garko in der Titelrolle hier durchaus an Souveränität gewonnen, was dem Film (der natürlich nur ein Mindestmaß an wirklicher Handlung hat) gut tut. Amüsant ist das Geschehen um Sartana durchaus, aber es bewegt sich nur im guten Mittelfeld. Wenn man allerdings gerade auf dem Italo-Trip ist, geradezu ein Muss.

ungeprüfte Kritik

Sartana - Töten war sein täglich Brot

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Trash - das ist die richtige Bezeichnung für diesen Film (und für die anderen Sartana-Streifen). Dass Gianni Garko ein etablierter Theaterschauspieler gewesen sein soll, fällt schwer zu glauben, wenn man seine grauslige Vorstellung sieht - Frank Wolff und sogar Klaus Kinski (der reichlich gelangweilt wirkt) spielen ihn mit Schmackes an die Wand. Aber Feinheiten sind in diesem Film sowieso nicht gefragt: die Kamera zoomt und wackelt, alle Charaktergesichter der 2. Reihe des italienischen Filmes scheinen hier versammelt, die Musik schreit in halb ironischer, halb ernst gemeinter Manier alle möglichen Klischees heraus. Zeitgleich drehte Parolini, der Regisseur des ersten Sartana-Filmes, seinen ersten "Sabata", der in vielen Details eine bemerkenswerte Ähnlichkeit besitzt, aber doch weitaus feinsinniger und stilvoller ist. Stil hat "Sartana - Töten war sein tägliche Brot" nicht, aber man kann seinen Spaß damit haben (der sich allerdings proportional zum Alkoholpegel erhöht). Zweifellos einer der Filme, die Quentin Tarantino schätzt.

ungeprüfte Kritik

Ein Halleluja für Camposanto

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Er sieht aus wie Sartana, er kleidet sich wie Sartana - Camposanto (Gianni Garko) wäre Sartana, würde er sich nicht in einer ungewohnten Umgebung bewegen. Als "Kindermädchen" zweier couragierter, aber gnadenlos naiver Greenhorns muss er sich mit manchen Schwierigkeiten herumschlagen, die der schwarze Taschenspieler niemals zu bewältigen hatte. Das erinnert nicht zufällig an "Verflucht, verdammt und Halleluja" - das Drehbuch stammt ebenso von Enzo Barboni. Und es hat sicher Regisseur Carnimeo gut getan, dass er es inszenieren durfte, denn dieser Film überragt seine anderen (inklusive der Sartana-Filme) um Längen. Sogar der sonst so hölzerne Garko macht einen entspannteren Eindruck. An seiner Seite verschmitzt und cool William Berger, eine schöne und (bei Camposantos Thema) überraschend wehmütige Musik von Bruno Nicolai - kein bedeutendes Werk, aber ein Film, der viel (vielleicht manchmal etwas zu viel) bietet - Grund genug, ihn auszuleihen.

ungeprüfte Kritik

Yankee

Western

Yankee

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Die Inhaltsbeschreibung klingt gewöhnlich - ein Dutzenwestern wohl. Aber ein Blick auf den Regisseur lässt an diesem schnellen Urteil zweifeln. Mag man zu Tinto Brass stehen wie man will, aber wenn der Experimentator des Erotikfilmes einen Spaghetti-Western dreht, macht das zumindest neugierig. Tatsächlich hat dieser Film einige ungewöhnliche Elemente, die ihrer Zeit weit voraus waren. In der Frühphase des eigentlichen Italo-Westerns präsentiert er Gegenlichtaufnahmen, Schattenrisse und ein mitunter elegisches Tempo, wie sie in der Spätphase der Mittsiebziger typisch waren, aber 1966 einmalig. Zudem ist der kantige Philippe Leroy (bekannt aus "Sandokan" und "Leonardo da Vinci" ein eher kauziger und wunderlicher Held, keineswegs so betont (dressman-)dreckig wie vieler seiner Kollegen. Die Handlung bleibt gewöhnlich, aber spielt das beim Italo-Western nicht ohnehin oft eine untergeordnete Rolle? Die Form macht dieses Genre ansprechend - und die Form lohnt in diesem Fall.

ungeprüfte Kritik

Das Rattennest

Nach dem Roman von Mickey Spillane.
18+ Spielfilm, Krimi

Das Rattennest

Nach dem Roman von Mickey Spillane.
18+ Spielfilm, Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 19.01.2013
Gut, und jetzt mal eine etwas seriösere Kritik (s/w als Argument GEGEN einen Film anzuführen, zeugt nicht von großer Kompetenz).
Aldrichs zweiter Film kämpft mit dem Problem, das viele Film noir der 50er Jahre haben: Die allzu trashige Handlung, die kriminalistische Kombination zunehmend durch Brutalität ersetzt. Aldrich trat die Flucht nach vorn an, indem er Logik gänzlich ignorierte und die Brutalität auf ein für die Entstehungszeit erstaunliches Maß anhob. Gerade das absurde Ende ist faszinierend und abstoßend zugleich (sicher, wer an bluttriefende Splattermovies gewöhnt ist, dem kann es nichts bieten, aber andere Zuschauer wird das irritierende Moment sicher im Gedächtnis bleiben). Ein sehr widersprüchlicher und in sich zerrissener Film, mehr Wagnis und Experiment (eins, das nicht völlig geglückt ist), aber dadurch interessant - wenn man einen Kopf zum Denken hat.

ungeprüfte Kritik

Straßenfeger 33 - Das grüne Ungeheuer + Feuerdrachen

Serie, Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 17.09.2012
Diese Veröffentlichung war, nachdem (fast) alle anderen Mehrteiler von Rudi Kurz bereits herausgebracht wurden, mehr als überfällig: "Das grüne Ungeheuer" ist eine DER Straßenfeger des DDR-Fernsehens und ein schlagender Beweis, dass auch die DEFA das Genre des Abenteuerfilms beherrschte (wenn sie den richtigen Leuten die Verantwortung in die Hand gab). Rudi Kurz brachte ein Tempo auf Kinoniveau und eine ungewohnte Härte (die Todesszene von Steve, auch wenn sie sich nur im Gesicht von Erik S. Klein abspielt) ins deutsche Fernsehen (Ost wie West), die auf Jahre nur selten wieder erreicht wurden - kein Wunder, dass schon nach wenigen Monaten der Film seinen Weg in die Kinos fand. Schmissig ist die Musik von Wolfgang Hohensee, malerisch der Balkan, der Südamerika doubelte. Das ganze große Plus jedoch sind (wie so oft) die Schauspieler - pralle Saftgestalten, die ihren Figuren Leben und Zwischentöne verleihen: Jürgen Frohriep als kantiger, zweifelhafter Hüne, Erik S. Klein und Gerd Ehlers als amoralische Schurken, die mit leichter Hand und Leutseligkeit Sympathien tückische Sympathien wecken, Fred Düren, der mit geringsten Regungen den Kontrollverlust spürbar macht. Wer klassische Unterhaltung mit großartigem Schauspiel liebt und sich nicht an der unangenehmen (aber sehr kurzen) tendenziösen, verkitschten Rahmenhandlung stört, ist bei dieser DVD genau richtig.
Weniger beeindruckend ist "Feuerdrachen" - ein Nachklapp zur erfolgreichen Serie "Das unsichtbare Visier", der ursprünglich auch unter diesem Titel laufen sollte, aber aus politischen Gründen unauffällig als Einzelfilm verheizt wurde. Die Ähnlichkeiten sind trotzdem unübersehbar, auch die Schwächen, die sich schon in den letzten offiziellen Teilen gezeigt hatten. Fans der Reihe sollten ihn nicht auslassen, aber andere Zuschauer werden wenig daran finden.

ungeprüfte Kritik

Kerabans phantastische Reise

Kids, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 17.07.2012
Uneingeschränkt zu empfehlen! Der Name Manfred Grätz bürgt für qualitativ hochwertigen Puppentrickfilm und gleichzeitig Treue zum Original (bestes Beispiel: "Die Spur führt zum Silbersee"). Mit diesem Film gab er den Staffelstab an Manfred Durniok weiter, der ein würdiger Nachfolger wurde. Spannend, witzig, mit erstaunlicher Charakteranimation - ein perfektes Vergnügen für Erwachsene und Kinder, die mit diesem (und anderen Filmen der gleichen Reihe) hervorragend an den Meister der Science-Fiction herangeführt werden können. Hoffen wir, dass bald auch "Von der Erde zum Mond" auf videobuster entleihbar ist.

ungeprüfte Kritik

Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Der letzte gemeinsame Auftritt von Winnetou und Old Shatterhand hat immerhin eines auf seiner Seite - er wahrt die Charaktere weitaus mehr, als es die letzten Produktionen getan hatten. Mit dem angeblich zugrunde liegenden Buch hat er natürlich nichts zu tun, sondern ist eindeutig ein Remake von "Der Schatz im Silbersee". Schablonenhaft ist er allerdings, aber die Inszenierung von Harald Reinl holt doch noch einiges aus dem (wieder einmal!) langweiligen Drehbuch von Herbert "Derrick" Reinecker (der sich hinter dem Pseudonym Alex Berg versteckte) heraus. Wunderschöne Musik von Martin Böttcher, aber alles mindestens eine Nummer kleiner als in den ersten Filmen (Clarke Reynolds kann nicht mit Terence Hill oder gar Götz George mithalten, Vojo Govedariza nicht mit Gojko Mitic und Rik Battaglia war schon zu oft der Schurke). Wenn man gerade im May-Fieber ist, sollte man sich auf keinen Fall von diesem Film abhalten lassen, den eines hat er (wenn auch nur in Restbeständen) immer noch: Flair.

ungeprüfte Kritik

Die Pyramide des Sonnengottes

Western, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Kaum konnte man glauben, daß nach dem recht schwachen ersten Teil der zweite noch abfallen könnte, aber so ist es leider. "Die Pyramide des Sonnengottes" bietet außer dem originellen Titel-Bau kaum etwas, das den Film sehenswert macht. Das Drehbuch besteht aus zerrupften Aktionen ohne Sinn - rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln - und aus zumeist dümmlichen Dialogen. Die Schauspieler bieten Schmierentheater und sowohl Musik als auch Kampfszenen kennt man schon aus dem ersten Film. Daß auf DVD eine Kopie mit miserabler Tonqualität zu finden ist (die letzten ZDF-Ausstrahlungen waren deutlich besser) fällt dadurch schon gar nicht mehr ins Gewicht. Von einmaliger Dümmlichkeit ist auch das Interview, das sich als Extra auf der DVD befindet, aber damit gibt es zumindest ein homogenes Bild.

ungeprüfte Kritik

Der Schatz der Azteken

Abenteuer, Western

Der Schatz der Azteken

Abenteuer, Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Es ist schon manche Filmmusik recht verräterisch gewesen - und auch "Der Schatz der Azteken" hat dieses Schicksal erlitten. Schon die ersten Töne der allzu simplen Titelmelodie verraten, daß hier keine Meister am Werk gewesen sind. Umso schmerzlicher die Erkenntnis, daß Alt-Meister Robert Siodmak hier auf dem Regiestuhl saß, von dem nicht nur Meisterwerke, sondern auch der nicht bedeutende, aber großartige May-Film "Der Schut" stammen. Aber in dem Bemühen, einen aufwendigen Abenteuerfilm herzustellen, ist Produzent Brauner in die falsche Richtung geprescht. Viele Aktionen, wilde Grimassen und mittendrin ein Star, der wie eine Marmorstatue wirkt, aber bei etwas feinerem Spiel doch leicht überfordert ist - garniert mit Musik, die von überall her geklaut ist (vor allem vom italienischen Sandalenfilm) und sich in enervierendem Maße wiederholt. Das klingt alles nach einem ziemlich miesen Film. Ja - aber das heißt nicht, daß er nicht irgendwo auch unterhaltsam ist. Zumindest findet man zwischen all dem Kitsch und hanebüchenen Dialogen immer wieder einen Brocken echten May (was keineswegs selbstverständlich ist); zudem tauchen achtbar dargestellte historische Figuren (durchaus ambivalent gezeichnet) auf, die für Kurzweil sorgen. Ansonsten sieht man dem Film seine katastrophalen Produktionsbedingungen an - diese fürchterlichen Atelier-Aufnahmen. Trashig - das ist die richtige Bezeichnung für den ersten Karl-May-Film der 60er, der keine Goldene Leinwand ergattern konnte. Und in diesem Begriff steckt heutzutage ebenso viel Negatives wie Positives.

ungeprüfte Kritik

Der Schut

Abenteuer

Der Schut

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Eine der besten Karl-May-Verfilmungen und zweifellos das im Abstand beste Konkurrenzprodukt zur legendären Winnetou-Serie der Rialto: recht nah am Original, gut gespielt, mit toller Musik und trotz der Laufzeit von zwei Stunden keine Minute langweilig. (Man sollte nur keine großen Erwartungen in den Namen >Siodmak< setzen - straff inszeniert, aber unter seinen Möglichkeiten.) Und endlich ist auch er auf DVD zu sehen. Keine rotstichigen, ausgeleierten Video-Bilder mehr, nein - tolle Bilder direkt vom Original (wirklich vom Original: im Vorspann wird Marie Versini falsch als "Maria" geführt - ein Lapsus, der bei späteren Kopien durch neue Vorspänne korrigiert wurde) mit leuchtenden Farben und - das wars. Keine Extras. Ein bißchen enttäuscht das schon, wenn man bedenkt, daß für die Rialto-Serie erst von Kinowelt, dann von UFA mit Extras nicht gespart wurde. Naja, es geht ja um den Film. Und den mal so zu sehen, wie er gedacht war, lohnt auf jeden Fall die Entleihe.

ungeprüfte Kritik

Winnetou und sein Freund Old Firehand

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Laut Titel spielt Winnetou hier eine Hauptrolle? Lüge!! Der komplette Film ist abgestellt auf einen Hauptdarsteller, der trotz seiner langen Karriere noch einen Film wirklich auf seinen breiten Schultern tragen konnte. Der "Kanada-Cow-Greis" Rod Cameron war die denkbar schlechteste Besetzung für den charísmatischen Old Firehand, das Drehbuch miserabel, und der geniale Peter Thomas hätte lieber die Finger von einer Western-Musik lassen sollen. An diesem Film gibt es nun wirklich nichts Interessantes.

ungeprüfte Kritik

Der Ölprinz

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
"Hier wird auf Sparflamme gekocht - sogar im wörtlichen Sinne" schrieb ein Buchautor über diesen Film - und meinte damit die unsäglichen Rückpro-Aufnahmen des Ölbrandes zu Anfang des Filmes. Leider hatte er recht. Spätestens ab hier ging es steil bergab mit den Karl-May-Filmen. Nur Bruchstückchen des Maysters sind zu erkennen, aber selbst die sind nicht immer dramaturgisch sauber verarbeitet. Zudem griff Dengers Drehbuch ein Element des (sehr guten) Vorgängers "Unter Geiern" auf und wirtschaftete es hier und mit den folgenden Filmen herunter: Indianer wird getötet, Verwandter schwört Rache und wird erst zum Schluß des Films bekehrt. Immerhin ist "Der Ölprinz" nicht unbefriedigend dank des Titelhelden (herrlich "ölig": Harald Leipnitz) und einiger anderer Darsteller (u.a. Mario Girotti alias Terence Hill), und Martin Böttchers Musik sorgt auch für einiges Tempo. Ordentlich, aber nicht mehr.

ungeprüfte Kritik

Old Surehand

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Die Karl-May-Welle hatte ihren Zenit längst überschritten, und "Old Surehand" merkt man dies am deutlichsten an, ohne daß er gleich ein schlechter Film geworden wäre. Wieder einmal wurde durch das Drehbuch extrem viel verspielt - alle Winnetou-Filme des Jahres 1965 haben exakt den selben Inhalt: Häuptlingssohn wird ermordet, Häuptling schwört Rache, Winnetou und sein weißer Freund bringen rechtzeitig den wahren Mörder. Die einzige Abweichung besteht hier darin, daß Winnetou nur recht wenig mit der Affäre zu tun hat, er tritt erst nach der knappen Hälfte des Filmes auf! Die Fans waren zu Recht verstimmt und straften den Film mit Nichtachtung - obwohl als 1.Teil ausgewiesen, folgte nie ein zweiter - immerhin auch eine Würdigung der Filmgeschichte wert. Sieht man über all das hinweg, bekommt man zumindest einen Western zu sehen, der gediegen gearbeitet ist, vor allem die Inszenierung hat Kraft und Tempo. Fluch über das Drehbuch ...

ungeprüfte Kritik

Winnetou und das Halbblut Apanatschi

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Es begann so abwechslungsreich - ein Kind, das von einem Adler attackiert wird, eine schnippische Titelheldin, zwei Trapper, die durch das Gold von Freunden zu Feinden werden; aber nach zwanzig Minuten ist's vorbei - dann wird nur noch geballert und gesprengt. Ein heilloses Wirrwarr hat der Vielschreiber Denger da angerichtet, laut, aber nicht spannend. Schlimmer ist jedoch, daß die gewaltlosen May-Helden Winnetou und Old Shatterhand Sprengsätze en masse schleudern und Shatterhand zu "guter" Letzt sogar einen Banditen in den Rücken schießt. Daß dieser ärgerliche Film überhaupt noch Mittelmaß ist, liegt an der besten Musik, die Martin Böttcher seit "Unter Geiern" komponierte, am explosiven Götz George und an Uschi Glas (die schließlich nicht immer die Ausstrahlung von Seife hatte).

ungeprüfte Kritik

Unter Geiern

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Die Karl-May-Leser waren geschockt, als Old Surehand das erste Mal auf der Leinwand erschien: Er war viel zu alt, viel zu lässig und humorvoll und hatte außerdem in der Geschichte "Unter Geiern" überhaupt nichts zu suchen. Nun ja, Lex Barker war verhindert und Ex-Hollywood-Star Stewart Granger wollte sich gut in Szene setzen.So wurde aus Surehand ein augenzwinkernder Westerner, der mit Karl May nichts gemein hat. Was hier jedoch etwas verspielt wurde, wird durch die Indianerszenen wieder reingeholt - der Drehbuchautor der Winnetou-Trilogie hatte hier seine kompetente Hand im Spiel, ohne genannt zu werden. Götz George (ironischerweise nur zweite Wahl für die Rolle) bringt den Film mit seinem Temperament ordentlich auf Touren (besonders die Szene in der brennenden Farm bietet wirklich gutes Schauspiel), Martin Böttcher komponierte eine seiner schönsten Musiken, und den jungen Terence Hill (damals noch als Mario Girotti) kann man in seiner zweiten Western-Rolle erleben; vor allem aber sei auf die erklecklich große Rolle von Georg (! alias Gojko) Mitic hingewiesen. Regisseur Vohrer machte aus seinem Western-Debüt einen sehr ansprechenden Film, der wieder einmal beweist, daß sauberes Handwerk nicht hoch genug einzuschätzen ist. Die DVD bietet zudem, was das Fernsehen bis heute (!) versäumt - ungekürztes Vergnügen.

ungeprüfte Kritik

Der Schatz im Silbersee

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Startschuß für eine Kultserie - die Fans streiten, ob er oder "Winnetou 1" der beste Karl-May-Film ist. Doch selbst der "Schatz" trägt (wenn man objektiv ist) schon den Keim des Niedergangs der Serie in sich: Streckenweise hat das Drehbuch wenig mit der Erzählung zu tun, legt zuviel Wert auf die Weißen - eine Westernstadt wie die hier gezeigte gibt es in keinem May-Buch. Diese nicht unberechtigte und oft geäußerte Kritik sollte aber nicht vergessen machen, daß immerhin eine straffe und spannende Fabel gestrickt wurde, die den Geist des Maysters wahrt. Über jeden Zweifel erhaben sind die rasante, beispielhafte Inszenierung, die grandiose Musik und die perfekt ausgesuchten Schauspieler, besonders Herbert Lom (der sich als Anglo-Tscheche selbst synchronisierte) und Götz George verdienen spezielles Lob. Kein Anspruch, keine hohe Kunst - und trotzdem: das ist großes Kino in seiner ursprünglichsten Art.

ungeprüfte Kritik

Winnetou 3

Western

Winnetou 3

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Der dritte Teil der Trilogie ist leider bei weitem nicht mehr auf der Höhe der früheren Filme. Schablonen an allen Ecken und Enden, und gegen Ende mangelt es heftig an Einfällen und macht den guten Eindruck der ersten Hälfte (mit neuen Drehorten und originalen May-Motiven) zunichte. Statt eines wirklich großen Finales, welches der edle Apache verdient hätte, verdröselt sich der Film im Kitsch. Schade, schade ...

ungeprüfte Kritik

Winnetou 2

Western

Winnetou 2

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Geht man nur nach der Originaltreue, wenn man Literaturverfilmungen beurteilt, ist der Titel blanker Etikettenschwindel - mit dem gleichnamigen Buch von Karl May hat der Film praktisch nichts zu tun; lediglich das Motiv von Winnetous unerfüllter Liebe wurde übernommen (die im Buch zudem nur kurz erwähnt wird) sowie der Ölbrand. Was allerdings sehr gut eingefangen wurde (und das unterscheidet diese Produktion von vielen späteren) ist sowohl der humanistische Geist Mays wie auch das romantische Flair des ersten Teils. Liebevoll ausgestattet im Detail, aufwendig und spannend - was will man denn mehr von einem Abenteuerfilm erwarten? (Vielleicht doch ein wenig mehr originalen May.) Interessant am Rande: die erste größere Indianerrolle des Sportstudenten Gojko Mitic, der als Weißer Rabe so grimmig sein durfte wie danach nie mehr.

ungeprüfte Kritik

Winnetou 1

Western

Winnetou 1

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Pierre Brice vermisste "Räsbägt"? Von wegen. Ohne die Blutsbrüder hätte es Abahachi und Ranger ("Schuh des Manitou") nie gegeben - und ihren Erfolg an der Kinokasse schon gar nicht. Dies wäre also das Vorbild: einer der drei besten Karl-May-Verfilmungen und (in der zweiten Hälfte) dazu noch erstaunlich originalgetreu. Perfekt besetzte Schauspieler, eine schmissige Regie, grandiose Bilder und eine geniale Musik - Herz, was willst du mehr? Richtig, endlich eine unverstümmelte Fassung. Und dank DVD ist sie jetzt endlich zu sehen, noch dazu in guter Bildqualität (erstaunlich, was aus der doch recht abgelagerten Kopie herausgeholt werden konnte, denn das Originalnegativ ist durch die drastischen Kürzungen irreparabel geschädigt). Lausig dagegen ist die Tonqualität (es ist eben doch nur eine Kopie) und die Extras sind auch eher lachhaft. Aber wer will sich beschweren, schließlich geht es um den Film. Und der ist sein Geld ebenso wert wie die Zeit, die man sich nehmen sollte.

ungeprüfte Kritik

Robin Hood in der Stadt des Todes

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Ein wenig seltsam gewandet ist der sonst so vertraute Robin Hood in diesem Film - er erinnert eher an Zorro. Kein Wunder, der deutsche Titel ist dummer Etikettenschwindel, und "Kavalier mit der schwarzen Maske" (so der TV-Titel) entstand zudem als Parallelproduktion zu "Zorro gegen Maciste". Leider fehlt dem vorliegenden Film die (gewollte?) Ironie des "Bruders" - das einzig Interessante, was er zu bieten hat, ist Pierre Brice mal nicht mit Silberbüchse, sondern mit silbernem Degen. Immerhin, er schlägt sich wacker damit, und auch seine "Doppelrolle" als verweichlichter Jung-Adliger ist ordentlich ausgespielt. Ansonsten wird dem Zuschauer genau das geboten, was man von einem italienischen Abenteuerfilm erwarten kann: eine Heldin, deren blondes Haar das Strahlendste an ihr ist, finstere Schurken, die mit typisch spanischem Temperament mit den Armen fuchteln, Degenkämpfe zuhauf und eine plakativ spanische Musik. Nett, nicht mehr.

ungeprüfte Kritik

Zorro gegen Maciste

Kampf der Unbesiegbaren - Der Rächer mit der Maske begegnet dem stärksten Mann der Welt!
Abenteuer

Zorro gegen Maciste

Kampf der Unbesiegbaren - Der Rächer mit der Maske begegnet dem stärksten Mann der Welt!
Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.03.2012
Der Sandalenfilm lag in den letzten Zügen, ebenso die Mantel-und-Degen-Filme - so kamen die Produzenten dieses Filmes auf die Idee, beide Genres miteinander zu verbinden, um zwei Publikumsschichten gleichzeitg ins Kino zu locken. Nur bedachten sie nicht, dass beide Genres das selbe Publikum anlockten - und so wurde nichts daraus. Statt dessen brachte man sich selbst in die Zwickmühle, dass man nicht beide Helden gemeinsam gegen die Schurken antreten lassen konnte - die Übermacht wäre zu stark und der Film schnell zu Ende. Einen zum Schurken zu machen, konnte man sich aber auch nicht leisten, um die Zuschauer nicht zu verprellen. Also verfiel man auf eine Idee, die den Kern des Parodistischen in sich trägt: Muskelprotz Maciste ist ein Naivling, der sich irreleiten lässt, Zorro stolpert im Wortsinne über seine eigene Selbstverliebtheit. Darin liegt der Reiz dieses doch eher gewöhnlichen Abenteuerfilms. Äußerst mangelhaft ist allerdings die Qualität der DVD - gemastert von einer flackernden Kopie, die starke Kürzungen aufweist und lieblos synchronisiert wurde. Man hätte besser auf die DDR-Synchronisation zurückgreifen sollen, die weitaus witzigere Dialoge aufwies, ungekürzt war und sogar eine viel bessere Bildqualität hatte.

ungeprüfte Kritik

Präriejäger in Mexiko

Die zweiteilige Karl-May-Verfilmung
Abenteuer, Western, Deutscher Film

Präriejäger in Mexiko

Die zweiteilige Karl-May-Verfilmung
Abenteuer, Western, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 26.01.2012
Die DEFA verfilmt Karl May. Ach hätte sie sich doch früher darauf besonnen, als es noch fürs Kino geschehen wäre und in berufeneren Händen als denen von Hans Knötzsch, der in seiner Rolle als Pirnero zwar komisches Talent beweist, als Autor und Regisseur aber versagte. Keine Spannung, kein Tempo, nicht einmal dramatische Geschlossenheit. Dass ich überhaupt noch drei Punkte vergebe, ist wohl ein Stückchen Ostalgie und außerdem dem tapferen (eher vergeblichen) Kampf der Schauspieler Niemczyk (bewährter Schurke, aber schon zu alt für seine Rolle), Siebenschuh und Schubert (in ihren Szenen prickelt's endlich mal, sie waren ganz offensichtlich ein tolles Team), Schröder (der als Lord Lindsay beweist, dass seine Palette mehr umfasste als Herr Fuchs & Pittiplatsch) und natürlich Knötzsch als sächsisches Original.
Sollte man als May- ebenso wie als DEFA-Fan mal gesehen haben, aber mit dem zweiten Mal kann man sich Zeit lassen ...

ungeprüfte Kritik

Der Scout - Tausend Mustangs und ein Häuptling

Western, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 26.01.2012
Der letzte wirkliche Indianerfilm der DEFA hatte einen schweren Stand im Kino - gegen die legendären Winnetou-Filme kam er nicht an. Und so verlief er sein potentieller Erfolg im Sande - zu Unrecht.
Sicher hat er dramaturgische Schwächen - zu episodisch ist das Drehbuch, zu wenig verfolgt es einen wirklichen Bogen. Und sehen die meisten Indianer etwas zu asiatisch aus (was immerhin eine interessante und gar nicht so falsche Variation ist), passt Mitteleuropäer Gojko hier nun überhaupt nicht hinein.
Auf der Habenseite befinden sich großartige schauspielerische Leistungen von Jürgen Heinrich und Klaus Manchen (ein kluger und besonnener Schurke, wie man ihn seit Mario Adorf nicht mehr gesehen hat) und die schmissige Musik von Karl-Ernst Sasse. Äußerst geschickt auch die Kameraführung von Otto Hanisch, der das Problem, aus wenigen hundert Ponys (nach Wolfsattacken wurde ein Großteil der Pferde von den verängstigten Besitzern zurück gezogen) eine Herde von 2000 Mustangs zu machen, bravourös löste.
Ein spannender Abschluss der Kinoreihe (sieht man vom in jeder Hinsicht missglückten "Atkins" ab) und damit weitaus würdiger als seine drei Vorgänger.

ungeprüfte Kritik