Kritiken von "spiegelblicke" aus Krefeld

Der unsichtbare Gast

Thriller, Krimi

Der unsichtbare Gast

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 30.11.2024
Überzeugendes Krimi-Rästel mit Thriller- wie auch leichter Dramanote, kontunierlich spannend und mit dem gewissen Charme spanischer Publikationen überzeugt "Der unsichtbare Gast" nahezu auf ganzer Linie. Glaubwürdig agierende Darsteller, konstante Spannung und genug Wendungen, um den Zuschauer immerfort bei Laune zu halten und ins Grübeln zu versetzen. Auch über den Abspann hinaus gibt es genug, um sich zu fragen, ob dies alles so oder vielleicht doch anders gewesen ist - die Raffinesse des Vorausgegangenen reißt de facto mit und verblüfft auf mehreren Ebenen. Für mich ein zweifellos großartiger Film.

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Ultimatum - Die Bombe tickt

Krimi, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 25.11.2024
Luis Tosar überzeugt mich auch hier durch seine gegebene Authentizität, sorgt jedoch nicht zuletzt das Drehbuch für nahezu anhaltende Spannung und einem furiosen Mix aus Thrill und Drama.

Obzwar die hinterlegte Handlungsbeschreibung nahezu den kompletten Film vorwegnimmt, bleibt "Ultimatum" durchgängig atmosphärisch und fesselnd. Die unterschiedlichen Blickwinkel verschiedenen Beteiligter runden das Filmerlebnis ab, während an überzeugenden Effekte nicht gespart wurde.

Obschon man den Ausgang erahnt, sorgen vermeintliche Randentwicklungen für besonderen Nervenkitzel wie auch Nachwirkung.

Insgesamt nahezu vollends überzeugend.

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Rippy

Das Killerkänguru
Horror, Thriller

Rippy

Das Killerkänguru
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 25.11.2024
Lobenswert inmitten von "Rippy" sind die für solcherlei Filme durchaus gelungenen Figurenzeichnungen; erfährt man hier über einzelne Beteiligte ein wenig Hintergrundwissen, Vergangenheit und kann somit einzelne Beweggründe nachvollziehen. Dementgegen wirkt die Protagonistin Maddy leider etwas unsympathisch, allzu naiv und zugleich zu plötzlich zu heldenhaft. Auch hätte ich mir hinsichtlich des mordenden Kängurus - so banal das nun klingen mag - ein wenig mehr Glaubwürdigkeit erhofft. Der typische Ansatz hinsichtlich "Chemikalien im Wasser" mag einerseits ausgelutscht sein, andererseits wirkt es diffus, dies lediglich am Rande zu erwähnen und an keiner weiteren Stelle hierauf einzugehen. Die große Frage, warum das zombieske Känguru das einzige Tier ist, was erkrankt ist, während man ohnehin kein anderes Känguru überhaupt zu Gesicht bekommt.. nunja. Überdies bleibt vieles zu dunkel und zu hektisch gefilmt, verwackelt und kaum erkennbar - eine nette Idee somit für Tierhorrorfans, jedoch meiner Meinung nach schlechter als "Slotherhouse".

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The Thing - Das Ding aus einer anderen Welt

Science-Fiction, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 23.11.2024
Trotz des Alters nach wie vor spannender, fesselnder und mitreißender Film mit glaubwürdigen wie - für zartbeseitete - teilweise herausfordernden Effekten.

Die darstellerischen Leistungen überzeugen ähnlich wie die Story an sich; gewiss mag das ein oder andere für den heutigen Zuschauer vorhersehbar gewesen sein, dennoch entsteht in "The Thing" eine klaustrophobisch-bedrohliche Stimmung, die nach wie vor funktioniert.

Mehr oder minder ein Klassiker, den man sich alle Jahre wieder einmal anschauen kann.

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AfrAId

Vorsicht was du hereinlässt.
Thriller, Horror

AfrAId

Vorsicht was du hereinlässt.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 23.11.2024
Zuschauer, die unter dem Genre "Horror" ausschließlich Geister, Dämonen, Fabelwesen & Co erwarten und mit dem Begriff des zwischenmenschlichen Horrors nichts anfangen können ,werden von "Afraid" gewiss mehr oder minder zwangsläufig enttäuscht sein, sofern man nicht offenherzig genug ist, sich kurzerhand auf etwas anderes einzulassen. Filme rund um die Bedrohlkeit zunehmenden Einsatzes von KI gibt es nicht erst seit Will Smith - "Afraid" geht jedoch noch einen ganzen Schritt weiter, was sich erst zum Ende des Gesamtwerkes vollstländig offenbart. Insgesamt ist die Erzählweise eher locker und wirkt leider bei durchaus ernsten Themen (Stichwort: Verbreitung manipulierter privater Fotos) etwas zu verharmlosend. Dennoch vermag der Zuschauer die Bedrohlichkeit von Aia zu spüren, ist die Freigabe ab 12 Jahren meiner Meinung nach ein guter Ansatz, um jüngere Gucker buchstäblich vor Augen zu führen, wie bereitwillig abhängig sie sich selbst von Tablet, Smartphone und KI macht.

Trotz winziger Kritikpunkte meinerseits, nicht zuletzt hinsichtlich der etwas zu übereilten Entwicklung, empfand ich "Afraid" als durchaus gelungen und werde mir diesen gewiss erneut anschauen.

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Blink Twice

Zweimal blinzeln, wenn ich in Gefahr bin.
Thriller

Blink Twice

Zweimal blinzeln, wenn ich in Gefahr bin.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.11.2024
Durch den Trailer mag der ein oder andere Interessant an eine Art Zeitensprungfilm denken - die schriftliche Triggerwarnung vor Beginn des Filmes hingegen deutet bereits das an, was inmitten von "Blink Twice" als Offenbarung auf den Zuschauer lauert.

Absurde Komik bishin schwarzhumorige Tendenzen unterstreichen die trügerische Partystimmung, steht hier vor allem Frida im Fokus - die darstellerische Leistung dieser Figur ist grandios, während sich die Atmosphäre nahezu dauerhaft auflädt und den Zuschaucher aus verschiedenen Perspektiven immer wieder kalt erwischt.

Die absolute Wirkung verpufft leider ein wenig durch vorgenannte Triggerwarnung, ahnt der aufmerksame Zuschauer somit leider zu schnell das ein oder andere - wird jedoch dessen ungeachtet von weiteren Finessen mitgerissen.

"Blink Twice" fängt die Mischung eines nach außen wirkenden "who cares" Sorglosurlaubs, der längst nicht so spritzig-bunt ist, wie die Beteiligten sich dies erhoffen, auf perfektiöse Weise ein - das filmische Ende mag nicht jedem zusagen, hat dieses jedoch unbestreitbar seinen eigenen Charme.

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Haus aus Glas - Die sechsteilige Mini-Serie

Intensives Familiendrama mit Thriller-Elementen.
Drama, Serie

Haus aus Glas - Die sechsteilige Mini-Serie

Intensives Familiendrama mit Thriller-Elementen.
Drama, Serie
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.11.2024
"Haus aus Glas" ist trotz einiger schwieriger, tiefgreifender Themen ab 12 Jahren freigegeben, was sich durch die kaum je ernsthaft bedrohliche Atmosphäre auch erkennen lässt. Ingesamt haben die einzelnen Folgen "Lindenstraßen"Niveau, was nicht mal als Kritik gemeint ist - die unterschiedlichen Persönlichkeiten wirken glaubhaft dargestellt, die Darsteller überzeugen durch ihre Natürlichkeit. Die Spannung ist von Folge zu Folge konstant, gilt es immer wieder ein weiteres Geheimnis inmitten der Familienkonstellation zu entdecken.

Zum Schluss hin passiert gewiss vieles auf einmal, wirkt "Haus aus Glas" sodann einerseits auch recht überladen-melancholisch, passt andererseits jedoch wiederum alles zusammen. Die letzte Folge endet für meinen Geschmack etwas zu offen, ist man schlussendlich hier nicht schlauer als bei der Folge zuvor - insgesamt hätte "Haus aus Glas" an vielerlei Stellen gewagter, intensiver und verstörender werden dürfen, fühlt sich das fiktive Entführungs-Nachwirkungsdrama leider etwas zu soft an.

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They See You

Man kann sie nicht sehen, aber sie sehen alles. Nach dem Roman 'The Watchers' von A.M. Shine.
Horror, Fantasy

They See You

Man kann sie nicht sehen, aber sie sehen alles. Nach dem Roman 'The Watchers' von A.M. Shine.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.11.2024
"They see you" hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt, konnte mich jedoch rasch auf das Gesehene einlassen. Tatsächlich darf man sich hier nicht wundern, dass die Protagonstiin selbst sich über rein gar nichts wundert, was in Wald vor sich geht. Ebenso muss man wie üblich ein bis anderthalb Augen zudrücken, dass auch nach Tagen jedoch noch wie aus dem Ei gepellt aussieht, sich keiner ernsthaft Gedanken um ein Entkommen gemacht zu haben scheint und wie wenig versteckt das leider zu offensichtliche als versuchte Offenbarung agiert. "They see you" hat gewiss Potential, überzeugt jedoch nicht wirklich - Dakota Fanning bleibt weit hinter ihrer Aura, die sie in früheren Rollen umgab, zurück und wirkt ähnlich ratlos wie ich als Zuschauer. Wirklich spannend wird das Ganze trotz durchaus gelungener Grundlagen nicht, kommt einfach keine bedrohnliche Atmospähre zustande und lässt den Film eher vor sich hinplätschern.

Tatsächlich bin ich so enttäuscht, dass ich die DVD von meiner Wunschliste gestrichen habe. Kann man durchaus gucken, verpasst aber auch nichts, wenn man es lässt.

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The Dating Game Killer

Nach einer wahren Begebenheit.
Thriller

The Dating Game Killer

Nach einer wahren Begebenheit.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 17.11.2024
Nüchtern und bodenständig behandelt "The Dating Game Killer" die Person des Rodney Alcala, ohne unabsichtlich oder gar absichtich verherrlichend zu wirken. Viel zu oft werden Verfilmungen um das Tun diveser Serienmörder dergestalt vermarktet, dass es bisweilen wie Hohn auf die Überlebenden wirken kann. The "Dating Game Killer" hingegen betrachtet vielmehr die andere Seite - die der Opfer, der Überlebenden und derer, die die Ereignisse, Anzeigen, Hilferufe und Hinweise viel zu lange nicht ernst nahmen.
Ich persönlich hätte mir hier keine bessere Besetzung als Anna Kendrick für die Rolle der Cheryl wünschen können, meistert diese ihre Rolle souverän, glaubwüdig und glaubhaftig, während die übrigen Figuren recht beliebig (jedoch nicht minder überzeugend) besetzt wurden.

Der besondere Charme der 70er Jahre wurde hier exzellent eingefangen, die Erzählweise angepasst; die Nachwirkung des Gesehenen (nicht zuletzt durch die eingeblendenden Begleittexte) sorgt für Bitter- und Fassungslosig- wie auch Traurigkeit.

"The Dating Game Killer" geht es nicht darum, besonders packend, verstörend oder gar blutrünstig zu sein - das, was die Macher hier zeigten, bewegt sich auf einem ganz anderen Level und überzeugt damit vollkommen.

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The Green Inferno

Abenteuer, Horror, 18+ Spielfilm

The Green Inferno

Abenteuer, Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 15.11.2024
"The Green Inferno" beinhaltet durchaus schonungslose Bilder, verzichtet aber auf die Fokussierung auf möglichst ekelerregende Bilder. Wer eine Art Torture Porn erwartet oder gar erhofft, mag gewissermaßen enttäuscht werden, beinhaltet der Plot indes eine handfeste Story und filigrane Figurenzeichnungen. Eine gewisse Vorhersehbarkeit tröstet das Ende, über das man durchaus wird diskutieren können, hinweg, während sich ebenso Tiefgang in dem Gesamtwerk finden lässt.

Tatsächlich bin ich positiv überrascht von dem Ganzen, würde "The Green Inferno" jedoch nur denjenigen empfehlen, die "Hostel" verkraftet haben.

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Slayers

Rache beißt zurück.
Horror, Fantasy

Slayers

Rache beißt zurück.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 15.11.2024
Durch den Trailer empfand ich den Film als durchaus sehenswert, ignoriere die vorwiegend schlechten Kritiken und schaltete "Slayers" dann selbst nach ca 25 Minuten ab . So offen ich für andersartige Erzählweisen bin, so mühselig wirkt "Slayers", als hätte man einen Hauch "Zombieland" einpflegen wollen - und ist damit kläglich gescheitert.

Die bunte Mischung unterschiedlicher Charaktere und die eigentliche Story hätten eine wahnwitzige, zugleich spannende und unterhaltsame Umsetzung verdient gehabt, leider wirkt "Slayers" sehr rasch sehr peinlich und viel zu bemüht, um mich zu einer vollständigen Sichtung zu bewegen.

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The Unseen

Thriller, Horror

The Unseen

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 15.11.2024
Interessante Story mit buchstäblich ungesehenen Elementen, die Effekte sind ansehnlich und wirken überzeugend. Leider verliert sich "The Unseen" in mehreren Ideen (ein Hauch Thriller, ein Hauch Mythologie, etwas Drama, eine handvoll Experimentierfreude am Menschen mit einer Prise Familienfilm) und scheint sich nie so recht entscheiden zu können, in welche Richtung die Reise geht. Tatächlich beherbergt "The Unseen" somit einige Längen, und büßt trotz solider darstellerischer Auftritte an Spannung ein. Kann man sehen, muss man aber nicht.

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Die Farben des Herbstes

Ein Meister. Ein Schüler. Eine Muse.
Drama

Die Farben des Herbstes

Ein Meister. Ein Schüler. Eine Muse.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 15.11.2024
"Die Farben des Herbstes" ist ein leichter Film, der vereinzelt Tiefgang vermissen lässt. Dramaturgische Andeutungen werden stets zügig von einer auflockernden Szene abgelöst, regelrecht amüsant ist die Verballhornung dessen, was heutzutage als Kunst angesehen wird. Die Beziehung zwischen John und Nicolai ist ähnlich interessant wie die Beziehung von John zu seinem Vater, wird jedoch filmisch nicht weiter fokussiert, so dass der Zuschauer bis zuletzt seine eigenen Schlüsse über sämtliche kleinen Entwicklungsstränge ziehen darf.

Insgesamt ein Film, der irgendwie ins Sonntags-Nachmittags-Programm passt, in mir persönlich keine nennenswerte Spuren hinterlässt und den ich auch nicht wirklich jemanden empfehlen würde.

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Von Vätern und Müttern

Komödie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 10.11.2024
Auch ohne Kinder hat mich "Von Vätern und Müttern" angesprochen - im Film selbst haben die Kinder überdies eine recht kleine Rolle, geht es hier vorranig - wie auch titelgebend - um die Eltern, die mit ihren Vorstellungen, Vorurteilen und Erziehungsmethoden sich selbst, den Kindern als auch den Lehrern das Leben unnötig schwer machen. Ein Hauch von "Frau Müller muss weg" lässt sich in dem ganzen erkennen, bleibt "Von Vätern und Müttern" jedoch deutlich weniger bissig, agiert eher vorsichtig-entlarvend und kann sich stellenweise auch nicht so wirklich entscheiden, was der Zuschauer eigentlich aus diesem Film mitnehmen soll. Es ist weder sonderlich witzig, noch ernsthaft dramatisch - hier und dort wird es entlarvend, tragisch-komisch oder einfach nur absurd und dabei stets authentisch. Eine wirkliches must-see stellt der dänische Vertreter alelrdings nicht dar.

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Clearmind

Ist Rache nur ein Spiel?
Thriller

Clearmind

Ist Rache nur ein Spiel?
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 10.11.2024
Vorab: "Clearmind" legt den Fokus nicht auf die Morde selbst, finden diese zumeist außerhalb des Aufnahmewinkels statt, so dass das Gesamtwerk insgesamt recht harmlos erscheint. Wer einen Slasher erwartet, wird folglich enttäuscht sein; eben so jene Front, die aus der Handlungsbesschreibung einen zentralen Dreh- und Angelpunkt hinsichtlich virtutal Reality abgelesen hat.

Für mich gestaltete sich "Clearmind" als erfrischend andersartig, wenngleich ich von dem Gefühl nicht loskomme, dass hier deutlich mehr hätte sein können als die Umsetzung erschaffen konnte. Bis zuletzt bin ich mir nicht sicher, ob der komplette Film sarkastisch, ironisch, schwarzhumorig-angehaucht oder doch bierernst gemeint sein mag - "Clearmind" hat mich zumindest zweimal laut auflachen lassen, enttäuschte mich jedoch zugleich durch die fehlende Fokussierung auf die "Traumabehandlung" durch virtuelle Reisen.
Der dramaturgische Hintergrund entfaltet kaum seine mögliche Wirkweise, punktet "Clearmind" indes durch bissige Dialoge und einem gewissen Charme.

Insgesamt ganz und gar nicht das, was ich erwartet habe, jedoch keine Sichtung, die ich rückblickend überflüssig fand. Eine handfeste Empfehlung gibt es nicht, macht man jedoch nicht unbedingt einen Fehler mit der Sichtung.

ungeprüfte Kritik

The Tank

Manche Familien haben dunkle Abgründe.
Horror, Thriller

The Tank

Manche Familien haben dunkle Abgründe.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 10.11.2024
"The Tank" fäng vielversprechend an, bietet jedoch im Fortgang kaum Überraschungen oder gar handfeste Spannung. Im Vorfinale reihen sich hektische, dunkle Szenen aneindander, die man so oder so ähnlich bereits gesehen hat. b

Kleine Andeutungen im ersten Drittel, eine leicht bedrohliche rätselhafte Atmosphäre plus eine doch zu platte Andeutung rund um das rätselhafte Verschwinden von Verwandten der Erblasserin - man ahnt sehr schnell - nicht zuletzt aufgrund des Filmitels selbst - was hier wo der Ausgang des Grusels sein soll.

So überzeugend die einzelnen darstellerischen Auftritte auch sein mögen so wenig reißt "The Tank" mit - ein weiterer Film somit, der irgendwo vor sich hinplätschert und im Ausgang an "Amityville Horror" denken lässt.

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I Am Not a Serial Killer

Jede Stadt hat ihre Monster.
Thriller, Horror

I Am Not a Serial Killer

Jede Stadt hat ihre Monster.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 10.11.2024
Wie zu oft kommt auch diese Romanverfilmung nur marginal an die Vorlage heran; geht vor allem der bissige ironische Humor und die zugleich konstant-hohe Spannung verloren. Überdies wirkt "I am not a serial killer" als Film älter, als er eigentlich ist - die gesamte Umsetzung wirkt, als hätten die Macher an allen Ecken und Enden gespart / sparen müssen.

Gewiss vergeht die Laufzeit wie im Fluge,der Zuschauer sieht sich auch mit einem durchweg interessanten, potentialträchtigen Soft-Fantasy-Horror-Thriller konfrontiert - nur wird das ganze erstaunlich wenig fesselnd oder gar nervenkitzelig.

"I am not a serial killer" lässt sich gut und gerne mal gucken, wirkt trotz der blutigen Aspekte eher harmlos und lässt den Zuschauer die noch offenen Fragen schulterzuckend hinnehmen. Lust auf die Buchvorlage macht dies alles nicht - bedauerlich, fürwahr.

ungeprüfte Kritik

Schwimmen

Drama, Deutscher Film

Schwimmen

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 08.11.2024
"Schwimmen" hält sich nicht damit auf, dem Zuschauer alles an die Hand geben zu wollen, hat im Grunde kaum eine Botschaft, Aussage oder gar handfestes Ende. Elisa, die nicht nur aufgrund ihrer Ohnmachtsanfälle unter ihren Mitschülern leidet, erfährt durch Anthea Rückhalt, Halt und eine vermeintliche Freundschaft. So sehr beide fortan zusammenstehen, so sehr muss Elisa eigens erfahren, was unterschwellige Manipulation bedeutet. "Schwimmen" klingt in der Beschreibung gewagter als der Film ist, funktioniert für mich aber gerade durch die eher stille Umsetzung. Ausgrenzung,, Bloßstellung und - leider viel zu oft - gefertigte Handyvideos benötigen im Film wie auch im echten Leben nicht immer bahnbrechende Inhalte, körperliche Verletzungen oder Geschehnisse, die man ad hoc als äußerst übergriffig erkennt. "Schwimmen" zeigt den eher unauffälligen Terror zwischen Mitschülern auf, streift weitergehende familiäre Probleme wie auch der ewige Kampf mit sich selbst.
"Schwimmen" wirkt nicht immer wie ein drehbuchgetreuer Film, vereinzelt eher wie eine zufällige Aufnahme junger Leute, die schlussendlich allesamt jeweils für sich allein erwachsen werden.

ungeprüfte Kritik

Hana's Game

Wenn das Spiel dich spielt.
Thriller, Science-Fiction

Hana's Game

Wenn das Spiel dich spielt.
Thriller, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 08.11.2024
"Hana's Game" klang genau nach meinem Beuteschema, fängt vielversprechend und spannungsgeladen auf und streut auf gelungene Weise immer mehr Informationen rund um die Protagonstin Hana ein. Die Hürden des Alltags jener, die aus unterschiedlichen Gründen die Wohnung nicht verlassen können, wird hier wie nebenbei thematisiert, während im Grunde ein neues Spiel namens 'Omnia' im Fokus stehen soll. Leider verliert "Hana's Game" den roten Erzählfaden, verliert sich in quasi-Wiederholungen und will scheinbar auf irgendetwas hinaus, was für den Zuschauer kaum ersichtlich ist. Es ist, als hätte weder Drehbuch noch Regie gewusst, ob der Film ein Gruselfilm a la "ich sehe tote Menschen" werden soll, doch lieber die Gefahren der KI thematisieren mag oder die Auswirkungen der totalen Isolation und / oder der Kombination Schlafmangels + Dauerzocken + Energiedrinks + null Tageslicht beleuchten soll.

"Hana's Game" überzeugt mit darstellerischen Leistungen, leider jedoch nicht mit der Story an sich - zu viele einzelne Ideen, die kein Großes Ganzes bilden konnten. Ingesamt somit leider enttäuschendes Mittelmaß.

ungeprüfte Kritik

The Caller

Anrufe aus der Vergangenheit
Thriller, Horror

The Caller

Anrufe aus der Vergangenheit
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 01.11.2024
Netter, solider Mystery-Film, der älter wirkt, als er eigentlich ist - ab einem gewissen Zeitpunkt zieht sich der Film ein wenig, da sich die Anrufe und das stoische Gebimmel irgendwann nur noch nervig anfühlt und ich weder nachvollziehen kann, warum Mary in dem Haus bleibt, noch warum sie nie auf die Idee kommt, die Nummer wechseln zu lassen. Insgesamt ist "The Caller" jedoch erfrischend anders als der übliche Einheitsbrei, punktet mit soliden darstellerischen Leistungen und filigranen Wendungen, Einfällen und dem Verzicht auf unnötige Schockeffekte.

ungeprüfte Kritik

The Jester

He Will Terrify Ya - Vom gehypten YouTube-Horror zum grandiosen Movie.
Horror

The Jester

He Will Terrify Ya - Vom gehypten YouTube-Horror zum grandiosen Movie.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 01.11.2024
Die ersten Szenen waren vielversprechend, wenn auch stellenweise etwas günstig gemacht wirkend. Leider hatte die Story um die mordende Hauptfigur für mich überhaupt keinen Zusammenhang - weder wurde erklärt, wer oder was "The Jester" nun eigentlich sein soll, noch hat jemand danach gefragt. Die Mordopfer wurden beliebig ausgewählt, was nicht schlimm sein muss... insgesamt wirkte das Filmchen jedoch kaum wie ein ausgearbeitetes Drehbuch, sondern einer eine Ansammlung von Ideen, die man der Einfachheit halber in scheinbar beliebiger Reihenfolge aneinanderhing. Die dramaturgische Geschwisterstory passte schlussendlich auch eher schlecht als recht in die Umsetzung. Für mich ein doch sehr enttäuschender Film.

ungeprüfte Kritik

Birthday Girl

Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 28.10.2024
"Birthday girl" zeigt im Grunde unverblümt auf, wie ein Abend aus dem Ruder laufen kann und welche (Nicht-)Möglichkeiten den meist weiblichen Beteiligten bleibt.

Dadurch, dass sich Mutter und Tochter nicht so verstehen, wie es insbesondere die Mutter sich ersehnt, wird das Ganze psychologisch noch interessanter - bedauerlicherweise haben die Drehbuchautoren dafür Sorge getragen, dass weder Nanna noch Cille besonders sympathisch wirken und mich als Zuschauer beizeiten eher nervten.

Vieles bleibt nicht nachvollziehbar, bei diversen Verhaltensweisen möchte man wechselweise Mutter, Tochter, aber auch Freundin und andere Beteiligte schütteln - gleichwohl wirkt der Film genau hierdurch authentisch.

ungeprüfte Kritik

300 Worte Deutsch

Komödie, Deutscher Film

300 Worte Deutsch

Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 28.10.2024
Leider eine eher durchschnittliche Dramödie - der typische Biss, den Filme, in denen Christoph Maria Herbst mitspielt, kommt hier nur selten zu tragen, auch werden die tatsächlich ernsten Hintergründe zwar immer wieder aufgegriffen, jedoch dann weichgespülert, womöglich um den Zuschauer nicht zu sehr zu beanspruchen.
Die leise Kritik an den Integrationsproblemen wird somit teilweise zu rosarot gefärbt, komme ich jedoch insbesondere mit dem doch recht merkwürdigen Vorfinale nicht klar, in dem gewissermaßen ein paar Monate übersprungen werden.

Was jedoch genau geschah, nach dem der Bus losfuhr, bleibt somit der Phantasie des Zuschauers überlassen. Die Wendung bleibt unerklärt und leider eben auch unglaubwürdig - folglich büßt "300 Worte Deutsch" bei mir somit noch ein wenig mehr der ohnehin nicht völlig vorhandenen Begeisterung ein.

ungeprüfte Kritik

Songbird

Thriller, Science-Fiction

Songbird

Thriller, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.10.2024
"Songbird" erscheint mir, als wäre etwas vorschnell die grobe Idee, einen Film rund um das Coronavirus zu publitzieren, auf die Leinwand gebracht worden - hier und dort fehlt der Feinschliff oder auch die Konzentration auf die wesentlichen Punkte. Demi Moore überraschte mich hier als Beteiligte, spielt diese ihre Rolle jedoch wie gewohnt überzeugend, während die unterschiedlichen Erzählstränge das große Ganze im Finale offenbaren. "Songbird" leidet ein wenig darunter, sich nie ganz für Drama, Thriller oder verstörend-tragischen und realistischen Seuchenfilm entscheiden zu können, punktet jedoch gleichzeitig dadurch, nicht stoisch etliche Infizierte zu zeigen, die mehr oder minder qualvoll verenden. Mir persönlich hätte dennoch ein wenig mehr Gewichtung auf das, was mit den Umzusiedelnden passiert, gefallen - so bleibt zu guter letzt leider einer doch recht vorhersehbare Lovestory, die die Glaubwürdigkeit des Gesamtwerk schmälert.

"Songbird" kann man sich gut und gerne ansehen, bleibt jedoch hinter seinen Möglichkeiten und ist somit de facto kein Muss.

ungeprüfte Kritik

Company Men

Wir widmen unser Leben dem Job. Es ist Zeit, es sich zurückzuholen.
Drama

Company Men

Wir widmen unser Leben dem Job. Es ist Zeit, es sich zurückzuholen.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.10.2024
"Company Men" geht trotz gewisser Vorhersehbarkeit und einem etwas zu beschönigten Ausgang für den quasi-Star des Films durchaus nahe wie auch unter die Haut. Durch die unterschiedlichen Charaktere und deren Lebensweise wird dem Zuschauer eine abwechslungsreiche Offenbarung geboten, wie sehr ein durchaus arg hohes Einkommen dafür sorgen kann, die Realität wie auch Bodenständigkeit aus den Augen zu verlieren. "Company Men" zeigt gleichzeitig die Art Arroganz auf, die die Front der sehr-gut-Verdiener ab einem ungewissen Zeitpunkt befällt, ohne das diese jedoch von Grund auf unsympathisch wären. Die mehr oder minder eiskalte Überlegung, wer zwecks Geldersparnis für eine Firma den Job verlieren soll, ohne das die Firma Gefahr läuft, verklagt zu werden, ist nüchtern umgesetzt und sorgt Dank überzeugender Darstellerleistungen für einen authentischen Filmgenuss.

Ein wenig bremst die Umsetzung die mögliche Dramaturgie stellenweise aus, beschönigt hier und dort und scheint Hemmungen vor der eigenen Courage zu haben - dennoch ein durchaus sehenswerter Film mit kleinen auflockernden Momenten, die auch mal ans Herz gehen.

ungeprüfte Kritik

Styx

Deutscher Film, Abenteuer

Styx

Deutscher Film, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.10.2024
Dramaturgische Geschichte mit authentischen Hintergründen, bisweilen jedoch etwas zu nüchtern umgesetzt. Dadurch, das Rike alleine an Bord ist, fehlt es natürlich an einer Möglichkeit der Auseinandersetzung - dem entgegen brillierte und bewegte Robert Redford in "All is lost" in einer Rolle, in der er nicht einmal Text hatte.

"Styx" hingegen verlagert seine Erzählung zu sehr aufs bloße Ausharren - das, was passiert (oder eben nicht passiert) ist für den Zuschauer viel zu rasch offensichtlich, wird man zudem eher ungeduldig, weil die Protagonstin streng genommen auch nicht wirklich was tut.

Geglückt durchaus die Schlussaufnahme, die nochmals aufzeigt, dass eben doch etwas anders sein könnte als unterstellt wurde - dennoch mangelt es "Styx" an Emotion, an Gänsehautmomenten und der Identifizierungsmöglichkeit für den Zuschauer.

Gewiss kein schlechter Film, eher ein ernsthafter mit etwas Luft nach oben - eine mittlere Empfehlung meinerseits somit.

ungeprüfte Kritik

Cheap Thrills

Mach dich bereit für die Nacht deines Lebens.
Thriller, 18+ Spielfilm

Cheap Thrills

Mach dich bereit für die Nacht deines Lebens.
Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.10.2024
"Cheap Thrills" agiert in einer ähnlichen Liga wie "13 sins", kommt hier jedoch ohne die große Logiklochhürde aus, wer sich als Spielleiter entpuppen soll und wie dieser stets alles beobachten kann.

Vielmehr setzt "Cheap Thrill" auf ein wohl unfassbar vermögendes Paar, welches Violets Geburtstag dergestalt feiern möchte, für gewisse Mutproben Geld zu zahlen. Craig und Vince, die sich nach zufällig in einer Bar wiedersehen, haben ihre jeweils eigenen Beweggründe, die anfangs harmlosen Scherzschen mitzumachen - wenig überraschend steigt mit der Höhe des jeweiligen Gewinns auch der Einsatz.
Besonders gelungen für mich die leider doch große Glaubwürdigkeit des Ganzen; die Steigerung, die Gier, die plötzlich entfachte Sucht nach mehr - Fasziniation gepaart mit Fassungslosigkeit sorgt für spannende, nervenkitzelige und bisweilen durchaus ekelige Momente, die die FSK 18 Freigabe rechtfertigen.

Kleinere Filmfehler (ein blutstillendes Taschentuch verschwindet mehrfach und taucht in der Anschlusszene wieder auf) sind durchaus verzeihbar, zieht "Cheap Thrills" den Zuschauer in seinen Sog und liefert genug überraschende Momente, um bis zur letzten Sekunde zu fesseln.

ungeprüfte Kritik

Das Millionenspiel

Thriller, Deutscher Film, TV-Film, Krimi

Das Millionenspiel

Thriller, Deutscher Film, TV-Film, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.10.2024
"Das Millionenspiel" lebt und besticht durch seine nüchterne Erzählweise, wird hier völlig unaufgeregt eine Gameshow präsentiert, in der es einzig und alleine darum geht, nach einem gewissen Zeitraum zurück ins Studio zu gelangen - während ein Trio versucht, den Kanditaten durch gezielte Schüsse daran zu hindern.

Gerade dadurch, dass der Film in den 70er Jahren entstand, hat dieser auf den heutigen Zuschauer eine faszinierende Wirkung. Schockierte es seinerzeit die Zuschauer, dass sich ein Drehbuchautor eine solche fiktive Unterhaltungssendung ausdenken konnte, mag diese gewissermaßen harmlos wirken im Vergleich zu dem, was heuer tatsächlich im TV als "Unterhaltungssendung" gezeigt wird.

"Das Millionenspiel" wirkt authentisch, die befragten Personen im Saal kaum wie Schauspieler, der Ausgang des ganzen morbide wie absehbar.

Ein Film, der nachwirkt - mit dem man sich jedoch auch geistig auseinandersetzen WOLLEN muss - Zuschauer, die sich stumpf unterhalten lassen wollen, werden gewiss enttäuscht sein.

ungeprüfte Kritik

Die Fabelmans

Halte jeden Moment fest.
Drama

Die Fabelmans

Halte jeden Moment fest.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 13.10.2024
"Die Fabelmanns" unterhält zweifelsohne und zieht den Zuschauer in seinen Bann - die Spielfilmdauer von beinahe zweieinhalb Stunden nimmt man als solche nicht wahr. Die darstellerischen Leistungen sorgen für authentische Figuren, denen man sich automatisch mal mehr, mal weniger nahe fühlen darf - die Entwicklung von Sam und dessen Versuche, seine Träume umzusetzen, machen Spaß anzusehen. Kleine wie auch große familiäre Konflikte, skurille Begegnungen in der Schule wie auch die Auseinandersetzung mit tyrannisierenden Mitschülern runden das Gesamtwerk ab, lassen hier und dort überraschender Tiefe wie auch Emotion ihren Platz und lässt den Zuschauer eine ganze Bandbreite an Emotionen durchleben.

Bis auf wenig Szenen, die auf mich etwas befremdlich wirkten, hat mir persönlich der Film sehr gut gefallen, so dass ich diesen sicherlich nach einer gewissen Weile nochmal ansehen würde.

Ein Dauergast im heimischen DVD-Regal wird dieser allerdings nicht werden.

ungeprüfte Kritik

Auf die Freude

Drama, Lovestory

Auf die Freude

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 13.10.2024
Ein Film, der sich mit dem scheinbar schon viel zu vergessenen wahrhaftigten Drama rund um Corona auseinandersetzt, erschien mir interessant, haben sich etliche Autoren und auch Filmemacher seinerzeit bewusst dafür entschieden, "nicht zu aktuell zu sein und das Corona-Thema auszuklammern", damit der Leser bzw. Zuschauer vom gegenwärtigen Virusschrecken Abstand nehmen kann. "Auf die Freude" setzt sich hingegen damit auseinander, wie sich der Virus auf das Leben der Anwältin Vera und dessen Zufallsbekanntschaft Sam auswirkt. Ein Besuch bei den Eltern, der aus Angst vertagt wird, die plötzlichen leeren Supermarktregale, die Schließung von Kino, Theater, Restaurant und Co - all dies wird in dem französichen Film aufgegriffen, jedoch nie wirklich handfest-dramaturgisch auf den Punkt gebracht. Vielmehr erscheint "Auf die Freude" wie ein Liebesfilm, eine Flucht vor dem "da draußen" und ein Trugbild zweier Charaktere, die sich mit dem wahrhaftigen Leben nicht auseinandersetzen wollen. Themen wie Tod, Krankheit, Angst, Einschränkung oder gar drohender Jobverlust werden für meinen Geschmack leider viel zu sehr gestreift, verkommen zum Nebenbeiwerk - im Grunde darf man vielmehr nackte Leiber und eine imposante "was ich schlucke darfst auch du mal kosten" Szene bewundern, während der Ausgang des Ganzen seine eigene Tragik offenbart.

So wirklich überzeugt hat mich "Auf die Freude" nicht, hatte ich hier schlichtweg auch völlig andere Erwartungen. Kann man gucken, muss man aber nicht.

ungeprüfte Kritik

You'll Never Find Me

Horror, Thriller

You'll Never Find Me

Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 12.10.2024
"You'll Never Find Me" fängt vielversprechend, spannend und stimmungsvoll an, nimmt den Zuschauer mit auf eine "wer lügt hier wen warum an?" Reise, die ein wenig an "Cloverfield Lane" erinnert. Leider verliert sich der Film zusehend in wirre Szenen, die die Spannung wohl erhöhen sollen, jedoch in dem gut gemeinten Spiel "Fakt oder Fiktion? Wahrheit oder Einbildung? Paranoia oder Vorahnung?" viel zu viel gleichzeitig ausprobieren, um mich als Filmgucker mehr und mehr ratlos vor dem Film sitzen zu lassen, bis ich kurzerhand im Vorfinale beinahe schlagartig das Interesse verlor. Durch das geballte Hin- und Her im zunehmend dunklen Bild, hektischer Kameraführung und versucht-bedrohlicher Umsetzung verging mir persönlich die Freude an dem ganzen und lässt mich zu guter letzt recht irritiert zurück.

Was gut anfing, endet in einem quasi-Fiasko, das ich nun wirklich nicht empfehlen kann. In einer Gruppe gucken, um anschließend über das gesehene zu diskutieren, erscheint verlockender als die einzelerfahrung, bei der man anschließend enttäuscht zu Bett geht oder kurzerhand noch etwas anderes schauen mag.

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Tim & Eric's Billion Dollar Movie

Der Film hat Eier!
Komödie

Tim & Eric's Billion Dollar Movie

Der Film hat Eier!
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 06.10.2024
Aus purer Neugierde habe ich "Tim & Eric's Billion Dollar Movie" gestartet, nach nicht etwa 20 Minuten jedoch die DVD gestoppt. Der Anfang war noch recht skuril und irgendwie unterhaltsam, dann geht es jedoch sehr schnell sehr steil bergab. Mag sein, dass sich der Film im weiteren Verlauf noch gefangen hat und eine solide packende Story präsentiert - meine Fremdschämgrenze war jedoch bereits in der ersten Kneipenszene und damit verbundene Gespräche überschritten.

Für mich leider Zeit- und Geldverschwendung.

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The Puppetman

Du bist vollkommen machtlos.
Horror, Thriller

The Puppetman

Du bist vollkommen machtlos.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 06.10.2024
"The Puppetman" beginnt recht vielversprechend, packend wie fesselnd - leider wird die Story im weiteren Verlauf jedoch immer unstimmiger bishin hanebüchener. Lob durchaus für die Darsteller, die das beste aus ihren jeweiligen Rollen herausholen wie auch die recht stimmungsvolle, düster-bedrohliche Atmopshäre, was jedoch die etwas arg konstruiert und unrund erscheinende Erklärung de Ganzen kaum retten kann.

Dennoch kann man "The Puppetman" gut und gerne einmal ansehen, gerät dieser jedoch bereits kurz nach Sichtung des Abspanns wiederum in Vergessenheit.

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13 Sins

Spiel des Todes - 13 Aufgaben. Kein Ausweg. Keine Gnade.
Thriller

13 Sins

Spiel des Todes - 13 Aufgaben. Kein Ausweg. Keine Gnade.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 06.10.2024
Kleiner, fieser Psychothriller mit äußerst solider und überzeugender Besetzung - obwohl ich den Film bereits dreimal gesehen habe, macht er immer noch Spaß und fesselt auf eigene Art. Der Zuschauer fragt sich auch hier stetig selbst, wie weit man als Spieler gehen würde, wo die Grenze ist und ab wann es nur noch ein "weitermachen" geben kann.

Gewiss darf man sich nicht die Frage stellen, wie genau das Spiel überhaupt funktionieren KÖNNTE , sondern "13 sins" schlichtweg auf sich wirken lassen.

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Drachenläufer

Nach dem Bestseller von Khaled Hosseini.
Drama

Drachenläufer

Nach dem Bestseller von Khaled Hosseini.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 06.10.2024
Dramaturgisch ausgefeilt, dennoch offensich zurückhaltend erzählt, was die vestörenden Elemente der Erzählung anbelangt. Gerade im Finale erscheint vieles zu leicht händelbar, dennoch berührt "Drachenläufer" im Zuschauer eine Ebene, die nur in dem auf dem ersten Blick trostlos erscheinenden Kabul so deratig intensiv aufgezeigt werden können. Die Geschichte der Freundschaft wie auch des Verrats um sein eigenes Fehlverhalten nicht stets vor Augen haben zu müssen, berührt, ist jedoch nicht gewaltig-gefühlsintensiv wie man es aus Hollywoodspektakeln gewöhnt ist. Eine Umsetzung, die in diesem Film gar nicht anders hätte sein dürfen, erkennt man zwischen dem grau-in-grau der Kindheit die farben- und lebensfrohen Momente, die uns hierzulande mehr und mehr verloren gehen, umso deutlicher.

Darstellerisch authentisch, nachwirkend bewegend - ein Film,, der einen Blick wert ist.

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Breathe

Ersticke oder kämpfe.
Thriller, Science-Fiction

Breathe

Ersticke oder kämpfe.
Thriller, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 25.09.2024
"Breathe" gibt sich Mühe, dem Zuschauer eine Hintergrundgeschichte zu den aktuellen Geschehnissen zu liefern, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. Die beklemmende Atmosphäre geht manchmal ein wenig verloren, wirkt die Bedrohung durch den Verlust des Sauerstoffgehalts in der Luft dann und wann etwas zu wenig bedrückend. Auch scheint es kaum bemerkenswert zu sein, dass auch Lebensmittelkonserven eines Tages aufgebraucht werden können - der Fokus in "Breathe" liegt eindeutig eher auf der großen Frage "Freund oder Feind" und fesselt den Zuschauer somit auf weite Strecke, so dass die Story an sich auch nicht großflächig angelegt sein muss. Der Konflikt zwischen Tochter und Mutter liefert ebenfalls anspannende Momente, agiert die Umsetzung bisweilen jedoch etwas anstrengend, da sich in 2/3 des Gesamtwerkes jedwede Personenn kontiniuerlich anschreien. Ingesamt fand ich "Breathe" recht interessant und eher locker in der Umsetzung (was ebenso durch die Altersfreigabe zu erkennen ist), fand die Schlussszenen jedoch etwas zu banal und aufgehübscht, so dass eher ein "ganz okay" Gefühl zurückbleibt - wirklich empfehlen würde ich das Ganze allerdings nicht.

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Speak No Evil

Nichts Böses sehen. Nichts Böses hören. Nichts Böses sagen.
Thriller

Speak No Evil

Nichts Böses sehen. Nichts Böses hören. Nichts Böses sagen.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 25.09.2024
Nur zwei Jahre nach dem dänisch-niederländischen Orginal kommt das Remake made in USA - nach Sichtung des Trailers war für mich klar, dass ich "Speak no evil" im Kino ansehen würde. Die Besetzung mit James McAvoy hätte kaum treffsicherer verlaufen können, spielt dieser den stets gut gelaunten Paddy, dessen Stimmung binnen Sekundenbruchteil kippt, ähnlich meisterhaft wie seinerzeit etliche Persönlichkeiten in "Split". Dadurch, dass der Film nicht schlichtweg 1:1 neu verfilmt wurde, sondern die Macher etliche neue Ideen einimpften, ohne den Wiedererkennungswert aus den Augen zu verlieren, gestaltete sich der Film für mich durchgängig spannend wie anspannend - die knapp zweistündige Spielfilmzeit vergeht wie im Fluge, die Wendungen erwischen auch die Front, die die vorherige Verfilmung kennen, eiskalt, während man dem Ehepaar Louise und Ben jedwede Emotion abnimmt. Ähnliches Lob für die Figurenzeichnung - und darstellerische Umsetzung - der Tochter Agnes, die der Story noch mehr Tiefe einimpft als im niederländisch-dänischen Vorgängen.

Gerade durch die teilweise markanten Unterschiede der beiden "Speak no Evil" Publikationen bleiben für mich beide Filme sehenswert und machen Ihren eigenen Reiz aus - bevorzugen würde ich keinen von beiden und durchaus sogar beide direkt hintereinander nochmal ansehen.

Wenig überraschend somit, dass ich die Neuverfilmung ebenfalls - nach Erscheinen - ins heimische DVD Regal aufnehmen werde.

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Don't Buy the Seller

Thriller, Krimi

Don't Buy the Seller

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.09.2024
"Don't buy the seller" zeigt schonungslos auf, wie rasch man bei dem privatverkauf von gebrauchtwaren Opfer werden kann - in dem Fall von Soo-Hyeon Jang geht diese Erfahrung noch einen ganzen Schritt weiter: frustriert von der Ohnmacht, nicht mehr tun zu können, als Anzeige zu erstatten und abzuwarten, agiert sie so, wie viele es täten: den Verkäufer beleidigen, zu verspotten und sich eine Weile so besser zu fühlen. Wie viel Macht das Gegenüber jedoch besitzt, um den Angreifer in ein Wrack zu verwandeln, entlarvt der Film schonungslos.
Dass der Zuschauer hierbei im Vorteil ist, von Anfang an zu wissen, dass der betrügerische Verkäufer nicht der ist, der er ausgibt zu sein, schürt die Spannung des Gesamtwerks und lässt den Filmgucker noch gefesselter vor dem Bildschirm sitzen. Das Wissen, das vieles, was der "Verkäufer" tut, nahezu alltäglich ist, intensiviert die Beklemmung - dass die ermittelnden Beamten nicht allzu gut dargestellt werden und zu oft alleine unterwegs sind, mag man dem Gesamtwerk somit verzeihen.

Die etwas merkwürdig anmutende Nebengeschichte rund um die Arbeitsstelle von Soo-Hyeon Jang und insbesondere ihren Chef mag gewiss auf westliche Zuschauer etwas befremdlich wirken; gibt dem Ganzen jedoch eine besodere Note und hebt den Film vom üblich-amerikanischen Psychothrilelrstrickmuster ab.

Obschon man das Gefühl hat, das irgend ein letzter Feinschliff fehlt, mag ich "Don't buy the seller" dessen ungeachtet uneingeschränkt empfehlen.

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Aftersun

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.09.2024
"Aftersun" klang für mich durch seine Beschreibung nach deutlich mehr, als es ist - die Auseindersetzung mit der eigenen Kindheit respektive Vaterfigur und das vergleichende Betrachten zwischen damals und heute wird hier ledigich darin begründet, ein Urlaubsvideo zu schauen. Wenige Szenen zeigen die erwachsene Sophie, die offenbar mit einer Frau zusammenlebt und zu ihrem Geburtstag alte Aufnahmen aus ihrer Kindheit zu betrachten. Was dieses Video mit der erwachsenen Sophie macht, welche Gedanken dieses in ihr auslöst.. weiß man nicht; spielt die Sicht auf die Erwachsene schlechterdings keinerlei Rolle.

Es hätte folglich ausgereicht, "Aftersun" als das zu vermarkten, was es ist - eine Aufnahme eines Vater-Tochter Urlaubs, in denen kleine Konflikte aufbrechen, Themen wie Mittellosigkeit, Unbeholfenheit, Trennung, erste romantische Erfahrungen, dunkle Erinnerungen und schieres Überfordertsein gestreift werden, ohne das Gesamtwerk schwermütig zu stimmen.
Gewiss fühlt man mit, wenn der Vater nach seinem Geburtstagständchen völlig überfordert stagniert oder gar abends weinend im Hotelzimmer sitzt - dennoch bleibt "Aftersun" nicht mehr und nicht weniger als eine Art Zufallsfund auf dem Dachboden eines neu bezogenen Hauses: ein Blick auf ein Urlaubsvideo zweier Personen, die einem zwar ans Herz wachsen, denen man aber nie nahe kommen kann.

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Pleasure

18+ Spielfilm, Drama

Pleasure

18+ Spielfilm, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.09.2024
Was mir in "Pleasure" fehlt, ist die kleine nicht ungewichtige Offenbarung, warum Bella Cherry unbedingt Pornostar werden möchte - ihre eigene Erklärung muss man dieser nicht unbedingt abnehmen, wird zumindest aus einem tränenreichen Telefonat mit ihrer Mutter klar, dass diese von einem harmlosen Praktikum ausgeht.

"Pleasure" enthält einige sehr drastische, vollends schonungslose pornographische Szenen; verzichtet zwar darauf, wirklich jedes Detail in Großaufnahme zu präsentieren und ist gewiss nicht darauf aus, den Zuschauer in Erregung zu versetzen. Mir persönlich war das ein oder andere durchaus "to much", muss man hierbei jedoch den Machern zu Gute Halten, dass die Wirkung nicht verfehlt wird.

Großes Lob meinerseits für die unverblümte Aufzeigung des manipulativen Spiels mancher Filmemacher das Versprechen, jederzeit den Dreh abbrechen zu können kollidiert mit Vorwürfen, dass "ein ganzer Tag verloren ist", man "so nie erfolgreich wird" und vermeintlich gutem Zureden "du bist stark, du schaffst das, es dauert nicht mehr lange".

Die Zerissenheit von Bella Cherry, die irgendwann erkennen muss, dass ihr Verhalten ähnlich zerstörerisch wird wie das der Geldgeber, wird in "Pleasure" wie nebenbei auf großartige Weise eingewoben - die Schlussszene erscheint abprubt, agiert der Schlusssatz jedoch treffsicher wie genial. Die Beklemmung bleibt über den Abspann hinaus erhalten.

Vielleicht bisweilen ein abstoßender Film, vielleicht aber auch ein sehr gewichtiger Beitrag.

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Wochenendrebellen

Nach einer wahren Geschichte.
Deutscher Film, Drama

Wochenendrebellen

Nach einer wahren Geschichte.
Deutscher Film, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.09.2024
"Wochenendrebellen" überraschte mich positiv, habe ich mir diesen tatsächlich beinahe ausschließlich aufgrund des Angebots ausgeliehen, wenngleich ich bis dato auch ausschließlich positives darüber hörte.

Erfreulicherweise muss der Zuschauer selbst nichts mit Fußball anfangen können, stehen hier eher die Herausforderunen im Fokus, denen Autisten täglich ausgeliefert sind - naturgemäß zeichnet "Wochenendrebellen" ebenso auf, wie sich das gemeinsame Leben für die Familie wie auch Außenstehende verhält, ohne dass der Film zu schwermütig oder gar anstrengend geraten wäre.

Der Umstand, dass "Wochenendrebellen" auf einer wahren Geschichte beruht, gibt dem Film gewiss die besondere Note, wenngleich man unterstellen darf, dass in Wahrheit (längst) nicht alles so zuckersüß, glatt und positivst ablief, wie hier filmisch aufgezeigt wird.

Durch die unaufgeregte Erzählweise, die überzeugende Besetzung und der wohldosierten bisweilen humorvoll vorgebrachten Tragik lässt sich der Film sehr gut gucken - ein Auge zudrücken hinsichtlich der etwas zu offensichtlichen Schönfärberei muss man allerdings.

ungeprüfte Kritik

Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Nach dem gleichnamigen Roman von Daniela Krien.
Deutscher Film, Drama, Lovestory

Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Nach dem gleichnamigen Roman von Daniela Krien.
Deutscher Film, Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.09.2024
Die große Frage, warum die Protagonistin Maria sich nicht schlichtweg von ihrem Freund Johannes trennt, konnte ich mir bis zum Abspann nicht beantworten. Mag sein, dass mir persönlich umstandsbedingt das Gefühl der ehemaligen DDR - hier: im Jahre 1990 - fehlt, um die vermeintliche Vorbestimmtheit der jeweiligen Familienmitglieder nachvollziehen zu können.

Die Familie steht hier im absoluten Fokus des Filmes, scheint jeder seine eigenen schweren Lasten zu tragen und mehr oder minder aus Gewohnheit aneinanderzuklammern - das, oder aus dem Grund, dass das ein oder andere schier erwartet wird. Die zarte, magnetische (und unverblümt gezeigte) Begierde wie auch Annäherung zwischen der 18jährigen Maria und dem rund 40jährigen zurückgezogen lebenden Henner bringt gewiss Spannung, Melodram und Tragik wie eine Prise Erotik ins Gesamtwerk, fehlt mir persönlich abschließend dennoch die große Offenbarung, warum Maria und Johannes vollends ausblenden, dass es die Idee der gemeinsamen Zukunft schon längst nicht mehr im Herzen gibt.

"Irgendwann werden wir uns alles erzählen" hinterlässt einen schalen Nachgeschmack, beantwortet längst nicht alle Fragen, streift oft eher die Oberfläche... und gerät genau hierdurch recht sehenswert.

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Hilma

Alle Farben der Seele
Drama

Hilma

Alle Farben der Seele
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.09.2024
An für sich eine interessante Biographie, die jedoch meines Erachtens nach keine Rückblende benötigt hätte, um die Geschichte zu erzählen.

Die darstellerischen Leistungen überzeugen, die Besetzung ist gut gewählt, die Erzählweise unaufgeregt und tragisch, jedoch nicht allzu schwermütig. Die Spielzeit von knapp 2 Stunden fühlte sich für mich etwas zu lang an, darf man zudem einige Szenen durch die gewählte Darstellungsweise doppelt betrachten und wird sodann wieder in die Vergangenheit katapultiert. Die Auseinandersetzung mit dem Thema der Spiritualität mutet interessant an; wirkt das Gesamtwerk dennoch kaum spannend oder zugkräftig. Aus Neugier bleibt man dran, vermisst jedoch etwas dramatischer gestaltete Szenen. Ein Film, den man gucken kann, aber gewiss nicht muss.

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Asteroid City

Komödie, Drama

Asteroid City

Komödie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.09.2024
Ähnlich wie "Dogville" agiert "Asteroid City" bisweilen wie ein Theaterstück - wenngleich sich hier die Erzählebenen dann und wann buchstäblich verschieben. Augenfällige Kulissen, eine sehr solide Besetzung, eine markant-banale und doch verstörend tiefgründie Story voller Sarkasmus, Gesellschaftskritik und Verzweiflung - "Asteroid City" bedient sich einer eigentümlich, eigenwillig und gewissermaßen zunächst anstrengenden Erzählweise, die den Zuschauer einmal mehr völlig anders herausfordern und ansprechen (oder aber abstoßen) wie die breite Masse der sonstigen Filme auf dem Weltmarkt.

Durch die doppelte Erzählweise dürfte es sich lohnen, "Asteroid City" mit etwas Abstand erneut zu schauen, um womöglich Dinge völlig anders zu entdecken und / ober zu interpretieren - ob man jedoch dann mit einem Gefühl, alles erfasst zu haben, was die Macher hier sagen wollten, herausgeht, bleibt abzuwarten.

Vollends überzeugend empfand ich "Asteroid City" nicht, konnte und kann mich seinem Bann jedoch auch nicht entziehen. Der Kauf der DVD für das heimische Regal wird vermutlich erfolgen; beizeiten.

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No Way Up

Thriller, Abenteuer

No Way Up

Thriller, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 22.09.2024
Ein angenehm solider Hai-Beitrag, der jedoch fast ohne Hai auskommt. Fans von Tierhorrorbeiträgen könnten somit ein wenig enttäuscht sein, geht es doch eher um die reine Befreiungsaktion aus einem Unterwassergefängnis (in Form eines abgestürtzten Flugzeugs), die durch die Haie erschwert wird.

Solide Darstellerleistungen, unterschiedliche Charaktere und kleine Kniffe in der soliden knackigen Spielfilmzeit stellen zwar kein unbedingtes Leinwandspektakel dar, das ein jeder mal gesehen haben muss, sorgen jedoch insgesamt für gute Unterhaltung. Obschon es für mich doch recht vorhersehbar war, welche Personen wohl definitiv überleben werden, gab es auch hier zumindest eine nicht ganz so absehbare Entwicklung. Durch die kleine Prise Humor macht sich der Film insgesamt gut für einen gelungenen Filmabend.

ungeprüfte Kritik

Die Bienenhüterin

Nach dem gefeierten Bestseller-Roman von Sue Monk Kidd.
Drama

Die Bienenhüterin

Nach dem gefeierten Bestseller-Roman von Sue Monk Kidd.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 14.09.2024
Wenn man hinsichtlich des doch recht unrealistisch wirkenden Ausgangs ein bis zwei Augen zudrückt, erhält man mit "Die Bienenhüterin" einen wunderschönen und zugleich traurigen Film, dem vereinzelt ein wenig mehr Tiefgang gut getan hätte. Die einzelnen Probleme der Zeit in Bezug auf buchstäblichen schwarz-weiß-Denken damaliger Zeit sind (nicht nur) für jüngere Zuschauer ohne Hintergrundwissen kaum nachvollziehbar, die Filmbeschreibung an sich legt den vermuteten Schwerpunkt auf etwas, was nicht wirklich der Dreh- und Wendepunkt des Gesamtwerks ist.

"Die Bienenhüterin" ist eine Suche nach der großen Frage, ob und von wem man ja geliebt wurde oder geliebt wird - mit hier schonungslosen Wahrheiten, Verletzungen und Hoffnungen, die nur bedingt Erfüllung finden können. Der Tenor des Gesamtwerkes ist des öfteren unfassbar traurig, erschreckend realistisch und trotz der Spielzeit inmitten der 60er doch noch viel zu aktuell.

Besonders hervorzuheben die Leichtigkeit, mit der die Geschichte erzählt wird - wenngleich die Schlussszene etwas zu rosafarben erscheint, werden etwaige Probleme der neuen Zukunft von Lily hier schlichtweg ausgeblendet und der Einfachheit halber im Film nicht mehr thematisiert, endet dieser schlichtweg an dieser Stelle.

Ingesamt gewiss einen oder auch zwei Blicke wert - ein Geheimtipp für ruhige Stunden.

ungeprüfte Kritik

What Josiah Saw

Horror, Thriller

What Josiah Saw

Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 14.09.2024
"What Josiah Saw" braucht Zeit, um den Zuschauer an die gemeinsame Geschichte der drei Kapitelhaften Erzählstränge heranzuführen - langweilig wird das Gesamtwerk indes dadurch nicht. Die stetig düster-melancholische Atmosphäre ist es, die Neugierde erweckt und Anspannung schürt; die darstellerischen Leistungen sind so authentisch, dass man vergessen könnte, einen Film zu gucken .

Die zweistündige Spielfilmzeit vergeht wie im Flug, das Finale erwischt den ein oder anderen eiskalt, fügen sich hier die letzten Puzzleteile dramaturgisch zusammen. Besonders hervorzuheben für meinen Geschmack, das dennoch nicht alles klar wird, man über die ein oder andere Einzelheit wird debattieren können - positiv im gleichen Kontext, dass die Frage zwischen Wahn, Lüge, Hoffnung und Wahrheit ebenso wenig eindeutig bleibt.

"What Josiah Saw" wirkt nach - und ist ein weiterer Film, bei dem es sich lohnt, diesen nicht alleine zu schauen, um anschließend darüber diskutieren zu können.

ungeprüfte Kritik

Der Zopf

Nach dem gleichnamigen Bestseller.
Drama

Der Zopf

Nach dem gleichnamigen Bestseller.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 10.09.2024
"Der Zopf" ist für mich einer der wenigen Filme, der an die Emotion, Zugkraft und Spannung des Romans heranreicht - und trotzdem ein Werk bleibt, welches man nur schwierig erklären kann, ohne dass die drei Geschichten, die doch nur eine sind, allzu alltäglich klingen würden, um sich diese tatsächlich als Film ansehen oder als Buch anlesen zu wollen.

Durch das hohe Maß an Authentizität, schonungsloser Offenheit und den Verzicht auf spektakuläre Szenen wie Bildgewalten verliert sich der Zuschauer regelrecht in den drei Erzählsträngen, die hier nicht nacheinander jeweilig abgeschlossen, sondern eher kapitelartig übernandergepflochten werden. Durch den Verzicht auf große bekannte Darsteller bleibt das Gesamtwerk dem Filmgucker nahe, kann sich dieser in alle drei Schicksale einfühlen und jeweilig mitfiebern - obschon ich das Buch und somit den Ausgang für jeden einzelnen kannte, berührten mich die Einblicke in die Leben von Smita, Giulia und Sarah abermals immens, während Smita durchaus eine besondere Nachwirkung auf mich hat.

Laetitia Colombani, den den Roman und zugleich das Drehbuch schrieb, hat in meinen Augen eine der gewichtigtsten und lehrreichsten Publikationen geschaffen, die es wert sind, mehrfach gelesen und / oder geschaut zu werden - um anschließend selbstreflektierend das Erlebte zu verarbeiten.

ungeprüfte Kritik